Die Suche ergab 34 Treffer

von Rasputin
16.07.2019 22:20
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Thema: Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Für so etwas verwende ich meistens vereinfachte Würfelmechaniken.
W20
1: Kämpfer A landet kritischen Treffer
2-5: Kämpfer A landet Treffer
6-15: Beide Kämpfer parieren
16-19: Kämpfer B landet Treffer
20: Kämpfer B landet kritischen Treffer

Das ganze kann man einfach modifizieren, wenn ein Kämpfer stärker ist als der andere.
von Rasputin
15.07.2019 21:31
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Wolfio hat geschrieben:
15.07.2019 21:03
Sorry, aber da hab ich zum Beispiel wenig Gnade. Immerhin zögert keiner der Spieler auch nur eine Sekunde, ehe er den Banditenhaupmann mit "Bannbaladin" oder die Schankmaid mit "Betören" manipuliert.
Generell hast du recht, aber eigentlich auch nicht.
Wenn ein Spieler für 6 RL-Stunden nicht mehr mitspielen kann, ist das weitaus schlimmer, als ein NPC der 6h außer Gefecht ist. Wenn ein NPC nicht mehr mitspielen kann, ist niemand am Tisch genervt. Wenn das gleiche einem SC passiert, kann dieser wirklich aufstehen und ne Runde League of Legends spielen.

Beherrschungszauber sind kein Nullsummenspiel. Bei mir stand noch nie ein NPC am Spieltisch und hat sich beschwert, dass er dauernd mit einem Bannbaladin verzaubert wird.

Die gleiche Argumention wäre: Meine Spieler schicken pro Abenteuer 5 Bösewichte zu Boron. Also sollen die sich mal nicht beschweren wenn ich pro Abenteuer 2 SCs sterben lasse.
von Rasputin
15.07.2019 18:57
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Es war aber durchaus klar, wo das Abenteuer weiter geht. Der Spieler hatte einen Brief der Besatzung der Burg mit Hinweisen wie man das Abenteuer löst. Der Spieler hat aber gesagt: "Für diese Leute will ich mich nicht weiter anstrengen."

Ich halte so eine Entscheidung vom Spieler aber für legitim.
von Rasputin
15.07.2019 18:47
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Denderan Marajain hat geschrieben:
15.07.2019 10:13
Das ist dann aber aus meiner Sicht ein extremer Fall von Asozial;)
Es war der Übergang eines zweiteiligen Abenteuers. Es handelte sich um "Der weiße Berg".
Der weiße BergShow
Ein böser Schwarzmagier ist zusammen mit der Besatzung einer kompletten burg in Andergast in einer Globule gefangen. Durch Zufall wird diese von den SCs entdeckt. Die SCs wissen aber nicht, was los ist und wer böse ist.
Die Spieler finden unzählige Hinweise, dass die Besatzung der Burg eigentlich unschuldig ist. Allerdings erzählt der Schwarzmagier den Spielern, dass die Besatzung der Burg böse ist.
Der Spieler der in Frage kommt hat dann gesagt: "Was? Die sind böse? Denen will ich nicht helfen. Sollen die doch in ihrer Burg verrotten."

Der Spieler hat sich also vom Schwarzmagier an der Nase herum führen lassen. Der Plan des Schwarzmagiers ist aufgegangen und ich wollte als meister nicht die Entscheidung des Spielers untergraben.
von Rasputin
08.07.2019 19:12
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Was @Baal Zephon sagt, stimmt auf jeden Fall und kann je nach Gruppe ein Problem sein. Ich hatte aber z.B. noch nie einen Magier dabei, der den Ignisphäro drauf hatte.
Im Notfall kann man aber auch jeden abgefahrenen shit passieren lassen mit der Erklärung "Ist halt ne Prüfung von Firun."
Die anderen Götter (vor allem Praios, Rondra und Boron) mischen sich auch alle 2 min ein. Da darf auch Firun mal Spaß haben :lol:

Da muss man halt nur gucken, dass das nicht wie Meisterwillkür bei den Spielern ankommt.
von Rasputin
08.07.2019 17:53
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

😍 Ein Zant in der Flasche 😍
Das muss ich mir aufschreiben. Find ich irgendwie mega gut.
von Rasputin
08.07.2019 17:46
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Wenn die Gruppe von 3 Firunsbären und 30 Wölfen über mehrere Tage hinweg angegriffen werden, ein Charakter schon mit einer Trage durchs Eis getragen werden muss und die hälfte der Gruppe an Frostbeulen leidet und nur knapp überlebt, hat man es als Meister geschafft ein Region gefährlich und spannend zu machen.
Besser als "Ihr seht von ganz weit weg einen Bären" ist es allemal.

