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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

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KAW
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Beitrag von KAW » 23.10.2017 22:25

Warunk, im Molchenberg

Mit vorsichtigen Schritten und schweigsam marschiert Ossippa hinter den anderen her. Sie ist froh, dass sie das Schlusslicht bildet, sodass niemand im Schein der Lampe ihren ängstlichen Gesichtsausdruck sehen kann. Obwohl sie weiß, dass Phex bei ihr ist, solange sie nicht verzagt, führen die Ungewissheit, ob nicht schon hinter der nächsten Ecke ein Ungeheuer lauert oder die Borbaradianer ihnen auf den Fersen sind dazu, dass sie eine ständige Beklemmung fühlt. Viel ist von der ihr sonst eigenen Unverzagtheit und Zuversicht nicht zu spüren. Im Laufe der Zeit gewöhnt sie sich jedoch an die Situation und ganz tief in ihr eine Stimme zu hören, die sie an die Bedeutung ihrer Mission erinnert. Wenn wir das überleben, sind wir berühmt und ein gutes Stück reicher. Du hast dich hierzu entschieden, also reiß dich zusammen und nutze diese Chance, Ossippa!

Bei der Kreuzung angekommen deuted Ossippa den rechten Gang entlang. Sie wirkt überzeugt, dass es dort weitergeht, auch wenn sie kein Wort sagt.

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Marty mcFly
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Beitrag von Marty mcFly » 24.10.2017 02:26

Warunk, Im Molchenberg

Gerwin nickt dem Utulu zu. Es ist wohl besser, wenn er mit Schild und Streitkolben vorangeht. Gerwin hat ja gesehen, wie er damit umzugehen weiß.
Also nimmt er die Laterne in die Linke und seinen Stab in die Rechte und marschiert hinter dem Utulu her. Eine Weile wird es schon gehen so.
Schwierig wird es nur mit der niedrigen Decke. Gerwin muss sich selbst ja schon ein wenig bücken an einigen Stellen, der Mutige Mann muss richtig gebeugt gehen.
Hoffentlich werden die Gänge noch höher..

Als sie an die erste Abbiegung kommen, gibt Gerwin mit flüsternder Stimme zu Bedenken: "Hoffentlich finden wir auch wieder zurück. Vielleicht sollten wir irgendeine Art Markierung an der Felswand anbringen, damit wir wissen, wo wir entlang gekommen sind?"

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Beitrag von Zyrrashijn » 25.10.2017 13:22

Warunk, Im Molchenberg

Da die Decke so niedrig ist, muss der mutige Mann fortwährend geduckt gehen, um sich nicht den Kopf zu stoßen.
An der Abzweigung späht er in die beiden dunklen Gänge. Er findet sich ohne Tagesgestirn nicht leicht zurecht, daher überlässt er den anderen die Entscheidung, wohin sie sich als nächstes wenden sollen.
"Dein Kopf stärker als Arme, Gerwin. Der mutige Mann kann schlagen Kerbe in Wand." Zur Unterstreichung seiner Worte hebt er den schweren Streitkolben.
- Wer dem Licht dienen will, darf die Schatten nicht scheuen -

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Marty mcFly
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Beitrag von Marty mcFly » 25.10.2017 17:08

"Wartet, vielleicht wäre es klüger, wenn wir leise vorgehen", gibt Gerwin zu Bedenken. "Ich versuche es mit dem Knauf meines Dolches."
Dann ritzt er mit dem metallenen Knaufende ein kleines Symbol in den Fels, nah am Boden. "Das machen wir vor jeder Abzweigung. Ich habe ein tulamidisches Zeichen gewählt, nur für den Fall, dass unerbetene Gäste nach dem Unterschlupf der Rebellen suchen."

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Beitrag von Milamber83 » 25.10.2017 23:17

Warunk, Im Molchenberg

Nach 20 Schritt fällt das Licht der Laterne auf einen leblosen Körper der am Boden liegt. Aus der Nähe erkennen die Helden, dass es sich um einen skelettierten Menschen handelt, dessen Kleidung allerdings wie neu aussieht. Im Rücken des Mannes hat sein Lederpanzer ein ausgefranstes, etwa Handteller großes Loch. Nahe seiner rechten Hand liegt ein Säbel. Nach eingehender Untersuchung ist anhand der Kleidung und der eingetrockneten Blutflecken offensichtlich, dass dieser Mensch noch nicht lange tot ist. Seltsam ist, dass das Skelett kalkweiß in der Kleidung steckt, so als ob eine Armee aus Ameisen hier wirklich gute Arbeit geleistet hat.
Etwa 15 Schritt weiter treffen die Helden auf ein weiteres menschliches Skelett, welches rücklings im Geröll liegt. Das Bild ist dasselbe, der einzige Unterschied besteht darin, dass dieser Mensch ein ausgefranstes Loch in der Brust der Rüstung hat. Ein abgebrochenes Kurzschwert liegt unter dem Leichnam, die Spitze des Schwertes ist nirgends zu finden.

