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von crYshell
01.02.2019 06:32
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Curthan Mercatio hat geschrieben:
31.01.2019 20:06
In V2 hat man sowieso etwas mehr Fehlversuche, da ist dann auch DG 3 möglich.
Vermutlich ist V2 schon seit Monaten komplett fertig und ihr hockt darauf wie die Glucke auf dem Ei, feixend und juchzend darüber, wie die Community danach lechzend wie ein Fisch an eurem Haken zappelt. Ich werde sofort meinen Rechtsanwalt anrufen und mich erkundigen, ob es nicht irgendeine rechtliche Handhabe gibt, euch zur Herausgabe zu zwingen. Bestimmt verstoßt ihr mit der Zurückhaltung gegen die Genfer Konvention. Mindestens. ;)

Spaß beiseite: Mir ist nicht 100%ig klar, auf welche meiner Aussagen/Vermutungen sich dein "korrekt so" bezieht, vermutlich aber darauf, dass die DG-Proben nur in 2, 4 und 8 vorgesehen sind. Bei einer kombinierten Probe auf drei Fertigkeiten würde man also DG 4 anwenden und einfach eine dieser Fertigkeiten doppelt proben, richtig? So als Interimslösung, bis V2 da ist, wo das offensichtlich anders geregelt ist.
von crYshell
31.01.2019 09:00
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Nochmal eine Frage zu den Detailgrad-Proben: Im Regelwerk werden, wenn ich das richtig sehe, ausnahmslos Detailgrade 1, 2, 4 und 8 erwähnt (z.B. Seite 60 und 63), es kommt in keinem Beispiel Detailgrad 3 vor. Zwar wird dies nirgendwo explizit ausgeschlossen, aber ich hatte das für mich auch deswegen gefolgert, weil die Fehlschlag-Schwelle von DG/2 vielleicht keine zu rundende Zahl ergeben soll. Inzwischen glaube/vermute ich aber, dass dieser Gedanke falsch war, und eigentlich nichts gegen eine DG 3 Probe spricht. Wie ist es von den Autoren gedacht?
von crYshell
28.01.2019 06:49
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Curthan Mercatio hat geschrieben:
27.01.2019 12:52
In V2 wirkt der Passierschlag dann auch etwas anders: Er ist nicht mehr erschwert, aber zählt als Reaktion und verursacht so einen Malus von -4 auf alle folgenden Reaktionen.
Diese Anpassung gefällt mir, das wirkt stringenter. Reaktionen sind es ja auch in V1 schon per Definition, also ist die Änderung duch V2, dass der kumulative -4 Malus nicht nur auf Verteidigungen, sondern auf alle Reaktionen angewandt wird? Beispielsweise das Ausweichen eines Fernkampfangriffs oder auch die magische Abwehr durch Motoricus Geisterhand, die bislang keinen kumulativen -4 Malus erhalten hätten?

Was passiert dann mit der Waffeneigenschaft "Wendig", wird die einen +4 Bonus auf Passierschläge geben? Der Vorteil Aufmerksamkeit bleibt so?
von crYshell
25.01.2019 09:15
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Ich stecke gerade in den Vorbereitungen des Abenteuers "Schloss Strobanoff" für meine Ilaris Gruppe. Dabei stellte ich mir folgende Fragen:

(1) Gibt es einen einfachen Weg, Kreaturen und/oder NSCs zu konvertieren, die bislang für Ilaris noch nicht ausgearbeitet wurden? Es gibt die beiden (inoffiziellen) Sammlungen Bestiarium Südaventurien von Baal Zephon und Buntes Bestiarium von Macchiato, das wäre meine erste Anlaufstelle. Ich möchte mir an dieser Stelle gerne die Anmerkung verkneifen, dass die Welt gespannt auf Ilaris V2 wartet, wo man vielleicht noch weitere Kreaturen finden wird ;) Daneben bin ich gestern zufällig auf den Excel-Konvertierer von Curthan gestoßen und würde es wohl mal damit probieren.

(2) Gibt es eine Faustregel dafür, wie man Proben-Schwierigkeiten auf Ilaris anpasst? In Curthans Blog hatte ich mal irgendwo aufgeschnappt, dass die Proben-Schwierigkeiten aus DSA einfach auf +12 summiert wurden, so dass beispielsweise aus einer DSA-Probe +4 eine Ilaris-Probe +16 wird. Passt das aus heutiger Sicht noch als Faustregel?

(3) Macht es vielleicht Sinn, irgendwo nach einer erfolgten Abenteuer-Konvertierung die daraus entstandenen Daten für andere zugänglich zu machen, damit sich Nachfolger leichter tun? Beispielsweise habe ich einen NSC, der mir besonders wichtig erscheint, "schnell" in Sephrasto erstellt. Etwas Aufwand, aber als Ergebnis hat man einen regelkonformen Charakter, kann sich die Regelzusätze im Heldendokument mit ausdrucken und hat somit auch beispielsweise alle Zauber alle griffbereit. Im einfachsten Fall könnte das einfach ein separater Thread sein analog zu "Ilaris - Werkzeug, Zubehör und Firlefanz", sofern auch andere das für sinnvoll halten und perspektivisch Dateien zu mehr als einer handvoll Abenteuer zusammenkommen.

Gibt es sonst noch irgendwelche Tipps und Tricks für die Konvertierung eines DSA 4 Abenteuers?
von crYshell
24.01.2019 07:04
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Alrik Normalpaktierer hat geschrieben:
23.01.2019 20:18
Das siehst du richtig. Ein Karmaler Vorteil, der sich für eine Geweihtentradition nicht auszahlt, ist nicht optimal. Sind denn noch andere Traditionen betroffen? Sonst könnte der Fix auch einfach darin bestehen, Boron-Geweihten Mirakel auf Handgemenge zuzugestehen. Das würde meines Erachtens schon passen; Haltegriffe dürften für Noioniten und Würgegriffe für einige archaischere Verehrungsformen wichtig genug sein.
Vorweg: ich betrachtete nur den Aspekt des Aufrechterhaltens nach misslungener Probe. Es gibt ja noch den Nicht-Patzer-Vorteil, den ich vielleicht zu unrecht vernachlässigt hatte. Dieser Vorteil ist natürlich für alle gleichermaßen anwendbar und nicht zu verachten.

