Initiative zur Rettung der Kavallerie

Moderator: Nebula


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BeitragVerfasst: 06.08.2014 22:00 
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Moin,

vielen Dank ersteinmal für die gute Spielhilfe. Bin an WdS und ZBA beinahe verzweifelt, da beides Grütze ist.

Habe folgende Anmerkungen/Fragen:
Courbette: Scheint ja aufgrund des Umwandelns der SF Ausfall zu entsprechen. Ohne die +4 Erschwernis am Anfang wie bei der Nahkampf-SF erscheint es mir ein wenig zu einfach, dauerhaft einen Ausfall zu machen. Die +4 und die Begrenzung von max. 4 Attacken wie in ZBA erscheint mir sinnvoll.

Trampeln:
Auf die AT+2 müsste jeweils noch die Erleichterung von 3 Punkten beim Kampf gegen liegende einberechnet werden, oder? Könnte man somit dann ja gleich mit verrechnen oder zumindest an der Stelle erwähnen.

Niederwerfen:
Hierzu steht nur "Je nach Rasse gelten nur [...] automatische Treffer zum Niederwerfen." Welche Rassen sollen das sein? Kann dazu keine Pferderasse finden. In WdS stand noch Hufschlag sei in jedem Fall eine Attacke zum Niederwerfen. Gibt es die SF in deiner Spielhilfe nicht mehr?

Initiative:
In der Spielhilfe ist hierzu kein Wort bzgl. der Berechnung mehr, oder?

Reiten-Probe:
Ist keine Reitenprobe nötig, wenn der Reiter getroffen wird?

Niederreiten:
Hier wurden anscheinend der Vereinfachung halber Überrennen und Niederreiten zusammengefasst. Irritierend finde ich nur, dass somit der AT-Wert des Reiters beim Sturmangriff irrelevant geworden ist. Dieses Niederreiten scheint ja eine reine Pferde-AT zu sein.


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BeitragVerfasst: 09.08.2014 00:16 
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Wie kann man davon sprechen, dass die Regeln zum Reiterkampf nach WdS / ZBA schlecht wären, wo sie es doch fast unverändert in die handverlesene Auswahl für das DSA5-Betaregelwerk geschafft haben? Der Sachverstand der Beteiligten garantiert doch Qualität. :rolleyes:

Aber zu Deinen Fragen:

  1. Pferdemanöver Courbette erlaubt Reaktionen in Aktionen umzuwandeln. Ohne Courbette kann ein Reiterkämpfer ausschließlich eine Aktion und eine Reaktion verwenden.
    Das Pferdemanöver dient dazu, den Reiterkampf taktisch zu flexibilisieren und ist vom Ausfall zu differenzieren.

  2. Pferdemanöver Trampeln profitiert von der Erleichterung. Positionsmodifikatoren sind aus Gründen der Konvention nicht verrechnet.

  3. Niederwerfen-Modifikator: Die Liste, welche Angriffe (überwiegend Tritte) inklusive Modifikatoren findet sich hier.

  4. Der Reiterkampf hat (ausgenommen fehlgeschlagene Reiten-Proben) keine Auswirkungen auf die Initiative (INI). Die BE wird an sich auch reduziert, was sich auf die INI auswirken kann.
    Insgesamt ein sehr berechtigter Einwand, der in die Errata aufgenommen werden sollte.

  5. Die Kontrollschwelle (KS) bezieht sich auf harte Treffer bei Pferd oder Reiter. Dies sollte vllt. deutlich herausgestellt werden.

  6. Pferdemanöver Niederreiten ist, wie der Name andeutet, ein Manöver, das vom Pferd ausgeführt wird. :wink:
    Niederreiten ist tatsächlich als "waffenloser" bzw. mit natürlichen Waffen ausgeführter Sturmangriff zu verstehen, dementsprechend ist die Waffen-AT nicht relevant.

Hoffe, das hilft weiter. :)

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BeitragVerfasst: 11.08.2014 11:16 
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DSA5 hat doch den Anspruch viele Regelen zu vereinfachen und zu vereinheitlichen, so dass nicht so viele Sonderregeln entstehen. Also ist es doch nur folgerichtig, wenn man die DSA4-Regeln einfach übernimmt. Denn was ist einfacher als bestehende Regeln, die man kennt und liebt, weiterhin zu verwenden. Außerdem vereinheitlicht sich dadurch ja auch DSA4 und DSA5...hat ja auch was für sich :rolleyes:

Nun zurück zum Reiterkampf:

Vielen Dank schon einmal für deine Ausführungen. Einige Stellen sind für mich in der Tat klarer geworden.

Kreisel:
Hier bin ich noch nicht ganz überzeugt. Nach meinem Verständnis dreht sich beim Kreisel das Pferd einmal kräftig im Kreis und haut mit seinem Pferdehintern die umliegenden Gegner um. Dies entspräche dann einigermaßen dem Manöver "Umreißen".
Ich denke nicht, dass sich das Pferd drehen kann und gleichzeitig mehrere Gegner mit den Hufen attackieren kann. Hier wäre ein Befreiungsschlag wohl eher mit der Waffe des Reiters möglich, aber kaum als reine Pferdeattacke.

Niederreiten:
Dieses Manöver ist so sicherlich in Ordnung, frage ich mich nur, ob nicht ein Manöver "Uberreiten", also der Attacke mit der Reiter-Waffe noch wünschenswert wäre.

Steigen als Attacke:
Hier habe ich den Sinn noch nicht ganz verstanden, man erschwert mit seiner Attacke, die nachfolgende Attacke des Gegners, macht aber keinen Schaden. So richtig viel Effekt hat das dann ja nicht, oder?

