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DSA4 Das Aranische Feldheer

Von A wie Attacke bis Z wie Zeughaus: Alles über Schlachten, Scharmützel und den Waffengang.
Andwari
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Ungelesener Beitrag von Andwari » 23.06.2018 10:42

@Darjin
Ich war da wohl von meiner eigenen Khomkrieg-Überarbeitung (mit verdoppelten Distanzen & 4-fachen Bevölkerungszahlen) beeinflusst - die 5% Novadis Bevölkerungsanteil insgesamt (LdES S.66) in Gorien wären 9500 Köpfe.

Beni Avad (RA S.82):
3500 Stammesmitglieder, damit sind sie ein typisch mittelgroßer Novadi-Stamm. Nach RA und LdES betätigen die sich (nach Hasrabals Heirat) immer noch als Wegzoll-Eintreiber, Flusspiraten und Straßenräuber und zunehmend als "zivilisierte Halsabschneider", also Söldner, Händler usw. Die Rashdul-Karte aus LdES lokalisiert ihr großartiges Lager gegenüber einer der beiden Karawansereien (60 Schlafplätze) und in vergleichbarer Größe, man sieht da 4 Bäume, 5½ Zelte und eine Koppel - ist allerdings so am Kartenrand, dass die auch noch Rechtmeilen weiter gehen könnte - aber an sich wäre die Größenordnung dann angemessen, vor Hasrabals großem Palast in Al'Ahabad sind ja auch abgezählt 54 Stammeskrieger stationiert.

Wenn man also das Etikett "kriegerisch" nicht zur völligen Freikarte für Militärmacht erkären will, sind schon wenige hundert aktivierbare Reiter das äußerste der Gefühle - falls anders gewollt erkläre ich meine Hinterwäldler-Baronie mit hunderten Schafhirten, Ackerbauern und Waldarbeitern usw. auch für "kriegerisch" - da kommt schließlich auch alle paar Jahre mal ein Wildhund aufs Feld gestromert.

Die Nutzung von Truppen als Räuber und andersrum ist allerdings genial - in Abwandlung eines mengbillanischen Zitats: "Wir haben keine Räuber/Piraten außer die Männer des Sultans" - damit wäre der Lebensunterhalt ähnlich gesichert wie bei den - nach HdR S.23 ca. 8% - "Flüchtlinge, Gesetzlose und Fahrende" im Mittelreich und wir zählen sie einfach als Hasrabals Militär? Dumm, wer seinen Söldnerhaufen tatsächlich bezahlt, wo es doch so einfach geht und das auch keine Behinderung der Wirtschaft darstellt?

Schon die 1500 "bunt zusammengewürfelten" Sandwölfe würden anderswo die Leistungsfähigkeit eines Gebiets für deren Versorgung strapazieren - und dafür müssten die alle Aufgaben von Stadtwachen, Palastgarde, Geleitschutz usw. was halt anderswo Militär leisten muss, erfüllen. Ansonsten ist eigentlich davon auszugehen, dass diese seit 12 Jahren beschäftigungslosen Söldner inzwischen in weiten Teilen Goriens und Chalukistans ihr eigenes Versorgungssystem - ähnlich wie in der Wildermark - entwickelt und das Land nachhaltig ruiniert haben.

Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 23.06.2018 11:24

Es kommt mir mehr auf den Mix als die genauen Zahlen an - die handwedelt eh jede Gruppe nach Belieben. Maruban hat auf jeden Fall nicht genug Truppen für eine Feldschlacht, und da seine Stärke gerade die berittenen Schützen und leichten Lanzenreiter sind, kann seine Strategie nur im Stören und dem Verhindern eines Belagerungsringes bestehen, während er sich gut bevorratet in der Stadt verschanzt.

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chizuranjida
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 23.06.2018 12:51

Jadoran hat geschrieben:
23.06.2018 11:24
Maruban hat auf jeden Fall nicht genug Truppen für eine Feldschlacht, und da seine Stärke gerade die berittenen Schützen und leichten Lanzenreiter sind, kann seine Strategie nur im Stören und dem Verhindern eines Belagerungsringes bestehen, während er sich gut bevorratet in der Stadt verschanzt.
Dann muss er aber in den letzten Jahren größere Wasserspeicher gebaut haben. Sonst hält der da nicht lange durch, wenn Belagerer den Aquädukt kappen.

