Graue Nekromantie?

Von A wie Astralpunkte bis Z wie Zauberer: Alles über magische Kräfte.
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Godag@st
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Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von Godag@st » 03.12.2012 05:44

Nekromanten werden ja gemeinhin als ziemlich stereotypische, finstere Schwarzmagier dargestellt: sie erheben Untote und benutzen diese für ihre Zwecke. Ich interessiere mich jedoch dafür, einen Nekromanten anderer Ausrichtung zu spielen, die eher grau (oder dunkelgrau) ist, und würde gern mal eure Meinung zu dem Charakterkonzept und der Rechtmässigkeit dieser Art von Zauberei hören.

Der Nekromant, der mir vorschwebt, betreibt Nekromantie im eigentlichen, ursprünglichen Sinn des Wortes: er kommuniziert mit den Seelen der Verstorbenen, um sie z.B. über die Zukunft zu befragen oder geheimes Wissen von ihnen zu erlangen. Er tut dies über die Zauber GEISTERRUF (für Geister, die noch in der Dritten Sphäre weilen) und NEKROPATHIA (für solche in Borons Hallen). Der Charakter ist also im Grunde genommen ein Hellsichts- und Verständigungsmagier, nur eben über die Totengeister-Schiene. Er betreibt jedoch keine Nekromantie im landläufigen Sinne, erhebt also keine Untoten, weil er dies als Thargunitoth-Verehrung ablehnt. Mit anderen Spielarten der Dämonologie hat er auch nichts am Hut.

Der Charakter würde also nicht, wie Dämonologen und herkömmliche Nekromanten, gegen die Gesetze der zwölfgöttlichen Lande verstossen. Im WdZ heisst es im Abschnitt zu Magie und Recht (S. 300): "Die Zauber NEKROPATHIA und GEISTERRUF
gelten zwar als lästerlich, sind aber ständiges Streitthema zwischen Gilden und Geweihten." Mit anderen Worten: weil das Schauen in Borons Hallen von den Geweihten als götterlästerlich angesehen wird, werden diese (besonders die Boron-Geweihten) und die götterfürchtigen Weissmagier diese Zauber sicher nicht gern sehen, verboten sind sie jedoch nicht. Graumagier dürften mit der Anwendung dieser Sprüche eigentlich keine weltanschaulichen Probleme haben, in den graumagischen Akademien von Punin und Grangor ist der GEISTERRUF ja sogar Hauszauber.

Also, eigentlich müsste so ein "grauer Nekromant" in der Lage sein, in den zwölfgöttlichen Landen zu wirken, ohne allzu grosse Probleme zu bekommen. Die Bannstrahler und Boronis würden ihn zwar nicht mögen, auf den Scheiterhaufen bringen könnten sie ihn aber nicht. Interessant fände ich z.B. einen Historiker, der für seine Forschungen auch die Toten befragt (welche bessere Quelle gibt es, um an Wissen über die Vergangenheit zu kommen?), oder ein Medium, das für Geld Séancen anbietet und für seine Kunden den erwünschten Kontakt mit Verstorbenen herstellt. Darüber hinaus ist denkbar, dass der Magier auch als Jäger von Geistern und Untoten, als Heiler von Körper und Seele sowie als Exorzist in Erscheinung treten könnte - all dies sind weitere denkbare Felder der "grauen Nekromantie".

Was haltet ihr von dem Konzept? Und welche Akademien wären eurer Meinung nach passend? Grangor lehrt neben der Illusionsmagie auch das Merkmal Geisterwesen, ist dort sogar führend im Horasreich. Der GEISTERRUF ist Hauszauber, den NEKROPATHIA kennt man aber nicht, und als Illusions-Gaukler-Akademie passt mir Grangor nicht so richtig ins Konzept. Punin ist eine Option, dort ist der GEISTERRUF Hauszauber und der NEKROPATHIA müsste auch belannt sein, weil man in Punin alle Magiersprüche ab der Verbreitung 3 kennt. Ebenso wäre der mittlerweile geschlossene dämonologische Zweig in Rashdul eine Option gewesen, wo NEKROPATHIA, GEISTERRUF und GEISTERBANN Hauszauber waren - aber weil mein Charatker die Dämonologie ablehnt, passt das wiederum nicht so vollkommen ins Konzept. Und, wie immer als weitere Option: privater Lehrmeister.
Zuletzt geändert von Godag@st am 03.12.2012 22:46, insgesamt 3-mal geändert.
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Justarius
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Re: Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von Justarius » 03.12.2012 08:31

