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von Talron
31.01.2018 10:25
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Thema: Unser kleines Forenparlament BTW 2017
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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Das geht nun mal nicht so einfach. Das einzige was da funktioniert ist eben Protektionismus. Wie toll das für Deutschland so allgemein wäre sei mal dahingestellt. Es gibt eben keine magische Lösung. D.h. ich muss die Steuererhebung eben der Realität anpassen. Sprich Steuern erheben, denen ein Unternehmen nicht ausweichen kann und natürlich in einer Weise ohne größeren ökonomischen Schaden an der eigenen Volkswirtschaft anzurichten.
Wenn das Geld für den Staat nicht reicht muss er eben erst einmal überlegen wo er Geld ohne Wirkung ausgibt und dieses einsparen.
von Talron
30.01.2018 22:12
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Thema: Unser kleines Forenparlament BTW 2017
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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Das Problem ist, dass die realistischen linken Themen von der Tagesordnung verschwunden sind und dort auch nicht mehr hinkommen.
Beispiel: Wenn du in Deutschland auf kosten der Steuerzahler studierst und mit deinem Abschluss ins Ausland gehst, dann zahlst du bitte die vollen Kosten für dein Studium zurück (man mag da ein paar Ausnahmen einfügen).

Zur Zeit ist Links immer das Umverteilen von mehr und mehr Steuergeld an jeden der gerade die Hand aufhält. (Sei er oder sie nun reich oder arm)
Und das Geld kommt natürlich immer mehr von der Mittelschicht und was man heute als Arbeiterschicht beschreibt, weil man die eben melken kann. An Trump sieht man was für einen Kapitalfluss das Senken der Unternehmenssteuer auslößt, man kann sich vorstellen was eine Erhöhung bedeutet. Darauf kommt dann immer das lamentieren, dass das so gemein ist. Aber ganz im ernt, ich wähle doch keine Regierung, die scheiße baut und dann herumheult, dass die Welt unfair ist. Die Grünen können sich halten, weil ihre Wähler von den Auswirkungen eher schwach betroffen sind bzw es ihnen nichts ausmacht. (Aber man hat gesehen was passierte als sie zu laut über eine Vermögenssteuer nachgedacht haben...)
Die Linken Parteien haben in Deutschland zur Zeit das Problem, dass ein eingestehen der Realität schon als "rechts" gilt. Sehr großes Problem dabei ist, dass die Medien mitspielen. Dieses Spiel geht nicht ewig. Irgendwann ist die eigene Glaubwürdigkeit dahin. Dann sagt sich der Wähler eben Nazi, ne is klar was solls... Und ganz ehrlich, ohne diesen Effekt wäre die jetzige AFD nicht so stark.
von Talron
23.01.2018 07:25
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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Eulenspiegel hat geschrieben:
22.01.2018 22:38
Talron hat geschrieben:
22.01.2018 22:33
Ich denke mal, dass sich der Journalist das gewissenhaft durchgelesen hat. Die Wahrscheinlichkeit das zwischen "wir wollen keinen Familiennachzug 1" und "wir wollen keinen Familiennachzug 2" ein so signifikanter Unterschied ist und das dieser Unterschied dann dem Journalisten nicht aufgefallen sein soll.....
Es gibt solche und solche Journalisten. Und gerade in der heutigen Zeit, wo alles möglichst schnell veröffentlicht werden muss, bleibt die Zeit, etwas gewissenhaft durchzulesen, häufig auf der Strecke.
Mag allgemein so sein, im konkreten Fall geht aber die Wahrscheinlichkeit gegen 0. Du kannst es gerne heraussuchen.
Schon das ist so nicht ganz richtig. Während die erste Aussage auf den Wirtschaftsdaten der Jahre 0 und -1 basiert, basiert die zweite Aussage auf den Wirtschaftsdaten der Jahre 0 und -2.
Beide Aussagen basieren auf der Zahlenreihe, die ich am Anfang gepostet habe.

Also stimmst du mir darin zu, dass Interpretation 1 und Interpretation 2 zwei unterschiedliche Aussagen sind?
Ja, zwei sich nicht widersprechende, im Einklang stehende Aussagen basierend auf unterschiedlichen Datengrundlagen.

Madalena hat geschrieben:
23.01.2018 00:59
Talron hat geschrieben:
22.01.2018 21:51
Ja, ich kann aussagen positiv klingend formulieren oder negativ klingend formulieren und es ändert nichts an ihrer Bedeutung:
Meine Freundin ist genauso schön/hässlich wie Heidi Klum. Aber das ist eben der Punkt, es ändert nichts.
Sag deiner Freundin bitte nicht, sie sei genauso hässlich wie Heidi Klum, im Glauben das würde keinen Unterschied dazu machen dass du sie genauso schön nennst. :censored:
Ja, die Gefahr von Implikationen.
von Talron
22.01.2018 22:33
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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

@Eulenspiegel
Ja, dass es um Familiennachzug und Altersfeststelung geht, steht dort. Mir ging es um die Details. Die stehen nicht in der FAZ.
Ich denke mal, dass sich der Journalist das gewissenhaft durchgelesen hat. Die Wahrscheinlichkeit das zwischen "wir wollen keinen Familiennachzug 1" und "wir wollen keinen Familiennachzug 2" ein so signifikanter Unterschied ist und das dieser Unterschied dann dem Journalisten nicht aufgefallen sein soll.....
Doch, die Interpretation ist eine vollkommen andere.
Die Aussage bleibt aber die Selbe. Bedenke, ob ich Heidi Klum schön finde oder nicht steht an keiner Stelle.
Ob man sagt, die Wirtschaft ist um 60% gestiegen oder ob man sagt, die Wirtschaft hat sich vom Einbruch letztens Jahr erholt, sind zwei grundverschiedene Aussagen, auch wenn sie auf den gleichen Zahlen beruhen.
Schon das ist so nicht ganz richtig. Während die erste Aussage auf den Wirtschaftsdaten der Jahre 0 und -1 basiert, basiert die zweite Aussage auf den Wirtschaftsdaten der Jahre 0 und -2.
von Talron
22.01.2018 21:51
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@Eulenspiegel
zu 1. Ich muss gestehen, dass ich die Details nicht kenne. Verlinke doch mal die Details. Dann können wir darüber diskutieren, ob sich die beiden Fassungen wesentlich unterscheiden oder nicht.
Wird auch im Artikel der FAZ angesprochen...(Geht um Familiennachzug und Altersfeststellung als Beispiele)
Und es gibt 2 Interpretationen dieser Datenlage:
1. Interpretation: Die AfD-Abgeordneten sind diszipliniert und arbeiten. Deswegen sind sie im Saal anwesend. Die Nicht-AfD-Abgeordneten sind faul und arbeiten nicht. Deswegen sind sie auch nicht anwesend.

2. Interpretation: Die meisten Sitzungen fanden tagsüber statt. Wenn man das ganze mal nach tagsüber und nachts aufspaltet, stellt man fest, dass die AfD-Abgeordneten hauptsächlich tagsüber eine überdurchschnittliche Präsenz zeigten. Abends/Nachts über unterschied sich der Anteil der anwesenden AfD-Abgeordneten nicht von den anwesenden Nicht-AfD-Abgeordneten.

