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von Djembo
19.10.2019 10:16
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Thema: Wie geht's Euch grad 2?
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Wie geht's Euch grad 2?

Momentan wieder recht arbeitsreich. Da hat man mal Ferien im Hauptjob und dann fallen im Aquarium gleich 3 Leute mit je 30 Wochenstunden aus. Jippie! Chef ist nur am rotieren. Also ich hätte keine Lust, 12 Tage je 7 Stunden in der Besucherbetreuung (also: fast durchgehend sabbeln, Dinge erklären, das alles laut genug um das Gemurmel der Menge zu übertönen, alles unterirdisch ohne Sonnenlicht) durchzuarbeiten, aber ich liebe ihn dafür, dass er sowas macht und uns normalen Arbeitskräften damit den Rücken frei hält. Klar, wir arbeiten alle auch mehr, aber was er leistet... nicht schlecht. Ansonsten hat der Schüler, der schon in den Sommerferien überraschend seine Ferienaufgaben gemacht und abgeschickt hat, das jetzt wieder gemacht. Der Junge ist sowas von runter von seiner 5, zum Glück liegt es in einem gewissen Maße in meinem eigenen Ermessen, wie sehr ich die verschiedenen Bereiche der Notenfindung gewichte. Seine Klassenarbeit war eine 5, in den Vokabeltests ist er auch meistens auf der 5, aber er gibt sich sichtbar Mühe, macht seine Hausaufgaben und gibt sogar solche freiwilligen Leistungen ab. Jetzt muss ich nur noch schaffen, dass er sich auch in den sichtbaren Noten verbessert, dann können wir sogar mal über ne 3 auf dem Zeugnis reden :-)
von Djembo
14.10.2019 22:17
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Thema: Wie geht's Euch grad 2?
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Wie geht's Euch grad 2?

Recht gut gelaunt. In meiner Shadowrun Runde haben sich die Spieler jetzt völlig darin verbissen, den Bösewicht zu enttarnen. Dumm nur, dass sie es bei dem Typen versuchen, der sehr viel mehr das Opfer ist, als der Bösewicht. Es macht massiv Spaß, wie sie immer wieder die Hinweise, dass er vielleicht doch kein Mistkerl ist, ignorieren. Wenn das so weiter geht, könnte die Kampagne so enden, dass sie den "Bösewicht" stellen, ihn aus dem Spiel nehmen und damit den wirklichen Bösewichten den Weg frei machen. Aber hey, was ist schon eine kleine Shediminvasion im Herzen von Redmond :lol:
von Djembo
11.10.2019 09:56
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Thema: Wie geht's Euch grad 2?
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Wie geht's Euch grad 2?

Rhonda Eilwind hat geschrieben:
10.10.2019 00:04
@Djembo

Wart ihr im Hunsrück?
Nope, Ausland, Nachbarland. Aber hab auch schon gehört, dass es da noch viel viel mehr als nur Burg Waldeck und Schloss D(h?)aun geben soll.

Gestern einen Vortrag bei einer Landsmannschaft (Ostpreußen) gehalten über ein Durchgangslager nach dem 2.Wk. Spannende Geschichte. Landsmannschaften sind manchmal etwas schwierig, da gibt es manchmal nationale Tendenzen bis zum hammerharten "Es war nicht alles schlecht und die DEUTSCHEN Ostgebiete wollen wir zurück!". Oft gibt es darüber sehr viele interne Auseinandersetzungen, denn das Gros der Zeitzeugen in den Landsmannschaften ist nicht so drauf und die wollen natürlich ihre schwarzen Schafe ein wenig kleiner halten. Wenn man mal in deren internen Akten unterwegs ist, dann tauchen da immer wieder Verweise auf wie "Dieses darf nicht an Person X weiter gegeben werden" oder solche Einträge. Wenn man dann dort Vorträge hält, gibt es manchmal welche, die das Wort erheben und auf die bösen Russen oder die fiesen Amis verweisen und so. Die werden von ihren Kollegen (bis auf einige wenige Landsmannschaften) ganz schnell wieder zum Schweigen gebracht und, wie gesagt, die meisten sind nicht so aber es ist immer irgendwie unangenehm.
Die Leute gestern, Mindestalter etwa 60, Durchschnitt deutlich älter, waren so gar nicht so. Ich hab sogar einmal, was ich, wenn ich vor Zeitzeugen spreche oft vermeide, den Bogen zu aktuellen Konflikten geschlagen (Unterschied Flüchtlinge/Vertriebene, was ist mit den Syrern? Situation in den Wohnlagern, Situation in heutigen Flüchtlingsunterkünften [Zitat Zeitzeugin: wir hatten ja nichtmal eine Dusche aber das war nicht so schlimm und vielleicht haben die ja heute gute Betten und jeder eine Decke aber wir saßen ja immer so aufeinander und hatten nichs zu tun außer uns zu streiten]) und die haben einhellig gemeint, dass man da immer im Einzelfall gucken müsse. Und weil das so klasse lief haben meine Partnerin und ich gut 1 1/2 Stunden geredet. Vor wirklich alten Leuten, die bis zum Ende konzentriert dabei waren, das war klasse. Meistens merkt man so nach 45min wie bei den wirklich alten Leuten die Konzentration schwindet und sie gerne gehen würden, gestern überhaupt nicht. Hat echt Spaß gemacht.
von Djembo
09.10.2019 23:37
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Thema: Wie geht's Euch grad 2?
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Wie geht's Euch grad 2?