Bei dem Aufrechterhalten des Mirakels aber fürchte ich, dass Kampffertigkeiten die einzige Ausnahme darstellen, bei denen typischerweise viele Proben in kurzer Zeit passieren und somit der Vorteil leicht ausgeschöpft werden kann. Bei allen anderen Fertigkeiten und auch den Attributsproben sehe ich das weniger, so dass lediglich Firun-, Ingerimm-, Rondra- und Kor-Geweihte den Vorteil regelmäßig nutzen können. Deswegen empfinde ich an dieser Stelle eine Diskrepanz zu den allermeisten anderen 40 EP Vorteilen.
von crYshell
22.01.2019 08:50
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Aeolitus hat geschrieben:
21.01.2019 22:14
Außerdem, Ilaris "richtig" spielen machst du definitiv - es gibt hier kein falsch.
Beruhigend :)
Aeolitus hat geschrieben:
21.01.2019 22:14
Dein Vorschlag, die Probe einfach zu wiederholen, ist viel stärker als es ein Stufe II Vorteil sein sollte: nicht nur ist die Probe eh schon durchs Mirakel erleichtert, man kann sie auch noch wiederholen (was sonst immerhin nur bei passender Eigenheit geht und einen SchiP kostet!) [...]
Ich finde, so ganz kann man das nicht mit der Eigenheit/SchiP Variante vergleichen. Denn den SchiP kann ich immer im Nachhinein einsetzen, wenn eine wichtige Probe nicht gelungen ist. Zudem ist es nicht auf bestimmte Fertigkeiten begrenzt, wie es bei Mirakeln der Fall ist. Die SchiP-Variante ist also ungemein flexibler und von der Spielstärke schlecht vergleichbar.

Wenn ich keinen Denkfehler habe, dann scheint mir der Unterschied zwischen Aufrechterhalten des Mirakels und Wiederholung der Probe zwar vorhanden, aber nicht welterschütternd zu sein. Ich betrachte einen Konflikt mit zwei aufeinanderfolgenden Proben. Mein Gegenüber hat den gleichen Probenwert wie ich. Ohne Mirakel habe ich also zu 25% keinen Erfolg, zu 50% einen Erfolg und zu 25% zwei Erfolge. Korrekt? Nehmen wir nun an, ich setze bei der ersten Probe ein Mirakel ein, ohne den Vorteil Zuverlässiges Wunder und ohne eine Mächtige Liturgie anzusagen. Die profane Probe erhält also eine Erleichterung von +4, die ich dafür verwenden möchte, um der Probe eine hohe Qualität zu geben. Dann werde ich weiterhin zu 25% keinen Erfolg haben, zu 50% gelingt mir die erste Probe, die dann durch das Mirakel verstärkt wird. Korrekt? Nun schalten wie das Zuverlässige Wunder ein und betrachten zunächst die aktuell gesetzte Regel, dass das Mirakel bei einem Fehlschlag aufrechterhalten bleibt. Weiterhin habe ich zu 25% keinen Erfolg, aber die Wahrscheinlichkeit auf eine Probe, die mit dem Mirakel verstärkt wurde, steigt von 50% auf 75%. Nun zur Alternative, dass die erste Probe bei einem Fehlschlag wiederholt wird. Durch diesen Mechanismus gelingt mir die erste Probe zu 75% und wird damit durch das Mirakel verstärkt. Allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man mindestens irgendeinen einen Erfolg hat, von 75% auf 88,5% und die Wahrscheinlichkeit auf zwei Erfolge von 25% auf 37,5%. Das wäre also der Unterschied zwischen beiden Varianten: eine um 12,5% höhere Chance auf eine nicht mirakilisierte zweite Probe. Das kann man nicht wegleugnen und belegt, dass die Wiederholung der Probe spürbar stärker ist.
Aeolitus hat geschrieben:
21.01.2019 22:14
Das einzige, was ich mir vorstellen könnte, wenn du mit der aktuellen Situation sehr unglücklich bist, wäre dies: Du könntest, wenn die verstärkte Probe misslingt, die Hälfte (?) der Kosten zurückerstatten. Sogar die vollen KaP erscheinen nicht undenkbar - es ist immerhin eine recht seltene Situation. Dafür würde ich den Rest der Wirkung dann aber streichen.
Wenn es tatsächlich so ist, dass ich der einzige bin, der darüber unglücklich ist, brauchen wir hier nicht mehr weiterreden ;) Ich dachte nur, dass diese für Ilaris eher untypische Unausgewogenheit, die ich hier sehe, auch für andere ein Problem darstellt. Wie gesagt, gerade bei Kampffertigkeiten, die ich sowieso schon bei den Mirakeln stark im Vorteil sehe, funktioniert das gut und ist vielleicht schon jetzt zu stark (siehe vorher gerechnetes Beispiel mit einer Erhöhung der Wahrscheinlichkeit von 50% auf 75%). Aber abseits von Konflikten sehe ich eben nicht nur manche, sondern eher viele Situationen, wo es nicht funktioniert. Dein Vorschlag mit erstatteten KaP sagt mir weniger zu, weil es mit der Intention des Vorteils nicht mehr viel zu tun hat. Ein Gegenvorschlag: wie wäre es, einfach die Mirakelprobe zu vereinfachen, etwa um +2? Das wäre transparent, in allen Situationen anwendbar und tut, was der Name des Vorteils sagt: die Wahrscheinlichkeit, dass das "Wunder" funktioniert, steigt. Der Vorteil fällt zwar geringer aus als in der derzeit gesetzten Version, aber mir persönlich wäre das aber lieber als ein stärkerer Vorteil, den ich eigentlich gerne nutzen würde, aber vermutlich nur selten bis nie anwenden kann.
von crYshell
21.01.2019 21:26
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Curthan Mercatio hat geschrieben:
21.01.2019 19:29
Jede Probe gegen starke Gifte wie Kukris muss in weniger als 4 Minuten vorbei sein. Oder man muss schnell abschätzen, wie lange ein Opfer schon tot ist (oder ob der Täter noch in der Nähe sein muss) und was die Mordwaffe war. Oder man muss eine Blutung stoppen.
Das wären also alles Beispiele für Proben, die du grundsätzlich mit einem DG ab 2 belegen würdest? Dann muss ich feststellen, dass wir in unserer Gruppe Ilaris offensichtlich noch nicht richtig spielen. Weder in diesen Fällen noch bei den zuvor genannten Beispielen wären wir auf die Idee kommen, einen höheren Detailgrad anzusetzen. Auch wenn im Regelwerk explizit steht, dass die Dauer und der Detailgrad nicht in Verbindung stehen, suggerieren die genannten Beispiele eher aufwändige Proben: Furiose Verfolgungsjagden über die Dächer Fasars, gewagte Intrigen am Kaiserhof und entscheidende Schlachten, stundenlanges Feilschen um ein Schwert im Basar, Scharmützel um einen kleinen Außenposten, Verfolgung des Erzschurken durch das Südviertel, daneben werden Recherche, Informationssuche, Jagd oder das Schmieden einer Waffe genannt. Nichts davon ließ mich erahnen, dass man auch regelmäßig Proben mit DG abwickeln sollte, die sich in so kurzer Zeit abspielen, dass es in das besagte 4-Minuten-Fenster passt.

