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DSA4 Wie sehr dem Meister rein reden?

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
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Rasputin
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Wie sehr dem Meister rein reden?

Ungelesener Beitrag von Rasputin » 05.06.2018 00:59

Hallo,
ich habe mal eine Frage an euch. Wie oft redet ihr dem Meister mal dazwischen wenn er ein Abenteuer meistert?
Mir fällt auf, dass ich das relativ oft mache und wollte euch mal fragen, wie ihr das sehr. Dabei geht es sehr oft um Regeln. Das sieht dann im Regelfall so aus:
Meister: "Du fällst 5m tief. Mach mal eine Athletik-Probe zum Abrollen."
Ich: " Also eigentlich ist das Talent zum abrollen ja Körperbeherrschung oder Akrobatik."
oder
Spieler: "Wie weit ist der Gegner in etwa weg?"
Meister: "Mach mal eine Schätzen-Probe."
Ich: "Also eigentlich ist das ja eine IN-Probe. Schätzen ist nur für Wertgegenstände."
Manchmal sind es auch etwas kontroversere Sachen
Meister: "Alrik provoziert dich und beleidigt deine Mutter. Mach mal eine Jähzorn-Probe."
Ich: "Das Regelwerk schlägt in diesem Fall eine Selbstbeherrschungsprobe vor, erschwert um den Jähzorn. [Spieler 1] hat absichtlich viel in Selbstbeherrschung gesteckt."
manchmal wird sogar um Erschwernisse "gefeilscht".
Spieler: "Ich möchte das Seil (mit einem einfachen Doppelknoten) an den Ast binden."
Meister: "Mach mal ne Fesseln-Probe."
Ich: "Möchtest du dafür echt ne Probe haben?"
Meister: "Ja"
Ich: "Aber dann mit 7 Erleichterung oder? Ist ja schließlich auch für ungeübte zu schaffen. (WdS S.13)"
Findet ihr das so etwas grundsätzlich die Autorität des Meisters untergräbt oder in einem bestimmten Rahmen okay ist? Passiert euch das am Spieltisch? Wie geht ihr damit um? Findet ihr es als Meister unangebracht wenn ein Spieler so etwas macht?
Zuletzt geändert von Rasputin am 05.06.2018 09:15, insgesamt 1-mal geändert.
Anscheinend kapiert ihr es alle nicht. Ich bin hier nicht mit euch eingesperrt, ihr seid hier mit mir eingesperrt!

Thorgrimma
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Wie sehr dem Meister rein reden?

Ungelesener Beitrag von Thorgrimma » 05.06.2018 01:21

Wäre ich dein Spielleiter oder Mitspieler, würde mich das ziemlich nerven, ehrlich gesagt. Aber ihr scheint auch einen anderen, sehr regellastigen Spielstil zu haben und für uns sind Regeln nicht so wichtig, sondern mehr das stimmige Erzählen und Ausspielen. Es käme mir daher nie in den Sinn genau nachzudenken, ob die Probe jetzt auf schätzen oder Intution gehen sollte und während des Spiels empfände ich das Wälzen von Regeln eher als störend und den Spielfluss aufhaltend, genauso wie Feilschen um Erschwernisse.
Daher: Ab und an mal was korrigieren ist okay. Aber oft? Nein, bitte nicht! Das reißt einen meiner Meinung nach aus der Immersion und ich finde, als Darstellerin der Welt und des Schicksals sollten der Spielleiterin viele Freiheiten und auch mal geringfügige Fehler erlaubt werden (denn was für einen Unterschied macht es denn letztlich, ob man auf den einen oder anderen Wert würfelt... langfristig gleicht sich das aus...).

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Rasputin
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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 05.06.2018 01:28

Thorgrimma hat geschrieben:
05.06.2018 01:21
ber ihr scheint auch einen anderen, sehr regellastigen Spielstil zu haben
Ja das stimmt. Uns ist es relativ wichtig, dass die Charaktere nur das können, was auch auf dem Charakterbogen steht.
Nur weil der Spieler gut im Rollenspiel ist und sehr charmant, heißt das nicht, dass er jeden Charakter verführen kann, nur weil es gerade so schön passt. Wenn der Charakter CH 8 und Betören 1 hat, kann er froh sein, wenn jeder 10 versuch Erfolg hat.
Stimmig ist Spielen bei uns nur, wenn die Beschreibungen des Spielers mit den Fähigkeiten des Charakters überein stimmen.
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chizuranjida
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Wie sehr dem Meister rein reden?

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 05.06.2018 01:51

Wenn's gut begründet ist, nicht um zu feine Details geht, und nicht ständig passiert, ist das okay.

Bei deinen ersten Beispielen würde ich sagen, okay, passt, gut dass du daran erinnert hast. Wobei ich als Meisterin vielleicht trotzdem bei Athletik zum Abrollen bleiben würde, wenn ich das so als einheitliche Hausregel immer machen würde.

