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Initiative zur Rettung der Kavallerie

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Agrippa
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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Agrippa » 03.04.2013 12:52

Hallo

Ich hätte noch eine Anmerkung:

Soweit ich das verstanden habe, gibt es beim Tjosten genau zwei Möglichkeiten, einen Reiter vom Pferd zu holen.

1. Das Pferd attackieren (was ja nicht gerade ritterlich wäre)
2. Einen Lanzenangriff zum Niederwerfen

Niederwefen ist aber eine Sonderfertigkeit, die nicht alle haben. Besonders eigenartig ist das bei Rittern, die zwar die SF Turnierreiter haben, aber nicht Niederwerfen.
Ich würde daher vorschlagen, der SF Turnierreiter noch hinzu zu fügen, dass sie beim Lanzenreiten das Manöver Niederwerfen ermöglicht. (Oder habt ihr euch da schon was anderes einfallen lassen?)
Darüber hinaus scheint es so, als sei Niederwerfen beim Lanzenreiten überhaupt nicht erlaubt (Steht nicht bei den ausführbaren Manövern).
Oder habt ihr euch das so gedacht, dass bei einem Turnier die Kontrahenten sich so lange AU-Schaden machen, bis sie durch Erschöpfung ohnmächtig werden :wink:

Ps: Natürlich würde ich mich über die Werte der Turnierlanze freuen.

Alternativ wäre es noch möglich, den Lanzen die Eigenschaft zu geben, dass jeder Treffer automatisch ein Angriff zum Niederwerfen ist (wie das ja auch manche andere Waffen haben).


Edit: Ich hab gerade mal den gesamten Thread zu dem Thema durchforstet und des scheint ja das schwierigste von allen zu sein. Daher möchte ich meine Frage darauf beschränken, wo in der IzRdK das Niederwerfen beim Lanzenreiten erlaubt wird.
Zuletzt geändert von Agrippa am 08.04.2013 13:21, insgesamt 4-mal geändert.

Greifenfurter
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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Greifenfurter » 28.04.2013 13:13

Ich habe nur eine kurze Frage zur Klarstellung (wir benutzen euer Projekt bereits in allen unseren Runden):

Erschwernis auf die Parade von Lanzenangriffen:

Torbens Aussage:
Torben Bierwirth hat geschrieben:
  • Ausweichen und Gegenhalten sind konzeptionell als Kontermanöver gegen unter dem Talent Lanzenreiten ausgeführte Angriffe zu verstehen.
lese ich so, dass die GS/2 nur auf Waffen- und Schildparaden als Erschwernis wirkt, wie man auch aus der Formulierung "Alle Paradewürfe" in der Spielhilfe auf S. 6 herauslesen könnte. (wobei Waffenparade bei Optionaler Regel Großer Gegner eh nicht geht)

Ich hatte mir auf Gatsus Aussage
Gatsu hat geschrieben:Auch das Ausweichen ist um GS/2 erschwert)
bislang aber notiert, dass auch Ausweichen betroffen ist. War das dann ein Irrtum von Gatsu? Oder verstehe ich Torbens Aussage falsch und es ist doch so, dass jedwede REAKTION erschwert ist, egal ob Ausweichen oder Parade?

Wie gesagt, über eine kurze Klarstellung wäre ich dankbar.

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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Torben Bierwirth » 28.04.2013 14:58

Hallo Agrippa, hallo Greifenfurter,

ich werde versuchen, eure Beiträge heute Nachmittag/Abend zu beantworten. Tut mir Leid, wenn in in den letzten Wochen aus organisatorischen Gründen eher passiv war. :cry:
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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Torben Bierwirth » 29.04.2013 02:11

Thema Lanzenreiten

Da ist Dir (Agrippa) ein echter Fehler aufgefallen, der Kasten zum Thema Lanzenreiten ist tatsächlich Artefakt der Vorgängerversion. Entsprechend der letzten internen Diskussion müsste der Kasten wie folgt aussehen:
IzRdK hat geschrieben:Talent Lanzenreiten

(eBE = 8; Angriffstalent)

Angriffe, die unter dem Talent Lanzenreiten ausgeführt werden, erschweren eine eventuelle Parade (Waffe, Schild, Parierwaffe) sowie Ausweichen um +GS/2 Punkte und gelten automatisch als Treffer zum Niederwerfen.