(Und trotzdem fühlt es sich für mich verkehrt an, dass ich quasi abhängig davon bin, ob der Spielleiter einen höheren Detailgrad ansetzt, damit ich vom Vorteil Zuverlässiges Wunder profitieren kann.)

Mein Zwischenfazit sieht nun so aus: Bei Kampffertigkeiten funktioniert der Vorteil sehr gut (als wären diese im Mirakel-Vergleich nicht von Haus aus schon sehr stark). Ansonsten ist man darauf angewiesen, dass mit DG gespielt wird.

Mir stellt sich aber folgende Frage: wäre es vom Ergebnis her tatsächlich ein so großer Unterschied dazu, dass schlicht die Probe wiederholt wird? Denn letzteres wäre deutlich transparenter und eben unabhängig davon, ob man DG einsetzt oder nicht.
von crYshell
20.01.2019 21:59
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Die 4 Minuten hatte ich übersehen, damit ist diese Frage hinfällig. Ansonsten sehe ich tatsächlich im von dir erwähnten Kampf die beste Einsatzmöglichkeit, denn da kann man den Vorteil häufig ausschöpfen. Oder auch in soziale Konflikte in einem Schlagabtausch mit gleichen Fertigkeiten. Aber sonst? Wie könnte ich mit meinem Boron-Geweihten je diesen Vorteil nutzen bei den Mirakeln Alchemie, Heilkunde, Mythenkunde, Wahrnehmung?
von crYshell
20.01.2019 13:09
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Eine Fage zum Vorteil Zuverlässiges Wunder am Beispiel einer Probe auf Heilkunde für heilungsfördernden Maßnahme, die laut Regelwerk nur ein mal pro Tag versucht werden darf: Ist es so gedacht, dass man im Falle einer fehlgeschlagenen profanen Probe diese sofort wiederholen darf, somit der erste Fehlschlag ignoriert wird, so dass nur die zweite Probe gewertet wird? So, wie es geschrieben steht, muss man eher annehmen, dass dies nicht geht und der Fehlschlag ein Fehlschlag bleibt. Das fände ich aber sehr unsexy, denn dann verpufft der Vorteil erst mal in sehr vielen Situationen, in denen fehlgeschlagene Proben deutliche und sofortige Konsequenzen im Spiel haben und eben nicht sofort wiederholt werden können (Gegen- und Konterproben, Schleichen, der Sprung über eine Schlucht, Heilkunde, ...). Und wie lange würde das Mirakel aufrecht erhalten bleiben? "Unendlich", einfach bis zur nächsten Probe? Bei Fertigkeiten wie Mythenkunde kann es dauern, bis das mal wieder zu Anwendung kommt. Man müsste es aufwändig buchhalten, zudem passt es nicht zur Natur des Mirakels, das ja als kurzes Stoßgebet definitiert ist, das explizit keine langwierigen Proben unterstützen soll.
von crYshell
26.11.2018 12:02
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Eine sehr gute Frage und ich bin schon sehr auf die Antwort der Autoren gespannt. Ich finde den Detailgrad-Mechanismus eigentlich toll, aber ich fürchte dass er genau dann problematisch wird, wenn es Modifikationen gibt. Solange es keine Modifikationen gibt, hat die Höhe des Detailgrads eine zu vernachlässigende Auswirkung auf das Ergebnis. Aber beispielsweise auch beim Einsatz von Schicksalspunkten oder eben bei dieser Modifikation durch Scharfsinnig II, die offensichtlich von einem einzelnen Würfelwurf ausgeht, wird es problematisch. Denn dann verändert die Höhe des Detailgrads deutlich das Ergebnis. Definiert man, dass eine gewertete 12+ reicht, dann nimmt die Wahrscheinlichkeit, dass man dieses Ergebnis erzielt, mit steigendem Detailgrad zu. Definiert man umgekehrt, dass man die 12+ bei jedem Wurf benötigt, nimmt die Wahrscheinlichkeit ab. Ich habe es nicht ausgerechnet, aber gefühlt signifikant.

Ein Vorschlag, den die Autoren vielleicht mal durchdenken können, basiert auf einer geringfügigen Regelanpassung für Proben mit Detailgrad: Anstatt die angesagte Hohe Qualität bei jeder einzelnen Teilprobe erreichen zu müssen, reicht es, diesen Wert in den Teilproben im Schnitt zu erreichen.

Man sagt also wie gewohnt vorher die Stufe Hohe Qualität an, die man erzielen möchte. Diese Stufe wird nun mit dem DG multipliziert. Das Ergebnis stellt die Summe an Hohen Qualitäten aus den Teilproben dar, die es zu erreichen gilt. Für jede Teilprobe können die Spieler also eine individuelle Hohe Qualität ansagen. Man muss zum Schluss nur in der Summe auf den entsprechenden Wert kommen. Das führt dazu, dass man mit einer herausragenden Fertigkeit (eventuell begünstigt durch einen Vorteil, ein Mirakel, oder den Einsatz von Schicksalspunkten für mehr Würfel) weniger gute Fertigkeiten ausgleichen kann. Das finde ich durchaus sexy, denn ansonsten orientiert man sich bei der Wahl der zu erreichenden hohen Qualität eher an seinen schwächeren Fertigkeiteten, anstatt mit seinen herausragenden Fertigkeiten glänzen zu können. Und der Vorteil aus Scharfsinnig II funktioniert plötzlich, denn man hat bei jeder Teilprobe die Chance, die gewertete 12+ zu erreichen und damit einen Vorteil für die Gesamtprobe zu erzielen.

