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von sagista
16.03.2019 00:00
Forum: Splitterdämmerung
Thema: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod
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[MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Ich würde den Borongeweihten zulassen, aber den Golgariten-Plot insgesamt deutlich kürzen.

Ich habe den gesamten Part auf Burg Mersingen komplett rausgelassen, weil es mir einfach überflüssig erschien. Vielleicht solltest du dann eine spezielle Szene für die Al'Anfaner Boronis, die laut Abenteuer ja von den Golgariten festgesetzt werden, einbauen, z. B. indem die Gefangennahme verhindert wird und dein Al'Anfaner erst richtig auf die Spur der Tränenlosen gesetzt wird.

Ich würde dir raten, Borondria als Fürsprecher für den Al'Anfaner auftreten zu lassen, eben weil ja der gemeinsame Feind die Schwarzen Lande im Allgemeinen und Lucardus im Besonderen ist. Aber ich würde auch nicht auf starken Gegenwind gerade konservativer Golgariten verzichten. Ich weiß nicht, wie hart ihr Konflikte zwischen Helden und Meisterpersonen ausspielt, aber das wäre auf jeden Fall eine gute Gelegenheit dazu, das auf die Spitze zu treiben.

Also, ich würde sagen, ja, TvT ist mit einem Al'Anfaner Boroni spielbar auch ohne die Golgariten rauszustreichen und nein, du musst das AB nicht komplett umschreiben. Ich würde es deutlich kürzen, bzw. habe es deutlich gekürzt, aber das hatte auch zeitliche Gründe.
von sagista
13.12.2018 23:54
Forum: Splitterdämmerung
Thema: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod
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[MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Nach einer weiteren krankheitsbedingten Terminverschiebung konnten wir das Abenteuer endlich letzten Samstag zu einem würdigen Ende bringen.

Tatsächlich war ich mir bis zum Ende nicht sicher, welche Variante ich für das Opfer der Tränenlosen wählen würde; ich habe es letztendlich durch den Spieler entscheiden lassen, den ich, wenn überhaupt, für den finalen Akt ausgewählt habe. Gut, ich habe ihn nicht aktiv vor die Wahl gestellt, aber er hat schnell begriffen, dass es an ihm hängen bleiben würde. Hätte er mir dann ganz klar gesagt, er könne oder wolle das nicht, hätte ich eine Variante, so wie sie hier vorgeschlagen wurden, gewählt. Aber er hat sich dann in sein Schicksal gefügt, ohne dass ich ihn gedrängt habe

Dazu muss man sagen, dass besagter Spieler solche Extremsituationen ingame mag. Da wir auch in unserem Forum spielen hat sich eine intensive Beziehung zwischen dem Char, an dem es letztendlich hängen blieb und dem Mädchen ergeben. Ich bin mir sicher, dass diese Geschichte dem Char, der vorher doch leider etwas blaß war, charakterliche Tiefe geben wird, da der Spieler da auch sehr intensiv und auch mit einer strikten Trennung ingame / outgame an die Sache herangeht.

Letztendlich ist es dann, soweit man das sagen kann, ganz gut gelaufen. Die Spieler, insbesondere unsere Spielerinnen, waren dann ziemlich schockiert, auch wenn sie sich ja drei Monate darauf einstellen konnten. Ich habe auch vorher Gespräche insbesondere mit einer Spielerin geführt, die selber Mutter ist und auch so gerade in einer seelischen Ausnahmesituation ist. Aber die Gruppe hat es insgesamt gut verpackt und man war sich einig, einen intensiven, aber guten Abend gehabt zu haben.

Was spannend werden wird sind die Konsequenzen ingame. Drei von fünf Helden stammen aus den Schwarzen Landen und wollten eigentlich den Pfad zu den Zwölfen beschreiten, dazu eine Phexgeweihte und eine Zwergin. Boron ist halt jetzt b. a. w. bei den Helden unten durch, mal schauen, wie sich das entwickeln wird. In Seelenernte werden sie Beistand brauchen...
von sagista
07.11.2018 23:31
Forum: Splitterdämmerung
Thema: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod
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[MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Am Wochenende ist es endlich so weit, dann gibt es das große Finale :-)
(Ja, wie können leider nur sehr selten spielen...)