Es ist nicht notwendig, nach erfolgreicher Attacke die
Waffe fallen zu lassen.

Kombinierbar mir: Sturmangriff zu Pferde, Niederwerfen, Wuchtschlag
Die Balancierung von Lanzenreiten war der mit Abstand schwierigste Abschnitt des Projekts und jeder internen Edition unseres Projekts weitreichenden Änderungen unterworfen. Insbesondere die Diskussion ob automatisches Niederwerfen, Erschwernis welcher Reaktionen (Erstellung ein Profil des Angriffstyps) war sehr kräftezehrend, so dass ich ehrlich gesagt weder mir noch einem Mitglied unserer Projektgruppe nachtragen könnte, diesen Fehler nicht bemerkt zu haben.

Das wird auf jeden Fall in die offizielle Errata-Sammlung aufgenommen und in einer neuen Edition berücksichtigt. Vielen Dank für den Kommentar, der wesentlich zur Verbesserung unseres Projekts beitragen wird! :)

Die neue (klarer formulierte) Fassung dürfte auch die Fragen von Greifenfurter teilweise beantworten. Ausweichen wurde sehr lange Zeit ebenso wie Gegenhalten als Konter gegen Lanzenreiterei gehandelt. Erst in einer relativ jungen Edition wurde das universelle Ausweichen vereinheitlicht und lediglich Gegenhalten bzw. Auflaufen lassen als Kontertaktik gegen professionelle Schlachtenreiter positioniert. Mein Zitat vom Februar ist dahingehend etwas zu relativieren.

Wird ebenfalls korrigiert bzw. vermerkt. Vielen Dank, wenn ich doch nur mehr kritische Leser hätte! :)

tl;dr: Gatsu hatte unseren letzten Beschluss noch richtig im Kopf, während ich das Projekt aufgeschlagen habe und auf die alte Version "hereingefallen" bin.
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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Greifenfurter » 29.04.2013 03:17

Danke für die schnelle Klarstellung!

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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Feyamius » 29.04.2013 10:38

Wenn es automatisch ein Treffer zum Niederwerfen ist, was bringt es dann, mit Niederwerfen kombinierbar zu sein?

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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Torben Bierwirth » 29.04.2013 12:18

Feyamius hat geschrieben:Wenn es automatisch ein Treffer zum Niederwerfen ist, was bringt es dann, mit Niederwerfen kombinierbar zu sein?
Niederwerfen beinhaltet einen Mechanismus, die anfallende Erschwernis der resultierenden Probe (KK, in diesem Fall Reiten) durch eine freiwillige Ansage zu erhöhen.

Um dieses für den Tjost interessante Element zu nutzen, muss Niederwerfen zumindest formal ausführbar sein. :)
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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Yeto » 30.04.2013 15:46

Vielen Dank für den letzten Beitrag. Das macht die Umsetzung von Turnieren deutlich leichter.

Allerdings habe ich eine Frage bezüglich der "Errata". Der Kasten, den du oben gepostet hast, scheint die aktuelle Version zu sein (Lanzenreiten beinhaltet Auto-Niederwerfen.
Seht ihr dann die als optional gekennzeichnete Regel, dass Lanzenangriffe, wie die Angriffe eines großen Gegners zu sehen sind, als überflüssig an?
Das fände ich schade (und unrealistisch), wenn man mit einer Parierwaffe einem anstürmenden Ritter entgegentreten kann.