Ich habe irgendwie das Gefühl, dass es in vielen Gruppen oft eine Diskrepanz gibt, wie gefährlich eine Region sein soll, und wie gefährlich sie tatsächlich für SCs ist.
Warum muss es immer einen Endgegner geben? Warum ist nicht mal die Fauna selber der Endgegner? Warum ist nicht mal der Weg das Ziel.

Meistens (nicht immer) würfle ich diese Tabellen schon bei der Vorbereitung aus und baue die Begegnungen dann ins Abenteuer ein. Das wirkt dann etwas natürlicher.
von Rasputin
08.07.2019 17:33
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Ich muss sagen ich mag Würfeltabellen. Da mag man mir widersprechen aber ich finde eine gute Würfeltabelle kann ganz gut den Flair der Region rüber bringen.
von Rasputin
04.07.2019 10:03
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Assaltaro hat geschrieben:
21.06.2019 15:18
Die Charaktere haben nicht einmal Werte, es gibt zwar Karten zun ziehen, aber der SL entscheidet hier nicht mal wann gezogen werden muss.
Ich habe nochmal über dieses System nachgedacht und dabei ist mir mal wieder dieser Song im Kopf hängen geblieben :lol: :
von Rasputin
21.06.2019 17:20
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Ich finde DSA ist ein System für "Bewältigen von Herausforderungen".
Natürlich kann man zusätzlich auch noch Rollenspiel betreiben. So mache ich das. Bei mir nimmt beides etwa 50% ein.

Ich finde es macht aber echt keinen Sinn, DSA ausschließlich für Charakterspiel zu spielen.
DSA hat nun mal ein extrem kompliziertes Regelwerk. Warum sollte man dieses denn benutzen, wenn man sowieso nur schauspielern möchte?
Ich finde für pure "method actor" ist DSA 4 einfach das falsche System. DSA 4 für reines Charakterspiel ist wie ein Porsche, für eine Schotterstrecke, zum Einkaufen. Oder einen 2000€ PC wenn man nur hin und wieder im Internet surft. Kann man machen, ist aber nicht sonderlich effizient.

Wer nur schauspielern möchte, spielt halt eines dieser Systeme komplett ohne Werte. Mir würde da 50% Spaß fehlen aber jeder mag halt andere Sachen.
von Rasputin
19.06.2019 09:16
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Tjorse hat geschrieben:
19.06.2019 08:38
Nein, auch das hatten wir schon diverse Male. Wenn ein Spieler unter Sicherheitsnetz-Rahmenbedingungen anfängt, die Garether Stadtwache anzupöbeln oder eine Waffe gegen einen Adeligen zu erheben oder den 4-gehörnten Dämon zum ehrenvollen Zweikampf fordert, dann geht er drauf, weil er es drauf angelegt hat und weil das nicht vom Würfelpech abhängt sondern alleine von der dummen Entscheidung des Spielers.
Ich persönlich hätte keine lust auf Runden, bei denen man nicht durch Würfelpech sterben kann, sondern nur durch dumme Entscheidungen.
von Rasputin
19.06.2019 08:34
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Ich habe ein Problem mit dem üblichen Würfeldrehen:
- Entweder man macht es so, dass man abspricht, dass Spieler nicht sterben können
- Oder Spieler können sterben