Wieso waren also tagsüber mehr AfD-Abgeordnete anwesend als Nicht-AfD-Abgeordnete? Die meisten Ausschüsse sind nicht neu besetzt. Das heißt, in den Ausschüssen sitzen noch die Abgeordneten der letzten Legislaturperiode. Das sind naturgemäß keine AfDler.
Das heißt, während die Nicht-AfD-Abgeordneten tagsüber in den Ausschüssen arbeiten müssen, haben die AfD-Abgeordneten tagsüber nichts zu tun und können sich in den Bundestagssaal setzen.
Anwesend sind alle Abgeordneten. Nur die einen sitzen im Bundestagssaal (weil sie in keinen Ausschüssen sind), die anderen arbeiten in ihren Ausschüssen.
Sehr viel Text und was hat sich geändert? Nichts. Faktisch steht die Aussage weiterhin: Es macht keinen Sinn der AFD vorzuwerfen das sie im Parlament nicht anwesend ist, wenn sie in der hinsicht am disziplinirtesten ist... Damit wäre auch schon wieder mein Punkt 3 untermauert. Du kannst auch noch über das Mitagessen von Parlamentarier philosophieren, es ändert nichts.
Die Aussage die AFD ist in allem besser und arbeitet mehr und keine andere Partei kann sie in irgendwas vorführen weil sie allen so weit überlegen ist blablablabla.... hat keiner gemacht ist auch wertlos weil viel zu breit und höchst wahrscheinlich falsch ist. (Ich schreibe höchst wahrscheinlich und nicht sicher weil ich gerade auf die schnelle keine Lust habe mir entsprechende Ansätze aus den Fingern zu saugen, daher kann ich es nicht zeigen daher nur vermuten, daher höchst wahrscheinlich)
Es ging konkret um die Aussage die AFD ist genausowenig/weniger bei Abstimmungen im Parlament vertreten, bzw. den Umstand, dass dies von einigen Politikern angebracht wurde um die AFD zu stellen. Das geht natürlich schief, weil eben die Fakten andere sind.
zu 3:
zu 3. Ein Beispiel, wie man aus einer Datenlage und einer Quelle zwei verschiedene Interpretationen erhalten kann, habe ich dir bereits bei 2. gegeben. Ein anderes fiktives Beispiel ist folgendes. Wir schauen uns die Wirtschaftsleistung eines imaginären Staates pro Jahr an:
2012: 9,4 Mio €
2013: 9,6 Mio € (+2 %)
2014: 9,8 Mio € (+2 %)
2015: 10 Mio € (+2 %)
2016: 5 Mio € (-50 %)
2017: 8 Mio € (+60 %)

Interpretation 1: Wir hatten 2017 ein unbeschreibliches Wirtschaftswachstum von phänomenalen 60%.

Interpretation 2: Die Wirtschaft konnte sich von der Katastrophe 2016 halbwegs erholen und ist fast wieder auf dem Niveau von vor der Katastrophe.
Und bei sind richtig und beide widersprechen sich nicht, sind auch nicht im Ansatz das Gegenteil voneinander (Wie wenn sie ich nicht einmal widersprechen?).
Das Gegenteil von 1 wäre die Wirtschaft ist 2017 um 60% eingebrochen.
Ja, ich kann aussagen positiv klingend formulieren oder negativ klingend formulieren und es ändert nichts an ihrer Bedeutung:
Meine Freundin ist genauso schön/hässlich wie Heidi Klum. Aber das ist eben der Punkt, es ändert nichts.
Ob das prozentuale Wirtschaftswachstum eines Jahres als alleiniger Indikator für die Wirtschaftslage eines Landes herhalten sollte ist sicherlich fraglich, (In meinen Augen offensichtlich bescheuert) aber es ändert eben nichts an der bestimmten Zahl. Die kann ich entweder anfechten oder akzeptieren. Klar kann man immer etwas herumdrucksen, und Ansätze finden um irgendwie mit nicht genannten Vorkommnissen/Effekten die endgültigen Zahlen zu verändern. Aber um so von eine klaren Aussage, von einer Untersuchung mit deren Methodik und deren Erfassung ich konform gehe, ohne zu Lügen ins Gegenteil zu verkehren oder zumindest deutlich in diese Richtung mag theoretisch denkbar sein, ist aber praktisch irrelevant, da man wohl um in seinem Leben einem solchen Beispiel zu begegnen wohl mehrere Milliarden Jahre leben müsste...
von Talron
22.01.2018 15:48
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Talasha hat geschrieben:
22.01.2018 12:24
Talron hat geschrieben:
22.01.2018 10:02

@Talasha
Ich mag diesen Hass nicht. Der Bundestag ist nicht das Dschungelcamp oder Big Brother. Wo dieses Gegeneinander hin führt sieht man ja bei Trump-
Was meinst du jetzt konkret? Starkes Wirtschaftswachstum, angekündigte Investitionen im dreistelligen Milliardenbereich oder den Shutdown der Regierung, welcher auch schon regelmäßig unter Obama zu beobachten war? :censored:
Zwei unversöhnliche Lager die immer weiter aufeinander einbashen und in denen immer radikalere Kräfte das Ruder übernehmen.
Trump ist hier ein vorläufiges Ergebnis dieser Entwicklung. Schon 2010 organisierte John Stewart Rally_to_Restore_Sanity_and/or_Fear.
Ich denke sicher gab es da schon Vorstufen, aber so ab 2003/2004 war es sichtbar und wurde immer deutlicher.
von Talron
22.01.2018 10:02
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Eulenspiegel hat geschrieben:
21.01.2018 23:43
zu 1. Es kommt eben immer auf die Details an. Zwei Sachen, die unter der groben Brille gleich aussehen, können im Detail deutlich unterschiedlich sein.

zu 2. Was Talasha sagt.

zu 3. Es geht nicht darum, dass die Quelle schlecht ist. Die Quelle kann durchaus vernünftig sein. Wenn man die Zahlen der Quelle aber vernünftig betrachtet, kommt man nunmal zu vollkommen konträren Ansichten, als wenn man die Zahlen der Quelle einseitig betrachtet.
Zu 1. Können, sind aber nicht.
Zu 2. Quelle schon gepostet. Faz scheint mir soweit verlässlich. Vermuten ist gut, wissen ist halt besser.
Zu 3. Nein. Bzw eigentlich nur dann wenn die Zahlen so oder so keine Aussage zulassen weil sie sich im Bereich der Ungenauigkeit bewegen. 10 Kilo zugenommen wird nicht zu 10 Kilo abgenommen, außer ich gehe die Messung an (und zwar hin zur willentlichen Verfälschung). Klar kann man darüber streiten ob es jetzt vielleicht eher 8 oder 12 Kilo sind. Aber das ist genau die Messungenauigkeit. Und bevor du mir jetzt damit kommst, ja aber wenn es nur um 1 Kilo geht, dann könnte es doch ins Gegenteil verkehrt werden. Ja, aber dann gehe ich damit auch die Messung an, weil ich eben sagen, die Aussage hat keinen Wert, weil sie eben im Fehlertoleranzbereich liegt.
Klar, kann man sagen: Naja, aber die 10 Kilo könnten ja Muskelmasse sein, bzw. 12 Kilo Muskelmasse und minus 2 Kilo Fett. Naja, dann gibt es zwei Möglichkeiten, entweder es steht eben in der Statistik, dann ist aber eine Aussage in die Richtung: Ich werde zu einer Kugel, nicht einfach eine einseitige Interpretation sondern schlicht gegen die Zahlen. Oder es geht nicht aus der Messung hervor, dann kann es zwar noch immer so sein, aber man kann es nicht Anhand der Messung argumentieren, sondern ehrlich nur die Messung als solche angehen. (Fehlende Werte)