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Beitrag von Zyrrashijn » 26.10.2017 15:47

Warunk, Im Molchenberg

Brummend erhebt sich der Utulu, nachdem er den zweiten Leichnam in Augenschein genommen hat. "Das bestimmt nicht Leute von Myrhiam. Menschen nicht so schnell verwest."
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Beitrag von Marty mcFly » 26.10.2017 15:56

Warunk, Im Molchenberg

Gerwin tippt das zweite Skelett mit vorsichtiger Neugier mit dem Fuß an. "Hmm, normalerweise nicht, da habt Ihr Recht, mutiger Mann, aber in diesen Landen ist Vieles nicht normal."
Dann schaut er sich das Loch in der Rüstung genauer an. "Womit wohl dieses Loch in die Rüstung geschlagen wurde? Vielleicht ein Speer? Dann müsste es aber ein ziemlich mächtiger gewesen sein..."
Gerwin schaut sich nochmal im Gang um, ob es vielleicht irgendwo Löcher in der Wand oder der Decke gibt.

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Beitrag von Milamber83 » 27.10.2017 19:08

Warunk, Im Molchenberg

Die Löcher in den Rüstungen können zumindest nicht von einer gewöhnlichen Waffe stammen, dafür sind sie zu groß. Allenfalls Belagerungsmaschinen könnten solche Bolzen verschießen, aber wo hätten die hier Platz?
Gerwin hält Ausschau nach Löchern und anderen Fallen, was gar nicht so einfach ist: Der Gang ist an zahlreichen Stellen teilweise eingestürzt. Es haben sich Nischen gebildet und überall liegt Geröll herum, das eine namenlose Apparatur verdecken könnte.

Die Helden gelangen an eine Abzweigung. Der Gang weiter gerade aus steigt stetig an und muss wohl früher in die Oberstadt geführt haben. Nach einigen Schritt fällt das Licht der Laterne jedoch auf massiven Stein: Hier ist der Gang komplett eingestürzt. An ein Weiterkommen ist nicht zu denken.
Der Gang nach links führt etwa 15 Schritt weiter, bis zu einem 1,5 Schritt breiten aufklaffenden Spalt, der sich durch den Berg zieht. Die Wände sind ineinander verschoben. Wie tief der Spalt hinab führt, ist mit der Laterne nicht zu ergründen.



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Beitrag von KAW » 29.10.2017 20:01

Warunk, Im Molchenberg

"Für mich deutet das auf Magie hin, bestenfalls.", kommentiert Ossippa die Leichen und nimmt sich vor, am Rückweg dafür zu sorgen, dass die Toten borongefällig bestattet werden. "Wir sollten also wachsam sein, auch wenn hier bislang alles ruhig wirkt."

Bei dem Spalt angekommen, blickt Ossippa sich um, ob es im Fels irgendwelche Zacken oder Vorsprünge gibt, dies es ermöglichen, ein Seil zu befestigen.

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Beitrag von Marty mcFly » 30.10.2017 02:42

Warunk, Im Molchenberg

Vorsichtig leuchtet Gerwin mit dem Laternenlicht den Spalt aus, wobei er dem Abgrund nur in sehr kleinen Schritten näherkommt.
"Was hier wohl passiert ist? Ob die Erde gebebt hat?"
Dann blickt er den Mutigen Mann an und meint: "Was sagt Ihr, wollt Ihr vorgehen? Unsere Rucksäcke reichen wir dann herüber. Ich sichere mich aber ab, wer weiß, wie tief es da runter geht..."
Daraufhin nimmt Gerwin seinen Rucksack ab und holt das Seil hervor, das er sich sogleich um die Brust bindet und mit einem einfachen Knoten versieht.

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Beitrag von KAW » 30.10.2017 22:56

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"Könnte sein.", antwortet Ossippa auf Gerwins Erklärung hin, "Aber müssten wir dann nicht mehr Krater dieser Art finden?" Dann schätzt sie die Entfernung ab. "Ich kann gerne vorgehen, würde mich aber auch absichern. Zu zweit müsstet Ihr mich doch halten können, im Notfall?" Mit diesen Worten blicke ich auf Gerwins Seil, das nach meiner Schätzung lange genug sein müsste, damit wir alle uns daran festmachen können, sodass immer zwei denjenigen sichern, der gerade über den Spalt springt.

