Lernen an Akademien

Allgemeines zu Aventurien, Myranor, Uthuria, Tharun, Den Dunklen Zeiten & Co.
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vmoeller
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Lernen an Akademien

Beitrag von vmoeller » 12.02.2018 15:18

Hallo,

meine Gruppe zieht bald nach Perricum und da schmieden die Spieler teilweise natürlich schon Pläne, was man in der Stadt alles Schönes machen könnte. Unter anderem ist neben Einkauf natürlich Lernen ein wichtiges Stichwort. Für Magier und militärisch Interessierte gibt es ja gute Anlaufstellen.
Als Meister stelle ich mir nun jedoch nicht zum ersten Mal die Frage nach der Umsetzbarkeit solcher Lernaufenthalte.
Ich sehe es einfach problematisch, dass irgendwelche Leute zur (beispielsweise) Flottenakademie gehen, um dort (gegen Bezahlung) ihre Talente zu steigern.
Wird dann ein Lehrmeister extra für die Helden eingesetzt? Haben Lehreinrichtung überhaupt solche Kapazitäten? Oder stellt man die Lehrmeister dadurch dar, dass die Helden sich zB in Lehrveranstaltungen (Seminare, Vorlesungen) mit reinsetzen? Geben Akademien wie die Flottenakademie in Perricum überhaupt so leichtfertig ihr wissen weiter (sie erhalten ja immerhin eine Bezahlung) oder werden die Helden freundlich daraufhin gewiesen, dass in einem halben Jahr ein neuer Jahrgang zugelassen werde, in den man sich ja eintragen könne?

Mir ist schon klar, dass die Offenheit der Akademien im Umgang mit ihrem Wissen stark variiert, dennoch weiß ich nicht mal wie die liberalsten Akademien wissen weitergeben, wenn es um Nicht-Schüler geht.

Wie handhabt ihr das in euren Gruppen, wenn die Spieler bei einer Akademie ein Manöver, eine Talent oder einen Zauberspruch erlernen wollen? Gewährt ihr ihnen freien Zugang zu allen Lerninhalten oder ergeben sich auch Situationen, wo eben gerade kein Lehrmeister Lust oder Zeit hat?
Gibt es besondere Privilegien für Ordenskrieger, Gildenmagier usw?

Danke schon mal im Voraus

Lorlilto
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Beitrag von Lorlilto » 12.02.2018 16:48

Anfangs habe ich das relativ freigiebig gehalten aber inzwischen die Zügel ein wenig angezogen:
Viel macht natürlich aus, wie der SC zu der jeweiligen Institution/der Gilde/dem Reich steht und ich versuche Informationen aus RSHs, Akademie-Bänden und ähnlichen zu ziehen, wie die jeweilige Einrichtung denn zu unterschiedlichen Gruppierungen steht. Wenn unsere Graumagierin also bei den Weißmagiern in Perricum lernen will, kann das halt ein Problem sein. Da gebe ich inzwischen der sozialien Positionierung der SC mehr Gewicht als den Spielerwünschen nach Lernmöglichkeiten. Zum Ausgleich bin ich ein bißchen freigiebiger bei bereits bestehenden persönlichen Kontakten (nach Donner und Sturm z.B. Etikette bei Hofzeremoniemeister Eorlariel oder Pflanzenkunde bei Throndwig von Bregelsaum...) und bringe immer mal wieder NSCs ohne offizielle Funktion in's Spiel, einen schrulligen, ausrangierten General aus Retos Zeiten für Kriegskunst zum Beispiel, oder eine Elementarmagierien (Erz) die von nem persönlichen Lehrmeister kommt und nen speziellen waffenlosen Kampfstil beherrscht (den ein Spieler für seinen SC entwickelt hatte).
Und ziviles Wissen (wie oben genannte Etikette und Pflanzenkunde) sind auch deutlich einfacher zu bekommen als bspw. Kriegskunst oder magische "Spezialitäten".