@Talasha
Ich mag diesen Hass nicht. Der Bundestag ist nicht das Dschungelcamp oder Big Brother. Wo dieses Gegeneinander hin führt sieht man ja bei Trump-
Was meinst du jetzt konkret? Starkes Wirtschaftswachstum, angekündigte Investitionen im dreistelligen Milliardenbereich oder den Shutdown der Regierung, welcher auch schon regelmäßig unter Obama zu beobachten war? :censored:
von Talron
21.01.2018 22:14
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@Eulenspiegel
Wo bitteschön ist die AFD ehrlicher als die restlichen Parteien?
Dass sie tagsüber ihre Abgeordneten lieber zu den Abstimmungen schickt als zu den Gremien und Ausschüssen?
Wenn Abgeordnete der CDU einen Vorschlag der AFD als rassistisch geißeln um dann leicht umformuliert den Selben zu machen.
Wenn man der AFD vorwirft sie wäre nicht in Abstimmungen, obwohl sie dort stärker als die anderen Parteien vertreten ist.(Darum ging es hier primär)
Wenn man der AFD vorwirft Statistiken oder Zahlen einseitig zu verwenden oder zu verzerren, dann aber das selbe tut oder noch einen Schritt weiter geht und einfach zu den Daten völlig konträr liegenden Schlussfolgerungen kommt. (Ohne die Quelle natürlich abzulehnen)

Nur mal als Beispiele.
Wenn ich jemanden faktisch stellen will, dann muss ich eben selbst bei den Fakten bleiben, wenn ich jemanden in Bezug auf seine Absichten stellen will, dann sollte ich bessere sichtbar andere haben und wenn ich jemanden aufgrund seiner (Arbeits-)Moral stellen will, dann sollte ich zumindest keine dreckigere Weste in der Hinsicht haben.
von Talron
21.01.2018 12:13
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Talasha hat geschrieben:
21.01.2018 11:04
Talron hat geschrieben:
21.01.2018 10:33
Talasha hat geschrieben:
20.01.2018 20:50
Dem hat Herr Gauland(Einer der wenigen Anwesenden AfDler) ja leider bereits widersprochen.
Die Anwesenheitsquote der AFD ist bedeutend besser als die der anderen Parteien.
http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 98-p2.html
Aber an dem Abend klafften auch in der AfD-Fraktion größere Lücken.
Naja, nur der AFD etwas vorzuwerfen worin sie eben die "besten" sind ist im besten Fall lächerlich, im schlechtesten Fall erbärmlich.

Und das ist es eben wovon die AFD und auch Trump extrem profitiert. (Naja, in den USA gibt es zumindest noch die Washington Post)
Egal, was sie sagen und Behaupten, ein großer (viel zu großer) Teil ihrer Gegner macht sich durch Selbstgerechtigkeit und Heuchelei so lächerlich, dass ihre Lügen und Tiraden als die Kleineren erscheinen. Und das schlimmste in meinen Augen ist, dass ca. 90% der Lügen völlig unnötig sind oder zumindest nur einen minimalistischen Nutzen im Maximalfall haben könnten. Wobe ich glaube, dass es vielen einfach gar nicht mehr auffällt, dass sie eigentlich die Unwahrheit reden. (Bzw das es offensichtlich ist, dass sie es tun)
von Talron
21.01.2018 10:33
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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Talasha hat geschrieben:
20.01.2018 20:50
Dem hat Herr Gauland(Einer der wenigen Anwesenden AfDler) ja leider bereits widersprochen.
Die Anwesenheitsquote der AFD ist bedeutend besser als die der anderen Parteien.
http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 98-p2.html
FAZ hat geschrieben:Sehr spannend war aber zu beobachten, wie hilflos die anderen Parteien in der Auseinandersetzung mit den neunzig Abgeordneten der Alternative für Deutschland wirkten. Haßelmanns Schuss ins Leere ist dafür schon deswegen symptomatisch, weil der Vorwurf, Sichert habe am Donnerstag gefehlt, die AfD an einer Stelle trifft, wo sie bislang kaum verwundbar ist: der Präsenz unter der Reichstagskuppel. Die Reihen der rechts außen Sitzenden sind regelmäßig bestens gefüllt, einschließlich der beiden Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland und Alice Weidel. So viel Disziplin findet sich bei den anderen Fraktionen nicht durchgängig, schon gar nicht war das in der vorigen Legislaturperiode der Fall, in der die beiden Koalitionäre eine achtzigprozentige Mehrheit im Bundestag hatten und rechts von der Union nur noch die Treppe zum Ausgang kam: keine AfD, die lästige Fragen stellte.
Die Stärke der AFD ist die Schwächer der anderen. Solange die AFD sich einen Wolf lügen kann und immer noch ehrlich ist als der Rest, lässt sie sich nicht stellen.
von Talron
20.01.2018 18:37
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Bin ich eigentlich der einzige der sich wundert, wie sehr der Bundestag noch im letzten Jahrhundert steck?
Ich meine heute wird die Anwesenheit jedes Hilfsarbeiter auf die Minute erfasst und an welcher Station er gearbeitet hat. Aber im Bundestag weißt man nicht einmal automatisch wer gerade im Parlament sitzt?
von Talron
18.01.2018 11:07
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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Die Gefahr ist nicht so sehr, dass es "schlecht" läuft, die Gefahr ist, dass es gut läuft.
Nenne es den Trump Effekt:
Ein Präsident der poltert und mit rassistischen Beleidigungen um sich wirft und dabei eben Investitionen im dreistelligen Milliardenbereich anzieht sowie die entsprechenden Arbeitsplätze. (Ich sage nicht das es zusammen hängt, die Investitionen hängen mit seiner Steuerpolitik zusammen. Es hat nur keine negativen Auswirkungen!)
Wenn du eine Bundesregierung hast die faktisch mit der AFD kooperieren MUSS, dann wird die AFD dadurch in die Mitte gerückt. Und wenn das Ergebnis dann noch gut aussieht... (Denn es ist nicht zu erwarten, dass die SPD-Linken oder die Linke der Grünen aufeinmal den Rationalismus für sich entdeckt. Wagenknecht versucht es ja gerade ihrer Partei anzutragen, mit eher mäßigem Erfolg)
D.h. mann muss wohl mit Fundamentalopposition von Grün und Rot (im Bund) rechnen, und wenn es dann nach 4 Jahren heißt wir haben ein Wirtschaftswachstum von 6-10% gebabt, die Löhne sind gestiegen, die Sicherheitslage hat sich gebessert, die Schulen sind renoviert, auch dank Gelb/Blau...Dann ist der Traum die AFD wieder einfach aus dem Parlament zu drängen gelaufen.
von Talron
07.01.2018 11:08
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@Suilujian
Warum sollte die SPD nicht gleich eine Wahlempfehlung an die Arbeiter rausgeben: Wählt halt AFD wenn ihr jemanden wollt der eure Intressen vertritt...

