R149: Aldarin

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Olvir Albruch
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R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Olvir Albruch » 15.08.2012 16:50

Dieser Thread dient zur Diskussion der Inhalte des im Juni 2012 erschienenen Romans Aldarin von Stefan Unterhuber.

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Aldarin
Vielleicht hast du Erfahrungen mit diesem Roman gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Fragen oder Meinungen zum Buch. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread den Roman auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Leser zu bieten.

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Sumaro
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 17.08.2012 14:20

Ich habe mit diesem Roman, nach recht langer Zeit, mal wieder was aus der DSA-Reihe gekauft und muss sagen, dass ich leider enttäuscht wurde.
Generell finde ich das Thema der Hochelfen sehr interessant und auch die Geschichte von Simia und seinem Geliebten Aldarin hat sicherlich Potential. Aber was definitiv stört ist der Schreibstil und die absolut fehlende Spannung. Gerade die Schlachten gegen die Orks und die vielfältigen anderen Kriegszüge, aber auch die persönlichen emotionalen Szenen usw. lassen es an einem Spannungsbogen fehlen. Viel verschenktes Potential.
Dazu kommt, dass das Buch wie die Bibel oder das Silmarillion geschrieben ist und an einigen Stellen sind ganze Textzeilen förmlich kopiert und mit elfischen Namen gefüllt worden. Der Lesegenuss hält sich dadurch in engen Grenzen, da es wirklich äußerst holprig zu lesen ist und man das nicht wirklich als Roman bezeichnen kann.
Die Idee es als ingame-Buch der elfischen Geschichte zu verkaufen ist zwar nett, aber darunter stelle ich mir was ganz anderes vor.
Besondere Stilblüten sind dann solche Sätze wie:
Aldarin hat geschrieben:"Der Weg ist versperrt, er wurde angelegt von jenem der auszog, um Simia zu suchen und wir Kinder des Lichts halten ihn. Der Weg ist versperrt."
Das erklärende Glossar im Anhang, mit den Anmerkungen des übersetzenden Magiers ist da noch deutlich brauchbarer als die Beschreibungen und Erzählungen im Roman selbst. Ich kann mir vorstellen, das einige Passage aus dem Buch in einer Hochelfen-Box Verwendung finden, jeweils als Auszüge vor einem Kapitel als "Ingame-Text", aber als Roman ist dieses Buch definitiv gescheitert.

Ich kann es daher eigentlich nicht empfehlen. Für Liebhaber der Hochelfen und Lichtelfen mag was dabei sein, aber man findet auch nichts, was nicht vom Klischee abweicht (außer vielleicht, dass der Lichtelf ständig heult und sich irgendwo ausruht um zu träumen und zu singen und in Selbstmitleid zu baden) und was man so in ähnlicher Weise nicht schon bei Tolkien erlebt hätte. Auch das badoc und das Licht selbst wird sehr typisiert dargestellt und gibt mir nichts neues und wenig Inspiration. Im Moment schwanke ich zwischen 1 und 2 Punkten, denn nicht alles ist schlecht und einige schöne Szenen sind dabei. Daher denke ich, dass ich 2 Punkte vergebe. Leider hat der Roman meine Erwartungen nicht erfüllt und ist auch literarisch kein rundes Werk geworden.
Zuletzt geändert von Sumaro am 17.08.2012 14:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Aelyn
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Aelyn » 04.09.2012 21:10

Habe den Roman während einer langen Zugfahrt gelesen und bewerte ihn grundsätzlich positiv. Hier aber mal meine 2 Kreuzer zur bereits erwähnten Kritik:

Es stimmt, dass der Spannungsbogen nicht gerade gut gespannt ist, aber das ist wohl dem bibel-ähnlichen Erzählstil geschuldet. Wenn Hochelfen nunmal so schreiben, finde ich, dass es für einen "ingame-Text" in Ordnung ist. Furchtbar langweilig war es jedenfalls nicht, auch wenn einige Längen da waren.
Ich muss auch zustimmen, dass Aldarin salopp gesagt eine Heulsuse ist, aber so ist er eben. Ich fand auch, dass die Darstellung der anderen Lichtelfen wesentlich spannender ist.
Das badoc und das Licht fand ich gar nicht so klischeehaft, gerade weil Aldarin das badoc am Anfang als richtigen Weg zu Simia empfindet.