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Beitrag von Milamber83 » 01.11.2017 19:42

Warunk, Im Molchenberg

Die Helden verstauen zerbrechliche Objekte in Gürteltaschen oder zwischen ihrer Wäsche, bevor sie die Rücksäcke auf die andere Seite werfen.

Das Licht der Laterne wird von dem Spalt verschluckt, als ob das Gestein das Licht nicht reflektieren würde. Auf jeden Fall geht es tief hinab. Daher sichern sich die Helden auch gegenseitig mit einem Seil, als sie die eigentlich gar nicht so breite Spalte überqueren.
Unbeschadet erreichen alle die andere Seite. Irgendwie war das zu einfach…

Die Helden folgen dem Gang weitere 30 Schritt. Der Stollen endet abrupt an einem Abgrund, hinter dem sich eine Höhle auftut, deren Boden in der Finsternis verborgen liegt.

Offenbar ist diese Höhle erst nach dem Bau der Gänge entstanden, denn die rechte Gangwand führt weiter in den Raum hinein. Die linke Gangwand fehlt und macht gähnender Leere platz.
Im Lichtschein der Laterne erkennen die Helden gerade noch einen Sims in etwa 8 Schritt Entfernung an der rechten Wand. Es mag sein, dass der Gang dort weiterführt. Ein gegenüberliegendes Ende ist nicht zu sehen. Durch den Raum ziehen sich chaotisch angeordnete, daumendicke Fäden.
Bis auf das allgegenwärtige Mahlen ist kein Geräusch zu hören.

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Beitrag von Marty mcFly » 01.11.2017 20:17

"Bei den Zwölfen.." entfährt es Gerwin, als sie an den Abgrund kommen und in die Dunkelheit blicken. Erneut vermeidet er es, der Kante näher als 1 Schritt zu kommen.
"Was sind das bloß für Seile?"
Dann bückt er sich zu Boden und hebt einen kleinen Stein auf.
"Ich kannte mal einen Zwerg, der konnte die Tiefe eines Abgrundes bestimmen, ohne ein Messtau. Ich hatte es ihm nicht geglaubt und gewettet. Hätte ich besser nicht gemacht, die Tiefe des Brunnens hat er exakt vorhergesagt. Bis auf den Spann, und das mit einem Stein. So genau bekomme ich das zwar nicht hin, aber zumindest grob sollten wir das auch herausfinden können. Einmal ganz still sein, bitte."
Dann wirft Gerwin den Stein in den Abgrund und lauscht, hoffend, den Aufprall des Steins durch das mahlende Geräusch hindurchzuhören.

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Beitrag von KAW » 01.11.2017 20:39

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Ossippa schweigt, als Gerwin den Stein fallen lässt. Das Mahlen ist nun noch lauter zu hören und Ossippa meint, in der Entfernung ein schlurfendes Geräusch zu hören. Oder sind das bloß ihre Nerven, die mit ihr durchgehen?

Mit zusammengekniffenen Augen mustert die Phex-Geweihte dann die Fäden, die sich durch den Raum ziehen und versucht, einen davon in die Finger zu bekommen.

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Beitrag von Milamber83 » 02.11.2017 19:22

Warunk, Im Molchenberg

Beim ersten Stein glaubt Gerwin, den Aufschlag überhört zu haben, aber auch der zweite und dritte verursacht kein Geräusch. Erst der vierte Stein, ein kleinerer Brocken, lässt ein leises Klackern ertönen.
Gerwin ist beim Zählen gerade irgendwo zwischen „Zwei“ und "Drei" angekommen.

Die Fäden sind von der Position der Helden aus zu erreichen und fühlen sich klebrig an. Ossippa kann ihre Hand aber ohne Probleme wieder lösen. Mithilfe der Fäden könnte man wahrscheinlich an der Wand entlang klettern. Sie bietet zahlreiche Öffnungen und Haltegriffe an den Stellen, wo Gestein herausgebrochen ist.