Auf erste Option hätte ich 0 Lust.
Die zweite Option würde dafür sorgen, dass der Meister immer 100% verantwortlich für jeden Tod ist. Dann kommt halt die Frage auf: "Warum hast du nicht gedreht?"
von Rasputin
18.06.2019 18:31
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Lokwai hat geschrieben:
18.06.2019 10:08
mal ne kleine Frage nebenbei, warum habt ihr euch denn für die kürzere der möglichen DK entschieden?
Hauptsächlich damit Gegenhalten für diese speziellen Waffen unattraktiver wird.
Lokwai hat geschrieben:
18.06.2019 10:08
Jemand der an der Spitze der Waffe vorbei ist hat es doch schwieriger gegenzuhalten.
Doppel-DK-Waffen sind zu 99% Zweihandschwerter und AHH. Also eher Hau- als Stichwaffen. Da halte ich das für weniger wichtig.
von Rasputin
18.06.2019 09:18
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Assaltaro hat geschrieben:
18.06.2019 09:13
Ich denke fast niemand bezeichnet die DSA Regeln als gut.
Ich :lol:

Hin und wieder gibt es bei mir ein der Gruppe aber auch Hausregeln. Die einschneidensten sind:
- Gegenhalten mit doppel-DK Waffen ist nur in der geringeren DK erlaubt
- Athletik ist stark an die DSA5 Regeln angelehnt. Vor allem können Helden mit viel Athletik jetzt auch wirklich schnell rennen und hoch springen.
- Keine Ausdauer im Kampf. Generell ein gutes System aber den Aufwand nicht wert.
(Ich würde damit klar kommen, meine Mitspieler aber nicht. Im Endeffekt müsste ich wahrscheinlich die Ausdauer der ganzen Gruppe managen.)

Allerdings halte ich es auch generell für wichtig sich im großen und ganzen an die Regeln zu halten, ich kann aber verstehen wenn es andere Gruppen anders sehen. Wenn die Regeln allerdings zu simpel werden, hätte ich keine Lust mehr. Ich mag es komplex.
von Rasputin
15.06.2019 23:20
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Sumaro hat geschrieben:
15.06.2019 23:12
Zu übertreiben ist ja nur dann sinnvoll, wenn man damit ein Argument aufgreift, stattdessen unterstellst du Extreme, die niemand postuliert hat und die auch niemand befürwortet.
Man kann sein eigenes Argument aber nicht Strohmannen.

Du Strohmannst aber gerade mein Argument. Ich habe nie behauptet, dass diese Beispiele realistisch sein sollen oder eine gewisse Spielerbasis repräsentieren. Es waren bewusst extreme um eine Idee zu erklären.´Ich habe sogar noch einmal gesagt, dass es Ideale sind die quasi niemand erreicht.
Sumaro hat geschrieben:
15.06.2019 23:12
Zu übertreiben ist ja nur dann sinnvoll, wenn man damit ein Argument aufgreift
Nein, es kann auch Sinnvoll sein wenn man ein Argument erklärt.
von Rasputin
15.06.2019 22:55
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Sumaro hat geschrieben:
15.06.2019 22:51
Ich hingegen würde sagen, fast alle SL bewegen sich irgendwo auf diesem Spektrum und kein SL würde eine Spanne von +24 bis -2 haben. Ist also eher so ein Strohmann-Ding.
Ich glaube du verstehst nicht ganz was ein Strohmann ist.
Das ist mir jetzt schon zum 3. mal aufgefallen.

Du verwechselst "den Strohmann" mit "der Hyperbel".

Aber ja, du hast recht. Alle SLs befinden sich eher auf einem Spektrum. Trotzdem ist für mich die Freiheit und das chaos im rollenspiel am wichtigsten und man sollte sich diesem Spielstil so stark wie möglich nähern.
von Rasputin
15.06.2019 22:43
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Sumaro hat geschrieben:
15.06.2019 22:00
Immerhin legt er noch immer die Erschwernis, die damit verbundenen Erfolge, die Faktoren drum herum und so weiter fest.
Genau das meine ich. Diese sollte ein Meister nicht "festlegen" sondern "simulieren".

Dieb will die Burgmauer hochklettern.
Der deterministische Meister sagt: "Passt mir nicht in den Kram, dass du da hochklettern möchtest. +24 Erschwernis." oder "Das war von mir genau so geplant. Probe um 2 erleichtert." oder "Ich weiß, dass dein klettern wert extrem gut ist und du eigentlich alles schaffst. Ich habe berechnet, dass ich dir +12 Erschwernis geben kann, ohne deine Chancen wirklich zu mindern erfolgreich zu klettern."

