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von Jadoran
18.07.2019 17:11
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Thema: Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

@Timonidas: Ich bin verwirrt. Du argumentierst also damit, dass der Stab rein crunchmässig die effektivere Waffe sei (das lasse ich undiskutiert), und daher, entgegen des Crunches und Fluffes, als gefährlicher gelten müsste als der Speer, und ein Speer daher für eine Rahjaakolythin die angemessenere Waffe wäre :???:
Oder was möchtest Du empfehlen?
von Jadoran
18.07.2019 11:33
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Thema: Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

@Timonidas: In einem Kampf konkret erst einmal schon. Aber den Säbel durften sie nicht immer dabei haben. Und wenn sie einen "Raufbold" mit dem Stock nieder geschlagen haben, der dann ein gebrochenes Handgelenk und ein paar blaue Flecke hatte, reagierten die Schupos ganz anders ("Geschieht dem Subjekt recht!"), als wenn sie ihn mit ihrem Kavalleriesäbel aufgeschlitzt hätten ("Da müssen wir die Criminalpolizei holen, Herr Hauptmann. Hat der Kerl sie wirklich angegriffen?").

Ähnlich ist es in Aventurien: Da haben die meisten Städte klare Ansichten über Fremde und Waffen. In Rollenspielrunden wird zwar gerne und oft bis zum Tode gelämpft, aber Leute umbringen ist eigentlich gesellschaftlich negativ konnotiert. Der Ritter oder Söldner hat damit weniger Probleme, weil er Berufskämpfer ist. Eine Rahjaakolythin, die Leute schnetzelt... das kommt nicht so gut. Die darf und soll sich wehren. Eie Rahjaakolthin, die der Wache erzählt, dass zwei Kerle sie angegriffen hätten, und sie die dann mit ihrer Hellebarde totgeschlagen hat, die erntet sicher Fragende Blicke.

Irgendwie habe ich das Gefhl, dass ich auf eine Tangente geraten bin...
von Jadoran
18.07.2019 10:45
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Wanderstab und Spazierstock sind auch in der Realität sehr effektive Selbstverteidigungswaffen. Gehstöcke in den Händen von Leuten, die während ihrer Militärzeit noch am Säbel ausgebildet wurden, waren bis in die Kaiserzeit extrem effektive Waffen.
Aber es sind "Zivilistenwaffen", deren Führung auch heute im waffenfeindlichen Deutschland nur dort moniert wird, wo sie ganz offensichtlich unangebracht sind. Ein Speer ist mindestens eine Jagdwaffe. Mit Stäben und Stöcken wehrt man sich gegen Raubtiere, "Grobiane" und "Messerstecher" und gilt trotzdem nicht als Bewaffneter.
von Jadoran
18.07.2019 08:20
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Ach, zivilisatorisch passt das. Ein Stab gilt nicht als Waffe, sie signalisiert damit nicht, "Ich bin Kombattant", was als Rahjaakolythin, die normalerweise bei 12G-Gläubigen eine starke Beisshemmung auslöst, eine vernünftige Wahl ist und nicht zu "mixed signals" führt. Ein Speer hingegen ist eine Waffe. Damit wäre sie in den Augen von Angreifern eine Kämpferin.
von Jadoran
17.07.2019 17:34
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Ich versuche immer eine plausible Welt darzustellen, aber der Zweck desselben ist es, gemeinsam mit meinen Kumpels am Tisch oder vor dem Rechner Spaß zu haben. Wenn also ein Held irgendwas macht, was schreckliche Folgen hätte, die den Spielspass des Spielers zerstören würden, dann habe ich folgende Möglichkieten:

- ich sehe zu, dass die Folgen IT abgfedert werden, damit es erträglich bleibt, ohne dass es so sehr auffällt, dass man es wahrnehmen muss.
- ich drehe IT in einer Art an der Welt, dass dem Spieler und allen ganz eindeutig klar ist, dass gerade ein "Schicksalpunkt" verbraucht wurde. ("Auf den Serienvergewaltiger, den deine Heldin trotz aller Warnungen allein in eine Falle locken wollte, der aber leider sie überwältig hat, weil sie ja unbedingt sich mit 20/20 auf Sinnenschärfe überraschen lassen und dann im kampf noch zweimal Paradepatzer bringen musste...fällt ein Felsbrocken in Klavierform. Er ist Mus.")
- Ich unterbreche und frageanch. "Kalle, das klingt jetzt in meinen Augen wie Selbstmord. Ich habe eben gesagt, das sind zwanzig. Nicht zwei... Willst Du das echtmachen?"
- ich habe gerade meinen schlechten Tag und lasse den Helden die volle Wucht meiner erdachten Realität spüren und rege mich dann auf, wenn der Spieler motzt :censored:
von Jadoran
15.07.2019 20:51
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Mit Beherrschern kann man leicht daneben liegen, da die meisten Spieler es abgrundtief hassen, wenn sie die Kontrolle über ihren Helden verlieren. Beginnt sanft bei gegen sie gelungene Überreden/Betörenproben und wird dann blutrot bei Gefangennahmen und Beherrschungszaubern. Da habe ich auch schon ein paar Mal in den Ofen geschossen, weil Beherrscher jedweder Schattierung ja sehr wandlungsfähige Antagonisten abgeben und viele Spieler auch gerne Beherrscher spielen.
von Jadoran
15.07.2019 17:43
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

@Wolfio Die von mir gebrachten Sprüche werden meist nicht geäussert, sondern gelebt. Der bei Autoren aus irgendeinem unerfindlichen Grund so beliebte "Gefangeneneinstieg" kann ein absoluter Motivationskiller sein. Dann sitzt die Spielerin da, mit ihrer SO 9 Geweihten, wurde versklavt, ihr mit GP bezahlter Besonderer Besitz ist weg, sie wurde wie Sch...Dreck behandelt und "darf" dann den Abenteuerauftrag annehmen. Die hat dann einfach keine Lust mehr. Da kann der Meister zehn mal sagen: "Hey, das ist ein supergeiles Abenteuer!"
Oder wenn ein Kampftaktiker in der Runde sitzt, und jeder Kampf, wenn er den kommt, ist ein "Es kommen ein paar Orks aus dem Hinterhalt angesprungen", mit null Gestaltungsmöglichkeit als AT+SF, PA, AT+SF, PA...

Wenn er nichts sagt, schläft er vielleicht tatsächlich ein. Ist mir, offen gesagt, schon mal passiert. Wenn man nichts zu tun hat, nicht gestalten kann, sich wegen Ploteisenbahn keine Gedanken machen braucht, wo es lang geht, weil eh klar, bequem sitzt und zuhört, wie die SL mit einem Spieler seit einer Viertelstunde quasi ein 1 on 1 abzieht... dann können einem die Augen zufallen.
von Jadoran
15.07.2019 16:07
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Wenn der Sl sich wirklich bemüht, auf die Spieler einzugehen, kommt es selten zu dem Fall. Aber ich hatte schon SL's, die als Spieler extrem railroadsensibel waren, und dannn, wenn sie mal meisterten, alles reinpackten, was man als Spieler gar nicht schätzt. Den supercoolen mitlaufenden SL-SC, den Zwangseinstieg mit KOntrollverlust unter totaler ignoranz der Heldenbios und -Ausrichtungen, plötzlich auftauchende Meister-Hausregeln ("funktioniert hier nicht") etc.
Kompromisse sind die Grundlage des gemeinsamen Spiels, man hat ja nie exakt dieselben Wünsche, es kommt halt auf die Ausprägung an. Stumm zu leiden und einfach keinen Spaß zu haben ist keine Lösung, das führt nur zu Frust, der sich dann doch entlädt. Und immer gleich die Gruppe zu verlassen ist auch nicht das Wahre. Besser, man redet (möglichst konstruktiv) darüber, was einem nicht paßt.
von Jadoran
15.07.2019 15:24
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Könnte durchaus sein, klingt jedenfalls so, muss aber nicht. Ich frage sicherheitshalber immer vorher, auf was die Spieler grundsätzlich Lust haben. "Will mal wieder richtig kämpfen, wir haben unsere Letten Abenteuer großteils mit Reden und Taktik gelöst, ich will einfach mal wieder einfach was hauen, ohne schlechtes Gewissen!" Hilft mir dann schon weiter.
Wenn man ein Abenteuer anbietet, wo ein Spieler schon absehen kann, dass ihm das keinen Spass macht...etwa wenn der Einstieg damit beginnt, dass die Helden gefangen genommen werden und dann ein Angebot kriegen, das sie nicht ablehnen können :rolleyes: Da ist es besser, früh die Hand zu heben und zu sagen. "Das macht keinen Spaß. Ich sehe, wo das drauf hinausläuft,: Nein, bitte nicht." Ist unglücklich, aber besser, als wenn man seinen Helden hinten in den Bus setzt und sagt: "Weckt mich, wenn wir gesiegt haben oder ich würfeln muss."
von Jadoran
24.06.2019 12:07
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Wenn man "hart" spielt und offen würfetl, ist bei jedem ernsten Kampf der Unterschied zwischen Sieg und Katastrophe papierdünn.