Was würde er mit seinen Truppen machen? Schützen rein nehmen in die Stadt und Lanzenreiter zu einem guten Teil draußen lassen (schon allein wegen des Pferdefutters), um den Belagerern auf die Nerven zu gehen ("Ihr werdet hier keine kleinen Späh- oder Verproviantierungstrupps ausschicken. Und eure Pferde bewacht ihr besser sehr gut."?)

Nochmal zum Mix: die Sandwölfe haben auch Zauberer in ihren Reihen, und in Anchopal sind einige von Hasrabals Golemiden stationiert.

Was ganz anderes:
auch wenn Maruban ein "Gemäßigter" Novadi ist, der noch dazu angeblich mit seiner eigenen Schwester schläft
Ist das aus dem Abenteuer? Ich frage mich gerade, ob das novadische Recht dazu was hergibt. Falls sie die Tochter einer Sklavin ist und von Papi nicht ausdrücklich anerkannt, könnte es sein, dass die beiden als nicht verwandt gelten.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 23.06.2018 14:28

Ja, das ist aus dem Abenteuer. Aber im toleranten Aventurien scheint das kein Problem zu sein. (Die Helden sollen übrigens ggf. auch was mit ihr anfangen) Es werden sicher nur Halbgeschwister sein, da Hasrabal ja mehrere Frauen hat. Töchterchen soll trotzdem von Hasrabal standesgemäß verheiratet werden. Alles kein Problem. Aber eine Sultana (Shanya ash Shaya), die Staatskunst und Etikette auf 0 hat, ist ja auch nicht nur kein Problem sondern eine Idealbesetzung... :wobble: Ich schreibe das Abenteuer ja nicht umsonst um.

Die Reiterei wird er großteils draussen lassen zum stören und um die Verbindung nach Chalukand oder zum Kernland offen zu halten. (Und die Helden werden sich bemühen, das zu verhindern) An den kanonischen "Befestigungen" werde ich was ändern, sonst kann man die Stadt allenfalls gegen eine Räuberbande verteidigen.

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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 23.06.2018 21:30

Würde davon ausgehen, dass Anchopal (als Oase?) eine Quelle hat, die aber nicht ausreicht um mehrere hundert Pilger an den hohen Festtagen zu versorgen und gleichzeitig alle Felder ausreichend zu bewässern. Deswegen die Wasserleitung. Die abzutrennen sollte aber nicht reichen um die Stadt auszutrocknen.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 23.06.2018 22:49

Normalerweise liegen Städte an Flüssen... aber eben nicht bei DSA. Die Gegend ist ja nicht unfruchtbar, ein gewisses Grundwasser müßte also eigentlich da sein. Der Aquädukt ist sehr prominet und damit angreifbar. Er muss noch nicht einmal zerstört werden - es reicht, wenn ein Schieberiegel eingebaut wird. Eine Stadt von der Wasserversorgung abzuschneiden ist allerdings eine sehr harte Maßnahme, zu der Arkhos gerade bei Anchopal nciht so schnell greifen würde. Die Helden können das natürlich vorschlagen...

Auf jeden Fall muss die Stadt noch einen Graben spendiert bekommen und zumindest Vorwerke vor, und eine Auffanglinie hinter den Toren - so ist das Ganze ein Witz.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 24.06.2018 00:03

Jadoran hat geschrieben:
23.06.2018 22:49
Normalerweise liegen Städte an Flüssen... aber eben nicht bei DSA.
Meistens. Buchara ist eine Oasenstadt, Petra hatte keinen Fluss, Karthago auch nicht (glaube ich, oder er ist im Lauf der Stadtgeschichte versiegt). Mekka, Medina? Wohl auch nicht so richtig, oder?
Die Gegend ist ja nicht unfruchtbar, ein gewisses Grundwasser müßte also eigentlich da sein.


