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Gruppen- und Settingvorstellungen

Fragen, Projekte, Themen rund um die Settingbox "Die Dunklen Zeiten"
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Eldrian
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Gruppen- und Settingvorstellungen

Beitrag von Eldrian » 30.11.2012 11:06

Salve an alle Mitstreiter in den dunklen Zeiten!

Hiermit will ich anregen dass sich Gruppen die in den dunklen Zeiten spielen und keine Lust haben ausführliche Spielberichte zu schreiben sich hier vorstellen.
Zum einen kann dass als Anregung für andere Gruppen dienen, zum anderen finde ich es einfach auch spannend zu lesen was andere so treiben.

Was könnte interessant sein?
- Zeit und Ort
- Gruppenzusammensetzung
- alle Besonderheiten
- Abenteuer: bereits gespielte und in Planung
- Kommentar wie es so läuft
-...?


Natürlich mache ich den Anfang:

Eldrians Gruppe
Wir spielen in den frühen dunklen Zeiten unter Olruk II mit einer Gruppe aus:

- Cleitus: Prätorianer mit Kentema und Schild (Rollenspielanfänger)

- Lucien: Legionsmagier - kann alles was BUMM macht

- Heptutnamon(oder so ähnlich): Kophta - Dämonologie, Herrschaft, Chimären

- Nazir (ich): Phexgeweiter Schattenkrieger (Leibwächter)

alle generiert mit 120GP und 2000 extra AP

Ziel war, nachdem wir eine Zeit lang eher low-Power gespielt haben etwas stärkere Helden zu generieren die in der Welt viel bewegen können und dürfen. Außerdem reizten die erfahrenen DSA-Spieler unter uns die neuen Klassen (Kophta) und das Anrufungssystem.

Abenteuer:
Gruppenzusammenführung bringt die Helden in die Gegend von Rommilys
darin eingebunden und mehr oder weniger angepasst:
- Herr der Ranzen aus Sphärenkräfte
- Koboldabenteuer, dessen Namen ich nicht weiß
- Tod eines Geschichtenerzählers aus Märchenantologie?
- Aktuell: Teilabenteuer aus: Von Eigenen Gnaden

geplant: Geburt der Mittnacht mit großem Spielraum für die Helden
vielleicht irgendwann: Im Schatten der Aeterni

Fazit bisher: Wir hatten schon einigen Spaß in den dunklen Zeiten, wobei es uns (Meister und Spieler) manchmal etwas schwer fällt die Unterschiede vom normalen Aventurien zu betonen.
Schön ist die große Freiheit in vielen Bereichen:
Dämonenbeschwörung? kein Problem
Kleinstadt ist von Orks besetzt? Wir Planen gerade die Befreiung
Gefangen-genommener Mörder? Wir sind gerade die höchste Autorität, also fällen wir das Urteil

Tipp: Von Eigenen Gnaden eignet sich sehr gut als Abenteuervorlage. Gefühlt passen sogar einige Abenteuer besser in die dunklen Zeiten als ins aktuelle Aventurien (geweihte Praios-Ketzer mit Karma --> verstoßene Braijan Anhänger - hier wird bald kräftig aufgeräumt sobald wir das aktuelle Dämonenproblem gelöst haben :devil: )


---wird später vermutlich noch gelegentlich aktualisiert ---
Zuletzt geändert von Eldrian am 12.06.2013 12:08, insgesamt 3-mal geändert.

Joselito
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Re: Gruppen- und Settingvorstellungen

Beitrag von Joselito » 07.01.2013 12:02

Wir spielen seit Ende 2010 in den Dunklen Zeiten, jetzt habe ich beschlossen, mich auch mal an diesem Forum zu beteiligen und unser Setting vorzustellen, da wir bereits die dritte Kampagne spielen.
- Die erste Kampagne handelte von den Ereignissen in Oberyaquirien in den Jahren 1160 und 1161 HE (332 und 331 v.BF) und trug den Titel: „Der König von Almada“
- Die zweite Kampagne spielte vorwiegend in Bosparan und im nördlichen Horasiat in den Jahren 1161 und 1162 HE (331 und 330 v.BF) und trug den Titel: „Der Kaiser von Bosparan“
- Die dritte Kampagne spielt ab 1163 HE und trägt den Titel: „Die Eroberung Aventurias“