Ein Beispiel basierend auf der genannten Recherche. Handelt man dies mit DG 1 ab, also einer einzelnen Probe auf Gebräuche, bleibt alles beim alten. Der Spieler sagt vielleicht 2 Stufen hohe Qualität an, die muss er im Schnitt - also bei dieser einen Probe - erreichen. Wählt man DG 2 (Gebräuche, Menschenkenntnis) bei gleichbleibend 2 Stufen Hohe Qualität, dann muss man in den Teilproben in der Summe 4 Stufen hohe Qualität schaffen. Der Spieler kann nun frei entscheiden und beispielsweise für beide Proben 2 Stufen Hohe Qualität ansagen. Oder für eine Probe 1 Stufe und für die andere 3 Stufen. Oder sogar für eine Probe 0 Stufen und für die andere 4 Stufen. Meiner Meinung nach ist dieses Vorgehen kompatibler mit anderen Ilaris-Regeln. Zum Schluss hat man nach wie vor ein binäres Ergebnis, denn die Gesamtprobe ist gescheitert und hat geklappt. Boni durch mehr Würfe, Vorteile, Mirakel etc. würden bei einem hohen Detailgrad nicht mehr verpuffen.
von crYshell
21.10.2018 17:24
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Curthan Mercatio hat geschrieben:
21.10.2018 15:04
Dann würde das Metagaming aber auch sagen: Kümmern wir uns nicht um den Verwundeten, denn in zwei Stunden sind wir beim nächsten Tempel... Ich bin mir nicht sicher, ob das besser ist.
Wenn du dir nicht sicher bist, übernehme ich gerne das Zünglein an der Waage, denn ich bin mir sicher ;)

Spaß beiseite: auch im realen Leben würde ich als Laie niemals an jemandem mit einer ernsten Verletzung herumdoktern, wenn ich die Gelegenheit hätte, zu einem Arzt zu gehen. Habe ich letztere Möglichkeit nicht (LOST auf einer einsamen Insel), dann würde ich gegebenenfalls versuchen, etwas mit meinen beschränkten Mitteln zu erreichen. Insofern sehe ich keinen Grund, nicht eine entsprechende Beschränkung oder negative Auswirkung einer fehlgeschlagenen Probe zu implementieren.

So oder so glaube ich, dass hier eine Diskrepanz zwischen der Vision der Regelautoren und dem geschriebenen Wort besteht. Eine Lücke, die man leicht stopfen könnte wenn man es wollte. Selbst falls für euch keine der genannten Alternativen in Frage kommt, könnte man, wie gesagt, zumindest den Hinweis auf die Gruppenprobe anbringen. Es so zu belassen, wie es geschrieben steht, erscheint mir als unnötiges Konfliktpotential. Schließlich hake ich nur deshalb nach, weil es bereits in meiner Runde Diskussionen dazu gab.
von crYshell
21.10.2018 11:06
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Aeolitus hat geschrieben:
21.10.2018 10:33
Ja, das ist immer so eine Sache, wenn die Spieler anfangen auf diese Art zu metagamen... Ich würde Heilkunde vermutlich einfach als Gruppenprobe deklarieren, aus genau dem Grund, oder Verbrauchsmaterialien und Zeit limitieren. Es soll ja aber auch durchaus weiterhin möglich sein, den Kranken zu einer Perainegeweihten oder so zu schleppen, wenn man selbst nicht damit klarkommt, also die Hilfe eines Kompetenteren in Anspruch zu nehmen.
Wenn dieses Metagaming nicht gewollt ist, würde ich es an dieser Stelle unterbinden. Mir ist bewusst, dass Ilaris nicht primär darauf ausgelegt ist, sämtliches Abusing zu verhindern. Aber hier lädt das Regelwerk ja fast schon dazu ein. Und schließlich ist das kein unwichtiges Thema, es geht (vielleicht) um Leben und Tod. :)

Eine Möglichkeit wäre, das Wort "erfolgreichen" schlicht wegzulassen. Bei nur einer zugelassenen profanen Probe pro SC/Tag hätte eine misslungene Probe eben eine deutliche Konsequenz: auch der profane Superheiler kann dann an diesem Tag nichts mehr ausrichten, weil einfach schon herumgepfuscht wurde. Der erwähnte Perainegeweihte wiederum kann ja immer noch einen Segen wirken. Alternativ könnte man eine negative Auswirkung einer fehlgeschlagenen Probe implementieren. Beispielsweise eine weitere Einschränkung, so dass weitere Proben (ab der dritten Einschränkung) automatisch schwerer werden. Der profane Superheiler könnte dann immer noch etwas bewirken, aber die SCs überlegen sich gründlicher, ob sie als Laien wirklich Hand anlegen wollen, anstatt einfach mal durchzuprobieren (weil ja nichts Schlimmes passieren kann). Sollte beides nicht gewünscht sein, würde ich zumindest den Hinweis auf die Gruppenprobe einbringen.
von crYshell
21.10.2018 09:25
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Darauf folgen heilungsfördernde Maßnahmen, wodurch der Patient sofort eine Wunde regeneriert. Eine solche Probe kannst du für einen Patienten nur einmal am Tag versuchen und ein Patient kann nur von einer erfolgreichen Behandlung pro Tag profitieren
Ist das Wort "erfolgreich" hier ganz bewusst gewählt worden? Denn wenn ich nicht etwas übersehen habe, gibt es bei einem Fehlschlag keine negativen Folgen. Also könnte und würde dann solange reihum jeder Spieler probieren, bis es mal klappt. Ohne das Wort "erfolgreich" wäre grundsätzlich nur ein Versuch pro Tag möglich, was impliziert, dass nur ein Spieler (vermutlich der mit dem besten Wert) die Probe versucht. Das würde meiner Meinung nach eher zum Ilaris-Konzept passen (analog zu Gruppenproben: "Gelingt es dem muskelbepackten Ferkina nicht, die Tür aufzubrechen, hat der schmächtige Magier erst recht keine Chance).
von crYshell
10.10.2018 06:34
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Aeolitus hat geschrieben:
09.10.2018 19:13
[...] ist ein niedriger DG zu deinem Vorteil - sollte aber nicht auf Basis dessen beschlossen werden, sondern aus der Situation (Notfalls als SL gegenhalten).
Natürlich sollte die Wahl des Detailgrads situationsbedingt entschieden werden. Sowohl als SL als auch als Spieler würde ich DG 4 in beschriebenen Fällen jederzeit vorziehen, ist ja viel spannender. Deswegen ist diese Frage auch eher akademischer Natur. Der Nandus in mir interessiert sich dennoch brennend für die Wahrscheinlichkeiten dahinter. Die Antwort auf a) konnte ich noch aus meinem mathematischen Ärmel schütteln, für b) und c) müsste ich mir Zeit nehmen. Daher zielte meine Frage vor allem darauf ab, ob von euch schon mal jemand sowas gerechnet hat. Da dies offensichtlich nicht der Fall ist, werde ich bei Gelegenheit mal selber tüfteln - spätestens dann, wenn das Gefühl der Unkenntnis überhand nimmt und ich im Begriff bin, dem Wahnsin anheim zu fallen :)
von crYshell
08.10.2018 10:30
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Themenkomplex Handwerk und Detailgrad.