Entsprechend beim Jähzorn: Wenn ich das schon jahrelang mit JZ-Proben gemacht hätte, würde ich den Regelverweis hinnehmen, aber nicht zwingend drauf eingehen. Dafür sind die Regeln zu umfangreich und werden zu oft geändert.

Man kann all das mal einwerfen, aber wenn's entweder mehrmals pro Sitzung käme oder in gescriptete Episoden reinballern würde, dann würde es mich nerven.
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

Nimmerland
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Wie sehr dem Meister rein reden?

Ungelesener Beitrag von Nimmerland » 05.06.2018 06:35

Die Sachen aus dem ersten Post wären bei uns völlig normal und führen auch ab und zu zu Diskussionen ~ man sollte schon nach den gleichen Regeln spielen. Aber Meister oder Meisterin können natürlich auf ihrem letzten Wort bestehen.
Unheil angerichtet.

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Lanzelind
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Wie sehr dem Meister rein reden?

Ungelesener Beitrag von Lanzelind » 05.06.2018 07:33

Ich zitiere mal einen Mitspieler aus einer früheren Runde: "Wenn ich zum Rollenspielen komme, will ich spielen. Wenn ich über Regeln diskutieren möchte, kann ich mich auch in der Kneipe treffen." (Oder mich in Foren herum treiben ... 8-))

Und der Mann war quasi unser lebendes Regellexikon.

Ich sehe das also ähnlich wie Thorgrimma, wenn es hin und wieder vorkommt, ok, und manchmal kommt man bei kontroversen oder uneindeutig formulierten Regeln um eine Diskussion tatsächlich nicht herum, wenn aber jede 2. Probenanordnung hinterfragt wird, empfinde ich das auch eher als störend. Zumal ich die Erfahrung gemacht habe, dass so Sachen wie "Akrobatik oder Körperbeherrschung?" immer dann besonders vehement diskutiert wurden, wenn die vom SL angeordnete Probe dem eigenen SC zum Nachteil gereichte. ;) Damit will ich nicht sagen, dass das bei euch auch so ist :) , aber wir hatten so einen Spezi in einer Gruppe, der versucht hat, jeden noch so kleinen Vorteil für sich heraus zu schlagen. Und das wurde irgendwann anstrengend ...

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Xoltax
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Wie sehr dem Meister rein reden?

Ungelesener Beitrag von Xoltax » 05.06.2018 08:18

zu so kleinen Verbesserungen kommt es bei uns auch. Nicht jeder kennt jede Regel und manchmal fragt der Meister vorher nach was die Spieler meinen welches Talent oder so am passensten in der Situation wäre.

Es gibt aber auch Leute die wirklich penetrante Leute die auf Regeln bestehen. Diese sind wirklich nervig. Vorallem wenn man gerade kämpft.
Also bei Kämpfen sollten man sich wirklich zurück halten. Es führt halt wirklich sonst zu enormen Verzögerungen.

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Eadee
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Wie sehr dem Meister rein reden?

Ungelesener Beitrag von Eadee » 05.06.2018 08:26

Ein einfacher Hinweis ist für mich als Meister in Ordnung. Eventuell habe ich nicht daran gedacht oder einen Denkfehler, dann nehme ich die Korrektur gerne an. Manchmal aber, weiche ich aus gutem Grund vom Regelwerk ab (zB lasse ich die Fesseln/entfesseln-Probe ohne Erleichterung würfeln weil ich die übrigen TaP* als Hilfstalent für die nächste Probe zulasse, in dem Fall bedeutet ein Misserfolg schlicht dass es keinen Bonus gibt, das Seil ist aber dennoch befestigt.).
Was ich nicht mag sind Spieler die darauf bestehen dass ihre Korrektur angewandt wird. Es soll also nicht am Spielabend zu einer ellenlangen Diskussion kommen. Wenn ich anders entscheide als es im Regelwerk steht macht man sich einfach eine kurze Notiz, am Ende des Spielabends kann man das dann gerne mit mir besprechen warum ich so entschieden habe und ob wie solche Situationen in Zukunft am besten abgehandelt werden sollten (Aber oft wird der Grund warum ich vom Regelstandard abgewichen bin binnen weniger Minuten nach der Probe klar).

Ich habe auch dann kein Problem wenn jemand einen offiziellen Regelmechanismus auf seine Glaubhaftigkeit anzweifelt so dass man nach dem Spielabend darüber diskutieren kann ob es sinn macht eine Hausregel einzuführen (so erst kürzlich geschehen zum Thema Fernkämpfer im Nahkampf und freies Ausweichen), nur sollte die Diskussion halt nicht während dem Spielabend stattfinden.
Sads freindlich!
- Haindling "Bayern"

Dingens
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Wie sehr dem Meister rein reden?