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Beitrag von KAW » 02.11.2017 22:36

Warunk, Im Molchenberg

"Es fühlt sich so an, als hätten wir es hier mit einem riesigen Spinnennetz zu tun.", erklärt Ossippa, nachdem sie die Fäden berührt hat, "Man kann nur hoffen, dass die Besitzerin gerade nicht zugegen ist." Dann zieht Ossippa kräftig an einem Faden. "Wirkt recht stabil. Vermutlich sind auch die größeren Steine darin hängen geblieben. Wir könnten also versuchen, mithilfe der Fäden die Wand entlang zu klettern. Ich gebe aber zu, dass sich das eher nach einem Selbstmordkommando, als nach einem ausgereiften Plan anhört."

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Beitrag von Marty mcFly » 03.11.2017 20:56

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"Ich sehe auch gerade keine andere Möglichkeit", antwortet Gerwin in flüsterndem Ton. Er hatte gehofft, dass Ossippa vielleicht eine andere Erklärung für die dicken Fäden parat gehabt hätte.
"Ich kann für Licht sorgen, dann wird es vielleicht etwas einfacher mit der Laterne. Ich kann es zumindest versuchen.."
Darauf hin konzentriert sich Gerwin kurz und spricht: "Fih laila, zallim shin!"
Dann blickt er an die Wand, an der der Sims weiterführt und richtet seine Handflächen auf diese Stelle.
Nach einem kurzen Augenblick erscheint dort ein kugelförmiges Licht, erst so groß wie eine Murmel, dann anwachsend auf etwa einen halben Spann.

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Beitrag von KAW » 04.11.2017 23:37

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Ossippa weicht zurück, als die Höhle plötzlich so stark beleuchtet ist. Ihre Augen hatten sich bereits an die Dunkelheit gewöhnt, passen sich aber rasch an die neuen Gegebenheiten an. "Danke, ist sicher besser, als wenn wir bei den Fäden mit Feuer hantieren. Wie viel Seil haben wir eigentich dabei? Könnten wir denjenigen, der als erster klettert und die Belastbarkeit der Fäden testet, zumindest sichern?"

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Beitrag von Marty mcFly » 05.11.2017 20:26

Gerwin kramt sein Seil aus dem Rucksack und legt es flach auf den Boden.
"Ich glaube, das ist etwa 5 Schritt lang. Wenn man es sich noch um den Körper wickelt, wird es wohl alleine zu kurz sein.
Wir können versuchen, zwei zu verknoten, wenn Ihr auch noch eines dabei habt"
, überlegt er laut, während er das Seil mustert. "Und wenn Ihr Euren Knotenkünsten vertraut..", schiebt er mit einem Lächeln und einer gespielten, angedeuteten Verbeugung hinterher.

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Beitrag von KAW » 05.11.2017 22:32

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Ossippa kramt ihr Seil hervor und vernotet das Ende mit dem Ende von Gerwins Seil. "Eine Absicherung kann nicht schaden, man sollte sich nicht immer auf Glück alleine verlassen.", erklärt sie mit einem Zwinkern. Wer genau schaut merkt aber, dass der kleine Scherz nur ihre Anspannung überspielen soll. "Ich nehme an, Ihr legt keinen besonderen Wert darauf, als erster zu klettern?", erkundigt die Norbardin sich dann bei Gerwin, geht aber nicht auf weitere Details ein, die ihn vor dem mutigen Mann bloß stellen könnten. Sollte keiner der beiden Männer sich aufdrängen, befestigt Ossippa das Seil dann um ihre Hüfte und ihrem Gürtel und achtet darauf, dass sie Notfall auch nicht herausrutschen kann. Dann atmet sie tief durch, spricht ein Stoßgebet zu ihrem Gott und macht sie daran, die Felswand entlang zu klettern.

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Beitrag von Milamber83 » 08.11.2017 12:01

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Ossippa krallt sich verzweifelt an das lose Gestein. Zwar bietet der Fels zahlreiche Haltemöglichkeiten, aber immer wieder bricht ein Brocken des trügerischen Gesteins heraus.

Die undefinierbare Höhe gibt ihr ein Gefühl von Schwerelosigkeit. Fast hat sie das Gefühl, als Vogel durch die Luft zu gleiten; nicht im Innern des Berges, sondern draußen, in großer Höhe.
Vor ihrem inneren Auge blitzt das Bild eines Flusses auf. Auch meint sie ein Holzkastell und eine große Baustelle zu erkennen.

Ossippa greift ins Leere! Urplötzlich ist sie wieder hellwach. Nur durch Glück oder Schicksal schafft sie es, sich an dem Faden neben ihr festzuhalten - kurz bevor sie in die Tiefe stürzt und sich auf das Seil verlassen muss, dass von Gerwin und dem mutigen Mann gehalten wird.