Die Helden der Kampagnen:
- Adelphos von den Galahan ist ein Offizier der 3. Legion und dient dort an der Seite seines Freundes und Mentors Jelianus, ein beliebter und erfahrener Centurio. Ursprünglich kam Adelphos aus Chababia und diente bei den Prätorianern, bis er nach einer unrühmlichen Niederlage gegen die Hjaldinger unehrenhaft entlassen wurde.
- Sislek ibn Raschman ist ein Magier der Beni Shadif und enger Freund, Vertrauter und Agent des Aslam ibn Sarhidi. Er musste seine ursprüngliche Heimat am Szinto verlassen und kam beim Exodus der Tulamiden nach Oberyaquirien in das von dem Propheten Sarhidi ibn Nebahat verheißene Land.
- Gerius Profanus ist ein Zuhälter und Kleinkrimineller aus Puninum. Er hat vor allem immer wieder Ärger mit den ansässigen Grolmen, die ihm die Geschäfte vermiesen.
- Cassius Lupus ist ein Beamter aus Firdana, welcher die Korruption und Verschwendungssucht einiger wichtiger Patrizier anprangert und daraufhin ins Exil geschickt wird.

Die erste Kampagne:
Die Ausgangslage: Die Lande am oberen Yaquiro sind in diesen Tagen politisch zersplittert: In Puninum residiert der Präfect Vesparius, kann aber immer seltener seine Soldaten und Beamten bezahlen und lässt wertlose Münzen prägen. Sein Einflussgebiet reicht nicht weit über Puninum hinaus, nur noch Teile der Straßen und Handelswege sind in seiner Hand, viele bosparanischen Siedlungen sind verlassen. Die größte Bevölkerungsgruppe sind die Tulamiden, welche in den letzten Jahrzehnten aus den Szintotal eingewandert sind und das Land neu bewirtschaften. Da die Legionen des Präfekten sie kaum vor den Unbilden des Landes schützen kann, bewaffnen sie sich selbst und errichten Festungen. Jedoch sind sie gespalten: In Al’Muktur residiert Gulshev, ein Neffe des Propheten Sarhidi, nachdem er dessen Sohn um seinen Erbteil betrogen hatte und ihm und dessen Anhänger seitdem nach dem Leben trachtet. Dieser mit Namen Aslam residiert in der Feste Chabez und sendet von dort aus seine Freunde als Agenten durch das Land, um Anhänger und Verbündete zu gewinnen, unter dem Decknamen „Ben Manalik“ bereist er selbst die Lande. Sein Ziel ist es, sein Erbe zurückzugewinnen und einst über das Land zu herrschen, wie es ihm vorhergesagt wurde. In Ragatium herrscht der Präfect Fallonius mit Hilfe der Auxilia von Ferkinasöldnern, welche das Land vor kurzem erst von den Goblins befreit hatte. Südlich des Yaquiros ist das Reich des Skorpions, einst hatte die 12. Legion in Omlatia ihr eigenes Reich gegründet und ignoriert seither die Befehle aus Bosparan. Im Norden liegt das Königreich Toshmur mit der Stadt Taladur, während in den Wäldern sich Elfen angesiedelt haben, vor allem am Yaquiro und am Madasee haben sie ihre versteckten Siedlungen. Sichtbare Festungen wie Ancarium dagegen hält noch der Drachenorden, auch wenn er bereits seinen Zenit überschritten hat. In den Wäldern sind immer noch viele Goblins und aus den Bergen kommen die räuberischen Ferkinas, welche den Bauern, Hirten und Händlern das Leben schwer machen.