Ungelesener Beitrag von Dingens » 05.06.2018 08:35

Wir spielen verhältnismäßig regellastig, und die meisten oben genannten Beispiele finde ich ehrlich gesagt völlig im Rahmen. Irgendwo steigere ich ja meinen Helden in Hinblick auf Dinge, die er können soll, und wenn der Meister für genau diese Dinge dann irgendwelche anderen abstrusen Talentproben fordert, würde mich das nerven. Wenn mein Krieger plötzlich nicht mehr weiß, wie viele Gegner im Feldlager vor ihm stehen, obwohl ich extra Sinnenschärfe und Rechnen gesteigert habe, weil der Meister eine Schätzen-Probe fordert ("das linke Zelt ist 12 Dukaten wert", oder was?), ist das irgendwie unbefriedigend. Es ist wichtig, dass Spieler und Meister auf dem gleichen Regelfundament arbeiten.

Probenerschwernisse werden bei uns sehr selten diskutiert, eigentlich nur wenn es eine wichtige Probe ist und der Vorschlag des Meisters aus dem Rahmen fällt. Wenn man bei jeder blöden Wildnislebenprobe um einen Punkt Erschwernis feilscht, gute Nacht. Aber ab und an greift man als Meister eben auch daneben, und dann darf der Spieler ruhig sagen "hey, das Besteigen einer Leiter kann wohl kaum eine Probe sein, die ich jedes 2. Mal vergeige" bei einer Klettern-Probe ohne Erleichterung für ebenjene Leiter. Gleiches gilt, wenn beispielsweise bei Handwerksproben festgelegte Zuschläge gelten sollten. Zumindest, wenn an dieser Probe irgendetwas wichtiges hängt.

Schwierig wird es natürlich, wenn innerhalb der Gruppe unterschiedliche Spielstile bevorzugt werden. Ein Meister, der gerne erzählerisch-rollenspielerisch spielt und eigentlich gar keine Werte braucht, wird vermutlich an einem Spieler, der ihm ständig wegen "Nebensächlichkeiten" reingrätscht wenig Freude haben. Das eigentliche Problem liegt dann aber ohnehin woanders.

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Gumbald
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Wie sehr dem Meister rein reden?

Ungelesener Beitrag von Gumbald » 05.06.2018 08:43

Die Beispiele gehen schon OK.
Insbesondere dann, wenn man einen Spielleiter hat, der offenbar im Regelwerk noch nicht so fest im Sattel sitzt.
Wichtig ist halt, dass man seinen Einwand EINMAL vorträgt, und die Entscheidung des Spielleiters dann auch in jedem Fall akzeptiert.
Ansonsten verweise ich noch auf das was Eadee gesagt hat, volle Zustimmung meinerseits!

Andwari
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Wie sehr dem Meister rein reden?

Ungelesener Beitrag von Andwari » 05.06.2018 08:55

Beim zweiten Beispiel ist der SL klar auf dem regeltechnisch falschen Dampfer und fordert zudem unnötig ein Spezialtalent, wo eigentlich ein Basistalent gefordert ist.
Gilt natürlich nur sofern der Talentspiegel in der Gruppe nicht massiv modifiziert wurde, was man angesichts der deutlich ungleichen Stellung von Sinnenschärfe, Körperbeherrschung, Selbstbeherrschung, Athletik usw. gegenüber anderen gleich teuren Talenten durchaus machen kann.
Beim ersten Beispiel auch, trifft aber wenigstens was, das auch passen könnte.
=> Kurzer Hinweis, "richtig" machen, fertig.

Das dritte Beispiel sind schlicht zwei Möglichkeiten für Nachteil-Auswirkung, die beide ihre Berechtigung haben.
=> Der SL hat eine mögliche Variante ausgewählt, sollte seine Entscheidung bleiben

Das vierte Beispiel ist eigentlich normaler Ablauf, wenn man die Wortwahl vllt. etwas ändert: Bevor der Spieler eine durch Charakterentscheidung auch vermeidbare Probe würfelt, muss mMn der SL die inklusive der Erschwernis anfordern - nur so wissen beide Seiten am Spieltisch, wie der andere sich die Schwierigkeit vorstellt. "Mach eine Probe auf XY" ist schlicht nur der halbe Inhalt von dem, was der SL sagen sollte - besser: "Mach eine Probe +0 auf XY". Nach dieser Ansage kann der Spieler immer noch ohne drohende Konsequenzen entscheiden, dass das ja viel zu schwer sein könnte (er sich das als Spieler leichter vorgestellt hat) und einen anderen Weg suchen. Gerade bei der Umsetzung relativ freier Situationen ist es mMn unsinnig, den Mitspieler in Proben zu drängen, die er nicht machen will.
Ob die Situation des Seil-Befestigens hier eine Probe rechtfertigt, ist eine andere Frage, wenn die Helden ohne Zeitdruck agieren, wäre gar keine Probe fällig, weil selbst ein zunächst schlecht festgemachtes Seil schon bemerkt wird, bevor einer abstürzt o.ä. und man das halt dann korrigiert. Denn natürlich springt man nicht gleich mit dem Seilende über die Klippe, sondern zerrt erst mal kräftig um den Halt zu prüfen.