Arigata hat geschrieben:
09.10.2019 21:30
Hört die Dauermüdigkeit mit zwei Kindern eigentlich irgendwann auf?
Bei einer Kollegin etwa als das Kind 3 wurde, bei einer Freundin nach 1 1/2 Jahren, eine Bekannte hatte das Problem kaum, laut meiner Mutter waren es bei mir 1 und bei meinem Bruder fast 5 Jahre (aber der ist auch schon schwerer Asthmatiker seit er seinen ersten Atemzug gemacht hat, da war plötzliches Sterben eine realistische Möglichkeit), es ist also kaum vorher zu sagen.
Madalena hat geschrieben:
09.10.2019 22:16
Also, die ersten ein oder zwei Wochen war seine Antwort auf die Frage wie es ihm damit geht "Sehr gut!". Inzwischen hat sich die Antwort zu zunehmend eindringlichen Formen von "müüüüde" geändert.
Ich weiß ja, dass es unvernünftig und nicht sinnvoll und so ist, aber ein wenig neidisch.... ein Freund von mir war mal mit einer echten Nymphomanin (also mit diagnostiziertem Problem und Therapie) zusammen und wir alle waren schon eher "boah geil ey!" drauf, aber lange gehalten hat das nicht und die Trennung war auch unschön. Sie hat ihn verlassen, was für ihre Probleme wohl der bessere Weg war, aber ich hab den beiden damals auch schon kein halbes Jahr mehr von seiner Seite aus gegeben.

Hach, Ferien!

Die schönsten Vorkommnisse der Klassenfahrt:

- ich bin immer wieder fasziniert, für wie dämlich die Schüler uns Lehrer halten. Ich geh nochmal auf letzten Kontrollgang über den Flur (Schüler sind so +/- 15) und sehe, dass eine Zimmertür einen Spalt auf gelassen wurde. Jo, haben wir damals auch so gemacht, so kann man oft auf dem Bett sitzend den Flur im Auge behalten und den Lehrer rechtzeitig sehen. Das leise Klirren von Flaschen, die schnell weggeräumt wurden, habe ich dann mal überhört und bin einfach an dem Zimmer vorbei gegangen und dann wieder zurück. Außerhalb des Sichtbereichs der Tür bin ich nochmal stehen geblieben um zu hören, ob da Dinge passieren, bei denen es mir gesetzlich vorgeschrieben wäre einzuschreiten (z.B. Bierkonsum von 15jährigen in Abwesenheit personenberechtigter Personen) oder ob es einen echten Grund gibt, was zu machen (z.B. harter Alkohol, Mädchen auf den Jungszimmern und so). Natürlich hörte ich ein weibliches Kichern aus dem Jungszimmer und einen Kommentar im Sinne von "lass ma mit dem Alk aufhören, fühl mich nicht so gut" und dazu Zustimmung. Ich bin dann nochmal zur Treppe, die leise runter, laut wieder rauf, den Flur entlang, wieder Flaschenräumen und vöööööllig uuuunverdächtige Stille und hab dann an der Tür geklopft. Die waren sowas von erstaunt, als ich das Mädel bat, doch im eigenen Bett zu schlafen, schließlich hatte sie sich so richtig gut unter dem Bett versteckt, und die Flasche Korn, aus der etwa ein Drittel raus war einzog. Selbst ohne die Warnung gehört zu haben war der Alk kaum zu überriechen.
Was mich daran so begeisterte: Diese Jugendlichen haben zu fünft jeder allerhöchstens zwei Kurze getrunken und dann selbst beschlossen aufzuhören. Die wollten sich gar nicht die Kante geben sondern haben eben mal etwas rumprobiert, ohne Exzess oder Coolheitsgehabe und waren auch bereit einander einzugestehen, dass sie sich nicht so gut dabei fühlen.

- eine Schülerin hat ihr Referat so gründlich recherchiert, dass es selbst für mich nix zu meckern gab (und ich neige zum kritteln)

- Sie haben im Bus tatsächlich (zum großen, großen Entsetzen meiner Kollegin) nicht nur aktuelle Musik sondern auch Knasterbart lauthals gegrölt (einigen hatte ich mal das Lied "mein Stammbaum ist ein Kreis" gezeigt und dabei Fummelfips und Hotze verwechselt), beim Gossenabitur und "lieber widerlich als wieder nich" waren sie gut textsicher. Nicht unbedingt die Texte, die man auf dem Weg zu einer Klassenfahrt die 14-16jährigen grölen hören will, aber lustig

- Auf derselben Fahrt haben sie den Busfahrer ziemlich gereizt, indem sie immer wieder "ein Hooooch auf unser'n Busfahrer, Busfahrer, Busfahrer, ein Hoooooooch auf unser'n Busfahrer" sangen

- Anscheinend sind alte Ruinen deshalb toll, weil man da immer einen Sitzplatz findet!

- Ein Eichhörnchen, das über diese Ruinen läuft, ruiniert einem den ganzen schönen Lehrervortrag :lol:

- ein kleiner Provinzladen mit stark eingeschränktem (und teurem) Angebot kann tatsächlich nach drei Tagen keine Chips mehr haben
von Djembo
09.10.2019 16:25
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Thema: Wie geht's Euch grad 2?
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Wie geht's Euch grad 2?

Fix? Das ist nicht fix, das ist beeindruckend. Oder war das nur multiple choice?
von Djembo
09.10.2019 10:01
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Wie geht's Euch grad 2?

Wir drücken dir die Daumen :-)
von Djembo
08.10.2019 21:42
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Wie geht's Euch grad 2?

Dass ich sowas sage.... Leute, haltet den Frieden oder kämpft per pn. Bitte. Ich mag freundschaftliche Geplänkel, aber ein echtes "du hast aber... ja aber du hast...", das finde ich unschön :(
von Djembo
07.10.2019 21:43
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Wie geht's Euch grad 2?

Wieder wach, nüchtern und nicht wirklich ausgeruht, aber zumindest gut gelaunt. Die Fortbildung war... interessant. Sowas nennt man "Euphemismus" von eu - gut und phemi - ich sage, quasi ein "nett ausgedrückt". Ich habe mal wieder meine Meinung bestätigt gefunden, dass Didaktik aus einem schlechten Lehrer einen Lehrer des unteren Mittelmaßes machen kann, aber auch nicht viel mehr. So großartige Tipps wie "informieren Sie sich bei den Klassenlehrern über den Leistungsstand der Schüler" fallen unter "wer das nicht von sich aus macht, der sollte eh mit einer Zaunlatte geprügelt werden".
Und was man so über ländliche Regionen und Internet/Handyempfang sagt, scheint voll und ganz zu stimmen. Telefonate mit meinem geliebten Weibe gerieten zu abgehackten Kurzinformationen, SMS wurden nicht durchgestellt und und und. Ein beliebter Witz unter den Teilnehmern war, dass wenn jetzt Jason um die Ecke kommt, wir alle geliefert sind und niemand uns helfen wird.
Die Klassenfahrt war dann deutlich besser, keine Verletzungen, keine Vermissten, der Alkoholkonsum war unter den Schülern im normalen Bereich und wurde brav nur auf den Zimmern ausgeübt, ich musste nur einmal ein Mädel aus dem Bett eines Jungen scheuchen und sie waren noch voll bekleidet, alles in Allem eine recht angenehme Fahrt. Ich weiß jetzt mehr über das Liebesleben einer Kollegin, als ich je wissen wollte, aber das ist wohl der Preis, den man für Verbrüderung bezahlt.
von Djembo
18.09.2019 19:02
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Wie geht's Euch grad 2?

