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Göttersterben

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Ughlah
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Göttersterben

Beitrag von Ughlah » 28.04.2012 15:04

Ich erhoffe mir Kritik und Anregungen zu einem noch recht groben Konzept.

Genug der Vorworte: In Brabak und in Punin stellt man fest, daß der Heshtot nicht mehr beschwörbar ist. Sämtliche Versuche, auch im Unitatio scheitern. Kurze Zeit später berichten Ifirngeweihte, daß sie die Nähe der Göttin nicht mehr spüren. Mirakel und Wunder funktionieren nur noch vereinzelt. Kraftlinien verschwinden oder werden geschwächt. Über einen Zeitraum von einigen Jahren versiegen Magie und Wunder, später findet man auf einen Schlag massenhaft Leichen von Klabautern und Kobolden. Usw. usf.

Was ist geschehen
Meisterinformationen: Versteckt in einem beliebigen Abenteuer, eventuell dutzende Spielabende vorher sollte man eine Szene einbauen, bei der die Helden auf eine wirklich uralte Formation treffen. Vielleicht etwas, daß die Helden als Druidenzirkel deuten, vielleicht eine völlig verwitterte Inschrift in einem Felsen. Ohne es zu merken gelangen die Helden hier in eine Globule, in der alles wirklich exakt genauso ist wie im bekannten Aventurien. Der Unterschied liegt darin, daß hier irgendetwas mit den Sphären geschieht, daß zu einem Massensterben von Göttern und Dämonen führt.

Die Helden versuchen zu ergründen, was geschehen ist, erfahren eventuell irgendwann die Hintergründe und lösen die Situation, indem Meisterinformationen: sie die Globule wieder verlassen.

Kann man hieraus etwas interessantes machen, oder ist das ganze zu groß?

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anireyk
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Re: Göttersterben

Beitrag von anireyk » 28.04.2012 15:23

Erst einmal ist eine Globule keine Parallelwelt, sondern eine Zusatz-Blase zwischen den Sphären. Deswegen würden dort auch keine Götter sterben, da es weiterhin dieselben (und nicht nur die gleichen) Götter wären, wie im Rest der Spielwelt. Wenn du so etwas umsetzen wollen würdest, würde ich eher sagen, dass die Globule immer weiter Richtung 1. Sphäre abdriftet, und die SCs sich noch rechtzeitig retten müssten. Nebenbei: Warum wird das Göttersterben genau zu dem AB-Zeitpunkt ausgelöst?

Und das Abenteuer hat auch plottechnisch ein Paar Löcher, die gestopft gehören.
  • Einige Jahre sollen ja IG vergehen. Was machen die SCs die ganze Zeit?

    So wie SCs im Allgemeinen drauf sind, werden sie zwischendurch einfach so mal zufällig die Globule verlassen.

    Und der letzte und eigentlich wichtigste Punkt ist: Als götterfürchtige Leute werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit versuchen, den Rest der "Globule" zurück zu den Göttern zu bringen, und objektiv gesehen, würden es die Menschen dieser Welt auch wollen. Es besteht also die Chance, dass die SCs einfach so mal einen riesigen Exodus starten und die Bevölkerung Aventuriens verdoppeln.
Zuletzt geändert von anireyk am 28.04.2012 15:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Ifram
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Re: Göttersterben

Beitrag von Ifram » 28.04.2012 15:25

*löschmich*
Zuletzt geändert von Ifram am 15.08.2014 15:45, insgesamt 1-mal geändert.

Ughlah
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Re: Göttersterben

Beitrag von Ughlah » 28.04.2012 15:48

Danke, das bringt mich tatsächlich auf Ideen.

Recht kompliziert, aber zumindest eine Lösung:
Die Helden erschaffen die Globule aus Versehen selbst. Dabei landen sie in der Globule. Identische Varianten aus der Globale landen im echten Aventurien. Wie vorgeschlagen entfernt sich die Globule immer weiter von den anderen Sphären und so treten obige Effekte auf.

Nur durch die Rückkehr der Doppelgänger könnten die Helden zurückkehren. Diese halten sich aber für die echten Helden, selbst als eine Kontaktmöglichkeit gefunden wird.

Besser?

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Re: Göttersterben

Beitrag von anireyk » 28.04.2012 16:17

Klingt inneraventurisch mE schon viel stimmiger.
Aber was machst du, wenn die Helden die Welt/die Globule retten wollen? Wenn du "Geht nicht" sagst (was wiederum inneraventurisch an sich auch stimmig wäre), wären die Helden sehr enttäuscht. Ich schätze, es braucht ein cooles Ritual der Verschmelzung der beiden Welten zurück zu einer, was wiederum erfordert, dass du danach managst, wer nun weiß aus welcher Zeitlinie weiß.
Der Teil, dass sie mit sich selbst kommunizieren sollen, klingt verdammt cool, auch wenn es auch kompliziert wird.