Eine erst mal gewürfelte Probe zu annullieren, weil man sich ja was anderes vorgestellt hätte, ist viel zeitaufwändiger. Der Spieler würfelt die Probe - und soll gefälligst seinen TaW und die Erschwernis/Erleichterung selbst verrechnen.

Jadoran
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Wie sehr dem Meister rein reden?

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 05.06.2018 09:04

Wir spielen "im Großen und Ganzen" nach den Regeln. Während ich in DSA 4.1. ziemlich fit bin, ist bei SR ein Mitspieler der ausgewiesene Regelfuchs. Wenn einem so eine Kleinigkeit wie vom TE geschildert auffällt, darf er sie sagen, und wenn der SL das als richtig oder besser als seins akzeptiert, wird es ohne Diskussion eingebaut. Sowas ist kein "Dem SL das Abenteuer aus der Hand nehmen" oder "Stimung töten".

Schwieriger wird es inhaltlich. Wenn man ungläubig nachfragt... "Wie, für 3 Tap* Betören hüpft die platinblonte Halbelfenschankmaid mit dem ins Bett?" oder "Öhm... wo bitte kamen diese Wegelagerer her, wenn die kein Lager haben, mitten im Wald? Hatten die zwar rostige Schwerter und nach deisme Kampf wertlose Kettenhemden, aber keine Schlafdecken?" Noch schwieriger, wenn man sich fengesteuert fühlt. "Wie, ich werde einfach so beherrscht? Ohne Würfeln? Trotz MR 12? und soll jetzt etwas tun, was total gegen meine Prinzipientreue verstößt?"

Das Spiel in Diskussionen abgleiten lassen mag ich auch nicht, und letztere Sachen sind da eher schwierig. Zumal sie meistens darauf hindeuten, dass man als SL einen Logikbruch oder Plotfehler verbrochen hat, also einen Fehler gemacht hat, oder dass aufgefallen ist, dass man einfach seinen Kopf durchsetzen wollte. Das kann man dann akzeptieren und sagen. "Ooops.. stimt." oder "Vertraut mir und laßt euch drauf ein. Das hat schon seinen Sinn." Das geht manchmal gut, manchmal nicht. In meiner jetzigen Runde ist das Vertrauen da, sowohl zum Fehler eingestehen, wie auch um sich auf was einzulassen, was gerade unlogisch erscheint. Aber ich hab auch schon in Runden mit Mimosen und kleinen Göttern gesessen.

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Lanzelind
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Ungelesener Beitrag von Lanzelind » 05.06.2018 09:07

Dingens hat geschrieben:
05.06.2018 08:35
Irgendwo steigere ich ja meinen Helden in Hinblick auf Dinge, die er können soll, und wenn der Meister für genau diese Dinge dann irgendwelche anderen abstrusen Talentproben fordert, würde mich das nerven. Wenn mein Krieger plötzlich nicht mehr weiß, wie viele Gegner im Feldlager vor ihm stehen, obwohl ich extra Sinnenschärfe und Rechnen gesteigert habe, weil der Meister eine Schätzen-Probe fordert ("das linke Zelt ist 12 Dukaten wert", oder was?), ist das irgendwie unbefriedigend.
Das ist durchaus nachvollziehbar (ebenso wie ich es eben nachvollziehen kann, dass SL genervt sind, wenn Spieler ständig um jeden Punkt feilschen wollen, nur um ja keine Nachteile zu erleiden). Nur ist meine Erfahrung, dass das Problem dann meist nicht nur auf der Regel-/Spielstil-Ebene liegt, sondern oft auch im zwischenmenschlichen Bereich. Normalerweise sollte RPG ja kein Spiel sein, in dem man "gegeneinander" spielt, aber in gewissen Konstellationen (wenn es etwa Probleme zwischen SL und einem bestimmten Spieler gibt) vergessen die Leute das leider gerne mal.

Aber das führt jetzt vielleicht zu sehr OT.

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Tütenclown
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Ungelesener Beitrag von Tütenclown » 05.06.2018 09:45

Thorgrimma hat geschrieben:
05.06.2018 01:21
Wäre ich dein Spielleiter oder Mitspieler, würde mich das ziemlich nerven, ehrlich gesagt.
+1

Bei uns sitzen auch zwei Regelfanatiker am Tisch, die regelmäßig über die Regeln, bzw. deren Auslegung diskutieren - das ist dann aber oft ein "angeregter Disput" und keine Streiterei wer Recht hat. Deine Beispiele haben mich aber alleine beim Lesen schon irgendwie "genervt" (ohne das irgendwie böse meinen zu wollen!) :D Ich stimme da auch den meisten hier zu: wenn da tatsächlich grundlegende Falschauslegungen der Regeln stattfinden, ist es schon ok etwas zu sagen; manchmal verdreht man als SL ja auch einfach etwas (oder verwechselt versch. Regelsysteme, wenn man vorgestern noch was anderes gezockt hat o.ä.). Wenn es darauf hinausläuft, dass man als Spieler quasi um jeden TaW feilscht, weil einem das andere Talent besser passt...naja. Ich denke da gerne an einen sehr erfahrenen Mitspieler, der bei viel Regelkenntnis und Wissen immer dem Meister das letzte Wort gibt, Punkt. ^^
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Ungelesener Beitrag von hexe » 05.06.2018 09:53

