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von Jadoran
14.09.2018 14:03
Forum: Sieben Gezeichneten
Thema: Letzte Schlacht des Wolfes - Haffax (MI)
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Letzte Schlacht des Wolfes - Haffax (MI)

chizuranjida hat geschrieben:
14.09.2018 13:21
Die clausewitzsche Lösung für das Problem, wenn man gern 10:1 überlegen wäre, das aber nicht ist. :ijw: Die würde ich zu gerne wissen, aber ich fürchte, das geht über meinen Horizont. Mathe schwach. :cry:
Die Lösung dafür lautet: "power at a point", taktische Konzentration der verfügbaren Kräfte, das Ausmanövrieren des Gegners.
Hannibal bei Cannae ist ein Paradebeispiel für Schlachten. Der deutsche Frankreichfeldzug in WW-II im Großen und Ganzen ebenso auf Feldzugsniveau.
Natürlich gehört bei jedem Sieg im Kampf Glück und Fehlentscheidugen des Gegners zum Sieg dazu, es sei denn, man hat soviel Übermacht, das die Verluste durch friendly fire größer sind als durch Feindberührung.
von Jadoran
14.09.2018 08:04
Forum: Sieben Gezeichneten
Thema: Letzte Schlacht des Wolfes - Haffax (MI)
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Letzte Schlacht des Wolfes - Haffax (MI)

Die "Genialität" eines Heerführers schlägt sich darin nieder, die Absichten und Möglichkeiten sowie die Nachrichtenlage des Feindes korrekt einzuschätzen, seine eigene Absichten zu verheimlichen, seine Truppen mit dem Nötigen incl. Motivation zu versorgen und dann dort zuzuschlagen, wo der Feind es nicht für möglich hält. Berühmt geworden sind eben die Heerführer, die mit zahlenmässiger Unterlegenheit in strategisch schlechter Lage dennoch Schlachten gegen einen kräftemässig überlegenen Feind gewonnen haben. Wobei Haffax das zwar sein soll, ich aber auch keinen Blitzkriegfeldzug von ihm kenne, der wirklich erfolgreich gewesen wäre. (der 35 Tage zählt in meinen Augen nicht, denn er hätte sich besser das kaum verteidigte aber von aussen schwer einnehmbare, fruchtbare Yalaiad krallen sollen, das viel näher an seiner maraskanischen Hauptbasis lag, als das ferne, total versuchte Mendena mit dem kaputten Rulat im Rücken und Yol-Ghurmak vor der Nase...). Von daher sehe ich den (auch mir eigentlich ans Herz gewachsenen) Großen General mehr als aventurischen Mythos, den ein SL jeweils selbst mit Leben füllen muss.

Zur Burg: Ich liefere noch: Verrat von innen, erdrückende Übermacht, Täuschung, taktische Überraschung, unplanbare Naturereignisse (Erdbeben etc.), Autorenwillkür, katastrophales Führungsversagen ("wir machen einen Ausfall mit allen unseren Kräften! Mir naaaaaaach!"...
von Jadoran
12.09.2018 06:06
Forum: Sieben Gezeichneten
Thema: Letzte Schlacht des Wolfes - Haffax (MI)
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Letzte Schlacht des Wolfes - Haffax (MI)

Das offizielle Aventurien wurde halt nie von Leuten beschrieben, die auf die Grundzüge von militärischer Strategie, Taktik oder Logisitk Rücksicht nehmen wollten oder konnten, und ich fürchte beides, weil sie es auch dort nicht taten, wo es problemlos möglich gewesen wäre. (Die G7, SidW und Königsmacher sind da Paradebeispiele.)
Haffax hat seinen Ruf als "Sieger" irdisch recht spät bekommen, und es war auch hauptsäch eine "informed ablity." (Ebenso wie seine angebliche Rücksichtnahme auf seine Truppen in AB's dann nie zu betrachten war, kulminiert in seinem Ende, wo er sein ganzes Heer verheizt).
Man kann eigentlich getrost behaupten, dass die meisten AutorInnen nicht den Hauch eines Interesses hatten, eine Feldzugskampagne zu schreiben, an der Strategiespieler Spaß haben könnten. Kriege und Schlachten waren immer nur das Bühnenbild dafür, dass die Helden Nahema & Co bei irgend etwas Tollem zusehen konnten oder gerade noch verhindern konnten, das die Welt ganz unter geht. Es musste immer darauf hinauslaufen, dass 3-5 Leute abseits des Hauptgeschehens irgendwas mit einem Dingsbums tun oder den Antagonisten daran hindern, es vollständig zu tun.
Wenn man also seiner Spielgruppe strategisch was bieten will, muss man meist komplett umschreiben, denn wen man irgendwo ansetzt, sieht man sofort, das unter dem dünnen Lack gar nichts vorhanden ist. Heere sind einfach immer dort, wo man sie braucht, so bombastisch, wie man sie gerade braucht und unabhängig davon, wie sie ein paar Tage vorher noch aussahen oder eigentlich aussehen müssten.

Mit Clausewitz oder Sun Tsu ist es wie mit Dale Carnegie: Es ist gar nicht so kompliziert, es sind keine großen Tricks - man muss sich nur dran halten, und die meisten tun es nicht. Die Bücher haben ihren Ruf schon zu Recht, aber es stehen eben keine Cheatcodes drin, sondern die Grundlagen.