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Überarbeitete Regeln zur Jagd

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MondinoGravura
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Überarbeitete Regeln zur Jagd

Beitrag von MondinoGravura » 17.07.2017 15:05

Hallo.

Nachdem mein novadischer Wüstenkrieger seine Affinität zur (Großwild-)Jagd entdeckt hatte, führte nichts umhin, mich mit den entsprechenden Regeln aus Zoo-Botanica auseinanderzusetzen. Mein Fazit: Vieles davon ist unzureichend oder hat einige Mängel (Fehlendes Gerüst zur Großwildjagd, die irrsinnige Gerber/Kürschner-Regel zur Leder/Pelzverwertung, fehlende Preisangaben). Die Internetsuche hat lediglich ergeben, dass auch andere ähnliche Schwierigkeiten mit den vorhandenen Regeln haben - etwas, das so richtig zufriedenstellend war, habe ich leider nicht finden können.
Also die Idee: Meine bisherigen Ausarbeitungen mit dem Forum teilen und mit Hilfe einiger User eine passable Überarbeitung der Jagdregeln erstellen.

Was ich erreichen will: Ein Gerüst, anhand dem ein Spielleiter eine Jagd - je nach Zieltier - ausgestalten kann, ohne zu viel handwedeln zu müssen.

Negativbeispiele RAW: Eine Al'Kebir Antilope am Rande der Khom zu erjagen, ist eine Probe auf das entsprechende Metatalent +16 (+4 für Al'Kebir Antilope in Wüstenrandgebieten (Häufigkeit: gelegentlich) und +12 Erschwernis für die Jagd) - für einen niedrig- bis mittelstufigen Helden also unschaffbar bis äußerst schwierig. Begründet scheint dies im ausgeprägten Fluchtverhalten. Irgendwie nicht zufriedenstellend, wenn drei Würfel rollen und das Ergebnis dann entweder heißt "Du hast eine Antilope geschossen" oder "die Antilope ist weg".

Zweites Beispiel: Einen Sandlöwen im selben Gebiet zu jagen ist eine Probe +14 (Häufigkeit: selten +8; Sandlöwe: +6). Als Folge des ersten Schusses greift dieser an (siehe Eintrag in Zoo-Botanica). Soweit so gut, doch stört mich die Einbeziehung des Fernkampf-Wertes in die Berechnung des Metatalentes in diesem Beispiel enorm, da der Löwe wohl weder tot sein wird, nachdem er getroffen wurde, noch der Bogen die einzig mögliche Waffe ist (ich könnte mir durchaus auch einen Speer-Gegenhalter vorstellen, oder jemanden, der den Löwen in eine Falle treiben will).

Drittes Beispiel: Ein Jäger hat einen Sandwolf erlegt und legt eine Probe auf Gerber/Kürschner ab - erschwert um 4, da der Sandwolf zwei Treffer hat hinnehmen müssen. Übrig bleiben 3 TaP*, das Fell hat damit 15% des eigentlichen Preises. Ein Rechtschritt dieses Sandwolffells (Qualität: besser) hätte also (nach Preisen aus HuK) einen Wert von 3 Hellern und knapp 5 Kreuzern. Weniger also, als ein Rechtschritt Rattenfell, das von einem Meister der Kunst hergestellt wurde (20 TaP* übrig - 100% des Preises) - der Rechtschritt Rattenfell hätte so einen Wert von ca 5 H.

Schritt für Schritt:

1. Auswahl der richtigen Waffen und Werkzeuge:
Eigentlich der simpelste Schritt, sofern man ein entsprechendes Waffenarsenal besitzt. Ein Bogen oder eine Armbrust ist nie verkehrt, aber gegen entsprechend große Tiere (Nashörner, Schlinger, etc.) sollte man eventuell auf weitere Hilfsmittel ausweichen. Denkbar wären hierbei Speere aller Art, Netze, Lassos (bspw. zum Fang von Wildpferden), bestimmte Gifte, Jagdhunde, Pferde oder Kamele, Schaufeln (zum Ausheben von Gruben, bspw. bei der Mammutjagd), hinzu kommt entsprechendes Werkzeug zum Verwerten der Beute (ein Sortiment geeigneter Messer, je nach Gerbmethode verschiedene Arten von Salz, ein Rahmen zum Aufspannen der Haut oder ein entsprechendes Holzgerüst zum "Ziehen" der Haut, etc.).
Dieser Schritt ist gewissermaßen Grundvoraussetzung um überhaupt jagen gehen zu können. Entsprechende Pfeile (solche mit Widerhaken, die SP (A) verursachen, wenn das Tier sich bewegt), Jagdtiere und/oder Pferde können hingegen als Handwerkszeug angesehen werden, das eventuelle Proben erleichtert.
Resultat: Je nach (vorhandenem) Werkzeug kann der Meister hier Erschwernisse oder Erleichterungen von -7 (Jagdgesellschaft zu Pferde mit Hunden, Treibern und vorbereiteten Netzen/Gruben im gut bekannten Wald) bis +7 (zu Fuß in fremdem Gebiet) auf die folgende Probe verhängen.