Joselito
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Re: Gruppen- und Settingvorstellungen

Beitrag von Joselito » 07.01.2013 13:00

Cassius Lupus reist mit seinem Diener Astagius Fortis nach seiner Verbannung im Frühjahr 1160 HE von Firdana nach Puninum. Eines Abends treffen sie auf eine Patrouille der 3. Legion, welche in der Ruine eines verlassenen Gutshofes nahe eniger alter Menhire ihr Lager aufgeschlagen haben, dabei lernt er Adelphos und Jelianus kennen. Die Soldaten berichten, sie hättem kurz zuvor einige Goblins verscheucht, die den Boden bei den Menhiren durchwühlt hatten. Nach Sonnenuntergang werden sie von einer großen Zahl Goblins angegriffen und müssen fliehen. Dabei kommen sie in ein Lager der 12. Legion, wo sie unwillig aufgenommen werden. Einige Tage später gelangen sie nach Puninum. Dort retten sie Gerius Profanus das Leben, nachdem ein Grolm versucht hatte, diesen zu töten. Gerius schwört daraufhin Rache an den Grolmen und stellt sich in die Dienste des Cassius. Cassius Lupus wiederum stellt sich in den Dienst des Präfecten Vesparius und jener erteilt ihm einen Auftrag: Er soll nach Al’Muktur reisen und mit dem örtlichen Herrscher Gulshev über einen Kredit verhandeln, damit der Präfect wieder an Geld kommt, um seine schwindende Macht zu stabilisieren. Als Begleitung wählt er Gerius, welcher in seiner Schuld steht und nach dem Anschlag die Stadt für ein paar Tage verlassen will und Adelphos, welcher ihm mit einigen Legionären Geleitschutz gibt. In den Tagen, die sie in Puninum verbringen, gerät Adelphos in eine Schlägerei mit dem Legionär Marius um eine Hure namens Jasmina, Adelphos unterliegt und Marius ist seither sein Feind. Astagius lernt einige Tulamiden kennen und erfährt unter vorgehaltener Hand von Almadien, dem verheißenen Land, der Begriff aber ausgesprochen unter Strafe steht. Unterwegs nach Al’Muktur machen sie Rast am Madasee und Astagius Fortis begegnet nachts einem Elfenkind. In Al’Muktur angekommen, sehen sie das aufblühende Land unter den Tulamiden und nehmen auf dem Almadinpalast die Verhandlungen mit Gulshev auf. Diese ziehen sich über einige Tage hin und am Ende nennt Gulshev seine Bedingungen für den Kredit über mehrere zehntausend Dublonen: Sie sollen drei Aufgaben für ihn erledigen:
- Herausfinden, wer der Herr der Feste Ancarium ist
- Prüfen, nach was die Rotpelze in Bosqurien und im Yaquirtal suchen
- Ihm ein Fass Zwergenbier aus Talador besorgen.
Astagius lernt in diesen Tagen Mirhaban, die schöne Tochter des Herrschers kennen und beginnt, mit ihr anzubandeln. Eines Nachts geht Cassius im Garten der Festung spazieren und lernt dabei Ben Manalik (alias Aslam ben Sarhidi) kennen, welcher die geheimen Wege der Anlage kennt und heimlich das Grab seines Vaters besucht. Dabei erzählt er Cassius von der Geschichte seines Volkes und den Prophezeiungen seines Vaters, lässt aber seine eigene Identität im Dunkeln.
Zurück in Puninum berichtet Cassius dem Präfecten von den Bedingungen des Gulshev und erklärt sich bereit, die drei Aufgaben zu erfüllen, wenn er seine neugewonnen Freunde mitnehmen darf und diese entsprechend entlohnt werden, Vesparius ist einverstanden. Während sie noch in Puninum verweilen, beobachten sie im Zechenden Zenturio (eine Taverne im Stadtteil Pendulum, fortan die Stammkneipe der Helden) den geheimnisvollen Ben Manalik, wie er sich mit Adelphos Kamerad Jelianus bespricht. Als sie Jelianus darauf ansprechen, gibt er vor, es sei ein alter Freund und erfährt von den Helden, was sie für eine Aufgabe vom Präfecten erhalten haben.

Fortsetzung folgt…
Zuletzt geändert von Joselito am 08.01.2013 14:59, insgesamt 2-mal geändert.