Kann man wohl so oder so sehen. Der aranische Teil Goriens ist schon als spürbar trocken und ohne Gewässer beschrieben; Anchopal ist näher an der Gor und mehr im Inland, sollte also trockener sein.
Der Perainehain ist ja gerade heilig, weil er wundersamerweise da wächst, und auch die vorrückenden Sanddünen aufhält oder so in der Art, oder?
Andererseits ist das Chaluktal als sumpfig beschrieben, so weit weg ist das nicht. (Im Lexikon trocknete der Chaluk im Sommer noch bis auf ein Rinnsal aus.)
Wenigstens Zisternen für Notfälle sind auf jeden Fall machbar.
Auf jeden Fall muss die Stadt noch einen Graben spendiert bekommen und zumindest Vorwerke vor, und eine Auffanglinie hinter den Toren - so ist das Ganze ein Witz.
Wenn man wegen Aquädukts eh kapitulieren muss, sobald ein Heer vor der Stadt steht, kann man sich den Graben auch sparen. :) (Plan B: Sobald jemand anrückt, alles Bargeld auf ein paar Kamele laden und in den Sonnenuntergang galoppieren?)
Oder anders gedacht: Vielleicht ist das einfach eine für friedliche Perainepilger gebaute Stadt? :)
Es werden sicher nur Halbgeschwister sein, da Hasrabal ja mehrere Frauen hat. Töchterchen soll trotzdem von Hasrabal standesgemäß verheiratet werden. Alles kein Problem. Aber eine Sultana (Shanya ash Shaya), die Staatskunst und Etikette auf 0 hat, ist ja auch nicht nur kein Problem sondern eine Idealbesetzung.
Von Halbgeschwistern würde ich auch ausgehen, aber es macht einen Unterschied, ob die Mutter der Dame mit Hasrabal verheiratet ist oder nicht (zB Sklavin).
Bei zwölfgöttergläubigen Tulamiden sind Kinder von Haremssklavinnen genauso vollgültige Kinder des Hausherrn wie die von Ehefrauen. Bei Novadis habe ich keine eindeutige Aussage dazu gefunden. Die Tendenz geht dahin, dass Kinder einer unverheirateten Frau zu ihrer Sippe gehören und nicht offiziell mit dem leiblichen Vater verwandt sind. Da auch Sklaven untereinander heiraten können, wäre es denkbar, dass die Tochter einer Sklavin mit Hasrabal nach novadischer Vorstellung weder mit Hasrabal noch dessen ehelichen/anerkannten Söhnen verwandt ist. Fände ich stimmig, aber wie gesagt, es gibt mW keine klare Aussage.

Sultana ohne Staatskunst und Etikette find ich gut. Ich mag strunzdoofe NSCs, die ihren Posten geerbt, im Bett oder beim Kartenspiel erworben haben und ohne Helden verloren wären. :) (Oder zumindest lieber als den gefühlt hundertsten wertemäßig genialen Politiker und Strategen, der dann haarsträubende Sachen anstellt.)
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 24.06.2018 00:20

Ich hab jetzt gerade im Feldzugsteil einen Kasten eingefügt, der eine optionale (und kanonabweichende) Eroberung Chalukands behandelt.

Das Problem da ist weniger das erobern (Harayan ben Hasrabal hat kaum Truppen, und die Stadtmauer ist an mehreren Stellen gebrichen, die Festung angeblich ausgebrannt) als das befrieden und verteidigen. Die Stadt ist eigentlich strategisch extrem wichtig - sowohl für Aranien, zu dem sie eigentlich gehört, wie für Hasrabal, dessen Zugang zum Meer es ist. Ganz abgesehen davon, dass es der Schlüssel zum Yalaiad ist.
Das eigentlich Interessante würde also nach dem Abenteuer statt finden und ein eigenes GOT-artiges darstellen.

Vasall
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Ungelesener Beitrag von Vasall » 24.06.2018 00:53

Oasenstädte liegen nicht an Flüssen, sondern nah am Grundwasser.

Das Wasser kommt in der Regel aus den Bergen und fließt nur in den Regenzeiten in Form von teils katastrophalen Schichtflut- und Schlammstrom-Ereignissen über ausgedehnte Schwemmfächer an der Oberfläche in abflusslose Becken. Deren Zentrum wird gebildet von Salzseen und um die herum Reihen sich die Oasenstädte.

