Die Suche ergab 3 Treffer

von Andwari
14.03.2019 23:42
Forum: Allgemeine Diskussion
Thema: Einordnung von Werten: Was ist Standard/hoch/niedrig?
Antworten: 256
Zugriffe: 5586

Einordnung von Werten: Was ist Standard/hoch/niedrig?

@Reto Eichenblatt
Du fängst gut an - und dann plötzlich der Bruch hin zum modernen Malermeister - die Thread-Frage war auch nicht auf aventurische "Meister" beschränkt.

- "meisterlich" ist heute ein Begriff, der überdurchschnittliches Können/Befähigung unterstellt.
- Aventurier haben keine Gewerbefreiheit, deshalb
- fachliches Können ist nur ein Aspekt auf dem Weg zum aventurischen Handwerksmeister.
- Abenteurer bewegen sich meist nicht in etablierten Karrierewegen - können aber trotzdem herausragende Talentwerte usw. haben.
- nahezu absurd ist die Idee, dass ein einzelner TaW einen z.B. zum Meister-Schmied macht. Angesichts von mehreren involvierten Eigenschaften, insgesamt ca. hundert Talenten, von denen sicher einige relevant sind, ggf. Sonderfertigkeiten und eben einem notwendigen sozialen Status, gehört da viel mehr dazu (Haus, Bürgerrecht, Verbindungen).
- Aventurien ist auch nicht das irdische Mittelalter und soll es auch nicht sein. Es ist eine Bühne für Heldenhandeln und nur vielleicht auch eine "lebendige" Fantasywelt. Ob Schmieden oder Heilkunde darin kompliziert ist und wie viel an irdisch "übermenschlichen" Effekten man bewirken kann, entscheidet die jeweilige Gruppe, denn
- DSA hat sich nie explizit auf einen Spielstil festgelegt - ob alles düster und bedrohlich ist oder frohgemute bunte Abenteurergruppen durch die Welt ziehen, ob sie Kätzchen retten oder die Weltgeschichte entscheidend mitprägen ... Gruppenentscheid.

Ich kenne Gruppen, in denen es für einzelne Mitglieder absolut nicht (mehr) ein "Karriereziel" ist, sich als Meister-Dorfschmied (oder ilmensteinscher Hauptbuchhalter) niederzulassen - die "Helden" sind in ihren eigenen Ansprüchen früher oder später darüber hinaus.
=> Es hilft wenig, alle vom Dorfschmied bis hin zu Arombolosch und Thorn Eisinger unter dasselbe "höchste" Label eines "Meisters" zu packen.
von Andwari
25.02.2019 20:05
Forum: Allgemeine Diskussion
Thema: Einordnung von Werten: Was ist Standard/hoch/niedrig?
Antworten: 256
Zugriffe: 5586

Einordnung von Werten: Was ist Standard/hoch/niedrig?

Wenn "außergewöhnlich hochwertig" die regeltechnische Beschreibung für eine inneraventurisch absolut durchschnittliche Kleinstadtschmiede ist, dann ist
- die wirklich "außergewöhnliche" Schmiede außerhalb der regeltechnischen Beschreibung
- die ganze Beschreibung von "normal" eher auf reisende Helden mit Schmiedeversuchen am Lagerfeuer mit einem Schürhaken, dem Elf am Handblasebalg und einem richtig großen Stein als "Amboss" quasi normiert.

Letzteres kann man bzgl. "Spielbarkeit" durchaus vertreten, nur sind die Begriffe halt dann nicht mehr auf aventurische Normalität sondern auf eine hypothetische "Heldensituation" normiert. Der erste Punkt geht mMn gar nicht - ein Regelwerk darf ruhig über innerweltliche Möglichkeiten hinausreichen, aber eben nicht die innerweltlich tatsächlich vorhandene Wunder-Schmiede so schlecht abbilden, dass die mit der Dorfschmiede auf dasselbe "-7" abgebildet wird.