Joselito
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Re: Gruppen- und Settingvorstellungen

Beitrag von Joselito » 07.01.2013 20:26

Da die Helden für ihre Queste einen Vorschuß benötigen, gibt Vesparius ihnen ein tulamidisches Schlangenzepter und meint, sie sollen es verkaufen, dann hätten sie genug Geld für die Reise. Dabei handelte es sich um das Zepter des verstorbenen Magiers Rashman, welches Gulshev einst an sich genommen hatte und im Zuge von Bestechungen an Vesparius gekommen war. Als die Helden es verkaufen wollten, wies man sie an den Grolm Zwicklschnapp, welcher von der Hohen Academia die alleinigen Verkaufsrechte von magischen Artefacten erworben hatte. Der Grolm bot den Helden 5 Auromox, während Ben Manalik ein drittes Mal auftauchte und meine, das Objekt wäre gut und gerne 50 Auromox wert. Der Grolm schmiss ihn wütend aus seinem Laden. Draussen gab Ben Manalik den Helden 10 Auromox und versprach ihnen 20 weitere, denn mehr könne er nicht bieten.
Bald darauf reisen die Helden zunächst nach Ragatium, da man in diesem Landstrich besonders viele Goblins gesichtet hatte. In dieser Gegend wurden viele Rotpelze als Sklaven gehalten, wenn sie von den Ferkinasöldnern der Auxilia gefangen genommen wurden. Besondern viele davon hatte der reiche Bauer Pecunius, dessen Ländereien die Helden durchstreiften. In Ragatium angekommen werden sie als Gast von Shahin ben Mubarak aufgenommen, seine Töchter bewirten die Helden. Shahin berichtet vom Heimamund Bastrabad, welchen er als Kind kannte und der einst viele Geschichten erzählte. Bastrabad, welcher schon lange tot ist, hatte in seiner Jugend viele Abenteuer erlebt, als er mit einer Elfe namens Nirvania Schattentanz, einem Magier namens Julianus von Cuslicum und einem Zwerg namens Knox Sohn des Knossos durch die Lande zog. Dabei sollen jene einen untoten Keiler namens Mamurek erschlagen haben, welchen die Goblins zum Unleben erweckt hatten. Die Elfe soll in die Wälder zurückgegangen sein, während der Zwerg in Talador eine Taverne eröffnet haben soll. Von Goblinsichtungen wusste er vor allem aus Scopulus Tristitiae zu berichten.
So brachen die Helden bald darauf auf, weiter gen Osten und kamen nach Acies Giges (nahe dem heutigen Schrotenstein). Unterwegs kamen sie an den Resten einer riesigen, gefallenen Statue vorbei, welche dereinst Belenus der Große hatte aufstellen lassen als Zeichen seines Sieges und die inzwischen als Steinbruch benutzt wurde. Acies Giges war eine kleine Stadt rund um einen Hügel, auf dem die Reste eines alten Belen-Horas-Tempel stand und war bewohnt von Bosparanern und Tulamiden gleichermaßen. Adelphos und Cassius gerieten dort in einen Streit mit den Bewohnern aufgrund deren mangelnder Treue zu Bosparan, Gerius versuchte zu schlichten.

Fortsetzung folgt...

Joselito
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Re: Gruppen- und Settingvorstellungen