Der willkürliche Meister sagt: "Ja mach mal. +8 Erschwernis."

Der simulierende Meister würde sagen: "Wir sind im Horasreich, die Horasier sind dafür bekannt ihre Schlösser so zu Mauern. Das Schloss wurde 700bf gebaut, zu dieser zeit wurde vor allem dieser Stein verwendet. Das Wetter heute ist regnerisch, also ist die Mauer glatt und du hast wenig Werkzeug. Außerdem sind deine Finger durch die Temperaturen leicht gefroren, da du letzes Abenteuer deine Handschuhe verloren hast. Aus diesen Parametern abgeleitet schätze ich die Schwierigkeit auf +9 ein. "

Natürlich hat nicht jeder meister die Lust oder das Hintergrundwissen für den letzen Stil. Das ist aber mMn der optimale wenn auch utopische Meisterstil. Das ist meine Messlatte (die ich aber wohl nie erreichen werde).

Besser als der willkürliche Meister, ist aber immer noch der würfelnde Meister, der einfach 2W6 würfelt und dann sagt: "7 Erschwernis".
von Rasputin
15.06.2019 12:49
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Nur weil du den Erwartungsraum abstecken/ einschätzen kannst, kannst du ihn aber noch lange nicht vorhersagen/ determinieren.
Du kannst mir sagen welches das maximale Ergebnis des Würfels ist, du kannst mir aber nicht sagen, ob ich jetzt eine 1,2,3,4,5 oder 6 würfle.
Und auch wenn du die Ergebnisse abschätzen kannst (was noch lange nicht heißt, dass das System nicht chaotisch ist) dürftest du durch den Butterfly-Effekt nach ein paar mal würfeln mit abhängigen Parametern irgendwo gelandet sein wo du dich fragst: "Wie sind wir denn hier gelandet?"

Auch wenn es beim Schach gut möglich ist ein paar Züge im Voraus zu denken, ein Mensch kann halt trotzdem nicht 30 Züge im Voraus denken.

Und noch einmal: Nur weil man etwas abschätzen kann, ist es noch lange nicht deterministisch. Stochastik erlaubt keinen Blick in die Zukunft.

Dafür braucht man einen hohen TaW in Prophezeien, nicht Rechnen. :ijw:

Wenn dir jemand sagt: "Bei einer 1-5 verdoppelst du deinen Einsatz und bei einer 6 verlierst du deinen Einsatz.", macht es stochastisch Sinn dieses Spiel zu Spielen, trotzdem kann man jederzeit eine 6 würfeln.

Man kann berechnen wie die Halbwärtszeit eines radioaktiven Isotops ist, man kann aber trotzdem nicht bestimmen, wann ein bestimmtes Atom zerfällt. Das System ist chaotisch obwohl man es mit Stochastik gut berechnen kann.
von Rasputin
15.06.2019 12:38
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Sumaro hat geschrieben:
15.06.2019 12:23
Rollenspiel ist niemals nur deterministisch oder nur chaotisch.
Genau. Wir kommen der Sache immer näher. Ein vollkommen chaotisches Spiel ist sogar per definition unmöglich da es zu komplex zu simulieren ist.
Das andere extrem gibt es aber. Es ist eine einfache Geschichte. Ein Roman zum Beispiel.

Man kann aber mit Würfeln das System chaotischer machen und damit freier. Je mehr man würfelt, desto freier. Wir sind also nicht mehr Schwarz/ Weiß sondern Grau, womit das Argument auch kein Strohmann mehr ist.
Rasputin hat geschrieben:
15.06.2019 11:46
Der Würfel ist demnach das Werkzeug der Freiheit im Rollenspiel.
Aber das ist nur meine Meinung
von Rasputin
15.06.2019 12:13
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Nur noch einmal zur Verdeutlichung:

Ein System ist (vereinfacht) entweder chaotisch oder deterministisch.
In einem deterministischen System gibt es per Definition keine Freiheit.
Nur ein chaotisches System kann demnach Freiheit gewähren.
Ein perfekt chaotisches System kann nicht richtig simuliert werden. Würfel können den chaosfaktor aber emulieren.