Beispiel: Kleiner Banditenüberfall auf die Helden, dramaturgisch geplant, damit die Helden merken, wie verzweifelt die Banditen sind, dass sie sogar gerüstete Reisegruppen angreifen. Im Hinterkopf soll ein Bandit gefangen werden, damit die Helden Informationen über die ominöse Burgruine kriegen können, wo die Bandtien früher gehaust haben, aber jetzt durch das vertrieben wurde, was die Helden eigentlich suchen.

Der Meister denkt sich: 4 Helden, Ein stets gepanzerter Krieger, eine Streunerin, eine Bogenschützenelfe und ein Magier, können alle gut kämpfen... also sechs Banditen. Soll ja nicht zu schwer sein, aber die Banditen sollen schon glauben, sie hätten eine Chance. Banditen kriegen Lederrüstungen, drei leichte Armbrüste, Speere und Säbel. Sie liegen im Hinterhalt.

Elfe versemmelt die Sinnenschärfe, die Helden bemerken den Hinterhalt nicht, und die Banditen legen in ihrer Distanzklasse los. Aller Armbruster treffen ihr Ziel. Zwei auf die Elfe, einer auf den Magier. Hoher Schaden, Elfe liegt im Sterben, Magier hat zwei Wunden. Er versucht Balsam, haut aber 20-20 raus. Elfe ist tot.
Banditen stürmen von hinten auf die Helden. Krieger steht falsch, kann nicht verhindern, dass zwei Speerträger eine AT auf den Magier machen. Magier weicht einem aus, bekommt aber vom anderen 1xW6+5 ab. Bandit wirft beim Schaden ein Sechs, Magier liegt dank Bolzen auch im Sterben. Streunerin und Krieger stehen jetzt gegen sechs Banditen, drei davon getarnt am Nachspannen. Krieger haut einen Banditen zu Klump und verwundert einen zweiten. Streunerin hat Schwierigkeiten, mit dem Rapier am Speer vorbei zu kommen. Armbruster haben nachgespannt und Position gewechselt. Streuneirn bekommt drei Bolzen ab, einer crit. Liegt im Sterben. Krieger haut Bandit #2 tot, steckt die nächten drei Bolzen dank Plattenrüstung weg und haut dann Bandit #3 tot. Banditen flüchten. Krieger stellt fest, dass er nur HKW 5 hat und schafft es nicht, seine Freunde zu stabilisieren. 3 Helden tot.

Hätte auch so laufen können: Elfe bemerkt Typen im Busch, Magier macht Armatrutz, Elfe erwischt ersten Banditen mit Pfeil, bevor der anlegen kann, Banditen stürmen notgedrungen los, Krieger blockiert Sichtlinie für die Armbruster auf die Stoffies, nach vier KR drei Banditen kampfunfähig, Rest geflohen, Helden ohne Kratzer...
von Jadoran
24.06.2019 11:40
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Hier unter diesem Stein
liegt Alrik, wegen einer Doppel-20 bei Heilkunde Krankheiten, lag er im Argen
und die Schmach einer Rettung durch des Schicksal Hand wollt er nicht ertragen.
Mög Boron seiner Seele gnädig sein. 8-)
von Jadoran
24.06.2019 09:41
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Ich neige selbst beim Abenteuern und Abenteuerleiten zur "Problemlösung", und ich muss sagen: Das sind alles wertvolle Talente. Wenn man was von Hauswirtschaft und Ackerbau/Viehzucht versteht, dann kriegt man schnell mit, was auf einer Plantage los ist, ohne, dass man mit den Leuten reden muss, während einem Hardcore-Abenteurer nur die Menschenkenntnis bleibt, ob sein Gegenüber ihm Blödsinn erzählt.
Die Bücher eines Kaufmanns lesen (und verstehen!) zu können ist echt hilfreich.
Wie Politik funktioniert (Was also im Beziehungsgeflecht der Stadt passiert, wenn man an Bändsel A zupft) ist Staatskunst. Klar kann man das auch über Gassenwissen ableiten, aber eben nur ableiten (Wenn man nur einen Hammer hat, sehen alle Probleme irgendwie aus wie ein Nagel...)
Natürlich braucht man das nicht immer und überall, aber es muss auch nicht immer und überall geklettert oder gehauen werden.
von Jadoran
19.06.2019 11:01
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