Immer noch voll im Stress, aber langsam sehe ich Land. Gut, am Montag geht's los, aber bis dahin dürfte alles Wichtige erledigt sein...hoffe ich...
von Djembo
14.09.2019 19:09
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Wie geht's Euch grad 2?

Wochenende, wunderbares Wochenende. Einen Tag keine Aufgaben, keine Verpflichtungen, nur lange Schlafen, gemütlich mit Brötchen auf der Terrasse Frühstücken, viel lesen, ein wenig Computer spielen, Pizza backen, mich über die Nachbarn und ihre Angewohnheit den Grill mit Holz anzufeuern aufregen (dauert ewig lange und qualmt wie blöde weil die scheinbar unfähig sind, ein richtiges Feuer zu machen), ein bisschen Geigen und ansonsten gar nichts sinnvolles machen.
von Djembo
13.09.2019 22:17
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Wie geht's Euch grad 2?

Madalena hat geschrieben:
12.09.2019 17:50
Sagt er das von sich selbst? Wenn nicht würde ich die Formulierung eher vermeiden, aus der angesprochenen Rücksichtnahme. Ist ja nicht so, als wäre sein Mann-sein nicht angeboren.
Hrm ich weiß, dass das völlig korrekt ist, aber für einen Cisgender-Hetero-Mann scheint das eher übervorsichtig. Das ist genau das Problem in diesen Diskussionen. Wenn man mal drüber nachdenkt, ist deine Aussage völlig korrekt, im ersten Moment denkt man aber "ach jetzt übertreibt'se aber".
Da Sprache ja bekanntermaßen eine Waffe ist, wäre es sinnvoll, neben den Begriffen für das biologische Geschlecht (männlich, weiblich, vielleicht auch Hermaphrodit) auch Begriffe für das soziale Geschlecht zu haben, aber das wäre wieder eine Diskussion, die nur innerhalb der Blase stattfindet und bei Außenstehenden eher unter "was für ein Quatsch" abläuft.


@Topic
Bachata...interessant. Sehr simpel, aber auch sehr vielseitig. Und ich muss meine Hüfte bewegen ohne dass ich dazu, wie in der Rumba, richtig Zeit habe, ich bin noch nicht sicher, ob mir das gefällt. Bei sowas fällt mir immer wieder auf, wie massiv gut meine Dame aussieht und wie sehr ich daneben wie so eine Art Nilpferd wirke. Im Standard kann ich das ja gut durch saubere Führung und eine gute Haltung kaschieren, im Latein... nicht so sehr.
von Djembo
12.09.2019 17:48
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Thema: Wie geht's Euch grad 2?
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Wie geht's Euch grad 2?

Grinder hat geschrieben:
12.09.2019 17:26
Arbeitest du ohne verschriftliche Übersicht der Inhalte eines Faches für eine Klasse über das Halbjahr gesehen? Ich finde es super praktisch, mir zu jeder Stunde im Vorfeld klarzumachen und aufzuschreiben, was dann Phase ist. Lässt sich dann ja auch easy für die nachfolgenden Schuljahre übernehmen
Doch schon, aber eine kurze Notiz, die meine Standartstunde um den Imperfekt einzuführen zusammenfasst (etwa so: "Vokabeltest (o)*, Hausaufgaben, Imperfekt einführen (Zettel G E Imp)**, Formenübung, Übersetzungsübung, Hausaufgabe Imperfektformen LText raussuchen, bestimmen, Sätze 1-4 übersetzen") ist ja nun wirklich kein Stundenraster mit allem drum und dran. Und fachfremde Kollegen haben damit sicher auch ihre Schwierigkeiten, daraus was Sinnvolles zu machen. Über das Halbjahr setze ich mir immer Etappenziele "Bis Woche 6 soll dies sitzen, bis Woche 9 will ich das geschafft haben usw."

*=optional
**Ordner G (wie Grammatik), Unterordner E (wie Einführungen), Datei Imp (wie Imperfekt), meine Ordnung auf dem PC ;-)
von Djembo
12.09.2019 16:53
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Thema: Wie geht's Euch grad 2?
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Wie geht's Euch grad 2?

Kleiner Nachtrag zu den Unterschieden zwischen Mann und Frau (und nein, seit dem letzten Eintrag habe ich nichts gemacht, was irgendwie produktiv wäre):
Ein Kollege im Aquarium wurde als Frau geboren, ist jetzt ein Mann. Überhaupt ist die Rate an Schwulen, Lesben und Transmenschen bei uns... sagen wir es mal so: in der Gastro arbeitet extakt ein Hetero-Mann, die anderen 4 Kerle da sind alle auf der bunten Seite, von den 3 Frauen sind es 2. Auf jeden Fall hat er mir neulich eine echt interessante Sache erzählt: seit die Hormonbehandlung wirklich angefangen hat zu wirken, kann er abends seine Gedanken einfach beiseite schieben und schlafen. Das ging vorher nicht, da hat er die Gedanken einfach nicht ruhig bekommen. Wir haben uns recht ausgiebig darüber unterhalten und sind zu keinem Schluss gekommen ob das an der Umwandlung selbst liegt oder daran, dass er da schon begonnen hat, sich deutlich wohler in seinem Körper zu fühlen, aber interessant fand ich das dennoch sehr.
von Djembo
12.09.2019 16:36
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Wie geht's Euch grad 2?

