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von Andwari
06.12.2016 12:12
Forum: Novizen & Eleven
Thema: Das harte Leben eines Perainegeweihten
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Re: Das harte Leben eines Perainegeweihten

@IT/OT
Ja, korrekt

Ich finde es hilfreich, sich Gedanken über den eigenen Charakter aufzuschreiben, auch z.B. die "20 Fragen" aus dem WdH S.294 können helfen (es gibt mMn einige bessere Fragen als die, aber egal).

Das der ganzen Gruppe vorzulesen würde ich nicht machen - besser darstellen als vorlesen. Viele Spielleiter, gerade in neu zusammengestellten Gruppen, freuen sich über ein paar Eckpunkte, wie der Charakter so drauf ist. Nicht alle Fragen sind in allen Gruppen gleich wichtig - man kann da Antworten auch auf "später" verschieben.
von Andwari
05.12.2016 21:15
Forum: Novizen & Eleven
Thema: Das harte Leben eines Perainegeweihten
Antworten: 28
Zugriffe: 2557

Re: Das harte Leben eines Perainegeweihten

@X76
Von den von Dir aufgezählten generellen Problemen mit "bessergestellten Standespersonen" ist doch gerade der Perainegeweihte eigentlich weitmöglichst entfernt - und der Spieler scheint den auch noch umgänglich, tolerant, nicht fundamental pazifistisch, usw. zu spielen = der macht mMn nix falsch, was er ändern sollte. Gerade weil er als Peraine-Geweihter nicht mal ständig den Meinungsführer mimen muss, sondern auch mal zurückstecken darf.

Die Beschreibung von BruderTjorben hört sich weniger nach einem dominanten Spielstil durch den Geweihten an als mehr danach, dass er als willenloses Verbandspäckchen mitkommen und ansonsten die Schnauze halten soll.

@Assaltaro
Ein auf Geheimhaltung gegen die Spielwelt fußendes Konzept gerade gegenüber einem Anfänger damit abzusichern, dass man dem diese Info drückt, ist mMn nicht spielfördernd. BruderTjorben erwähnt nicht mal die notwendige Tarnidentität des "Streuners(Hochstapler)", weil die eben nicht als Spielinhalt ankam.

Gerade bei einem eher dominant und anscheinend auf Kontrolle seiner Mitspieler hin arbeitenden Streuner-Spieler (dem Neuling hinterher noch mal separat zu drücken, wie er denn gefälligst anders spielen soll...) unterstelle ich genau das manipulative Verhalten, das ich genau bei solchen Spielern/Rollen schon wiederholt beobachten durfte: Die aufgedrückte OT-Info ist doppelte Absicherung, jeder halbwegs gute Spieler wird sich scheuen, diese auszunutzen und wenn am "Hochstapler" doch was hängen bleibt (sei es auch aus davon unabhängig gewonnenen Infos), konfrontiert man den Mitspieler und Umgebung mit dem Vorwurf, IT und OT nicht zu trennen.
von Andwari
05.12.2016 12:05
Forum: Novizen & Eleven
Thema: Das harte Leben eines Perainegeweihten
Antworten: 28
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Re: Das harte Leben eines Perainegeweihten

Klingt für mich eher nach einem Problem des "Streuners" - nennen wir den doch mal anders, also "gerissenen Geschäftemacher", "antisozialer Abzocker", "zwielichtiger Zwischenweltler", "herumtreibender Halunke", ... ;-)

... kein Wunder dass der Probleme mit jemandem hat, der ein gewisses moralisches Konzept verfolgt. Wenn dem ein "toleranter" Perainegeweihter schon gegen den Strich geht, fragt man sich warum dessen Chari nicht jedes Wochenende grün und blau geprügelt wird und schon längst irgendwo aufgehängt wurde = Peraine-Geweihte sind typischerweise nicht die mit der Fackel, hilfsbereit, nicht geldgierig, arbeiten hart und hoffen brav, dass niemand ihnen mehr als üblich vom Ertrag wegnimmt.
=> Praktisch jeder andere Geweihte (außer Phexgeweihten, die üblicherweise nicht als solche zu erkennen sind) würde dem Streuner vmtl. deutlich mehr Kontra geben.

Wenn man die Welt Aventurien nicht völlig "dumm" darstellen will, bist Du als Geweihter für die Gruppe schon einfach durch Dein dabei-sein sehr wertvoll. Denn Du hast überall einen positiv wahrgenommenen Status - Zwölfgöttergeweihte sind "die Guten" und Perainegeweihte im Speziellen wirkliche Helfer in allerlei Nöten - ohne Dich wären die anderen vmtl. nur eine misstrauisch beäugte Bande Herumtreiber.

Du störst nur leider den "Streuner" bei seinen 'kriminellen' Geschäften - sich als "was Besseres" auszugeben ist im Mittelreich absolut nicht gesellschaftlich akzeptiert. Je nachdem, als was man sich ausgibt - und wer sich davon betroffen fühlt, kann das zwischen einem mehr oder weniger rabiat geahndeten Verbrechen und einem Schwerverbrechen rangieren, für das sogar die Todesstrafe drin ist, wenn der Ankläger wichtig genug ist. Sich als Adeliger oder Geweihter auszugeben, ohne es zu sein, gehört in die letztere Kategorie. Greifenfurt und Angbar sind zwei Städte, wo man einen bei irgendwelchen Schurkereien enttarnten Luftikus eher hart anfassen wird.

Geweihte zu beleidigen ist übrigens auch ein Schwerverbrechen, sie anzugreifen eines das fix den Kopf kosten kann.

Sich als "... ich bin Streuner und Hochstapler" vorzustellen ist mMn sehr unschön, egal ob es im Spiel (völlig irre, sich in der Taverne als Verbrecher zu outen" geschieht oder nur am Spieltisch - durch die Erwähnung dieser "Profession" erzeugt der Spieler nämlich schon einen ungewollten Informationsvorsprung: Eigentlich sollte so was der Charakter des Mitspielers herausfinden, dass der standesbewußte "liebfeldische" Großhändler in Halbseide eigentlich aus dem Bettler&Kleinkriminellen-Milieu der Nachbarstadt stammt.