(1) Sagt ein Spieler eine hohe Qualität an, dann gilt das für alle Proben. Er muss also für die Ansitzjagd bei einem Detailgrad von 4 sowohl Überleben als auch Pirschen und Fernkampf mit der entsprechenden Erschwernis ausführen. Korrekt?

(2) Wenn der Spielleiter bei einem Detailgrad von 4 insgesamt drei unterschiedliche Talente fordert, wird ergo eines dieser Talente doppelt geprobt. Kann der Spieler dieses Talent selbst wählen oder gibt das eher der Spielleiter situationsbedingt vor?

(3) Zusammenarbeit wird für jede Einzelprobe isoliert betrachtet. Ein Helfer könnte also beispielsweise bei Überleben hilfreiche Tipps geben, während er beim Fernkampf oder Pirschen nichts beizutragen hat. Korrekt?

(4) Der Einsatz eines Mirakels ist per Defintion nur für kurze Handlungen (maximal wenige Minuten) einsetzbar. Eine Pirschjagd im ewigen Eis ist mit 4 Stunden angegeben. Bei einem Detailgrad von 4 dauert jede Teilprobe also eine Stunde. Nimmt man das Regelwerk wörtlich, ist ein Mirakel dafür nicht einsetzbar. Das ist aber bestimmt nicht in Stein gemeißelt, sondern eher als Richtschnur zu sehen, oder? Bei der besagten Pirschjagd würde ich etwa argumentieren, dass die Suche und das Anschleichen den größten Teil der Zeit beansprucht und der finale Schuss auch mit einem Mirakel gesegnet sein darf.

(5) Das war die Pflicht. Jetzt kommt die Kür mit einer Spezialfrage für Regelfüchse ;) Ein Schmied möchte ein besonders gutes Messer herstellen. Um die angesagte hohe Qualität zu erreichen, möchte der Spieler einen Schicksalspunkt einsetzen, um bei passender Eigenheit fünf Würfel einsetzen zu können. Ich gehe davon aus, dass sich der Einsatz des Schicksalspunkts nur auf eine Teilprobe bezieht. Spontant fühlt sich der höhere Detailgrad zunächst als Nachteil an, so dass ich als Spieler, der einen Schicksalspunkt einsetzen möchte, lieber einen Detailgrad von 1 wünschen würde. Auf der anderen Seite aber könnte ich bei einem Detailgrad von 4 erstmal abwarten, wie die ersten Proben ohne Einsatz eines Schicksalspunkts laufen um dann im Verlauf spontan zu entscheiden, ob ich einen Schicksalspunkt einsetze. Das muss ich ja erst dann machen, sobald zwei Fehlschläge dabei waren und könnte mir andernfalls den Schicksalspunkt sparen. Ich habe das jetzt nicht durchgerechnet, ist vielleicht auch nicht ganz trivial. Interessieren würde es mich aber schon, daher meine Frage: hat das von euch schon mal jemand an Beispielen durchgerechnet? Etwa bei einem Probenwert von 16 und einer Schwierigkeit von 28: a) Mit welcher Wahrscheinlichkeit schaffe ich die Probe bei einem Detailgrad von 1 und dem Einsatz von 5 Würfeln? (74%) b) Wie häufig schaffe ich die Probe bei einem Detailgrad von 4 ohne den Einsatz von Schicksalspunkten? c) Wie häufig schaffe ich die Probe bei einem Detailgrad von 4, wenn ich nach zwei Fehlschlägen einen Schicksalspunkt einsetze und 5 Würfel einsetze?
von crYshell
28.09.2018 12:57
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Wir drehen uns im Kreis. Wie gesagt, ich differenziere zwischen Regeln und Würfeln auf der einen Seite und der erzählerischen Umsetzung auf der anderen. Vielleicht ein paar Beispiele, um das ganz deutlich zu machen (davon ausgehend, dass der Angreifer den Vorteil Aufmerksam hat):

Fall a): AT gegen VT misslingt. Interpretation: "Dein Gegner weicht deinem Hieb geschickt aus".

Fall b): AT gegen VT ohne Manöver gelingt und du verursachst 2 Wunden. Interpretation: "Dein Gegner hat versucht, deinem Hieb auszweichen, aber du warst schneller, rammst ihm dein Schwert in seinen Bauch und verursachst eine hässliche Wunde".

