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von Jadoran
22.05.2019 17:42
Forum: Hintergründe, Kontinente und Globulen
Thema: Aufgabenbereich eines Hofzauberers
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Aufgabenbereich eines Hofzauberers

Overator hat geschrieben:
22.05.2019 16:08
denn wenn plötzlich Held xy Kalif an Stelle des Kalifen wird, könnte das dem Einen oder Anderen Vertrauten schon sauer aufstoßen
Das meinte ich ja mit überziehen. Die gutaussehende Katzenhexe hat ja nicht nur den Bannbaladin, das ist einfach nur ihr Türöffner. Sie stellt sich als etwas vor, was sie talentmässig bringen kann. Z.b. Heilerin. Sie ist dem Grafen vom Fleck weg sympathisch! Und sie ist eine ganz tolle Heilerin!
Er nimmt sie auf seine Jagdausflüge mit, denn sie kann auch reiten. Und dann hat es ihn geritten, und er sie geritten. Und das war (dank Levthansfeuer in der Geben-version) so viel besser als alles, was seine Frau je... Natürlich kann er sie nicht öffentlich bevorzugen! Aber dafür hat sie ja Verständnis. Aber seine Leibärtzin wird sie. Und seine Frau hat das halt zu tolerieren, solange die Leibärztin sich diskret verhält. Und oh Wunder: Die Frau stellt fest, sie kann eigentlich mit dem jungen Ding ganz gut (Banbaladin!). Endlich hat sie ihren Mann aus den Haaren! Und das junge Ding kennt ja "ihren Platz".
Der Graf fühlt sich wieder jung. Dann warnt ihn die Leibärtzin eines Morgens vor einem Gespräch mit einem Adligen, den sie beim Abendmahl gesehen hat, und bei Praios! Sie hat Recht! Der Kerl wollte ihn wirklich über den Tisch ziehen! Die Leibärztin ist ja so eine gute Menschenkennerin, dass sie das an seinem Blick (in die Gedanken) erkannt hat, dass er ihm übel eins ausschaben wollte! Er muss sie wirklich öfter zu Rate ziehen! Und seine Frau kommt auch gut mit ihr hin, was für eine Erleichterung. Denn sie kennt ja "ihren Platz"

So ist sie schon bald die Unersetzliche...

Monate später kommt dann dieser vertrocknete alte Kerl von Baron und behauptet, sie wäre eine Hexe! Lächerlich! Aber na schön. Sie muss sich das ja eigentlich nicht antun, aber sie hat ja nichts zu verbergen. Also holt er diesen Magier, den er in der Stadt duldet, weil er ihn nicht wirklich fortjagen darf. Hat ja zuweilen sein Gutes, und der Mann hat sich nie was zu Shculden kommen lassen, da hat seine Leibärztin ganz recht.
Der Magus wird geholt und untersucht mit seiner Magie die Leibärtzin und, wie erwartet: "Euer Hochwohlgeboren, mein Odem-Cantus zeigt nichts an." (Er hat ihn in der Umgebungsvariante gewirkt, und ihr Schleier schützt sie. Sie weiss ja seit Monaten, dass das irgendwann passieren wird, und im Gegensatz zum Grafen hat sie mit dem Magus schon gesprochen.) Da besteht der Baron doch glatt auf einer Befragung durch den Praioten. Frechheit! Aber na schön. "Sagt der Magus die Wahrheit?" Der Praiot mustert ihn und nickt. "Dem ist so." Der Graf läßt nun dem Baron durch die Blume mitteilen, dass er fürderhin am Hofe unerwünscht ist!
von Jadoran
22.05.2019 15:58
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Aufgabenbereich eines Hofzauberers

Also wenn wir fürs Mittelreich reden: Vor Gareth gibts die Dämnonenbrache, Das von der fliegenden Festung zerfetzte Wehrheim. Man hatte die G7, JdF, den Aalagrimm... Da soll es noch einen Grafen geben, der Magie für vernachlässigebar hält? Es mag ja durchaus arkanophobe Grafen geben, aber die werden ihren Hofmagier dann eben möglichst selten aufsuchen. Aber die Magie ignorieren? Gut, es gibt auch Leute, die die Bundeswehr abschaffen wollen...