Den Rest der Zeit fließt das Wasser unterirdisch in den Schottern der mächtigen Schwemmfächer. Garten- und Feldbau ist in der Zone zwischen Salzsee und Schwemmfächerfuß gut möglich. Dazu wird das Wasser in den Bergen in zahlreiche jahrtausendalte Qanate geleitet und durch diese unterirdischen Bauten bis in die Gärten geführt. So ein System würde ich mir auch für Anchopal vorstellen um die Vulnerabilität des heiligen Gartens und der Wasserreservoirs der Stadt zu minimieren. Der Aquädukt scheint ja mehr eine Art Wasserautobahn für die Luxusviertel in Anchopal zu sein.
Ich habe beobachtet, dass das Einzugsgebiet für die Qanate oftmals noch durch ein oder mehr Burgen/Karawansereien in Sichtweite der Stadt gesichert war.
Denkbar wären hier also auch Gefechte um die "Wasserburgen" und Stollenkämpfe in Qanaten, wenn man die Anleihe übernehmen mag.

Ich würde mir die nördlichen Gebirge Anchopals aus denen das Wasser kommt ähnlich wie das berühmte persische Tal des Chalus vorstellen, das meiner Meinung nach als Vorbild für das Tal des Chaluk und Chalukistan gedient hat. Nur etwas trockener und flacher.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 24.06.2018 01:10

Vielen Dank - wieder was dazu gelernt. Das würde tatsächlich Sinn machen. Nur dass es in LdeS mit keinem Wort erwähnt wird. Bei dem Gefälle dürfte es eigentlich möglich sein, den Aquädukt unterirdisch zu verlegen, so dass er nicht ganz so einfach zu finden ist. Verwundbar bliebe die Stadt auf jeden Fall, ob mit Aquädukt oder Qanate..

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Ungelesener Beitrag von Vasall » 24.06.2018 09:55

Nur sollten sich die Verhältnisse nicht umkehren, würde ich sagen.

Die Stadt und ihre Gärten werden bestimmt mit 50-100 Qanaten, zusätzlich zum Grundwasser versorgt. Qanate sind sowas wie Arterien im Grundwasserfluss. Das System sabotiert man nicht Mal eben im vorbeigehen.

Und da haben vor allem die Angreifer das Wasserproblem. Die Mauern und Türme halten sie von der Oase fern und in den Bergen fließt das Wasser nur in der Regenzeit oberirdisch und ist ansonsten in nahezu unerreichbarer Tiefe.
Ein zwei Qanate im Oberlauf anzapfen reicht nicht für ein Heer und die Qanate sammeln auch erst in ihrem Verlauf mehr und mehr Wasser und führen im Oberlauf noch recht dünne Rinnsale.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 24.06.2018 10:51

Ich hab die Zahlen jetzt zusammen: Selbst ohne ihre anderen Grenzen total zu entblössen, können Arkos/Eleonora locker eine fünffache Übermacht kriegserfahrener Truppen aufbieten, ohne auf einen Mook-Generator zurück zu greifen oder den Fasarer Söldnermarkt leerzukaufen. Das ist eine ziemliche Klatsche, da brauche ich eigentlich für eine ausgedehnte Belagerung der nur mässig befestigten Stadt nicht planen. Sobald eine Bresche in der Mauer ist, wird Maruban verhandeln - der Mann ist ja nicht als Durchhalte-Vollidiot beschrieben.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 24.06.2018 23:44

Falls du trotzdem noch irgendwelche anderen Schwierigkeiten für deine Helden einbauen willst: Es ist ja nur die Altstadt ummauert. Der heilige Hain liegt außerhalb, und auch ein Neubauviertel. Die wären dann gleich in der Verantwortung der Belagerer, dass da nix beschädigt wird, nix geplündert, niemand belästigt (auch nicht vermeintliche oder echte Kollaborateure?), niemand nach der Siegesfeier in den heiligen Hain reihert oder sowas.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 25.06.2018 08:22