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Na'rat
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Beitrag von Na'rat » 12.02.2018 20:16

vmoeller hat geschrieben:
12.02.2018 15:18
Für Magier und militärisch Interessierte gibt es ja gute Anlaufstellen.
Na ja, nicht wirklich. Haben die denn einen entsprechenden Leumund um überhaupt vorgelassen zu werden? Was die SCs gerade versuchen ist sich mal eben bei der Bundeswehrakademie als Gasthörer anzumelden, mitten im Semester, für Kurse bei denen es um handfeste Geheimnisse gehen kann.
vmoeller hat geschrieben:
12.02.2018 15:18

Wie handhabt ihr das in euren Gruppen, wenn die Spieler bei einer Akademie ein Manöver, eine Talent oder einen Zauberspruch erlernen wollen?
Die haben hoffentlich ihre Nachteile wie Verpflichtungen schön beackert und können sich bei ihrer jeweiligen Alma Mater blicken lassen. Parallel dazu oder zusätzlich kann man sich dann noch selbst bemühen.
Was dann ein prima Aufhänger für Drama ist.

Jadoran
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Beitrag von Jadoran » 12.02.2018 20:37

Innerhalb ihrer eigenen sozialen Struktur ist das Lernen kein Problem. Der Graumagier an einer Akademie der Grauen Gilde wird, so er keinen schlechten Ruf geniesst oder was aus dem Giftschrank will, gegen die übliche Bezahlung kurzfristig Lernmöglichkeiten nutzen können.
An der Uni Al'Anfa bezahlt man die Kursgebühr und setzt sich auf die Bank

Schwierig wird es, wenn der Lehrmeister zunächst einmal kein besonderes Interesse an der Ausbildung des Lernwilligen hat, oder er es schlichtweg nicht so einfach darf. Ein zünftiger Waffenschmied darf nicht so einfach einem nicht-zünftigen Schüler das Geheimnis von Zwergenspan beibringen, ein Ritter wird keinem Streuner so einfach das Schwertfechten beibringen, und ein Meisterdieb einem Fremden nicht das Schlösserknacken. Der berühmte Fechtmeister, der das Gegenhalten beibringen kann, hat nur Kapazität für eine bestimmte Anzahl Schüler und im Nomalfall mehr Nachfrage als er befriedigen kann und will. Anders als in unserer modernen Welt ist der Normalfall nicht der Käufermarkt, wo der Konsument vom Überangebot umworben wird, sondern es geht umgekehrt, gerade bei so knappen Sachen wie seltenem Wissen und zeitintensiver Ausbildung.

Da kommen dann Faktoren wie Ruf, Beziehungen und nicht direkt monetäre Gegenleistungen ins Spiel. Bevor eine horasische Akademie bereit ist, einem Olporter Magus einen Zauberspruch zu lehren, muss dem schon mehr einfallen, als nur die Geldbörse zu zücken. Dito wird ein Mengbillaner Alchemist nicht einfach für Gold das Herstellungsgeheimnis für Hyaliler Feuer rausrücken.
In solchen Fällen sollte der Spieler sich Gedanken machen, wie er den Lehrmeister umstimmen und für sich einnehmen kann. Durch Tauschgeschäfte (Mein seltenes Wissen gegen Deines), Verpflichtungen (Ich tue/hole für Dich X) oder schiere Sympathie/Verführung. Da muss nicht immer eine große Quest draus gemacht werden, aber wenn man Immersion haben will, sollte ein wenig "realistisch" :censored: an die Sache herangegangen werden.

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der Doc
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Beitrag von der Doc » 12.02.2018 20:40

Ich finde die Frage sollte anders gestellt werden Warum möchten die Chars das Lernen? und wer sind die Chars?

Ist man jetzt bei der Gezeichnetenkampagne und die Chars kehren nach Bastrabuns Bann zurück in ihre Heimat; dann Himmel hilf: Gib ihnen alle Unterstützung! Sie haben es sich ab da spätestens verdient -es fällt noch genug über ihnen zusammen. :wink: :lol:

Also wichtig sind sowas wie: Schon bestandene Abenteuer, AP-Anzahl, Sozialstatus, Treue zu den Göttern und zum Mittelreich(in perricum, in Punin oder Al´ANfa ist beides egal) sowie Geld und die Höhe der TaW+Seltenheit der Wünsche.