Beitrag von Joselito » 08.01.2013 10:32

Nachdem der Streit mehr oder minder beigelegt war, wurden sie darauf verwiesen, auf dem alten Tempel oben auf dem Hügel ihr Nachtlager aufzuschlagen, dort wären schon zwei Fremde. Bei jenen beiden Fremden handelte es sich um zwei Skorpionkrieger, Späher oder ähnliches. Die Helden begannen ein Gespräch mit den beiden, konnten aber nicht herausfinden, was jene in dieser Gegend zu suchen hatten. Als sie den Tempel näher betrachteten, fanden sie heraus, dass es sich um einen Tempel des Gottes Belen-Horas handelte, in den Katakomben darunter sah man die Gebeine gefallener Krieger und Reste alter Waffen und Rüstungen aus grün schimmernder Bronze.
Am nächsten Tag brach man auf nach Scopulus Tristitiae. Man kam durch einen Hain, der Boden war an einigen Stellen aufgewühlt und bei näherem Hinsehen sah man große vermoderte Knochen in den aufgewühlten Löchern. Etwas weiter in Richtung See sah man die Köpfe von Goblins aufgespießt auf Pfählen, sie waren noch wenig verwest, allerorten das Gesumme von Fliegen. In der Nähe wurden Spuren eines Kampfes entdeckt und Spuren von getrocknetem Blut, welche hinab zum See führten. Weiter ging es am Seeufer entlang und auf der anderen Seite sah man schon die über dem Wasser hoch aufragenden Felsen. Die Spuren wurden seltener, aber konnten wieder besser aufgenommen werden, als sie einen Pfad zeigten, welcher entlang der Felsen geschlagen worden war und sogar eine primitive Falle enthielt, welche aber von Gerius rechtzeitig bemerkt wurde. Auf halber Höhe führte der Pfad schließlich in eine versteckte Höhle. Vorsichtig, mit dem Schwerte voraus betraten die Helden die Höhle und merkten, dass sie wohl bewohnt sein müsse, wenn auch von keinem Menschen, einem Wesen, welches weder kultiviert noch Tier war. Tief in der Grotte schließlich lag ein leibhaftiger Troll, welcher aber eine Vielzahl von Wunden hatte und im Fieber lag. Es gelang dem Troll, sich den Menschen verständlich zu machen, als Astagius Fortis begann, sich um die Wunden des Ungetüms zu kümmern. Der Troll nannte sich Buktuk und bezeichnete sich als Wächter der Wallstadt um auf die Toten achtzugeben, die in den Tagen seines Vaters fielen im Kampf gegen die Wimmerlinge. In den letzten Monden waren immer wieder Rotpelze aufgetaucht, welche die Wallstadt durchwühlten und die Gräber der Ahnen plünderten. Buktuk hatte sie immer wieder vertrieben und viele von ihnen erschlagen und deren Köpfe zur Warnung aufgespießt, aber beim letzten Mal waren es so viele, dass er sich ihrer kaum erwehren konnte und sie ihn schwer verwundeten. Auch berichtete Buktuk von seinen Träumen, von einem unheiligen Zeichen, welches er immer wieder sah, auch sah er sich selbst, wie er das Zeichen auf der Stirn trug und versuchte daraufhin, das Zeichen in den Staub zu malen, damit die Helden es wiedererkennen würden, wenn sie es sähen und Adelphos fertigte auf Papyrus eine Zeichnung des Zeichens an. (Es handelte sich dabei um die Rune der Aroqua, was die Helden aber erst später herausfinden sollten)
Wenig später hörten sie hallende Schritte im oberen Teil der Höhle. Sie zogen ihre Waffen und gingen vorsichtig herauf und trafen auf die beiden Skorpionkrieger aus Acies Giges in Begleitung von vier Goblins. Einer der beiden Krieger wies die Helden an, aus dem Weg zu gehen, denn sie hätten es nur auf den Troll abgesehen, sie aber würde man gehen lassen. Die Helden aber zeigten sich uneinsichtig und gaben vor, den Troll beschützen zu wollen. So kam es zu einem harten Kampf, die Helden konnten schließlich die Oberhand gewinnen und drängten die Attentäter hinaus, einer der Krieger wurde mit einigen Goblins die Felsen hinuntergestoßen, wo er im See ertrank, der andere Krieger versuchte zu fliehen, Gerius und Adelphos setzten ihm nach und konnten ihn schließlich stellen, nachdem es ihm nicht gelungen war, die Fallgrube am Felsenpfad zu überspringen. Sie nahmen ihn gefangen und folterten ihn, um herauszubekommen, was er und die seinen vorhatten. Da der Skorpionkrieger seinen Tod klar vor Augen hatte, ließ er die Helden schwören, seinen Leichnam zu verbrennen, wenn die ihn erschlagen hatten, dann packte er aus: Er war von seinem Legaten geschickt worden, den Goblins zu helfen, den Troll zu erschlagen. Und nicht nur Goblins gingen bei seinem Herrn ein und aus, sondern auch Magier: Er erinnerte sich an die Namen Halmar Faridius und Dalida von Omlatia, dann wurde er erschlagen…

Fortsetzung folgt!

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Nachtwind
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Re: Gruppen- und Settingvorstellungen

Beitrag von Nachtwind » 09.01.2013 21:22

In loser Regelmäßigkeit spielen wir den Untergang Alhaniens nach.

Ich hab dazu die Quellen um eigene Ausarbeitungen erweitert und versuche keine Widersprüche zu erzeugen.

