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von Engor
16.08.2018 19:52
Forum: Romanbewertungen
Thema: (PS05) Schlangengrab
Antworten: 7
Zugriffe: 2334
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(PS05) Schlangengrab

Im Abenteuer hab ich nichts gegen irdische Anleihen, da hat mir das damals sogar Spaß gemacht. Und Moby Dick fand ich als Jugendlicher wirklich klasse. Aber im Roman war ich für die dementsprechende Reduzierung sehr dankbar, weil ich da gerne eigenständige Sachen lese, ohne so derart eindeutige Anleihen. Das ist für mich im Roman sehr gut gelungen.
von Engor
24.03.2018 11:04
Forum: Romanbewertungen
Thema: (PS05) Schlangengrab
Antworten: 7
Zugriffe: 2334
Geschlecht:

(PS05) Schlangengrab

Ich halte Schlangengrab für eine gelungene Fortführung der Handlung. Es gelingt vor allem die gefährlichste Klippe zu umschiffen, indem die Kopie der Moby Dick-Story weitgehend vermieden wird, da Kapitän Bacha und seine Geschichte recht klein gehalten wird. Allerdings stellt das eine gewisse Lücke da, die auch spürbar ist. Das liegt aber letztlich an der Abenteuervorlage, damals war eine literarische Anleihe ja auch nicht ganz unüblich.
Grundsätzlich halte ich diesmal die Beorn-Teile für unterhaltsamer, hier kommt wiederum das echte Gefühl einer Kaperfahrt auf, besonders die Figur des Leif gefällt mir hier. Ich kann meinem Vorredner nur teilweise zustimmen, es stimmt, dass Teile der Mannschaft des Blenders weniger greifbar sind, allerdings liegt dies wohl an der Entscheidung, hier klar zwischen Haupt- und Nebendarstellern zu differenzieren. Tatsächlich ahnt man aber, wer das nächste Schwertfutter sein wird. Das ist einer der Aspekte, an denen man zwei Autoren erkennt. Phileasson Mannschaft erhält zumindest gefühlt besser verteilte Schlaglichter, hier sind alle Charaktere individueller greifbarer. Manche Figurencharakterisierungen erzeugen aber gewisse Längen.
Auch wenn ich kein Maraskan-Fan bin, kann ich nur zustimmen, die Atmosphäre wird wirklich gut dargestellt, z.B. in den kleinen Details wie den Honinger Geschichten. Ohnehin merkt man die gute Recherchearbeit zu vielen Details der Einzelbände, das fühlt sich wirklich aventurisch an. Stellenweise könnte ich mir aber vorstellen, dass Leser, die nicht so mit der Hintergrundwelt vertraut sind, ein paar mehr Erläuterungen brauchen könnten, z.B. sind beim Friedhof der Seeschlangen sehr viele vage Andeutungen vorhanden, die für einen Gelegenheitsleser wohl nur schwer verständlich sind.
Meine ausführliche Kritik findet sich hier: https://engorsdereblick.wordpress.com/2 ... angengrab/

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