Was man auf keinen Fall machen sollte:
- Magier bevorzugen. Ist realitätsbezogen, weil in jeder größeren Stadt man auch welche findet. Sie haben den höheren Sozialstatus als andere Zauberwirker, sind anerkannter und als Einzige wirklich organisiert. Dennoch: Tue es nicht! Scheiß auf Realismus! Hier geht´s ums Gruppenbalancing.
- Adelige immer bevozugen. Kann mal ein nettes Gimmick sein, aber es immer zu machen, verzerrt auch die Spielwelt in Richtungen, die unpassend sind.
- Krieger bei Kampfsachen bevorzugen zu anderen Kampfprofessionen. Eigentlich ähnlich zu den Magiern, wenn auch nicht so schlimm.
- vor einer von der Gruppe am Besten selbst festegelegtem Wert den Riegel vorschieben. Es sind die verdienten AP. Dann lass deine Gruppe auch ihre Abenteurer selbst gestalten. Und man will nicht bei Speere auf 10 schon streiten. Das ermüdet und nimmt einem viel Spielspass. Die AP sind als Belohnung gedacht. Lass sie auch als Belohnung wirken. Bis zum Wert 15 ist es den meisten Meistern egal.
- achte auf eine vernünftige AP-Verteilung: Schwerter 20, Athletik 2, Selbstebeherrschung 3, Sinnenschärfe 3, alle Kampf-SF ->One-trick-Pony halt. Immerhin hat das kleine Pony vielleicht nicht CH 8 , FF 8. KL 8^^ :lol: :lol: . ABER:
- Wisse was deine Chars wolen und treibe sie nicht gewaltsam in eine Richtung! Wenn jemand unglaublich viel Spass hat, einen Butkicker zu spielen, dann um alles was lieb ist: Gib ihm Schwerter 20 und den Endurium-Zweihänder. Wenn er sonst ein toller Mitspieler ist, warum auch nicht? Ihm und der Gruppe macht es ja genau so Spass. Dann gib der Gruppe auch ihre :cookie: :cookie: :cookie: Ähnliches gilt für den abgefrackten, armen Gildenmagier, der lieber Magiekunde und Sphärologie 21 lernen will, als Stäbe auf 3. Warum auch? Er hat im letzten AB auch keinen Kampf gehabt. Wird er in den letzten 2 ABs schwer verletzt, dann sieht das schnell anders aus.
- achte auf ein insgesamt positives Balancing. Manche Chars sind von der Erstellung her stärker(meistens die zauberwirker, besonders der Gildenmagier). verstärke diesen Effekt nicht noch. Ansonsten gib ca. gleich viele AP, gleich viele SEs und eine relativ stabile Anzahl Lehrmeister. Und diese darf sich ganz nach deinem Post der Umgebung anpassen: mitten im aventurischen Dorf gibt es die SEs für´s Abenteuer und ein bis maximal 2 Lehrmeister für die AP. In Gareth gibt´s gegen klingende Münze so ziemlich jeden Lehrmeister. Perricum ist extrem hoher Standard also sollte da vieles möglich sein.
- erwecke im idealfall Langzeitziele. Das wird die Gruppe viel mehr ins lebendige Aventurien einbinden:
Ich will ein Geschichtenerzähler werden(Überreden, Überzeugen+3 Kulturkunden, S&L, Geschichte, Geografie, Magiekunde hoch)
Ich möchte weltberühmter Jäger werden(alle Geländekunden durch Erfahrung aktiviert, alle zentralen Talente auf 18+).
Händler ist schon ein geiler Beruf. Mein Char soll reich werden.


Das Zentrum ist Folgendes: Die Helden haben ein Abenteuer erfolgreich geschafft, denken: "Ich kann mich verbessern" :phex: Es ist nicht Ich als Meister will eine Stadt richtig komplex darstellen! SIm Aventuria City 3000!!! Klar kann es Situationen geben, wo ich sage: "Nein da kommst du jetzt nicht ran." Speziell seltene zauber/Rezepte/Lehrmeister TaW 18+ können etwas dauern. Ich hab mal im Orkensturm gesagt: "Nein ihr steigert jetzt nicht, außer 3 Talente eurer Wahl in X Tagen. Dannach ist das nächste Abenteuer. So ist halt Krieg!" Das hat aber auch in die Kampagne gepasst. und viel wichtiger: Sie hatten dann die AP noch, konnten mit ihnen machen was sie wollen. Aber das kommt immer extrem auf eure Gruppe an und auf das gerade gemachte Feeling.
- EDIT: Da meine Vorposter es so schön zur Geltung gebracht haben: Ja, auf Vorteile und Nachteile sollte man eingehen. Aber nicht gleich alles verwehren. Wenn einem nur noch Viehzucht und Ackerbau beibt, weil man Verpflichtungen Festum, Schulden festum+ Schlechter Ruf hat und in Festum ist, dann macht auch der Char keinen Spass. Wenn man aber sagt: Du kannst hier nicht steigern, spar dir also die AP auf. SE + Lehrmeister kriegst du nachgereicht, wenn auch nicht in der Menge, mag die Immersion etwas gebrochen sein, aber es ist weniger Anti auf den Spieler.