Schön am Roman ist aber vor allem der Einblick in eine längst vergangene Welt, und es wird sicherlich Heldengruppen geben, die sich die Finger nach solchen Infos lecken würden.
Ein besonderes Highlight: Meisterinformationen: Die Szene, in der der Orkhäuptling die Anführer der besiegten Völker publikumswirksam tötet. Blutig und brutal, aber genial geschrieben!

Ich fand das Buch befriedigend bis gut, vergebe also einfach mal 4 Punkte. Wer natürlich einen spannenden Krimi erwartet, der wird nicht glücklich werden, aber wer wie ich etwas für biblische/antiquierte Sprache übrig hat, wird es genauso schnell durchlesen können wie ich.
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Olvir Albruch
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Olvir Albruch » 04.09.2012 22:42

Aelyn hat geschrieben:Wenn Hochelfen nunmal so schreiben, finde ich, dass es für einen "ingame-Text" in Ordnung ist.
So schreiben aber nunmal keine Hochelfen, sondern ein menschlicher Autor hier auf der Erde. ;)
Und von einem solchen erwarte ich, dass er auch InGame-Texte für mich als Leser derart gestaltet, dass ich mich nicht quälen muss und unterhalten fühle. Das ist machbar.

MfG,
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Sumaro
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 04.09.2012 23:08

Ja, genau diese Kritik teile ich. Der Schreibstil ist für mich einfach nicht hochelfisch. Das ist eine Kopie antiquierter Schreibweise, mit der man versucht die Illusion von Altertum und die Assoziation von Historie zu wecken. Aber ob das was mit dem elfischen Sein zu tun hat oder mit elfischer Prosa und Lyrik, das wage ich doch zu bezweifeln. Gerade wenn man sich "Aus Licht und Traum" dazu nimmt und sich anschaut wie Elfen sprechen, wie sie beschreiben und sich ausdrücken, ist das schon ein ganz anderer Stil, als das, was in diesem "Ingame-Buch", das sich aus elfischen Sagen, dem Wissen der Legendensänger, zusammensetzt, geschrieben steht.

Davon abgesehen ist die Hauptperson mir leider furchtbar unsympathisch. Auch nach einem erneuten Versuch die Person zu begreifen und vielleicht um Facetten zu bereichern, ist er für mich leider wirklich einfach nur unspektakulär und einseitig. Ich hatte mir wirklich viel von dieser elfischen Beziehung, dieser Liebe zwischen Simia und Aldarin erhofft, aber es bleibt alles platt und ziemlich oberflächlich. Ich glaube, mir hätte das Buch ohnehin besser aus Simias Perspektive gefallen, auch wenn die Elfen alle schrecklich gefühlsduselig daher kamen. Orima war ne echte Erfrischung.

Die Szene mit dem Orkkönig dagegen ist wirklich gelungen. Aber leider die Ausnahme.
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Aelyn
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Aelyn » 05.09.2012 09:36

Der Schreibstil sollte wenn dann ja auch lichtelfisch sein, oder? Zwischen Lichtelfen, Hochelfen und heutigen Elfen wie in ALuT besteht ja ein merklicher Unterschied. Hochelfen beispielsweise waren ja weniger "liebt-die-Natur-tralala" als heutige Elfen, da erwarte ich auch gravierende Unterschiede in ihrer Prosa. Wie Lichtelfen waren, weiß doch keiner so genau, und wenn dieses Buch als Ingame-Quelle zu ihnen vom Verlag genehmigt wurde, muss man wohl davon ausgehen, dass sie so sind.

Dass jemand den Schreibstil nicht mag, ist ne andere Sache, finde ich.

