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von DnD-Flüchtling
15.03.2019 16:58
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
Thema: Travia-Kirche und Gewalt
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Travia-Kirche und Gewalt

Baal Zephon hat geschrieben:
15.03.2019 16:10
Ich glaube langsam sollte man dies hier aus dem Thread auslagern, hat mit dem Ursprungstoppic nicht mehr wirklich was zu tun.
Leider wahr.
@Mods: sorry :(
Wurde Irdisch auch so ziemlich so gehalten. Wenn Irdisch ein Graf seiner Gräfin fremd gegangen ist, dürfte das zwar sicher nicht gut angesehen, aber erbtechnisch relativ unproblematisch gewesen sein. Erbberechtigt sind einfach nur legitime Kinder und das sind die von Graf und Gräfin Punkt. Da in den Meisten gegenden Aventuriens Frauen und Männer gleichermaßen Herrschen und die Erbregeln im Mittelreich was ich weiß immer irgendwas mit dem einflussreicherem Haus oder so zu tun haben... könnte das zum Problem werden wenn die Gräfin meint sich Favoriten halten zu müssen... das ist dem Grafen mutmaßlich nicht so recht.
Wie gesagt, aventurische Gleichheit vs. biologische Realität.
Wenn man das so einführt hätte man meines erachtens nach fast zwangsäufig wieder eine ungleichbehandlung weil eigentlich die Männer entweder ihre Frauen wegsperren müssten oder aber die Frauen das Hauptsächliche Sagen bekommen und das ganze ins Matriarchat umschlägt.
Das ist korrekt. Aber ich denke, das ist auch so ein Thema, bei dem die Redaktion einfach ohne groß nachzudenken moderne Maßstäbe und Gepflogenheiten auf das Setting übertragen hat - das greift ja in alle möglichen Bereiche über (vergleiche auch das Thema hier: Kinderarmut in Aventurien ). Das, oder sie haben es zumindest in der Hinsicht vorgezogen, das komplett anders zu halten und/oder sich absichtlich keine tieferen Gedanken über die Konsistenz einer solchen sozialen Dynamik zu machen, weil sie wussten, dass sie da nicht wirklich gewinnen konnten, und einfach auf das übliche suspension of disbelief gesetzt haben.
Oder hald die minderjährige Magd, wobei dass sicher zum Verlusst aller Titel führen mag wenn das raus kommt.
Nein, wieso? Das ist modernes, aufgeklärtes Denken.
1. Sobald eine Frau menstruiert hat, ist sie nach mittelalterlichem Verständnis alt genug; also auch alt genug, mit dem Grafen das Bett zu teilen. (vermutlich würde es nicht mal groß Konsequenzen haben, wenn sie noch jünger wäre, weil der reiche, mächtige Graf als Inhaber von Standesprivilegien auch damit davon kommt, ein pädophiler Sack zu sein. Vgl. Erzebet Battori oder Gilles de Rais, und du kriegst eine Vorstellung, wie sehr du in einem solchen System über die Stränge schlagen musst, damit du endlich zur Rechenschaft gezogen wirst)
2. Sie ist eine Magd, was ihre Wünsche und Prioritäten sind, kümmert erst recht nicht. Klar, möglicherweise kann sie dem Grafen Probleme machen, wenn sie glaubhaft versichern kann, dass er sie geschändet hat (fragt sich nur: Wie?), aber es gab halt auch mehr als eine Angestellte, die so eine Behandlung hat über sich ergehen lassen, weil sie ihren Job behalten wollte.
von DnD-Flüchtling
15.03.2019 12:51
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
Thema: Travia-Kirche und Gewalt
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Travia-Kirche und Gewalt

Ach verdammt. :censored:
von DnD-Flüchtling
15.03.2019 11:55
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
Thema: Travia-Kirche und Gewalt
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Travia-Kirche und Gewalt

@AngeliAter Wer sagt, dass man das regeltechnisch erfassen muss?

Die Spieler werden in aller Regel ihre Charaktere vermutlich ohnehin nicht (traviagefällig) verheiraten, wenn die nichts anbrennen lassen; und für NSC benötigst du jetzt keinen elaborierten Karma-Meter, der Sünden-Buchhaltung betreibt.