Das läßt sich einbauen, wobei "Wache schieben" für Helden wenig spannend ist, wenn nebenan Ruhm und Ehre winken. Das aranische Heer wird ausserdem vom Königspaar persönlich geführt. Die Helden haben so spät im Abenteuer wahrscheinich längst den Rang von Wesiren und führen ggf. sogar eigene Kontingente. Eines davon - gerade wenn es Kavallerie ist - könnte dann mit dem Schutz der heiligen Stätten beauftragt sein, wobei das dann wahrscheinlich eine Agahi und keine Wesira macht. Die Säbeltänzer des Tempels sind ja auch noch da. Bisher habe ich geplant, dass Arkos dafür ein Kontingent der "Knappen des Königs" abstellt, also seiner Leibgarde, um zu zeigen, dass es ihm ernst ist.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 25.06.2018 22:56

Ich dachte auch nicht so direkt an "Wache schieben", eher schon (wenn sie vorausplanen) an "Wachen einteilen". Oder falls sie das versäumen, dass ihnen eben Probleme gemeldet werden oder Bittsteller zu ihnen kommen:
Eine Novadi-Familie ist geflüchtet, das Haus steht leer, wer darf es plündern (oder keiner, oder plündern die Nachbarn schon?)?
Eine Familie ist zum Rastullahglauben konvertiert ("Verräter! Ketzer! Steinigt sie!" "Aber das war doch nur zum Schein, bei Feqz!").
Eine Novadin will jetzt, wo die Aranier die Oberhand haben, zum Zwölfgötterglauben konvertieren und ihren Liebsten heiraten. ("Aber das macht die doch nur zum Schein! Die will uns unterwandern!" "Heh, bei, äh, wie hieß das, Perähn? - ihr setzt doch jetzt echt nicht den Maruban als Vasallen ein? Der wird mich jetzt hinrichten lassen! Bei Radschas Lockenpracht!")
Pferde weiden schlecht beaufsichtigt im heiligen Hain?
Ein Novadi ist geblieben ("Der Maharan Shah wird mich so leben lassen, wie der Kalif euch leben ließ."); die Nachbarn wollen ihn verprügeln?
Oder vielleicht finden die aranischen Befreier, sie hätten was gut im Bordell.

Nur so ins Blaue gedacht. Das ist ja dein Abenteuer.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 25.06.2018 23:23

Das sind gar keine schlechten Anregungen, allerdings wollte ich bei Anchopal mehr auf das militärische und größere Bild gehen - das ist sozusagen das letzte Abenteuermodul, bevor der letzte Schleier fällt, und die Helden sind auf dem Höhepunkt ihrer Macht und Möglichkeiten. Sie haben unter anderem Llanka befriedet und in Elburum für Ordnung gesorgt, die Schleierverschwörung wurde fast komplett zerschlagen oder genauer: aufgerollt.
Religöse und kulturelle Differenzen scheinen im kanonischen Aventurien einfach nicht so wild zu sein. Haranyan ben Hasrabal, der Machthaber Chalukands, hat laut LdeS sogar aus Zorgan (!) neue Perainegeweihte (!) für Chalukand erbeten. Der Kulturclash zwischen 12G-gläubigen und das Matriarchat gewöhnten Araniern und novadischen Rastullahgläubigen Patriarchatsverfechtern könnte zwar eigentlich kaum größer sein... aber laut Kanon ist das offenbar alles nicht so wild, so daß Glaubenskrieg und "Scharia" da nicht so gut reinpaßt. Da mein "Umschrieb" ins offizielle Aventurien passen soll, will ich mich da dran halten.

Als "Optionskasten" sind ein paar solcher Probleme aber gut anbietbar

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 27.06.2018 19:03

Ich hänge mal eine Frage an, die auch mit Schleierfall zu tun hat.
Schleierfall MIAnzeigen
Bekanntermassen hat Baymara durch die NBeni Ashram unetr anderem ihre Mama entsorgt.
Da sie wahrscheinlich keine Volldeppin ist, hat sie das sicher über Mittelsmänner in Auftrag gegeben, so das ihr das nicht durch Zeugen nachweisbar ist. Dürre Indizien (wem nutzt das...) dürften gegen eine Beyrouna nicht reichen, die wahrscheinlich auch durch ihren Sultan (bzw. Assad) leumundszeuglich gedeckt wird - also stellt sich für mich die Frage, ob man an die überhaupt ran kommt, sofern der Meister keine Augenzeugen produziert. Die Helden wissen es, "D." weiss es, Sybia glaubt beiden (bzw. glaubt sie zu dem Zeitpunkt noch E...)