Sarafin hat geschrieben:
12.09.2019 14:59
Der Punkt ist, dass wenn jemand sagt "der Witz war nicht lustig, er verletzt mich" die Antwort sein sollte "sorry, das wollte ich nicht" und nicht "ist dein Problem, wenn du das nicht lustig findest" oder den Verletzen sogar zu beleidigen, wie es hier - nicht von deiner Seite! - geschehen ist.
Oft kommt eine entsprechende Reaktion auf einen dummen Witz aber nicht als "er verletzt mich" rüber sondern als "ich maul dich jetzt an". Das Problem liegt hier mMn in der Schriftform, es fehlen Tonfall, Gesichtsausdruck, Körperhaltung etc.
Deswegen keine dummen Witze mehr zu machen, wäre aber auch der falsche Weg. Es wäre besser, wenn alle Beteiligten versuchen, das, was der andere schreibt, erstmal positiv zu lesen. Also ein "alle Blondinen sind doof, höhöhö" als unpassenden Witz und nicht als gemeine Beleidigung und die "Ey sachma geht's noch?" Antwort dann eben als "ich fühle mich angegriffen" und nicht als "du bist dumm". Das ist natürlich nicht einfach, aber wenn wir alle versuchen, eher positiv zu denken, dann kann das eine Menge helfen.

@Topic
Motivatiooooon! Ein totales Loch :-/
von Djembo
12.09.2019 00:23
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Wie geht's Euch grad 2?

Ich ersticke in Arbeit. Zuerst teilte man mir mit, dass ich eine Fortbildung zu besuchen habe. Eine Woche. In der Unterrichtszeit. Und um den Wahnsinn komplett zu machen, geht es dabei um Vertretungsunterricht! Ok, man kann mich ja nicht zwingen, aber man kann mir aufzeigen, dass es eine gute Idee wäre, da mitzumachen :-/ Und danach "darf" ich dann gleich eine Klassenfahrt beaufsichtigen weil ein Kollege längerfristig ausfällt (Fuß-OP). Zwei Wochen bin ich also weg vom Fenster, aber meine Schüler in den geliebten Vertretungsunterricht zu schicken, fiele mir nicht ein. Also muss ich im Grunde zwei Wochen planen, Aufgaben und Lösungen vorbereiten und zwar das ganze so, dass meine Kollegen die Stunden auch sinnvoll halten können. Ein Kollege hat sich bereit erklärt, tatsächlich richtige Stunden zu geben, wenn ich ihm den Stoff aufbereite und ihm ein ordentliches Stundenraster fertig mache. Ich hab seit dem verk*ckt*n Ref kein Stundenraster mehr geschrieben! Hatte ich nie nötig und das daaaueeert! Also yo, mir geht's gerade hervorragend. Es ist weniger, dass das alles so furchtbar schwierig und kompliziert wäre, aber es ist eben sehr, sehr viel Arbeit.
von Djembo
07.09.2019 18:59
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Wie geht's Euch grad 2?

Yo seh ich genau so, aber gerade Politiker einiger bestimmter Parteien fordern nunmal gerne Verbote und höhere Strafen für alles, was gerade in den Medien ist.
von Djembo
07.09.2019 17:26
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Wie geht's Euch grad 2?

Assaltaro hat geschrieben:
07.09.2019 16:53
Dagegen wussten wir halt einfach schon wie viel Bier man am Abend verträgt und am nächsten Morgen wieder aufstehen kann.
Was auch immer ein ziemlich wichtiger Punkt ist, weshalb ich ganz persönlich auch kein großer Gegner von Bier mit 16 bin. Da gab's bei uns mal eine große Diskussion drum, einige Politiker holten die Aktionismuskeule raus und, ganz ihrer Partei entsprechend, wurden Verbote gefordert statt das Problem anzugehen. Damals hatte sich ein 15jähriger auf einer Klassenfahrt mit Strohrum ins Krankenhaus gesoffen. Es wurde natürlich nicht gefragt "woher hatte er das Zeug?" oder so sondern man sagte "Bier darf erst ab 18 sein und wir brauchen schärfere Strafen!". Aber meiner Meinung nach gehört es zum Erwachsenwerden dazu, dass man lernt, wo die eigenen Grenzen sind und was man verträgt und was nicht. Als ich mich das erste Mal mit Freunden getroffen habe, ganz explizit um Alkohol zu trinken, da haben meine Eltern den Braten sofort gerochen. Ok, ich war damals ein ganz miserabler Lügner. Aber dennoch. Und statt zu versuchen, mir das Trinken zu verbieten, hat mein Vater mir sein Handy in die Hand gedrückt (damals hatte noch nicht jeder so ein Ding) und mir vier Sachen eingebläut. 1.: Du gehst vorher irgendwas wirklich fettiges essen! 2.: Du trinkst zu jedem Glas Alkohol, egal ob Bier, Schnaps oder Likör, ein Glas Wasser! 3.: Ihr bleibt drinnen und geht betrunken nicht raus! (da war 'ne große Straße) 4.: Wenn du dich schlecht fühlst, rufst du an!
Außerdem gilt bei uns in der Familie immer noch der Grundsatz "wer saufen kann, kann auch arbeiten", will sagen weder auf mich noch auf meinen Bruder wurde jemals Rücksicht genommen, wenn es am nächsten Tag Frühstück gab (war bei uns immer gemeinsam) und danach was am Haus ausgebessert wurde, im Garten gearbeitet wurde, Oma und Opa besucht wurden etc. Ich glaube, das haben die auch mit Absicht so gemacht, dass am Tag nach einer Feier immer sowas anlag ;-)
Man muss dazu aber auch sagen, dass unsere Eltern uns das auch vorgelebt haben. Wenn die eine Feier hatten und (so als mein kleiner Bruder etwa 14 war haben sie's auch nicht mehr so versteckt) selber gut angeschäkert waren, stand trotzdem morgens um 8 (am Wochenende) das Frühstück auf dem Tisch und wir hatten anzutanzen.
von Djembo
07.09.2019 16:25
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Wie geht's Euch grad 2?

Skandinavier in Deutschland habe ich bisher immer als recht versoffen erlebt. Klar, Alkohol ist da wirklich deutlich teurer. Aber die Story von @Madalena ist schon hart. Die Schweden, die bei uns zu Schulzeiten immer zum Bigband-Austausch kamen, haben zwar hektoliterweise in ihren Bus geladen und hier tief ins Glas geschaut, aber solche Stories sind da nie passiert.

