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von Loirana
11.11.2019 14:34
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Thema: Von allen guten Geistern verlassen
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Von allen guten Geistern verlassen

Sowie Havel sich dem toten Baum nähert, kann er problemlos sehen, dass das Holz morsch und feucht ist, ungeeignet um ein Feuer zu entfachen, doch kurz darauf sieht der Ritter deutlich mehr Bäume... Der Nebel lichtet sich immer weiter und schließlich scheint er gänzlich verflogen, und gibt die Sicht frei auf die Reihen der Bäume.

Die Helden stehen auf einer brachen Lichtung, der Boden matschig und karg, von etwa zweihundert Schritt Durchmesser - viel zu klein um die lange Strecke zu erklären, die die Helden durch dieses Brachland gezogen sind. Exakt in der Mitte der kreisrunden Lichtung liegt der Leichnam des Mannes, den die Helden mit Pfeilen gespickt, durchbohrt und halbiert haben. Es wirkt fast so, als sei das Land um den unheilvollen Fremden herum verdorben, ausgehend von ihm. Doch nun, wo auch der Nebel verschwunden ist und die Mittagssonne auf die Szenerie prasselt, taut auch der gefrorene Boden und die Luft fühlt sich wieder an wie an einem milden Herbsttag.

Die Spuren der Helden im Boden reichen einige Schritt zurück und verschwinden am nicht so fernen Waldrand im dunklen Dickicht des Waldes. Der Weg der vor ihnen liegt, ist hingegen heller, die Bäume bilden fast so etwas wie einen Weg den auch Havels tapferers Streitross mühelos gehen kann. Das Wasserplätschern kommt aus eben jener Richtung, und Kunibert der Vogel macht immer wieder Ansätze in diese Richtung zu fliegen, nur um kurz darauf zu den zögernden Helden zurückzukehren.
von Loirana
05.11.2019 14:40
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Von allen guten Geistern verlassen

Ein leichter Windhauch fegt über die Helden hinweg. Die Wand aus Nebel, die die Sicht auf wenige Schritt begrenzt, scheint sich ein wenig zurückzuziehen. Nach einigen Momenten können die Helden sogar einen verdorrten Baum in etwa dreizig Schritt Entfernung erkennen. Die undurchdringliche Stille, die die Helden die letzten Stunden umgab, scheint ebenfalls ihre Wirkung zu verlieren. In einer Entfernung, jener aus der der Vogel wieder zu den Helden zurückflog, erklingt das Rauschen von Wasser.

Vom Toten kommt keinerlei Regung, außer dem dicken, schwarzen Blut, dass eine große Lache auf dem Boden bildet.
von Loirana
04.11.2019 12:49
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Die 'Lichtspeere' verlieren mitunter mit jedem Augenblick mehr an ihrer Leuchtkraft. Dort, wo sie sich in den Boden gebohrt haben, schmilzt der Frost dahin. Nach einigen Augenblicken sind es nur noch leicht glühende Metallstäbe, welche den Unterkörper des unheilvollen Fremden fixieren. Sein Oberkörper liegt auf dem frostigen Boden.

Während die Helden sich vom Schrecken erholen, scheint die Luft um sie herum langsam wärmer zu werden. Das Zwitschern eines gewissen Vogels wird auch wieder lauter, und schließlich sitzt Kunibert auf dem Haupt von Havels edlem Ross. Der Vogel zwitschert einmal und putzt sich dann unter den Flügeln, legt den Kopf anschließend schrägt und schaut die Helden fragend an.
von Loirana
28.10.2019 13:44
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Noch ein Schwall Blut quillt aus dem Mund des Mannes. "Ma...", sagt er und versucht den Holzarm zum Abblocken zu haben als Havel näher kommt. Der Hieb des Ritters, gestärkt durch den Hass auf das Namenlose Gezücht, schneidet aber geradewegs durch den stämmigen Holzarm. Holzsplitter fliegen durch die Luft und mit einem lauten Krachen durchtrennt Havel den Arm, seine Klinge, nicht aufzuhalten, schwingt in dem perfekt gesetzten Schlag weiter, dringt in die Schulter des Mannes ein und setzt ihren zerstörerischen Pfad fort.

Mit einem Knirschen fällt der Oberkörper, des Mannes auf den gefrorenen Boden. Die Augen starr, bar jeglichen Lebens. Stille fällt wieder über die Szenerie. Asamandra, die drauf und dran ist das Bewusstsein zu verlieren, kann sich auf Havels Pferd halten, welches nun deutlich entspannter wirkt. Der Diener des Namenlosen ist tot, daran besteht kein Zweifel - Havel hat ihm den Körper und das Herz zerteilt. Die glühenden, zischenden Lanzen die die Halbelfe auf den Mann gefeuert haben, verlieren an Hitze und lösen sich nach wenigen Augenblicken in Luft auf, woraufhin auch der restliche Körper zu Boden fällt.

Ein Blick zu Havels Pferd offenbart zudem eine drastische Veränderung. Asamandra, die halbelfische Magierin, hat seit Anbruch des Tages eine weiße Strähne in ihrem ansonsten kräftig-braunen Haar. Nun jedoch ist ihr ganzes Haar schneeweiß, wie ein geisterhafter Vorhang umhüllen die Haare das jugendliche Gesicht.
von Loirana
28.10.2019 11:15
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Als Frinja den Pfeil anlegt, macht sich der unheilige Mann bereit und grinst. Seine Haltung wird defensiver, und gerade als Frinja die Sehne loslässt, glaubt sie erkennen zu können, dass der Diener des Namenlosen bereit ist dem Pfeil auszuweichen oder ihn gar abzuwehren. Havel macht sich indes bereit einen weiteren Angriff des Gegners zu parieren.

