Allgemeine Kurzszenarien in neuen Ortschaften

Moderator: Nebula


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BeitragVerfasst: 09.12.2015 16:17 
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Hallo zusammen. Ich habe mir überlegt, hier eine Sammlung von Szenarien reinzustellen mit kurzer Beschreibung, die man in jeder Stadt Aventuriens oder in großen Regionen einsetzen kann. Sinn soll dabei immer sein, eine Ortschaft lebendiger zu gestalten und eine kleine unwichtige Nebengeschichte darzustellen. Wenn diese gelöst wird, schön und man kann sich der Hilfe von kleinen NSC sicher sein. Falls nicht ist es auch total egal.
Vielleicht fallen anderen auch noch nette kleine unwichtige Szenarien ein.

Szenario 1: Straßenkind / Waisenkind wegen Zechprellerei gelinkt.

Ein Kind wurde von vermeintlichen Freunden zum Essen mitgenommen und diese haben die Zeche geprellt. Nun muss das Kind das Geld abarbeiten unter miesen Bedingungen (z.B. bekommt die Rest zum Trinken und zum Essen, bekommt keine Pausen, darf nicht nach draußen gehen, etc...).

Die SC´s können entweder von dem Kind um Hilfe gebeten werden oder von wahren Freunden/Travia-Geweihte/Ziehmutter bzw. -vater.
Als Lösungsmöglichkeit wäre u.a. Auslöse bis herbeiziehen der "vermeintlichen Freunde".
Als Belohnung kann das Kind kostenlos Informationen von der Straße einholen, Schmiere stehen oder als Dienstbote fungieren. Bei den "Eltern" je nach dem, welche Belohnung passt.


Zuletzt geändert von Black Feather am 09.12.2015 16:32, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 09.12.2015 16:29 
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Szenario 2: Ein kranker alter Mann / Bettler

Die SC´s können beobachten, wie ein alter Mann / Better einen Schwächeanfall hat und zusammenbricht. Es ist offensichtlich, dass der Mann bald sterben wird.

Die Helden könnten dem Mann z.B. etwas zum Essen geben, ihm Heilkunde technisch ansehen oder ansehen lassen. Denkbar wäre auch noch ein "besseres" Bett oder warme Kleidung Decken für die Nacht.
Als Belohnung könnten die Helfer von bekannten des sterbenden Bettlers einen kleinen Gefallen erbitten / erwarten.


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BeitragVerfasst: 10.12.2015 15:30 
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Szenario 3: Schutz vor einer Schlägerei

Ein Mann sitzt in einer Taverne als normaler Gast. Es beginnt eine Rauferei, mit der er nichts zu tun hat und droht mit hineingezogen zu werden.

Der Mann könnte von Helfern um die Schlägerei herumgelozt werden (und da könnten auch die Helfer etwas abbekommen).
Als Belohnung könnte die gerettete Person eine Runde Eintopf und Bier ausgeben.


Szenario 4: Einen Karren aus dem Dreck ziehen.

Ein Wagen hat eine gebrochene Axe oder ist im Schlamm hängengeblieben. Der Eigentümer bekommt sein Gefährt alleine nicht wieder heraus (kann mit Uhrzeit und Wetter kombiniert werden). Es handelt sich um Händler / Gaukler / Bauern / etc..

Mit Kraft, optional Holzbearbeitung bzw. Stellmacher und guten Ideen kann man den Wagen wieder auf Kurs bringen.
Als Belohnung könnte ihnen eine Nacht Gastfreundschaft angeboten werden (je nach Wohlhaben des Geholfenen).


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BeitragVerfasst: 10.12.2015 15:36 
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Szenario 5: Eine zerstreute Herde

Ein Hirte (Schwein, Schaf, Rind, etc.) muss bei bzw. in einem Unwetter seine Tiere wieder zusammensuchen und benötigt hierzu Hilfe. Es könnten auch wilde Tiere o.ä. die Herde aufgescheucht haben.

Mit klassischen Suchen und evtl. Fährtensuchen/Orientierung/Abrichten/Reiten können die Tiere wieder zusammengebracht werden. Auch könnten die SC´s die Tiere beisammen halten, während der Hirte alleine sucht.
Als Belohnung könnte es Milch, Wolle, Futteralien oder je nach Eigentümer der Herde auch eine Unterkunft geben.


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BeitragVerfasst: 11.12.2015 15:07 
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Eine hervorragende Idee! Generische Ereignisse, die der Welt ein wenig mehr Farbe verleihen, kann es gar nicht genug geben. Ich streue gerne so Mini-Plotaufhänger ein, bei denen meine Spieler dann entscheiden, ob sie jene aufnehmen möchten oder nicht. Meist werden sie gar nicht wahrgenommen, aus anderen hat sich aber auch schon ein über viele Spieleabende andauerndes Abenteuer entwickelt.
Da finde ich so eine Ideensammlung natürlich super!