Zur Aufsicht bei Volljährigen:In Deutschland ist es eigentlich ganz einfach: Die Regeln, die der Leiter des außerschulischen Ausfluges festlegt, gelten vollumfänglich auch für Volljährige. Wenn also der Lehrer ein Alkoholverbot ausspricht (was in vielen Bundesländern sowieso durch das Schulgesetz aufgestellt ist), dann liegt es in seinen Rechten, Schüler für Zuwiderhandlungen von dem Ausflug auszuschließen.
Dabei gilt aber nicht nur, dass der Lehrer Regeln aufstellt und die Schüler sie zu befolgen haben. Es nennt sich Aufsichtspflicht und ebenso Fürsorgepflicht. Ganz grob gesagt: wenn einem Schüler etwas passiert weil ich ihm erlaube, mit mir ein Glas Bier zu trinken, dann bin ich verantwortlich.
Deshalb sind Oberstufenfahrten bei manchen Lehrern unglaublich unbeliebt. Der Spagat dazwischen, den Schülern ihrem Alter angemessene Freiheiten zu gönnen und gleichzeitig die Regeln durchzusetzen ist nicht einfach.
von Djembo
06.09.2019 23:41
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Wie geht's Euch grad 2?

Rhonda Eilwind hat geschrieben:
06.09.2019 22:21
Okay... ich glaube, das hängt davon ab, wie lange er voraussichtlich fehlen würde
Ja, ich meine auch, dass es irgendwie so sein müsste.

@Farmelon
eine hohe Mitarbeiterfluktuation ist immer ein schlechtes Zeichen. Im günstigsten Falle bedeutet das, dass die Bezahlung einfach zu klein ist, den schlimmsten Fall kennst du offensichtlich selber. In welcher Branche war das denn?

Alkohol ist immer ein schwieriges Thema. Ich bin mal auf einer Oberstufenfahrt gewesen mit eher dem Brande zugeneigten Schülern. Am Ende saß ich mit den heftigsten Trinkern zusammen einfach weil ich nicht wollte, dass die sich so abschießen wie schon andere Lehrer berichtet haben, ohne dass jemand mit erste-Hilfe-Erfahrung dabei ist. Verhindern konnte ich es eh nicht, ich bin in solchen Dingen wie Handynutzung, Alkohol, Gras und so für mein Adlerauge bekannt, aber in der 13. kann man da nicht mehr viel machen. Da kann man nur in der Nähe sein, selber akzeptabel nüchtern bleiben und aufpassen.
Ich bin zu einem gewissen Maß an Alkoholkonsum in der Lage und kann mich auch volltrunken genug zusammenreißen, dass es schon öfter vorgekommen ist, dass Polizisten mich haben weiter fahren lassen (auf dem Fahrrad natürlich, wenn ich trinke [egal, ob nur ein Radler oder mehr] rühre ich nichts motorisiertes an), obwohl ich kaum noch stehen konnte. Aber was diese Schüler in sich hinein geschüttet haben war erschreckend.
Am nächsten Morgen war dann um 7 Uhr Aufstehen, um 8 Aufbruch (wer saufen kann, kann auch arbeiten!) und sie standen Gewehr bei Fuß. Es hat mich alle Mühe gekostet selber den munteren Wanderer zu spielen und ich hab nicht halb so viel getrunken wie die und ich hab im Gegensatz zu denen auch Wasser dazu getrunken. Brav auf die russische Art, ein Wodka, ein Glas Wasser.
Klingt ja wie eine lustige Geschichte, wenn man aber bedenkt, wie lange man schon Alkohol trinken muss, um eine solch extreme Resistenz aufzubauen, dann fand ich das so gar nicht lustig.
von Djembo
06.09.2019 21:42
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Wie geht's Euch grad 2?

Rhonda Eilwind hat geschrieben:
06.09.2019 09:47
Natürlich ist so etwas möglich.
Das, worauf ich hinaus wollte, ist nicht, ob es möglich ist, ihm für einen Entzug oder ähnliches frei zu geben, sondern ob an seiner Stelle eine Vertretungsstelle geschaffen werden kann. Das wäre ja das, was wichtig ist. Ihn mal ein Vierteljahr zur Kur zu lassen, das ging ja wunderbar.
von Djembo
06.09.2019 07:44
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Wie geht's Euch grad 2?

hexe hat geschrieben:
05.09.2019 23:15
Und damit sie eine kriegen, kannst Du Dir einmal mehr Zeit mit dem Korrigieren lassen.
Ach das brauche ich gar nicht ;-) Ein wenig Druck war bei mir immer schon nötig, so wegen Motivation und so und das ist eine Methode, mir selbst ein wenig Druck zu machen.

Wir hatten damals einen Lehrer, der Alkoholiker war. Ich habe insgesamt in der 12. und 13. mehr als ein Halbjahr kein Mathe gehabt. War wirklich ärgerlich, weil er ein ziemlich guter Lehrer war, bei dem hatte sogar ich in Mathe meine 3, nicht weil er so nett bewertet hat (er war recht streng) sondern weil er einfach so gut erklärt hat und auch eine gute Lehrerpersönlichkeit hatte.
Er war angestellter Lehrer, Abmahnungen und Kündigung wären möglich gewesen, aber, und so hart muss man es leider sagen, auf dem Rücken von uns Schülern wurde er gehalten. Hätte man ihn rausgeworfen, hätten wir und die Jahrgänge um uns herum die volle Oberstufe hindurch Mathe gehabt, so gibt es ein paar Themen (zugegeben, welche ohne jede Relevanz für mein Leben), die ich noch nichtmal im Unterricht hatte.
Ich hätte es scheußlich gefunden, wäre ihm gekündigt worden und es wäre für ihn sicher eine Katastrophe. Aber ist die Alternative, dass auch heute noch ganze Jahrgänge große Stücke vom Unterricht einfach nicht kriegen, richtig? Ist meiner Meinung nach eine echt schwierige Frage, wobei ich auch nicht wirklich über Alternativen informiert bin. Also ob es Möglichkeiten gäbe, dass er eine Kur macht und dafür ein Vertretungslehrer kommt oder sowas. Heute haben wir bei mir das Problem nicht und unsere damalige Schulleitung war... naja, sagen wir einfach, dass sie an ihrem letzten Tag nichtmal vom vollen Kollegium richtig verabschiedet wurde.
von Djembo
05.09.2019 22:07
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Wie geht's Euch grad 2?