Da ich immer Alptraumbeispiele habe: Ich hab mal einen Krieger gespielt und nach einem Abenteuer mit 450 AP ziemlich viel bekommen. Auflage des Meisters: Keine Steigerung von Waffen, Kampf-SF oder iwas anderes Kämpferisches. WHAT?! :???: Wozu dann überhaupt AP vergeben? :grübeln:
Meister: "Ja, ihr habt doch da den Hesindegeweihten-NSC. Steiger doch Wissenstalente."
Ich: "Wir haben auch mindestens 10 Jäger gerettet. Kann mir keiner Bogen von 7 auf 8 beibringen? Oder Kriegskunst?"
Meister: "Nein das will ich nicht. Dein Char wird sonst zu stark."
Mein Char hatte 8.000 AP, Intuition 15 und Klugheit 13. Es war aso kein ONE-Trick-Pony. Er wurde durch diese AP-Vergabe schwächer in seiner Gruppenfunktion(Lehrmeister hin oder her, was bringt einem Mechanik, Nujuka, Bosparano & Gesteinskunde auf 3+ Kulturkunde Nivesen?), die beiden Mages deutlich stärker. Kurz danach habe ich aufgehört unter diesem Meister zu spielen. Diese AP-Vergabe war sinnlose Willkür. Für mich hat sich das wie die heftigste Bestrafung für einen SC angefühlt. :angry:

Mein 2. Lieblingsbeispiel - andere gruppe anderer Spieler - war in Gareth: Der weiße Gildenmagier aus der Bannakademie hat den letzten reinsten AP noch ausquetschen können um Bannmagie zu lernen. Der Korgeweihte durfte AHH nicht steigern - 1025. Einfach weil.... Baum. Er hatte es auf 16 oder so. In Gareth Anderthalbhänder nicht steigern können. Nach einer Stadtrettung(!) Bei wie vielen Schwertgesellen, Akademien, Elitegardisten? Dann darf ich vor Hesinde treten, da aber nicht nach Magie fragen^^ :lol:

@Na'rat Wenn ich auch in einem Hobby auf nur Mauern stoße, mal sehen wie lange es Spass macht, wenn´s nicht klettern ist^^ :lol: :lol:

Jadoran
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Beitrag von Jadoran » 12.02.2018 21:37

@der Doc: Du beschreibst das andere Extrem - und die Kernaussage, dass man den Spielern ermöglichen sollte, ihre Helden in die von ihnen gewünschte Richtung zu entwickeln, unterschreibe ich zu 100%.
Die von mir beschriebene "Simulation" ist jedoch kein Selbstzweck, sondern dient dazu, dass die Welt, durch die die Spieler ihre Helden führen, auch für sie berechenbar und verständlich ist. Beliebigkeit erzeugt auch nur Unzufriedenheit.

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Beitrag von der Doc » 12.02.2018 21:51

@Jadoran Jupp, das sehe ich auch so. Nur sollte man wissen wann und wie oft man nein sagt. Nachteile sollten im Spiel vorhanden sein. Nicht oben drauf noch unbedingt beim Steigern.

Motto und selbst erlebt: Arroganz behindert meinen Char überall - der SC checkt es will es abbauen. "Kann ich bei Tsageweihten oder iwo anders das behandeln lassen?" Meister: "Nein. Du warst zu arrogant. Arroganz+1" :???:
Iwann sagen manche schon ohne nachzudenken nein als Meister.

Das Ding ist: ich habe halt all das auch wirklich erlebt oder es wurde mir am selben Tag erzählt. :censored:

Beliebig sind meine Tipps und meine Welt auch nicht. Die Einschränkungen sind auch bei mir klar definiert. Man sollte sie nur nicht realistisch machen. Das ganze ist immer noch ein Spiel. Wenn ich noch die 5 Aufnahmetests udn dann X,Y,Z machen muss, schaffe ich es doch nicht, weil da ja das nächste Abenteuer wartet. Also habe ich als SL bei der gruppe nur frustration erzeugt. Sage ich hingegen das ist eine Kriegskampagne, Waffenmeister zum lernen gibt´s nach den 3 Abenteuern, weil´s da passt, wird sich jeder vernünftige Spieler darauf freuen können.

