Die Suche ergab 6 Treffer

von Seidoss-Anima von Seelenheil
05.01.2020 09:26
Forum: Hintergründe, Kontinente und Globulen
Thema: Sozialer Stand
Antworten: 39
Zugriffe: 2545
Geschlecht:

Sozialer Stand

Galliad hat geschrieben:
04.01.2020 17:14
Jeder Mensch hat seinen Platz in der Welt. Magier sind kein arbeitendes Volk, kein Klerus und kein Adel. Sie heben sich durch Geburt und Rolle genug ab, um ein eigener Stand zu sein. Die Kirche sagt evtl, dass sie ein niederer Stand sind, der um Vergebung beten muss. Aber die Regierungen der Feudalreiche erkennen, dass Magier als gebildete Forscher und herausragende Diener dem Klerus ebenbürdig sind und stellt sie rechtlich gleich.
Oh, es gibt ja durchaus gemäßigte Praioten und selbst Hartliner würden das aufrechte bestreben vieler Weißmagier, alen voran natürlich derer aus Gareth, anerkennen, den Fluch, den sie auf ihrer Seele tragen, verantwortungsvoll zu benutzen, gemäß der Gesetze des Reiches/der Reiche, die auch von der Praioskirche unterstützt werden und zum Wohle der Götter. Nicht umsonst heißt es in dem Text zu Magie und Recht im Praiosvademecum, der von einer ehemaligen Bannstrahlerin, der Fürst-Illum,inierten abgesegnet wurde, dass man sich zwei mal überlegen soll, ob man eine Mutter tadelt, deren Kind nur noch durch Heilmagie zu retten gewesen sei.

Sprich: Das Bild, dass alle MAgiebegabten oder solche, die sich an Zauberer wenden üble Sünder seien o.ä., würden nicht einmal die Bannstrahler behaupten bzw. dieses fanatische Bild der Bannstrahler wurde mit dem Praiosvademecum etwas aufgelöst.
Nichts desto trotz kann man nicht leugnen, dass es zur Lehre der Praioskirche gehört (es ging ja um den Begriff der Praiosgewollten Welt), dass die Welt ohne MAgie besser dran sei, weil madas Fluch nicht nur dazu in der LAge ist, großes Grauen anzurichten, sondern auch die Menschen schnell verführen kann, sich gegen Gesetze und Götter aufzulehnen (Siehe bspw. Hela, Galotta, Borbarad (nur die wenigsten Aventurier wissen um Borbarads Herkunft).

Zurück zum Stand: Dass Gildenmagier sich einen eigenen Stand erarbeitet haben, ist Fakt. Garether MAgier sind sogar - je nach Akademie - Hofmagier oder sofort im Offiziersrang in der Reichsarmee. Dass kann man schon behandeln wie SO3.
von Seidoss-Anima von Seelenheil
04.01.2020 14:34
Forum: Hintergründe, Kontinente und Globulen
Thema: Sozialer Stand
Antworten: 39
Zugriffe: 2545
Geschlecht:

Sozialer Stand

Galliad hat geschrieben:
04.01.2020 14:09
Der Stand hat nichts mit den Rechten zu tun in diesem Sinne. Es ist als grobe Einteilung der Gesellschaft und der Rolle des Menschen in der Gesellschaft gedacht.
Du bete, du arbeite, du kämpfe. Das ist die Basis des Feudalismus. Der Adel beschützt und regiert das Land, der Klerus betet zu Gott und sichert seine Gunst und das Volk erwirtschaftet Güter. Im Weltbild des Mittelalters sind alle drei Rollen gleichsam wichtig für den Erhalt der Welt. Erst als die Wissenschaft Gott hinterfragen durfte und die Technologie es erforderte Massenheere aufzustellen, wurde dieses Modell abgeschafft.

