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von DnD-Flüchtling
20.01.2020 13:24
Forum: Generierung & Charakterentwicklung
Thema: Semantik von Eigenschaftsnamen (hier: FF)
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Semantik von Eigenschaftsnamen (hier: FF)

Nur als kleines Update: Ich habe mir vor kurzem auf Steam Drakensang gekauft und es auf Englisch installiert - und schau an, die FF heißt dort "Dexterity" ;)
von DnD-Flüchtling
19.12.2019 13:31
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Thema: Semantik von Eigenschaftsnamen (hier: FF)
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Semantik von Eigenschaftsnamen (hier: FF)

Rasputin hat geschrieben:
04.12.2019 12:12
DnD-Flüchtling hat geschrieben:
04.12.2019 10:43
Eher nicht, Intuition beinhaltet ja auch das DnD-Konzept von Weisheit, was von Instinkt nicht abgedeckt wird.
Das ist soweit ich das sehe nicht Korrekt.
Auch wenn das schon abgehandelt wurde, hier nochmal der Beleg ;) https://i.etsystatic.com/19870732/r/il/ ... 6_1l5q.jpg

"Wisdom reflects how attuned to are to the world around you and represents perceptiveness and intuition."

Die wären mit "Intuition" wirklich besser als mit "Weisheit" gefahren...
von DnD-Flüchtling
05.12.2019 10:22
Forum: Generierung & Charakterentwicklung
Thema: Semantik von Eigenschaftsnamen (hier: FF)
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Semantik von Eigenschaftsnamen (hier: FF)

Rasputin hat geschrieben:
04.12.2019 12:12
Das ist soweit ich das sehe nicht Korrekt.
Doch, ist es schon, ich sprach ja vom DnD-Konzept von Weisheit (im Folgenden WIS), und das unterscheidet sich von dem Begriff, wie man ihn im Deutschen (und auch im Englischen) verwendet.

Ich weiß jetzt zugegebenermaßen nicht, wie WIS anno 1974 verwendet wurde, als die erste Edition rauskam, aber heutzutage hat es große Überschneidungen mit der IN von DSA.
WIS ist einerseits wie im anderen Thread erwähnt der gesunde Menschenverstand, aber auch Wahrnehmung, Instinkt, Bauchgefühl (übrigens auch die Willenskraft, wobei die in DnD sich eigentlich nur über Rettungswürfe äußert und vor allem Manipulationsresistenz meint). Proben auf Perception und Sense Motive werden mit WIS modifiziert; auch Tiere oder strunzdumme Charaktere können sehr hohe Werte in WIS haben. Was WIS nicht ist, ist Lebenserfahrung oder Erfahrung allgemein - auch ein 18jähriger Charakter der 1. Stufe kann sehr hohe WIS haben. Ein Charakter mit niedriger WIS dagegen ist dementsprechend unreif, unaufmerksam, naiv, leicht zu manipulieren.
Deswegen meinte ich auch, dass "Intuition" das alles eigentlich besser abdeckt als "Weisheit", was ja zu Interpretation verleitet, die zu den Missverständnissen führen, die die Diskussion hier losgetreten haben.
Rasputin hat geschrieben:
04.12.2019 09:34
Ich persönlich finde übrigens FF ist eine unnötige Eigenschaft. in 99% aller Charaktere ein sogenannter Dumpstat und höchstes wichtig für Bogenschützen. Ich finde das Spiel käme auch gut ohne FF aus. Mein aktueller Charakter hat aus gutem Grund 2 riesige Pranken und 8 FF.
Um mal die Kurve zum Gedanken zu kriegen, der diesem Thread hier zugrunde liegt: KL ist für kämpferische Charaktere vergleichbar unnütz. Würdest du deinem Krieger auch KL 8 geben?