Doch gerade als der Pfeil auf sein Ziel zusaust, schießen aus Asamandras ausgestreckter Hand drei gleißende Speere auf die dunkle Gestalt zu, und durchbohren sie. Die Speere wirken wie glühendes Metall, und als sie ihr Ziel treffen steigt Qualm auf und ein unheilvolles Zischen erklingt. Ein Speer durchbohrt den Torso, einer den rechten Arm und einer das linke Bein. Alle drei Speere sind zirka einen Schritt lang und verlieren ihre Leuchtkraft und ihre Hitze als sie von schräg oben in den Fremden einschlagen und ihn effektiv an den Boden fixieren.

Unfähig sich zu bewegen kann der Mann den Pfeil Frinjas nicht abwehren. Mit einem lauten knacken trifft der Pfeil, um haaresbreite die Luftröhre verfehlend, den Hals des Ungeheuers. Von den Speeren fixiert kann der Mann nicht zu Boden gehen, doch sackt er in sich zusammen. Mit zittrigen Bewegungen dreht er den Kopf und versucht zu Asamandra zu schauen. "W...W...W...Wun...der....bar...", keucht er und spuckt schwarzes Blut.

Aus seinen Augen funkelt Mordlust auf. Trotz Verletzungen die eindeutig den Tod für jeden Sterblichen bedeuten würden, scheint er noch zu leben. "In...vo...ca...ti...o...", keucht er, und den Helden stellen sich die Nackenhaare auf.

Asamandra verspürt eine Innere Kälte, als hätte sie gerade große Mengen Kraft verloren oder sich schlagartig 'leergezaubert'. Kurz wird ihr schwarz vor Augen.
von Loirana
25.10.2019 13:25
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Noch immer bewegt sich um Asamandra herum alles in Zeitlupe. Havels Hieb mit dem Langschwert bewegt sich im Schneckentempo auf den linken Arm des Gegners zu. Vertreiben ist nicht möglich, er wird nicht von euch ablassen, säuselt die Stimme, die der Asamandras so ähnlich klingt. Aber du hast gebeten, also werde ich helfen... Mit einem Mal verläuft die Zeit wieder normal, Asamandra sieht wie Havel mit seinem Schwert den Fremden verletzt, Frinja zurückweicht und den nächsten Pfeil anlegt. Asamandras Finger sind taub und sie spürt den Bogen in ihren Fingern nicht. Doch verspürt sie auch mit einem Mal eine innere Ruhe. Ohne eigenes Zutun steckt Asamandra ihren Bogen weg und richtet die rechte Hand auf den Mann. Sag er soll vergehen... ich mach den Rest!

Havels Pferd setzt sich augenblicklich in Bewegung als Havel nach dem Schild ruft. Völlig unbeirrt davon scheint die Halbelfe ihren Bogen wieder wegzustecken und richtet die rechte Hand in Richtung des Mannes mit dem Holzarm. Dieser macht eine ruckartige Bewegung mit der Schulter und ein lautes Knacken ertönt. Sein linker Arm hängt noch immer blutend und schlaff herunter, den linken scheint er für einen neuen Angriff anzulegen. "Ich warne euch ein letztes Mal. Gebt sie mir oder sterbt", faucht er.

Frinja kann sich so positionieren, dass sie nicht Gefahr läuft Havel zu treffen, gleichzeitig verhindert der Ritter, dass sie selbst zum Ziel des Dieners des Namenlosen werden kann. Zudem steht er gerade still und gibt ein perfektes Ziel ab.

Wie von Geisterhand löst sich das Schild vom Pferd Havels und fliegt auf den Ritter zu. Ohne hinzuschauen landet das Schild in der Hand des Ritters.

Der Gegner scheint sich bereit zu machen, erneut einen Angriff wie den davor auszuführen, diesmal ist seine Mordlust auf Havel gerichtet. Noch immer steckt der Pfeil Frinjas in seiner Brust.
von Loirana
22.10.2019 14:20
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Asamandra

Die Worte die Asamandra auspricht klingen seltsam hohl, der Klang ein wenig falsch. Es dauert einen Moment bis sie bemerkt, dass sie sie garnicht ausgesprochen hat. Der Kampf der Helden gegen den Fremden läuft noch immer, doch sind ihre Bewegungen auf einmal sehr langsam. Das 'Gespräch' findet mit der Geschwindigkeit von Gedanken statt, die Zeit um Asamandra herum ist förmlich erstarrt.

Ist es nicht offensichtlich wer ich bin?, entgegnet die Stimme. Eine weibliche Stimme. Eine weibliche Stimme, die der Asamandras sehr ähnlich klingt. Ich kann dir vieles bieten. Macht... Wissen... Du musst nur danach fragen. Oder ich ziehe mich wieder zurück, und überlasse deine Freunde ihrem Schicksal, sagt die Stimme gleichgültig.
von Loirana
22.10.2019 12:39
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Mit einem mordlüsternen Grinsen funkelt der Mann Havel an, nachdem er ihn schwer getroffen hat. Das Lachen schwächelt jedoch augenblicklich, als Havel zum Gegenschlag ausholt. Offenbar hat der Gegner der Helden nicht damit gerechnet, dass Havel sofort kontert. Der schwere, stämmige Holzarm ist zu träge um den Schlag noch zu parieren, und so trifft die Klinge des Ritters den bleichen Arm des Fremden. Wie ein heißes Messer durch Butter schneidet das Schwert Havels tief in das Fleisch seines Gegenüber, bis er auf den Knochen trifft, der laut hörbar knackt. Der Arm ist noch dran, jedoch vollkommen nutzlos für den Kampf. Schwarzes, dickflüssiges Blut strömt aus der Wund aus.