In mehreren Zeitabschnitten werden die Helden dabei Zeuge der Veränderungen im Land und an den Leuten. Dabei ist es beabsichtigt den Spieler die Möglichkeit zu geben ihre Helden bis ins hohe Alter zu spielen oder mehrere Generationen einer Familie darzustellen. Desweiteren hab ich den Spielern frei gelassen, wie sehr sie mit ihren Konzepten in die Welt verstrickt werden und wie Mächtig sie werden können.

Der lose Kreis an Spieler besteht derzeit aus ca. 10 Leuten mit den verschiedensten Konzepten. Allein gemein ist aber das sie thematisch etwas mit Alhanien zu tun haben (Priester der dortigen Götter, Nurbardi, Legionäre aus Darpatien etc).

Bis jetzt wurden noch eher kleine auf den Spieler zugeschnitte Einzelabenteuer in der Art eines Prologes gespielt und zwei längere Gruppenabenteuer.

Im ersten Zeitabschnitt werden die Spieler das Umfeld Alhanies und die Machtergreifung Amagomers kennen lernen, ehe sie dann in einem zweiten Abschnitt einen Bürgerkrieg und am Ende Amagomers Tod und den Einmarsch der Bosparaner erleben werden. Zwischen diesen langjährigen Abschnitten wird es immer wieder kleine Episoden geben, die das Leben der Helden zwischen den Knotenpunkten der Geschichte beschreibt.

Mir ist klar das dieses Vorhaben wohl die nächsten 10 Jahre brauchen wird, aber das ist es mir Wert und ich kann warten :)
Zuletzt geändert von Nachtwind am 09.01.2013 21:25, insgesamt 1-mal geändert.

Joselito
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Re: Gruppen- und Settingvorstellungen

Beitrag von Joselito » 14.01.2013 16:57

Der erschlagene Soldat der abtrünnigen 12. Legion wurde auf einem rasch errichteten Scheiterhaufen verbrannt und die Helden traten bald darauf die Reise nach Ragatium an. Dort angekommen waren sie wieder Gast um Hause des Shahin und baten ihn, dass er sie zum Statthalter führte, um jenen um Unterstützung zu erfragen. Der Präfekt Fallonius war an jenem Tag in der Arena, dorten ein Stierkampf zu sehen war. Die Helden berichtetem ihm davon, dass die Skorpionkrieger der 12. ein Bündnis mit den Rotstruppigen und einigen Magiern geschlossen hatten und man davon ausgehen müsse, dass von diesem Pakt große Gefahr für die Provinzen am oberen Yaquiro ausgehen. Nach einiger Diskussion konnte der Präfekt von den Helden überzeugt werden und forderte genauere Berichte über einen bevorstehenden Angriff. Wenn er Nachricht erhielte von genauem Zeit und Ort einer Schlacht, würde er seinen Diener Shahin senden mit einer Streitmacht, um den Helden in ihren Kampf beizustehen.
Shahin selbst bat die Helden darum, noch einige Tage als Gast in seinem Haus zu bleiben und mit ihm das Fest des Gottes Leuthanus und der Göttin Radscha Uschtammar zu feiern, welches in jenen Tagen in Ragatium gehalten wurde. Am Tag des Festes mussten sich die Jungfrauen der Stadt als Tempeldirnen feilbieten, erst dann durften sie das Haus ihres Vormunds verlassen und einen Mann heiraten. Für die Mädchen aus vornehmeren Familien galt es, einen angemessenen Preis für ihre Unschuld zu erzielen, das betraf auch Kandake, die Schwester des Shahin. Sie hatte Angst davor, dass der reiche Pecunius ihre Unschuld erwarb, denn dies hatte er schon mehrfach angedroht, sie aber ekelte sich vor dem dicken und schmierigen Großbauern. Deshalb bat Shahin Cassius Lupus darum, dass er sich seiner Schwester Kandake annahm und einen angemessenen Preis für ihre Defloration zu entrichten. Adelphos und Gerius gingen am Tag des Festes zu Fatima und Sedine, zwei Freundinnen von Kandake, sie sich ebenfalls als Tempeldirnen veräußerten für jeweils einen goldenen Aureal, denn die Mädchen waren Waisenkinder, Cassius hingegen bezahlte als Freier der Kandake den zehnfachen Preis, sein Diener Astagius Fortis enthielt sich dem Treiben, denn ihm missfiel der barbarischen Brauch.
Bald nach den Festlichkeiten brachen die Helden wieder gen Westen auf, nach Ancarium. Unterdessen war Aslam ibn Sarhidi nach Chabetz gereist, seiner Festung und Heimstatt. In Ragatium hatte er durch seine Spione erfahren, dass die Helden gen Ancarium reisen würden und ging in Chabetz zu seinem Freund und Vertrautem, dem Magier Sislek ibn Raschman. Ihm gab er die Aufgabe, sich mit den Helden anzufreunden und sie auf ihren Wegen zu begleiten, damit er den Ort und Zeitpunkt erführe, wann Gulshev dem Vesparius den Kredit übergeben würde, um das Geld abzufangen, denn er sah es als sein eigenes Erbe an. Sislek reiste daraufhin nach Toshmur und weiter in die Gegend um Ancarium, um das Umland zu erforschen und die Helden zu suchen. Dabei lernte er in den Bergen eine Maid namens Hiskie kennen, eine Waldläuferin. Ihre Vorfahren kamen aus dem Windehag, ihr Vater war im Krieg gegen Bosparan gefallen und ihre Mutter mit ihr nach Osten geflohen.
Fortsetzung folgt!