Im Ernst: Du solltest als Politiker schon regieren wollen, dafür haben dir die Leute ja die Stimme gegeben. Klar, nicht um jeden Preis, aber man kann die Interessen der eigenen Wähler eben besser in der Regierung umsetzen als in der Opposition.
Die SPD ist in einer scheiß Situation: Die Oberen müssen auf die Parteibasis und die Wählerbasis achten nur leider scheint die Parteibasis diametral der Wählerbasis entgegen zu stehen. Klar kann man sich da ideologisch positionieren und sagen ist mir egal. Aber dann kann man eben auch nicht herumheulen wenn die AFD dann zweitstärkste Fraktion ist.
Klar spielt bei der Angst vor Neuwahlen auch mit rein, dass man seinen Posten gerne behalten würde und nicht ein Jahr (bis 4Jahre) "arbeitslos" machen will. Aber wenn man meint man könne einfach mal Neuwahlen fordern, passiert ja nichts, dann sollte man schon einen Plan haben wie man mit einer AFD mit 15+% dann umgehen soll.
von Talron
04.01.2018 17:17
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@Der Wanderer
Aber Respekt, haben AfD & Co. mit Hilfe der Medien sauber hinbekommen.
Das würde ich der AFD wirklich nicht zu hoch anrechnen. Da sehe ich eher die selbstgerechte Arroganz der öffentlich/rechtlichen als Hauptursache.
"Der dessen Name nicht genannte werden darf" kennt jeder, das wissen selbst Harry Potter-Leser... Offensives Verschweigen und voreiliges relativieren hat immer den gegenteiligen Effekt, so exzessiv betrieben wird. Ebenso wie über-thematisieren und ständiges Wolf rufen nicht gerade die Aufmerksamkeit erhöht.
Klar klappt das ganz gut im kleinen oder wenn die Leute es nicht nachprüfen können. Die besten Opfer davon sind wohl die Gentechnik und allgemein immer wieder die biologische und medizinische Forschung. Klar, ich kann die Meinung so beeinflussen und vor allem darf eben für die Leute nicht das Gegenteil sichtbar werden. Und das lässt sich bei gesellschaftspolitischen Gegebenheiten eben in der heutigen Zeit nicht mehr vermeiden.
(Ich zitiere da gern Pispers mit seinem Ärztepfusch. Er meinte sinngemäß und natürlich satirisch überspitzt, dass die Hölle in Deutschland los wäre, wenn man wochenlang sich täglich breit den Opfern von Behandlungsfehlern widmen würde.)
Ja und nein. Wenn ich eine gezielte Desinformation betreibe sicherlich (so ich die Glaubwürdigkeit und Mittel hätte). Wenn ich aber eben wirklich fundiert journalistisch berichte wird es schwer, weil eben die Nachweisbarkeit verdammt schwer ist. Und wenn der Erzengel der Wahrheit auf dem Markplatz steht, dann ist die Gesundheitspolitik ein Feld unter vielen, welches in Flammen aufgeht.

Da sollte man sich also eher auf "relevantere" Nachrichten stürzen, auch wenn die Relevanz natürlich nicht so leicht zu beurteilen ist. Aber nein: Wenn irgendeine Person irgendeiner anderen was antut, ist das ganz üblicherweise nicht relevant (völlig wurscht, welchen Hintergrund die haben, etwa Ausländer sind).
Naja, es gibt schon recht einfache Kriterien um Relevanz zu bewerten:
Hat es direkte Auswirkungen auf viele meiner Hörer/Zuschauer?
Könnte es indirekte Auswirkungen auf viele meiner Hörer/Zuschauer haben?
Sind global extrem viele Menschen davon betroffen?


Meine Aussage ist ganz einfach: Wenn gerade die öffentlich rechtlichen nicht in der Vergangenheit jede Sau die ihnen ideologisch ins Weltbild gepasst hat (Wahrheit und Relevanz irrelevant) durchs Dorf getrieben hätten, dann stünden sie jetzt nicht so bescheuert da und es wäre für alle inklusive der AFD nicht so verdammt einfach sie vor sich her zu treiben.

Das leuchtende Gegenbeispiel ist hier in meinen Augen die Washington Post. Und die leben in Trumps Amerika, bei dem keiner Seite ein Mittel oder eine Lüge zu dreckig scheint und dennoch behalten sie ihre Glaubwürdigkeit bei Angriffen von allen Seiten.
von Talron
03.01.2018 10:33
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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

@Der Wanderer
Warum sich aber damit die "FAZ", "Spiegel" oder die "Tagesschau" beschäftigen sollen, wenn in irgendeinem Kaff sowas passiert, hätte ich nun gern dargelegt.
Weil es das Potential zu einem massiven Politikum in Deutschland hat mit deutlichen Auswirkungen auf die Regierungsbildung... (Schau dir doch das Vorgeplänkel der Koalitionsverhandlungen an. Was glaubst du ist wohl los, wenn der "worst case" Eintritt und der Junge Ü18 ist.)
Aber wie heißt es so schön, wenn man Nachrichten will, wenn alles vorbei ist, kann man öffentlich rechtliches schauen. (Faz und Spiegel haben meines Wissens nach berichtet.)
Meine einfache Regel, wenn die Washington Post es berichtet, sollte es auch die ARD berichten so es um Deutschland geht.
https://www.washingtonpost.com/world/eu ... 4915da4cf1

Im Ernst: Das Problem der ARD ist, wie schon so oft und eigentlich immer, dass sie halt in der Vergangenheit über Zeug berichtet hat das weit weniger potentielle Auswirkungen auf Deutschland hatte bzw. deren maximal möglichen Auswirkungen auf die Bundespolitik geringer gewesen wären. Ich kann mich auf die Position stellen, dass ich darüber nicht berichten muss, weil noch zu klein und betrifft Deutschland nicht national (noch nicht). Aber dann kann ich halt auch nicht über z.B. jeden erschossenen Terroristen in Israel berichten...Die ARD (wobei das ZDF und der WDR wohl nicht besser oder noch schlimmer sind) hält sich halt nicht an die Standards, die sie für sich selbst in solchen Situationen stets proklammiert. Dieses Verhaltet gibt ja erst die Grundlage für die Annahme, dass gezielt manipuliert und gelogen wird.