Der Mann zischt und faucht vor Schmerzen auf und taumelt einen Schritt zurück. Sein linker Arm baumelt hin und her, den rechten, hölzernen Arm hat er vor die Brust genommen in defensiver Haltung. "Ihr Wichte, die Macht meines Meisters wird euch zerschmettern", faucht er.

Asamandra, die mit ihrem Bogen zurechtzukommen versucht, hat wiederum Schwierigkeiten. Die Nervosität verzögert das Anlegen des Bogens noch mehr. Da verspürt sie ein leichtes Kribbeln, so als wäre eine Präsenz ganz in ihrer Nähe. Keine unangenehme, unheimliche, im Gegenteil, doch gleichzeitig verspürt die Halbelfe auch, dass die Präsenz nicht unbedingt harmlos ist.

Dein Pfeil wird sein Ziel nicht treffen, vermutlich verletzt du damit nur deine Gefährten. Doch wenn du nichts tust, wird die Kreatur deine Freunde töten. Seine Verletzung beeinträchtigt ihn nicht so sehr wie es scheint...

Kurz flackert vor den Augen der Halbelfe das Bild auf... Havel und Frinja, tot auf dem Boden, der Diener des Namenlosen über ihren Leichen mit dem Dolch in den Händen, manisch lachend. Im nächsten Moment ist das Bild wieder verschwunden, und vor ihr tobt der Kampf gegen den Feind.

Ich kann dir helfen. Wenn du mich bittest. Ich kann dich lehren deine Freunde zu beschützen... Was sagst du?
von Loirana
21.10.2019 11:41
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Das Pferd auf dem Asamandra sitzt lässt sich von der Bitte der Halbelfe nicht bewegen. Noch immer wirkt es unruhig und bereit jederzeit in eine beliebige Richtung zu springen, doch weicht es keinen Spann von der Stelle.
Als Frinja nach hinten tritt, nimmt Havel ihren Platz ein, bereit den Schlag des Diener des Namenlosen zu parieren. Dieser saust direkt auf Frinja beziehungsweise Havel zu, holt ihm schwebenden Ansturm mit seinem hölzernen, stämmigen Arm aus, und lässt ihn auf Havel niedersausen. Havel fängt den Hieb mit seiner Klinge auf, doch gleitet der Angriff einfach an der Klinge entlang. Mit einem Schlag als hätte ihn ein Pferd getreten wird Havel in die Brust getroffen.
Der Mann steht direkt vor Havel, die Augen voller Mordlust und Hass.
von Loirana
17.10.2019 12:07
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Asamandra

Der junge Mann schaut Asamandra in die Augen und für einen kurzen Augenblick glaube die Halbelfe etwas zu spüren, was die Fey 'Iama' nennen. Dieser Mann, dieser blonde Jüngling der sie inmitten der Wildnis aufgespürt hat, ist eine vertraute Seele, es muss Schicksal sein, dass sie sich getroffen haben. Mit seiner honigsüßen Stimme erhebt er erneut das Wort an sie. "Oh Liebste, ich..."

Alle

ZzzzzTOK

Der Pfeil Frinjas zischt durch die Luft und auf den Mann zu. Mit einer blitzschnellen Bewegung seinem Waffenarm, scheint er den Pfeil parieren oder gar fangen zu wollen, doch saust der Pfeil schlichtweg an seinem Arm vorbei und trifft ihn in die Brust. Er keucht schmerzerfüllt auf, ein krächzendes Geräusch, das kaum etwas menschliches an sich hat, und taumelt einige Schritt zurück.

Asamandra sieht wie der Jüngling sich in eine Rauchschwade auflöst, und für einen kurzen Moment verspürt sie den Verlust eines geliebten Menschen... ein Gefühl der Kälte, welches sie kurz darauf als echte Kälte wahrnimmt. Nun erst wird sie sich der unheiligen Präsenz gewahr. Dort wo eben noch der Jüngling stand, kauert nun eine dunkle Gestalt, aus deren Brust ein Pfeil ragt. Der emotionale Schmerz scheint nicht ihr eigener zu sein...

Schwarzes Blut tritt dickflüssig aus der Brust des Mannes aus, den Dolch hat er fallen lassen. "Das wirst du mir büßen", faucht er und springt schlagartig auf Frinja zu, wobei er mit seinem hölzernen Arm ausholt, und die Jägerin treffen würde...
von Loirana
15.10.2019 10:49
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Asamandra

Der Schönling zuckt mit dem Kopf leicht zur Seite und verzieht das Gesicht... nur für einen kurzen Augenblick, als würde etwas nicht mit ihm Stimmen. Dann lächelt er Asamandra wieder an. "Ich bin dein dir treu ergebener Diener. Ich werde nie wieder von deiner Seite weichen!", sagt er und geht einen Schritt auf sie zu. Da wird das Pferd unter Asamandra etwas unruhig und tippelt hin und her und wirft den Kopf zurück.