Was kann man da tun als Held oder auch als Königin? Beyrounas, noch dazu die, die anderen Sultanen "unterstehen" kann man nicht so einfach absetzen, weil man "weiss" das sie Schurken sind, oder?
Und schützt ein Memorans Falsifir bei einer faktischen Meineid im Rahmen eines Grossen Eidsegens, wenn man es "nicht besser weiss". (Weil die Erinnerung verändert wurde) Ich denke da an die El-Cid Szene "Schwört bei Gott, dass ihr nicht schuld seid am Tode eures Burders!"

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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 27.06.2018 21:21

Die karmalen Möglichkeiten von Geweihten, wie eben der Lehnseid, finden sich im offiziellen Aventurien nur am Rande der Messgenauigkeit. Besser man ignoriert dies.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 27.06.2018 22:07

Wenn ich schon ein Abenteuer schreibe, dann will ich nicht mutwillig crunchmässig ganz normal und ohne Exploit zulässige Heldenlösungswege per "geht grade nicht" verbauen. Meine Vermutung wäre, dass der Eidsegen (und auch der Respondami) die Wahrheit und nicht die subjektive Ansicht bewertet. Ich bin nun aber nicht der ultimative Regelfuchs, und daher frage ich.
Wann muss eine "frisch ererbte" aranische Beyrouna sich eigentlich legitimieren? Binnen Monatsfrist beim Sultan (in Baburin ist es ja ein Kerl) oder direkt bei der Königin? Ich würde vermuten, bei beiden, da Aranien einfach recht klein ist und die Sultanas eh "nur" Beamte der Königin sind, die sie (wenn auch zu politischen Kosten) absetzen kann. (Siehe Yashild und Shanya)

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Ungelesener Beitrag von Andwari » 27.06.2018 22:35

"legitimieren" wäre in feudalem Umfeld schlicht, dass ein neuer Lehnseid geleistet wird - ich würde die Zeitspanne dafür nicht zu kurz ansetzen: Evtl. müssen da bei einem überraschenden Ableben erst mal Unterstützer gewonnen, Geldflüsse organisiert und vom künftigen Lehnsherrn eine Stimmung vor Ort erkundet werden...

Wenn ein Hoftag o.ä. ansteht - der immer auch rechtliche Dinge regelt - sollte man sich da als Nachfolge-Kandidat blicken lassen - sonst könnte es dümmstenfalls passieren, dass dort schon wer anders dran kommt. Spätestens wenn der Lehnsherr auffordert, zum nächsten Hoftag o.ä. zu erscheinen, macht man sich unmöglich/treulos, wenn man dann noch wegbleibt.
=> Also eher eine Spanne von 1-2 Jahren, die aber verkürzt werden kann, wenn alle zusammenarbeiten. Das ist ja ein gegenseitiger Vertrag, der dann auch ca. eine Generation lang hält.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 28.06.2018 00:11

Jadoran hat geschrieben:
27.06.2018 19:03
Was kann man da tun als Held oder auch als Königin?
In Fasar soll's fähige Meuchler geben. :) Die maraskanische Bruderschaft vom 2. Finger sollte in Khunchom eine Niederlassung haben.
Beyrounas, noch dazu die, die anderen Sultanen "unterstehen" kann man nicht so einfach absetzen, weil man "weiss" das sie Schurken sind, oder?
Vielleicht kann man versuchen, ihnen was anderes anzuhängen. Zum Heer einberufen und zu spät erschienen, Steuerhinterziehung, Geheimnisverrat an, Bündelei mit, oder Spionage für Gorien/Al'anfa/Mittelreich/Engasal? ("Lieber Herzog Garf, schickt doch bitte drei Eurer wunderbaren Pikeniere mit dieser Botschaft, die ich Euch sende, zu Beyrouna XY, hier habt Ihr 50 Marawedi und ein edles Ross, ewig die Eure ...")
Und schützt ein Memorans Falsifir bei einer faktischen Meineid im Rahmen eines Grossen Eidsegens, wenn man es "nicht besser weiss". (Weil die Erinnerung verändert wurde)
Ich wüsste nicht, dass das irgendwo geregelt wäre.