Haffax Fehler kann man übrigens am besten mit Würfeln simulieren. Er begeht dann halt einen Fehler wenn er mal ne doppel 1 würfelt.

Ähnlich ist es in der Politik:
In der Anarchie hat man Chaos aber Freiheit
Im Faschismus hat man Ordnung aber keine Freiheit

Ein anderes Wort für Determinismus ist Schicksal.
Absolutes chaos ist aber den meisten Spielern zu viel. Deshalb gibt es Schicksalspunkte um den chaosfaktor etwas zu reduzieren.
von Rasputin
15.06.2019 11:59
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Assaltaro hat geschrieben:
15.06.2019 11:56
Bei einer Simulation müsste man sich ja auch haarklein überlegen, wann welcher NSC zu welchem Zeitpunkt wo ist und das halte ich für viel zu aufwändig.
Dafür ist der Würfel da. So muss man es nicht simulieren, es bleibt aber trotzdem chaotisch und realistisch. Bei einer 1 ist der Charakter gerade auf dem Markt, bei einer 2 auf dem Klo, bei einer 3 gerade beim Sonnenbad.
Assaltaro hat geschrieben:
15.06.2019 11:56
Der Unterschied ist doch, dass ich in einem Buch nur Zuschauer bin und im Rollenspiel mich die Dramaturgie direkt betrifft.
Das stimmt aber nur, wenn man wirklich frei in seinen Entscheidungen ist. Wenn man sich auf Schienen befindet oder der Meister eh alles geplant hat, damit es schön dramatisch bleibt, ist man quasi auch Zuschauer. Man ist dann quasi zuschauer im eigenen Körper. Zwar in der ersten Person, aber trotzdem fremdgesteuert.
von Rasputin
15.06.2019 11:46
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Sumaro hat geschrieben:
15.06.2019 11:04
Das heißt aber nicht, dass ich den Bösewicht einfach so in einer verwundbaren Position präsentieren muss, nur weil es eben eine theoretische Möglichkeit ist.
Das wäre die andere extreme Methode und hat ein ähnliches Problem, auch wenn die Spieler hier immer noch die Möglichkeit hätten nicht zu agieren. Hier hätten die Spieler aber zumindest noch eine Wahl.

Ich habe die G7 nie gespielt aber es gibt da wohl eine Stelle an dem ein brillanter Taktiker einen Fehler macht, weil es so von der Geschichte gewollt wird. Damit war wohl auch irgendwie niemand zufrieden.
Die Welt muss logisch sein und nicht dramatisch. Haffax Tod war bestimmt dramatisch für die Welt aber unbefriedigend weil unlogisch.

Wenn man Dramaturgie vor innerweltliche Logik setzt, bekommt man immer Plotholes. Darauf wollte ich auch etwas mit meiner GoT Anspielung hinaus.

Ich wähle keinen der beiden Ansätze. Ich versuche als Meister diese Entscheidungen nicht zu treffen. Ich will nicht entscheiden wann ein Gegner verwundbar ist. Ich halte das für falsch.
Ich gehe einen anderen Weg. Ich gestallte die Welt zuerst und simuliere dann durch, wie die Welt sich entwickeln würde.
Ich fange mit dem Charakter und den Fähigkeiten einer Person an und lege diese fest. Und aus diesem Charakter ergeben sich halt dann gewisse Situationen.
Ich versuche nicht die Figuren zu steuern sondern sie zu simulieren.
Ähnlich wie computergestützen Physiksimulationen kann man den Anfangszustand (den Charakter und seine Umstände) bestimmen, der Endzustand nach einer gewissen simulierten Zeit (in unserem Beispiel die Zeitpunkte zu dem ein Charakter verwundbar ist) ist das Ergebnis aber unvorhersehbar und chaotisch.
Dein Witz (war doch einer oder?) mit dem Wetter beschreibt das perfekt. Obwohl dem Wetter deterministische Gleichungen zugrunde liegen, und man es theoretisch Jahrtausende in der Zukunft berechnen könnte, erscheint das Wetter chaotisch.