Szenario 6: Der redselige Kiepenkerl

Die Gruppe trifft auf ihrer Reise auf einen Kipenkerl, der sie darum bittet, sie ein wenig begleiten zu können. Während des gemeinsamen Weges unterhält er sie mit allerlei Geschichten von nah und fern und geht den Helden irgendwann mit seinem Redeschwall auf die Nerven. Dabei kann es um Belanglosigkeiten gehen
("In Niedertuxheim, da hat die hübsche Janna jetzt mit dem Bernbettels Seffel den Traviabund geschlossen. Bin zum Glück noch rechtzeitig zur Feier dort gewesen. Da hat sich auch der alte Zitterjost nicht lumpen lassen und ein paar Krüge aus dem Keller geholt..."),
um wirklich tragende Ereignisse
("Da hab ich so einen Rittersmann auf der Reichsstraße getroffen. War mit seiner Lanze unterwegs. Waren aber nur noch drei Männer über. Die haben mir dann mein ganzes Brot auf einmal abgekauft. Fünf Laib! Der Rest von denen wäre bei so einer großen Schlacht an dem Dämonentor oder so *macht eine Schutzgeste* gefallen. Dunkle Zeiten sind das! Aber fünf Laib Brot für drei Mann!")
oder auch ganz simpel Plotaufhänger liefern
("Droben in Altenfurt, da gehen den Bauern immer wieder die Rinder tot. Hab' gehört, die werden sogar aus den Ställen geklaut. Der Kompens' Alrik hat sogar gesagt, man hat da nur die Köpfe immer gefunden. Mit blutigen Augen! Aber der Alrik, der red' auch nicht immer dem Herrn Praios gefällig, wenn ihr wisst, was ich meine. Naja, wenns' nicht irgendwer den Dieb findet, müssen die vielleicht noch verhungern dort droben. Leben aber auch in einer götterverlassenen Gegend, da müssens' sich nicht wundern, wenn komische Dinge passieren.").
Bestenfalls jedoch spricht er über all das zusammen. :wink:

Szenario 7: Der einsame Abdecker

Den Helden fällt in einer Taverne/einem Geschäft ein grimmig und missmutig dreinblickender Kerl auf, der von allen anderen Anwesenden gemieden und auch nur sehr widerwillig bedient wird. ´Durch einfaches Nachfragen stellt sich heraus, dass es sich um den örtlichen Abdecker handelt und er auf Grund seiner Profession quasi als "Unberührbarer" behandelt wird.

Je nach Hintergund können die Helden dies als gerechtfertigt oder ungerecht werten. Sollten sie dem Kerl gegenüber freundlich sein und ihm sogar ein wenig Gesellschaft leisten, stellt er sich eigentlich als total netter Mensch heraus, der einfach nur unter der Ablehnung der anderen zu leiden hat. Wahrscheinlich wird er sich sogar als überaus dankbar für die Gesellschaft erweisen und den Helden sogar das ein oder andere nützliche Schenken, mit dem so ein Abdecker aufzuwarten hat ("Du mein Freund trägst ja einen Bogen. Sieh mal her, da habe ich etwas. Ist 'ne gezwirbelte Sehne von dem toten Trallopper vom Herren. Die wollt' ich dem Pelval verkaufen. Aber...der arrogante Fatzke, pah! Hält sich für den Kaiser, nur weil einen eigenen Acker hat! Nehmt sie! Euch mag' ich viel besser leiden!").


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BeitragVerfasst: 14.12.2015 15:58 
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Szenario 8: Geburtshelfer

Man reist in einer Gruppe, worin eine Frau Hochschwanger ist bzw. man trifft eine Reisegruppe wo eine Geburt kurz bevor steht. Ein Heilkundiger ist da (könnte je nach Profession auch ein SC) und braucht Unterstützung.

Die Helden können z.B. helfen bei Wasser holen und zum Kochen aufsetzen, Decken holen, Wickelzeugs, Unterlage für werdende Mutter besorgen. Bzw. selbst als Hebamme fungieren (bei Hebammen und evtl. auch gelernte Heiler.
Belohnung: Ein Besaufen, wegen des freudigen Ereignisses und Dank für die Hilfe. Sollte ein Charakter als Hebamme fungiert haben, könnte dieser z.B. den Namen des Kindes vorschlagen.


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BeitragVerfasst: 14.12.2015 16:15 
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Black Feather hat geschrieben:
Szenario 8: Geburtshelfer

Man reist in einer Gruppe, worin eine Frau Hochschwanger ist bzw. man trifft eine Reisegruppe wo eine Geburt kurz bevor steht. Ein Heilkundiger ist da (könnte je nach Profession auch ein SC) und braucht Unterstützung.