Ich meine was war denn das Ergebniss des ganzen Popanz? Und kann irgendjemand behaupten, dass das nicht vorhersehbar war?
von Talron
30.12.2017 12:41
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I rest my case...
von Talron
30.12.2017 08:55
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@Talasha
War der Artikel in deutscher oder englischer Sparache?
von Talron
29.12.2017 16:26
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@Talasha
Du meinst das?
https://www.brookings.edu/blog/brown-ce ... hool-week/
Das das Geld spart ist nicht so wirklich der Fall...
The idea has proved contagious because adults like it: Teachers have more free time, and stay-at-home parents like the convenience of taking kids to doctors and doing errands on Friday. Many district leaders who have recently adopted the idea say that it gives them an advantage in competing for teachers, who understandably like the idea of the same pay for 20 percent fewer days at work.
Jetzt wäre es echt interessant von wo du deine Infos hast... Womit wir wieder bei Fake News wären...
von Talron
29.12.2017 15:30
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@@Gorbalad
Jep. Du musst das Produkt eben verkaufen. Ob es gut oder scheiße ist. Aber wenn du sagst, mein Produkt ist nichts für euch, dann kauft es eben keiner.

Wobei mir Trump so langsam richtig unheimlich wird. Entweder ist der Typ wirklich so intelligent wie er behauptet oder der hat einfach verdammtes Glück mit seiner Politik. Wenn das mit den investitionen welche allein deutsche Firmen in den USA tätigen wollen stimmt...
Und der IS in Syrien ist auch besiegt...Und auf Obamas Lybienvermächtnis kann er schön mit dem Finger zeigen.
Wenn das so weiter geht bekommt der echt noch eine zweite Amtszeit.
von Talron
29.12.2017 08:36
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@Suilujian
Politische nicht persönliche. D.h. wie die die persönlichen Forderungen in Politische umgesetzt werden, ja.
Faktisch funktioniert das auch nicht, weil wir eben eine Demokratie sind. Du kannst ja schlecht Leuten sagen, dass dir ihre Bedürfnisse scheiß egal sind und dann erwarten, dass sie dich wählen. (Siehe Hillary und Arbeiter in den USA)
@Rhanaya
Na sollen wir es im neuen Jahr wieder angehen? Wenn SPD/CDU auf ihren Standpunkten bleiben werden wir nochmal an die Urnen müssen.
Ich glaube das kann man inzwischen beantworten: Wenn es keine Koalition mit SPD und CDU gibt wird wohl eher nochmal Jamika oder eine Minderheitsregierung versucht als Neuwahlen...
Bei Neuwahlen besteht die Gefahr, dass die AFD zweitstärkste Fraktion wird.
von Talron
28.12.2017 22:00
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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

1. Warum? Wenn wir mal ganz ehrlich sind, sind das Luxusprobleme. Ich sehe nicht warum sich z.B. eine Alleinerziehende welche sich sorgen macht wie sie die nächste Stromrechnung zahlt darum kümmern sollte.
2. Leben wir noch immer in einer Demokratie. D.h. Partein sollten die Sorgen und Probleme der Leute aufnehmen und ihnen nicht vorschreiben worum sie sie zu sorgen haben.
3. Die von dir genannten wählen doch eher die Grünen oder die FDP. Warum sollte die SPD eine Gruppe ansprechen die schon so gut von anderen Parteien abgedeckt ist?
von Talron
28.12.2017 18:41
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@Merry
Agenda 2010 einschließlich Hartz IV, Ausweitung der Möglichkeiten für Zeitarbeit
Das ja, da stimme ich dir zu.
sich einen Dreck um Bürgerrechte in Bezug auf Überwachung (Vorratsdatenspeicherung, Geheimdienstbefugnisse, NSA-BND-GCHQ-etc.-Skandal mit mangelnder Aufklärung, auch dank der SPD…) scheren, Murat Kurnaz in Guantánamo lassen (und der Verantwortliche ist jetzt Bundespräsident)…
Glaubst du im Ernst das interessiert den Arbeiter? Überlege dir mal wie du die Hosen runterlassen musst, wenn du Hartz IV willst? Oder irgendwie was von der Steuer zurück? Es gibt doch für den Arbeitnehmer so gut wie keine Möglichkeit bei der Steuer z.B. zu bescheißen. Klar, früher Schwarzarbeit.
Da hast du zwei Jobs wirst aus einem gefeuert aber der andere erhält dann mal provisorisch Steuerklasse 6 und Harz IV bekommst du nicht, denn mit beiden wärst du ja über X Euro im Monat. Aber selbst von deinem zweiten behält die Steuer mal eben 20%, weil ja kein Steuerfreibetrag etc. pp. Und am Ende hast du 150 Euro. Und dann musst du bitte nachweisen, dass es alles anderes ist und du kein Geld hast. Glück für dich, wenn du vielleicht noch 1000 Euro auf dem Konto hast um den Monat zu überbrücken....Da glaubt dir keiner einfach mal. Alles bitte schön nachweisen und wehe dir du vergisst was.
Und das du wegen 10 Euro aus der Kasse fliegst ist klar und das dein Chef dir nicht mal ne überstunde unter der Hand bezahlen kann ist auch klar.
Das haben ja auch viele geschluckt, jeder sollte ja schon irgendwie Steuern zahlen und Scharzarbeit ist ja nicht so toll und Diebstahl auch nicht. Nur wenn du dann als SPD anfängst zwar darauf zu bestehen, aber gerade im Verlauf der Flüchtlingskriese (und machen wir uns nichts vor, die Verluste jetzt haben 0 mit Harz 4 zu tun, das liegen eher in der Vergangenheit), dass es bei anderen völlig anderes ist, dann kommen sich viele veräppelt vor.