PS. Sehe gerade, dass ich vielleicht doch noch die 29 Seiten lesen sollte, dann wird mir vielleicht noch manches klarer :-)

Vielen Dank jedoch für die super Arbeit!


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BeitragVerfasst: 11.08.2014 17:44 
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  1. Kreisel

    Das Manöver wird regeltechnisch auf Basis des Tritts betrachtet, um den damit verbundenen Niederwerfen-Mechanismus inkl. Modifikator nach Pferderasse nutzen zu können.
    Pferde nutzen, wie andere massige Tiere, einheitlich Niederwerfen gegen die Eigenschaft KK. Einen zweiten Mechanismus gegen die Eigenschaft GE einzubringen wertet den Reiterkampf auf und verringert die Konsistenzen, bei nur einem geringfügig erhöhten spielerischen Mehrwert.

    Von der Immersion her ist der Kreisel tatsächlich eine Art "Bodycheck". Wir wollten keinen eigenen Regelmechanismus für ein isoliertes Manöver kreieren.

  2. Niederreiten

    Die reguläre Kampf-SF Sturmangriff lässt sich auch vom Pferderücken aus, regeltechnisch in der Position zu Pferde, ausführen. Das entsprichtdem gewünschten Kavallerieangriff mit gehobener Waffe.

  3. Steigen (AT)

    Steigen (AT) ist ein ausschließlich kampftaktisches Manöver. Der Gegner wird in eine ungünstige Position gedrängt, seine nächste Aktion erschwert. Das Manöver dient letztendlich dazu, dem Gegner das Offensivpotential zu nehmen, was aus vielseitigen Gründen relevant sein kann.

    Man könnte auch von der Defensive des offensiv gesteigerten Reiterkämpfers sprechen.

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BeitragVerfasst: 22.12.2014 15:26 
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Da ich über den Jahreswechsel zum ersten mal eine Reiterkämpferin spielen werde, bin ich sehr dankbar für die in meinen Augen gut handhabbaren Regeln. Ich habe allerdings noch einige Fragen:


1. Reitkunst und Rassepferde - gibt es diese Spielhilfe noch irgendwo zum Download?

Das folgende zu der Spielhilfe "Initiative zur Rettung der Kavallerie": Unklarheiten im Text:



2. Seite 6, Lanzenreiten: eBE = 6?

3. Seite 8: Loyalität generischer Pferde: Warum ist für einen NSC die Loyalität um 4 Punkte niedriger als für einen SC? (dies, weil wir gleichartige NSCs mitführen)
Oder gilt das, wenn ein Spieler das Pferd plötzlich unter sich hat?

4. Seite 9/10 Sonderfertigkeit Geländehindernis: eher Kosmetik, aber umschreibt "geländetauglich" nicht die SF besser?




Unklarheiten in der Anwendung:

http://www.dsa4forum.de/viewtopic.php?f=1&t=39028


Zuletzt geändert von Amina am 23.12.2014 04:47, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 22.12.2014 15:39 
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Also wenn Du einigermassen "realistisch" *hust* bleben willst, dann braucht Deine Amazone ein separates Packpferd. Sollte ja kein Problem sein. Das andere sind die unterschiedlichen Einsatzorte für das Streitross.
Fürs Gebirge taugen ganz andere Tiere (etwa die trittsicheren und genügsamen Ferkinaponies) als für die Ebenen, wo man die klassischen Streitrösser nimmt. Für den Streitwagen brauchst Du eh ein eingespieltes Gespann. Ich kenn den "Donnersturm" nicht von den Regeln her, aber Rondras Freizeitbuggy klingt nicht nach einem "leichten Gespann". Da bräuchte es wohl vier Pferde...

Der Unterhalt ist so eine Sache. Auf Reisen in der Herberge kostet ein Pferd sicher so viel wie ein Mann auf dem Schlafboden und ein Frühstück (inklusice Stallservice und den hin und wieder anfallenden Hufbeschlag, was halt so anfällt etc.)

Durch die Wildnis, wenn es kaum Zeit zum Weiden hat, dann würde ich kostenmässig ebenfalls eine Tagesration veranschlagen - nur eben in Form von gepressetem Hafer und Hirse etc. anstatt Hartwurst und MRE's


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BeitragVerfasst: 22.12.2014 16:15 
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Ich hab diese Diskussion mal ausgelagert: viewtopic.php?f=1&t=39028&p=1478202#p1478202


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BeitragVerfasst: 23.12.2014 16:41 
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Amina hat geschrieben:
Da ich über den Jahreswechsel zum ersten mal eine Reiterkämpferin spielen werde, bin ich sehr dankbar für die in meinen Augen gut handhabbaren Regeln. Ich habe allerdings noch einige Fragen:


1. Reitkunst und Rassepferde - gibt es diese Spielhilfe noch irgendwo zum Download?

Das folgende zu der Spielhilfe "Initiative zur Rettung der Kavallerie": Unklarheiten im Text:



2. Seite 6, Lanzenreiten: eBE = 6?

3. Seite 8: Loyalität generischer Pferde: Warum ist für einen NSC die Loyalität um 4 Punkte niedriger als für einen SC? (dies, weil wir gleichartige NSCs mitführen)
Oder gilt das, wenn ein Spieler das Pferd plötzlich unter sich hat?