Rasputin hat geschrieben:
04.12.2019 16:14
Aber zum Beispiel der Wert "Konstitution" bestimmt sowohl deine Wundschwelle als auch deine Ausdauer und Lebenspunkte.
Beschwerst du dich auch, dass jetzt jeder Marathonläufer automatisch auch zum Krieger wird der Schwerthiebe zum Frühstück isst? Warum kann man Wundschwelle nicht unabhängig von KO steigern?
Das finde ich ehrlich gesagt weniger störend als dass der hinfällige alte Handwerksmeister nicht nur geschickte Finger hat.
Aber letztlich ist es ja so, dass man irgendwo Kompromisse machen muss. So wird ja auch nicht zwischen Kraft in den Armen und in den Beinen unterschieden (bzw. welcher Art von Kraft - die Beine von Hafthor Bjornson können auch Unmengen an Gewicht bewegen; so gut rennen wie zu seinen Basketballzeiten kann der Kerl vermutlich trotzdem nicht mehr...); und ein genialer Philosoph hat auch gleichzeitig die nötigen Anlagen, ein brillianter Mathematiker zu werden. Und über die verschiedenen Aspekte, die in IN einfließen, wurde hier ja auch schon gesprochen.
von DnD-Flüchtling
04.12.2019 16:07
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Thema: Semantik von Eigenschaftsnamen (hier: FF)
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Semantik von Eigenschaftsnamen (hier: FF)

Rasputin hat geschrieben:
04.12.2019 15:58
Warum ist es bei den 8 Säulen, die eure gesamtes Konzept tragen so wichtig, dass ausgerechnet FF dabei ist?
Wegen dem, was ich oben geschrieben habe: Damit überspitzt formuliert geschickte Handwerker (in dem Fall Leonardo) nicht auch gleichzeitig gute Akrobaten sind.

Das Problem ist halt, was @AngelAliter gesagt hat - für Helden ist FF wenig attraktiv, weil die diese Eigenschaft nicht so richtig ausschöpfen können.
von DnD-Flüchtling
04.12.2019 10:43
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Semantik von Eigenschaftsnamen (hier: FF)

Traumsucher hat geschrieben:
03.12.2019 20:45
Naja, schaut man sich die Talente an zeigt sich ja schon ein klares Bild.

FF ist in keinen Basistalent vertreten, außer im Handwerk - dort aber gerne gleich doppelt. Was noch nicht zu vernachlässigen ist, sind Bogenschützen. Sonst brauchen die üblicherweise Geschicklichkeit, in DSA ist es FF, nicht GE(wandheit).

Die Verknüpfung zu Skill war also immer schon da, sie leidet aber evtl. sehr darunter, dass Handwerkstalente in den meisten Runden auch stark vernachlässigt werden.
Das stimmt, wobei man FF in DSA 5 etwas aufgewertet hat, indem man auch die Hand/Auge-Koordination reinpackte und es zur Leiteigenschaft für Fernkämpfer erklärte.

Worum es mir allerdings geht, ist, dass mich der Name "Fingerfertigkeit" an sich schon vergrault. Um es (möglicherweise) etwas besser zu erklären:
Ich habe ja weiter oben geschrieben, dass ich immer auf eine zumindest moderate hohe KL achtete, weil ich keinen dummen Charakter spielen wollte - das gilt selbst dann, wenn es eigentlich rein wertetechnisch für mich vollkommen egal gewesen wäre, weil wenige relevante Proben auf KL gehen würden. FF habe ich dagegen bereitwillig geopfert, weil alleine der Name schon unsexy war.

Rasputin hat geschrieben:
04.12.2019 09:34
Instinkt
Eher nicht, Intuition beinhaltet ja auch das DnD-Konzept von Weisheit, was von Instinkt nicht abgedeckt wird.
Ich persönlich finde übrigens FF ist eine unnötige Eigenschaft. in 99% aller Charaktere ein sogenannter Dumpstat und höchstes wichtig für Bogenschützen. Ich finde das Spiel käme auch gut ohne FF aus. Mein aktueller Charakter hat aus gutem Grund 2 riesige Pranken und 8 FF.
Das beschreibt auch mein Gefühl, aber ich frage mich, ob ein etwas knalligerer Begriff diese Assoziationen in Richtung von "eigentlich nutzlos" hätten verhindern können.
ledaeth hat geschrieben:
04.12.2019 09:38
Vor allem aber war es wichtig, dass der alte Begriff "Geschicklichkeit" aus der neuen Edition verschwindet, damit es keine Fragezeichen über den Köpfen der Spieler gibt.
Die Logik hinter der Wortwahl verstehe ich schon; die Intention hinter meiner Frage war aber mehr, ob Geschicklichkeit nicht grundsätzlich der bessere Begriff wäre.
von DnD-Flüchtling
03.12.2019 15:42
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Semantik von Eigenschaftsnamen (hier: FF)