Rataveen
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Re: Gruppen- und Settingvorstellungen

Beitrag von Rataveen » 10.02.2013 18:38

Salvete!

Unsere Gruppe spielt ebenfalls zur Zeit Olruks II. (502 v. BF).
Die Mission besteht darin mit drei Schiffen ins Barbaricum zu fahren, um einen bosparanischen Vorposten (eigentlich eine -selbst erdachte- hjaldingsche Siedlung namens Hjelskund) zu unterstützen, von dem man in der Hauptstadt länger nichts gehört hat. Nebenbei hätte der Horas (bei uns ein dekadenter und rauschkrautumnebelter Regent) gerne, dass dort Reben angepflanzt werden, weil er im nächsten Jahr Wein aus dem Barbaricum trinken möchte...

Die Gruppe besteht im Kern aus:
- Marius: Diplomat aus gutem Hause (verzichtet auch auf Reisen nicht auf sein drittes Frühstück, das er zur Not vom allgemeinen Proviant beiseite schafft)
- Arvillia: Prätorianerin (hält nicht viel von Schiffen und verspielt ihren Sold mit den mitreisenden Milites)
- Amandus: Proviantmeister der Flotte (stammt eigentlich aus Sylla; sehr korrekt)
Hinzu kommt sporadisch eine Gastspielerin mit der Agrarexpertin und Rosengärtnerin Flora (zuständig für die Weinsetzlinge, die sie hingebungsvoll bewacht).
Hauptsächliche NSC-Bezugsperson ist die Flottenkommandantin Tibia Gadeta (sowie als comic relief deren Hund Hector: die Abreise von Bosparan hat sich um eine Stunde verzögert, weil der Hund verschwunden war und dann eigenhändig von der Kommandantin im Beiboot nachgeholt werden musste...).
Momentan ist die Gruppe auf der Höhe des Windehag 'gestrandet', wo sie das beschädigte Proviantschiff repariert, das zuvor auf ein Riff aufgelaufen war und dann auch noch von einem der anderen Schiffe gerammt wurde... Und alles nur, weil der Diplomat unbedingt im dichten Nebel weiterfahren wollte. (Abgesehen davon, dass die Mannschaft schlecht würfelt, denn die Held_innen haben wenig bis keine Ahnung von Seefahrt.)
Zuletzt geändert von Rataveen am 04.08.2013 19:47, insgesamt 1-mal geändert.

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Kifimbo
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Re: Gruppen- und Settingvorstellungen

Beitrag von Kifimbo » 04.08.2013 13:56

Ave!

Wir toben uns nun seit Anfang des Jahres immer wieder gerne in unregelmässigen Abständen in den Dunklen Zeiten aus. Das ganze war als Nebenprojekt gedacht, aber da wir 3-4 recht unorthodoxe Spieler sind hat sich das ganze zu einem ganz eigenen coolen Ding entwickelt.

Warum ich das erzähle? Nun, da ich gerne schreibe, bin ich in dieser Gruppe dazu übergegangen nach jedem Spieltermin eine Zusammenfassung in Romanform aus der Sicht immer jeweils eines Charakters zu schreiben.