Im Grunde würden zwei Sachen reichen:

1. Man schiebt den Sünder als Konzept ein: Wenn der Held dann die Frau von NSC xy verführt, ist diese dann eine Sünderin, aber nicht direkt eine Frevlerin.
2. Man macht den heiligen Eid zur extremen Seltenheit und/oder den Eidbruch zur Frage der Freiwilligkeit: Nur wenn jemand den Eid auch wirklich halten will, greift der Bonus. Die junge Unschuld vom Lande, die tiefgläubig sowie aufrichtig in ihren Angetrauten verliebt ist? Für die bedeutet der Eheeid auch, dass er ihren persönlichen Widerstand spirituell unterfüttert, wenn sie einem gutaussehenden PickUp-Artist vor die Flinte läuft. Der verräterische Baron, der mehr Macht will? Freiwilliger Eidbruch, kein(e) Probe(naufschlag).
von DnD-Flüchtling
15.03.2019 10:04
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
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Travia-Kirche und Gewalt

chizuranjida hat geschrieben:
14.03.2019 23:57
Und was ist mit der Herzogin, die mit dem Stallknecht ins Bett steigt? Wenn deswegen Zweifel daran aufkommen, ob die Kinder ehelich und erbberechtigt seien?
Es gibt im Mittelreich ja nicht nur männliche regierende Adlige.
Da kommen wir wieder in den Bereich, wo die aventurische Gleichheit der Geschlechter mit der biologischen Realität kollidiert.
Aber doch, wenn der Erzherzog seinen Schwur bricht, seiner Gattin treu zu sein, das ist klar ein Fall für die Praioskirche. Wenn er da betrügt, warum sollte er seinen Lehnseid halten? Oder was auch immer er wem auch immer sonst gelobt hat?
Es gibt vermutlich eine gewisse Korrelation zwischen "geht fremd" und "ist auch ganz allgemein ein notorisch unzuverlässiger Hallodri"; aber letztlich ist die wenig aussagekräftig: In der irdischen Realität waren trotz Ehegelöbnis fremdgehende Adelige wohl die Norm, Eidbrüche dagegen dann doch die Ausnahme (was nicht heißt, dass sie nicht mit schöner Regelmäßigkeit vorkamen).

Letztlich ist das aber auch die Folge davon, dass die Redaktion mit der Mal des Frevlers-Setzung etwas über das Ziel hinausgeschossen ist: Es war zwar ein interessantes Element, um die Auswirkungen von Frevel und Häresie regeltechnisch greifbar zu machen, allerdings haben sie übersehen, dass damit, dass der Frevel als eine "one size fits all"-Lösung für Verstöße gegen die Richtlinien der Götter ganz automatisch in zauberzwangmäßiges Micromanagement des Alltagslebens der Gläubigen durch die Götter (bzw. deren Kulte) ausarten muss, wenn Eide relativ einfach verfügbar sind.
Dass die logische Konsequenz daraus (unter anderem) ist, dass sie in Gebieten mit starker Präsenz des Traviakultes eheliche Untreue de facto nichtexistent gemacht haben (und damit ein komplettes Plotelement zum Fenster rausfliegt), oder dass ein vor einem kompetenten Praiospriester geleisteter Lehenseid jeglichen Verrat fast unmöglich macht, daran haben sie vermutlich in dem Moment gar nicht gedacht. Aber wenn der Bruch eines gesegneten Eides auch auf dem Niveau eines Frevels rangiert, dann müssten diese Eide im Grunde extrem selten sein - eben weil es sich hier um einen "Zauberzwang light" handelt.

Wobei das ganze neben der deftigen Frevelbruch-Probe noch einen weiteren Haken hat: Einen Frevel würde ich selbst als einen extrem schweren Verstoß bezeichnen, wie etwa eine Red Wedding-Nummer abzuziehen und die eigenen Gäste abzumetzeln, aber nicht unbedingt, fremdzugehen (denn, wie gesagt: Wenn man in einer Welt mit realen Göttern derartige Richtlinien unumstößlich macht und Micromanagement zulässt, dann wird es auch solches Fehlverhalten nicht mehr geben).
Außerdem ist es ja nicht so, als gäbe es nur den Frevel als Kategorie für Fehlverhalten vor den Augen der Götter - die Sünde als Konzept hätte es teilweise ebenfalls getan.
von DnD-Flüchtling
14.03.2019 17:22
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
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Travia-Kirche und Gewalt

Jadoran hat geschrieben:
14.03.2019 17:03
Ich bin da zwiegespalten. In gesellschafltich "engen" Kreisen, wie auf dem Dorf oder im Adel, kann in meinen Augen die Schande möglichen Ertappt werden oder ganz allgemein auch nur der Ehrbegriff ein Bollwerk sein, dass jemanden abhält, eine Gelegenheit wahrzunehmen, die sich ihm bietet, nach dem Motto: "Ist einfach zu anständig, um seine Frau zu betrügen". Er kann die ihn anhimmelnde schöne Halbelfe (die insgesamt 6 Tap* über hatte) ja trotzdem echt verlockend finden, aber wenn beim Traviabund 7 Punkte über waren, bleibt er halt standhaft.
Ich bezog mich wie gesagt nur auf die Selbstbeherrschungsprobe.