4. Seite 9/10 Sonderfertigkeit Geländehindernis: eher Kosmetik, aber umschreibt "geländetauglich" nicht die SF besser?




Unklarheiten in der Anwendung:

http://www.dsa4forum.de/viewtopic.php?f=1&t=39028


Hallo Amina,

freut mich, dass Du beim Thema "Reiterkampf" auf unsere Initiative gekommen bist. Das Projekt ist schließlich erst aus einer Diskussion über die sperrige Anwendung der WdS/ZBA-Regeln entstanden.

Um direkt zu Deinen Fragen zu kommen:

  1. Reiterkunst und Rassepferde stammt aus der Feder von Gefjun, insofern würde ich mich ggf. an Sie als Autorin wenden.
    Ich empfehle, Reiterkunst und Rassepferde vor dem Spiel einer Reiterkämpferin auf jeden Fall als (essentielle) Spielhilfe heranzuziehen, für die regelseitige Umsetzung aber eher zur Initiative zur Rettung der Kavallerie zu greifen - damit wird man der jeweils eigenen Schwerpunktkonzeption der Projekte am ehesten gerecht.

  2. Dem Talent Lanzenreiten wird im Projekt in Einklang zu anderen Kampftalenten eine effektive Behinderung zugewiesen. Diese Änderung erfolgt, um insbesondere mobile Kämpfern (Novadis, Amazonen, allgemein leichte und mittelschwere Reiterei) gegenüber schwerstgerüsteten Panzerreitern leicht aufzuwerten.

  3. Die Loyalität generischer Pferde ist niedriger angesetzt, da davon ausgegangen wird, dass erbeutete Reittiere idR nicht unter idealen Bedingungen gehalten werden.
    Nachdem nur andauerndes Training und gute Haltungsbedingungen die Loyalität dauerhaft erhalten, werden beim "Standardpferd" Abstriche gemacht.

  4. Ja, die SF Geländehindernisse umschreibt eigentlich weniger den Extremfall "Hindernis", sondern vielmehr die allgemeine Geländetauglichkeit. Wir haben die Bezeichnung Geländehindernisse im Einklang mit dem Begriff aus WdS/ZBA beibehalten.

Für weitere Fragen stehen wir selbstverständlich zur Verfügung! :)

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BeitragVerfasst: 05.02.2015 23:24 
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Hallo,

Erstmal vielen Dank für die tolle Spielhilfe. Also wenn ich das richtig verstanden habe:

########## Tjost:
beide Reiter: RS/BE 9/8, GS 12, Lanze (1W6+3), Pferd: LO14, RS/BE 3/2; im Turnier, durchschnittl. Schaden.

Sturmangriff: TP +4 +6 (GS/2) + Ansage X
Niederwerfen: Ansage Y = Erschwernis auf Gegenprobe (Reiten)
SF Reiterkampf II: TP +2

Probenzuschlag AT: +4 (Sturmangriff) +2 (eBE= BE(Reiter)-6) +X +Y (oder noch +4 wenn Niederwerfen?)
keine Parade, da Sturmangriff

Reiten-Erschwernis bei Treffer:
8 (gesamte BE-2)
6 (GS/2)
(3.5 +3 +10 +X +2) - (9 +7) = 3 +X (KM)
4 +Y (Niederwerfen)
-2 (Turnierplatz)
= Gesamt-Erschwernis 19 +X +Y auf Reiten

Schaden: SP(A) = 10 +X


########## Gegen Fußkämpfer:
Fußkämpfer KK12, RS5; Reiter wie oben aber mit Kriegslanze (1W6+6).

Bei Treffer KK-Probe erschwert um:
(3.5 +6 +10 +X +2) - 12 +Y = 10 +X +Y

Schaden: SP = 17 +X


Nun meine Frage(n): Stimmt das, also die Probenerschwernisse?
Da bleibt ja keiner im Sattel. Die Kombination mit Niederwerfen ist überflüssig, da sich der selbe Effekt wie mit Wuchtschlag ergibt (könnte man daher streichen).

Gibt es eine abschließende Regelung zu Schilden beim Tjost?
Welche Verteilung wird für Trefferzonen beim Tjost verwendet?

Viele Grüße


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BeitragVerfasst: 06.02.2015 01:47 
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Die Berechnung von Schaden und Erschwernis stimmt meiner Meinung nach.
Schaden: W6+15 TP(A)


Bei der Erschwernis haben sich denke ich ein Fehler eingeschlichen:
-Reiterkampf II verringert die BE um 2. Damit ist die eBE 0.

In den Regeln fehlt der Passus zu einem automatischen Niederwerfen. Da aber Niederwerfen bei den ausführbaren Manövern fehlt, nehme ich an, dass es vergessen wurde. Wir haben zumindest mit automatischem Niederwerfen gespielt.
Erschwernis: +4 +X +Y

Bei der Reiten-Erschwernis hast du richtig gerechnet, aber ich ging bei meinem Tjost von etwas veränderten Startbedingungen aus:
  • Der Schild kann nicht zur Parade verwendet werden. Aber da die Angriffe üblicherweise auf den Schild zielen, schützt er den Reiter dennoch. Bei mir gab der Schild deswegen RS +3 ohne BE im Tjost. Sonst wird es auch arg tödlich, wenn es über mehrere Runden geht.
  • Bei mir trugen die Pferde allesamt keine Rüstung. Treffer auf das Pferd wären höchst blamabel für den Verursacher und im Tjost geht es um maximale GS. Im Notfall kann ein Pferd auch einen Treffer mit der Lanze wegstecken.
  • Die meisten ausichtsreichen Teilnehmer dürften ein Pferd mit der SF Lanzengang verfügen, die Reiten-Proben um -3 erleichtert. Individuell ausgebildete Pferde geben denke ich sogar -7 auf die Probe.
  • Ich glaube du hast auch hier die gesenkte BE durch Reiterkampf II vergessen.
  • Der Tournierplatz gibt -3 statt -2.