Frinja und Havel

Der Mann zuckt mit dem Kopf als hätten ihn die Worte getroffen, dann funkelt er Frinja und Havel finster an. "Mein Meister wird sich an euren Seelen laben, ihr Narren", krächzt er und geht einen Schritt auf die Gruppe zu. Havels Pferd, ein erfahrenes Kriegsross, zuckt mit dem Kopf nach oben und tippelt etwas nervös auf der Stelle.
von Loirana
09.10.2019 14:14
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Die Schritte nähern sich weiter und auch die Elfe nimmt diese nun wahr. KRACKS.... KRACKS Die Helden schauen sich um, doch ist der Nebel undurchdringlich. Unbeirrt zwitscher der Vogel Kunibert weiter, und fliegt auf und ab. Die Schritte nähern sich dabei unablässig von der linken Seite. Schließlich erscheint der Umriss einer menschlichen Gestalt, die sich den Helden nähert, bis schließlich...

Asamandra
... ein junger Mann von etwa 25 Götterläufen aus dem Nebel tritt. Seine kurzen, blonden Locken bewegen sich bei jedem Schritt mit, aus hellblauen Augen funkelt er Asamandra hocherfreut an. Der Mann ist barfuß, trägt eine schwarze Hose. Der athletisch gebaute, makellose Oberkörper ist unbekleidet, Waffen oder Ausrüstung trägt er keine. "Schönste der Schönen, ich hab nach dir gesucht! Endlich habe ich dich gefunden", erklingt seine honigweiche Stimme und er schenkt der Halbelfe hoch zu Pferde sein schönstes Lächeln. Er reicht Asamandra die linke Hand von seiner Position aus, um ihr zu deuten vom Pferd herabzusteigen und zu ihm zu kommen.

Frinja und Havel
...ein Mann, der als solcher kaum noch zu erkennen ist aus dem Nebel tritt. Es ist auf jeden Fall nicht der Mann aus dem Traum, so viel steht für Frinja fest, doch steht diese Person der Traumgestalt in Sachen Unheimlichkeit in Nichts nach. Sein Gesicht ist eingefallen, grau und voller dunkler "Risse", die Augen dunkel und gierig, der Kopf ist kahl. Auf seiner Stirn prangert ein unheilvolles Mal welches in seine Haut eingeritzt wurde, ein Kreis aus welchem drei Linien in gleichen Abständen voneinander wegführen (Bild). Seine Zähne sind gelb und schwarz, die Lippen brüchtig. Er trägt eine schwarze Robe mit dunkelvioleten Stickereien. Die Robe ist an vielen Stellen zerrissen, nass und dreckig. In seiner linken Hand, dürr und ebenso graublass wie das Gesicht des Mannes, hält dieser einen eigenartig geformten Dolch.

Eine andere Hand hat er nicht, tatsächlich gleicht seine rechte Körperhälfte nicht mal mehr der eines Menschen. Der Körper verläuft, ebenso wie die Robe, von der rechten Schulter abwärts zu einem Geflecht aus Holz, Moos und Pilzen. Starr schunkelt der holzige Arm bei jedem Schritt hin und her, welche die Gestalt nur mühseelig vollbringen kann, da auch das rechte Bein einem dicken Baumstumpf gleicht. Er ähnelt sehr dem Mann aus dem Sumpf, nur dass seine Verwandlung in einen Baum nicht ganz vollständig ist.

"Gebt mir das Kind", erklingt seine eisige Stimme, die bei Frinja und Havel eine Gänsehaut auslöst. Dabei deutet er mit dem Messer auf Asamandra.
von Loirana
08.10.2019 11:05
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Kaum fängt Asamandra an zu zittern, verspürt sie auch schon eine innere Wärme, wie einen warmen Lufthauch, der sie umhüllt. Die Halbelfe ist sich absolut sicher auf dem richtigen Weg zu sein, auch der Vogel zwitschert weiter, wenngleich etwas hektischer.

Anders als Asamandra stellen sich Frinja und Havel jedoch die Nackenhaare auf. Das Gefühl des "Richtigseins", welches die Magierin empfindet, verspüren die anderen beiden gegenteilig. Je weiter sie schreiten, desto mehr widerstrebt es ihnen weiterzugehen, verstärkt durch die unwirkliche Stille des Nebels um die Helden herum.

Kracks Kracks Kracks, erklingen die Schritte auf dem gefrorenen Boden.
Kracks Kracks KRACKS Kracks Kracks KRACKS
Sie hören nur die Schritte, von zehn Füßen, sowie ihre eigenen Atemgeräusche. Vier Pferdehufe und die vier Füße von Frinja und Havel...

Das letzte Paar Füße, das Geräusche erzeugt, scheint auch ganz nah... Ebenso wie ein rasselndes Atemgeräusch.
von Loirana
30.09.2019 08:23
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Das Zwitschern ist deutlich zu hören, doch fällt es schwer den Vogel noch im Nebel zu erkennen. Der Nebel ist derart dicht, dass nicht einmal die Praiosscheibe durch die Nebelschwaden hindurch zu erahnen ist. Die Tageszeit lässt sich nur erahnen anhand der Tatsache, dass es nicht vollständig finster ist.

Kniiirsch... Knacks... Knacks
Der Klang der Schritte der Helden ändert sich schlagartig. Der matschige Boden unter den acht Füßen der Helden beziehungsweise Hufen von Havels Pferd ist von einer Frostschicht überzogen, der Boden ist hart, wenn auch nicht rutschig. Die Luft wird kälter, der Atem der drei Helden bildet kleine Wolken beim Ausatmen - doch noch immer zwitschert Kunibert der Vogel fröhlich vor sich hin und lässt sich auch immer wieder zurückfallen um die Helden nicht zu verlieren.

