Deluxebogen, mehrfach verwendbar, für DSA4

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DaliavonHarben
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Deluxebogen, mehrfach verwendbar, für DSA4

Ungelesener Beitrag von DaliavonHarben » 16.02.2018 15:22

Hallo zusammen!

Ich hatte mal wieder Zeit, eine kreative Eingebung und etwas Langeweile. Auf der letzten FeenCon (wars schon da? Oder vielleicht auch RatCon keine Ahnung mehr) habe ich mir erstmal den Deluxebogen für DSA5 anschauen können. Tolle Idee handwerklich top, Bilder sowieso. Für mich als reine DSA4-Spielerin aber doof und deshalb mein Versuch eines abgewandelten Produktes für mich in meiner 4er Runde.
Ich möchte das gern mit euch teilen und euch den Prozess mal darstellen.
Nach einem längeren Brainstorm viel mir einges auf was gut ist und was schlecht ist (meines Erachtens nach)
Positiv
+ Kampftalente sind jetzt beim Waffenblatt (macht mehr Sinn)
+ Alle Talente sind da inklusive Probe
+ Alle tierischen Begleiter sind im Bogen
+ Ablauf eines Kampfes, Erläuterung der einzelnen möglichen Aktionen im Kampf (außer kämpfen)
+ Regenerationsregeln (nur Modifikationen dieser unterliegen Meisternetscheid ansonsten nützlich für Spieler)
+ Regeln für Zukauf von Werten & Eigenschaften erläutert
+ Steigerungstabelle (in klein!)
+ Bei Regeneration ist auch Heilung aufgeührt (HKW), hilfreich für Helden die das benutzen
+ Erläuterung Kampf und der einzelnen Handlungen (kurz, bündig)

Negatives
- viele Tabellen die eigentlich dem Meister vorbehalten sind bzw sowieso seinem Entscheidungsbereich unterliegen (Sinn?)
- LE/ASP/KE-Ticker sind verteilt. Sinnvoll im Kampf durch vieles blättern?
- Ticker für LE/ASP/KP/Geld ist viel zu klein, ständig müsste radiert werden. Normale Spieler tragen es eh extra ein -> unnötig und zu klein
- Heldenchronik ist zu klein (wenn man z.B. viele NPCs kennenlernt oder man pro Abend AP bekommt), da man es nicht ersetzen kann unnütz
- Notizen da viel zu klein und jeder RPGler extra auf einen Block mitschreibt
- Wappen und Portrait nur zeichnernisch oder mit viel PC wissen übertragbar
- Zeilen sind immer begrenzt (Zauber z.B.) was tun wenn voll? -> Extraarbeit, loses Blatt = doof
Hinzu kommt, dass sich der Bogen auf einen Held beschränkt.

Im Laufe der letzten Monate habe ich immer wieder daran gearbeitet und mir folgende Gedanken gemacht: Wofür braucht man das eigentlich?
Was sind Vorteile?
Ich sehe Vorteile darin, dass der Heldenbogen aufgrund des abwaschbaren Einbandes vor Umwelteinflüssen geschützer ist und diese auch mal abgewischt werden können ohne gleich den ganzen Bogen zu beschädigen. Auch verstecktes Spielen eines heimlichen Charakters fällt wesentlich leichter da nicht jeder gleich auf das Heldenblatt spickt (noch nie habe ich es erlebt, dass man heimlich sein konnte wenn bekannt war in der Gruppe, dass man eine Hexe, einen Dieb oder Phexgeweihten spielt, es hat die Mitspieler immer beeinflusst). Mit dem Regelteil im hinteren Bereich des Bogens entfallen Sucheprozesse, das Spiel wird dadurch flüssiger und der Spielleiter kann unterstützt werden. Die Transportmöglichkeiten sind besser und - das ist der wichtigste Punkt - man sieht stylisch aus und ist was besonderes 8-) Spass beiseite ;)

Der Aufbau


Beim Aufbau des Dokuments habe ich mich an dem Original orientiert. Deckblatt, Heldenbogen, Anhang mit Regeln die für Spieler hilfreich und nutzbar sind (Aufschläge, Patzerauswirkungen und co entscheidet eh der Meister, deshalb sind die bei mir rausgeflogen). Daraus ergaben sich 4 Anhangabschnitte:
  • Kampf
  • Zauberei
  • Karmales
  • Weltliches
(Damit der Post nicht zu lang wird schreibe ich die einzelnen Anschnitte nicht nieder, auf Nachfrage kann ich das aber später gern tun)