Unter diesen Bedingungen erhöht sich der Schaden auf W6+16 durch die höhere GS (14) des Pferdes. Die Erschwernis für die Reiten-Probe ergibt sich dann aus:
4 (gesamte BE-2 -2 (Reiterkampf II))
7 GS/2
19.5 (Schaden) - (12 (RS+Schild) + 7 (KS)) = 1 +X (meist 0 besseres Pferd)
4 Niederwerfen
-3 Tournierplatz
-3 SF Lanzengang (-7 mit besserem Pferd)
=10 +X +Y (+5 +X +Y mit besserem Pferd).

Die Erschwernisse sind also schon ziemlich knackig, aber für gute Reiter durchaus schaffbar. In unserem Tournier haben vor allem auch die Pferde mitentschieden!

Wuchtschlag und Niederwerfen sind in diesem Fall redundant, das stimmt. Für meine Runde habe ich beschlossen, dass Wuchtschlag-Ansagen als fahrlässig und unehrenhaft angesehen werden, weil dadurch der Teilnehmer gefährdet wird. Deswegen kam nur das schonendere Niederwerfen zum Einsatz.

Gerade bei hoher LO und niederigem Schadenswurf könnte außerdem passieren, dass der Schaden unter der Kontrollschwelle liegt und der Wuchtschlag sinnlos wäre.
Ich muss allerdings zugeben, dass wir den Punkt mit der Kontrollschwelle ignoriert haben. Das spart die Rechnerei bei jedem Lanzengang und die Einberechnung der jeweiligen LO. Zumal es, wenn meine Rechnung stimmt, um maximal drei Punkte geht.

Insgesamt blieben die Ansagen bei uns aber niedrig, weil der Sieg bei uns nach Treffern entschieden wurde, falls keiner aus dem Sattel flog. Damit wollten die meisten Kämpfer keine hohen Ansagen riskieren - zumal ein schlechter Reiter auch ohne Ansage wahrscheinlich aus dem Sattel fliegt.

Fazit: Generell sind die Reiten-Proben ziemlich schwierig. Unter den passenden Voraussetzung und mit dem Schild-Trick kann man sie aber schaffbar halten. Trotzdem sollte ein aussichtsreicher Kanditat Reiten-Werte deutlich über 10 aufweisen.

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BeitragVerfasst: 06.02.2015 11:10 
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Cool, vielen Dank für die Antwort.

Auch mit hoher KS: Der Angriff ist ja automatisch zum Niederwerfen (zumind. mit der optionalen Regel).

Die Reiten-Probe ist dann schon ok, Abwurf ist ja ohnehin erst ab -10 TaP*.

Wie macht ihr das mit Trefferzonen? Im Turnier/Ernstfall?


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BeitragVerfasst: 07.02.2015 12:35 
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Wir spielen ohne Trefferzonen, insofern kann ich dir da nicht wirklich helfen.

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BeitragVerfasst: 07.02.2015 23:28 
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plu2k hat geschrieben:
Wie macht ihr das mit Trefferzonen? Im Turnier/Ernstfall?

Hallo plu2k,

erst einmal herzlichen Dank für das Lob und die Rückmeldung zu unserem Projekt. Unsere Gruppe nutzt zwar Trefferzonen, allerdings gibt es keinen Charakter, der Lanzenreiten steigert oder anwendet.

Um direkt zu Deiner Frage bzgl. der Trefferzonen zu kommen: Von der im Kampf üblichen Verteilung abweichende Trefferwahrscheinlichkeiten sind nicht vorgesehen.
Der zu erwartende spielerische Mehrwert wird dem erhöhten Aufwand nicht gerecht.

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BeitragVerfasst: 28.08.2015 12:28 
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Hallo zusammen,

zunächst einmal ein großes Lob für diese Spielhilfe. Nach einem frustrierendem DSA Abend mit meinem 1. Reiterkampf, habe ich mit leuchtenden Augen diese Spielhilfe entdeckt.

Musste sie mir zwar 2x durchlesen um sie wirklich zu verstehen, jedoch scheint es mir jetzt endlich spielbar.
Nur eines verstehe ich leider nicht. Wie funktioniert das mit den Reittieren?
Welche Boni bekommen die Pferde mit den unterschiedlichen Ausbildungsgraden noch?
Ist ein "eingerittenes Pferd" so etwas wie ein unerfahrenes in ZBA?
Ein "ausgebildetes" erprobt und ein Individuelles dann ein speziell gedrilltes geschultes Pferd?

Spiele einen Caballero aus Almada mit bes.Besitz Pferd (Yaquirtaler) und wollte das Pferd nach diesen Regeln ausarbeiten und scheitere daran etwas. :oops:

VG
Tasfar


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BeitragVerfasst: 30.08.2015 13:55 
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Hallo Tasfar,

erst einmal herzlichen Dank für die Rückmeldung und das Interesse an unserem Projekt. Wir unterstützen auch weiterhin DSA 4.1 und freuen uns daher über anhaltendes Feedback.

Die Regeln sind leider recht "kompakt" gehalten, an sich aber recht intuitiv. Der Text hat ja weitestgehend kommentierenden und klarstellenden Charakter, d.h. im Spiel selbst bleiben wesentlich weniger offene Fragen, die den Spielfluss verlangsamen können.

