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von Jadoran
11.08.2017 10:30
Forum: Kämpfe & Gefechte
Thema: Auswirkungen und Umgang mit hochgerüsteten Charakteren
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Auswirkungen und Umgang mit Hochgerüsteten Charakteren

Zustimung: "Normale" Wegelager versuchen sich ihren Lebensunterhalt zusammenzukratzen. Und sie sind relativ anfällig gegen Verfolgungsdruck, da die Gegenseite (nämlich der Rest der Welt) fast immer deutlich höher eskalieren kann. Normale Wegelagerer fordern von Händlern Wegezoll. Greifen sie einen Wagenzug einfach an, dann kommt es auf jeden Fall zum Kampf, und selbst wenn sie gewinnen, wächst Messer-Jones rechte Hand und Knüppel-Grittes Lunge nicht nach.

Wenn da zwölf abgerissene Räuber gegen drei Kaufleute, drei Kutscher und drei ernstzunehmende Söldner stehen, dann gibt es ein Handgeld und der umgestürtzte Baum wird aus dem Weg gezogen. Erweist sich einer der Reisenden als Magier oder Geweihter, dann wird der Stamm vielleicht auch gratis weggezogen.
Ist es nur eine Kutsche, dann wird halt gründlich abkassiert, aber nicht einfach wer totgeschlagen. Sofern die Leute nicht von Stand sind, wird dann auch mal geschändet, aber in Aventurien tun auch Räuber das deutlich seltener als es in der Realität vorkam. Das hat mit der aventurischen Luft zu tun.

Sind die Wegelagerer in Wirklichkeit Raubritter, dann lassen sie es eher auf einen Kampf ankommen - der Ritter hat eine feste Basis und kann Lösegeldforderungen stellen, also kann auch entführt werden. Aber für ihn gilt noch mehr: Wenn er es übertreibt, (Kaufleute tötet) dann bleibt nicht nur der Handelsverkehr in seiner Reichweite aus oder igelt sich ein, es rückt auch früher oder später ein Heer an und brennt seine Pißpott-Waldburg nieder. Wo die steht, ist nämlich bekannt, Oder die Kaufleute werfen zusammen und eines Nachts klettert ein Tigerkatzitatzi über die Burgmauer und will spielen.

Das man einfache Offiziere "früher" normalerweise nicht gezielt ausschaltete hatte seinen Sinn. In den meisten Schlachten lag die allgemeine Mortalitätsrate unter 10%, ein Großteil davon starb an Verwundungen. Weil nämlich die, die verloren, gingen. Offiziere sorgen für Disziplin und geben notfalls den Befehl, Gefangene zu machen oder sich zurück zu ziehen - oder auch zu kapitulieren. Wenn auf der Gegenseite keiner mehr ist, mit dem man reden kann, und der seine Leutre zu was bewegen kann, dann gibts nur Chaos. Das Heer der Unterlegenen zerstreut sich und sickert marodierend durchh die Landschaft. Das ist gesamtwirtschaftlich unerwünscht. (Heerführer hingegen waren immer ein sehr legitimes Ziel.)
von Jadoran
11.07.2017 12:29
Forum: Kämpfe & Gefechte
Thema: Auswirkungen und Umgang mit hochgerüsteten Charakteren
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Auswirkungen und Umgang mit Hochgerüsteten Charakteren

Wenn sie die Rüstung gar nicht mehr ablegen, dann besteht aus irgendeinem Grunde Paranoia. Das mit der sozialen Reaktion auf dauerhaft Kampfbereite und die verminderte Regeneartion für Rüstungsschläfer und Pferdemitnehmer stimmt alles, aber die Ursache liegt auf Spielerseite fast sicher in Verlustangst, und die muss irgendwo herkommen. Sprich es an, dann werden sie dir schon die Gründe sagen. Ansonsten laß die Umwelt angemessen drauf reagieren wie beschrieben. Wer aussieht, als wäre er zum Kampf bereit wird auch so behandelt. D.h. in viele Orte nicht hereingelassen. (Natürlich sollten dann auch nicht dauernd auf einmal vollgerüstete Gegner aufploppen oder Rüstungsdiebe ins Gasthaus einbrechen)
von Jadoran
16.11.2016 14:28
Forum: Kämpfe & Gefechte
Thema: Auswirkungen und Umgang mit hochgerüsteten Charakteren
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Re: Auswirkungen und Umgang mit Hochgerüsteten Charakteren

Die direkteste Sanktion ist die soziale. Wer auftritt, als rechne er jeden Moment mit einem Kampf, verbreitet Unruhe und wird an manche Orte gar nicht vorgelassen (In Rahja oder Traviatempel kommen sie so kaum rein) oder nur mit Vorbehalten bedient.

Sofern es nicht einen anderweitig guten Grund gibt, verbreiten sie auf diese Art spürbare Besorgnis (wie hierzulande, wenn die Schutzpolizei sichtbare schussichere Westen, Sturmhauben und automatische Waffen anlegt oder gar in gepanzerten Fahrzeuge auffährt.

Ich würde im ersten Schritt, solange sie nichts "besonderes" tun, einfach beschreiben, wie das wirkt, ohne dass sie spürbar behelligt werden. Ihr fallt auf! Ihr seid die einzigen hier, die Rüstung tragen. Die Leute weichen euch aus und werfen euch misstrauische Blicke zu.
Mütter holen ihre Kinder rein, Männer bilden mißtrauisch schauend Klümpchen, Gardisten schauen zweimal hin, legen unwillkürlich die Hände an die eigenen Waffen, Gassen leeren - oder füllen sich, je nach Gegend. In Häuser von Wohlhabenden werden sie schlichtweg nicht vorgelassen, aus "normalen" Läden zuweilen hinauskomplimentiert ("Tut mir leid, ihr beunruhigt die Kundschaft." Fast jeder, den sie ansprechen wollen, versucht sich lieber zu verziehen oder reagiert zumidnest sehr vorsichtig. Entspannte Atmosphäre kommt nicht auf, selbst in normale Söldnerkneipen geht man nciht voll gerüstet, es sei denn man legt es auf Ärger an oder rechnet damit. Und so wird man dann behandelt.

Und eben auch beschreiben, dass ihr Verhalten nicht normal ist, weil der angesehene Bürger in Belhanka zwar seine Seitenwaffe führen mag, aber nicht herumläuft, als würde er in den Krieg ziehen.