Die Frage mag zwar denkbar banal sein, aber irgendwie hat sie mich vor kurzem doch beschäftigt.
Als Rahmen: Damals, in der guten alten Zeit (die meisten werden es nicht erlebt haben), gab es gerade mal den absoluten Grundstock von 5 Eigenschaften, darunter die sehr breit anwendbare Geschicklichkeit. Geschicklichkeit fand ich damals eigentlich ganz schick; sie war für mein junges Munchkin-Ich im Grunde meine zweitliebste Eigenschaft nach KK: Relevant für Kampf und Körper, aber trotzdem noch anwendbar in einer Fülle von anderen Bereichen.
Als dann Anfang der 90er die 3. Edition eingeführt wurde, wurde sie aufgeteilt in die Gesamtkörper-orientierte Gewandheit und die Hand-orientierte Fingerfertigkeit; und solche Merkwürdigkeiten wie die, dass der schon damals ältliche Mechanikus Leonardo GE 17 hatte, gehörten damit der Vergangenheit an.
Aber während für mich die GE auch weiterhin die geschätzte Funktion von vorher einnahm, war FF quasi über Nacht zur roten Laterne unter den Eigenschaften geworden. Fingerfertigkeit, das war die Eigenschaft, die für mich irgendwie nach "Taschendieb" und "Hütchenspieler" klang, und vor allem: nur die Finger betraf, während die Gewandheit den ganzen Rest des Körpers abdeckte, auch Dinge, die immer noch irgendwie die Hände betrafen (mit dem Schwert zustoßen? Gewandheit! Jemandem einen Zat verpassen? Gewandheit!). Uninteressanter noch als KL (einen dummen Helden wollte ich auf keinen Fall spielen) oder CH (einen unsympathischen oder uninteressanten auch nicht wirklich), hatte ich hier meinen neuen Dumpstat gefunden.

Vor nicht allzu langer Zeit (ich weiß gar nicht mehr, wie genau ich darauf gekommen bin) kam aber mir der Gedanke, wie ich denn das englische Worte "Skill" (Fähigkeit, Befähigung, Talent, Können, Geschick etc.) in einem Rollenspiel verwursten würde - und tatsächlich war das DSA-Äquivalent davon am ehesten die Fingerfertigkeit (ja, mir ist bewusst, dass es je nach Anwendungsgebiet auch KL oder GE sein könnte). Doch während FF wie oben erwähnt hauptsächlich belanglose Assoziationen bei mir hervorrief, klang "Skill" dann doch ganz anders. Und jemand mit sehr niedrigem "Skill" war nicht nur jemand, der schlecht jonglieren kann oder ein lausiger Schlösserknacker ist (also nichts, woran jetzt mein Ego hängen würde), sondern tatsächlich ein im besten Sinn des Wortes ungeschickter Mensch/Zwerg/Elf, der sogar Probleme hat, einen Stock vernünftig zurechtzuschnitzen.

Und da die in diesem Kontext passendste Übersetzung wohl die gute alte "Geschicklichkeit" war, hat sich mir die Frage gestellt: Hätte es einen Unterschied gemacht, wenn es rein semantisch bei der alten Geschicklichkeit geblieben wäre (über die Problematik, nun zwei Eigenschaften mit "Ge-" im Anlaut zu haben, gehe ich einfach mal hinweg - wir haben ja auch mittlerweile drei Eigenschaften, die mit K beginnen)? Oder geht es hier nur mir so, dass ich mich von eher unpassenden Assoziationen habe leiten lassen, die eigentlich gar nicht passten?

PS: Ein ähnliches Problem hatte ich die längste Zeit mit der IN, die für mich eine eher esoterische Eigenschaft war, die vor allem Elfen und Geweihte benötigten, aber die ebenfalls wesentlich mehr war als nur reines Einfühlungsvermögen. Hier ist mir allerdings keine Bezeichnung eingefallen, die diese Qualitäten besser umschreibt als "Intuition". DnD-Flüchtling @ Was bedeuten eigentlich (richtig) hohe Eigenschafts- und Talentwerte? (keine Kampftalente)