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von Vasall
17.06.2018 23:08
Forum: Allgemeine Diskussion
Thema: Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV
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Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV

Gibt es eigentlich mittlerweile ne konkrete Textstelle zu dieser Mär von der Gleichverteilung?

Ich lese in den Regel- und Hintergrundbänden immer nur von Gleichberechtigung, und davon das Frauen auch in typischen Männerberufen (ja die gibt es) deutlich präsent sind, aber nicht davon, dass Frauen und Männer gleiche Eignung für Alles hätten und gleichverteilt die Berufe wahrnehmen würden, eher im Gegenteil.
Hier noch ein Beispiel:
Basisregelwerk, S. 72 hat geschrieben:In den auelfischen Sippen ist die bei Menschen übliche Aufgabenteilung und Berufsgliederung wesentlich weniger streng. So sind nicht nur Männer und Frauen gleichberechtigt, sondern in aller Regel ist jeder dazu fähig, jegliche Aufgabe innerhalb der Gemeinschaft zu übernehmen.
Wir spielen jedenfalls auch eher mit so ner 20/80 oder 10/90-Quote um den Einfluss der Gleichberechtigung was typische Berufe angeht darzustellen. Ich denke nicht, dass das falsch ist.

Ich glaube nicht dass die Ursprüngliche Idee der DSA-Macher war Frauen einfach nur den Männern physisch und mental anzugleichen. Es ging schon einfach um Möglichkeiten der Gleichberechtigung.

Von daher geben die Illustrationen auch kein falsches Bild wieder.
von Vasall
15.06.2018 15:02
Forum: Allgemeine Diskussion
Thema: Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV
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Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV

Nein. Man sagt einfach Männer und Frauen haben prinzipiell die gleiche Ausprägungsspannweite an körperlichen und geistigen Eigenschaften.

Nur die Häufigkeiten der Merkmalsausprägungen innerhalb dieser Spanne gruppieren je nach Geschlecht sehr unterschiedlich.
Nur sehr, sehr wenige Männer haben z.B. keinen Penis um im Thema zu bleiben.
Wertetechnische Restriktionen sind da simulationistisch wie gamistisch unnötig.
von Vasall
15.06.2018 14:10
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Thema: Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV
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Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV

@Andwari
Ja stimmt :6F:
Eigentlich weiß ich das. Amazonen in DSA sind ja eher mit "Leuinnenhaftem" Verhalten beschrieben.
von Vasall
15.06.2018 12:38
Forum: Allgemeine Diskussion
Thema: Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV
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Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV

@Sahib

Wo steht das denn? Hast Du ne Textstelle?

Ich weiß nur, dass Frauen in Aventurien körperlich wohl üblicherweise etwas männlicher sind als irdisch, weil sie "in Kraft und Ausdauer dem Manne wenig nachstehen" (Zitat aus der Geographica). Das, wie weiter im Text beschrieben, allein Dies ihre Gleichberechtigung begründet ist schon wieder bedenklich.
Deine These finde ich hier jedenfalls nicht bestätigt.

Thorwaler Frauen bekommen dafür Anerkennung, dass sie sich besonders männlich verhalten, und dafür sind sie 100% gleichberechtigt, was im Umkehrschluss wohl nicht für die anderen Bereiche Aventuriens gelten darf, wo Frauen weniger männlich auftreten?
Naja, das führt wohl zu weit OT.

Die Existenz besonders männlich geprägter Frauen wie Amazonen und Thorwalerinnen besagt ja auch nicht, dass es umgekehrt Gruppierungen mit stärker weiblich geprägter Tradition wie eben die der Hexen nicht geben kann. Das erweitert einfach nur das Spektrum für Heldinnen.

Und solche Gruppierungen können dann auch sexistisches Verhalten an den Tag legen.
von Vasall
15.06.2018 08:00
Forum: Allgemeine Diskussion
Thema: Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV
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Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV

Ich bin kein Fachmann,
aber eine Minute googeln erbringt z.B. eine fundierte Studie dazu:
https://doi.org/10.1016/j.neuropsychologia.2009.09.007

Wir sollten uns jetzt keine Forschungsartikel um die Ohren hauen von denen ich zumindest eh nix verstehen würde.
Aber eine solche Studie wirst Du zu Penisgrößen nicht finden.

Unterschiede zwischen Mann und Frau sind signifikant. Ich finde es wenig hilfreich bis kontraproduktiv Sexismus zu begegnen, in dem man sagt allein die Feststellung, dass der Mensch typischerweise als Mann oder Frau mit geschlechtsspezifischen Eigenschaften geboren wird sei sexistisch.