Und als Nebenidee: Man kann hier ausnahmsweise mal richtig viel mit maraskanischer Kosmologie rumspaßen. Die Zweifaltigkeit Welt/Globule, der Flug der Globule durchs Äthrajin. Du kannst sie ja auch Gror begegnen lassen, wenn du auf Spaß aus bist. Wäre so an sich auch ein cooles Ende der Globule.
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Re: Göttersterben

Beitrag von Gorbalad » 28.04.2012 16:25

Das mit Gror ist eine lustige Idee.
Rur wirft ja Gror den Weltendiskus zu. Vielleicht war es nun so, dass sich der Diskus durch diesen Zwischenfall in zwei 'Kopien-Hälften' spaltete, von denen eine zu schnell und eine zu langsam war. Gror fängt die schnellere, erkennt was passiert ist, und versucht nun, die Kopien-Hälften wieder zu vereinigen. Dazu müssen die Helden eben auch irgendwas beitragen...

Stellt an Epik zwar irgendwie die G7 in den Schatten, könnte aber spassig werden.

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Re: Göttersterben

Beitrag von anireyk » 28.04.2012 16:38

Gorbalad hat geschrieben:Das mit Gror ist eine lustige Idee.
Rur wirft ja Gror den Weltendiskus zu.
Das meinte ich ja. So nebenbei kann man apokalyptischen Pratchett-Charme hinzufügen, wenn man bedenkt, dass Maraskaner ja Gror mit einem der Sterne assoziieren (Südstern, meine ich). Und dann täglich Sternenkunde-Proben und irgendwann mal auch Sinnenschärfe, um zu sehen, dass der eine Stern immer größer wird…
Und wenn, dann würde ich es im "Kanäle von Grangor"-Stil zu einem kleinen großen Gror-Wunder machen (man soll ja auch nicht vergessen, dass bevor einer der Zwillinge das Ding in den Händen hat, sie auch nichts ausrichten können).
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Re: Göttersterben

Beitrag von Gorbalad » 28.04.2012 16:40

Vielleicht sind ja Rur und Gror nicht an das Mysterium von Kha gebunden (vielleicht hat Rur das ja eingerichtet, damit die Zwölfgeschwister unterwegs nicht zu viel Quatsch machen), sondern dürfen/können/wollen eben nur, wenn sie den Diskus in der Hand haben...

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Re: Göttersterben

Beitrag von anireyk » 28.04.2012 16:46

Ist auch was… Und ja, G7 gehört längst überschattet :D

Um etwas zum Topic beizutragen: Ich halte es immer noch für das größte Problem, dass es nicht klar ist, was mit den ganzen Menschen der Globule passiert, wenn die Wiedervereinigung stattfindet (außer dass Gror ihnen von den blühenden Landschaften erzählt, die auf sie warten).
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Re: Göttersterben

Beitrag von Gift und Galle » 28.04.2012 17:05

Nur mal ne Frage, weil ja schon das Ausmaß, gemessen an den G7, angesprochen wurde: Wie viel AP haben die Helden denn, bzw. sollten sie planmäßig haben, damit sie fähig und würdig sind, ein göttliches Ritual auszuführen/zu unterstützen? Das wäre mit 3-4k AP irgendwie lächerlich...

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Re: Göttersterben

Beitrag von Gorbalad » 28.04.2012 17:07

Das ist natürlich ein Argument. Andererseits können das auch Starterhelden sein, die eben die Reinkarnation von besonders wichtigen Helden waren - wir reden ja von Maraskan :)

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Re: Göttersterben

Beitrag von anireyk » 28.04.2012 17:10

Na ja, das Konzept sagt ja, dass die Helden zufällig diese Spaltung auslösen. Dass dann auch mal absolute Loser trotzdem unverzichtbar sein können, ergibt weiterhin Sinn.
Oder das, was Gorbalad sagte.
Oder beides gleichzeitig.
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Re: Göttersterben

Beitrag von Ughlah » 28.04.2012 19:02

Man kann wunderbar Helden durch die Weltgeschichte jagen, um Sachen zu besorgen, "böse" NSC können, da sie das ausmaß des Problems begreifen Hilfestellung leisten, um sich irgendwie selbst zu retten. Vielleicht versucht Pardona in dem Glauben der Namenlose würde kurz vorm Tod stehen ihn zu retten. Zumindest wenn das ganze vor der Drachenchronik spielt.