Ich bin mal gespannt, wie die Spieler die Gestaltung, die eine Mischung aus den hier gemachten Vorschlägen sein wird, aufnehmen werden. Von der Idee, einem der Helden die Aufgabe zuzuteilen, Hand an die Tränenlose zu legen, habe ich tatsächlich zu, sagen wir mal, 95 % Abstand genommen.

Aber mir ist noch eine Merkwürdigkeit in dem Abenteuer aufgefallen und zwar betrifft das diese 12. Ritter.

Da haben wir zum einen die Darstellungen in "Auf gemeinsamen Pfaden", S. 49. Dort wird von im Volk kursierenden Gerüchten über den 12. Ritter geschrieben und gleichzeitig darauf hingewiesen, dass 12. Ritter (Plural) in der Schlacht um Beilunk aufgetreten sind, denen allein es zu verdanken war, dass die Ordenstruppen nicht von den Heerscharen des Untoten Heerbanns überrannt wurden. Ferner wird hier darauf hingewiesen, dass Boron verstorbenen Golgariten gewährt, ihren lebenden Brüdern und Schwestern als Geister im Kampf beizustehen.

Mehr oder weniger deckungsgleiches steht in "Träume von Tod" auf S. 112. Dort heißt es, dass sich die Geister vieler Golagriten als 12. Ritter erheben, um ihre Kameraden zu unterstützen, aber trotzdem die Golgariten zu unterliegen drohen, wenn den Helden nicht der finale Schlag gegen Lucardus gelingt.

Im scheinbaren Gegensatz dazu stehen aber meiner Meinung nach die Ausführen in TvT auf S. 117. Dort steht, dass durch das Auftreten der 12. Ritter in der Erdschlacht nach dem Opfer der Tränenlosen und dem Vergehen aller Untoten die Mystiker an Boden gewinnen. Die Helden als unmittelbar Betroffene und Augenzeugen sind als Vermittler zwischen den Parteien gefragt. Selbst der Rabe lässt zeigt sich über die 12. Ritter sehr interessiert und lässt sich alles genau berichten.

Das finde ich zumindest in Teilen deutlich widersprüchlich.
Vor allem, dass im Abenteuer selbst zunächst geschrieben wird, dass die 12. Ritter den Golgariten und Helden quasi etwas Luft verschaffen, aber fünf Seiten später wird geschrieben, dass die 12. Ritter erst durch das Opfer der Tränenlosen eingreifen. Aber auch die Textstelle aus AgP passt nicht dazu, denn wenn die 12. Ritter bei der Schlacht um Beilunk maßgeblichen Anteil am Überleben des Ordens hatten, dann sind sie doch kein Mysterium mehr sondern ein Faktum. Schließlich müsste es ja dann ausreichend viele glaubwürdige überlebende Augenzeugen geben, die Existenz der 12. Ritter bestätigen können.

Habe ich da einen Gedankenfehler oder ist die Darstellung irgendwie inkonsistent?

Ich persönlich fände es ja deutlich stimmungsvoller, wenn sich das Mysterium der 12. Ritter tatsächlich erst durch das Opfer der Tränenlosen als wahr herausstellen würde, zumal sich ja Lucardus dann auch erst mal als 12. Ritter beweisen soll. Dafür müssten wir halt besagte Passage in AgP ignorieren, was wahrscheinlich garnicht auffallen würde, da ich, glaube ich, eh der einzige in unserer Runde bin, der diesen Band besitzt.

Was meint ihr?
von sagista
11.09.2018 23:00
Forum: Splitterdämmerung
Thema: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod
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[MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Eine Gruppenspaltung würde ich nicht annehmen, aber ich denke schon, dass das die Spieler zumindest teilweise tatsächlich nicht gut aufnehmen würden. Da ich selbst keine Kinder habe, kann ich zwar nicht zu 100 % nachempfinden, was bei einer Geschichte wie dieser in Eltern abgehen kann, aber ich kann es mir durchaus vorstellen.