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Beitrag von Milamber83 » 10.11.2017 20:32

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Ossippa erreicht unbeschadet den Sims auf der rechten Seite, wo sich ein Gang in den Felsen öffnet. Immer wieder blicken die Helden nach oben, aber die Bewohner des Netzes sind nicht zu sehen.

Nun hangelt sich Gerwin an der Wand entlang. Er wird von beiden Seiten gesichert: Auf dem Sims stemmt sich Ossippa gegen den Felsen und gegenüber hält der mutige Mann das Seil. Zunächst kommt der Scharlatan gut voran, aber dann schaut er nach unten. Seine eigene Lichtkugel lässt ihn die Tiefe erahnen und plötzlich beginnt sich die Welt zu drehen. Aus den Augenwinkeln erahnt er noch einen Faden, aber er greift zu kurz und stürzt.

Bei Ossippa zieht sich das Seilende straff, aber ihr Körpergewicht reicht nicht aus, um Gerwins Sturz aufzuhalten. Unausweichlich rutscht sie auf den Rand des Felsvorsprungs zu. Erst als sich das Seil beim mutigen Mann spannt, schafft es dieser Gerwin zu sichern.
Je weiter die Helden vorankommen, desto leichter scheint der Weg zu werden. Der mutige Mann rutscht noch einmal ab, kann sich aber gleich wieder fangen. Das Netz bietet hier deutlich mehr Haltemöglichkeiten. In der Mitte der Höhle ist eine steinerne Säule zu sehen: Dort ist der Fels noch vorhanden.
Nachdem jeder Held die erste Kletterpartie gemeistert und eine sichere Route gefunden hat, sollte auch der Rückweg deutlich leichter werden.

Der Gang hinter dem Sims endet enttäuschend in einer Sackgasse, aber nach einer weiteren kurzen Kletterpartie erreichen die drei Gefährten einen zweiten Sims mit einer schmalen Spalte.
Hinter der Spalte befindet sich ein kreisrunder, konischer Schacht, der auf der Höhe der Helden vier Schritt im Durchmesser misst. Mit der Laterne lässt sich der Boden in etwa 15 Schritt Entfernung erahnen. Die einzige Möglichkeit sich abzuseilen würde darin bestehen, ein Seil an den Faden des Netzes zu knüpfen.

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Beitrag von Marty mcFly » 12.11.2017 03:01

Nach der nervenaufreibenden Kletterpartie muss Gerwin erst einmal kräftig durchatmen. Als er versucht die Öllaterne wieder anzuzünden, zittern seine Hände noch so sehr, dass ihm Feuerstein und Stahl ständig entgleiten. "Hier, versucht Ihr mal", sagt er zu Ossippa.
"Ich denke wir sollten die Laterne an das Seil binden und zuerst herunter lassen, damit wir sehen, was auf dem Boden ist. Wenn es einen Boden gibt..."
Nach einer kurzen Pause fährt er fort: "Ich könnte natürlich auch eine weitere Lichkugel erschaffen. Hmmm...."

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Beitrag von KAW » 12.11.2017 10:47

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"Eine gute Idee!", antwortet Ossippa. Dann fallen ihr Gerwins zittrige Hände auf. "Ich mach das schon, ruht Euch noch kurz aus!", erklärt sie mit einem aufmunternden Lächeln und nimmt die Laterne an sich. Nach dem dritten Versuch gelingt es ihr, das Öl zu entflammen und sie nutzt den Lichtschin, um in die Tiefe zu schauen. Nun wird auch ihr wenig mumlig und sie versteht Gerwins Gemütslage. "Phex, es tut mir Leid, dass wir dein Glück heute so oft herausfordern. Aber es soll dein Schaden nicht sein.", murmelt sie. Dann lässt sie die Laterne hinab, so wie Gerwin es vorgeschlagen hat. Nochmal prüft sie anschließend die Festigkeit des Fadens, in dem sie möglichst fest daran zieht. Nachdem er nicht reisst, blickt sie die anderen an. "Ich werde mich daran hinab lassen." Kurz zögert sie, dann ergänzt sie, "Die Ausrüstung lasse ich hier, um leichter zu sein. Ihr könnt sie mir dann bitte hinablassen. Und...wenn ihr das Seil zusätzlich haltet, nur so als Sicherheit, wäre ich Euch sehr verbunden, auch wenn alles stabil wirkt."