Beim Respondami würde ich sagen: Der ermittelt nur, was das Opfer für wahr hält. Sonst hätte man ja einen ganz einfachen Test, ob jemand mit Memorabia falsifir verzaubert wurde: Einfach einmal Respondami drauf sprechen "Bist du jemals mit Memoriabia falsifir verzaubert worden?", und damit wäre klar, ob das passiert ist. Ganz ohne aufwendiges Gedankenlesen oder Analyse. Das wäre zu einfach.

Da aber Karma besser als Magie sein soll (mW), könnte man beim Eidsegen zB sagen, wenn die Probe des Geweihten besser ist als die des Memorabia-Zauberers, dann kommt die Wahrheit ans Licht. Aber wie gesagt, das ist meine Aus-dem-Bauch-raus-Einschätzung.
(Tomeg Atherion mit Memorabia gegen dörflichen Perainegeweihten mit Eidsegen sollte noch Chancen haben, Jungmagier frisch von der Akademie gegen Lichtboten eher nicht.)
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 28.06.2018 07:29

Alles ganz gangbare Wege, nur in der Situation nicht ideal:
- Wenn man gerade ernsthaft (als nicht wie im Original-Abenteuer) mit Tsa's Hilfe aus einem Knebelvertrag raus will, wäre der Rückgriff auf Meuchler nicht ideal. "E" würde das also eher nicht machen, da es ja auch nur um einen "normalen" Kriminalfall geht und nciht um einen Angriff auf sie persönlich.
- Die Einberufung zum Heeresdienst und dann Positionierung an einen sehr gefährlichen Ort müsste über den Sultan laufen, der das alles seinem Sohnemann Assad überlässt... und der würde das sabotieren, weil er auf die Tuse steht. Ausserdem stehen die aranischen Beyrounas im Kampf meistens eher nicht vorne: Die wenigsten haben Werte und SF's, die eine solche Ausbildung nahelegen.
- Auch die Steuerhinterziehung müsste über den baburischen Sultan laufen....

Aranien ist ja noch gar nicht so lange selbstständig - Sybia hat es ja erst aus dem MR rausgelöst. Den Lehenseid dazu zu nutzen, mit einem Eidsegen "die Frage" zu stellen, erscheint mir derzeit noch am einfachsten, will man nicht hohe politische Kosten ausdrücken.
Fernhalten vom Hof mit sichtbarer Missbilligung ist natürlich auch schon eine recht klare Strafe, weil das den SO einer einfachen Beyrouna massiv senkt und es ihr schwer macht, Verbindungen zu knüpfen. Ist natürlich ncht gerade das, was man leserseits unter "der Gerechtigkeit Genüge getan" versteht.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 28.06.2018 13:41

Jadoran hat geschrieben:
28.06.2018 07:29
Aranien ist ja noch gar nicht so lange selbstständig - Sybia hat es ja erst aus dem MR rausgelöst.
Ja, deswegen könnte ich mir vorstellen, dass ein Verdacht, jemand wolle "heim ins Mittelreich", den Ruf ziemlich nachhaltig ruinieren kann. Also wenn man da ein paar kompromittierende Briefe unterschieben und dafür sorgen könnte, dass die Betreffende mit den falschen Leuten gesehen wird ...

(Vielleicht sorgt dann ja auch irgendein aufrechter Patriot für den praktischen Jagdunfall und man muss selber nicht?)
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Das Aranische Feldheer

Ungelesener Beitrag von Magister Goswin » 30.07.2018 02:08

Um noch einmal auf das Hauptthema zurück zu kommen -> Das aranische Feldheer.