Ich werde tatsächlich den Gedanken aufnehmen und sich das Kind dematerialisieren lassen, wie genau muss ich mir noch überlegen, aber schon so, dass es eben nicht wie ein dämonisches Opferritual aussieht. Aber ein bißchen Zeit habe ich noch, mir was auszudenken, so wie es aussieht, werden wir leider erst wieder Anfang November spielen können.

Laut dem Abenteuer soll allerdings tatsächlich ein Held dem Kind mit einen Dolch töten. Nur wenn sie sich partout weigern kommt irgendein NSC und "erledigt" das. Die hier vorgebrachten Ideen finde ich wesentlich stimmiger.
von sagista
10.09.2018 22:43
Forum: Splitterdämmerung
Thema: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod
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[MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Ich verstehe, was du meinst, @Jadoran aber genau diesen Kniff mit dem Älterwerden gibt das Abenteuer ja auch vor und den habe ich ganz bewusst rausgestrichen, eben weil ich es doof fand, das Mädchen älter und vor allem unsympathisch wirken zu lassen, wohl in der Hoffnung, den Helden könnte es weniger schwer fallen, das Kind zu opfern. Das fand ich, ehrlich gesagt, eine ganz schlimme Idee der Autorinnen.

Richtig gut hingegen finde ich deine Idee, die Tränenlose gewissermaßen in den Schatten gehen zu lassen und so keinen der Helden dazu zu zwingen, das Kind von eigener Hand töten zu müssen. Ich glaube, daraus kann man wirklich eine sehr stimmige Szene machen, die hoffentlich auch die Spieler wieder ein Stückweit mit Boron versöhnt und vielleicht ist es wirklich zu hart, in einer Gruppe mit jungen Müttern ein Kind durch die Helden töten zu lassen.

@Teferi: Das ist eine nette Idee, doch leider habe ich dem Seelensammler schon einen Auftritt gewährt. Nach der Einnahme Altzolls hat er es sich nicht nehmen lassen, auf Vherathanor fliegend vorbeizukommen und ein Statement abzugeben. Also wissen die Helden ganz genau, dass da noch jemand auf sie lauert.
von sagista
10.09.2018 18:54
Forum: Splitterdämmerung
Thema: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod
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[MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Ich gebe zu, ich hatte durchaus erwogen, diese Szene wegzulassen, habe das dann allerdings verworfen. Ich sehe das schon als Grenzerfahrung für die Helden an, aber ich finde, dass die Szene erhebliches Rollenspielpotential hat.

Ich würde mir allerdings wünschen und vielleicht bekomme ich das auch noch hin, dass meine Spieler die Szene unter inneraventurischen Aspekten und nicht nach irdischen Maßstäben beurteilen. Aber ich sehe auch, dass damit manche in unserer Gruppe gewisse Schwierigkeiten. Ingame nutze ich Borondria, die mit ihrer ruhigen Art auch so manchen Wutausbruch der Helden angesichts dessen, was von ihnen und vor allem von dem Kind verlangt werden wird - sie beginnen zu begreifen, dass vermutlich einer von ihnen den Stich wird setzen müssen - ertragen kann.

Ich hoffe, die Spieler lassen sich darauf ein zu erkennen, dass es sich bei der Tränenlosen eben nicht um ein normales Kind handelt, das zufällig auf dem Opferaltar landet, sondern um eine Entität Borons handelt, in sofern werde ich Sumaros Argumentationsmuster verfolgen, da es inneraventurisch einfach Sinn macht. Nur dieses Bild aus den Köpfen der Spieler zu bekommen - eine meiner Spielerinnen ist Mutter einer sechsjährigen Tochter - wird herausfordernd. Derzeit erwäge ich auch, dass diejenigen, die diese Szene nicht miterleben möchten, das auf gar keinen Fall müssen, denn ich will auch niemanden etwas aufzwingen.