margolos hat geschrieben:
19.06.2019 10:52
Meine Spieler haben soweit ich weiß, kaum moralische Prinzipien. Töten in DSA, wenn sie es für wichtig erachten und auch der Gute muss unter den Helden leiden, wenn der ihnen doof kommt. Wüsste nicht wie ich die moralisch zum scheitern bringe.
Ich will nicht über Deine mir unbekannten Mitspieler urteilen, aber mir machen Schurkenrunden, in der die Spieler nur abgebrühte Egoisten spielen, keinen Spaß. Wenn es den Mitspielern am Arm vorbei geht, ob ihre Taten zu einer Hungersnot unter der Bevölkerung geführt haben, wenn sie Vergewaltigung und Folter (anderer selbstverständlich) für spassig und Mord für reine Problemlösung halten, dann wäre das einfach keine Gruppe für mich. Für solche "Helden" möchte ich nicht leiten. Da bleibt ja tatsächlich nur noch die Frage, wann und wie sie an ihrer gelebten Asozialität verrecken.
von Jadoran
19.06.2019 10:46
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

@margolos: Es wirkt auf mich, als wäre der stets drohende Heldentod für dich ein absolutes must-have, um Spass zu haben. Spielst Du dann auch nur Computerspiele ohne Save-Funktion, wo alle Spielstände gelöscht werden, sobald der Avatar verreckt?
Ich finde, das verengt den Blick auf die spannungsgebenden Elemente massiv. Scheitern können Helden auf so unterschiedliche Weise. Moralisch zu scheitern ist dabei noch viel härter als der Tod des Helden. Verlust von teurer, oder auch nur liebgewonnener Ausrüstung, kommt sehr vielen Spielern sehr hart an. Viele Spieler können nur schwer damit umgehen, falsche Entscheidungen getroffen zu haben und delegieren das OT wie IT oft an Mitspieler oder zurück an den Meister.
"Nicht durch Würfelpech" heisst ja nicht, "nicht durch Würfeln". Wenn der Held einfach allein blindwütig-dämlich auf vier Ork-Stammeskrieger losstürmt, dann stirbt er halt. Das ist kein Würfelpech, sondern eine extrem selbstmörderische Entscheidung.
von Jadoran
19.06.2019 09:19
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

margolos hat geschrieben:
19.06.2019 09:04
Ich mein das tatsächlich nicht abwertend. Mir fällt nur kein passender Begriff ein als Kuschel RPG.
Rollenspiele bei denen man in Kämpfe nicht sterben kann, weil der Meister dann immer die Würfel so dreht, dass man davon kommt, sind halt sehr kuschelig.
Kuschelig? Wenn Helden gefangen genommen werden, ihre Ausrüstung verlieren, scheitern, dann ist das kuschelig? Gut, vielleicht ist es bei mir kuschelig, da Helden nicht an Würfelpech sterben, nicht dauerhaft verstümmelt, niemand onscreen gefoltert, Kinder onscreen normalerweise nicht unter die Räder kommen und Heldinnen nicht gegen Spielerwillen vergewaltigt werden... dann sei es eben plüschig. Wir brauchen das halt nicht für die Imersion und unseren Spaß. (Dass das in Aventurien trotzdem oft passiert ist gegeben, aber unter unserem Scheinwerferlicht grad eben nicht.)
von Jadoran
18.06.2019 14:53
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

@margolos: Ich schaue meinen Spielern grundsätzlich nicht auf die Würfel. Sie scheitern oft genug, aber falls jemand mal die Würfel verflucht und verdammt noch mal jetzt seinen Held nicht schon wieder blamiert sehen will, dann habe ich damit nicht das geringste Problem: Ich lasse nur würfeln, wenn ich mit der ganzen Bandbreite des Gelingens und Scheiterns leben kann. Wenn wer mit dem Kopf durch die Wand will. lasse ich nicht würfeln, höchstens um zu sehen, wieviel Aua er am Kopf bekommt.
Sollte mal ein Spieler "zu erfolgreich" sein, dann schauen ihm schon seine Mitspieler auf die Würfel, aber da bei uns nicht leichtfertig verstümmelt oder gestorben wird, geben sich meine Spieler normalerweise vertrauensvoll in meine Hände, auch wenn es weh tun wird. Das Abenteuer geht weiter, die Helden heilen an Körper und Ego, und sie werden es schon schaffen. Es wird auf jeden Fall ein spannedes (hoffentlich) Abenteuer, dessen Verlauf sie maßgeblich bestimmen.
von Jadoran
18.06.2019 08:34
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