2. Aufspüren des Wildes:
Hierbei würde ich das Meta-Talent entsprechend modifizieren - den Fernkampf-TaW rauswerfen, ebenso Schleichen/Sich Verstecken und auf (Wildnisleben+Fährtensuchen+Tierkunde)/3 würfeln. Dieser Schritt stellt das aufspüren eventueller Wildtiere dar und ist modifiziert nach allgemeinem Wildvorkommen in der Gegend sowie nach der speziellen Häufigkeit des Zieltieres (Landschaftstabellen Zoo-Botanica) und nach eventueller Wildniskunde (-3 bis +3). Der Fährtensuchen-Wert eines eventuellen Jagdtieres darf für die Berechnung des Metatalents direkt auf den eigenen Wert aufaddiert werden.
Beispiele:
Jäger Alrik hat sich bereit erklärt, zusammen mit seinen neuen Kneipenbekanntschaften einen Händler von Punin nach Unau zu begleiten. Nach horrenden Zöllen in Ferchaba verwehrt der Bey dem Zug auch noch die Einkehr, die Gruppe lagert also einige Meilen weiter am Rand der Wüste und die Mägen knurren. Jäger Alrik hat seinen treuen Jagdhund dabei (TaW Fährtensuchen: 7), außerdem leiht der Händler ihm ein Kamel, sodass er etwas schneller unterwegs ist (Probe erleichtert um 2). Alrik war nie so weit im Süden und besitzt keine Wüstenkunde (+0), eine folgende Probe auf Geographie bestätigt, dass er auch sonst keine Ahnung von dieser Gegend hat (Probe nicht geschafft/Talent nicht vorhanden; nur, wenn der Held die Wildniskunde nicht besitzt), er nimmt also eine weitere Erschwernis von +3 hin. Er hat von den Antilopen hier gehört und will diesen nachspüren.
In Wüstenrandgebieten, in denen Tiere insgesamt schon selten sind (+8), kommt die Gabelantilope häufig vor (+2). Nach aufaddieren aller Faktoren kommt Alrik auf eine Erschwernis von +11 (Tiervorkommen: selten +8, Gabelantilope: häufig +2, beritten: -2, fremdes Gebiet: +3).
Er besitzt einen Tierkundewert von 8, Fährtensuchen 9 und Wildnisleben 10. Dank seines Jagdhundes kann er seinen Fährtensuchenwert für die Berechnung des Metatalentes auf 16 erhöhen. Er hat also einen Wert in Wild aufspüren von 11 (Tierkunde 8+Fährtensuchen (9+7)+Wildnisleben 10). Mit etwas Glück schafft Alrik also die Probe, um eine Antilope(nherde) zu stellen. Alternativ kann er einen Platz finden, an dem Antilopen regelmäßig einkehren (eine Wasserstelle zum Beispiel, an der eindeutig Spuren der Tiere zu finden sind) und sich dort auf die Lauer legen.


3.1 Das Stellen des Wildes
Hier wird das "Heranpirschen" jedweder Art oder das (erfolgreiche) Verstecken simuliert, um das Wild nicht zu verjagen, bevor man zum Schuss kommt. Eine Probe auf Sich Verstecken oder Schleichen wird notwendig, um in Schussreichweite zu kommen oder sich an einem geeigneten Platz niederzulassen und zu warten - ohne, dass die Tiere Verdacht schöpfen. Die entsprechende Probe ist erschwert um die Jagdschwierigkeit, wie in Zoo-Botanica angegeben. Bei Tieren, bei denen keine derartige Schwierigkeit angegeben ist, beträgt sie 0. Eine erfolgreiche Probe bedeutet, dass der Held sich auf eine passende Entfernung nähern konnte (je nach Sichtweite und Terrain unterschiedlich; als Richtwert: 50 Schritt) bzw. das Versteck in dieser Entfernung liegt. Pro übrig behaltenem TaP* kann der Held fünf Schritt näher kommen (nicht näher als zehn Schritt). Die Probe kann beliebig oft wiederholt werden.
Misslingt eine dieser Proben, tritt die entsprechende in Zoo-Botanica genannte Reaktion des Tieres unverzüglich ein (bei Antilopen Flucht, bei Löwen Angriff, etc.)

Alrik hat tatsächlich eine Gruppe Antilopen gefunden, die an einem Wasserloch trinken. Er hatte bereits gehört, dass diese sehr scheu sind -
aber dank seinem halbelfischen Erbe fällt ihm das Schleichen leicht. Antilopen haben eine Jagdschwierigkeit von +12, Alrik besitzt einen Schleichen-TaW von 9. Er gibt sich alle Mühe und schafft es (dank Meisterhandwerk), 4 TaP* übrig zu behalten. Somit pirscht er sich auf dreißig Schritt ran.