Loirana hat geschrieben:
05.09.2019 16:52
Apropros Einzelkind :rolleyes:

Ich darf stolz verkünden zum dritten Mal Vater geworden zu sein :lol: Kind kam am 22.08 auf die Welt, ist gesund, munter und alles Bestens :-)

Schlafmangel hat mich aber dann doch irgendwie vergessen lassen man Bescheid zu sagen :lol:
Glückwunsch! Drei Kinder, ich bewundere jeden, der dazu die Energie hat!

@Kollektivstrafen
Das wichtigste bei dieser Art von Strafe, ebenso wie bei den meisten anderen Arten von Strafe und Belohnung auch, sind zwei Punkte.Erstens, dass die Kinder bereits vorher wissen, was sie erwartet. Sie müssen vorher wissen "mache ich X, so erwartet mich Y". Zweitens darf es keine Ausnahmen geben. Kein "aber heute habe ich gute Laune, also gibt's heute mal keinen Ärger" und auch kein "du hast heute Geburtstag" oder sonstwas. Die Regeln gelten immer für alle. Und, das ist WIRKLICH wichtig: sie gelten auch für mich. Auch ich lasse mein Handy im Unterricht in der Tasche, auch ich esse keine Chips im Unterricht, auch ich korrigiere meine Klassenarbeiten innerhalb von einer Woche. Und wenn ich darin versage (das mit dem Korrigieren...), dann kann ich mich schlecht selbst bestrafen, aber dann kriegen die Schüler eine Wildcard. Dann kann die Klasse gemeinsam einmal sagen "nee heute keinen Vokabeltest" oder "ja, Jorge hat zum dritten Mal über Dobromiras Antwort gelacht, aber wir ziehen die Wildcard und kommen ungeschoren davon". So eine Wildcard ist eine tolle Sache, weil sie die Schüler zusammen schweißt. Sie haben ein Machtmittel gegen mich in der Hinterhand und da sie als Gruppe meistens alles andere als doof sind, musste ich kaum jemals tatsächlich eine Kollektivstrafe durchziehen weil sie sich die Wildcard genau für sowas aufsparen. Zumindest wenn sie einmal alle wegen einem arbeiten mussten.
von Djembo
04.09.2019 23:56
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Wie geht's Euch grad 2?

Rhonda Eilwind hat geschrieben:
04.09.2019 21:45
Komme grade vom Elternabend (auf NRW-Deutsch auch "Klassenpflegschaftssitzung" genannt) und habe das Protokollieren offenbar noch nicht ganz verdaut... ein Teil meines Hirns scheint grade nur auf Notstrom zu funktionieren.
He, Elternabend hatte ich heute auch! Nur nicht in NRW ;-)
Aber es war nett. Elternabende haben ja auf beiden Seiten des Grabens keinen guten Ruf, aber ich finde sie immer wieder ganz angenehm. Natürlich hilft es, wenn man viel Schrifttum dabei hat
"Wieso hat mein Kind Note XY, zu Hause kann es das alles!"
"Es hat am [6 verschiedene Daten] seine Hausaufgaben nicht gemacht, in X von Y Tests eine 5, hat sich bisher dieses Jahr in X Stunden kein mal gemeldet* und war allgemein nicht unbedingt gut drauf."
"Oh.... achso."
Dann noch konstruktive Hinweise, wie sie dem Kind helfen können, seine Noten zu verbessern und meistens geht es gut.
Außerdem kann man da Fragen beantworten wie "Warum schreiben sie so viele Vokabeltests?"** oder "Warum waren die Kinder bei Lehrer X alle so viel besser?"*** oder ""Wann wird die nächste Arbeit geschrieben?"****

*Ich schreibe mir meistens nicht auf, wie viel die Kinder sich beteiligen (außer es ist besonders oft, dann notiere ich das), sondern ich notiere, wenn sich ein Kind in einer Stunde gar nicht beteiligt. Das ist dann an sich auch nichts Schlimmes, jeder hat mal nen schlechten Tag oder keinen Bock, wenn das aber gehäuft auftritt, dann frage ich die Kinder schonmal, warum eigentlich? Dafür ist es aber auch immer wieder nötig, den Schülern das Lachen über doofe Antworten auszutreiben. Mache ich mit einer ganz einfachen Regel: wenn jemand über die Antwort von jemand anderem lacht, gibt's Extraaufgaben. Macht jemand das öfter, gibt's Extraaufgaben für die ganze Klasse. Das funktioniert recht gut und, weil sie sicher sein können, dass keiner lacht, trauen sich auch die eher schüchternen Schüler öfter mal.

**Weil ich dadurch einen Mittelwert der Leistung bekomme. Die beiden schlechtesten und der beste Test fallen aus der Wertung raus. Außerdem bringt es, solange es berechenbar bleibt, wann ein Test geschrieben wird, die fauleren Kinder dazu, Vokabeln zu lernen. Sie denken dann, sie müssten ja nur vor dem Test lernen und bemerken kaum, wie oft sie dann lernen.

***Waren sie nicht, ich bewerte nur härter.

****Kommt drauf an, wann wir mit dem Stoff so weit sind
von Djembo
04.09.2019 10:24
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Thema: Wie geht's Euch grad 2?
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Wie geht's Euch grad 2?

Madalena hat geschrieben:
04.09.2019 09:43
Mir ist ja nach wie vor nicht eingängig wie man an einen allmächtigen, gütigen Gott glauben kann, und trotzdem davon ausgeht dass Dinge, die natürlich vorkommen und niemandem weh tun nicht von *ihm/ihr* gewollt sind...
Religion gibt den Leuten halt, ein Gerüst, nach dem sie ihr Leben ausrichten können. Und in dieses Gerüst kann man wunderbar seine eigenen Ängste und Vorurteile einarbeiten. "Das finde ich Ih-Bäh. Darf ich das doof finden? Ja bestimmt, Gott mag das bestimmt auch nicht."
von Djembo
01.09.2019 22:23
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Thema: Wie geht's Euch grad 2?
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Wie geht's Euch grad 2?

