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von Rhonda Eilwind
25.03.2018 15:56
Forum: Abenteuer & Kampagnen
Thema: Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor
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Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Wir haben das Abenteuer vor Jahren selbst auch gespielt, und eine Glaubenskrise hatte tatsächlich keiner der Helden.

Unsere Gedanken waren übereinstimmend eher: wenn es so schlimm ist, dass die Götter lieber eine ganze Stadt vernichten, als das Artefakt des Namenlosen bestehen zu lassen bzw. sie dem Einfluss des Namenlosen zu überlassen, dann muss es wirklich schlimm sein.

Dass die Aktion als 'Strafe' im biblischen Sinne gemeint war, habe ich nicht mehr so in Erinnerung, ich habe das bei mir eher als massive, durchaus verzweifelte Aktion gegen den großen Gegenspieler abgespeichert.

Es wirkt für einen Gläubigen der Zwölfgötter in Aventurien, der ja nicht glaubt, sondern ziemlich sicher sein kann, am Ende des Lebens in eines der Zwölfgöttlichen Paradiese zu gelangen, wenn er nicht vom rechten Weg abgewichen ist, vielleicht auch gar nicht so gnadenlos, die Unschuldigen mit zu vernichten - immerhin gelangen die damit ohne Umweg ins Jenseits, und fallen nicht etwa der Verdammnis anheim.

Auf jeden Fall ist das auch ein Argument aus Sicht der Götter für die Vernichtung der Stadt, ehe der Namenlose noch mehr Einfluss gewinnt - so lassen sich immerhin die Seelen der bis dahin noch Unverderbten für die gute Sache sichern! Gerade Rondra, die ja ohnehin, wenn ich mich richtig erinnere, die Seelen der größten Recken für den letzten Kampf sammelt, sollte daran ein Interesse haben. Dann lieber eher zu sich holen, als drauf verzichten müssen...

Wenn dann Rahja persönlich sich an die Helden wendet und etwas anderes versuchen will, ist das auch kein Argument gegen 'die Götter als solche', und dafür, sich von denen abzuwenden. Mindestens eine ist an den Menschen interessier und will ihnen wohl.

Dass Rahja, die ja für viele diesseitige Aspekte des Lebens und vor allem seine schönen Seiten zuständig ist, das etwas anders sieht als die anderen drei, und eher bereit ist, aus Sicht der Sterblichen zu handeln und auch das Leben vor dem Ende für wichtig zu halten, finde ich konsjstent, es spricht aber auch aus aventurischer Sicht nicht gegen die Götter als solche oder unterstellt ihnen generell Desinteresse an den Sterblichen... Sie haben nur evtl. Jeweils andere Prioritäten.

Wir hatten damals einen Krieger aus Thorwal in der Gruppe, der sehr, sehr rondragläubig war, wenn auch auf eine sehr thorwalsche Art und Weise... (die Rolle von Swafnir für die Thorwaler war damals noch nicht so extrem definiert, wenn der überhaupt schon beschrieben war). Der hat Rondras Entscheidung als solche keinen Moment angezweifelt.

Dass Rahja persönlich sich aber an die Helden wandte und sie bat, mit ihre Hilfe im Sinne der Menschen noch etwas anderes zu versuchen, hat ihr ebenso tief beeindruckt, und immerhin war sie ebenfalls eine Der Zwölfe und hat sich persönlich die Mühe gemacht, u.a. Ihn um Hilfe zu bitten. Da stellt man sich nicht hin und mault., weil Rondra aber was anderes wollte... (außer vielleicht, man ist ein Zwerg und Angroschgeweihten, s.o.)

Sondern man respektiert den göttlichen Auftrag idealerweise so wie den jedes der anderen Zwölfe. Zumal es in darum ging, Rondras Plan zu verhindern, sondern ihn im Idealfall überflüssig zu machen. Hätten wir als Gruppe versagt, wären die Hardliner unter den Göttern zur Tat geschritten.

Man versucht also, das Beste draus zu machen und allen Seiten gerecht zu werden. Rondra hatte sicher ihre Gründe - aber die hat nicht ihn persönlich beauftragt. Hätte sie das (ebenfalls), hätte er u.U. Von Rahjas Aktion Abstand genommen.

So stellte sich die Frage aber nicht.

Und es kam bei ins auchnie der Eindruck auf, Rondra würde es Missfallen, was die Charaktere tun, oder sie würde das sabotieren. Rahja hatte eine Chance, das Unheil anzuwenden und das Problem anders zu lösen, und versuchte, das mit unserer Hilfe umzusetzen. Das sprach nicht gegen Rondra.

Eine Krise hätten die Beteiligten, wenn überhaupt, evtl dann gekriegt, wenn das anders gewesen wäre und Rondra aktiv gegen uns vorgegangen wäre - was wimre bei uns nicht der Fall war - oder wenn wir Erfolg gehabt hätten, und die anderen Götter, ob aus Strafbedürfnis oder Rechthaberei, die Stadt trotzdem vernichtet hätten. Haben sie aber nicht. Also, zumindest bei uns nicht.

Von daher war es so, wie es war, ok für uns.