Aber ja, Aldarin ist kein wahnsinnig sympathischer Hauptcharakter, und ich persönlich hätte auch das Buch aus Orimas Sicht vorgezogen- aber da wären wohl zuviele Mysterien aufgeklärt worden, denn Aldarin sieht ja immer nur den Abklatsch dessen, was passiert ist. Das allein reicht für mich aber nicht, um das Buch schlecht zu finden. Ich fands unterhaltsam.
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 05.09.2012 09:58

Das Buch ist angeblich eine Abschrift elfischer Geschichte, wie sie sich aus dem Wissen der aktuellen Elfen selbst zusammensetzt und das wird wohl kaum das Wissen der Lichtelfen sein sondern viel mehr das von Dutzenden Legendensängern und Alt-Elfen, vielleicht noch den letzten Hochelfen auf den Inseln im Nebel und Fenvarien selbst. Wenn die quasi bibelartig ihre Legendenlieder singen, dann fände ich das schon arg skurril. Eben weil es scheinbar nichts mit der elfischen Prosa gemein hat.

Aber gut, wenn man den antiquierten Schreibstil mag und keine Spannung braucht um ein Buch zu mögen (und auch keinen interessanten Protagonisten) sondern die Side-Effekte in den Fokus rückt, dann ist es sicherlich gut möglich den Roman positiv zu bewerten. Nur entspricht er für mich a) keinem Roman und b) auch keinem elfischen Geschichtsbuch. Für mich waren die Erklärungen des InGame-Autors nachher noch deutlich hilfreicher als Aldarins Erfahrungen mit der Wirklichkeit.
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Captain Charisma » 05.09.2012 10:13

Aelyn hat geschrieben:wenn dieses Buch als Ingame-Quelle zu ihnen vom Verlag genehmigt wurde, muss man wohl davon ausgehen, dass sie so sind.
ROFL. Schon mal Salsweiler oder Der blinde Schrat gelesen?

Edit: Inhaltlich schließe ich mich Sumaros Kritik völlig an. Das Buch ist eher eine Ingame-Spielhilfe, will aber ein Roman sein. Das geht nicht gut.
Zuletzt geändert von Captain Charisma am 05.09.2012 10:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Talasha
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Talasha » 05.09.2012 12:30

Also als Spielhilfe für Hoch- und Lichtelfen wäre das Romandingens halbwegs brauchbar?
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Captain Charisma
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Captain Charisma » 05.09.2012 12:56

Wenn Du Dich für die elfische Geschichte interessierst und wissen möchtest, warum und wie die Elfen zu dem geworden sind, was sie heute sind, dann ja. Nur mit dem Schreibstil musst Du leben.

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Sumaro
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 05.09.2012 13:22

@ Talasha

Es ist eben eine sehr einseitige Darstellung der Lichtelfen und Hochelfen. Man bekommt nicht wirklich viel mit von deren Entwicklung, aber einige interessante Hintergründe werden beschrieben und auch der Anhang ist schon nützlich. Also für einen wirklichen Überblick der frühen Elfengeschichte nicht so brauchbar, da es kaum eine fassbare Chronologie oder ähnliches gibt, aber man kann doch einige interessante elfische Geheimnisse entdecken. Es ist ja nicht alles schlecht an dem Buch. Es ist nur ein wenig zäh und in weiten Teilen, mMn, abgedroschen.
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Brazirakus
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Brazirakus » 11.09.2012 12:02

Von mir gibt es glatte 5 Punkte für diesen Band!
Ganz klar ist das Buch reine Geschmacksache aber meinen hat es genau getroffen. Ich fand es einfach sehr Angenehm nicht in jedem Kapitel heiße Kämpfe in Zeitlupe geliefert zu bekommen, sondern im Bibel-ähnlichen Stil in den Analen der Elfen zu Blättern (auch wenn es sich lustig anhört :) ).
Von mir ein "Sehr gut" für Aldarin und hoffe auf mehr neue In-Game-Bücher in diesem Stil!

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Olvir Albruch
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Olvir Albruch » 11.09.2012 12:10

Brazirakus hat geschrieben:sondern im Bibel-ähnlichen Stil in den Analen der Elfen zu Blättern
Ich hoffe, du meinst die Annalen. :censored: ;)

MfG,
Olvir Albruch
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Talasha
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Talasha » 11.09.2012 19:11

Olvir Albruch hat geschrieben:
Brazirakus hat geschrieben:sondern im Bibel-ähnlichen Stil in den Analen der Elfen zu Blättern
Ich hoffe, du meinst die Annalen. :censored: ;)

MfG,
Olvir Albruch
So wie Sumaro und CC das beurteilt haben könnte er durchaus auch das Wort mir einem N gemeint habe.