Ohne es begründen zu können, ist Asamandra sich absolut sicher in die richtige Richtung zu gehen und dem Ziel schon nahe zu sein.
von Loirana
26.09.2019 13:47
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Die Stimmen der drei Helden klingen seltsam dumpf, der Nebel schluckt den Schall und von nirgens hallen die Stimmen wieder. Immer wieder kreuzen modrige, tote Baumstämme den Weg der Helden über die schlammige Ebene, wie geisterhafte Gestalten die sich aus dem Nebel erheben und die Helden anstarren. Monoton erklingt das Stapfen der Schritte auf dem Boden. Fröhlich zwitschert der Vogel weiter. Es scheint völlig unmöglich ohne die Hilfe des Vogels hier zu navigieren...

...und zu allem übel müssen die Helden feststellen, dass ihre Fußspuren im Boden, kaum dass sie einen Schritt weit gegangen waren, wieder verschwinden, als wäre der Boden nur ein Schwamm der sich wieder ausdehnt, nachdem man ihn zusammengedrückt hat.
von Loirana
24.09.2019 10:56
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Das kleine Männchen schaut Frinja mit leuchtenden Augen an - im wahrsten Sinne, sie beginnen zu leuchten - und nimmt die Süßigkeiten entgegen."Jaja, nichts zu danken. Und nein, keine Ahnung was hier passiert. Mir erzählt ja keiner was!" Er wendet sich zum Gehen mit seiner Beute und hält dann doch inne. "Nunja, ich hab aber vor einiger Zeit so ein paar Leute gesehen. Die sahen komisch aus und garnicht nett und hatten KEINE Süßigkeiten dabei. Pim der Nichtsnutz hat sie im Wald in die Irre geführt, sind tagelang im Kreis gelaufen. Einer hatte dieses böse Ding da auf dem Rücken, was du gerade trägst", sagt er zu Frinja. "Die wollten auch zur Herrin des Waldes! Volltrottel..."

Dann huscht er mit seiner Beute in Richtung seines 'Hauses', das eher einem Kaninchenbau ähnelt.

Der Vogel beginnt zu zwitschern und fliegt voraus, nachdem Asamandra nun von Havels Pferd getragen wird. Zwitschernd und fiepend fliegt er im zick zack in den Nebel hinein, immer nur soweit voraus, dass die Helden mühelos folgen können. Der Nebel verdichtet sich erneut, wenngleich der Untergrund fester wird, weniger sumpfig. Es scheint gar so, als würde der Nebel zurückweichen mit jedem Schritt, den die Helden machen, nur um sich hinter ihnen wieder zu sammeln. Die Bäume und Wasserlöcher werden immer spärlicher, und schließlich scheinen die Helden über eine karge Steppe zu marschieren, in der sie kaum fünf Schritt weit gucken können, immer das Zwitschern des Vogels in den Ohren der ihnen den Weg weist.

Der Boden ist etwas matschig, doch versinken die Helden kaum mit ihren Schritten darin. Zudem ändert sich auch die Vegetation, der Boden ist bedeckt von dichtem Gras. Der Nebel schluckt sämtliche Geräusche der Natur um die Helden herum und es ist bis auf das Zwitschern so still, dass der eigene Herzschlag und die Schritte ihrer Stiefel beziehungsweise der Hufe das einzige ist, was die Helden hören.
von Loirana
02.09.2019 15:46
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Das Männchen schaut Havel etwas skeptisch an. "Hm... Hmmmmm... Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm", murmelt es und kratzt sich am Kinn. "Ich gebe es zu, ich hab keine Ahnung. Ich hab sie nie getroffen. Mein Vetter aber. Vor ein paar Wintern. Aber ein Vöglein hat mit gezwitschert, dass es ihr nicht so gut geht. Wenn sie nicht gefunden werden will, findet man sie auch nicht. Sie schickt einen einfach immer im Kreis", sagt das Männchen und schielt dann zu Frinja.

Es leckt sich über die Lippen. "Aaaaaaber... ich kann euch trotzdem weiterbringen. Also ein bisschen. Zumindest raus aus dem Sumpf. Bevor der Nebel der Alpträume euch trifft, falls er das nicht schon hat. Ihr wisst schon, der Nebel von dem man Alpträume kriegt. Fieses Zeug", murmelt er. "KUNIBERT!!! ALTER FAULPELZ, SCHWING DEINEN ARSCH HIER RÜBER!!!!!!!!" brüllt das Männchen dann aus vollen Lungen - ein langezogener schriller Piepston.

Nach einigen Momenten kommt eine Amsel herbeigeflogen und setzt sich auf einen nahen Ast. Der Vogel legt den Kopf schief und mustert die Truppe vor ihm. "Bin nicht so schnell zu Fuß, aber Kunibert da kann euch den Weg zeigen. Der ist schnell. Junge junge, das sag ich euch. Kunibert, bringst du diese Affen zum Rand des Sumpfes? Die wollen zur Herrin des Waldes", sagt er dann, wobei die letzten Worte an den Vogel gerichtet sind.
von Loirana
28.08.2019 23:37
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Frinja öffnet ihren Rucksack und findet ihn voller vor als sie in Erinnerung hat. Sie erkennt eine der Papiertüten als jene wieder, die die Heldinnen im Dorf gekauft hatten, beziehungsweise welche die Elfe am Süßigkeitenstand gekauft hat. In der Tüte sind verschiedenfarbige Bonbons.

