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von Nikodemus von Hohenstein
13.10.2020 17:53
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Thema: Forenaktion - Grusel, Spuk und Halloween, vom 01.10.2020 bis zum 31.10.2020
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Forenaktion - Grusel, Spuk und Halloween, vom 01.10.2020 bis zum 31.10.2020

Eigentlich sollte diese Geschichte sich mit einem Ort befassen, den unsere Gruppe erst kürzlich entdeckt hat.
Da die Feder aber wie so oft das gemacht hat, was sie wollte ist nun doch etwas anderes herausgekommen als ursprünglich angedacht.
Ich hoffe es passt dennoch ^^

Das Ganze ist eine zweiteilige Angelegenheit, deren Anhang als erstes gelesen werden sollte
AnhangShow
Als ich sie zum ersten Mal sah, schien sie absolut vertrauenswürdig.
Sogar einen Krieger Brief hatte sie dabei und von solchen hört man ja nur Gutes.
Da meine bisherigen Begleiter einen anderen Weg einschlugen, entschied ich mich jedenfalls dazu, meine Reise erst mal an ihrer Seite fortzusetzen.
Immerhin würden wir die nächsten Wochen ohnehin auf den gleichen Straßen reisen.

Wir waren fast durch den Wald vor eurem Dorf hindurch und hatten unser letztes Lager aufgeschlagen, da erwachte ich durch ein Geräusch.
Lusita war nicht mehr am Lager, obwohl sie eigentlich Wache halten sollte.
Bevor ich mir weitere Gedanken zu ihrem Verschwinden machen konnte, hörte ich ein Geräusch.
Es klang fast wie ein Schluchzen, doch ganz sicher war ich mir da nicht.
Um sicherzugehen, folgte ich dem Klang der fremden Stimme, nahm aber mein Kurzschwert mit - man weiß ja nie, was einem im Dunklen Wald begegnet.
Nach einiger Zeit kam ich an einen Steinkreis, in dessen Mitte sich die Umrisse einer knienden Frau abzeichneten.
Natürlich nahm ich an, dass es sich dabei um Lusita handelte, und ging zu ihr.
Sie schien meine Schritte nicht gehört zu haben, also sprach ich sie an, doch auch darauf reagierte sie nicht.
Eine unbestimmte Angst packte mich, doch ich verdrängte sie, hatte ich doch keinen Grund, mich vor meiner Reisebegleitung zu fürchten.
Noch während ich mich schalt, ein solcher Hahnenfuß zu sein, streckte ich den Arm und legte meine Hand auf ihre Schulter.

Ruckartig drehte sie sich um und sah mir mit kalten, leblosen Augen ins Gesicht.
Es war Lusita, doch war ihr Gesicht über und über mit Maden bedeckt.
Die Löcher in Stirn und Wangen zeugten davon, dass die Viecher bereits ganze Arbeit geleistet hatten.

Ich stieß einen erstickten Schrei aus und sprang zurück, doch hatten sich ihre eiskalten Finger schon um mein Handgelenk geschlossen.
Ich zerrte und riss, doch vermochte ich nicht den eisernen Schraubstock ihrer Finger zu lösen.
Erst jetzt fiel mir mein Schwert wieder ein, welches ich bislang ungenutzt in meiner Hand gehalten hatte.
Ohne viel Federlesen stach ich zu, riss mich los und rannte, so schnell ich konnte.
Den Rest kennt ihr.
Ich kam hier an und hämmerte an die Tür des ersten Hauses, das ich erblickte.
Weshalb fragt ihr mich all das noch mal?
Ihr sagtet doch, ihr hättet sie gefunden!
BriefShow
Euer Ehrwürden,
ich habe mich, wie ihr es angeordnet habt, auf den Weg nach Haderstein gemacht, um den fünf Morden nachzugehen, welche im nahen Wald verübt wurden.
Noch in der Stunde meiner Ankunft begann ich meine Ermittlungen.

Da die Täter ihre Taten je unabhängig von einander gestanden hatten, hat die örtliche Rechtsprechung es nicht für notwendig befunden, weitere Nachforschungen anzustellen.
Man ließ die Täter hinrichten, was meine Möglichkeiten stark begrenzt.
Ein Wink des Schicksals, den ich ob seines traurigen Beigeschmacks nur ungern dem Herrn des Lichts zuschreiben will, kam mir jedoch zugute.

Am Abend meiner Ankunft traf ein weiterer Verzweifelter aus dem Wald ein.
Seine Geschichte liegt meinem Brief bei, doch gleicht sie den anderen auf unheimliche Weise.
Tatsächlich fanden wir am nächsten Morgen den Körper der toten Kriegerin, die weit von jeder Art von Steinkreis an einer Stichwunde im Bauch verblutet war.
Der geständige Täter jedoch beharrte jedoch auch unter dem Einfluss der Alchimie der Sonne auf seinen Aussagen.
Auch sei ihm nichts von den anderen Morden zu Ohren gekommen.

All dies weist auf übernatürliches Wirken hin, welches die Wahrnehmung eines Menschen zu täuschen vermag.
Im Weiteren werde ich wohl damit beginnen zu ergründen, ob es sich um das Wirken eines menschlichen Magiers handelt, ob Geister im Spiel sind oder es gar dämonisches Wirken ist, dass die armen Seelen befällt.

Hochachtungsvoll,
donator lumini Vulcomar Haininger