Was man nicht vergessen darf (weiß nicht mehr wo, aber in irgendeiner DSA-Publikation wurde es mal deutlicher erklärt):

Sinngemäß:
Nur weil in einer Einheitenliste 1 Regiment Hellebardiere steht, bedeutet das nicht, dass da 10 Banner Fußsoldaten, also genau 500 Mann hochgerüstet mit ner Stangenwaffe herumlaufen.

1. sind manche Banner durchaus über dem 50-Mann-Soll (Friedenszeiten, volle Stärke, viele neue Rekruten). Doch gerade in Kriegszeiten sind manche Banner nur noch halb so stark wie auf dem Papier (langer Kriegs oder unruhige Zeiten mit vielen Einsätzen, viele Ausfälle - auch Fahnenflüchtige, wenig neue Rekruten)

2. Ein Regiment besteht wohl nicht nur aus der gleichen Waffengattung. Es ist wohl durchaus normal, dass diverse Spezialbanner eingegliedert sind, z.B. aus Gründen von Variabilität oder Ergänzung oder weil irgend ein Verwaltungsbeamter mangels anderem Platz das Banner K mal dem Regiment C zugeordnet hat - und das ist dann so geblieben.
Ein Regiment schwere Fußkämpfer z.B. hat wohl diverse Spezialbanner eingegliedert, ein Schützenbanner zur Unterstützung, Leichte Reiterei als Aufklärungsbanner, Sappeure, Leichte Infanterie, Plänkler, etc. Auch der ganze Stab und Verwaltungstross eines Regiments nimmt da gerne Mal ein Halbbanner ein.

Zitat Encyklopaedia Aventurica: "So finden sich in einem Leichten-Reiter-Regiment oft auch zwei Schwadronen schwere Reiterei und eine Schwadron Berittene Schützen oder bei einem Sapeurregiment drei Kompanien Axtschwinger, denn wer soll sonst die Bauarbeiten gegen einen gegnerischen Ausfall schützen?"


Goswin

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Das Aranische Feldheer

Ungelesener Beitrag von Andwari » 30.07.2018 08:01

@goswin
Ich kenne da keine stringente aventurische Struktur zum Thema - also welche Größe Einheit als dauerhaft oder temporär unabhängig agierend konzipiert ist.
Irdische Vorbilder sind einerseits oft moderner als der aventurische Stand = eine Hypothek ans Wehrheimer Strammstehen, aus heutiger Sicht ist die frühe DSA-Militärstruktur einfach nur schwer ins stimmige Bild zu pressen. Andererseits können irdische Heere viel größer sein - wenn wir nicht gerade von "Weltgeschichte" in ganz ausgewählt dünn besiedelten Regionen sprechen (Ungarneinfälle oder frühe amerikanische Kolonialkriege). Dementsprechend sind irdische Militäreinheiten halt 1-2 Nummern größer und entsprechend die Logistik auch eher bei den größeren Einheiten angesiedelt.

Aventurisch müsste eigentlich das Banner die selbständige Standard-Einheit mit aller zugehöriger Logistik sein - also was die Landsknechtregimenter waren und modern erst auf Brigade/Divisionsebene verwirklicht ist. Das wäre aventurisch sowohl von der überhaupt in einer Region leistbaren Personalstärke sinnvoll als auch organisatorisch - wenn (historisch/brandaktuell) die Baronin der Dreh- und Angelpunkt für alle Fragen der Militärorganisation ist, macht es absolut Sinn, auch Logistik, Ersatz-Ausbildung usw. bei ihr anzusiedeln.
Größere Einheiten schön und gut - aber wenn man sowieso alles ab Obrist als vertrottelte Nixkönner darstellen will, die kaum Bezug zu ihren Soldaten aufbauen, dann dürfen die das ruhig auch von höheren Stabsposten aus tun. Ein aventurisches Regiment, das nie gemeinsam trainiert (weil drei Banner am Standort, zwei Banner dort und dreimal eins anderswo stationiert sind), wird nie zusammen effektiv agieren - und es gibt sogar ohne Krisenzeit in Aventurien unglaublich wenige Einheiten in echter Regimentsstärke am gleichen Ort.

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