Dein Beitrag repräsentiert sehr schön die Sicht der Jusos und der SPD Parteibasis. Wichtig ist aber eben die WÄHLERBASIS. Und die tickt eben anders. Weil sie trägt eben am Ende immer die Konsequenzen von "ach so sozialen" und "menschlichen" Entscheidungen. Das fängt schon damit an, dass noch keine Regierung im Amt ist aber mal gleich die Gehälter erhöht werden. Wie willst du das bitte einem Arbeiter verkaufen? Der arbeitet erstmal einen Monat und sieht dann Geld. Wenn überhaupt.
Corbyn hat die Verantwortlichen nun abgesägt und bringt Labour wieder auf den alten Weg. Er hat damit Zulauf. Was machen die Sozialdemokraten bzw. Sozialisten in Frankreich, Griechenland, in den Niederlanden, in Irland, Spanien? Wenn sie sich auf die Mitte zubewegt haben, wie es oft heißt, dann hatte das im besten Fall nur kurzfristig positive Konsequenzen.
https://www.nytimes.com/2016/07/01/worl ... ll-it.html
Dazu mal die NY-Times. Alles andere als ein rechtes Blatt. Ja, der Artikel ist von 2016, aber noch immer aktuell. Das Labour vielleicht in den Umfragen dank Brexitchaos profitiert mag sein. Aber es hat sich in England schon gezeigt, dass die oft trügerisch sind. Klar, ich wähle Labour und dann ist es Ukip.
von Talron
28.12.2017 16:32
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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Wenn die SPD bei einigen ihrer Standpunkte bleibt, dann ist sie nach Neuwahlen APO...
Und wenn sie sie aufgeben dann läuft ihre Pareibasis Sturm...
Pareibasis oder Wählerbasis. Scheiß Situation für die SPD...
von Talron
30.11.2017 14:36
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Wie schon so oft gesagt: Trump ist der Anführer den die westliche Welt verdient.
von Talron
29.11.2017 15:57
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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Ich bin immer noch für eine Minderheitsregierung, am besten CDU/CSU alleine.
1. Müsste die CDU dann endlich mal Verantwortung übernehmen und könnte sich nicht mehr oder minder hinter den Entscheidungen des Koalitionspartners verstecken und wenn die Entscheidungen dann falsch sind nach dem Motto auftreten: Tja seht ihr, ohne uns wäre es noch schlimmer geworden.
2. Würde parlamentarische Arbeit endlich wieder im Parlament stattfinden.
3. Würde sich die Entscheidungen der Wähler wesentlich stärker in den politischen Entscheidungen widerspiegeln.
von Talron
24.11.2017 14:04
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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Es geht mir nicht darum ob man das jetzt aussetzen soll oder auch nicht. Kann man drüber diskutieren oder auch nicht. Mein Punkt war, dass man sich hinstellt und sagt wir hätten uns fast mit den Grünen geeinigt und sich dann kommen und bei einem Thema von dem auch der letzte weiß, dass es vor allem für die Grünen, elementar war einen Vorschlag ins Parlament bringen der wirklich gegen jede rote Linie der Grünen geht. Und das in einer Wochenfrist. Und man muss sich eben überlegen, dass sowas einem auch nicht in den Schoß fällt sondern der Vorschlag schon vorbereitet gewesen sein muss....
Warum kann man nicht einfach das Rückgrat haben und nachdem die Koalitionsverhandlungen zu Ende sind sagen, ja wir kamen nicht weiter. Und so ist es doch mit allem so.
von Talron
23.11.2017 22:02
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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Die Obergrenze ist weniger rückwärts blickend als viel mehr sinnlos. Das einzige was wohl noch absurder ist, ist die Frage was man mit dem 200001 Flüchtling macht. Beides suggeriert ein Level an Kontrolle dessen fehlen ja das stärkste Merkmal 2015 war.
Keines der Probleme von 2015 ist wirklich gelöst. Faktisch wurden die Migranten schlicht von Orban und Erdogan sowie "Partnern"in lybien festgesetzt. Die können das je nach Motivation auch anders handhaben.

Das ich nicht nur über die Grünen meckere.
Gestern hieß es noch man wäre bei den jamika Verhandlungen ja kurz vor einer Einigung gestanden und heute dann:
http://www.focus.de/politik/einfach-nur ... 89448.html
CDU/CSU sind doch auch Heuchler vor dem Herrn.
Das man nicht einmal ne verdammte Anstandswoche warten kann bis man genau das Gegenteil von dem, wozu man in den Koalitionsverhandlungen angeblich fast bereit war, durchs Parlament zu bringen...
von Talron
23.11.2017 07:26
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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

@Eulenspiegel
Bundeswehr:
Nö. Man muss halt wissen was hinter den Zahlen steht. Für die von dir genannten 6Milliarden könntest du nicht einmal die Waffen und Fahr/Flugzeuge anschaffen die bis jetzt in Afghanistan eingesetzt wurden. Für die Frage was ich ausgeben muss um einen Einsatz durchzuführen muss ich ALLES mitrechnen. Auch wenn teile schon im Wehretat verrechnet sind. Das ist für die Fragestellung irrelevant.
@Flüchtlinge
1. Was heißt die meisten? Wie viele?
2. Es ging aber um die Aussetzung des Familienbachzuges für Menschen welche nur subsidären Schutz genießen.
@Energiepolitik
1. Ja welche Forschungsprojekte würden denn konkret von der Umlage finanziert.
2. Und 2017 wissen wir, dass sie Analyse und Prognose des Artikels Bullshit war. Also was soll die Quelle?
3. Ja gut aber das wäre wieder ein anderes Thema.
4. Die Herstellung von Solarzellen ist verdammt energieintensiv. Daher haben die ersten Module während ihre Lebensdauer auch weniger Strom produziert als sie in der Herstellung verbraucht haben. Der nächste Punkt sind wie bei jeder Massenproduktion natürlich die Abfälle. Bei Solarzellen je nach Herstellungsverfahren sehr giftig und schwer zu entsorgen. Daher ist es ein Massiver Vorteil wenn ich mit billiger Energie meine Solarmodule produzieren und sie auf einen garantierten Absatzmarkt (Deutschland) absetzen kann.
5.Ne hatte sie nicht weil eine Menge Vollidioten vor allem in den Medien aus ideologischen Gründen voll dahinter standen. Bis eben das offensichtliche geschah und direkt Staatlich gewürzte Unternehmen den Markt übernommen haben. Dann stellte man auf einmal fest ups die Umlage wirkt ja gerade Inovationshemmend und ja wenn man einfach einen Futtertrog hinstellt dann kann sich in einer Globalen Welt mit Anlaufzeit jeder bedienen. Überraschung.
@private Stromkosten
1. Habe ich schon erklärt warum das so ist.
2. Doch natürlich spielt es eine Rolle . Der deutsche Anbieter muss den EE Strom ja zu vollem Preis kaufen kann ihn aber natürlich ins Ausland nur zum Marktpreis abgeben. Die Differenz zählt der Stromkunde eben auch.
3. Wenn ich eine Katze 3 Monate doppelt soviel füttere wie notwendig und dann 3monate nicht füttere, dann ist sie im Mittel gut ernährt, in der Realität aber tot.
@Großkraftwerke
1. Kommt darauf an wie viele noch verbleiben.
2. Das macht die Antwort einfach: Blackout.
von Talron
22.11.2017 15:52
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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