"Wat denn für ne Lichtung? Seht IHR hier irgendwo ne Lichtung? Wir sind hier in den Nebelsümpfen, sieht man das nicht??", entgegenet das kleine Männchen. Dann wird das Männchen hellhörig als es das Rascheln der Tüte von Frinja vernimmt. "Oh Junge. Oh Junge. Also ich will mal nicht so sein. Es GIBT eine Lichtung, drei Tagesmärsche von hier. Also für mich zumindest. Das ist der Garten von Naralaya. Ich denke nicht, dass da IRGENDEINE GESTALT herumlaufen würde, das mag sie nämlich garnicht, nenene. Hab ich mir sagen lassen", sagt das Männchen und beginnt vor Frinja auf und ab zu hüpfen.
von Loirana
19.08.2019 13:49
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Frinja trägt in ihrem Gepäck einen massiven Zweihänder mit sich herum, in eine Decke gewickelt. Der Griff ist aus schwarzem, witterungsgeschädigten Leder, vom Rest kann Havel wenig erkennen. "WEN nennst du hier hohl, Blechbüchse?", keift das kleine Männchen zurück. "Typisch Pim, schickt Leute OHNE Wegweiser durch den Nebelsumpf. Ich hoffe für euch, dass mir keiner mein Haus verwüstet hat!" poltert es zurück. "Moooooment. Rieche ich Zucker? Habt ihr... SÜßIGKEITEN DABEI?" fragt das dreiste Männchen auf einmal aufgeregt und legt die Eichel zur Seite. "Gebt mir was ab und ich zeig euch wie man aus dem Sumpf kommt", murmelt es und fängt an zu Sabbern.
von Loirana
16.08.2019 08:56
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"WAS? Ein ZIEGENMENSCH? Meint ihr etwa PIM? DEN PIM?", erklingt eine grausig schrille und schräge, piepsige Stimme. "Ihr seid BESTIMMT Freunde von ihm WA? Sieht seinen Freunden ähnlich, liegen den GANZEN Tag nur herum und schlafen!" fügt die Piepsstimme noch hinzu.

Wenn die Helden nach der Quelle der Stimme suchen, sehen sie ein winziges Männchen mit rosa Bart und einem roten Pilzhut, der gerade eine einzelne Eichel herumträgt, die fast so groß ist wie er selbst - nicht weil es eine große Eichel wäre, nein das Männchen ist schlichtweg klein. Mit winzigen Schritten tappert er an den Helden vorbei und steuert auf einen kleinen Erdhügel zu.
von Loirana
09.08.2019 14:46
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Frinja klopft sich den Dreck von ihrer Kleidung. Sowohl ihre als auch Asamandras Kleidung ist ein wenig dreckig geworden vom Schlamm in dem sie lagen - der jedoch schon längst angetrocknet ist. Sie und Frinja müssen mehrere Stunden hier gelegen haben.

Ein Windhauch weht den Nebel ein wenig Weg und die Helden können die Morgensonne erkennen, die gerade über den Bäumen aufgeht.
von Loirana
09.08.2019 11:48
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Es kommt keine Antwort auf Asamandras Ruf nach Laila. Frinja reibt sich die Schläfe, erhebt sich ebenfalls und schaut sich irritiert um. Als sie die Gestalt im Nebel bemerkt, legt sie eine Hand an ihre Waffe.

Die schemenhafte Gestalt hoch zu Pferde nähert sich weiter, dem Sumpfufer folgend. Schließlich löst sich die Figur aus dem Nebel, sodass Asamandra und Frinja den jungen Mann mit schwarzem Haar und grünen Augen erblicken, der mit seinem braunen Reiseumhang und seiner Ritterrüstung daherreitet. Es ist Havel der Ritter!

Zuvor

Havel hatte hastig im Zorn das Dorf Nibquell verlassen, jeder Schritt den er zwischen sich und die unhöfliche Elfe bringen konnte war ein Segen. An der Dorfgrenze fühlte er schon Zufriedenheit in sich zurückkehren, der Rest der Reise nach Nostria würde hoffentlich weniger unerfreulich sein. Nach einer Meile fiel ihm auf, dass der Weg aus dem Dorf heraus irgendwie anders wirkte als noch auf dem Hinweg, doch er folgte unbeirrt der Straße weiter, bis die Sonne tief stand und er ein Nachtlager aufschlug.

Am nächsten Morgen dann die böse Überraschung... die Straße war weg. Sein Pferd, angebunden an einen Baum direkt am Wegesrand, war dort, der Baum auch, nur die Straße war verschwunden. Der junge Ritter musste so anhand der Sonne grob die Himmelsrichtung bestimmen und versuchte weiterzureiten, wobei im dichten Wald um ihn herum es schwer war mit seinem treuen Pferd voranzukommen. Schneisen im Wald luden ihn immer wieder ein ihnen zu folgen, doch führte keine von ihnen in die Richtung, in die Havel wollte.