Ich rede dem Meister rein, wenn mein Spielspaß sinkt oder gar verloren geht. Auch schon bei der Körperbeherrschung, Athletik, Akrobatik Proben Geschichte.
Für einen Charakter hatte ich mir extra Meisterhandwerk Körperbeherrschung gekauft und gesteigert, weil ich wollte, dass man diesen Charakter 'echt' überall runter werfen kann und er sich oft irgendwie unbeschadet fängt. In WdS steht ja sogar, dass genau dafür Körperbeherrschung verlangt wird, wenn dann die SL ständig Athletik-Proben dafür sehen will, dann habe ich weniger Spaß und ja ich möchte das auch ansprechen. Und vor allem dann auch klären, wie es denn jetzt gehandhabt wird. Damit wir nicht bei jeder Körperbeherrschung, Athletik, Akrobatik Probe diskutieren müssen und doch sehr darauf hoffen, dass irgendwann alle Unklarheiten beseitigt sind. Weil eigentlich will ich spielen und nicht über Regel diskutieren.

Merma
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Ungelesener Beitrag von Merma » 05.06.2018 09:58

Wir spielen nur alle 3 Wochen für ca. 4 Stunden. Ich lasse da als Meister (und handhabe das als Spieler gegenüber dem Meister genauso) keine lange Regeldiskussion zu. Regel können zwischen den Abenteuern diskutiert werden, aber nicht in epischer Breite am Spieleabend in der kurzen Zeit. Sprich zunächst mal hat der Meister immer Recht (auch wenn er bewusst falsch liegt :-)). Diskussion kann angeregt werden, aber meistens auf danach verschoben. Durch diese Regel oder jene Probe wird der Held ja nicht sterben! Darum geht es ja, wenn es natürlich zum Tod des Helden führen würde, würde ich Diskussion verstehen, aber dann hat der Meister eh was falsch gemacht .....

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Ungelesener Beitrag von LordShadowGizar » 05.06.2018 09:59

Dem Wahnwitz zum Gruße!

Etwas, was so manch ein Spieler/Spielleiter gerne vergisst ist, das manche Dinge im Spiel auch auf mehreren Wegen erreicht werden können, manch mal sogar gewollt gewisse Wege unterinander 'ersatzweise' verwendet werden können...

Als Spielleiter weis das Stefan, das es nicht allwissend ist! :rohal:
Es hört sich daher aus Prinzip alle vermeintlichen Belehrungen geduldig an... und es kam auch mal vor das, dass Stefan trotz einer berechtigten Richtigstellung, seine Herangehensweise als Diktat durchdrückte! :borbi:

Aber das Stefan empfindet mitdenkende Spieler als eine extrem Positive Sache! Weswegen es sich auch immer freut wen Spieler fragen, ob sie nicht auch stattdessen auf Talent XY würfeln könnten, oder Talent XY als Hilfstalent verwenden dürfen, oder ob sie diesen Gegenstand aus dem Raum verwenden können um eine Erleichterung bekommen.
Das zeigt für mich Teilname und Interesse am Spiel und dessen Mechaniken, sowie im letzten Punkt 'Dem Schachern um Erleichterungen' das ihnen meine Beschreibungen ihre Umfeldes nicht am Popo vorbei geht und sie diese auch kreativ einsetzen. Einfach nur Toll!

So long and thanks for all the Fish.

Stefan Fritsch
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Diese Welt mit ihren Regeln ist wie Wachs in meinen Händen! Und mein Wahnwitz wird sie formen...

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Rhonda Eilwind
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 05.06.2018 10:05

Ich frag mich sowieso grade, ob es nicht sinnvoll wäre, bei der Frage "körperbeherrschung - Akrobatik - Athletik oder was?" auf "Was am besten geht!" zu setzen?

Ich würde immer davon ausgehen, dass jemand, der über besondere körperliche Fähigkeiten verfügt, ob nun aus sportlichen oder akrobatischen oder sonstigen Gründen, diese auch einsetzt, wenn er in Not ist. Warum sollte der Akrobat sich nicht abfangen können, obwohl er nur Seiltänzer ist und kein Imman-Spieler? Fällt der einfach platt vom Baum und zuckt mit den Achseln, weil er grade das "falsche" Talent gesteigert hat und Abfangen nur funktioniert, wenn der Sturz vom Seil erfolgt und nicht vom Baum oder aus dem Fenster? :grübeln:
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Ungelesener Beitrag von hexe » 05.06.2018 10:12

Rhonda Eilwind hat geschrieben:
05.06.2018 10:05
"Was am besten geht!"
Klar. Wäre eine sehr einfache Lösung des Problems. Meine Spieler bekommen auf die Frage 'Was soll ich da würfeln?' häufig ein 'Ist mir Wurst' zurück. Die Meisten nehmen dann schon was sinnvolles. Außerdem helfen 3 TaP* in Töpfern beim über eine Schlucht springen halt nicht sonderlich weiter.