Fall c): AT gegen VT mit Manöver gelingt und du verursachst zwei Wunden, Passierschlag gegen VT gelingt und verursacht eine zusätzliche Wunde. Interpretation: "Du hast den Versuch deines Gegner, deinem Hieb auszuweichen, vorausgeahnt und schaffst es nicht nur, ihm dein Schwert in den Bauch zu rammen, sondern nutzt beim Herausziehen des Schwertes seine zurücktaumelnde Bewegung geschickt aus und schlitzt den Bauch ein Stück weiter auf." Oder aber: "Dein Gegner hat versucht, deinem Hieb auszweichen, aber du warst schneller und rammst ihm dein Schwert in seinen Bauch. Nach dem du das Schwert herausgezogen hast, legst du sofort nach und erwischt deinen Gegner beim Zurücktaumeln mit einem zweiten Treffer.".

Fall d): AT gegen VT mit Manöver gelingt und du verursachst zwei Wunden, Passierschlag gegen VT gelingt, verursacht aber keine Wunde. Interpretation wie b).

Fall e): AT gegen VT mit Manöver gelingt und du verursachst zwei Wunden, Passierschlag gegen VT misslingt. Interpretation wie b).

In der ersten Version von c) interpretiere ich den Passierschlag etwas freier als zusätzliches Aufschlitzen der Wunde, in der zweiten nehme ich den Passierschlag als zweiten Treffer wörtlicher. Im Falld d) und e) passiert regeltechnisch im Ergebnis nichts anderes als bei b), deswegen würde ich das in der Erzählung vielleicht schlicht ignorieren. Wenn man das nicht möchte, kann man natürlich auch diese erfolglose Versuche, mit dem Passierschlag weiteren Schaden anzurichten, beschreiben.

Mein vorheriger Vorschlag "[...] beispielsweise drückst du dein Schwert entgegen der Ausweichbewegung deines Gegners noch tiefer in die Wunde" implizierte bereits den gelungenen Passierschlag. Ich glaube du musst einfach nur versuchen, die Regeln und das Würfeln von der Interpretation zu lösen, dann stellt das Schwert im Bauch keinen Widerspruch mehr zu dem (regeltechnischen) Passierschlag dar.
von crYshell
28.09.2018 06:43
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Deine aufwändige Erklärung wiederholt nur, was du bereits geschrieben hast. Ich denke, du haftest zu sehr an deinem Beispiel, bei dem dein Schwert in dem Bauch steckt. Ab dieser Stelle fehlt dir dann die Vorstellungskraft, wie man gleichzeitig noch mal einen Schlag ausführen kann. Der Punkt dabei ist: im Ilaris-System wird nirgendwo definiert, dass nach einem erfolgreichen Treffer die Waffe im Körper des Gegners steckt. Das hast du dir überlegt. Und genau so funktioniert es in einem abstrahierten Regelsystem: Das eine sind die Regeln, das andere, wie du es erzählerisch im Spieltisch umsetzt (man muss ja nicht mal zwingend einen regeltechnischen Angriff plus Verteidung als genau einen Hieb und genau eine Abwehraktion darstellen, sondern kann das ebenso erzählerisch als Schlagabtausch abhandeln). Ich würde ganz einfach zuerst die Regeln innerhalb einer Initiativephase abhandeln und danach das Ergebnis erzählerischt verwursteln. Du steckst in deinem Beispiel quasi erzählerisch in der Mitte der Initativephase und kommst dann ins Straucheln, weil der Passierschlag nicht mehr so recht zu dem im Bauch feststeckenden Schwert passt (verlangst du eine KK-Probe, um es wieder rauszuziehen? Kleiner Scherz ;)). Eine mögliche Interpretation, die auf deinem Beispiel aufbaut, hatte ich ja geliefert: "[...] beispielsweise drückst du dein Schwert entgegen der Ausweichbewegung deines Gegners noch tiefer in die Wunde.". Ist diese Interpretation für dich nicht akzeptabel? Insofern habe ich persönlich mit den Regeln keine Probleme, weil ich den Passierschlag an dieser Stelle als abstraktes Regelkonstrukt sehe, das man einfach nur passend interpretieren muss. Und als solches macht dieses Regelkonstrukt einen guten Job, finde ich. Über die Aufmerksamkeit profitiere ich von einem Fehler des Gegners und hole damit noch mehr aus meinem erfolgreichen Angriff heraus.
von crYshell
27.09.2018 22:29
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Ich verstehe dein Problem noch nicht so ganz. Ein Kämpfer, der sich durch eine überdurchschnittliche Intuition auszeichnet, seine Gegner durchschaut und entsprechend antizipiert, wird doch in Kampf erfolgreicher sein als ein Kämpfer mit ansonsten gleichen Qualitäten, der diese Aufmerksamkeit nicht hat. Genau das drückt dieser Vorteil gut aus, finde ich. Und ich sehe es auch diesem Beispiel so: ich treffe nicht wegen meiner Aufmerksamkeit, sondern weil mein Angriff besser war als die Verteidigung. Ansonsten gäbe es ohne Aufmerksamkeit keine Treffer. Aber durch die Aufmerksamkeit setze ich dem Gegner noch mehr zu.
von crYshell
27.09.2018 21:43
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So verstehe ich es auch, ja. Deswegen ist Aufmerksamkeit ein Vorteil ;) Du antizipierst den Ausweichversuch deines Gegners und kannst darauf reagieren, regeltechnisch mittels eines Passierschlags. Im Erfolgsfall (der Passierschlag könnte ja verteidigt werden) kann man es erzählerisch passend einfließen lassen, beispielsweise drückst du dein Schwert entgegen der Ausweichbewegung deines Gegners noch tiefer in die Wunde.
von crYshell
27.09.2018 10:31
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(2) Mir geht es regeltechnisch um den kausalen Zusammenhang zwischen Status und Einkommen und der vorgesehenen Verwendung. Ich sehe zwei unterschiedliche Interpretationen der Ilaris-Regeln: (a) Das Einkommen deckt sich mit den Lebenserhaltungskosten. Am Spieltisch dient es denjenigen Gruppen, die eine kreuzergenaue Buchhaltung scheuen, den entsprechenden Lebensstil auf Reisen beizubehalten und damit pauschal abzuhandeln. (b) Das Einkommen kann auch höher als der Status gewählt werden und damit einen Überschuss darstellen, den der Charakter im Spiel frei verwenden kann.