@Eulenspiegel
Bundeswehreinsatz in Afghanistan:
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_ ... fghanistan
Das DWI wäre bei einem Abzug 2011 von Gesamtkosten von 18–33 Mrd. ausgegangen. Da müsste man dann die Opportunitätskosten herausrechnen. Aber gerade die Nachtbetreuung bzw Invalidenrente gehört schon zu den Kosten dazu. Also mal eben die 3 bis 5 fachen Kosten.
Hinzu kommt natürlich noch, dass es für Militäreinsätze Material braucht. Dieses muss angeschafft werden und versteckt sich dann im Verteidigungsetat. Sprich ob ich den nun erhöhe oder mal 20 bis 30 Milliarden auf die Einsatzkosten draufschlage... Linke Tasche rechte Tasche.
Diejenigen ohne Arbeit werden Hartz IV bekommen. Das heißt, sie erhalten ca. 10.000 € pro Jahr.
Dazu kämen natürlich noch zusätzliche Kosten. Sprach und Integrationskurse sowie Verwaltungs-/Betreuungskosten.
Es gibt für 2017 bisher 180.000 Asylanträge. Nehmen wir an, dass alle positiv beschieden werden. Und sagen wir, dass jeder Flüchtling durchschnittlich 2 Familienangehörige für den Familiennachzug hat.
Und was hat das mit der Fragestellung von Subsidärschutz und Familiennachzug zu tun?
Für voll anerkannte Flüchtlinge gibt es Familiennachzug, da gibt es zwischen den Parteien keine Differenz. (Ich glaube nicht einmal bei der AFD)
Quellen:
http://www.bamf.de/DE/Infothek/Statisti ... -node.html
So subsidärer Schutz 2016 wären 253,700 und für 2017 bis Okt wären es 90.231. Macht man da die Hochrechnung bis Ende des Jahres kann man wohl für 16/17 mit ca. 250,000 rechnen. Wobei man hier natürlich noch beachten muss, dass da noch nicht gestellte Anträge bzw noch nicht entschiedene Anträge nicht mit dabei sind und natürlich fehlt noch 2018.
Quelle: Aktuelle Zahlen Asyl 9.11.17

Nach deiner Rechnung wären es dann 5 Milliarden und natürlich nochmal 2.5 Milliarden für den Flüchtling selbst als jährliche Folgekosten für die Geflüchteten 2016-2017.
Die früheren Regierungen hatten richtig begonnen, indem sie die Grundlagenforschung für Solarenergie und später auch die Forschung zur industriellen Nutzung stark gefördert haben. Dank dieser Förderung von mehreren Mrd. € entstanden mehrere Patente für Solarstrom und Deutschland hatte die stärkste Solarindustrie. - Und dann machte die Regierung einen großen Fehler und ließ zu, dass China die deutschen Solarindustrien mitsamt Patenten aufkaufte. In Folge kam die deutsche SOlarindustrie zum erliegen und Chinas Solarindustrie wuchs und ist heute weltweit führend.

Das heißt, die deutsche Regierung hat Milliarden in die Solarforschung investiert und Patente entwickelt.
Die chinesische Regierung hat diese Patente anschließend billig aufgekauft und verdient jetzt ein Vermögen mit der Solarindustrie.

Dass Deutschland die Solarforschung subventioniert hat, finde ich gut. Dass Deutschland zuließ, dass China die Patente kaufen konnte, ist für mich der größte Fehler, den die deutsche Regierung begangen hat.
Das ist doch nie passiert. Es gab nie großartige Investitionen in Grundlagenforschung oder Patente. Es gab die Umlage. Klar gab es mal hier und da etwas Geld für die Forschung aber im Vergleich zu den Milliarden aus der Umlage (und den Milliarden die Ausgegeben werden mussten und müssen um ihre Folgen zu finanzieren) wirklich nicht der Nennung wert. Das das EEG das Abwandern der Solarindustrie nach China zur Folge hatte war klar von Tag 1. Dazu muss man sich nur mal klar machen wie es funktioniert:
Du bekommst ein festes Entgeld pro eingespeister Energiemenge über einen Zeitraum von 20 Jahren. Das führt natürlich zu zwei zwingenden Entwicklungen:
- Speichertechnologien werden nicht erforscht bzw jede Entwicklung zu einer Steuerung der Einspeisung unterbleibt. Das ist vor allem bei z.b. Biogasanlagen richtig ärgerlich weil diese in der Theorie dazu sehr gut in der Lage gewesen wären. Aber warum in eine teure Regelung investieren, wenn es keinen Unterschied macht?
-Für Solarmodule galt unter wirtschaftlicher Betrachtung folgendes Prinzip: Möglichst günstig, möglichst nahe an die 20 Jahre Lebensdauer herankommen bei adequater Leistung. Jetzt sind große Preistreiber bei der Herstellung der von Solarzellen zum einen die Energiekosten und zum anderen natürlich Umweltstandards. Da steht China besser da, klar. Billiger Kohlestrom+wenig Umweltschutz.
Alles bei dem Deutsche Firmen sprich KnowHow gezählt hätte wurde von der Umlage umschifft.
Der Status quo ist also momentan:
Ausgaben vom Staat: 0 €
Ausgaben der Privathaushalte: ca. 20 € pro Jahr
Ausgaben der Unternehmen: Etwas mehr pro Jahr (genauer: 0,5 Cent pro kWh)
Mal davon abgesehen, dass es die falschen Zahlen sind.
Wo glaubst du eigentlich kommt das Geld des Staates her? Ob der das nun direkt von den Bürgern über eine Abgabe nimmt und gleich weiter gibt oder indirekt über Steuern und dann investiert ist doch verdammt nochmal egal.
Und das ist es was mich echt so ein bisschen wütend macht. Denn spielen wir das mal durch...
Hätte Rot-Grün damals keine bescheuerte Umlage eingeführt mit Lügen flankiert ala "kostet jeden nur soviel wie eine Kugel Eis", sondern gesagt wir nehmen auf den Strompreis 2 Cent Steuern pro kWh und investieren dass direkt in die Grundlagenforschung und vergeben von dem Geld Ausschreibungen für Windparks und andere Projekte, dann wären wir heute weiter. Wir hätten zwar rechnerisch einen geringeren Anteil an EEs aber wir stünden nicht kurz vor dem Scheitern der Energiewende...Gerade beim Thema Speicher wären wir wohl massiv weiter. (Aber damit wären sie niemals durchgekommen. Denn zum einen hätte der Ausbau nur sehr, sehr schleppend angezogen und zum anderen hätte es eben keine massive Umverteilung gegeben, die Wähler gebunden hat) Und da man schon an deinem Post schon sieht, dass Fakten selbst 10 Jahre später nicht zählen...
Sinkende Preise an der Strombörse bedeuten leider nicht, dass der sinkende Preis direkt an die Verbraucher weitergegeben wird, wie man ebenfalls gut an der Grafik sehen kann.
Was natürlich auch logisch ist, weil man sich irgendwelche im Schnitt gesunkenen Strompreise dort hin schieben kann wo die Sonne nicht scheint.
Denn wenn man sich etwas mit Elektrizität auskennt weiß man, dass der Strommarkt eine hoch dynamische Sache ist/sein muss und ,wenn dazu noch etwas Politikwissen kommt, dass er nicht an der deutschen Grenze endet und mit etwas meteorologischem Wissen weiß man auch, dass Wetter ein regionales Phänomen ist.
Sprich:
Wenn die Sonne über Bayern scheint, dann gilt das für jede Solaranalge in Bayern. Und auch im Umland von Bayern ist es wahrscheinlicher, dass die Sonne scheint. (Wetter ist ein Regionales Phänomen)
Hinzu kommen dann noch solche mystischen unvorhersehbaren Erscheinungen wie die Jahreszeiten...
Sprich: Wenn also an Tag A im Sommer alle bei Sonnenschein und frischer Briese am Badesee oder Meer liegen, keiner heizt, fernsieht oder kocht, dann kann der Strompreis mal schnell bei -1 cent/kWh liegen. Wenn es im Winter dann an Tag B dunkel aber Windstill ist und alle in ihren Wohnungen hocken, Tee trinken und Tatort schauen mag der Strompreis bei 11 Cent/KWh liegen. Klar macht das im Schnitt einen niedrigen Preis für den Strom von 5 Cent. Der Krux ist aber, dass sich eben die Kosten ungleich verteilen.
An Tag A wird Deutschland wohl Strom exportieren, sei es an Holland, welches dann einige seiner Gaskraftwerke abschaltet oder an die Schweiz welche ihn in Pumpspeicherkraftwerke leitet. An Tag B muss dann möglicherweise etwas importiert werden. Wenn wir jetzt um es einfach zu machen mal annehmen Verbrauchsmenge Tag B=Produktionsmenge Tag A, und einen Export von Strom für Tag A von 30 Prozent annehmen, dann bedeutet dies für den Deutschen Kunden.
Er hat einen 0.7 Anteil des günstigen Stroms, einen 1 Anteil des teuren Stroms und muss noch den Negativertrag des Stromexportes bezahlen.
(Und die -1 Cent kommen ja auch von jemanden sprich den Kraftwerksbetreibern, also auch auf denen bleibt am Ende jemand in Deutschland sitzen)
Daher kann aufgrund der Wirkung des EEGs der sinkende Börsenpreis gar nicht weitergegeben werden, weil er eben nicht der reale Preis für Deutschland ist, sondern sich auf alle im Europäischen Netzverbund bezieht.
Das wiederum hat die folgenden Auswirkungen:
1. Die KWK- und EEG-Umlagen sinken. (Denn die Differenz aus staatlich garantiertem Preis und Strombörsen-Preis wird kleiner.)
2. Der Bruttopreis (Strombörsen-Preis + Umlage) für den "Stromvermittler" steigt.
3. Wie sich das auf den Strompreis für den Endkunden auswirkt, ist schwer zu sagen. Der Haushaltstsrompreis richtet sich nicht immer nach den Strombörsen-Preisen.
Was passiert wenn ich Großkraftwerke schließe:
1. Die Netzstabilität nimmt ab, weil diese eben über die Regelungstechnik und entsprechende Vorrichtungen Verfügen um stabilisierend einzugreifen. Stichwort Schwungräder.
2. Ob irgendetwas sinkt oder steigt hängt davon ab wie sie ersetzt werden bzw zu welchem Teil. Denn wie gesagt, man muss die Dynamik im Auge behalten und den damit verbundenen Stromexport bzw. Import. So kann der Börsenstrompreis deutlich sinken aber für Deutschland der Verbraucherpreis deutlich steigen.
3. Wahrscheinlich dürfte der Endverbraucherpreis also deutlich anziehen weil eben ein in gewissen Rahmen regelbarer Beitrag durch einen nicht regelbaren sehr stark schwankenden Beitrag (teilweise)ersetzt würde.