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Ungelesener Beitrag von Bullf » 05.06.2018 10:33

Pragmatischer Hinweis:

Schreib dir Sachen auf, die dich stören und sag sie dem Meister nach dem Spieleabend.

An den Spieltisch gehören mMn keine Regeldiskussionen. Die führt man vor dem Spiel und justiert sie fein nach jeder Session. Wenn ein neues Regelphänomen aufgetreten ist.
Wenn Elfen Elfen helfen helfen, helfen Elfen Elfen helfen.

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Ungelesener Beitrag von Lanzelind » 05.06.2018 10:35

Es ist ja vollkommen okay, Dinge zu klären . Wobei für eine Klärung natürlich die Fähigkeit zur Einsicht und Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten keine ganz unwichtige Voraussetzung ist. ;)

Nervig wird es eben dann, wenn ständig die gleiche Diskussion von Neuem angeleiert wird oder es eben nur darum geht, "wer jetzt mehr Recht hat" bzw. darum seinen Willen durchzusetzen. Dann leidet mein Spielspaß, selbst wenn ich nicht direkt betroffen bin.
Zuletzt geändert von Lanzelind am 05.06.2018 10:56, insgesamt 1-mal geändert.

Grakhvaloth
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Wie sehr dem Meister rein reden?

Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 05.06.2018 10:54

Im Zweifel gehorche ich eher dem Meister, auch wenn er für ständig "Schauspielerei" gewürfelt haben will, wenn mein Char sich als wer anders ausgibt. Was solls, kann der Char jetzt eben Schauspielerei und war am Anfang schlechter im Bescheißen, als ich es eigentlich gebastelt hab. Ist nicht so schlimm, am Ende ist das Ergebnis einer einzelnen Probe oft nicht entscheidend.
Wenn ich selbst meistere bin ich so regelfest, dass mir das nicht passiert, würde ich behaupten. Oder zumindest fast nie. Das geht soweit, dass meine Spieler offenkundig komische Dinge einfach so hinnehmen (Wieso kann hat der drei Aktionen pro Kampfrunde mit einer Zweihandwaffe? Egal, wird schon stimmen), weil sie sich darauf verlassen, dass das schon irgendwie Sinn ergeben wird am Ende.


Solche Situationen nerven. Aber ich finde man muss auch sehen, dass daran nicht der Spieler schuld ist, weil er ein Meckerkopp ist oder Schwierigkeiten hat sich dem Meisterdiktat zu unterwerfen, sondern auch der Meister, der seine Regeln nicht kennt.

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Lokwai
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 05.06.2018 10:56

Ich finde es schon richtig die Talente zu benutzen die auch dafür vorgesehen sind.
Um beim obigen Beispiel zu bleiben: meist ist Athletik der aktive Teil, Körperbeherrschung der passive und Akrobatik ein kleines Bonbon (Ausweichenbonus) und sieht toll aus.
Jetzt mal so ganz grob!
Oder wie oft wird eine Sinnenschärfe in der Stadt bei einer Verfolgung verlangt, obwohl es eigentlich eine konkurriende Gassenwissenprobe sein sollte. Es gibt Unmengen an Beispiele für "falsche" Anwendungen, aber ich sehe da nicht so die Brisanz es als Spieler mal einzuwerfen, meist reicht (bei uns) ein Nebensatz und gut ist. Ich kann mir auch einfach keinen Meister vorstellen, der wirklich alle Regeln kennt! Von daher muss bei uns der Spieler auch seinen Charakter beherrschen (in seinem Kernbereich).

Ich kann da Spieler sehr gut verstehen, die sich auf Kernbereiche konzentrieren und die dann immer die Krise kriegen wenn der SL die falschen Proben würfeln lässt. ABER es sollte einfach aufgeschrieben und nach der Sitzung geklärt werden. Gerade bei Talentanwendungen ist das Regelwerk doch recht eindeutig. Bei schweren Klärfällen muss man nach dem Spiel halt gemeinsam zu einem Konsens kommen, wobei der SL auch dort eine größere Gewichtung hat. Bei uns heißt es im Zweifelsfall hat immer der Meister das letzte Wort. Und es ist doch schön sollten Spieler am Tisch "wach" sein und mitdenken, mich stört es nicht wenn mich ein Spieler anspricht ob denn in dem Fall nicht Talent/Anwenung X die besser Wahl wäre. Bei uns reicht aber auch ein Ja oder Nein :)