Aber das Konzept klingt auf alle Fälle interessant.
Zuletzt geändert von Talasha am 11.09.2012 20:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Denarion Mogelbaum
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Denarion Mogelbaum » 07.10.2012 19:10

5 Punkte! Dieses Buch ist für mich ein Meilenstein aller DSA-Romane!

Ich habe die Bibel nicht gelesen, ich habe das Silmarillion nicht gelesen -- aber dieses Buch habe ich mit unermesslicher Begeisterung gelesen! Die Sprache, der Satz der Worte, die Sequenz, die Dramaturgie, alles großartig!
Nicht nur für Elfenspieler (wenngleich man für die rezenten Elfen etwas weiterdenken muss), auch für den Meister unerlässlich, diese Literatur zu kennen! Hier sind mir der Geist, die Geschichte und vor allem die Idee des badoc so richtig klar geworden und eingängig vorgelebt worden! Hochachtung!

Dieses Buch hat mich wirklich von den Socken gehauen!

PS: Wer mich kennt, weiß, dass ich mit Ausrufezeichen in der Regel sehr sparsam bin.

Khadan
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Khadan » 10.01.2013 01:30

Ich konnte keine wirkliche Sympathie für Aldarin aufbauen und die Szenen, die sich rein auf ihn konzentrierten empfand ich als schlecht. Beim Schreibstil bin ich geteilter Meinung, ich musste bei einigen Bibelzitaten schon zumindest grinsen :D aber ob dies die gewünschte Wirkung sein sollte, weiß ich nicht. Der Roman ist alles in allem ganz interessant, aber nicht gut (und auch nicht schlecht). 3 Punkte.

Tiyadan
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Tiyadan » 13.07.2013 23:37

Denarion Mogelbaum hat geschrieben:5 Punkte! Dieses Buch ist für mich ein Meilenstein aller DSA-Romane!

Ich habe die Bibel nicht gelesen, ich habe das Silmarillion nicht gelesen -- aber dieses Buch habe ich mit unermesslicher Begeisterung gelesen! Die Sprache, der Satz der Worte, die Sequenz, die Dramaturgie, alles großartig!
Nicht nur für Elfenspieler (wenngleich man für die rezenten Elfen etwas weiterdenken muss), auch für den Meister unerlässlich, diese Literatur zu kennen! Hier sind mir der Geist, die Geschichte und vor allem die Idee des badoc so richtig klar geworden und eingängig vorgelebt worden! Hochachtung!

Dieses Buch hat mich wirklich von den Socken gehauen!
Zustimmung in allen Punkten! (Außer vielleicht der Unerlässlichkeit für den Spielleiter)

Danke, danke, danke für dieses tolle Buch!
Bitte mehr aus dem Faedhari, bitte mehr von Stefan Unterhuber, und vor allem bitte mehr aus dem Faedhari von Stefan Unterhuber!

Hotzenplotz
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Re: R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Hotzenplotz » 17.05.2015 13:02

Wie man am thread hier sieht, polarisiert das Buch stark. :)

Hinweis: Meine Bewertung umfasst sowohl "Aldarin" als auch "Lemiran".

Wow, ich bin jetzt noch begeistert. Ich habe mich selten von einem DSA-Werk so fesseln lassen, wie von diesen beiden Romanen.
Der Stil ist irgendetwas zwischen Bibel, Simarillion und Edda. Es fehlen fantasytypische, langatmige Beschreibungen und Eingangszenen. Statt dessen werden ganze Jahrhunderte oder Schlachten in wenigen Sätzen erklärt. Der Autor bedient sich einer altertümlich klingenden, in die Gedankenwelt der Elfen mMn jedoch passenden, Sprache.
Mich hat der Schreibstil dabei so gepackt, dass ich die Bücher nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Man erfährt viel über die Emotionen und das Werden der Elfen in ihrer Frühgeschichte. "Aldarin" ist dabei eher in einer beobachtenden, suchenden und passiveren Situation als "Lemiran", bei dem es deutlich actionreicher zugeht (kein Wunder, wird er doch zum ersten und größten "thara" der Elfen).
Stellenweise zeichnen sich beide Romane, besonders aber Lemiran, durch eine sehr deutliche Gewalttätigkeit aus.