Wir spielen dabei einen recht bunten und exotischen (dennoch zumindest formell bosparanischen) Haufen, die sich für eine abenteuerliche Queste aus dem heimischen Firdana bis tief ins Barbaricum wagen, um im Auftrag der Brazirakus-Kirche eine Aquila einer verschollenen Legion zu bergen. Das ganze spielt natürlich zu einer (fiktiven) Zeit, als der Kriegsgötter-Streit immer mehr in Richtung Zenit steuert und die löwenhäuptige Rahandra die bisherigen "Standartkriegsgötter" Shinxir und Brazirakus abzulösen beginnt.
Und unsere Gruppe könnte dabei bunter nicht sein:

- Orsimus Firdanus, Centurio-Sacerdos Brazirakus, ein unter Menschen aufgewachsener orkischer Legionär (+ Sacerdos), dem Horas treu und den Vorurteilen seiner Rasse erlegen. Versucht sich einen Namen zu machen.

- Sein Sklave Aruf Faruch Bân Akhbar, mit 16 Jahren ein fast erwachsener Ferkina-Junge, leider rauscht sich in seinem Blut nicht der Kampfeswille seines Volkes, wodurch er von seinem orkischen Herrn gerne als "Fehlkauf" tituliert wird. Allerdings ungewöhnlich schlau und listenreich, ein soziales Chamäleon, betet heimlich zum Gott Nandus und sorgt dadurch ungewollt zu Scherereien

- Centuriomagus Quintus Aurelius von der Firdaner Stachel-Garnison (Shinxir), zankt sich am liebsten mit dem Centurio-Sacerdos wer der befehlsgewaltigere Centurio ist, dabei erinnern beide gerne an ein altgewordenes Ehepaar. Durch ihn kamen die Steine erst ins Rollen, dabei ist seine Rolle als Anhänger Shinxirs in dieser Brazirakusgefälligen Queste bislang unklar.

- Aviv, der Mondmensch (Elf) - ein Fährtenleser aus dem schönen Volk, spricht leider nur leidlich die imperiale Sprache und neigt zu sehr sonderbarem Verhalten. Als freigekaufter "Verbrecher" zählt er zum Besitz des Centurio-Sacerdos.

- Anders, "der Troll", ein beinahe Ogergroßer Mensch aus dem Norden, der nachdem ihm ein Streitkolben den halben Schädel eingedellt hat ein wenig dumm ist. Muss daher immer von Aruf an der Hand genommen werden, ist aber in der Lage einfachste Handwerkstätigkeiten auf Anweisung durchzuführen. Allerdings ist dieser Fleischberg aufgrund seiner Kampfkraft dabei und ist ein Sklave des Centurio-Sacerdos

- Publius der Wendige, ein Artisticus und Gaukler mit unbekannter Herkunft. Seit er vom Centurio-Sacerdos aus einem Verließ befreit wurde, schloss er sich der Gruppe an da er sich dem Ork aufgrund eines sonderbaren Ehrenkodex verpflichtet fühlt.


Die Exotik dieser Gruppe, die allesamt verschiedensten Kulturkreisen und Glaubensrichtungen entspricht, wirkt wie ein soziales Pulverfass inmitten der Natur des Barbaricums, durch die wir uns wie mit einem kaputten Kompass geleitet von einer Misere in die nächste schlagen!


Sollte also allgemein Interesse an den Zusammenfassungen bestehen, würde ich dazu gerne einen Thread aufmachen und diese posten, in der Hoffnung vielleicht das ein oder andere Gemüt an unseren Geschichten zu erfreuen (und vielleicht via Kritik noch den ein oder anderen Schriftstellerischen Kniff zu lernen)! :)

Rataveen
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Re: Gruppen- und Settingvorstellungen

Beitrag von Rataveen » 04.08.2013 19:48

@ Kifimbo: Klingt spannend. Schön bunt und ähnlich chaotisch wie mein Haufen. Gerne mehr davon!

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Frostgeneral
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Re: Gruppen- und Settingvorstellungen

Beitrag von Frostgeneral » 02.11.2016 21:10

Hier gibt es ein Erfahrungsbericht nach 1.5 Jahren Spielzeit
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