Wenn jemand ankommt als thorwalscher Pirat mit Gesucht II und will Seefahrt lernen, darf sie das gern tun: In Ketten auf der Galeere :lol:

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Beitrag von Na'rat » 12.02.2018 23:06

der Doc hat geschrieben:
12.02.2018 21:51
Wenn ich noch die 5 Aufnahmetests udn dann X,Y,Z machen muss, schaffe ich es doch nicht, weil da ja das nächste Abenteuer wartet.
Was meiner Meinung nach der falsche Ansatz ist, sinnvoller wäre es, die Spielwelt nicht nur im Rahmen von irgendwelchen Abenteuern zu thematisieren sondern auch davor und danach. Sich ein Netzwerk zu schaffen gehört da eben dazu.

Da hat der Angehörige eines abseitigen südaventurischen Nischenkultes in Gareth nun mal verdammt schlechte Karten jemanden von Stand zu finden, der sich mit ihm abgeben will. Wenn das ganze in Südaventurien stattfindet ist wiederum der Weißmagier derjenige welche in die Rühre schaut.

Was dann aber ein grundsätzliches Problem ist, wenn man mit dem Utulu im Yetiland und im nächsten Abenteuer in Kuslik spielt. Spielt man lokaler wird die Sache gleich noch mal interessanter.

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Satinavian
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Beitrag von Satinavian » 13.02.2018 12:08

Wir sparen uns einfach die ganzen Lehrmethoden und steigern nach Standardspalte. Dann ist das Ganze schon mal erheblich entspannter, da nicht jedes 5x Lehrmeistersuche und -Interaktion ausgespielt werden muss.

Tatsächliche Lehrmeister werden dann für besondere Dinge verwendet, die wirklich wichtig genug sind, sich mal Gedanken zu machen, was der Lehrmeister will und wie die Lehre stattfindet. (natürlich immer noch ohne SEs und Spaltenverschiebungen)

Infernal Acid
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Beitrag von Infernal Acid » 13.02.2018 14:44

vmoeller hat geschrieben:
12.02.2018 15:18
Ich sehe es einfach problematisch, dass irgendwelche Leute zur (beispielsweise) Flottenakademie gehen, um dort (gegen Bezahlung) ihre Talente zu steigern.
Eigentlich bist du hier frei, Aventurien so zu gestalten, wie es dir gefällt und deiner Gruppe passt.

Ich persönlich rate dazu, Akademien nicht als Monolithen darzustellen. So eine Akademie befindet sich meist in einer grösseren Stadt und sollte ein ganzes Umfeld an Dienstleistungen, Vereinen und Gruppierungen generieren. Im Dunstkreis einer bedeutenden Akademie dürfte man auf Lehrmeister, private Institute sowie Kirchen mit Bildungsauftrag stossen.
Einige der Lehrmeister so einer Akademie mögen da durchaus auch auf mehreren Hochzeiten tanzen. Der gleiche Lehrmeister kann Kadetten an der Akademie und junge Akolythen im Rondra-Tempel drillen. Der betagte hohe Mechanikus der Akademie kann mittlerweile das gros seiner Zeit im Garten des Hesinde-Tempels anzufinden sein.
Daneben kann es Konkurrenz geben. Ein paar junge Wilde sind in einen Vorort gezogen und bieten alternative Bildung an (etwas, das ja bei den ersten Akademien der Geschichte durchaus auch vorkam). Ein grossspuriger Novadi verspricht privaten Schülern die wahre Kunst des Rastullah gefälligen Kampfes beizubringen, und siehe da, er ist nicht nur Schaumschläger. Eine Rondra-Geweihte bildet eine neue Miliz aus, da es vermehrt zu Ork-Überfällen kam. Es gibt sooo viele Möglichkeiten, das ganze lebendiger zu gestalten.

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Beitrag von vmoeller » 13.02.2018 18:16

Okay, ich breche meine Frage nochmal in zwei Teile auf:

1. Es geht natürlich darum, überhaupt die Verfügbarkeit eines Lehrmeisters zu klären. Generell versucht man natürlich den Spielern entgegen zu kommen, dass sich das an gewisse Regeln halten muss ist ja aber auch klar. Da sollte man sich dann einfach von Akademie zu Akademie fragen, welchen Nutzen sie selbst aus der Weitergabe von Wissen ziehen können und ob es mit ihren Idealen übereinstimmt, das Wissen an diesen oder jenen weiterzugeben. Das hängt halt von der Situation ab.