Für mich als Spielleiter der Phileasson-Saga haben beide Romane gute Einblicke in das Innenleben der ersten Elfen gegeben.

Beide Romane erhalten von mir die volle Punktzahl (5).

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Merios
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R149: Aldarin

Ungelesener Beitrag von Merios » 31.12.2017 18:24

Ich habe diesen Roman mit 4 Sternen bewertet.

Wie andere empfand ich den Spannungsbogen auch etwas "ausgeleiert". Andererseits sehe ich das durchaus ein, denn es handelt sich hier ja um eine Übersetzung (eines Menschen wie ich vermute) von mehreren Liederzyklen. Obwohl es mehr eine kleine Biografie (mit Zusatzinformationen) darstellt. Im Gegensatz zu manch anderem empfinde ich den Schreibstil als recht passend. Der "Author" schreibt ja praktisch selbst, dass es keine 1 zu 1 Übersetzung ist. Eher ist es der Versuch diese Liederzyklen für Menschen fassbar zu machen. Der Roman schreibt von Göttern und Dämonen und der "Author" des "Buches" schreibt am Anfang extra, dass die Elfen jene nicht unterscheiden etc.. Im Großen und Ganzen sehe ich das was dargestellt werden sollte also als erreicht.
Da ich selbst Elfenspieler (und Elfenforscherspieler :P) bin und mir schon einiges an Hintergrundinformation angeeignet habe, musste ich bei diesem Roman oft schmunzeln. Man hat oft diesen Augenblick, wo man denkt: "Ist das etwa das was ich denke, dass es ist?"
Auch bietet der Roman die eine oder andere schöne Idee für Elfencharaktere. Vielleicht spiele ich irgendwann mal einen Nachkommen der "Verbannten".
Allgemein waren die Figuren und die Geschehnisse etwas platt, aber das ist zu erwarten, wenn man Lieder über Jahrtausende alte Geschichten übersetzt, welche dazu noch nur von Legendensänger zu Legendensänger verbreitet werden. MMn hätte der Roman auch doppelt so viele Seiten haben können und damit die Charaktere lebendiger wirken lassen können, aber im Sinne des Hintergrundes wäre dies nicht.
Allgemein gibt dieser Roman gut die "Zeitlosigkeit" und "Andersartigkeit" der Elfen wieder. Während des gesammten Romans wusste ich kaum wie viel Zeit vergangen war und immer wieder musste ich nachschauen wie viele Seiten ich schon zurückgelegt hatte. Für mich hat das Lesen des Romans also durchaus das Elfengefühl rübergebracht.
Das einzige was mich etwas störte, war dass man verhältnismäßig wenig von der Macht der Lichtelfen mitbekommen hat. Stets hies es wie strahlend Aldarins Licht sei und ich hätte vermutet, dass sich dies auch in seinem Mandra niederschlägt, aber nie hat man große Differentionen zwischen den Asdhar'e und Lichtgeborenen Fenvar'e gemacht. Andererseits heisst es aber (nicht in diesem Roman), dass Lichtelfen ähnliche Macht haben wie Götter, ohne an das Mystherium von Kha gebunden zu sein.

Elfenfreunden ist dieser Roman sehr zu empfehlen. Leute die eher eine in sich geschlossene, spannende Geschichte lesen wollen, werden sie hier aber nicht unbedingt finden.

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Halbblut
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Ungelesener Beitrag von Halbblut » 08.06.2018 21:10

Der Roman hat meine rollenspielerische Art Elfen zu spielen beflügelt. Auch in puncto "Elfische Weltsicht" ist der Roman für jeden, der einen Elfen spielen möchte eine Bereicherung. Außerdem mag ich historische Romane (aventurische sowie irdische). Über die Story mag man streiten, war aber für mich hier Nebensache.

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