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Rhonda Eilwind
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 05.06.2018 11:09

Lokwai hat geschrieben:
05.06.2018 10:56
Ich kann da Spieler sehr gut verstehen, die sich auf Kernbereiche konzentrieren und die dann immer die Krise kriegen wenn der SL die falschen Proben würfeln lässt. ABER es sollte einfach aufgeschrieben und nach der Sitzung geklärt werden.
Das finde ich aber in den Fällen, wo es eindeutig falsch ist, nicht. Wenn "Schätzen" nur für den Wert eines Gegenstandes gilt, gilt Schätzen nur für den Wert. Dieser Hinweis sollte auch direkt im Spiel erlaubt sein. (Sage ich mal als Spielleiterin, die mit dem Merken von irgendwas und vor allem Regeln so ihre Probleme hat und dankbar für diese Hinweise ist - und zwar nicht nach dem Spiel, da sind sie bis zur nächsten Sitzung eh wieder vergessen... sondern direkt, wenn es wichtig ist).

Was mich echt abnerven würde, sind Hinweise, die in folgender Form vorgebracht werden.
"Das Regelwerk schlägt in diesem Fall eine Selbstbeherrschungsprobe vor, erschwert um den Jähzorn. [Spieler 1] hat absichtlich viel in Selbstbeherrschung gesteckt."
Fragen könnte man: "Ist da mit Selbstbeherrschung etwas zu machen? - Immerhin steigert man die doch für Fälle wie diesen!"

(Wäre ich Spieler 1, und ich nicht gerade komplett mit dem Spielen überfordert, würde es mich aber auch nerven, dass jemand für mich diese Anmerkung macht, bevor ich sie selbst machen kann. Das würde ich ziemlich bevormundend finden. - Wäre ich allerdings ein Newbie im System, wäre ich dir andererseits dankbar für den Hinweis. :) )

Und ganz, ganz übel wäre:
Ich: "Möchtest du dafür echt ne Probe haben?"
Meister: "Ja"
Ich: "Aber dann mit 7 Erleichterung oder? Ist ja schließlich auch für ungeübte zu schaffen. (WdS S.13)
Da geht es nicht darum, dass der Einwand unberechtigt wäre - aber diese Art würde ich als unterträglich herablassend und belehrend empfinden.

Hinweise darauf, wo der Meiste gerade was durcheinanderwirft, ja.

Grundsätzliches Infragestellen von Entscheidungen inklusive des Diktierens von Probaufschlägen inklusive genannter Seitenzahl - nein.

Wenn du die Regeln so gern magst, dass du keine andere Interpretation als deine akzeptieren kannst, kannst du dich nach meinem Empfinden gern mit deinen Büchern in ein stilles Kämmerlein setzen und glücklich werden. Beim gemeinsamen Spiel schaffen zumindest wir beide das dann sicherlich nicht. ;)
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Lanzelind
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Wie sehr dem Meister rein reden?

Ungelesener Beitrag von Lanzelind » 05.06.2018 11:48

Prinzipiell kommt es doch, wie so oft, auf das Wie und ein vernünftiges Maß an. Weswegen ich weiter oben Worte wie "ständig" ja auch unterstrichen habe. ;)

Wenn ich das Gefühl habe, der/die SL will mir einen reinwürgen (aus was für Gründen auch immer), werde ich natürlich auch fuchsiger (kam bisher zum Glück eigentlich so gut wie nie vor) als wenn er/sie einfach was nicht bedacht hat (was ich im Regelfall (pardon the pun!) aber wahrscheinlich auch gar nicht bemerken würde, sofern es nicht eklatant offensichtlich ist :oops: ).

Leider scheinen manche Spieler ständig das Gefühl zu haben, der SL will ihnen was Böses und vice versa. Das geht dann aber, wie oben geschrieben, mE am Spielziel vorbei.

Dieschatten
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Wie sehr dem Meister rein reden?

Ungelesener Beitrag von Dieschatten » 05.06.2018 11:52

Moin moin,
also wenn der SL falsch liegt sage ich ihm das auch. Wir spielen nach 4.1 Regeln mit paar Hausregeln und beim spielen einfach mal neue Regeln erfinden mache ich nicht mit.
Jedem Talent ist ein Gebiet zu geteilt für was es gedacht ist und ich finde man kann diese dann auch dafür nutzen.

zum Thema Erschwernis: 90% aller SL haben gefühlt noch nie die Tabelle gelesen wo Erschwernisse vorgeschlagen werden oder verstehen sie inhaltlich nicht.

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Ungelesener Beitrag von Exar » 05.06.2018 11:55

Meine Regelkenntnis ist weit weg von der unseres Meisters, von daher würden die hier geschilderten Fälle wohl eher selten eintreten.
Aber ganz grundsätzlich würde ich wohl auch probieren erstmal alles zu notieren und das erst nach dem Spiel besprechen.
Regeldiskussionen während des Spiels empfinde ich eher als störend, sofern sie ausufern oder häufig vorkommen.