2. Meine zweite Frage soll eigentlich sein, wie ihr das Steigern dann darstellt. Wenn die Akademie zugesagt hat, will ich nicht, dass der Spieler dann quasi da zur Tür reingeht und nach ein paar Tagen mit höheren Talentwerten rauskommt. Wie könnte sowas tatsächlich ablaufen? Werden eher private Lehrmeister abgestellt oder kann man sich tatsächlich in Seminare mit reinsetzen? Habt ihr da Erfahrungen wie man sowas kurz und knackig aber dennoch mit etwas Liebe zum Detail umsetzen kann?

Denderajida_von_Tuzak
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Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 13.02.2018 19:02

Zu 1.: Hängt ein bisschen von der Akademie ab. Eine mittelreichische Flottenakademie (und alle Personen in ihrem Umfeld) wird sich z.B. schwer damit tun, einen alanfanischen, horasischen, bornischen (oder auch nur thorwalschen) Offizier auszubilden - man könnte sich ja potentiell mal in einer Seeschlacht gegenüber stehen... so wie eine weiße Magierakademie auch nur in Ausnahmefällen Wissen mit Schwarzmagiern teilen wird... viel ergibt sich da aus gesundem Menschenverstand, oder vielleicht auch noch aus den in-game-Beziehungen.

zu 2.: Für Haussprüche/Grundwissen dürfte es bis TaW 7 (mMn "grundlegendes Gesellenniveau in der Hauptfertigkeit direkt nach Ausbildung") bzw. bis zu den bei der Generierung vergebenen TaW kein Problem sein, eine Veranstaltung zu finden. Ähnlich für die Grundlegenden SF. Würde da aber die nötigen Tage etwas strecken - die Schüler lernen das nicht en bloc, sondern verteilt über das laufende Semester. Diese Streckung ist aber nicht dramatisch, wenn man mehrere Talente/Sprüche lernen bzw. verbessern will oder wenn man selbst als Gegenleistung auch Unterricht erteilt.
TaW jenseits von +7 dürfte nur mit Einzelbetreuung verbilligt steigerbar sein (oder im speziellen Doktorandenseminar der Akademie), seltene Zauber und SF genauso... Je höher der Wert/seltener der Spruch, desto schwieriger wird es natürlich mit der entsprechenden Koryphäe einen Termin zu machen, außer die Gegenleistung ist entsprechend... Und Gegenleistung könnte auch sein, mit dem SC-Magier einen gemeinsamen Artikel zu publizieren, mit der SC-Kämpferin ein öffentliches Duell (aufs erste oder zweite Blut) zu fechten, mit dem Socialiser auf den Hofball geführt zu werden,...

Jadoran
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Beitrag von Jadoran » 13.02.2018 19:28

1) Die Lernmöglichkeit muss bei mir immer nachvollziehbar sein. Aber dabei bemühe ich mich, eigentlich genau wie @der Doc den Helden das Lernen zu ermöglichen, wenn es nicht völlig hanebüchene Ansinnen sind. Da mag es also auch in Keft jemand geben, der bereit ist, der Schwertgesellin eine Kampf-SF beizubringen. Aber da muss man sich dann halt ein paar dahin führende Umstände ausdenken/erarbeiten.

2) Kommt wie immer drauf an. Wenn es um Grundwissen geht, dann wird meist ein Studiosus, Geselle oder der Burgausbilder / die Hauslehrerin eingespannt. Das sind aber immer Einzelstunden, allein schon, weil die wenigsten Bildungseinrichtungen auf Gasthörer eingerichtet sind und die meisten Seminare & Übungen Wochen und Monate dauern. Und bei Helden muss es ja immer schnell gehen. Bei seltenem/verbotenem Wissen oder "Meister"-Techniken muss natürlich die jeweilige Koryphäe ran, ggf. zusammen mit ihrem Meisterschüler.
Ausgespielt wird es eigentlich nur, wenn der Spieler drauf Lust hat, ansonsten heißt es halt: "Drei Wochen und ein paar Dutzend blaue Flecken später hast Du den Dreh mit der Windmühle raus." Aber wenn es reinpasst und der Spieler mitspielt, wird es ausgespielt. Dann webe ich das aber auch immer ein einen Atemholer-Nebenquest ein, damit alle Helden was zu tun haben. gelingt nicht immer, aber manchmal.

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