Er erreichte einen schmalen Bach an dem er seine Trinkwasservorräte auffüllen konnte. Zufälligerweise verlief dieser Bach exkat in die Richtung, in der der nächste Ort liegen müsste, und Havel ritt am Bach entlang um den dicht beieinanderstehenden Bäumen auszuweichen. Nach mehreren Stunden hätte er das Dorf jedoch schon längst erreichen müssen, sodass Havel sich eingestehen musste, sich verirrt zu haben. Zu allem Übel zog am Abend auch noch Nebel auf, der eine vernünftige Orientierung unmöglich machte. Sodass Havel frühzeitig sein Lager errichten musste. Nahrung würde noch für zwei Tage reichen, Rehe hatte er leider noch keine gesehen, diese waren vermutlich ohnehin weiter in südlichere Wälder gezogen, wo der Winter nicht so hart werden würde.

Motiviert am dritten Tag den Weg wieder zu finden zog Havel los, wenngleich der Nebel sich noch immer nicht gelichtet hatte. Der Bach verbreiterte sich zudem noch und ging schließlich in einen nebelumhangenen See über, dessen Ufer Havel folgte. Da hörte er plötzlich Stimmen. "Lailaaaaa....Laila.....", erklang die ihm noch bekannte Stimme der Magierin Asamandra vor ihm.
von Loirana
09.08.2019 08:37
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Von allen guten Geistern verlassen

Die drei Damen laufen so schnell sie können über die Wiese. Ein Blick zurück offenbart, dass der Unbekannte weiter mit etwas stockenden, ungelenkten Bewegungen auf sie zuhumpelt, viel viel langsamer als die drei Heldinnen laufen. Als sie zehn Schritt weiter noch einmal zurückblicken, hat er jedoch die Hälfte der Distanz überbrückt, steht mitten auf der Wiese und geht langsamen Schrittes weiter. Seine Augen sind weit aufgerissen, sein Mund ziert ein manisches Grinsen. Erneut vergrößert sich der Abstand zu ihm, doch müssen sie nach vorne sehen um nicht zu stolpern.

Als die Frauen es fast bis zum Wald geschafft haben, und erneut nach dem Mann Ausschau halten, steht er nur drei Schritt hinter ihnen, eine Hand ausgestreckt. Das Flüstern der Stimmen wird immer wilder, Asamandra meint sogar einige Wortfetzen verstehen zu können. Du bist die Gesegnete... empfange seine Gabe... bringe ihm deine Gefährten als Opfer dar...

Laila wirbelt herum und streckt ihre linke Faust entschlossen dem grinsenden Mann entgegen. Asamandra und sogar Frinja können die astrale Kraft spüren, die die Luft erfüllt, als der Mann kurz darauf zusammenzuckt. Er richtet sich jedoch sofort wieder auf und geht einen Schritt grinsend auf Asamandra zu. Seine Augen leuchten in einem unheilvoll goldenen Schimmer als er einen muskulösen Arm nach Asamandra ausstreckt... Der erklingt das Wiehern eines Pferdes.




Schweißgebadet erwachen Asamandra und Frinja auf dem Boden liegend. Irgendwo krächzt ein Rabe in der Nähe, Nebelschwaden verhindern eine genauere Sicht auf die Umgebung, doch erkennen sie den modrigen Geruch des Nebelsümpfe. Die beiden Damen liegen nahe des Wassers, einen schmalen Pfad durch den Sumpf scheint es nicht zu geben. Jedoch ist die Stelle an der sie erwachen auch nicht das Nachtlager, das sie am Abend bevor sie durch den Sumpf gezogen sind eingerichtet haben. Von Laila wiederum fehlt jede Spur, der weiche Boden um die beiden Damen herum weist nur zwei paar Fußspuren auf.

Das Schnauben eines Pferdes erklingt in der Nähe und von der linken Seite des Sumpfufers her erklingen auch die Schrittgeräusche eines Pferdes. Im Nebel lässt sich nur eine schemenhafte Gestalt erkennen.
von Loirana
05.08.2019 13:13
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Nun hört auch Frinja ein eigenartiges Flüstern wie aus hundert Mündern. Es scheint von überall und nirgens zu kommen, als ein Windhauch über die Blumenwiese weht. Da knackt es laut hinter den drei Damen, am Rand des Sumpfes den sie gerade erst verlassen hatten. Im Nebel am Rande der Wiese erblicken sie einen Mann, mit einem Oberkörper so muskelbepackt wie bei einem Bären. Die Haut ist fleckig, der Mann kahl. Aus hellen blauen Augen starrt er die drei Frauen an. Er trägt nur eine zerrissene Hose, Oberkörper und Füße sind nackt. Er macht einen langsamen torkelnden Schritt auf die drei Frauen zu, droht das Gleichgewicht zu verlieren, als der zweite Fuß nachsetzt. Das Flüstern wird lauter und bedrohlicher und allen dreien wird gewahr, dass von diesem Mann eine große Gefahr ausgeht. "Schnell weg hier!!" sagt Laila plötzlich und eilt den beiden anderen Damen voraus über die Blumenwiese, weg von dem Mann. "Lauft!"
von Loirana
08.07.2019 14:57
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Die drei Frauen hab noch keine dreizig Schritt über das Blumenmeer getätigt, da erscheint vor ihnen ein schwarzer Fleck auf der Wiese. In einem kleinen Bereich von einem Schritt Durchmesser sind die Blumen vertrocknet. Auf den ersten Blick sieht es aus als hätte hier ein Feuer gebracht, doch gibt es weder Holz noch andere Hinweise auf etwas brennbares hier. Die Verderbtheit des 'Flecks' ähnelt in gewisser Weise der Verwesen des Teiches des Fauns Pim. Als sie sich näher umsehen, bemerken sie weitere solche Flecken auf der Wiese vor ihnen.