Die Konvertierung von ZBA-generierten Tieren ist möglich, allerdings ist es schwierig, eine genaue Entsprechung festzulegen. Die Pferdegenerierung nach ZBA ist schlicht und einfach zu inkonsistent, exakte Vorlagen zu liefern.

Am einfachsten ist die Festlegung am (Spiel-)Wert des Pferdes festzulegen (IzRdK S.8):

  • Stammt das Pferd aus dem Vorteil Besonderer Besitz I: Ausgebildetes Tier).
  • Stammt das Pferd aus dem Vorteil Besonderer Besitz II: Individuell ausgebildetes Tier

Hier findest Du einen FAQ-Beitrag zum Regelprojekt mit einigen durchgenerierten archetypischen Pferden. Das von Dir gesuchte leichte/mittelschwere Streitross ist ebenfalls darunter.

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BeitragVerfasst: 16.09.2015 19:14 
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Hallo,

Naja da nun die DSA 5 Regeln zum Reiterkampf nicht wirklich ein Schritt nach vorne sind ist dieses Projekt noch so interessant und wichtig wie eh und je! ;)

Also nach einem ersten Feldversuch an einem DSA Abend kann ich nur sagen, die Regeln funktionieren wunderbar :)
Alles in allem schlüssig und unkompliziert, man musste kaum was nachlesen.
Zumindest solange man nicht Tjostet :P (was bringt mir ein Schild, was bringt mir SF SKI/SKII) Aber das ist zum Glück selten wichtig, zur Not muss eine schnelle Hausregel her.

Danke Torben für die Archetypen der Pferde, das hat ein bisschen geholfen. Leider ist es noch immer sehr unbefriedigend. Wenn ich schon einen bes.Besitz Pferd habe oder ein Pferd für viele hundert Dukaten kaufe, so will ich dann einfach auch gerne ein individuel ausgebarbeitetes Pferd haben.
Ich will einen Unterschied haben zwischen einem Shadif eines Novadis oder eines Teshkalers, Warunker Yaquirtaler ...

Irgendwelche Vorschläge/Ideen wie ich hier Pferde generiere die zu IzRdK passen?

Und eine Frage kam auf, was hat es mit diesem WM der Pferde auf sich?
Kriegspferde haben da 0/0 während Reitpferde -3/-2 haben.
Bezieht sich das auf Seite 6? Wenn ja finde ich keinen Hinweis das es nicht für Kriegspferde gilt. (Wobei es ja passen würde wenn Kriegspferde diesen Malus auf Grund der Ausbildung verlieren).

Über eine Antwort würde ich mich freuen, wenn das Thema jedoch für euch abgeschlossen ist dann einfach ein großes Dankeschön für dieses Projekt :)


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BeitragVerfasst: 18.09.2015 23:56 
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Mit DSA5 habe ich mich bisher lediglich am Rande beschäftigt. Die (Kampf-) Regeln sind stumpf und langweilig, dass ich das Werk desinteressiert beiseite gelegt habe.

Um Deine Fragen zu beantworten:

  1. Den WM hast Du richtig erfasst. Wir gehen davon aus, dass nicht explizit zu Kampftieren ausgebildete Tiere schwerer zu konkreten Manövern (gezielte Tritte, Bisse o.ä.) zu bewegen sind, als solche mit Ausbildung. Daher erhalten generell alle Tiere einen WM von -3/-2.
    Durch die Ausbildung zum Kampftier erhalten Streitrösser dann einen Bonus WM von +3/+2, sind in der Summe also unmodifiziert.

    IdR ist davon auszugehen, dass ein von einem Reiterkämpfer SC oder NSC eingesetztes Pferd eine Ausbildung zum Kriegspferd durchlaufen zu hat. Es ist daher auch aus Sicht des Regeldesigns sinnvoll, dieser Gruppe den intuitivsten WM (0/0) zuzuordnen.

  2. Die Initiative ist grundsätzlich mit den Werten aus der ZBA kompatibel, ich empfehle lediglich, die korrigierten Kampfwerte aus diesem Beitrag zu übernehmen. D.h. die Ausbildungsstufe "Kampftier" lässt sich problemlos auf einen Yaquirtaler, Warunker satteln, die dann ein jeweils individuelles Eigenschafts- und LeP-Profil besitzen.

    Leider unterscheiden sich die in der ZBA gelisteten Pferderassen vor allem im Fluff, aber nicht in spieltechnisch relevanten Werten. Ist Individualisierung gewünscht, empfehle ich eine Unterscheidung in "Charakteristika" der Rasse und "Charakteristika" der Ausbildung.


    • Wie unter Punkt 3.4 (S.1) unseres Projekts genannt, wird die Verwendung der überarbeiteten Pferdevor- und Nachteile nahe gelegt. Durch spezifische Kombination von Vor- und Nachteilen lässt sich ein Tier mit "Profil" generieren, welche als Aufhänger für dezente Spotlights dienen können. Eine gescheiterte Probe, die durch ein trittsicheres Tier keine negativen Konsequenzen nach sich zieht, kann auch inneraventurisch ein Lob auf die gewählte Rasse begründen.