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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Torben Bierwirth » 30.04.2013 16:15

Die Optionalregel, Lanzenreiten grundsäzlich als Angriffe eines großen Gegners zu behandeln, ist im Endeffekt nur eine "Erweiterung" der Paradeerschwernis von +GS/2 auf viele Formen der Verteidigung. Die Berücksichtigung dieser Optionalregel sollte die Balancierung nicht allzudrastisch verschieben, sondern dem Wunsch einer Gruppe nach "mehr Kraft" im Lanzengang nachkommen.

Insofern würde ich die Optionalregel beibehalten, allerdings ggf. in einen eigenen Kasten verschieben. :)
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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Greifenfurter » 03.05.2013 19:38

Finde das gut so, wobei für mich auch nur in Frage kommt, die Regel so zu nutzen. Eine Lanze zu parieren, sollte m.E. mindestens so schwer sein wie das Pferd selbst, das ja auch ein großer Gegner ist und niederwirft. Die Optionalregel ist vollkommen gerechtfertigt.

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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Torben Bierwirth » 03.05.2013 21:17

Greifenfurter hat geschrieben:Finde das gut so, wobei für mich auch nur in Frage kommt, die Regel so zu nutzen. Eine Lanze zu parieren, sollte m.E. mindestens so schwer sein wie das Pferd selbst, das ja auch ein großer Gegner ist und niederwirft. Die Optionalregel ist vollkommen gerechtfertigt.
Lanzenreiten... Du reißt hier alte Wunden auf, Greifenfurter. :wink:

Um mal aus dem Nähkästchen unseres Projektteams zu plaudern, kein Thema wurde so kontrovers diskutiert wie die genaue Ausgestaltung von Lanzenreiten. Die Frage ob großer Gegner oder eingeschränkte Paradevarianten wurden als aus Sicht der Balance gleichwertig, lediglich aus strukturellen Gründen unterschiedlich gewichtet.
Das Attribut großer Gegner sollte demnach konzeptionell dem RAK-Komplex vorbehalten bleiben, während die eingeschränkte Parade wieder Sonderregeln beinhaltet. Die Optionalregel ist demnach ein Kompromiss, welche Variante die jeweilige Spielrunde bevorzugt. Anders als bei WdS haben jedoch vermieden, dass die Beachtung oder Nichtbeachtung weitreichendere Balanceverschiebungen verursacht.
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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von myrkur » 25.05.2013 19:14

Moin,
Ich habe mir die Initiative zur Rettung der Kavallerie schon vor einer langen Weile runtergeladen mit der Intention es auszuprobieren, bin aber leider nie so richtig dazu gekommen. Pferdekampf war in unserer Gruppe bisher auch so gut wie niemals vorhanden, da nun aber alle Charaktere den Ritterschlag erhalten haben und man seinem Stand ja gerecht werden will (und bei meinem Charakter auch die SF Reiterkampf seit langem ungenutzt vorhanden ist) hab ich mir nun die Endversion mal zu Gemüte geführt und muss sagen, dass ich nach dem ersten Durchlesen sehr angetan davon bin.
Es scheint mir im Vergleich zu den bestehenden Regeln deutlich spielbarer und entschlackter zu sein. Vor allem die Anpassung der Pferdemanöver an bestehende Nahkampfmanöver, das Modell Kontrollschwelle und Reiten als Kampftalent sind spitzenmäßige Ideen, deren Funktionsweise man beinahe schon verstehen kann, wenn man sie nur - wie eben getan - beim Namen nennt.
Dafür erstmal ein großes Lob.

Ich werde das Pamphlet noch ein zwei Mal genauer durchlesen müssen, ehe mir alle Regeln klar werden, insbesondere wie genau ihr euch das mit der Pferdegenerierung vorgestellt habt ist beim ersten drüberfliegen noch nicht klar, da muss ich aber vielleicht auch erstmal die allgemeinen Tierausbildungs-Regeln aus ZBA nochmal auffrischen.