Grundsätzlich wird sich eine Gruppe von gewisser Grösse finden, die diesen Zustand ohne Magie und Götter tatsächlich besser findet, im Zweifelsfall diejenigen, die weder geweiht sind, noch zaubern können. Und schon hat man einen Gegenspieler für die Helden, der endlich mal nicht böse ist.

Die Idee mit Gror ist lustig, aber als Lösungsinstrument würde ich gerne noch an anderen Möglichkeiten herumdoktern.

Zugegeben besser als mein erster Gedanke zu versuchen Kontakt aufzunehmen, um dann mit den verbliebenen Herrschafts und Einfluss-Magiern, die kopiehelden zurück zum Ort der Spaltung zu zwingen, um so die welten wieder zu vereinigen.

Wie schon mehrfach erwähnt liegt der Knackpunkt derzeit in der Zusammenführung. Ist die Kopie einfach dem Untergang geweiht, was wohl das einfachste und unbefriedigenste wäre, oder gelingt es die Globule wieder anzunähren, so daß es tatsächlich ein Kopie gibt, mit der man später immer mal wieder interagieren kann?
Oder es gelingt einigen NSC ihren Weg hinüber ins echte Aventurien. Damit könnten NSC, die zwischen Trennung und Vereinigung in Aventurien sterben reaktiviert werden.

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Re: Göttersterben

Beitrag von anireyk » 01.05.2012 23:56

Hm, ich habe noch ein kleines Bisschen nachgedacht.
Ich würde am ehesten die Möglichkeit präferieren, dass die Globul anfängt, sich noch weiter zu wandeln, incl. der Einwohner (aber nicht der Helden). Wie, muss man genau ausarbeiten, aber ich würde schon Richtung starke Naturgesetzänderungen gehen. Letzten Endes sollten die Spieler(charaktere) einsehen, dass sie dieser neuen Welt fremd sind, und da einfach nur raus müssen. Ein ähnlicher Vorgang dürfte auch in den "bösen Zwillingen" im echten Aventurien stattfinden (evtl. die Helden, bevor sie irgendwas kapieren, das Ganze als Traum/Vision erleben lassen). So hat man weiteren Antrieb für Helden, weg zu kommen, keine Möglichkeit, Leute mitzunehmen, und keine Parallelwelt, die den Kanon u.U. böse verletzen kann.
Drücke ich mich verständlich aus? Ist spät und so :)
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Re: Göttersterben

Beitrag von Ughlah » 02.05.2012 08:47

Hmm, wenn man sich stück für stück entfernt, verschwinden erst Dämonen, dann der Namenlose, Die KE der Götter regeniert nicht mehr, dann verschwinden die Geister (siehe Sphärenmodell). Bis hier ist noch alles gut, dann wird klar das die Götter ganz verschwinden. Richtig schlimm wird es als die Hühner keine Eier mehr legen und klar wird das nirgends Nachwuchs entsteht, weder bei Pflanzen noch Tieren. Jetzt bricht die Panik aus.

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Re: Göttersterben

Beitrag von anireyk » 02.05.2012 11:12

Interessant wäre (und worauf ich auch ein wenig hinaus will), wenn auch das Wesen der Menschen (also u.a. ihre Psychologie) sich ändert. Die Welt wird schlicht zu etwas anderem...

Und als nicht ganz zufriedenstellende Lösung bleibt immer der der Traumhammer.
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Re: Göttersterben

Beitrag von Ughlah » 02.05.2012 13:37

Zunächst verschwinden viele Krankheiten und das Böse scheint sich aus der Welt zu verabschieden, eventuell könnte man Iribaar sämtliche Lügen zuschreiben und alle sagen nur noch die Wahrheit :) Aber mit den Götter verschwindet später auch die Güte, die Neugier, Vergebung, Liebe, sogar das Lachen. Die Menschen werden zunehmends gefühlskalt und entscheiden alles nur noch strikt rational.

Die Helden sind nicht betroffen und versuchen nur noch diesen Ort zu verlassen.

Sowas in der Richtung?

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Re: Göttersterben

Beitrag von anireyk » 03.05.2012 10:23

Beispielsweise, ich finde, das klingt cool!
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Re: Göttersterben

Beitrag von Allyve » 08.11.2015 04:24

Hi

Habt ihr dieses Abenteuer jemals gespielt? bzw. gibt es eine ausgearbeitete Version? Ich finde das Setting sehr interessant und würde es gerne für meine Runde verwenden!

mfg
Allyve

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