Dass in DSA Magier ein eigener Stand sind, macht verdammt viel Sinn. Sie werden mit einer Gabe geboren und ausgebildet. Sie gehören eindeutig in Praios gewollte Welt. Genauso hat der Klerus und der Adel seine Existenzberechtigung. Aber eine Unterteilung von Hochadel und Niederem Adel hat genauso wenig Sinn wie eine von Bürgertum und Bauern. Vor allem da man ja einfach in die Stadt bzw. aufs Land ziehen kann und das nicht mit neuen überall geltenden Rechte einhergeht. Wenn du aus Greifenfurt stammst, hast du in Trallop nicht automatisch Bürgerrecht. Kommst du aber als Tralloper Ritter nach Perricum bist du immer noch ein Ritter.

Genauso ist es mit Gildenmagiern und Geweihten. Die sind überall im Reich Magier/Geweihte.
Dass Magier in die praiosgewollte Welt passen wage ich mehr als nur stark zu bezweigeln.

Fakt ist, sie gehören Zur Welt von DSA/Aventurien und haben sich im Lauf der Geschichte Rechte erarbeitet, die sogar der Heliodan, die Kaiser oder der Chef der Bannstrahler zu achten haben.

Allerdings wird die Zaubere aus Praioskirchlicher Perspektive als Fluch betrachtet, wofür die armen verfluchten Seelen nichts können, sodass ein Humanoid nicht aufgrund seines (Voll)Zauberer-Seins Schuld auf sich lädt - so zu lesen im Praiosvademecum, verfasst von der ehemaligen Bannstrahlerin Gwinduhenna Fürst-Illuminierte von Beilunk.
von Seidoss-Anima von Seelenheil
30.12.2019 14:28
Forum: Hintergründe, Kontinente und Globulen
Thema: Sozialer Stand
Antworten: 39
Zugriffe: 2545
Geschlecht:

Sozialer Stand

Mallkalai hat geschrieben:
30.12.2019 13:51
Galliad hat geschrieben:
30.12.2019 13:09
Soweit ich weis sind die 5 Stände anders verteilt:
Es gibt das Volk, sowohl freie als auch unfreie.
Dann den Niederen und Hohen Adel. als 2. und 3. stand.
und die letzten beiden Stände sind Magier und Priester.
Das ist falsch:
GRW Seite 338.
1:Unfrei
2:Frei
3:Niederadel
4:Adel
5:Hochadel
Womit wir wieder bei den Grundproblemen dieses Threads sind, nämlich dass es Widersprüche oder unnötig komplizierte Setzungen gibt, oder einiges nicht klar genug geäußert wurde.

- Dass Geweihte idR. wie Stufe 3 behandelt werden können - in Bezug auf die regeltechnischen Vor- und Nachteile bezogen! - leuchtet ja durchaus ein. Für diejenigen, die noch DSA4.1 Literatur zur Verfügung haben: In Wege der Götter (WdG) Ab S. 22 steht sehr gut beschrieben, dass/in wie fern Geweihte zumindest in Mittelaventurien (= MR und HR, beim SO 4.1 und auch hier beim 5-teiligen-Ständesystem in DSA5 die einzigen Bereiche sind, in denen sich die REgeln 1:1 anwenden lassen) Respektspersonen sind.
Also, was denke ich außer Frage steht, ist, dass Geweihte im Gespräch mit anderen Freien die Vor- und Nachteile genießen, als ob sie Stufe 3Niederadel wären.

Die Frage, die sich stellt, ist ja: Wie verhält es sich, wenn ein Geweihter ohne den Vorteil Adel I-II mit einem Niederadligen hantiert?
Ich glaube, die Redaktion hat mal wieder versucht, den Spielleitern da Handlungsspielraum zu geben, der ja auch sinvoll ist, denn in Greifenfurt wird sicher ein Praiosgeweihter strikt wie Stand 3 behandelt, in Weiden ein Rondrageweihter, in Zorgan ein Perainegeweihter, im Horasreich ein Hesindegeweihter, wohingegen die Bronnjaren auf alles nichtadlige spucken und selbst ein Rondrageweihter (auch wenn dieser in der konkreten charaplay-NSCplay Ausgestaltung den Ronni sicherlich mit einem gewissen Grundrespekt behandeln wird) von diesem Adligen regeltechnisch nur wie ein normaler Freier behandelt werden wird.