Aber es macht Spaß ;-)
von Djembo
31.08.2019 13:49
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Wie geht's Euch grad 2?

Alecto hat geschrieben:
31.08.2019 13:04
Und da gehört in meinen Augen eine aktive Auseinandersetzung mit "der Gegenseite" zwingend mit dazu. Am fruchtbarsten sind dabei IMHO die Gespräche mit denen, die wirklich überzeugt sind - egal ob Zeugen, Mormonen, Baptisten, Salafisten, ... wenn es um religiöse Dinge geht. Auch Gespräche mit eingefleischten Kommunisten, Neonazis, Wirtschaftsliberalen, extremen Umweltaktivisten, militante Gender-Aktivisten, etc sind dabei sehr interessant. Wichtig ist dabei nur die Grundregel: Das soll ein Gespräch sein, keine Plattform für den anderen zum "Predigen". Man redet so lange tatsächlich Argumente ausgetauscht werden. Sobald nur noch hohle Propaganda herausgehauen wird ist es dann an der Zeit das Gespräch abzubrechen.
Aye, das sehe ich genau so, immer nur die eigene Meinung sich anzuhören, macht wenig Sinn.
Alecto hat geschrieben:
31.08.2019 13:04
Mit den Zeugen im speziellen kann man recht gut reden. Meiner Erfahrung nach sind ca 95% davon ganz normale Menschen, die aber IMHO eine gewaltige Indoktrination hinter sich haben. Die kann man tatsächliche erreichen. Große, insbesondere kurzfristige Überzeugungserfolge kann man da selbstredend nicht erwarten. Reden, Zuhören, Zweifel säen, Hinterfragen, etc hat durchaus einen nicht zu unterschätzenden Effekt. Ad hoc Bekehrungen sind aber natürlich vollkommen illusorisch.
Die restlichen 5% sind die Fanatiker und Fundamentalisten, die Du oben beschrieben hast. Ironischerweise kann man mit diesen sogar sehr gut reden - So ein Gespräch muß dann aber zwangsläufig anderen Regeln folgen wenn man irgendetwas erreichen will.
Auch hier hast du natürlich völlig Recht, wobei meiner Erfahrung nach unter den 95% auch einfach sehr, sehr viele sind, die ideologisch gefestigt sind. Nicht Fanatiker, aber ihrer Sache sicher. Und diese sind die, an die man kaum heran kommt.
Eines meiner Lieblingsargumente, wenn ich mit Atheisten rede, kommt tatsächlich von einem Zeugen, den ich in meinem Jahrgang hatte.
"Kann Gott einen Stein erschaffen, der so schwer ist, dass er selbst ihn nicht heben kann?"
Seine Antwort war
"Natürlich kann er das. Und dann gibt es einen Stein, den Gott nicht heben kann. Das wird ihm völlig unmöglich sein, schließlich hat er ihn ja so erschaffen. Dennoch kann er ihn natürlich heben, er ist allmächtig."
Diese Art von ideologischer Sicherheit, die Bereitschaft, sich innerhalb einer Argumentationsstruktur von der normalen Logik zu lösen und einzelne Axiome wie "Ja und Nein schließen einander aus" aufzuheben und andere Axiome einzusetzen, das zeichnet oft diese Leute aus. Solchen Leuten brauchst du weder mit der Geschichte der Kirche, mit Bibelexegese, mit den Kirchenvätern und sonstwas kommen, sie kennen diese Argumente und haben sie innerhalb ihrer Weltanschauung bereits widerlegt.
Vielleicht sind unsere Zeugen hier einfach sehr gebildet (ich weiß, dass deren Obere viel Wert auf sowas legen und solche Sachen auch auf ihren Treffen diskutiert werden) und es sind auch nicht alle von ihnen so fest in ihrem Glauben, aber ein erschreckend großer Anteil schon.
Bei uns sind es eher die AFD-Rassisten (so nenne ich gerne die Leute, die zwar an sich nichts gegen Ausländer haben, aber sich irrationalen Ängsten hingeben im Sinne von "Ach die kriegen ja immer alles wofür ich so hart arbeiten muss" oder "Da sind ja diese ganzen Jugendlichen mit einem ganz anderen Wertesystem"), bei denen man auch mal ein Umdenken hinkriegt und von denen auch mal was sinnvolles kommt. Ich hab im Januar mit so jemandem lange diskutiert und nachdem er so erzählt hat, was er an staatlicher Hilfe kriegt und was nicht, da konnte ich schon verstehen, warum der geneigte Bildzeitungsleser (*seufz*) sich so benachteiligt fühlt. Inzwischen liest er (sagt seine Tochter) häufiger mal den Bildblog und hat seine Meinungen deutlich aufgeweicht.
Schön ist auch immer, wenn man sieht, wie die Leute sich von selbst ändern. In der Siedlung, in der meine Eltern wohnen, da lebt ein echter Altnazi. Erst 1946 geboren, aber dennoch seit langem fest in seinen Überzeugungen. Die Siedlung hatte lange Zeit keine Kinder, alle weggezogen und die wenigen, die noch da waren, waren so Couchkinder, die von ihren Eltern vor dem Fernseher geparkt wurden. Seit da zwei knallschwarze Kinder leben und er ihnen ständig begegnet, weil die beiden eben nicht drinnen vor dem Fernseher sitzen sondern fast immer draussen spielen und dazu auch andere Kinder bringen, meckert er kaum noch über die bösen Ausländer, wenn man ihm beim Gassigehen trifft. Die beiden sind gut erzogen, kennen "guten Tag", "auf Wiedersehen", "bitte" und "danke" und das zieht bei ihm voll durch. So eine Veränderung zu sehen ist klasse.
von Djembo
30.08.2019 23:40
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Thema: Wie geht's Euch grad 2?
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Wie geht's Euch grad 2?