@Der Wanderer
Hm, tja. Das Problem ist, wie Du sagst, dass es für alles gelten kann. Bei Breitbandausbau und Energiewende sind viele ja auch der Meinung, dass der wirtschaftliche Nutzen die Kosten übersteigt. Sogar beim Thema Flüchtlinge. Finde ich grundsätzlich nicht unplausibel, aber ja: Kommt eben drauf an.
Ne, einfach ne. Fakten sind Fakten. Klar kann man zu allem eine Meinung haben und die muss sich nicht an die Wirklichkeit halten.
Aber die Fakten gewinnen. Das Problem ist, dass die Kosten nicht in Stein gemeißelt sind. Sprich: Ob eine Million Flüchtlinge über 10 Jahre nun 4-5 Milliarden pro Jahr kosten oder 20-30 Milliarden pro Jahr, hängt von den von der Regierung getroffenen Entscheidungen in einem nicht unwesentlichem Rahmen ab. Das fängt damit an wie viel Einfluss man auf Moscheen in Deutschland von Saudi Arabien oder der Türkei zulässt und endet mit der Arbeitsmarktpolitik. Das selbe Spiel gilt bei der Energiewende. Ob man auf erneuerbare Energien umsteigen kann und ob es sich trägt oder nicht hängt von dem WIE ab. Und je weiter ich mich bei meiner WIE Entscheidung eben von der Wirklichkeit entferne, weil ich sonst gezwungen würde Probleme zu benennen bzw langsamer Ansätze zu wählen, desto schlechter wird das Ergebnis sein. Völlig egal, um was es geht, am Ende setzt sich die Wirklichkeit durch. Egal was man heute zur Energiewende, Flüchtlingspolitik, Wirtschaftspolitik, Europapolitik behauptet, in 5 bis 15 Jahren ist es Geschichte und das Ergebnis steht fest. Man konnte auch verschiedene Ansichten zur DDR haben und wie erfolgreich sie war... Naja, bis 89.
Natürlich gibt es auch heute noch welche die es anders sehen.
von Talron
20.11.2017 08:57
Forum: Smalltalk
Thema: Unser kleines Forenparlament BTW 2017
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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Ja ne ist klar. Der Kohleausstieg würde einen Rattenschwanz an Kosten nach sich ziehen wenn man keine Blackouts riskieren möchte. Und die wären richtig teuer. Förderung der Emobilität Ende des Verbrennungsmotor bis 2030, richtig teuer. Und die Krone zum Schluss die Flüchtlingspolitik. Sorry, aber Fakten sind Fakten. Und zwei drei Milliarden mehr Verteidigungsausgaben machen den Kohl nicht fett. Ganz davon abgesehen, dass es vor allem wieder die Grünen sind die die Bundeswehr am liebsten in jeder nur erdenklichen Friedensmission sehen würden. Da kommt eine kaltherzige FDP günstiger.
Und möglich, dass die AFD die Regierung "offiziell" nicht stützt aber auch wieder völlig bedeutungslos. Die AFD kann eine z.B eine Obergrenze nicht ablehnen ohne sich selbst zu entleihen. Ähnlich sieht es bei der inneren Sicherheit aus. Versucht die jetzige AFD Führung stur einen anti CDU Kurs zu fahren, dann besteht für sie das Risiko, dass viele ihrer Abgeordneten zu Petry überlaufen. Von den Wählern ganz zu schweigen.
PS: Steuersenkungen können dazu führen, dass am Ende mehr Geld da istgenauso wie Erhöhungen zu weniger führen können, siehe Frankreich. Das sind keine Linearen Effekte. Man kann gerne darüber diskutieren ob vieles moralisch ist oder nicht und wie es mit Langzeitfolgen aussieht. Werde mich an letzterem nicht beteiligen weil mir dazu schlicht das Wissen fehlt. Das einzige wirklich drängende Problem in den nächsten vier Jahren wird wohl die gestiegene Kriminalität sein, gerade im Bereich sexuelle Gewalt. Aber sexuelle Gewalt gab es immer und sie war Mal höher... Ja aber sie war rückläufig in den letzten Jahrzehnten. CO2 gab es auch schon immer und seine Konzentration in der Atmosphäre war auch schon Mal deutlich höher als jetzt.