Eine konkrete Frage habe ich dennoch, ebenfalls zum vielgeliebten Thema Lanzenreiten:
Dass es sich um einen automatischen Angriff zum Niederwerfen handelt ist ja bereits geklärt (das hätte mir irgendwie gefehlt sonst).
Aber sehe ich das richtig, dass der Lanzenangriff mit Ausnahme der 4 Punkte für den berittenen Sturmangriff keinerlei weitere Erschwernis erhält?
Da scheinen mir dann durchschnittlich doch sehr viele Punkte für Schadenserhöhung übrig zu bleiben, da es ja ein reines Angriffstalent ist.
Ist das eine bewusste Designentscheidung, ein Fehler, oder hab ich einfach nur etwas übersehen?

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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Curthan Mercatio » 25.05.2013 23:26

Die schwere Parierbarkeit und die effektive Skalierung mit dem TaW sind mWn die Vorteile, die das selten benutzbare E-Talent Lanzenreiten gegen andere Waffentalente abgrenzt. Insofern also Design-Entscheidung.

Allerdings ist der Grundschaden der Lanze mit ca. 1W+17 so hoch, dass sich eine Ansage unter 19 schon rein rechnerisch kaum mehr lohnt. Man würde dabei 5% Trefferchance gegen 5% mehr Schaden eintauschen.
Also profitiert man erst ab einem AT-Wert von 23, also mit Kriegsreiterei ab einem TaW von ca. 13 wirklich von dieser Möglichkeit.
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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von myrkur » 26.05.2013 21:55

Hm, zwar spricht absolut nichts dagegen, dass ein Lanzenangriff eine wuchtige Angelegenheit mit ordentlich Wumms und saftigen TP ist, aber die "Kunst" sollte meiner Meinung nach darin bestehen, eben jenen Angriff auch ins Ziel zu tragen, und nur sehr nachrangig darin, den Schaden noch weiter zu vergrößern.

Aber gut, das ist letztenendes eine Geschmacksfrage.
Und nur weil die IzRdK postuliert, dass alle Sonderregeln nach WdS verfallen, heißt das ja nicht, dass ich mich daran halten muss, und kann weiterhin die Erschwernistabelle nach Zielgrößen verwenden. :p
(oder es bei der Gelegenheit gleich auf eigene Faust harmonisieren und einfach Erschwernisse analog zum Fernkampf verwenden, nur dass Entfernung wohl rausfällt)

Danke für die Klarstellung.

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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Torben Bierwirth » 27.05.2013 01:25

Hallo myrkur,

ich möchte Dir erstmal für das Interesse an unserem Projekt danken, insbesondere da der möglichst intuitive Zugang zum Reiterkampf ein Kernpunkt der Projektgruppe ist.

Leider bin ich momentan beruflich in Preußen unterwegs und die Internetverbindung hier hat meinen heute Nachmittag verfassten Antwortbeitrag gefressen. Daher würde ich gerne am Dienstag Abend bzw. Mittwoch Stellung nehmen und die bereits von Curthan genannten konzeptionellen Punkte ausführen.
Ich freue mich immer über die Möglichkeit, unser Konzept mit den Vorstellungen der Nutzer auseinanderzusetzen- nur so kann man erkennen, wo noch Raum zu einer eventuellen Verbesserung oder Steigerung der Nutzerfreundlichkeit liegt. :)

Beste Grüße
TB
Zuletzt geändert von Torben Bierwirth am 27.05.2013 01:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Torben Bierwirth » 29.05.2013 13:06

Leider etwas verspätet, allerdings möchte ich mich wie versprochen zu Wort melden.

Wie Curthan ausführt, ist die im Vergleich zu WdS niedrigere Ansage gleich auf mehreren Ebenen eine Designentscheidung. Das fängt von der Vereinheitlichung mit dem Nahkampf (Lanzenreiten unterliegt den Regeln des Nahkampfs) an, geht über die Bewertung von Kosten/Effekt als E-Talent und hört letztendlich bei der hohen Eingangs-Erschwernis, welche die Steigerung des Talents unattraktiv macht, auf.