Selbstkritisch muss ich an dieser Stelle natürlich zugeben: Ich jammere auf hohem Niveau. Es ist ja Tradition, dass die Redaktion (an fragwürdigen Stellen und durch schlechte Formulierungen) den SL eine gewisse Freiheit geben will, die ja bestenfalls auch der dynamischen Welt entspricht. Nur hätte ich mir eben eine präzisere Formulierung, oder zwei Beispiele gewünscht, weil der SL sonst in die Gefahr gerät, dass ihm Meisterwillkür angelastet wird, wenn er dem unadligen (Rondra- oder Praios)Geweihten eine Erschwernis auf Überzeugen gegenüber dem (doch hoffentlich frommen) Adel I Niederadligen gibt, obwohl doch das Regelwerk besagt.... usw.
von Seidoss-Anima von Seelenheil
29.12.2019 23:16
Forum: Hintergründe, Kontinente und Globulen
Thema: Sozialer Stand
Antworten: 39
Zugriffe: 2545
Geschlecht:

Sozialer Stand

chizuranjida hat geschrieben:
29.12.2019 22:43
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
29.12.2019 16:19
dass ein Bronnjar auf den Geweihtenstatus seines Gegenübers scheisst, und wenn es auch ein Ronni ist, und ihn trotzdem nur wie einen Freien behandelt)
Dass ein Bronnjar einen Rondrageweihten respektlos behandelt wäre schon ziemlich extrem.
Ich beziehe mich auf das Rondravademecum, S. 126:
"die Geweihtenschaft des Bornlands entstammt mehrheitlich dem Adel. Die wenigen Priester gemeiner Herkunft, die sich einen Namen machen, genießen zwar die Achtung ihrer Glaubensgeschwister, doch Gleiche unter Gleichen werden die nie sein und so sind es gerade diese, die ihrer Senne schließlich oft den Rücken kehren."

Waa du zu den Perainegeweihten gesagt hast, würde ich auch so einschätzen, obwohl Perainrgeweihte auch nicht so häufig auf ihren Stand pochen und nur ihre Arbeit machen wollen, was den Bronnjaren idR. Zugute kommt, weshalb es da nicht zu ernsthaften Reibereien kommen sollte.
von Seidoss-Anima von Seelenheil
29.12.2019 16:19
Forum: Hintergründe, Kontinente und Globulen
Thema: Sozialer Stand
Antworten: 39
Zugriffe: 2545
Geschlecht:

Sozialer Stand

Geweihte können ja idR. wie Niederadel behandelt werden, sodass - was das regeltechnische betrifft - man sich den Vorteil Adel I und Adel II sparen kann.
Aber gibt es in euren Runden Geweihte mit dem Vorteil Adel?
Oder hattet Ihr schon einmal die Situation, dass das Fehlen des Vorteils doch regeltechnische Auswirkungen hatte? (Was ich mir nach meiner Lektüre von "Land des Schwarzen Bären" (der noch aktuell(st)e Regionalband zum Bornland, wenngleich dsa4(.1)) und des Rondravademecums im Bornland vorstellen kann, dass ein Bronnjar auf den Geweihtenstatus seines Gegenübers scheisst, und wenn es auch ein Ronni ist, und ihn trotzdem nur wie einen Freien behandelt)
von Seidoss-Anima von Seelenheil
14.06.2018 09:16
Forum: Hintergründe, Kontinente und Globulen
Thema: Sozialer Stand
Antworten: 39
Zugriffe: 2545
Geschlecht:

Sozialer Stand

Den Zwölfen zum Gruße,

da ich unter dem Suchbegriff "sozial" mit dem Attribut "DSA5" keinen einzigen Beitrag gefunden habe, bin ich es nun, die die Diskussion um den Sozialstatus/sozialen Stand in DSA 5 beginnt.

Grundsätzlich gibt es (im Mittelreich) 5 Stände (siehe Regelwerk S. 338f.):
Stufe; Rang; Beispiele
Stufe 1; Unfrei; Plantagensklave, Gladiator, Sträfling, unfreier Bauer
Stufe 2; Frei; Bürger, Händler, freier Bauer
Stufe 3; Niederadel; Edler, Ritter, Junker
Stufe 4; Adel; Baron, Graf
Stufe 5; Hochadel; Herzog, König, Kaiser

Soweit so gut.