Eigentlich sollte das Konzept klappen....wie du schon geschrieben hast, viele werden deinen Magier nicht mögen und er wird mehr geduldet als geliebt werden.Ausserdem müsste er die Rechtslage immer im Auge behalten, da die Zauber stark diskutiert werden.
Eine Alternative zu deinen genannten Akademien wäre vielleicht noch die Schule der Austreibung zu Perricum. Hier sind die Sprüche zwar keine Hauszauber aber immerhin werden sie als Zauberfertigkeiten gelehrt. Und als Abgänger dieser Schule hätte man vielleicht noch ein wenig "Narrenfreiheit" gegenüber der Boronkirche.

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Re: Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 03.12.2012 09:12

Also ich finde das Konzept sehr gut! Als Spieler habe ich schon die Dienste eines solchen Magiers in Anspruch genommen. Ich glaube, dass es auch wichtig ist in welcher Region oder Stadt die Dienstleistung angeboten wird - da man in gewissen Teilen Aventuriens sicher liberaler/toleranter als wo anders ist. Oder sich einfach nicht darum schert...
Hat Euer Held das Zeug zum Lehrmeister? Horasischer Vagant @ Euer Held als Lehrmeister

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Re: Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von Erdoj Hurlemaneff » 03.12.2012 09:38

Musst halt nur gucken, dass du dich nicht mit Boron-Geweihten in die Haare kriegst.
Die könnten dir wahrscheinlich sogar die Arbeit verbieten (inwieweit sie dazu die Macht haben, lass ich jetzt mal aussen vor).
Kann durchaus sein, dass ein Borongeweihter, der dich bei deiner Arbeit sieht sagt: "Geh mal weg du Stümper, ich zeig dir wie das geht..." (bspw. Nemekaths Geisterblick oder Nemekaths Zwiesprache)

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Sina Leska
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Re: Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von Sina Leska » 03.12.2012 13:19

Ich könnte mir sojemanden als Dienstleister vor allem im Horasreich vorstellen, wo geheime Gesellschaften und mystische Kulte gerade total angesagt sind. Außerdem bietet es auch noch den nötigen Nervenkitzel, den reiche Sprösslinge suchen.

Gönn den Zaubern der Druiden doch mal einen Blick. Ich weiß nicht ob der Druide an sich in dein Konzept passt oder du Spaß daran hättest, aber denen sind diese Zauber ebenfalls zugänglich.

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Waldlord
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Re: Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von Waldlord » 03.12.2012 13:58

Beiden Hexen gibts auch sone Geister-Schwesternschaft. Das gibt ne lustige Seherin...

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Re: Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von Kaerithia » 03.12.2012 14:32

Seherin und Geister-Schwestern sind nciht die gleichen. Geister Hexen sind Spinnen Hexen, Seherin sind Raben Hexen. Und ein Nekromant ohne Untote ist nicht wirklich ein Nekromant sondern nur ein Geisterbeschwörer oder auch Medium genannt.

Geisterbeschwörer sind als Hexe auch nett. Ob nun Seherin oder Spinnen Hexe bleibt sich da gleich. Als Rabe hast noch Prophezeien und einen guten Schwung Mystik, als Spinnen Hexe hast du Merkmalskenntniss Geisterwesen was aber bei 3 Zaubern nicht so wichtig ist.

Firunew
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Re: Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von Firunew » 03.12.2012 14:48

Ich fände die Kombination Horasreich / Mehrer der Macht ebenfalls spannend: Mystisch-esoterischer Salonlöwendruide. Muss nicht immer der klassische Gildenmagier sein. Falls doch: Grangor passt für mein Gefühl nicht, Punin wegen der wenig esoterischen Herangehensweise aber ebensowenig. Ich würde daher einen persönlichen Lehrmeister erstellen.