    • Wie der Name nahelegt, bietet die individuelle Ausbildung ebenfalls eine weitere Option, Profil festzulegen. Im Rahmen der individuellen Ausbildung werden die unter Punkt 3.3 gelisteten komplexen Pferdemanöver erlernt. Verschiedenen Völkern mit fortgeschrittener Reitkunst stehen exklusive Sonderfertigkeiten wie z.B. Capriola, Levade oder Stille Wacht zur Verfügung.
      Ein Tralloper Riese aus Weiden wird den Formationsbrecher lernen und damit einen großen Gewinn an Offensive einfahren. Ein vergleichbares Exemplar aus dem eher höfisch geprägten Gareth wird mit Turnierpferd zum High-End Sportgerät ausgebildet.
      Dass ein novadischer Zureiter einer anderen Rasse als Shadif-Pferden die Stille Wacht oder Raschtullahs Schwingen vermittelt, ist ebenso unwahrscheinlich.

  3. Der Wert von Pferden, insbesondere unter Berücksichtigung des Vorteils Besonderer Besitz wird auf Seite 9 (Kasten links oben) diskutiert. Wir empfehlen klar, einem Reitercharakter ein "Standardpferd" ohne zusätzlichen GP-Aufwand zur Verfügung zu stellen, während durch Investition von GP "bessere" Tiere mit Ausbildung bzw. individueller Ausbildung erworben werden können.

    Individuelle Ausbildung befindet sich konzeptionell auf der Stufe der Sonderfertigkeit Waffenmeister. Daher empfehle ich, zu Spielbeginn mit einem ausgebildeten Pferd vorlieb zu nehmen und die individuelle Ausbildung im Spielverlauf "nachzurüsten" - dies ist auch vom Charakteraufbau her idR reizvoller.

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BeitragVerfasst: 01.12.2015 14:25 
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Ich habe die Spielhilfe am WE das erste Mal austesten können und sie hat mir sehr geholfen. Auch der Anhang, den ich jetzt erst entdeckt habe ist eine tolle Ergänzung.

Lediglich die Bemerkung, dass ein Angriff mit Lanzenreiten automatisch ein Angriff zum Niederwerfen ist, hatte ich vermisst.

Gibt es eine aktuelle Version der Spielhilfe, in welcher die Errata bereits eingebaut wurden?


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BeitragVerfasst: 06.12.2015 22:55 
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Hallo Wulf,

vielen Dank für die Rückmeldung und die kurze Zusammenfassung über das Spiel mit unserer Spielhilfe. Es ist auch nach Jahren immer wieder schön zu hören, wie vielen Gruppen wir mit unserem Projekt helfen konnten. :)
Was habt ihr denn für Reiterkämpfer in der Gruppe?

"Lanzenreiten" ist ein Themenkomplex, bei dem leider sehr viele Kompromisse notwendig waren, da eine Vielzahl unterschiedlicher Ansichten vorlagen. Das Talent ist in dieser Form nur schwer im Spiel zu halten, insbesondere als E-Talent.

Eine Neuauflage mit enthalenen Errata und Anhang war zwar einmal in Planung, ist dann aufgrund der momentanen beruflichen Auslastung der Projektteilnehmer und -Führung erst einmal ad acta gelegt. Das Layout kostet unglaublich viel Zeit, gerade, wenn man auf diesem Feld kein Profi ist.
Zudem wollte zumindest ich erst einmal die Resonanz von DSA5 abwarten. Aber das scheint ja insgesamt eher enttäuschend zu sein.

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BeitragVerfasst: 01.06.2016 00:45 
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Ich spiele einen Golgariten als Zweithelden. Dementsprechend kommt er nicht so oft zum Einsatz. Aber wenn, dann gewaltig. :ijw:

Ich habe mir für meine Privatversion erlaubt, das pdf ein wenig zu editieren. Falls Du Interesse daran hast, kannst Du mir gern eine pn zukommen lassen. Ein paar Errata ließen sich ja leicht einbauen, ohne das Layout zu zerstören.


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BeitragVerfasst: 06.06.2016 22:35 
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Freut mich, dass sich Leute nach wie vor für das Projekt interesieren. Die Errata umfassen ne knappe Seite (und nochmal so viele noch offene Punkte), das lässt sich leider nicht so einfach reinquetschen. Wir könnten das aber mal vorläufig als separates Dokument veröffentlichen.

_________________
Manöverkarten-Projekt
Rettung der Kavallerie: viewtopic.php?f=7&t=30801
NEU AP-Kosten Rechner 2.0: viewtopic.php?f=9&t=22527


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BeitragVerfasst: 08.06.2016 18:59 
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Wulf Steinhauer hat geschrieben:
Ich spiele einen Golgariten als Zweithelden. Dementsprechend kommt er nicht so oft zum Einsatz. Aber wenn, dann gewaltig. :ijw:

Ich habe mir für meine Privatversion erlaubt, das pdf ein wenig zu editieren. Falls Du Interesse daran hast, kannst Du mir gern eine pn zukommen lassen. Ein paar Errata ließen sich ja leicht einbauen, ohne das Layout zu zerstören.


Hallo Wulf,

erst einmal danke für das immer noch anhaltende Interesse an unserem Projekt. Ich bitte die leicht verspätete Antwort zu entschuldigen, allerdings bin ich momentan beruflich recht eingespannt - wie eigentlich immer. :)

Ich benutze unser Projekt in letzter Zeit wieder häufiger und hätte an der einen oder anderen Stelle tatsächlich noch einmal nachreguliert, aber leider ist es gerade das Layout, das mit am meisten Arbeit macht, wenn man nicht wirklich geübt ist.
Auch mit steigender Erfahrung würde ich mittlerweile einige Punkte einfacher und nutzerfreundlicher gestalten. Noch mehr Struktur ins Projekt bringen und den intuitiven Zugang erhöhen.