Jetzt tun sich mir 2 Fragen auf:

1) In einem kleinen braunen Kasten steht ja folgendes:
"Einfache Geweihte und Magier können in diesem System wie Angehörige der Stufe 3 behandelt werden."

Das finde ich grundsätzlich logisch, da ja zumindest Weißmagier - und Geweihte sowieso - rechtlich und gesellschaftlich eine gewisse, positive Stellung haben.
Mit diesem Stufensystem sind ja pauschale Erleichterungen und Erchwernisse bzgl. einiger gesellschaftlicher Talente verbunden, wenn man mit jemanden anderen Standes interagiert.

Jetzt frage ich mich aber, wie ist es, wenn ein nichtadliger Geweihter mit einem Niederadligen spricht?
Gibt es dann keine Probenmodifikatoren?
Oder gibt es die nur dann nicht, wenn das Gegenüber Adel I hat, aber steht der Geweihte unter jemandem, der Adel II hat (obwohl das Gegenüber dann auch noch Niederadel ist?)

Außerdem scheint mir das doch ein wenig unflexibel, denn ich könnte mir vorstellen, dass ein Adliger, zumal wenn er ein Ritter oder Krieger, oder politisch aktiv ist, auf einen Praios- oder Rondrageweihten eher hört, als auf eine Tsageweihte.
Und umgekehrt wird sich ein Perainegeweihter viel besser in einen Bauern, sei er nun frei oder unfrei, hinenversetzen können, als in einen Ritter.

Daher wäre meine Überlegung, ob man nicht abhängig von der konkreten Profession, die Boni und Mali etwas flexibler gestalten sollte, sodass ich bspw. als Meister einen Rondrageweihten in Bezug auf adlige Ritter und Krieger, einen Perainegeweihten in Bezug auf Bauern so behandeln würde, als hätten diese geweihten Helden den Vorteil soziale Anpassungsfähigkeit.



2) Eine zweite Frage... nein, ehrlich gesagt eines der wenigen Dinge, wo ich mit DSA 5 (im Vergleich zu DSA4.1) wirklich im Konflikt stehe, betrifft das Adelssystem.

Es heißt, wenn man weder den Vorteil Adel noch den NAchteil Unfrei nimmt, generiert man einen freien Helden.
Nun gibt es einerseits 5 Statusstufen und andererseits den Nachteil Unfrei, den Normalfall Frei und den Vorteil Adel I-III.
Da müsste man ja meinen, dass jede Stufe des Vorteils einer Stufe des Adels in diesem System entspricht.

Aber nix da!
Es ist viel komplizierter (vgl. Regelwerk S. 338f. mit Regelwerk S. 163:

"Stufe I ist für Ritter und ähnlich niedrige Adlige gedacht, während Stufe zwei Niederadlige wie Junker und Edle symbolisiert.
Die höchste Stufe hat etwa den Einfluss eines mittelreichischen Baron."

Das heißt, dass Adel I und Adel II Niederadel sind (Stufe 3), Adel III = Adel (Stufe 4) und dass Stufe 5 gar nicht zur Verfügung steht.
Wenn ich das richtig verstehe...
...ist Adel I vergleichbar mit DSA4.1 Adlige Abstammung, also nicht erbberechtigter Nachfahre, von einem Junker/Edlen...
...und Adel II entspricht dem Adligen Erbe (bzw. dem bereits Junker sein)...
...und Adel III entspricht... äh beidem? der Adligen Abstammung von einem Baron oder sogar das adlige Erbe oder Baronsein? (was erklären würde, warum man mit Adel III nach dem Stufensystem Adel = Barone, Grafen keine Modifikationen im Gespräch mit einem Grafen hätte)

HÄ?
Wenn ich also versuche, mich von einer reinen Beschwerde zu einer Frage hin zu arbeiten, dann folgendermaßen:
Wieso verkompliziert man dieses System, anstatt es als identische Parallele zu dem 5 stufigen Sozialstatussystem aufzubauen?
Nur weil die Redaktion es für ungut befunden hat, wenn ein Spielerheld aus zu hohem Hause kommt?