Die Helden können z.B. helfen bei Wasser holen und zum Kochen aufsetzen, Decken holen, Wickelzeugs, Unterlage für werdende Mutter besorgen. Bzw. selbst als Hebamme fungieren (bei Hebammen und evtl. auch gelernte Heiler.
Belohnung: Ein Besaufen, wegen des freudigen Ereignisses und Dank für die Hilfe. Sollte ein Charakter als Hebamme fungiert haben, könnte dieser z.B. den Namen des Kindes vorschlagen.


Ein solches Szenario hatte ich mit meiner Gruppe wirklich schon. Der Gjalskerländer Stammeskrieger hat sich da (letzlich erfolgreich) als Geburtshelfer versucht. Und ganz im Ernst: Das war für die Gruppe mehr Stress, als wenn sie von einer Bande Wegelagerer überfallen worden wären. :lol:


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BeitragVerfasst: 15.12.2015 15:30 
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Szenario 9: Das einsame Paar

In einer Ortschaft beobachten sich zwei Leute, eine junge Frau und ein junger man sich Gegenseitig, ohne zu bemerken, dass der andere auch beobachtet. Die Beiden sind ineinander verliebt, trauen sich aber nicht den Anderen anzusprechen, weshalb es beim Ansehen bleibt. Dies könnte sich auch in einem Wirtshaus abspielen.

Die SC können die Beiden zusammenbringen.
Ob die Beziehung funktioniert ist in erster Linie unwichtig, aber ein Bier und ein kleines Gespräch könnte/sollte schon drin sein.


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BeitragVerfasst: 13.05.2016 13:26 
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Szenario 10: Trunkener Nobelmann
Auf dem Weg zu einer Stadt erweckt eine kleine Blutspur die Neugier der SC's. Am Ende dieser Spur sitzt ein teuer gekleideter junger Mann mit einem Speer in der Hand und einer offenen Wunde am Bein die ihn vom Laufen abhält. Offentsichtlich betrunken lallt er fröhlich von dem Keiler den er erlegt hat und einen Busch weiter tot liegt. Die SC können ihn ausrauben / umbringen und verscharen (um den Aufenthalt in der Stadt durch mögliche Kopfgelder aufregender zu gestalten), das Wildschwein braten und essen oder aber den Nobelmann in eine Taverne evtl den Sitz seiner Familie oder ähnliches tragen, ihn verarzten und am nächsten Tag nochmal vorbeischauen um ihn ausgenüchtert vorzufinden und je nach Hintergrund des Nobelmannes ein kleines Geschenk in Form von Geld oder dem Speer oder einem Gefallen als Belohnung erhalten.


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BeitragVerfasst: 13.05.2016 14:17 
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Szenario 11 - Rauswurf!

Auf der Suche nach einer längerfristigen Bleibe geraten die Helden an einen schmierigen Verwalter einer Mietskaserne. Dieser führt die Gruppe in ein bereits belegtes Zimmer wo er den schwer alkoholisierten und an einer schärenden Wunde leidenden "Taugenichts" packt und nach draußen zerrt um "Platz für die hohen Herrschaften" zu machen.

Entscheiden sich die Helden dafür, die bemittleidenswerte Gestalt als Untermieter wohnen zu lassen (und ihn gar Gesundzupflegen), dann erzählt ihnen der heruntergekommene Glücksritter, welche lukrative "Schatzsuche" er damals aufgrund der schweren Verletzung abbrechen musste...

Andernfalls finden die Helden den Taugenichts ein paar Tage später tot und von Ratten angefressen im Straßengraben.


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BeitragVerfasst: 13.05.2016 14:36 
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Szenario 12 - Silvanas Befreiung...

Nach Sonnenuntergang stoßen die Helden auf einen herrenlosen Marktkarren. Vom Besitzer, der anscheinend aus dem Umland stammt und am heutigen Markttag Lebensmittel verkauft hat - findet sich erstmal keine Spur.

Entscheiden sich die Helden dazu, der Sache auf den Grund zu gehen (Anwohner/Zeugen befragen, Spurensuche, Untersuchung der umliegenden Gassen...) finden sie entweder den schwer zusammengetretenen Bauer oder erfahren von Zeugen, dass dieser mit seiner ältesten Tochter auf dem Weg vom Markt Richtung Stadttor von zwiellichtigen Gestalten überfallen und die hübsche Tochter verschleppt wurde. Weitere Recherchen bringen die Helden dann auf die Spur eines berüchtigten Zuhälters.

Gelingt es den Helden Silvana zu befreien, dann haben sie sich eine einflussreiche Unterweltgröße der Stadt zum Feind gemacht und einige Stadtviertel sollte die Gruppe in Zukunft meiden. Dafür steigt ihr Ruf/Ansehen bei den einfachen Bürgern der Stadt und dem Traviatempel...


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