Die von Eadee propagierten "niedrigen" TaW in Kombination mit starken situationsbedingten Modifikatoren und ggf. AP-Entsorgung in Eigenschaftssteigerung haben mMn einen massive Mängel:
- "Profis" definieren sich hier stark über ihre Ausrüstung, weil die eigentlich relevanten Werte nur wenig von Hobbyisten abweichen.
- man zieht künstliche Steigerungsbeschränkungen ein, weil jeder Punkt mehr TaW ja kaum AP kosten würde - aber ja ungewollt effizient wäre (der Schmied mit TaW15 und hervorragender Schmiede ist einfach signifikant besser als der mit TaW12 in derselben Schmiede).
- ein Fähigkeitsabstand zwischen Schmiedeprofi und Hobbyschmied würde verlangen, dass der Hobbyschmied noch weiter in seinen TaW zurücksteckt - bei günstiger Probengestaltung benötigt man immer noch einen Unterschied von ca. 3 TaW um einen signifikanten Fähigkeitsunterschied darzustellen - und das auch würfeln zu dürfen. Beim Vergleich von z.B. TaW 12 gegen 15 (bei mittelmäßigen Eigenschaften) wäre eine "günstige" Probe eine mit Gesamt-Erschwernis von etwa 5-8 = die Rest-TaW ergeben hier einen deutlichen Fähigkeitsunterschied - bei Probenerschwernis von 0 ist das weniger signifikant, hier ist der Schmied mit dem höheren TaW nur etwas schneller beim TaP*-sammeln
von Andwari
24.02.2019 10:31
Forum: Allgemeine Diskussion
Thema: Einordnung von Werten: Was ist Standard/hoch/niedrig?
Antworten: 256
Zugriffe: 5586

Einordnung von Werten: Was ist Standard/hoch/niedrig?

@Darilon
Die Spanne für Eigenschaftswerte in DSA4 reicht von 8-21, auch ohne individuelle Vor-/Nachteile bei Einzelwerten einiger Rassen bei 8-24 und mit (wenig) Vor-Nachteilen bei 7-26, nach oben kann man sich mehr vorstellen, ist aber schnell ein sonderbares Konstrukt.
Die Talentwerte gehen (je nach Eigenschaft) von 0-17 ziemlich billig, danach braucht man halt auch wenigstens eine entsprechende Eigenschaft, es sind damit aber locker Talentwerte bis 21 darstellbar und bei entsprechend AP-ausgestatteten Helden und ggf. mit Begabungen auch Werte von 22-28 machbar.

Die DSA4-Helden starten allerdings schon mit einem Ungleichgewicht: Die Eigenschaften sind relativ hoch (100 GP in Eigenschaften), die Talentwerte beim Start mickrig niedrig.
=> Es wäre fast immer effizient, die Eigenschaften während der ersten 5000 AP nahezu so wie zu Start zu lassen (ggf. ein oder zwei 15er Werte wegen SFs) und sich massiv TaW/ZfW zu erhöhen, d.h. bis zum Eigenschafts-Limit.

DSA4-Archetypen sind hingegen oft mit Eigenschaftssteigerungen gesegnet - schon bei 3000-5000 AP oft Vorschläge mit 105-110 Eigenschaftssumme, d.h. viele da rein "versteigerte" AP, während wichtige TaW noch einstellig sind.

Eine Kombination Eigenschaft 16/15/13 und TaW 12 ist oft anzutreffen - aber eben nicht auf dem (effizienten) Weg zum "Soft-Cap", sondern eigenschaftslastig daneben - ein 15/14/12 mit TaW 18 wäre näher am Soft-Cap. Natürlich muss man bei einem Chari mehrere TaW/ZfW beachten, von den möglichen ca. 100 TaW für nichtmagische und 400 TaW/ZfW für magische Helden sind allerdings immer nur eine Auswahl relevant: Zauberer mit 40 einsetzbaren ZfW sind selbst als Gildenmagier schon relativ breit in ihrem Tätigkeitsfeld aufgestellt, von den TaW sind oft nur etwa 20 wirklich charakterspezifisch abenteuerrelevant, in Gruppen mit verteilten Aufgaben natürlich weniger als bei einer Truppe von Generalisten.