Ein E-Talent zu steigern, dass sich aufgrund der immensen Erschwernis unterhalb zweistelliger Talentwerte nur selten erfolgreich bzw. sinnvoll anwenden lässt, ist eine frustrierende Spielerfahrung.
Mit der gesenkten Erschwernis auf unter Lanzenreiten geführten Angriffen bei gleichzeitig nivellierten TP-Werten möchten wir das Talent insgesamt besser austarieren: die Anwendung soll auch mit niedrigen TaW möglich sein, während ein hoher TaW spektakuläre high-end Anwendungen (Formationen brechen, Gegner mit RS >> 10 knacken) ermöglicht, die professionellen Anwendern vorbehalten bleiben sollen.
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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von myrkur » 02.06.2013 22:09

Danke für die Erläuterung, Torben.
Und kein Stress, wenns mal etwas länger dauert. Curthan hat die brennendsten Fragen ja schon beantwortet und ich bin auch (leider) nicht (mehr) so häufig hier im Forum, als dass Eile aufkäme.
Dennoch schön noch ein klein wenig detaillierter die Überlegung nachvollziehen zu können.
Ich denke ich werde die Regeln einfach mal ausprobieren müssen um festzustellen wie es sich damit spielt und ob mein Gefühl sich bewahrheitet oder eben nicht.
Grundsätzlich kann ich voll nachvollziehen, dass ihr die Erschwernistabelle aus dem WdS loswerden wolltet. Allein, dass da eine saftige Erschwernis für den 'Ernstfall' aufgelistet ist, ist derartig absurd...
Mir scheint es einfach für den gefühlten fantastischen Realismus irgendwie sinniger wenn man Erschwernisse nach Zielgröße bekommt.
Aber mal genauer drüber nachgedacht gibts ja dafür im ZBA beispielsweise die Eigenschaft "kleiner Gegner", die eben dafür sorgt. (wenn ich mich recht entsinne)
Und wenn man zudem die üblichen Nahkampfmodifikatoren für beispielsweise schlechte Sichtverhältnisse situativ mit reinnimmt, wird schon nicht zu viel an Punkten übrig bleiben.
Ich werde meiner Gruppe jedenfalls demnächst mal vorschlagen die IzRdK als Hausregel einzuführen und hoffe, dass dann in Zukunft auch mal ritterliche Einsätze anstehen.
Denn Lust darauf Reiterkampf zu spielen macht eure Spielhilfe auf jeden Fall. ;)
Zuletzt geändert von myrkur am 02.06.2013 22:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Torben Bierwirth » 03.06.2013 00:55

DSA ist bei den Größenkategorien leider recht unintuitiv, da im Fernkampf stärker differenziert wird als im Nahkampf, der seinerseits wiederum keine Erleichterung bei großen bzw. sehr großen Zielen gibt.

Das ist leider eine Systemkonvention, die zu weit außerhalb der Reichweite unseres Projekts lag, als dass wir sie beheben konnten.
myrkur hat geschrieben:Denn Lust darauf Reiterkampf zu spielen macht eure Spielhilfe auf jeden Fall. ;)
Das ist doch die Hauptsache. :)
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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von myrkur » 22.12.2013 16:11