@margolos: Ich hab viel auf Cons gespielt, und da gab es dann einfach klare Ansagen des SL's: Die üblichsten waren immer: "Ohne EG", "Keine Schelme/Achaz/Orks/Goblins", öfters auch "Ohne Distanzklassen" oder "Ohne Ini" (In Runden, wo Kampf mehr durchgewunken wurde). Es gibt auch immer wieder SL, die "kein cross gender" festlegen. Nicht mitspielen oder schlucken heisst es auf Cons.
Die Heiligen DSA Regeln sind teilweise inkonsistent, in weiten Strecken explizt als "Optional" oder "Experte" gekennzeichnet.
Aber da DSA ein kooperatives Spiel ist, ist das alles auch nicht ganz so wichtig wie bei Skat, Doppelkopf oder Arena/Tunierspielen.
von Jadoran
15.06.2019 17:20
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Wo kämen wir denn hin, wenn die Leute einfach spielen würden, wie sie wollten! Chaos, Anarchie, Faschismus, Kommunismus, unmöglich! :cookie:

Was der Gruppe Spass macht, sind die Regeln. Die meisten Runden, in denen ich gespielt habe, haben "ohne Elementare Gewalten" gespielt, sich geeinigt, dass SC's nicht einfach per Würfelprobe betört oder überredet wurden, niemand vergewaltigt wurde und Helden nicht einfach verstümmelt wurden oder starben, weil sie beim eigentlich völlig überflüssigen Baumklettern 20/20/19 gewürfelt haben. Es gelten die Regeln, die Spass machen. Für die ganz braven steht es sogar im Regelwerk: "Wenn ihnen eine nicht gefällt, lassen sie sie weg oder ändern sie sie!"
von Jadoran
15.06.2019 14:15
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Ich bringe die Würfel für NSC nur ins Spiel, wenn sie sich in irgendeiner Form mit den SC messen, sei es

- direkt: SC kämpft gegen NSC.
- indirekt: Wer backt die bessere Torte. Auch da würfele ich natürlich, ob NSC Zuckerbäckerchampion Belrike heute ihr TAW 15 Können abrufen kann oder eben nicht. Oder finden die Helden besser Spuren als der sie begleitende Fährtensucher?

Wenn hingegen die SC nicht betroffen sind oder keine Einflussmöglichkeiten haben, entscheide ich frei:

- Gegen wen tritt der Held im Finale an? Gegen Alrik, Belrike oder Celrik? Das entscheide ich frei.
- Die Helden sehen eine Feldschlacht, kommen aber zu spät, um noch einzugreifen. War der Schlachtplan von Haffax Unterfeldherrin besser als der von der Amazonenkönigin? Das entscheiden nicht die Würfel.
- Die Helden haben einen Fährtensucher mitgenommen und überlassen das Ganze ihm. Ob er was findet oder nicht, entscheide ich.
- Ob es morgen regnet oder schneit liegt beim SL. Vielleicht würfele ich das zum Spass aus, aber...
von Jadoran
15.06.2019 12:22
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Menschliche Gesellschaften sollte man nicht nach einem 0/1 Modell abbilden. Um beim Rollenspiel zu bleiben:

Das in meinen Augen für den gemeinsamen Spaß Wichtigste ist, dass das Abenteuer das wird, was die Helden selbstbestimmt tun. Natürlich wird das nur spannend, wenn die Spieler ihre Helden auch was tun lassen, anstatt sie freiwillig zu Zuschauern zu degradieren. Freedom requires resolve.
Wenn die Spieler nur Zuschauer abgeben, dann kann ich als SL besser einen Roman schreiben. Wenn ich die Spieler zu Zuschauern degradiere, wird es eine Eisenbahnfahrt, die für mich keinerlei Spannung entwickelt, selbst wenn die Spieler gerne Eisenbahn fahren sollten. Dann freue ich mich zwar, dass sie meine Geschichte gut finden, aber meine Welt bleibt in meinem Kopf und statisch. (Wahrscheinlicher ist jedoch, dass ich als übler Railroader Bier- und Bretzelentzug verordnet bekomme.)