Die Halbelfe Asamandra vernimmt plötzlich Stimmen, die alle wild durcheinander in ihr Ohr zu flüstern scheinen, doch weit und breit ist niemand zu sehen. Laila und Frinja hingegen hören ein Knacken aus einiger Entfernung, wie wenn ein größeres Tier sich durchs Unterholz bewegt und einen Ast zertritt.
von Loirana
02.07.2019 14:06
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Die drei Damen lassen den irren Baummann hinter sich, der mit nervösem Gepfeife über Frinjas Fragen hinweg kommen zu versucht. Wie die Heldinnen dem Pfad durch den Sumpf weiter folgen, wird das Pfeifen immer leiser, bis es verstummt. Im dichten Nebel lässt sich die SIlhouette auch nicht mehr erkennen, es gibt nur den Schmalen Pfad und die Tümpel links und rechts. So ziehen die Drei weiter, wobei sie ohne die Sonne sehen zu können und ob der Stille im Nebel schon bald jegliches Zeitgefühl verlieren. Es mögen mehrere Minuten oder viele Stunden sein, die sie dem sich windenden Pfad folgen, als der Nebel schließlich etwas lichter wird und links und rechts im Sumpf die Umrisse von verdorrten Bäumen erkennbar sind - keine von ihnen singt oder pfeift.

Eine weitere gefühlte Ewigkeit später wird der Weg ein wenig breiter, eine leichte Brise weht... und von einem Schritt auf den nächsten durchschreiten die drei Frauen eine Baumreihe und stehen auf einer Blumenwiese, voller roter und gelber Blüten. Hinter ihnen bleibt die graue Wand bestehen, eine nicht enden wollende Kuppel aus Nebel, deren Ausmaße sicht nicht einmal erahnen lässt. Die Sonne steht im Zenit und schenkt Wärme und Licht. Die Wiese, eine Lichtung, misst etwa tausend Schritt im Durchmesser. In der Entfernung ist eine Baumreihe zu erkennen. Der Wind, der ihnen entgegenweht, trägt mit sich das Rauschen eines Wasserfalls oder einer Strömung.
von Loirana
04.06.2019 12:24
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Der Baum zuckt mit den Schultern. "Ich habe keinen blassen Schimmer. Makutai oder Mukatai oder so hieß der, ich hab von diesem ganzen Kultkram aber keine Ahnung. Ich gehöre ja garnicht dazu, wurde nur angeheuert", sagt er mit leicht pikiertem Ton und fängt dann an eine schiefe Melodie zu pfeifen.
von Loirana
21.05.2019 14:47
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Der Baummann winkt Asamandra nach. "Keine Ursache, und denkt dran Meister Semmel zu grüßen, sofern er nicht verrückt geworden ist. Dieses Ritual sah echt böse aus, er wollte einen Hilfsgeist namens Makutai beschwören oder so. Wie dem auch sei, viel Glück", sagt er zum Abschied und summt fröhlich vor sich hin.
von Loirana
09.05.2019 13:29
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Der Baummann schaut Frinja irritiert an. "Was? Zur Dryade wollt ihr? Ja klar kann ich euch da weiterhelfen", antwortet er fröhlich. "Also ihr müsst hier diesem Pfad folgen", beginnt er und deutet mit einem Zweig in die Richtung, in die der Pfad weiter verläuft. "Irgendwann kommt ihr zu einem Wasserfall, an dem dürft ihr nicht vorbei gehen! Hinter dem Wasserfall ist eine Höhle, da müsst ihr durch. Am Ende kommt ihr dann in ein großes Tal, an dessen anderen Ende die Dryade ha... Moment, hat die Praioskirche euch geschickt?" hält er dann plötzlich an. "Ich weiß, dass Meister Semmel gesucht wird. Also mein Anführer ist er ja nicht, ich wurde ja nur angeheuert für viel Gold, dass ich dann nie gesehen habe. Ich bin unschuldig! Ich meine gut, ich kenn ihn schon länger und war jetzt nicht das erste Mal, dass ich ihn herumgeführt habe. Aber das erste Mal, dass ich gesehen habe wie er so ein Ritual abgehalten hat!"
von Loirana
26.04.2019 11:05
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Der Baummann schaut zufrieden in die Runde nach der 'Offenbarung' und kratzt sich mit einem Ast am Kinn. "Ich merke schon ihr seid ziemlich gerissen. Sagt, habt ihr zufällig Meister Semmel getroffen? Ich hab keine Ahnung ob er den Zorn der Dryade überlebt hat, geschweige denn ob er, wenn er könnte, mich retten würde. Ihr würdet ihn auch sofort erkannt haben, wenn ihr ihm begegnet seit. Groß, Glatzkopf, ihm fehlt ein Ohr. Das linke glaube ich. Oder das rechte. Hat er im Kampf mit einem Hai verloren, der alte Hund... Ach wie gerne würde ich wieder das Meer sehen, dieser Sumpf ist doch ein wenig eintönig. Wobei man sich nicht beschweren kann, die Gassen von Andergast sind tausende Male schlimmer was den Gestank angeht. Aber das Bier... mmmh... eklige Plörre, aber mit der hübschen Schankmaid auf dem Schoß ging es immer runter wie Öl. Habt ihr zufällig Bier dabei? Oder Pfeifenkraut, auch wenn ich sicherlich in diesem Zustand rauchen sollte. Dann doch lieber Bier. Hmmmmm... Worum ging es nochmal?"