Dass ein Traviasegen jemanden gegenüber unsittlichen Verführungsversuchen permanent "imprägniert" macht Sinn (auch wenn 5+x schon ein derber Aufschlag sind, insbesondere wenn man noch die Modifikationen aus Andwaris Post berücksichtigt). Dass er allerdings gewissermaßen als ein permanenter Schmalspur-Zauberzwang wirkt, finde ich dagegen schon fragwürdig.

Klar, für NSCs ist das jetzt weniger relevant, da die ohnehin nicht auf Selbstbeherrschung würfeln, sondern mehr die SC auf Verführen o.ä., womit diese Regelung effektiv nicht greift - und ein Spieler, dessen SC vor Travia heiratet, hat vermutlich ohnehin nicht vor, einen Schürzenjäger zu spielen.

Trotzdem: Dass diese Option an sich dadurch verbaut wird, erscheint mir arg undurchdacht. Ähnlich wie die Existenz von Dämonenpakten, die eigentlich bei einer Seuche oder einem Krieg massenhaft Mishkara- oder Belharharpaktierer produzieren müsste, die sich so etwas zusätzliche Lebenszeit erkaufen.
von DnD-Flüchtling
14.03.2019 16:55
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Travia-Kirche und Gewalt

@Gorbalad Danke für die Info.

Finde ich ehrlich gesagt beknackt - einfach deswegen, weil eine solche Probe durchaus bockschwer sein kann und nach der Logik jeder Normalsterbliche fast unfähig ist, seinen Partner zu betrügen. Nicht dass das besonders erstrebenswert wäre, aber es nimmt halt ein ganz grundlegendes Element der menschlichen Entscheidungsfreiheit und auch der Verhaltensvarianz bei NSCs aus dem Spiel, wenn sie psychisch praktisch nicht in der Lage sind, fremdzugehen.

...auf der anderen Seite würde es natürlich erklären, warum die Ehe in einem WdV-Aventurien trotzdem noch einigermaßen funktioniert :ijw:
von DnD-Flüchtling
14.03.2019 15:49
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Travia-Kirche und Gewalt

Jadoran hat geschrieben:
14.03.2019 13:32
Aber da kollidieren Crunch und Fluff. Eigentlich müssten traviaverheiratete in Aventurien extrem treu sein, weil sie allein shcon einen +7 Probe schaffen müssen, um überhaupt untreu werden zu können.
Reden wir hier von Setzungen wie "Menschen in traviagesegneten Ehen können nur mit einem zusätzlichen Aufschlag von +7 betört werden" oder von "Menschen in traviagesegneten Ehen müssen eine Selbstbeherrschungsprobe +7 schaffen, um untreu werden zu können"? Ersteres macht Sinn, letzteres klingt irgendwie bescheuert.
von DnD-Flüchtling
14.03.2019 11:33
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Travia-Kirche und Gewalt

chizuranjida hat geschrieben:
13.03.2019 17:38
Eheliche Treue = Loyalität & Einhalten des Ehegelübdes. Der Eidsegen, um gegebene Versprechen bindend zu machen, kommt mW ursprünglich aus der Praioskirche. Also, die Praioskirche müsste eheliche Treue auch stark befürworten.
Die Frage, die ich vor Augen hatte, war die, ob die Kirche zur, nun, körperlichen Treue genauso eine starke Meinung hat. Sich eine Geliebte zu halten ist ja vor allem eine Sünde in den Augen von Travia und fällt dementsprechend in deren Zuständigkeitsbereich; ich kann mir irgendwie schwer vorstellen, dass der strenge aber gerechte Erzherzog, der halt auch die eine oder andere Magd ins Schlafgemach einlädt, deswegen Probleme mit dem Praios-Priester bekommt. Nicht, weil der es nicht persönlich kritisch sehen darf, sondern weil es nicht ihm zufällt, darüber zu richten.

(ich lasse mich hier aber gerne eines anderen belehren)
von DnD-Flüchtling
13.03.2019 10:33
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Travia-Kirche und Gewalt

Ich denke mal, im großen und ganzen ist die Haltung einer Kirche zu bestimmten Fragen, die nicht ihr Portfolio direkt tangieren, meist flexibel bis indifferent gegenüberstehen.

Travia hat dann eine sehr dezidierte Haltung zu Treue, Gastfreundschaft, Mildtätigkeit etc., aber keine besonders ausgeprägte zur Gewalt (im Gegensatz zu Tsa).

Praios zB hat eine zu Gesetzestreue, Loyalität, Autorität, Respekt etc., aber soweit ich weiß keine bestimmte Haltung zu ehelicher Treue (wobei ich hier vermuten würde: Eher dafür, Erbfolge und öffentliche Ordnung und so) oder zu Mildtätigkeit (wobei ich hier vermuten würde: Wird eher kritisch betrachtet).