Beste Grüße,

Alex

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Marty mcFly
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Re: Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 03.12.2012 17:09

Kaerithia hat geschrieben:Und ein Nekromant ohne Untote ist nicht wirklich ein Nekromant sondern nur ein Geisterbeschwörer oder auch Medium genannt.
Im eigentlichen, ursprünglichen Sinne beschreibt Nekromantie genau das:
Die Kontaktaufnahme mit den Toten (Nekromantie)
Zuletzt geändert von StipenTreublatt am 08.06.2017 12:43, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Wikilink korrigiert

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Satinavian
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Re: Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von Satinavian » 03.12.2012 18:42

Das regeltechnische Problem ist, dass Geister eigentlich keinen Beratungsdienst haben bzw. sich oft gar nicht an ihr Leben erinnern oder nicht sprechen können. Hier würden Hausregeln helfen.

Ansonsten geht das Konzept. Druide ist auch eine Option, gerade Machthüter und Sumupriester bieten sich an. Unter den Magiern ist die klassische Geisterakademie mit Verbindungen zum Geisterkonzil natürlich Brabak, aber die magst du ja nicht.

Godag@st
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Re: Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von Godag@st » 03.12.2012 18:58

Danke für eure Antworten!
Justarius hat geschrieben:Eine Alternative zu deinen genannten Akademien wäre vielleicht noch die Schule der Austreibung zu Perricum. Hier sind die Sprüche zwar keine Hauszauber aber immerhin werden sie als Zauberfertigkeiten gelehrt. Und als Abgänger dieser Schule hätte man vielleicht noch ein wenig "Narrenfreiheit" gegenüber der Boronkirche.
In Perricum sind die Sprüche zwar auch bekannt, aber Perricum ist eine weissmagische Akademie und verwendet dieses Wissen ausschliesslich zum Zweck der Heilung und Austreibung. Einen Perricumer Magier könnte ich mir sehr gut als Geisterjäger oder Exorzisten vorstellen, aber nicht als jemanden, der aus reinem Forschungsdrang mal eben über NEKROPATHIA Kontakt zu einem Totengeist aufnimmt - das würden die Akademie und die Noioniten, mit der sie eng zusammenarbeitet, ganz und gar nicht gerne sehen.

Okay, natürlich gibt es immer die Möglichkeit, dass der Magier sich einfach nicht an diese Regeln hält - dann wäre er nur offiziell Weissmagier, in Sachen Einstellung aber insgeheim Graumagier!
Erdoj Hurlemaneff hat geschrieben:Kann durchaus sein, dass ein Borongeweihter, der dich bei deiner Arbeit sieht sagt: "Geh mal weg du Stümper, ich zeig dir wie das geht..." (bspw. Nemekaths Geisterblick oder Nemekaths Zwiesprache)
Das ist eines der Dinge, die mich ein wenig verwundern: die Boron-Geweihten lassen sich darüber aus, wie götterlästerlich GEISTERRUF und NEKROPATHIA angeblich sind, haben aber selber Liturgien, die genau das gleiche tun. Offenbar ist die Kommunikation mit Geistern also nicht grundsätzlich götterlästerlich, sindern nur dann, wenn sie von Nicht-Geweihten betrieben wird. Tja, da sieht man mal wieder die Doppelmoral von diesem kirchlichen Pack! :lol:

(Fairerweise muss man dazusagen, dass Nemekaths Geisterblick und Nemekaths Zwiesprache Liturgien sind, die offenbar vor allem in Al'Anfa praktiziert werden, nach dem Puniner Ritus aber seltener.)
Sina Leska hat geschrieben:Gönn den Zaubern der Druiden doch mal einen Blick. Ich weiß nicht ob der Druide an sich in dein Konzept passt oder du Spaß daran hättest, aber denen sind diese Zauber ebenfalls zugänglich.
Firunew hat geschrieben:Ich fände die Kombination Horasreich / Mehrer der Macht ebenfalls spannend: Mystisch-esoterischer Salonlöwendruide. Muss nicht immer der klassische Gildenmagier sein.
Ein Druide wäre natürlich auch reizvoll, die werden sowieso viel zu selten gespielt. Habe ich mir auch schon überlegt. Allerdings gibt es aus meiner Sicht ein Problem mit dem Konzept: der einzige Druidentyp, der in der Stadt lebt, ist der Mehrer der Macht, und der ist normalerweise auf klassische Beherrschungsmagie spezialisert, nicht auf Geisterwesen. Ein Mehrer der Macht will vor allem die (lebenden) Menschen studieren. Zu einem Druiden, der sich für Geisterwesen interessiert und mit ihnen kommuniziert, passt eher der Typ Hüter der Macht, der fernab der Zivilisation irgendwelche mystischen Stätten oder Druidenheiligtümer hütet - der sich aber vielleicht nicht so gut als Abenteurer eignet.