Hallo,
ich mal wieder.
Hab mir die Spielhilfe erneut zur Brust genommen. (Zum Einsatz gekommen ist sie bisher immer noch nicht, da unsere Gruppe lange Zeit im Garether Stadtgedönse, in Katakomben unter dem Villenviertel und Gerichtssälen zubrachte) aber nun steht (bereits heute Abend) eine Reise in den Finsterkamm bevor, da dachte ich nehm ich mir die Regeln nochmal zur Brust um in passender Gelegenheit mal ausnahmsweise nicht vom Pferd zu steigen sondern tatsächlich mal beritten zu agieren.
Dabei haben sich ein paar Unklarheiten aufgetan die ich hier mal auflisten möchte.
Einige davon wurden sicher im laufenden Thread schonmal beantwortet, ich bitte zu entschuldigen, dass ich mir das leider nicht nochmal alles durchgelesen habe und den Thread hier mal in kFkA-Manier nutze um das zu klären. (schnelle Beantwortung erwarte ich jetzt nicht, würde mich aber sehr darüber freuen. )
Einige Punkte erschließen sich mir (hoffentlich richtig) aus dem Kontext, sind aber der Vollständigkeit halber mit aufgelistet, damit ihr es vielleicht auch als Erratum verwenden und bei eventueller Überarbeitung berücksichtigen könnt.
  • Seite 4, Kasten Modifikationen der Reiten-Probe unter besondere Kampfsituationen:
    Sind die -7 für Reiten ohne Sattel oder Zaumzeug ein Tippfehler? Müsste doch eine Erschwernis sein wie bei den anderen Dingen auch?

    Hat sich geklärt. War ein Tippfehler.
  • Seite 5, Position zu Pferde und die Reiterkampf SFen:
    Sind die in den Kästen genannten Modifikationen allesamt kumulativ, also bekommt man mit Kriegsreiterei z.B. +2 auf seine Attacke, oder wie ist das gedacht?
  • Seite 5, Optionalregel zum WM des Gegners: Gemeint sind wahrscheinlich die +2 Punkte Erschernis zum Angriff auf den Reiter, aber, dass von einer Zahl in Klammern die Rede ist, ist etwas irreführend. Ebenfalls in FAQ.
  • Seite 5, Exkurs zur Position zu Pferde:
    "Verteidiger kann (z.B. bei einem Gegenhalten-Manöver) immer sowohl Pferd als auch Reiter kontern."
    Ist etwas komisch formuliert, insbesondere mit dem Hinweis auf Gegenhalten, da ja wohl nur entweder Reiter ODER Pferd gegengehalten werden kann, wenn ich nicht etwas grundsätzlich falsch verstanden habe. Die Situation erübrigt sich wahrscheinlich, da meist ja auch nur entweder Reiter oder Pferd angreifen können und nicht beide simultan, aber es hat mich beim Lesen stutzig gemacht.
  • Seite 6, Wertemodifikatoren Reittier
    Wenn ich es aus der bruchstückhaften Lektüre dieses Threads richtig verstanden habe, soll der Modifikator ja nur für nicht als Streitross ausgebildete Pferde gelten.

    Das geht aus dem PDF der Initiative nach meinem Verständnis aber absolut nicht hervor sondern klingt allgemein. Das solltet ihr bei einer Überarbeitung unbedingt noch klarstellen.
  • Seite 8, Exkurs: Loyalität generischer Pferde
    Die angegebenen LO-Werte passen doch gar nicht zu den direkt darüber angegebenen Werten. So müsste doch das eingerittene Pferd auch mindestens die Schul-LO von 12 erhalten.

    Auch das haben die FAQ schon gut erklärt.
  • Seite 9, Die Ausbildung in Varianten.
    In ZBA ist die einzige Möglichkeit ein Tier zum Kampftier auszubilden der Bluthund. Ich nehme an die Wertemodifikatoren dieser Variante sind gemeint? (Entfällt dann der Unterschied zwischen ländlicher und fundierter Ausbildung komplett?)
    Ersetzen die Sonderfertigkeiten des Streitrosses dann jene des Bluthundes, oder ist das so gedacht, dass auch das Streitros Fass I & II beherrscht?
    (Klingt natürlich ein wenig komisch, aber auf der anderen Seite hat so ein voll ausgebildetes Streitross am Ende dann doch verhältnismäßig gute Kampfwerte und es könnte sich lohnen wenn man es auch unberitten auf den ein oder anderen Gegner losschicken könnte. )
Das waren jetzt erstmal die Unklarheiten die mir aufgefallen sind.
Sollte es zum Einsatz der Regeln kommen und noch mehr auffallen, gebe ich Bescheid.