Ich halte die Loslösung von Status und Einkommen (beides unabhängig voneinander wählbar) für etwas unglücklich, wenn gleichzeitig die Argumentation auf dem Tisch liegt, dass das Einkommen primär nur die Lebenserhaltungskosten deckt. Das Hummer-Argument unterstellt ja, dass der reiche Charakter sein ganzes Einkommen verfuttert, so dass er kein Geld übrig hat für den Kauf von Ausrüstung, zum Bestechen der Wachen usw.. Wenn (a) eure Intention ist, dann ist die Höhe der Lebenserhaltungskosten eigentlich irrelevant. Transparenter wäre es, wenn man sich passend zum Status einen entsprechenden Vorteil wählt oder sogar den Status als Vorteil definiert.

Ist es hingegen eure Intention, dass man mit dem Vorteil Einkommen tatsächlich mehr von der Ressource Geld zur freien Verfügung hat, dann wäre es vielleicht besser, das Einkommen als ein Zusatzeinkommen (quasi als Taschengeld) zu definieren, das man über die Lebenserhaltungskosten hinaus zur Verfügung hat. Ansonsten besteht die paradoxe Situation: Je höher der Status, desto niedriger der mögliche Überschuss aus dem Einkommen abzüglich Lebenserhaltungskosten. Deswegen als Optimierungsvorschlag: "Deine Familie, Organisation oder ein persönlicher Mäzen stellt dir ein monatliches Einkommen zur Verfügung, das zum Bestreiten deiner Lebenshaltungskosten plus einem Handgeld von 1/4/16/64 Dukaten ausreicht, das du beispielsweise über eine Filiale der Nordbank ...". So fände ich das rund und gut. Der Spieler wählt weiterhin zunächst seinen Status und entscheidet danach, ob er einfach nur seine Lebenserhaltungskosten "im Hintergrund" automatisch gedeckt haben möchte (und gegebenenfalls Privilegien aus seinem Status genießt) oder ob er regeltechnisch einen monetären Vorteil aus seinem Status ziehen und über ein regelmäßiges Handgeld zur freien Verwendung verfügen möchte.

(1) Schneider- und Lederarbeiten als eigenes verbilligtes Talent einzuführen gefällt mir, denn eine Lederrüstung mit -1 BE herstellen zu können halte ich durchaus für regeltechnisch relevant. Gibt es sonst wirklich keine regeltechnisch relevanten Dinge, die man mit dem Handwerk anstellen kann? Eine atemberaubende Abendgarderobe schneidern, die einen Bonus auf soziale Konflikte gibt? Verbandsmaterial herstellen, das als Werkzeug für Heilkunde dient? Wenn man im Regelwerk drei Beispiele aufführen könnte, wäre das genau die Hälfte der Beispiele von Mechanik, Holzbearbeitung und Schmieden und damit auch visuell ein verbilligtes Talent. Nur so als Idee in den Raum geworfen :)
von crYshell
26.09.2018 18:01
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Hab nochmal ein paar Fragen zu ein paar unterschiedlichen Themen, sorry :)

(1) Handwerk und Rüstungen: irgendwie fehlt mir ein Handwerk, um leichte Rüstungen, also Leder- oder Tuchrüstungen, herzustellen (beispielsweise auch, um mit 2 mal hoher Qualität die BE um 1 zu senken). Gibt es einen Grund, warum das nicht vorgesehen ist?

(2) Status und Einkommen: ist der Vorteil Einkommen ausschließlich dazu gedacht, die Lebenshaltungskosten zu decken oder auch, um dem Spieler darüber hinaus eine regelmäßige Geldquelle zur freien Verfügung zu stellen? Anders gefragt: ist es legitim, den Status Mittelschicht zu wählen mit Einkommen IV, um monatlich 256-16 Dukaten zur freien Verfügung zu haben?

(3) Sind Vorteile wie Eindrucksvoll I/II aufeinander aufbauend oder könnte man auch nur Eindrucksvoll II wählen?
von crYshell
24.09.2018 16:24
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Das sehe ich ganz genau so, nur hatte ich anfangs wohl zu wenig Fantasie für konkrete ad-hoc-Anwendungen und war zu sehr darauf fokussiert, dass manche Dinge eben nicht funktionieren. Wie im echten Leben: Erfreue dich an dem, was du hast, anstatt zu bedauern, was du nicht hast ;) Vielleicht hätte ich, um das zu unterstreichen, noch das Wort "gut" einbauen sollen: Unter genannten Umständen kann ich dann auch mit Alchemie und Heilkunde gut leben.
von crYshell
24.09.2018 15:57
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Der Ansatz des Aufsummierens aller Steigerungsfaktoren, um eine Vergleichbarkeit herzustellen, gefällt mir. Das relativiert manchen subjektiven Eindruck. Für einen Boroni ist natürlich gerade das Mirakel auf Warnehmung ist nicht nur spielstark, sondern auch sehr passend ("Folge dem Vorbild der Seelenwaage Rethon und strebe danach, das Wesen eines Sterblichen zu ergründen, um Menschen hilfreich auf den Weg zu Boron vorzubereiten."). Unter genannten Umständen kann ich dann auch mit Alchemie und Heilkunde leben. Vielen Dank auch für die Beispiele. Damit habe ich nun ein besseres Gefühl dafür, wie die Mirakel einzusetzen sind. Wie häufig so etwas "in der freien Wildbahn" dann tatsächlich aufgegriffen werden kann, wird sich zeigen.
von crYshell
23.09.2018 11:18
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Ich habe noch mal ein paar Fragen zu dem Themenkomplex profanes Handwerk und karmale bzw. astrale Buffs. Eine meiner ersten Fragen in diesem Forum war, ob es Absicht sei, dass Magiedilettanten kein Meisterhandwerk haben. Das wurde bejaht mit der Begründung, dass dadurch profanes Handwerk unterminiert würde (sinngemäß). So ganz stellte mich die Antwort schon damals nicht zufrieden, weil es an vielen anderen Stellen ja möglich ist, mit Zaubern, Liturgien oder Mirakeln die profanen Fertigkeiten aufzupeppen. Dafür ist es ja nun mal eine Spielwelt mit ebendiesen Elementen. Natürlich muss zum Schluss das Balancing passen, das ist mir auch klar. Ich spreche das mit dem Meisterhandwerk nur deswegen an, weil es artverwandt ist. Diesmal geht es mir aber um die Mirakel, die ich mir gerade im Zusammenhang mit meinem ersten Ilaris-Charakter, einem alanfanischer Borongeweihten, genauer angesehen habe. Neben den vier Attributen gibt es Mirakel auf die Fertigkeiten Alchemie, Heilkunde, Mythenkunde und Wahrnehmung. Da gibt es spontan ein paar Fragezeichen. Bei Mythenkunde und Wahrnehmung ist alles klar, aber Alchemie und Heilkunde? Wie genau kann ich im Spiel von diesen Mirakeln profitieren? Denn Mirakel sind ja ausschließlich auf kurze Handlungen von maximal einigen Minuten anzuwenden. Bei der Alchemie bleibt dann ja nur noch die Analyse, aber auch nur der erste kurze Blick - eine längere Strukturanalyse fällt schon aus dem Raster. Bei Heilkunde bleibt nur die erste Hilfe. Das macht diese beiden Mirakel für mich als Spieler weitgehend uninteressant. Da das Gras beim Nachbarn immer grüner ist, habe ich einen kleinen Blick auf die "Konkurrenz" der anderen Götter geworfen und muss dann neidvoll Fertigkeiten wie Autorität (die meinem Boroni bestimmt auch gut zu Gesicht stehen würde) oder auf den ersten Blick sehr spielstarke bzw. in der Praxis sehr gut anwendbare Mirakel wie z.B. Nah- und Fernkampf, Beeinflussung, Selbstbeherrschung. Aber ich sehe natürlich auch Handwerk, was ich als ebenso problematisch wie Alchemie empfinde.