Einen Mehrer der Macht kann ich mir nicht so recht als "Salonlöwendruiden" vorstellen, der Séancen für esoterikverliebte Adlige macht. Da passt für mich doch eher der Gildenmagier. Aber vielleicht ist mein Vorstellungsvermögen nur zu eingeschränkt! :wink:
Grangor passt für mein Gefühl nicht, Punin wegen der wenig esoterischen Herangehensweise aber ebensowenig.
Ich denke, beide Akademien könnten schon passen, je nachdem, was man genau im Sinn hat. Zu Grangor würde ein Dienstleistungs-Okkultist passen, der Séancen mit viel Hokuspokus veranstaltet (ein paar Illusionszauber, um die Stimmung noch unheimlicher zu machen!), dabei aber schon echten Kontakt zu den Verstorbenen herstellt, also kein reiner Scharlatan ist. Zu Punin dagegen würde ein "Wissenschaftler-Magier" passen, der sich eben auf Geisterwesen spezialisiert hat und GEISTERRUF und NEKROPATHIA zu Forschungszwecken anwendet. Das wäre eigentlich genau das Richtige für Punin, allerdings würde ein stolzer Puniner seine Fähigkeiten sicher nicht als "Séancen-Gaukler" feilbieten.

Es gäbe viele interessante Konzepte, wie man einen "grauen Nekromanten" spielen und was man mit dieser Spielart der Magie so alles machen könnte - Forscher, Okkultist, Geisterjäger, Heiler... Schade, dass im offiziellen Aventurien beim Thema Nekromantie alles nur auf das Herumkommandieren von Untoten reduziert ist. Das ist zwar zweifelsohne die klassische Nekromantie in Aventurien und das, was die meisten Nekromanten machen. Aber die anderen möglichen Aspekte könnten ja auch mal ein kleines bisschen Aufmerksamkeit bekommen.
Satinavian hat geschrieben:Das regeltechnische Problem ist, dass Geister eigentlich keinen Beratungsdienst haben bzw. sich oft gar nicht an ihr Leben erinnern oder nicht sprechen können. Hier würden Hausregeln helfen.
Ich denke, mit einem guten Spielleiter könnte man es so ausspielen, dass ein Medium / Geisterbeschwörer durchaus seinen Sinn im Spiel hat und Nützliche Dinge tun kann, ohne aber per NEKROPATHIA automatisch jeden Mörder-Plot zu sprengen. Wie du schon sagst: Geister und die Toten in Borons Reich können sich an Dinge erinnern und darüber Auskunft geben, müssen aber nicht. Für Spiel und Story ist dieser Freiraum ja eigentlich sehr schön, da würde ich gar nicht unbedingt Hausregeln einführen.
Unter den Magiern ist die klassische Geisterakademie mit Verbindungen zum Geisterkonzil natürlich Brabak, aber die magst du ja nicht.
Oh, icn mag Schwarzmagier und Brabak eigentlich sehr gern. Aber in diesem Fall schwebt mir eben mal etwas anderes vor, ein "grauer Nekromant" der mit den Toten kommuniziert, aber keine Dämonologie oder "Leichenbuddelei" betreibt. Und um das letztere kommt man in Brabak wohl einfach nicht herum.
Zuletzt geändert von Godag@st am 03.12.2012 19:08, insgesamt 6-mal geändert.
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Radames
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Re: Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von Radames » 04.12.2012 03:24

Ohne mich zu sehr in die Diskussion einmischen zu wollen:
Das Konzept der nicht "böse-schwarzmagisch-weltenvernichtenden-oder-unterwerfenden Nekromanten" passt eigentlich sehr gut in die Dunklen Zeiten. Die Bosparaner Akademie ist auf Nekromantie spezialisiert (und in der dortigen Kanalisation gibt es viele Arbeiter mit Lebenskraft-Defizit).
Ra'andrat Akhbar!