Alternativ spiele ich auch mit dem Gedanken, den Helden eine Option anzubieten, dass sich das Schicksal der Tränenlosen nicht erfüllt oder erst zu einem späteren Zeitpunkt. Zwar habe ich das Mädchen schon so dargestellt, dass sie weiß, was ihr Schicksal ist, aber die Helden stehen da auf dem, menschlich verständlichen Standpunkt, dass eine Neunjährigen ihren Willen noch nicht in letzter Konsequenz formulieren kann. Aber die Option erwäge ich offen zu lassen. Die Frage ist nur, welche Konsequenzen das haben würde.
von sagista
09.09.2018 23:42
Forum: Splitterdämmerung
Thema: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod
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[MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Vielen Dank für eure Hinweise, die sind sehr hilfreich für mich.
Gerade deine Argumentation, Sumaro, finde ich sehr schlüssig und diese haben sich meine Spieler auch schon zumindest im Ansatz mehr oder weniger gegeben, aber aktuell wird noch sehr hitzig diskutiert (ingame in unserem Privatforum).
Dazu muss ich noch ergänzen, dass meine Helden derzeit mit der Tränenlosen und Borondria gemeinsam unterwegs in Richtung des Heiligtums sind (ich musste da etwas improvisieren bzw. im großen Umfang streichen, aber das ist eine andere Geschichte) und die Erkenntnis, was wirklich von ihnen erwartet wird, ist erst jetzt gekommen. Aber eure Anregungen helfen mir tatsächlich weiter, vielen Dank :6F:
von sagista
09.09.2018 04:25
Forum: Splitterdämmerung
Thema: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod
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[MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Wir haben heute den vorletzten Abend TvT gespielt. Die Spieler haben erkannt, dass ein Kind für den Plan Borons geopfert werden muss und haben dies, nun ja, sagen wir mal so, ziemlich schlecht aufgenommen. Boron ist in Sekundenschnelle auf den abgeschlagen letzten Platz der Beliebtheitsskala gerutscht, selbst Tairach kommt nun positiver an, weil der sich sowas noch nicht hat zu Schulden kommen lassen. Ich habe im Übrigen verzichtet, Finya als "unsympathisch" oder "wirkt deutlich älter" darzustellen, weil ich das für den ziemlich untauglichen Versuch halte, das, was da kommt, irgendwie zu bagatellisieren.

Ich habe genau genommen sogar noch eins drauf gesetzt und angesichts der Vorgabe, dass das Mädchen nicht spricht, mit einem Tierchen, das ziemlich exakt Oy aus der Dark-Tower-Saga von Stephen King entnommen wurde, eine Art Vertrautentier an die Seite Finyas gestellt, das mit den Helden im Sinne Finyas kommunzieren kann. Das hat die Sympathiewerte natürlich noch einmal deutlich hervorgesetzt, was ich auch beabsichtigt hatte, da ich es für vollkommen inaktzeptabel halte, den Helden die Opferung einer nicht einmal Neunjährigen einfach zu machen.

Ich stehe nun vor dem Problem, wie ich es schaffe, dass sich die Helden, die zu einem Großteil aus der grauen Ecke, sprich Kinder der Schwarzen Lande auf dem Weg in ein zwölfgöttergefälliges Leben, angesichts dieses "genialen Masterplans" nicht entsetzt von den Göttern wieder abwenden. Gleichwohl habe ich nicht vor, das Abenteuer diesbezüglich abzumildern. Für kluge Ratschläge bin ich dankbar ;-)
von sagista
14.06.2016 00:22
Forum: Splitterdämmerung
Thema: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod
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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Ich stecke gerade auch in den Vorbereitungen für TvT und ich muss sagen, dass ich deine Ausführungen sehr hilfreich finde, Brandolin.

Ich überlege gerade, wohin die Truppen des Paktes von Al'Zul nach der Erstürmung des Todeswall gehen. Die Golgariten wollen ja weiter nach Altzoll, was ja durchaus Sinn macht. Haben die anderen keine Lust oder was besseres zu tun? Leider habe ich dazu keine weiteren Erklärungen im Band gefunden, ich weiß nur, dass sie sich am Sturm auf Altzoll wenn dann nur sehr begrenzt beteiligen. Das finde ich irgendwie merkwürdig. Denken Bunsenhold, Gilborn und Co, dass den Vorbereitungen des Feldzugs der Kaiserin Genüge getan ist, wenn man den Todeswall abgeräumt hat; den Rest können dann die unfähigen Golgariten erledigen?