Wer soll denn zu Hilfe kommen, wenn der Graf in Schwierigkweiten gerät? Die anderen Grafen? Die dann, nachdem der Graf seine Unfähigkeit bewiesen hat, sich seine Ländereien unter den Nagel reissen? Die Kaiserin?
Und eine einigermassen vorsichtige Nutzung des Banbaladins fällt gar nicht so einfach auf. Dazu muss die Zauberin/Hexe schon massiv überziehen. und es ist dann ja keiner da, der Ahnung davon hat. Menschenkenntnis? Der Graf hat sich halt verguckt in das Weib. (Oder die Gräfin in den Kerl)

Auf Baronsniveau kann ich mir das noch so gerade eben vorstellen. Aber Graf ist einfach zu weit oben.
von Jadoran
21.05.2019 13:49
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Aufgabenbereich eines Hofzauberers

@Hesindian Fuxfell: Ich fürchte, Du siehst das zu kampffokussiert (wobei: ein Dämonologe kann mit einem einzigen Zant die ganze Grafenburg entvölkern, und niemand wird wissen, wer das Biest geschickt hat). Wenn der Graf keine Ahnung von Magie hat, und auch niemand Vertrauenswürdigen bei sich hat, der von Magie eine Ahnung hat, dann wurmt sich ein Banbaladin-Kenner mühelos in wenigen Wochen an Schaltstellen der Wirtschaft. Eine Katzenhexe kann ihn mühelos zu ihrem Spielzeug machen, sofern sie es vermeidet, allzu krass aufzutreten. Misstrauische Muggel werden vom Graf fortgeschickt, werden in Fallen gelockt und bezichtigen sich dann selbst, oder erleiden gar Unfälle. Eine leichte Übung für die durchschnittliche Spieler-Katzenhexe mit 3k AP und gutem Aussehen. Die ganzen Soldaten des Grafen tun nämlich nur das, was er ihnen aufgibt.

In Aventurien gibt es viel zu viel Magie, und die Magie ist viel zu mächtig, als dass Herrschende (also ab Baron aufwärts) sie ignorieren könnten. Wenn man das nicht will - was erlaubt ist - muss man die Magie für alle seltener machen. Wenn man die Magie so nimmt, wie sie dargeboten wird, muss ein Grafhaushalt sie abdecken. Ein Graf sollte Magiekunde mindestens auf 5 haben ("Wann sollte ich meinen Hofmagus holen?",bzw. "Wann sollte ich misstrauisch gegenüber meinem Hofmagus werden?") und einen kompetenten, auf ihn eingeschworenen Hofmagus. Ein Baron im ruhigen Hinterland (falls es sowas in Aventurien geben sollte) kommt vielleicht mit einem frischen Abgänger aus dem unteren Notendrittel hin, der immerhin den Balsam und den Odem zuverllässig hinlegen kann.
von Jadoran
21.05.2019 12:20
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Ein Graf ist schon verdammt weit oben. An den wendet man sich, wenn man Schutz braucht. Wenn der Baron nicht mehr weiter kommt. Der kann ja nur noch beim Herzog oder der Kaiserin um Hilfe bitten... "Irgendwer hat mich verhext. Ich hab keine Ahnung von Magie, weil ich die immer blöd fand, aber jetzt hab ich ein Problem..."
von Jadoran
20.05.2019 19:22
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Aufgabenbereich eines Hofzauberers

Da Dsa 4.1 Gildenmagie sehr schlecht gegen Krankheiten ankommt, sind profane Heiler nie entbehrlich, zumindest nicht für NSC's die viel öfter krank werden als die aus dramaturgischen Gründen oft verschonten Helden ("Ihr liegt jetzt 2 Wochen flach wie ein nasser Lappen und könnt rein gar nichts tun.") (edit: ChaoGirdja war schneller. Wobei ein Reversalis Fluch der Pestilenz eine regeltechnsiche Möglichkeit dasteht... aber den kann glücklicherweise kaum ein Magier)

Fakt ist, dass selbst ein mittelmässiger Gildenmagier, völlig unabhängig von der Akademie, ausgesprochen nützlich sein kann.
Und es gibt einen Haufen Magierakademein, die jedes Jahr Abgänger ins Leben entlassen.

Die kanonische Setzung über die Arkanophobie macht einfach keinen Sinn. Wenn man sie haben will, sollte man Magie so selten machen, dass Magier so selten sind, dass ein Hofmagier auch nicht praktisch ein must-have ist.
Aber einen Grafen des Mittelreiches zu setzen, der wegen seiner Arkanophobie einer Heldengruppe mit ihrem Elfen, den beiden Magiern, dem Hexer und dem Tierkrieger rein gar nichts entgegensetzen kann, ist lächerlich. Wenn es solche Heldengruppen gibt, könnte sich ein solcher Graf nicht halten. Das wäre wie eine moderne Armee, die aus religiösen Gründen auf eine Luftwafffe verzichtet. Die haben einfach nur verloren, sobald es zum Krieg kommt. Ein Graf, der sich nicht effektiv gegen Magie zur Wehr setzen kann, ist unheimlich angreifbar. Bei einem Junker ist das entschuldbar, aber schon bei einem Baron ist das unmöglich.