Beitrag kann Spuren von Meisterinformationen: enthalten.
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Satinavian
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Re: Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von Satinavian » 04.12.2012 10:37

Godag@st hat geschrieben: Das ist eines der Dinge, die mich ein wenig verwundern: die Boron-Geweihten lassen sich darüber aus, wie götterlästerlich GEISTERRUF und NEKROPATHIA angeblich sind, haben aber selber Liturgien, die genau das gleiche tun. Offenbar ist die Kommunikation mit Geistern also nicht grundsätzlich götterlästerlich, sindern nur dann, wenn sie von Nicht-Geweihten betrieben wird. Tja, da sieht man mal wieder die Doppelmoral von diesem kirchlichen Pack! :lol:
Die Argumentation ist wohl folgende : Verstorbene in Borons Hallen sollen vergessen und ihre verdiente Ruhe finden. Das ist ein zentraler Aspekt des Gottes und dort hin zu reisen und sie mit Fragen zu ihrem vergangenen Leben zu belästigen, ziemlich abträglich.

Geister sollen jedoch ihre Ruhe finden, weswegen man notgedrungenermaßen ergründen muß, was sie hier festhält. Der Geisterruf ist ja auch ausdrücklich zum Zwecke der Erlösung des Geistes erlaubt.

Hat also schon einen gewissen Sinn.
Ein Mehrer der Macht will vor allem die (lebenden) Menschen studieren. Zu einem Druiden, der sich für Geisterwesen interessiert und mit ihnen kommuniziert, passt eher der Typ Hüter der Macht, der fernab der Zivilisation irgendwelche mystischen Stätten oder Druidenheiligtümer hütet - der sich aber vielleicht nicht so gut als Abenteurer eignet.
Und was macht ein Druidenschüler, der ausgelernt hat, dessen Lehrmeister aber noch lange nicht reif für den Ruhestand ist ? Richtig, er muß losziehen, um wo anders seine Bestimmung zu finden, denn das heimische Heiligtum hat ja schon genug Wächter.
Hüter bieten für die mystische-Seher-Richtung auch so nette Sachen wie körperlose Reise und Blick in die Vergangenheit, die vielleicht eine Ergänzung darstellen könnten. Aber in der Tat nehmen die meisten wohl ihre Gaben zu wichtig, um sich als profane Dienstleister zu verstehen.

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Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von Xeno_Black » 24.07.2017 12:51

Foren Nekromantie

Grüße euch und in diesem Sinne möchte ich zu diesem altem Beitrag so ein Paar Worte schreiben.

Denn, ich spiele aktuell ein Konzept daß dem doch sehr nahe kommt.
Meine Umsetzung war eine privatmagische Ausbildung in Brabak (Dunkle Hallen der Geister) unter der Lehrmeisterin „Magistra ordinaria invocatia Hasturia“.
In der Zauberliste habe ich komplett auf die Invokation minor/maior verzichtet, jedoch besonderen Schwerpunkt auf den Nekropathia & Geisterruf wie auch Pentagramma usw. gelegt.
Ein paar Zauber die einen Magier das Leben erleichtern sowie den Reversalis für welchen Hasturia bekannt ist.
Der Charakter hat ein recht gutes Geschichtswissen, Sagen/Legenden, sowie ein gutes Auge für die Menschenkenntnis, des weiteren beschäftigt er sich mit der Heilkunde mit einem besonderen Augenmerk auf Heilkunde Seele. Ebenso sollte die Rechtskunde nicht vernachlässigt werden.
Um es nicht zu vergessen, bei der Ausbildung von Hasturia ist es im übrigen sehr witzig das die Magietherorie doch stark in die Jahre gekommen ist und das wiederum gibt dem ganzen recht viel Charm.

Zugegeben, als Nekromant hat man nicht viele Freunde, besonders nicht wenn man so viel Zeit alleine oder unter Geistern verbracht hat …
Das wiederum ist ein schöner Punkt welcher ihn sehr interessant macht.
Gerade im Bezug auf Charakterrollenspiel und Gruppeninteraktionen.

Leider muss ich jedoch sagen, so viel Spaß das Konzept auch macht, sind es alles keine Fähigkeiten die ein klassischer Held oft benötigt und noch schlimmer ist das die Nekromantie nach den Regeln wirklich stark auf das erheben von Leichen (Untoten) ausgelegt ist. Besonders wenn man das Buch: Von Toten und Untoten mit ins Spiel bringt. Dieses Buch ist eine Erweiterung die einen klassischen Nekromanten recht stark werden lassen kann.
Doch absolut gegen das Konzept der Urnekromantie ist.

