Die Suche ergab 3 Treffer

von Andwari
31.12.2017 16:02
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
Thema: Kriegsgott prä G7
Antworten: 10
Zugriffe: 1119

Kriegsgott prä G7

viel Zustimmung zum Text vom @Herr der Welt.

Was das "Heraushalten" angeht, so kann man das für Geweihte durchaus mit einer Kriegsgöttin Rondra begründen - so lange es um die Fehde von Graf X gegen Junkergruppe Y geht, soll eben weder eine Seite moralisch höhergestellt noch die Kirche in ein sich-gegenseitig-bekämpfen gezwungen werden. Eine sehr sinnvolle Setzung für eine Kirche mit jahrtausenden Kriegserfahrung. Die alte Setzung hat nie einen einzelnen Geweihten abgehalten, bei seinen Verwandten o.ä. auf dem Feldzug tätig zu werden - nur halt die Kirche als Institution etwas geschützt.

Zahlenmäßig viel bedeutendere Gruppen von möglichen oder traditionell vorhandenen Rondra-Anhängern sind kämpfender Niederadel, Krieger, Soldatenführer, Berufssoldaten und berufsmäßige Söldner die nicht als Wegwerfbanner gelten sollen ... Also all die deren gesellschaftliche Bedeutung daher kommt, dass sie kämpfen können.
Sind nicht Rondraglaube und Kriegerwesen in DSA viele Jahre lang untrennbar zusammengehörig gewesen?
von Andwari
31.12.2017 12:52
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
Thema: Kriegsgott prä G7
Antworten: 10
Zugriffe: 1119

Kriegsgott prä G7

Die Götter des Schwarzen Auges, DSA3 hat geschrieben: Rondra, Göttin des Krieges, des Gewitters und der Ehre
... Beinamen: ... "Himmlische Kriegsherrin"
... Rondra ist die Göttin der im Gewitter wie im Kampf entfesselten Urgewalten.
... die ihr geweihte Farbe ist das Rot des Blutes, das die Menschen im Rondragefälligen Kampf geben.
... hatte die Verehrung im Neuen Reich nachgelassen, strebt sie angesichts der jüngsten Kriege [...] einem neuen Höhepunkt entgegen.
... Nur im Kampf liegt die Bewährung: Es ist die Aufgabe jedes Menschen, sein Bestes zu tun, um das Böse zu vernichten - ob er nun Krieger ist, Geweihter oder Landmann.
... "Wer Kriegslärm liebt und Kampfgetümmel und wacker streitet und nimmer zagt, dem ist sie gewogen" [inneraventurischer Text]
Das ist nur aus der Seite über RONdra selbst - ein gedanklicher Schnitt zwischen "Kampf" und "Krieg" ist da noch nicht wirklich erkennbar, den haben spätere Schreiber verstärkt. Hier ist noch Kampf an sich "rondragefällig" - und das ist kein horasisches Schaugeplänkel, sondern ernsthaft - mit Blut, Toten usw. Da ist noch beides: Der Versuch, dem Ganzen eine Ordnung zu geben und das Bewußtsein, dass man hier mit "Urgewalten" hantiert, die sich eben nicht in Gesetzbücher fassen lassen. Dass die Botschaft "die Welt ist Kampf" beim Krieger besser verfängt als bei der Bäuerin, die dem Boden die Rübensuppe für den Winter abringt, ist auch nachvollziehbar - dafür gibt es mehrere Götter - aber insgesamt ist die Lehre sehr breit anwendbar. Es gibt jedenfalls ein "Böses" das man bekämpfen kann und muss, man selbst ist also gut.

=> Eine mMn deutlich brauchbarere Herangehensweise als später - auf der Grundlage kann ich alles vom tulamidischen Blutmystiker bis zum versehrten Gardeweibel abdecken, denn niemand braucht eine Schaukampf- und Duellgöttin.
von Andwari
30.12.2017 16:14
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
Thema: Kriegsgott prä G7
Antworten: 10
Zugriffe: 1119

Kriegsgott prä G7

@@bLa9000
Wenn Rondra beim Thema Krieg demonstrativ kneift, ist sie viel aber nicht "edel":
Sie hat nun mal eine Kirche, die sie selbst jahrtausendelang beobachten und lenken konnte. Jeder einzelne Geweihte wurde von ihr trotz all diesem da verkündeten Kriegerethos mit Karma ausgestattet. Krieg ist schon immer aventurischer Fakt, mit allem was dazu gehört. Die Rondrakirche hat tapfer versucht, sich der Aufgabe zu stellen, da die übelsten denkbaren Auswüchse zu verhindern - indem man Krieger, Herrscher und Soldaten auf einen ganz ordentlich geratenen zwölfgöttlichen Moralkodex einschwört. Gemeint ist hier nicht das rondrianische Zweikampfwesen, das nur unter halbwegs ehrenhaften Kontrahenten funktionieren kann - sondern "Schutz der Schwachen" samt dazugehörigen selbst unter Fehde-Bedingungen beachtenswerten Minimalstandards. Wenn man sich auf Schlacht-entschärfende Kampfregeln (kein Gift, keine Seuchen auslösen) einigen kann oder gar Stellvertreterkämpfe macht, um so besser.

"Kriegsgott" ist was?
Wenn du darunter nur einen Dummbatz Ares verstehst, ist Rondra natürlich schon immer eine Fehlbesetzung - dass die ursprüngliche, merklich vom griechischen Pantheon beeinflusste DSA-Zwölfgötterwelt sie nicht hundertprozentig zu Athene machte, ist auch klar - aber da sind schon merkliche Anleihen. Sie taugt sicher wenig dazu, wie ein römischer Mars zum besonderen Staatsgott hochstilisiert zu werden, weil man (die Römer) sich zufällig als ein auserwähltes Herrschervolk sieht. Die Zwölfgötter waren mal als ziemlich "gute" Truppe konzipiert - um ihrem namenlosen Gegenspieler alle schlechten Aspekte aufdrücken zu können (später in der DSA-Entwicklung dann übernommen durch die Erzdämonen). Unter den Randbedingungen funktioniert ein "guter Kriegsgott" halt nicht, wenn man auch schlimme Kriege spielen will.