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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 05.06.2018 12:46

@Rhonda Eilwind _ich meinte auch das kurzes Korrigieren schon verlangt werden darf (sowas muss nicht aufgeschrieben werden, war etwas unglücklich formuliert) wo es eindeutig ist.

Und ja, beide Seiten sollte die Diplomatie bewahren.

Ich habe z.B. letztens eine StarWars Runde geleitet, in der ich normalerweise einen SC spiele. Ich hatte Lust eine Story umzusetzen, habe aber im Detail keine Ahnung vom System (Grundregelwerk so lala, aber dann wirds schwierig). Ich hatte somit überhaupt kein Problem bei der Geschichte dann an kritischer Stelle einen Regelfuchs zu fragen was man hier denn nun würfelt und weiter ging es. Wir hatten alle Spaß. Das ist leider bei DSA schwieriger, denn das System ist viel zu kleinteilig und hat zu viele Extraregel zur Extraregel und abweichende Mechaniken.

Ach die guten alten Zeiten, als wir uns immer haarfein die Regeln um die Ohren genauen haben. Was hast du studiert? DSA :)

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Ungelesener Beitrag von Sarturas » 05.06.2018 13:09

Hm, als Spieler habe ich eigentlich nie diskutiert. Es heisst ja nicht umsonst die SL hat immer das letzte Wort.
Aber bei uns ging es eigentlich um Rollenspiel und nicht so sehr um regeltechnische Fragen...

Als Spielleiter habe ich das bisher auch noch nicht erlebt, vielleicht habe ich ja auch als SL einfach nur Glück gehabt. Meine Gruppe ist sowieso der Überzeugung, bevor der SL sich minutenlang in Regelbüchern vergräbt um die richtige Passage mit den passenden Regeln zu finden soll ich lieber was sagen damit das Spiel weitergehen kann.

Diskussionen hab ich eigentlich nur wenn es um Tragkraft geht, da sind manche unterschiedlicher Meinung was man mit sich schleppen kann. Bundeswehr sei dank. Aber schlussendlich habe ich da trotzdem das letzte Wort und dann ist damit gut. Für alles andere gibt es ein Kompromiss.

Aber als Spielleiter oder auch als Spieler fände ich einen Spieler in solch einer Gruppe eher nervig. Dann passt die Vorstellung des Spielers nicht mit der des Spielleiters überein. Vielleicht ist der Spielleiter auch noch etwas unerfahrener als der Spieler, aber dann ist das halt so. Sowas kann schnell zu frust oder auch streit führen am Tisch. Als Spielleiter würde ich mich im inneren auch über sowas ärgern wenn ein/eine Spieler/Spielerin mit mir ständig über sowas debattieren würde. Da bleibt das Spiel ja auch auf der Strecke und den anderen kann es auch nicht gefallen.

Kannst ja auch mal vorschlagen selber zu leiten und er spielt, dann dreht den Spieß doch einfach mal rum!?

Aber schlussendlich ist das meine Meinung!
"Nur weil wir alle DSA spielen, heißt es noch lange nicht, dass wir auch das selbe Spiel spielen!"

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Rhonda Eilwind
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Wie sehr dem Meister rein reden?

Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 05.06.2018 13:49

Ich glaube, alle sind sich darin einig, dass stundenlanges "Debattieren" während des Spiels nervt - außer den, der die Debatte grad angerissen hat, weil er oder sie sie für nötig hielt... :ijw:

Was @Rasputin aber meinte, wenn ich ihn richtig verstanden habe, sind eher immer wiederkehrende Anmerkungen - die dann eine Diskussion auslösen können, oder auch nicht.

Und da, meine ich, kommt es sehr auf das Wie, aber auch auf die Ausgangssituation an.

Offensichtliche Fehler korrigieren: Fände ich - wenn es mal vorkommt - weder als Spieler noch als SL schlimm. Wenn DSA 4.x oder 5 die Talente so eng fassen, dass Akrobatik eben nicht mehr für den Sturz funktioniert und Athletik auch nicht... - ist es eben so, und dann wäre auch der Hinweis berechtigt.

Ständiges Verbessern und Korrigieren würde mich als SL allerdings extremst nerven. Wenn euer SL das nicht so sieht und vielleicht sogar dankbar für deine Regelkenntnisse ist, @Rasputin - dann ist es gut, wie es ist.

Und wenn es wirklich nur ab und zu vorkommt, wenn es eben nötig ist, und nicht als Dauerfeuer, ist es auch noch ok.

Anderenfalls versuch dich mal einen Moment in die andere Seite reinzuversetzen. Wärst du wirklich dankbar, wenn jemand anders jeden, aber auch wirklich jeden deiner Gedankengänge unter den Hinweis auf die korrekte Regelauslegung erstmal stoppen und zerpflücken würde? - Oder würdest du das bei klein dann doch irgendwann mal als störend empfinden?
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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