Ich werde mich am Wochenende nochmal per PN mit meiner E-Mail Adresse melden. Ansehen würde ich mir die Ergänzungen gerne einmal, ob und in welcher Form das Projekt nochmal überarbeitet wird, kann ich im Moment leider nicht sagen.

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BeitragVerfasst: 23.07.2016 01:21 
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Ich habe auch einen Golgariten in der Gruppe und da sich dieser auch ausdrücklich gerne im Reiterkampf bilden möchte, habe ich den Vorschlag gemacht diese Reiterregeln zu benutzen. Nach dem ersten durchlesen waren wir positiv überrascht.
Auch sind 7 Seiten echt nicht viel, da die Kampfregeln nur einen eher kleinen Teil davon ausmachen.

Großes Lob an den Autor. Vielen Dank. Das macht wahrscheinlich (wir haben es noch nicht ausprobiert) den Reiterkampf um einiges einfacher.

Ich hätte vielleicht ein paar kleine Verbesserungsvorschläge und Fragen:

- Wie wäre es mit Beispielen zu den verschiedenen Manövern? Die Beschreibungen sind doch manchmal (nicht oft) etwas abstrakt und knapp gehalten.
Ich mag eigentlich die kleinen Beispielstexte in den Regelwerken in denen noch einmal genau auf eine Situation eingegangen wird, mit Werten und Würfeln.

- Wir waren uns nicht zu 100% sicher ob Reiter+Pferd als Einheit gelten oder ob der Reiter 2 Aktionen pro KR hat und dann noch einmal das Pferd 2 Aktionen. Wir tendieren zum ersteren.

- Das Manöver Trampeln weicht mir etwas zu viel vom "normalen" Trampeln von wilden Tieren (ZBA S.12) ab. Schön fände ich es, wenn man Trampeln mit "Sturmangriff" kombinieren könnte und es dann in einer freien Aktion (also direkt beim Weiterreiten) passiert.

- Ist Lanzenreiten nur noch mit einer Kriegslanze möglich oder kann man stattdessen auch Speere (besonders ein Dschadra) benutzen?

- Wie funktioniert "Umwandeln" auf/mit einem Pferd?
Beispiel:
Reiter Alrik hat es mit einem kräftigen Schlag seines Rabenschnabels einen Gegner zu Boden geworfen und möchte gleich darauf die Position des Gegners ausnutzen und ihn zertrampeln. (1. Aktion "Niederwerfen", Freie Aktion "Wechseln auf Reiten als Kampftalent", 2. Aktion "Trampeln")
Ist das Trampeln nun um 4 erschwert? Ich denke nicht oder?

Ähnliche Situation:
Dieselmal Niederreiten gefolgt von Trampeln. Dieses mal wandelt das Pferd um. (1. Aktion "Niederreiten", 2. Aktion "Trampeln") Ist dieses mal die 2. Aktion vom Pferd um 4 erschwert?


IzRdK S. 5 hat geschrieben:
Aufstellung gilt als längerfristige Handlung, kann aber nach jeder Aktion abgebrochen werden.

Umgeht diese längerfristige Aktion das Ansagensystem? Oder braucht man um jederzeit abbrechen zu können die SF Kampfgespür?

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BeitragVerfasst: 31.07.2016 19:47 
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Hallo Tilim,

erst einmal herzlichen Dank für das Interesse an unserem Projekt, das Lob für unsere Arbeit und Deine Rückmeldung. Auch nach mehreren Jahren freut es immer noch, wenn wir das gemeinsame Hobby anderer Spieler bereichern können.
Ich bitte die verzögerte Antwort zu verzeihen, allerdings bin ich moment beruflich recht ausgelastet. Nachfolgend möchte ich auf Deine Fragen bzw. Kommentare eingehen.

Tilim hat geschrieben:
- Wie wäre es mit Beispielen zu den verschiedenen Manövern? Die Beschreibungen sind doch manchmal (nicht oft) etwas abstrakt und knapp gehalten.
Ich mag eigentlich die kleinen Beispielstexte in den Regelwerken in denen noch einmal genau auf eine Situation eingegangen wird, mit Werten und Würfeln.
Die Beschreibungen sind vergleichsweise technisch und die Informationsdichte dementsprechend hoch. Ursprünglich war tatsächlich ein Add-On mit umfassenden Beispielen angedacht, ist aufgrund der vielen Änderungen in den letzten Wochen des Projekts aber gestrichen worden. Der Aufwand, alle Beispiele jeweils neu zu berechnen, war einfach zu hoch.

Wir sind dann lediglich bei einer FAQ sowie einigen Beispielen (z.B. Ausbildung) verblieben.

Tilim hat geschrieben:
- Wir waren uns nicht zu 100% sicher ob Reiter+Pferd als Einheit gelten oder ob der Reiter 2 Aktionen pro KR hat und dann noch einmal das Pferd 2 Aktionen. Wir tendieren zum ersteren.
Das Konstrukt "Zwei Aktionen Reiter, eine Aktion Pferd" ist ein weit verbreitetes Mißverständnis, da ZBA / WdS an dieser Stelle sehr schwammig formuliert sind.

Die Unterscheidung Aktion Reiter /Aktion Pferd ist unnötig, da der Reiter auch nach WdS immer eine eigene Aktion aufwenden muss, um eine des Reittieres auszuführen. Insofern kann die Trennung Aktion Reiter/Pferd entfallen und ausschließlich die Aktion des Reiters betrachtet werden.