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Beitrag von Milamber83 » 12.11.2017 22:37

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Am Ende des Seils schwankt die Laterne hin und her. Das flackernde Licht wirft gespenstische Schatten in den Schacht, aber am Grund ist nur etwas Geröll zu erkennen.

Der Abstieg gestaltet sich nicht einfach: Die Wände des Schachts sind wie glattpoliert. Es ist nicht zu erkennen durch was oder wen er geschaffen wurde, aber man muss kein Zwerg sein, um zu erkennen, dass es sich nicht um ein natürliches Phänomen handelt. Der Aufstieg wird sicher kräftezehrend.
Am Grunde des Schachts öffnen sich drei Durchgänge.

Sobald Ossippa den Boden des Schachtes betritt, sinkt sie bis zu den Knöcheln ein, so als ob sie durch Wattenmeer geht. Der Steinboden ist regelrecht aufgeweicht. Dabei handelt es sich aber nicht um Matsch. Es riecht seltsam säuerlich, und die Luft brennt in den Lungen.

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Beitrag von Zyrrashijn » 13.11.2017 15:01

Der mutige Mann wirkt nicht sonderlich überzeugt von der Befestigung des Seils und dem seltsamen Loch, in dass sich die Gefährten gerade dabei sind hinabzulassen. "Du gehen als nächstes." sagt er mit seiner tiefen Stimme zu Gerwin. "Wenn Seil das Gewicht des mutigen Mannes nicht hält, du zumindest nicht hier oben gefangen."
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Beitrag von Milamber83 » 13.11.2017 20:03

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Mehr schlecht als recht erreicht Gerwin den Grund. Nach ihm klettert auch der mutige Mann hinunter. Faden und Seil halten das Gewicht der Helden und ihrer nötigsten Ausrüstung.
Jeder sinkt mit den Füßen in das weiche Gestein. Keiner von ihnen hat etwas Vergleichbares erlebt.

Zwei der Gänge enden als Sackgasse, der Dritte führt weiter. Am Ende des Ganges fällt das Licht der Laterne in einen großen Raum, der von zum Teil aufgeweichtem Geröll übersät ist.
Eine ehemalige steinerne Zwischendecke scheint herabgestürzt zu sein, und seine Überreste bedecken nun den Boden. Kleine Trennwände an allen vier Wänden bilden schmale Nischen, die ebenfalls von Geröll bedeckt sind. Die gegenüberliegende Wand ist seltsam verformt, so als ob sie weich ist und in jedem Augenblick zerfließt. Aus einer Öffnung in der Mitte dieser Wand riecht es Brechreiz erregend nach säuerlicher Verwesung.

Als Gerwin das Gewölbe betritt, beschleicht ihn ein seltsam ungutes Gefühl.

In der linken Ecke der weichen Wand können die Helden am Boden Splitter dunkelroten Vulkanglases zwischen dem Geröll entdecken. Außerdem finden sie einen Teil einer schwarzen Basaltplatte, die darunter hervorschaut.


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Beitrag von KAW » 13.11.2017 22:34

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Ossippa blickt sich um, ob es irgendwo einen Felsvorsprung oder eine Erhebung gibt, auf der man stehen kann, ohne in dem weichen Gestein zu versinken. "Ich glaube, hier wurde eine Säure freigesetzt, die allmählich den Boden auflöst.", stellt Ossippa angespannt fest und ergänzt überflüssigerweise: "Und früher oder später wird sie auch unser Schuhwerk und dann uns zerfressen." Statt sich weiter um einene sicheren Stand zu bemühen, geht sie schließlich zielstrebig zu dem Vulkanglas und der Basaltplatte. Anhand der Splitter versucht zu gedanklich zu rekonstruieren, was hier wohl passiert ist.

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Beitrag von Milamber83 » 14.11.2017 19:47

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Ossippa legt die Basaltplatte frei. An einer Stelle ist eine handliche Scheibe eingelassen, in die eine Mondsicher eingraviert wurde. Es ist unmöglich zu erkennen, was dieses Gebilde einmal darstellte, aber es war einmal Teil von etwas sehr viel größerem, das sicher den ganzen Raum ausgefüllt hat.

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Beitrag von Zyrrashijn » 14.11.2017 20:07

Mit einer Mischung aus Misstrauen und offener Abscheu beobachtet der mutige Mann den seltsamen Boden. Vielleicht hat er nicht richtig verstanden, wovon Ossipa gesprochen hat. "Was für dunkle Zauberei macht Stein weich?" Vorsichtig uherspähend durchquert er den Raum und gesellt sich zu der Phexgeweihten.
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