Also, wer Spaß an, ich sage mal, klassischem Rollenspiel mit interessanten Konzepten hat, ich dann es nur empfehlen. Es macht großen Spaß.


LG & viel Spaß am Spieltisch

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Ungelesener Beitrag von Vetrecs » 24.07.2017 16:18

Ein Scharlatan/Jahrmarktszauberer würde auch irgendwie dazu passen. Neben einem mystisch-düsteren auftritt kann er auch über die Gabe der Prophezeiung Verfügung. 👻
So könnte er seine Kunden die Zukunft vorhersagen oder mit den verstorbenen kommunizieren.
Als Scharlatan kann man das sehr schön ausschmücken 😊

GrisGris
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Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von GrisGris » 25.07.2017 06:16

Godag@st:
Ein Mehrer der Macht will vor allem die (lebenden) Menschen studieren. Zu einem Druiden, der sich für Geisterwesen interessiert und mit ihnen kommuniziert, passt eher der Typ Hüter der Macht, der fernab der Zivilisation irgendwelche mystischen Stätten oder Druidenheiligtümer hütet - der sich aber vielleicht nicht so gut als Abenteurer eignet.
Ich habe mal in einem Chat einen Hüter der Macht inmitten von Gareth gespielt. Dort wäre mit der Dämonenbrache und der Garether Kanalisation/Unterwelt ein Ansatzpunkt gegeben. Mein Charakter trat im echten Leben als verwahrloster Heimatloser auf, der subtil über Kontakte zu Bettlern und über hohe Sinnenschärfe und Menschenkenntnis versuchte sein Heiligtum unter der Stadt vor dort agierenden Räuberbanden zu sichern und dabei eben gerne mal zu Geistern griff, von denen es in dieser großen, geschichtsträchtigen Metropole wohl eine beachtliche Fülle gibt. Die ein oder andere Fähigkeit eines Mehrers der Macht hatte er sich auch angeeignet. Mehrer der Macht sollten in Gareth durchaus anzutreffen und etwas Kooperation bezüglich Lehrtätigkeit wohl nicht allzu unwahrscheinlich sein. So hättest du als Grundlage den Geisterbeschwörer, aber halt einen Zweig in Richtung subtiler Beherrschungsmagie, den du später noch nachfolgen kannst. Den Charakterhintergrund musst du ja nicht 1 zu 1 übernehmen...

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Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von hotpotatoe97 » 26.07.2017 19:46

Es gibt da in SoG bei den privaten Lehrmeistern die Erben der Gräber, die da ziemlich gut dazu passen... Da kann man sich die Zauber selber aus einer Liste zusammenstellen und damit auch recht gut die gewünschten Schwerpunkte setzen. Die Erben der Gräber sind eine Art Geheimbund, die alte Gräber ausb... erkunden. Die höheren Ränge beschäftigen sich aber recht häufig mit Nekromantiezeugs. Deswegen kann man sich bei Hellsicht, klassischen Abenteurerzaubern, Nekromantie und Geisterbeschwörung bedienen. Und man bekommt eine Totenmaske für den Stylefaktor :Maske:

LG hotpotatoe

RagnarRøkkr
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Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von RagnarRøkkr » 14.09.2018 21:50

Hallo Leute,
ich habe dieses Thema gefunden, um mir einige andere Meinungen bezüglich Nekromantie reinzuholen.

Aktuell habe ich einen halbelfischen Hüter der Macht als Veteran mit dem Mod Konzildruide Eis;
und habe ihm einige Zauber aus der Dunklen Halle der Geister zu Brabak gegeben.
Als zweite RK besitzt er die gildenmagische, wodurch er Zugriff auf Bann- und Schutzkreise hat.

Mein Ziel war es, meinen Drudru den Druiden der Antike Nähe zu kommen.

Ich würde gerne eure Meinung dazu hören. :)

Liebe Grüße,
Ragnar

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chizuranjida
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Graue Nekromantie?

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 15.09.2018 00:13

Ich meine, es wäre erlaubt, auch für Druiden oder Scharlatane private Lehrmeister zu entwerfen, nicht nur für Magier. Dass man also einen Druiden-Lehrmeister speziell für so einen Helden maßschneidert wie gewünscht. Aber ganz sicher bin ich mir da nicht.

Egal, dein Held existiert ja schon. Viel Vergnügen!
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

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