Ich bin der Meinung, nur in so einer Welt haben die Spieler wirkliche Freiheit. Für mich ist absolute Freiheit der Grund warum ich Rollenspiel betreibe. Computerspiele sind mir zu eng. Es gibt eine vorprogrammierte Anzahl von Lösungen. Wenn man eine Lösung hat, die nicht einprogrammiert ist, hat man halt Pech gehabt.

Freiheit ist mir wichtiger als Dramaturgie. Wenn ich Dramaturgie will, lese ich eine Geschichte oder gucke einen Film. Und weil ein chaotisches System immer zu mehr Freiheit führt, finde ich es wichtig, als Meister so viel wie möglich zu würfeln. Der Würfel unterliegt nämlich dem gleichen chaotischen System wie das Wetter und die Welt, wie sie sein soll.
Der Würfel ist demnach das Werkzeug der Freiheit im Rollenspiel.
Aber das ist nur meine Meinung
von Rasputin
15.06.2019 10:01
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Sumaro hat geschrieben:
15.06.2019 09:29
Ich habe niemals behauptet, dass man das einsetzen sollte, um SC die Lösung der Situation zu verwehren.
Sumaro hat geschrieben:
15.06.2019 08:26
Wenn ich nicht möchte, dass der Kampfmagier mit einem All-In-Ignifaxius (is that still a thing?) die Situation angeht, dann biete ich die Situation nicht so an, dass der Antagonist sich so präsentiert.
Das zweite Zitat sagt mir eindeutig: Wenn ich nicht möchte, dass ein Magier seinen Ignifaxius einsetzt, soll ich ihm diese Situation verwehren (sie ihm nicht anbieten).
Vielleicht wolltest du das nicht zum Ausdruck bringen, das steht da aber.
Sumaro hat geschrieben:
15.06.2019 09:29
und auch die dramaturgische Autorität, um diese zu nutzen, die Ereignisse mit Spannungsbogen und Drama aufzuladen.
Das ist bestimmt auch die Herangehensweise der Game of Thrones Autoren bei den letzten 2 Staffeln gewesen. Drama nur um der Dramatik wegen ist mMn schlechter Schreibstil. Drama soll man nicht schreiben, Drama soll sich (natürlich) ergeben.

Ich verstehe auch nicht ganz was dieser Satz soll. Einerseits sagst du, man soll den Spielern nicht ihre Situationen verwehren, andererseits sagst du, du hast die Autorität den Spielern der Dramaturgie wegen ihre Situationen zu verwehren.
von Rasputin
15.06.2019 09:02
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Der Vorwurf ist, dass du deine Bösewichte auf die Gruppe anpasst.
Zumindest entnehme ich das aus deinem Post.

Natürlich darfst du deinen Bösewichten Stärken und Schwächen und Verhaltensweisen geben.
Ich halte es aber für falsch, diese auf die Gruppe an zu passen.

Wenn ein Bösewicht nun mal wie ein James Bond bösewicht dafür bekannt ist lange Monologe und Reden zu schwingen weil er sich sicher fühlt, dann ist ein solcher Charakter extrem anfällig gegen Pfeile oder Feuerlanzen die "aus dem nichts" kommen.

Jetzt so einen Auftritt aus einem Abenteuer zu streichen (oder es gar nicht erst hinein zu schreiben) weil du ganz genau weißt, dass ein Spieler die Möglichkeit hat genau das aus zu nutzen, halte ich für falsch.
Das halte ich in keiner Weise besser, als der Bauer mitten im nichts, der zufällig ein Antimagieamulett hat, weil du nicht möchtest, dass der Beherrschungsmagier seine Zauber benutzen kann.

Wenn man das anders macht, kann man gleich jedem Gegner die Eigenschaft geben: Stirbt nur genau so und genau da wo ich es möchte.

Vielleicht wäre es auch eine Lösung keine Bösewichte zu erschaffen, sondern ihre Eigenschaften aus zu würfeln.