Die Umsetzung
Mir steht im Moment ein s/w-Laserdrucker zur Verfügung, diverses Briefpapier, dickeres Papier, ein Thermobindegerät mit Thermobinemappen und Abheftstreifen, ein Laminiergerät & eine Schneidemaschine zur Verfügung. Aufgrund des Druckers muss ich vorerst alles in s/w halten.
Jetzt habe ich mich auf 3 Bögen festgelegt: einen für profane, einen für magische und einen für klerikale Helden.
1) Die Deckblätter sind je nach Bogen mit einer Überschrift, entweder profanen/magischen/ klerikalen Symbolen oder Helden geschmückt. Das Deckblatt wollte ich etwas stabiler haben daher das dickere Papier mit 200g/m^2. Beidseitig bedruckt, vorne das Cover, Innenseite nach original eine Aventurienkarte
2) Jetzt kam der etwas schwierige Teil. Wie kann ich die Bögen mehrfach nutzen? Testweise habe ich Klarischtfolien mit dem Thermobindegerät benutzt. Mit mäßigem Erfolg: Die Thermobinemappe passt perfekt auf A4, Klarischtfolien nicht, die stehen über. :( Die Lösung war jedoch simpel: den Abheftstreifen, das weiße Ding mit den Löchern, habe ich mit Abstand zur Schweißnaht entfernt und schon passt das Format bis auf wenige mm. So habe ich je nach Heldenklasse 3-4 Klarischtfolien mitgebunden.
3) Das Problem mit den veränderbaren Werten. Ich nutze schon seit Jahren eine Extratabelle mit veränderlichen Werten. LE, AsP, KE und das liebe Geld ist doch häufiger Schwankungen unterlegen die eine Zeile auf dem Heldenbogen nicht lange überlebt. Diese kann ich entsprechend auch in eine Klarsichtfolie stecken.
Testweise habe ich sie jedoch laminiert. Mein Gedanke war: ist abwaschbar, muss ich nicht immer neu ausdrucken, passt. Die laminierte Folie hat den Bindevorgang gut überstanden, sie hält aber wie die unbearbeiteten Klarsichtfolien übersteigt sie das vorgegebene Format der Thermobindemappe. Hinzu kommt, dass sie sehr störrisch und unflexibel ist. Daher werde ich sie für die Zukunft nicht verwenden
4) Die Anhänge habe ich so bedruckt, dass wenn die Mappe aufgeschlagen ist beide Seiten zum gleichen Thema passen (gibts bestimmt einen Fachbegriff für, den weiß ich aber nicht.) und nicht links Kampf ist und rechts die Zauberei schon losgeht.
5) Die Rückseite. Da habe ich mir lange den Kopf zerbrochen. Mein Plan war es dem Original nahe zu sein und hinten ein Rückencover zu haben. Ich habe jedoch keine Thermobindemappe gefunden, die komplett transparent ist. Daher ist der Rücken der Mappe schwarz und macht eine Rückseite hinfällig.
6) Einige der Thermobindemappen haben kaum sichtbare Schlitze in der Rückseite für Abheftstreifen. Diese lassen sich sehr einfach auf die Rückseite legen, durch die Schlitze schieben und dann mithilfe eines Klebestreifens fixieren. Somit ist der Bogen in einem Hefter (ned so praktisch) oder Ordner gut verstaubar.

Ich habe bisher nur eine Testmappe mit meiner Ifirngeweihten gemacht. Bis auf die genannten Fehler bin ich zufrieden (dafür, dass es der erste Pfannkuchen ist):
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20180216_150948.jpg
20180216_150958.jpg
Was mir nach Bindung der ersten Mappe jedoch aufgefallen ist: ich habe so viele Thermomappen, dass es durchaus möglich ist den Deluxebogen total zu individualiseren; also z.B. können für eine Seherin, Zahori, Scharlatanin auf die Inrahregeln mit rein. Für Alchemisten Alchemika und andere Listen das ist mannigfaltig ausbaubar.
Ich bin noch weiter am Bearbeiten und am verbessern. Ich bin auf eure Meinung gespannt. Bei Fragen einfach loslegen, wie gesagt ich wollte euch nicht komplett erschlagen mit einer Stadtmauer von Text daher bin ich nicht im Einzelnen auf die Anhänge eingegangen.

Ja ich bin mir bewusst, dass manche darauf keinen Wert legen. Ja ich weiß auch, dass viele sich schon selbst organisieren mit Ordnern und oder auf digital umgestiegen sind.
Ich bin einfach ein Fan davon, etwas in der Hand zu haben. Ich schreibe auch noch von Hand mit bei jedem Spielabend. Ich will ja auch niemanden was vorschreiben sondern einfach nur meine Idee mit euch teilen.
Noch eines zum Thema Kosten und dann bin ich auch ehrlich fertig:
Die og. Werkzeuge sind bei mir vorhanden, aufgrund der Arbeit oder für meine Weiterbildung, ich bin halt ein Bastler. Wenn man sich die nur fürs DSA anschaffen würde wäre das sicherlich alles andere als rentabel, dessen bin ich mir bewusst, dann kann man gegen die 9 Euro pro DSA5- Bogen nicht standhalten. Hier ist nicht der Platz für Diskussionen darüber, darüber würde Phex sich nicht freuen. Wer will schon das Phex schlechte Laune hat? :phex:

Ich bedanke mich schonmal für die konstruktiven Beiträge und hoffe, dass ihr eure Ideen mit mir teilt.

Grüße,
Dalia

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