Edit: noch offene Fragen in rot, geklärtes in grün.
Edit: 23.12.13: Ich vertiefe mich noch weiter in die Thematik und versuche den Themenkomplex noch besser zu verstehen, demzufolge editiere ich den Post hier dann wenn mir noch mehr auffällt, auf die Gefahr hin, dass es vielleicht ein bisschen Verwirrung stiftet, aber ist denke ich am Ende übersichtlicher als für jeden Punkt einen eigenen Post zu machen.
Zuletzt geändert von myrkur am 25.12.2013 02:26, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Torben Bierwirth » 23.12.2013 02:07

Hallo mykur,

vielen Dank für Deine Rückmeldung und Dein Interesse an unserer Arbeit. Einige Deiner Fragen werden bereits in der FAQ zur Initiative beantwortet, andere Punkte wurden intern schon als "zu überarbeiten" gekennzeichnet, was sich weniger auf konkrete inhaltliche Änderungen, sondern lediglich eingänglichere Formulierungen betrifft.

Ich hoffe spätestens zwischen den Jahren wieder die Zeit zu finden, mich ggf. zu den nicht von den FAQ abgedeckten Punkten zu äußern, kann aktuell aber leider nichts versprechen.


An Test- und Praxisberichten sind wir jederzeit interessiert. In der eigenen Gruppe gibt es vllt. noch die Gelegenheit, einen highend-Reiterkämpfer in Aktion zu erleben, das dürfte ein Stresstest für unser Projekt werden. :)
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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von myrkur » 23.12.2013 02:37

Hallo Torben,
Danke für die doch recht fixe Antwort.

Auf die FAQ bin ich grade auch gestoßen, und hab gesehen dass euch ja schon einiges bekannt ist...
Lohnt sich doch mal ein bisschen im Thread zu schmökern.
Ich editier die dadurch geklärten Punkte oben mal, damit das ersichtlich wird. Machts vielleicht etwas übersichtlicher für dich wenn du dann noch ungeklärtes beantworten willst.

Es eilt auch nicht mit der Beantwortung offener Fragen. Meine Gruppe ist mittlerweile im Finsterkamm angekommen, auf so schwierigem Gelände wird der Reiterkampf wohl (leider) noch immer ein wenig auf sich warten lassen.
Und falls doch hatten wir eigentlich nocht nie groß Probleme damit Regellücken mit flugs ausgedachten Konstrukten und ein bisschen handwedeln zu schließen. (Das gewöhnt man sich mit der Zeit beim DSA spielen wohl einfach an. ;))

Ich hoffe aber mal, dass sich dann dennoch bald mal eine Gelegenheit für den Erfahrungsbericht bietet, damit ich hier nicht nur vollmundige Versprechungen mache, sondern sie auch mal einlösen kann.

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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Waldlord » 23.01.2014 12:20

Hey nachdem ich mir mit meinem aktuellen Char zum ersten mal mit Pferden (will bald eins kaufen und ausbilden) und dem Reiterkampf beschäftigt habe, habe ich mir mal die Spielhilfe angeschaut. Das ist beim erstmaligen lesen schon deutlich schöner als das Kapitel aus WdS.

Was ich mir leider nicht anschauen konnte, mich aber sehr interessiert, ist der Anhang mit den Beispielpferden der Offline ist. Könntest du das wieder wo hochladen oder schicken? Das wäre echt super.
Böser Powergamer und Anti-Rollenspieler der allen nur den Spaß verdirbt...

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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von fksquad » 29.04.2014 22:47

Ist eine (aktive) Schildparade beider Reiter bei der Tjost vorgesehen?