Madalena hat geschrieben:
30.08.2019 22:44
Mein Mitbewohner spielt AoE2. Die Geräuschkulisse weckt Nostalgie.
PLÜNDERPARTY!
Alecto hat geschrieben:
30.08.2019 19:41
Überrascht hat mich an der ganzen Sache im Wesentlichen, dass die beiden mich nach der gestrigen "Predigt" nochmals gezielt angesprochen haben, obwohl ihnen das gestrige Gesprächsthema maximal unangenehm war.
Du machst dich damit, zumindest unter den Zeugen bei uns in der Stadt wäre es so, zum Hauptziel. Für die Zeugen ist Missionierung nicht nur so lala wie für Christen oder die meisten Muslime sondern Missionierung ist Kerngeschäft. Für die ist es essentiell, Ungläubige zu ihrem Glauben zu bekehren denn nur die Gläubigen haben überhaupt die Chance zu den 140.000 (oder waren es 144.000?) zu gehören, die im Himmel regieren oder zu der "großen Menge", die auf Erden nach Harmageddon weiter leben dürfen. Alle anderen werden einfach ausgelöscht denn in ihrer Vorstellung gibt es keine unsterbliche Seele.
Und einen Ungläubigen zu retten, denn genau so sehen die die Missionierung, ist Gotteswerk allererster Güte. Je verstockter der Ungläubige desto lieber sieht es Gott, wenn er bekehrt wird. Je mehr du ihnen also erklärt, was sie für einen Unsinn glauben, desto wichtiger wird gerade deine Bekehrung für den individuellen Zeugen persönlich und für die Gemeinschaft insgesamt. Und ja, über Leute wie dich werden Listen und Akten geführt.
Ein guter Freund von mir stammt aus einer Familie von Zeugen und hat den ganzen Wahnsinn miterlebt. Sein Vater hat, als er 13 war, alle seine Rollenspielregelwerke, Würfel, Charakterbögen und so weiter verbrannt um seinen Sohn vor diesem Teufelszeug zu retten. Als er 14 war, wurde ihm von der Gemeinschaft seine Freundin verboten weil sie eine Ungläubige war und der Kontakt mit ihr als Gefahr für seinen Glauben angesehen wurde. Im selben Jahr hat ihm ein anderer Jugendlicher aus seiner Gemeinde die Akte über seine dann-Ex gezeigt und da standen erschreckend viele Details drin, die man nur kriegen konnte, indem man richtig spioniert, Leute ausfragt und sowas.
Sein Vater liebt ihn zum Glück wirklich und als sich mein Freund entschloss, den "treuen und verständigen Sklaven" den Rücken zu kehren und zu Hause auszuziehen, da unterstützte er ihn sogar beim Jugendamt und gaukelte, da er die Gemeinde nicht belasten wollte, eine deutlich schwierigere Vater-Sohn Beziehung vor, als sie tatsächlich war.
Auch heute noch gibt es regelmäßigen Kontakt zu seinem Vater und seinen Brüdern, abseits von Skype gesehen haben die sich aber seit Jahren nicht.
Insofern nur als gut gemeinter Ratschlag: nur die wenigsten von ihnen sind für echte Argumente empfänglich denn Teil ihres Weltbildes ist "du kannst das alles gar nicht verstehen" und "frag nicht, folge". Die nennen sich nicht umsonst oft selbst die "treuen und verständigen Sklaven". Du solltest abwägen, wie wichtig es dir ist, welche von ihnen aus ihrem Weltbild rauszuboxen. Die Gefahr, auf einer von deren Beobachtungslisten zu landen, mag in einer Großstadt kleiner sein, als bei uns, aber ganz in den Wind blasen solltest du sie nicht. Das kann bis hin zu Telefon-, Brief- und Klingelterror gehen, in zwei mir bekannten Fällen bis zum Eingreifen von Polizei und Gericht.

@Topic
Matschig. Im Wortsinne. Erst mit dem Fahrrad zur Arbeit im Aquarium, da den ganzen Tag stehen und herumlaufen, dann wieder nach Hause, Küche machen, dann mit dem Fahrrad zum Tanzen (Auto hat Brüderchen), da dann hatte der Trainer seinen maliziösen Tag und hat Jive, Quickstep, Rumba und Walzer (Wiener und Langsam) durchgezogen und dann mit dem Fahrrad nach Hause. Alles bei Hitze, ich will nur noch duschen und meine Haare sehen aus wie frisch gewaschen. Also noch nass.
von Djembo
28.08.2019 23:37
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Thema: Wie geht's Euch grad 2?
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Wie geht's Euch grad 2?

@Jadoran
Mag sein, öfter mal bringt es wenig (wobei viel an der Art, wie man es sagt hängt), aber zumindest Freunden ist man meiner Meinung nach diese Art von Ehrlichkeit schuldig. Und wenn sie dann sauer sind, dann regen sie sich entweder irgendwann ab oder sind doch keine Freunde.
Und wenn mich jemand fragt, dann kann derjenige eine ehrliche Antwort erwarten. Natürlich würde ich nie einfach zu jemandem (der kein Freund ist) hin gehen und sagen "Ey, dein Tattoo ist falsch geschrieben", aber wer fragt...

@Madalena
Warst du nicht in einer wirklich großen Stadt ansässig? Solche Schwierigkeiten, einen Mitbewohner zu finden hab ich in meinem Bekanntenkreis noch nicht erlebt. Das ging eigentlich immer recht fix.

@Topic
Puccini kann manchmal echt ein Bastard sein
von Djembo
28.08.2019 19:14
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Thema: Wie geht's Euch grad 2?
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Wie geht's Euch grad 2?

Und damit ist man dann einer von denen, die es wussten, aber nichts gesagt haben. Tolle Freunde.
Deshalb würde ich schauen, wie meine Beziehung zu der Person ist. Freunde und gute Arbeitskollegen haben zumindest für mich auch ein Anrecht auf auch unangenehme Wahrheiten.
von Djembo
28.08.2019 18:19
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Thema: Wie geht's Euch grad 2?
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Wie geht's Euch grad 2?

Alecto hat geschrieben:
28.08.2019 17:38
Sollte ich ihr sagen dass die chinesischen Zeichen Rechtschreibfehler enthalten?
Kommt drauf an. Wenn du sie magst, auf jeden Fall.