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von WeZwanzig
26.06.2020 12:05
Forum: Abenteuerbewertungen
Thema: HW30 Hinter der Fassade
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HW30 Hinter der Fassade

2 Punkte von mir für das Abenteuer.

Es folgen Spoiler:
Die Grundidee des Abenteurs ist ja an sich ganz gut. Zurbaran von Frigorn ist in "Unter dem Nordlicht" nicht gestorben, sondern hat seinen Geist im letzen Moment in ein Gemälde gebannt. Der junger Alchimist und Zurbaran-Anhänger Natralin hat das Gemälde gefunden. Zurbaran ergreift Besitz von ihm und übernimmt immer mehr die Kontrolle. An sich eine ganz brauchbare Idee.
Aber die Umsetzung ist leider nicht gut.
Die Helden kommen in Farlorn an. Dort zieht der Alchimist Natarlin gerade in ein größeres Haus, wird aber dafür von der gesammten Dorfgemeinschaft angefeindet, weil er aktuell viel Geld hat (von anderen Zurbaran Anhängern aus Paavi) und man ihm dunkle Machenschaften nachsagt. Weiso man dem gehassten dann überhaupt ein Haus im Dorf verkauft hat ist nicht klar.
Der einzige der zu Natralin steht ist Larik, der Sohn der Krämerfamilie, der mit ihm Geschäfte macht. Zurbaran übernimmt heimlich nachts den Körper Natralins und macht dann mit Larik aus, dass dieser Natralin tagsüber in sein Haus einsperrt und dieses von Schlägern bewachen lässt. Dabei weiß Larik aber nicht, dass er eigentlich mit Zurbaran und nicht mit Natralin spricht. Wenn er das gegen Ende des Abenteuers erfährt, dann wechselt er die Seite und wird Verbündeter der Helden. Trotzdem wundert er sich nicht, warum (in seinen Augen) Natralin ihn dafür bezahlt ihn selber einzusperren. Die Helden können ab dem Punkt im Abenteuer versuchen mit Natralin zu reden, dafür müssen sie aber die Schläger loswerden. Natralin traut sich dann aber warum auch immer nicht ihnen zu sagen, dass er droht seinen Körper zu verlieren. Statdessen erschaft er eine Chimäre, die er ins Dorf schickt (bekommen die Wachen das nicht mit?) damit die Helden sie erschlagen können, weil er in die Haut des Monsters eine Nachricht eingeritzt hat, dass das Portät seinen Körper übernimmt.
Parallel dazu finden die Helden noch in dem alten Haus des Medicus in die Wand eingeritzt, wann er immer Waren von Larik erhält.(Von so was wie Pergament oder Papier für einen Kalender noch nie etwas gehört?) und können so herausfinden, dass Larik irgendetwas nachts in ein drittes Gebäude von Natralin/Zurbaran bringt, ein altes Labor von Zurbaran in der Nähe des Dorfes.
Dort kommt es dann zum Showdown, je nach Vorgehen der Helden gegen Zurbaran, der den Körper vollständig übernommen hat, eine Chimäre, vielleicht auch noch die Schläger (der Hund mit dem Kopf des vor zwei Tagen verstorbenen Dorfbewohners kommt ihnen nicht merkwürdig vor?). vielleicht ist auch Zurbaran gar nicht da, weil man schnell war und Natralin kämpft an der Seite der Helden, idealerweise hat man noch den örtlichen Firun-Geweihten dabei, der dann auch fix den Exorzismus an Natralin durchführt.
Je nach Erfolg hat man dann einen toten Medicus, einen exorzierten Medicus der "eine finanzielle Wiedergutmachung" leisten muss (sind ja nur ein paar Dorfbewohner gestorben), oder einen wiedergekehrten Zurbaran.

Das gesamte Abenteur ist für die 16 Seiten einfach viel zu ambitioniert. Es fehlt vorne und hinter der Platz, statdessen sprudelt es über vor Logiklücken. 1 Extrapunkt gibt es, weil die Prämisse an sich für gut ist und Potential bietet und ich den Rückbezug auf das Uraltabenteuer mag (dessen Name aber nicht einmal erwähnt wird :angry: ).

PS: Warum hat meine Ausgabe ein anderes Cover?
Hinter der Fassade Cover.jpg