Tilim hat geschrieben:
- Das Manöver Trampeln weicht mir etwas zu viel vom "normalen" Trampeln von wilden Tieren (ZBA S.12) ab. Schön fände ich es, wenn man Trampeln mit "Sturmangriff" kombinieren könnte und es dann in einer freien Aktion (also direkt beim Weiterreiten) passiert.
Die ZBA ist insgesamt inkonsistent, was insbesondere auf das (Tier-)Manöver trampeln zutrifft. Alle Tiermanöver neu zu verfassen hätte den Umfang unseres Projekts gesprengt.

Die Kombination verschiedener Reiten-Manöver ist berücksichtigt. Nachdem Trampeln einen Gegner am Boden erfordert, ergibt die generelle Kombination mit Sturmangriff nur in Spezialsituationen Sinn, möchte man keine Inkonsistenzen generieren.
Eine Kombination mit Niederreiten erscheint denkbar, erfordert meiner Ansicht nach aber eine individuelle Ausbildungsvariante.

Tilim hat geschrieben:
- Ist Lanzenreiten nur noch mit einer Kriegslanze möglich oder kann man stattdessen auch Speere (besonders ein Dschadra) benutzen?
Speere, Dschadra o.ä. sind auch weiterhin mit dem Talent führbar.

Tilim hat geschrieben:
- Wie funktioniert "Umwandeln" auf/mit einem Pferd?
Beispiel:
Reiter Alrik hat es mit einem kräftigen Schlag seines Rabenschnabels einen Gegner zu Boden geworfen und möchte gleich darauf die Position des Gegners ausnutzen und ihn zertrampeln. (1. Aktion "Niederwerfen", Freie Aktion "Wechseln auf Reiten als Kampftalent", 2. Aktion "Trampeln")
Ist das Trampeln nun um 4 erschwert? Ich denke nicht oder?
Die Frage zielt auf die allgemeine Spielmechanik ab, also ob Umwandeln vom Waffentalent abhängt oder nicht.
Technisch ist Umwandeln unabhängig vom Waffentalent und betrifft nur die Verteilung Aktion/Reaktion. Trampeln nach Niederwerfen wäre demnach eindeutig eine zweite Aktion.

Tilim hat geschrieben:
Ähnliche Situation:
Dieselmal Niederreiten gefolgt von Trampeln. Dieses mal wandelt das Pferd um. (1. Aktion "Niederreiten", 2. Aktion "Trampeln") Ist dieses mal die 2. Aktion vom Pferd um 4 erschwert?

Niederreiten verbraucht die Reaktion, damit ist im Anschluss kein Trampeln Manöver in der selben Kampfrunde möglich.


Tilim hat geschrieben:
IzRdK S. 5 hat geschrieben:
Aufstellung gilt als längerfristige Handlung, kann aber nach jeder Aktion abgebrochen werden.

Umgeht diese längerfristige Aktion das Ansagensystem? Oder braucht man um jederzeit abbrechen zu können die SF Kampfgespür?

Die SF umgeht nicht das Ansagesystem. Die Beschreibung "jederzeit" bezieht sich auf die Spielmechanik der Sonderfertigkeit und ist keine allgemeine Aussage über die Interaktion mit der Basisspielmechanik "Ansagen".

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BeitragVerfasst: 14.08.2016 14:46 
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Moin,
vorweg super Sache das ganze Projekt, finde ich echt klasse.
Hab da dazu ein paar Fragen.
1. Bei der SF Reiterkampf bzw Kriegsreiterei wird der TP+1 kumulativ berechnet?
Ein Schwert macht ja z.B. schon TP+2 extra vom Pferd aus also sind das dann insgesammt TP+3?
Wenn ja würde ein Schwert soviel Schaden machen wie eine Kriegslanze?

2. Ist die Treffertabelle für Reiterangriffe in WdS S.106 noch relevant oder
wird diese quasi durch den Sturmangriff ersetzt?


Zuletzt geändert von Oekie am 21.08.2016 22:43, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 21.08.2016 18:52 
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Wäre das so richtig?


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BeitragVerfasst: 21.08.2016 19:43 
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Hallo Oeki,

bitte entschuldige die verspätete Rückmeldung, allerdings hatte ich in den letzten Tagen bzw. Wochen sehr viel zu tun.

Die Boni aus den SF Reiterkampf bzw. Kriegsreiterei sind kumulativ. Mit Kriegsreiterei richtet der Kämpfer demnach +2 TP an.

Die Tabelle nach WdS besitzt mit Projekt keine Relevanz mehr. Die Tabelle mit der Staffelung nach Anlauf stellt ein Kuriosum und eine unnötige Sonderregel dar, da das Thema wesentlich unkomplizierter über den Sturmangriff-Mechanismus abgebildet werden.

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BeitragVerfasst: 21.08.2016 23:08 
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Danke für die Antwort.
Meinte aber aber ob die TP+1 aus Reiterkampf bzw Kriegsreiterei kumulativ zu den TP+2 eines Schwertes sind wenn es vom Pferd aus genutzt wird.

Ein Schwert macht dann 1W+8 vom Pferd aus.
Und eine Kriegslanze mit beiden SF auch 1W+8.

Wenn das so ist wieso brauch ich dann noch eine Kriegslanze wenn ich mit dem Schwert
genau soviel Schaden machen kann? Geht es dann nur noch um die DK bzw darum das es sich mit einer Lanze um einen Angriff eines großen Gegners handelt?


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BeitragVerfasst: 22.08.2016 20:26 
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Ah, das habe ich dann falsch verstanden.

Die kumulativen +1 TP für SF Reiterkampf bzw. SF Kriegsreiterei werden nicht mit den +2 TP für Schwerter etc. aus dem Arsenal addiert sondern gelten statt dessen.

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