Ich würde das Vorhandensein von Hofmagiern direkt mit der Magiedichte der Heldengruppe und dem Magischen Potential der klassischen Antagonisten korrelieren.
von Jadoran
18.05.2019 16:05
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Aufgabenbereich eines Hofzauberers

Grafen, und Barone, die nach der G7 aus Arkanophobie auf Hofmagier verzichten werden

a) entweder sehr schnell den Preis dafür bezahlen, wenn sie Opfer von Magie werden, gegen die sie keinen Schutz organisiert haben
und/oder
b) eine Praiosgeweihte und eine Therbunitin am Hof halten
und/oder
c) selbstverständlich keinen Hofmagier haben... Magister Anselmus, der seinen Turm am Stadtrand hat, weiss aber, dass er sich bereit zu halten hat, wenn es doch mal Probleme gibt. Dafür werden ihm auch stillschweigend ein paar Privilegien eingeräumt. (bei einem Baron ist es auch ggf. ein Druide oder eine Hexe in "Rufweite".)
von Jadoran
16.05.2019 10:38
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BenjaminK hat geschrieben:
16.05.2019 09:35
Ich würde dazu noch aufpassen, dass er nicht noch mehr ersetzt.
Die einzige gangbare Methode dazu ist, Magie deutlich seltener zu machen, als sie im kanonischen und erst recht den meisten mir bekannten bespielten Aventurien ist. Wenn es in der Baronie genau 1 Hexe mit Schülerin und genau 1 Hofmagier gibt, die Hexe alt ist, ihre Schülerin unerfahren und noch in der Pubertät, und der Hofmagier frisch von der Akademie kommt... dann ist Magie etwas schwer verfügabres.
Wenn aber in jedem Dorf eine Hexe und und in jeder Stadt mindestens drei Magier rumwuseln, und jede Heldengruppe zu vier Fünfteln aus Magiebegabten besteht, dann ist es sinnlos, profane Heilkunst (Gifte/Krankheiten) zu erlernen, weil man damit niemals sein Auskommen finden würde.
Es muss also jede Gruppe selber entscheiden. Wenn die Spieler nun einmal alle Voll- oder "wenigstens" Halbzauberer spielen wollen, dann hat eben auch ein Junker schon einen einigermassen tauglichen Hofmagier - und sei es die örtliche Junghexe, die er sich gewogen hält. Kommt die Gruppe mit einem Magier aus, dann sind Hofmagier eben etwas, was sich normalerweise erst Grafen leisten können, und elf von zwölf Kräuterfrauen sind eben genau das: Kräuterkundige. Und der böse Antagonist ebenso...
von Jadoran
15.05.2019 14:49
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Aufgabenbereich eines Hofzauberers

Das kommt ganz auf den Hof und den Zauberer an, aber im Regelfall dürfte es ein Vollzeitjob sein.

Die Kernelemente für den Hofmagier in einem "eingermassen Friedlichen" Umfeld sind:

a) Er ist der Hofgelehrte. Er kann wahrscheinlich die meisten Fremdsprachen und erst recht Schriften am Hof, ist einer der wenigen, die wissenschaftliches Arbeiten gelernt haben (nicht immer ein Vorteil, aber manchmal eben doch)
b) Er ist die magische Feuerwehr des Adligenhaushaltes oder gar der Baronie. Magische Heilung, Magische Analyse, Schutz gegen magische Bedrohungen. Das ist in friedlichen Zeiten ein Präsenzjob.

Magisch ist auf jeden Falll gefordert: Odem, Analys, Balsam, Klarum Purum und ein Zauber zur Bekämpfung magischer Bedrohungen. Aber das bringen die meisten Magier von Anfang an mit.

Eine frisch gebackene Elenvinerin hat natürlich einen ganz anderen Werkzeugkasten als ein gestandener Zorganer Illusionist, den wiederum einiges von einem Brabaker Nekromanten trennt.

Alles unterhalb Grafenrang wird nomalerweise mit dem Magier zufrieden zu sein haben, den sie kriegen können, und bei den Konditionen, die etwa ein nicht an chronischem Reichtum leidender Landadliger bieten kann, wird das tendenziell ein alternder und nur sehr mässig erfolgreicher Magus sein, der nicht mehr "abenteuern" will, eine junge Magierin recht frisch von der Akademie, die ihre Schulden abarbeiten und dabei alleine in einem eigenen Bett schlafen und drei warme Mahlzeiten am Tag haben möchte oder ein Familienmitglied.