Im Gegenteil. Über Jahrtausende haben Männer männliche Ideale tradiert, Prinzenratgeber geschrieben und männliche Helden- und Erfolgsgeschichten verfasst. Eine der Rittertugenden heißt mittelhochdeutsch sogar explizit "mânheit" und umfasst Dinge wie Kraft, Ausdauer, Kampfgeschick. Im Bürgertum wurden die Aspekte aufgegriffen und auch die Aufklärung war männlich geprägt. Heute zitieren Ratgeber für Manager immernoch Musashi und Vegetius.

Was wir brauchen sind typisch weibliche Erfolgsgeschichten und nicht allein den Hinweis Frauen sollen doch bitte genau so sein wie Männer um Erfolg zu haben. Die Unterschiede zwischen Mann und Frau wegzuwischen mag bequem sein, es wird aber weder Frauen noch Männern in ihrer Entwicklung gerecht. Und es verschweigt, dass der Mensch nur als Mann und Frau ein Erfolgsmodell ist und das Frauen natürlich ganz eigene Erfolgsgeschichten haben (die nur nicht seit Jahrtausenden aufgeschrieben und als Ideal stilisiert wurden) die es zu fördern gilt.
von Vasall
14.06.2018 23:40
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Thema: Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV
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Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV

Nun, ist doch ganz leicht.
Wenn Hexen ganz überwiegend Frauen sind, dann wird ihre Zaubertradition im wesentlichen weiblich geprägt sein.
Ist weder sexistisch noch schlimm.

Wenn Menschenfrauen in Deinem Aventurien im Schnitt emotional aufmerksamer sind als Männer, dann wird eine weiblich geprägte Zaubertradition sich wohl stärker mittels Emotionen ausdrücken.
Ist weder schlimm noch sexistisch.

Auch in Aventurien bringt die Spezies Mensch ganz überwiegen zwei Geschlechter hervor: Frau und Mann.
Die dürfen und sollen sich unterscheiden und ergänzen was körperliche und geistige Ausprägungen betrifft.
Eine von typisch weiblichen Verhaltensmustern geprägte Tradition ist daher nicht per se schlimm oder sexistisch, wie könnte sie auch?
Erst wenn durch die Mitglieder ausgeübte Diskriminierung auf Basis des Geschlechts hinzu kommt wird's sexistisch und das ist hier nicht der Fall, soweit ich weiß. Aber in dem Punkt mag ich mich irren.
von Vasall
11.06.2018 00:23
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Thema: Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV
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Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV

Die Einengung auf dunkelhäutige Plantagensklaven der amerikanischen Südstaaten ist mir trotzdem neu und erzeugt bei mir ein völlig anderes Bild als das antike Sklavereiszenario das IdDM noch überwiegend transportiert.
Das Verhältnis weißer Herr und schwarzer Sklave mit klarer Täter-Opfer-Rolle fand ich bislang nicht so dominant.

Wohl aber gab es weißer Entdecker und schwarzer Wilder.
von Vasall
10.06.2018 23:50
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Thema: Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV
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Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV

Besorgniserregend finde ich die thematische Umstellung und Einengung des Imperiums.
In den Dschungel Meridianas, S. 201 nennt noch folgende irdische Anleihe:

"Zustände wie in Al'Anfa finden sie in jeder Bibliothek unter den Stichworten: Borgia, Messalina, Elagabal, Caligula, Spartacus, Medici. Empfehlenswert sind auch Episoden aus der späten römischen Kaiserzeit sowie der byzantinischen und chinesischen Geschichte [usw. ...]"

Da kann man nachlesen, kann sich selbst ein differenziertes Bild machen. Und was haben wir jetzt?

Einen kulturellen Epochen- und Regionssprung und Einengung auf das Thema Plantagensklaven.
Und wieder muss ich für mich feststellen: Ulisses macht mein Aventurien kaputt :cry: :cry: :cry:

Ich finde diesen Wunsch nach Vereinfachung von DSA5 hier mal wieder äußerst plump und unreflektiert umgesetzt.
Die plumpe Art von DSA5 fällt hâufiger auf und mündeten oft in trivialen bis simplifizierten Erklärungsmustern, Darstellungen und Texten. Der hier ungeschickterweise tradierte Rassismus ist nur eine Folge davon.

Man darf und sollte ja meinetwegen auch grausame Aspekte der Geschichte, wie etwa Sklaverei thematisieren, auch für die Spielwelt begreifbar machen; Spielfilme kriegen das ja auch hin.
Aber ohne Verherrlichung oder Veralberung und nur wenn man in der Lage ist, die Themen differenziert zu behandeln und versiert in den Kontext zu stellen.