Oder nochmal anders formuliert: Railroading welches die Spieler nicht merken, ist immer noch railroading und auch ein mäßig intelligenter Spieler wird irgendwann nach 30 Abenteuern merken: "Warum funktioniert eigentlich nie ein Plan? Warum hat mir in 30 Abenteuern dieser ZfW 20 Ignifaxius noch nie wirklich etwas gebracht?"
von Rasputin
15.06.2019 08:46
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Sumaro hat geschrieben:
15.06.2019 08:26
Wenn ich nicht möchte, dass der Kampfmagier mit einem All-In-Ignifaxius (is that still a thing?) die Situation angeht, dann biete ich die Situation nicht so an, dass der Antagonist sich so präsentiert. Solche Dinge lassen sich viel leichter kontrollieren und arrangieren
Das ist aber zum Beispiel etwas, was ich persönlich überhaupt nicht mag. Das ist ist keiner weise besser als das Artefakt welches den Ignifaxius abwehrt.
Wenn es keinen Grund gib, warum sich der Bösewicht nicht präsentieren sollte, halte ich es für falsch, ihn so handeln zu lassen. Oder positiv, ohne doppelte Verneinung formuliert: Wenn ein Bösewicht einen Grund hat sich zu präsentieren, wird er es tun.

Natürlich wird es Charaktere geben, die wissen zu was Magier fähig sind. Es wird aber auch genug geben, die das nicht wissen. Und wenn die Helden aus dem Hinterhalt angreifen, hilft auch Wissen über Magie nicht viel.

Ich überlege mir immer: "Was macht würde diese Person jetzt realistischer Weise machen? Wie viel Infos hat diese Person, welchen Charakter und welche Vorlieben?"
Ich halte nichts davon, die Geschichte so stark zu lenken.

Wenn ein Bösewicht dafür bekannt ist, sich jeden Tag auf seinem Turm des Bösen in die Mittagssonne zu legen, dann werde ich an dem Tag, an dem die Helden auftauchen es bestimmt nicht absichtlich und geplant regnen lassen, um den Fernkampf-Charakteren die Tour zu vermiesen. Allerdings würde ich das Wetter auswürfeln und dann sind wir wieder beim Hauptthema angekommenen.
von Rasputin
15.06.2019 05:14
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Wolfio hat geschrieben:
15.06.2019 03:55
Schaden x2 war aber auch schon bei 4.1 gängig, oder?
Ja, mit Einschränkungen.
Waffenschaden wird verdoppelt, TP/KK, Ansagen, etc. nicht.
von Rasputin
15.06.2019 03:28
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Timonidas hat geschrieben:
15.06.2019 02:43
und bei einer Fertigkeitsprobe ein automatisches bestehen mit doppeltem FW als FP
DSA5 oder 4.1?
von Rasputin
14.06.2019 22:11
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Ich habe mich letztens ziemlich gefreut als ein Mitspieler einen 45TP Wurfspeer auf den Boss geworfen hat. Ich stand jetzt nicht da und habe gesagt: "Hey, das sollte mein Moment werden!"
Ganz im Gegenteil, ich habe schon IT meinem Söldnerkollegen gesagt, dass er wenn er es geschickt anstellt, womöglich alles beenden kann, bevor es überhaupt richtig los geht.
von Rasputin
14.06.2019 05:47
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Ich finde Schicksalspunkte übrigens 200 mal besser als Würfel drehen. Es ist quasi Würfel-drehen mit Regeln. Aus diesem Grund tut es mir auch nicht leid, wenn ein Spieler mal 2 Krits bekommt. Er hat noch SchiPs und für solch ein Pech sind die da. Wer seine SchiPs raus wirft wie bonbons, ist selber Schuld und NPCs haben im Notfall auch SchiPs damit der Scharfschütze den Oberbösemagier nicht durch Glück mit einem vergifteten Pfeil aus 300m von der Turmzinne schießt, bevor das Abenteuer los geht.
Wer Blümchen-Rollenspiel mag, vergibt halt jeden Abend 200 SchiPs und wer Hardcore mag, nur alle Xtausend AP mal einen SchiP der sich nicht regeneriert.