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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Asquarath » 04.08.2014 18:29

Hmm hab mir die Spielhilfe durch gelesen so ganz klar ist mir das ganze aber nicht, inwiefern stehen Reiter nun besser da?

Nach wie vor keine Finte (was eigentlich schon mal der Tot in DSA ist(siehe Manöverleichen Niederwerfen, Sturmangriff oder Kettenwaffen ohne Waffenmeister).

Sturmangriff ohne Lanze immer noch normal parierbar.

Kein Hammerschlag im Sturmangriff mehr.

Nun muss ich alle SF haben damit ich die +2 TP und die anderen Vorteile bekomme.

Also für mich mit Hiebwaffe und Pferd scheint mir diese Spielhilfe alles nur zu erschweren oder les ich da was falsch?

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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Curthan Mercatio » 04.08.2014 19:46

Die Finte sollte im Reiterkampf durchaus durchführbar sein - außer man nutzt den Sturmangriff, der nicht wie im normalen Kampf nicht mit der Finte kombinierbar ist.

Der Sinn des Projekts war es nicht, den Reiterkampf stärker zu machen - sondern ihn überhaupt spielbar zu machen.
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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Twix » 04.08.2014 19:52

Ich habe es bisher so verstanden:
Klar kannste ne Finte machen. Es gelten im Grunde die Regelen des unbepferdeten Nahkampfes! solange diesen nicht widersprochen wird.
Wenn du im Sturmangriff niedergeritten wirst, kannst du nicht normal parieren.
--> Pferd ist ein Großer Gegner. Außerdem wird ein Wurf zum Niederwurf fällig.
Bei Sturmangriff ohne Lanze solltest du dann eben mit deinem Pferde angreifen.
Und erst danach mit deiner Hiebwaffe draufschlagen, bzw. den am Boden liegenden Gegner todtrampeln.

Hammerschlag im Sturmangriff? Äh. Ja. War das möglich? Es gelten eben die Regeln des Sturmangriffes. Beim Lanzengang ist man dann ganz schnell deutlich über 20 TP. Nach so einem Treffer steht eh fast nix mehr.

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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von fksquad » 04.08.2014 22:33

Meine Januar-Frage "Ist eine (aktive) Schildparade beider Reiter bei der Tjost vorgesehen?" ist noch offen.

Hintergrund:
- Sturmangriff (2Akt) -> keine Reaktion
- "automatische" Treffer widersprechen den allg. Regeln (außer Gegenhalten)

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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Gatsu » 04.08.2014 23:01

@Asquarath: es steht direkt im ersten Kapitel, dass alle Reiterkampfregeln aus WdS/ZBA entfallen. So gut wie alle Elemente der Spielhilfe bauen auf existierenden Mechanismen auf. Der unberittene Sturmangriff erlaubt auch keinen Hammerschlag.

@fksquad: nein ist nicht vorgesehen. Es wird bald ein kleines Lanzenreiten Spinoff geben, das unter anderem den Lanzenangriff weiter anpasst und ihn um den PA-WM eines gegnerischen Schildes erschwert (analog gezielter Stich). Auf diese Art kann u.a. in der Tjost bestimmt werden ob es sich um einen Schildtreffer handelte.

Grundsätzlich kann ich glaube ich auch schonmal ankündigen, dass wir aktuell an umfangreichen Errata arbeiten, die Veröffentlichung wird aber wohl noch etwas dauern.
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fksquad
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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von fksquad » 04.08.2014 23:17

Danke für die zügige Antwort. Gibt es eine Preview oder eine Sammlung der geplanten Änderungen?

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Gatsu
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Re: Initiative zur Rettung der Kavallerie

Beitrag von Gatsu » 05.08.2014 08:24

Erstmal nur projektintern, aber wenn du daran mitarbeiten möchtest kannst du dich gerne bei Torben melden um eine Freischaltung zu bekommen :)
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