Das war viel Text als Vorlauf, nun folgen konkret die Fragen:

(1) Was gibt es an sinnvollen Einsatzmöglichkeiten von Alchemie, Handwerk, Heilkunde bei gleichzeitiger Einschränkung auf Handlungen von wenigen Minuten?

(2) Das ist nun vielleicht sehr subjektiv, weil ich gerade einen solchen Charakter spiele, aber ist ein Borongeweihter nicht ebenso geeignet für ein Mirakel Autorität wie beispielsweise eine Travia- oder Peraine-Geweihte? (Heimlichkeit und Selbstbeherrschung fände ich auch nicht unpassend).
von crYshell
22.09.2018 13:16
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Macht alles absolut Sinn, mir war der Unterschied "Kosten" und "Basiskosten" nur bis jetzt nicht so deutlich bewusst. Müssten dann nicht konsequenterweise bei jedem Zauber und jeder Liturgie die "Basiskosten" anstatt der "Kosten" angegeben werden? Wäre etwa bei der Waffenweihe "Basiskosten: 8 KaP, davon 2 gKaP" angegeben, dann wäre die Aussage "Die Kosten der Liturgie sinken um ein Viertel der Basiskosten" nicht mehr falsch zu verstehen.
von crYshell
22.09.2018 12:38
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Gehe ich recht in der Annahme, dass sich die spontane Modifikation Kosten sparen auch auf Mirakel auswirkt (weil regeltechnisch ein Mirakel einer Liturgie gleichgestellt ist)?

Etwas unklarer ist für mich, ob es sich auf die gKaP auswirkt. Vermutlich soll es das nicht, aber explizit ausgeschlossen wird es nicht, sofern ich nicht schon wieder etwas überlesen habe ;) Da gAsP und gKaP per Definition in Relation zu den Kosten stehen ("Ein Viertel der Basiskosten der wirkenden Sprüche, aber mindestens 1 AsP, strömen als gAsP in das Artefakt [...]"), könnte man vermuten, dass damit auch diese Kosten gesenkt werden.
von crYshell
21.09.2018 19:49
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Oups, diesen Absatz auf Seite 61 hatte ich überlesen, obwohl ich genau diesen Hinweis gesucht hatte. (Vermutlich, weil die Überschrift und der erste Absatz darüber um ein ganz anderes Thema ging). Mea culpa!
von crYshell
21.09.2018 16:59
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Mir ist noch nicht ganz klar, wie der Vorteil "Empathie" funktioniert, speziell der Satz "Du kannst dieses Wissen in sozialen Konflikten nutzen". Kann mir jemand dazu ein Beispiel liefern?
von crYshell
30.04.2018 06:54
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@Alrik Normalpaktierer: Es geht doch gar nicht um alte klapprige Magier, sondern einen typischen Umstand: Menschen, die sich viel mit ihren geistigen Kräften beschäftigen, haben eher Defizite im körperlichen Bereich und umgekehrt. Magier mit einer hohen Konstitution brechen aber sozuzusagen ein in eine Domäne der Krieger, Athleten, Waldäufer etc. Das ist es, was mich am meisten stört. Man wird als Magier irgendwann diesen Vorteil haben wollen, demzufolge werden alle Magier mindestens so robust wie der gestählte Krieger oder der zähe Waldläufer. Bei all den Diskussionen, dass Magier zu stark sind und profane Charaktere gestärkt werden sollen, empfinde ich das als etwas unglücklich. Wie auch immer, für mich sind wir damit durch. Ich kann mit dem Ist-Zustand leben, wollte an dieser Stelle nur noch efahren, ob da überhaupt Anpassungen angedacht sind. Das hat Curthan beantwortet.

Ideensammlung für KL-Kampfvorteile würde ich aber wirklich in einen separaten Thread auslagern, sofern es vom Team überhaupt in Erwägung gezogen wird, diese Lücke füllen zu wollen (sonst macht es wenig Sinn). Denn ich kann mir vorstellen, dass da schon ein paar Ideen zusammenkommen. Das würde aber den Rahmen hier an dieser Stelle ("Fragen & Antworten") sprengen, finde ich.
von crYshell
29.04.2018 17:40
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Verständlich. Aber wenn das tatsächlich der einzige Grund ist, wäre es dann nicht einen Versuch wert, über die Community (in einem separaten Thread) Ideen und Vorschläge zu sammeln um danach zu prüfen, ob man nicht vier wirklich sinnvolle Vorteile zusammenbekommt?