3.2.1 Vorbereiten von Fallgruben
Für den Fall, dass der Held gar nicht direkt nach dem Wild gesucht hat, sondern nur einen Platz auffinden wollte, an dem diese Tiere regelmäßig vorbeischauen (siehe 2.), können hier Fallen erbaut werden. Dies wird auf das Talent "Fallen stellen" geprüft, bei sehr ausgefallenen Konstruktionen auch auf Mechanik. Jede Probe hat eine Zeitdauer, die an die entsprechende Falle angepasst wird (mehrere SR für getarnte, aufgestellte Speere im Gebüsch bis hin zu vielen Stunden für das Ausheben einer Grube, in die ein Mammut getrieben werden soll). Ein Drittel der übrigen TaP* geben die Erleichterung für spätere Proben, um die Tiere zu treiben.

3.2.2 Vorbereiten von Fallen für kleinere Tiere
Bei Fallen, die ohne "aktiven Part" funktionieren, also bspw. Tellerfallen (in die das Tier nicht getrieben werden muss/kann), ist die Probe erschwert um die entsprechende Jagdschwierigkeit. Es wird für jede Falle einzeln geprobt. Diese Fallen sind nur für Tiere bis zur Größenklasse mittel nutzbar, eine Falle kann nur ein Tier fangen.

Alriks Kneipenbekanntschaft Wulfrik, der im hohen Norden lange Zeit Pelzjäger war, hat sich ebenfalls auf die Suche gemacht. Er weiß, dass es hier auch Rotpüschel gibt und hat - auch wenn es schwierig war - einen entsprechenden Pfad der Tiere gefunden. Also legt er einige Tellerfallen aus - eine Probe +12, da die Rotpüschel nur schwer zu erwischen sind und recht aufmerksam, was ihre Umgebung angeht. Doch der Veteran ist ein gewiefter Fallensteller, der mit einem TaW von 16, sodass zumindest manche der vier Tellerfallen am nächsten Morgen ein Tier beinhalten sollten.

4. Das Erlegen des Tieres

4.1 Der Schuss
Selbsterklärend. Der Jäger schießt, modifiziert nach allen Modifikationen, die er sonst auch erleiden würde (meist allerdings -4 für Zielen). Nach dem ersten Schuss tritt die in Zoo-Botanica genannte Reaktion des Tieres ein (Angriff oder Flucht) und der "Kampf" nimmt den entsprechenden Verlauf. Pfeile mit Widerhaken, die bei Bewegung SP (A) verursachen, sollten hier einen gewaltigen Vorteil bieten (da das Tier, früher oder später, daran verendet; im Falle von großen oder sehr großen Tieren kann dies aber auch nach hinten losgehen: Sie brechen zwar irgendwann vor Schmerzen zusammen, werden aber auch äußerst aggressiv, so lange sie noch am Leben sind). Bei sehr großen Tieren (Mammut bspw.) sollte bei entsprechenden Pfeilen der Schaden nach gesundem Menschenverstand angepasst bis ignoriert werden. Kein Mammut verendet an einem einzelnen Pfeil mit Widerhaken.

Alrik steht nun also dreißig Meter vor einer trinkenden Antilope. Als erfahrener Jäger hat er einen mit Widerhaken besetzten Pfeil. Er legt an, zielt - und trifft! Die Antilope nimmt sofort reiß aus, ebenso ihre Artgenossen. Er schießt noch einen zweiten Pfeil hinterher, um eventuell eine weitere Antilope zu erlegen, dieser verfehlt aber sein Ziel. Jetzt gilt es, die verwundete Antilope zu finden - da der Pfeil bei heftiger Bewegung 1W3 SP (A) pro KR verursacht, müssen Alrik und sein Hund das Tier nur lange genug verfolgen.

4.2 Das Treiben
Ebenso ist es möglich, die Tiere zu treiben. Dies empfiehlt sich vor allem für Jäger mit Hund, zu Pferde oder mit Jagdgesellschaft.
Die Treiber würfeln eine Probe auf entsprechende Talente (Reiten, Athlethik oder - in seltenen Fällen - Schwimmen) gegen die Jagdschwierigkeit des Tiers, die allerdings noch um die Anzahl der weiteren Treiber erleichtert und um eventuelle weitere Modifikationen je nach Fortbewegungsart erschwert ist (bspw. +7 für Reiten ohne Sattel und Zaumzeug oder +3 für Unterholz). Tiere der Größenklasse "groß" bringen eine pauschale Erschwernis von 3 mit, solche der Größenklasse "sehr groß" eine von 7. Tiere, die für gewöhnlich angreifen (also die meisten Raubtiere) besitzen ebenso eine pauschale Erschwernis von 3 (zuzüglich zu der aus eventueller Größe). Misslingt eine der Proben, können die TaP* der anderen Treiber genutzt werden, um den Wurf auszugleichen. Reichen die TaP* nicht, um den Wurf auszugleichen, dann kann das Tier dem entsprechenden Treiber entkommen oder ihn angreifen (wie ein Passierschlag). Um zu verhindern, dass ein Tier flüchtet (weil ein menschlicher Treiber die Probe nicht geschafft hat und die Punkte der anderen nicht zum ausgleichen reichen) kann ein anderer Treiber einen Rettungswurf versuchen, der modifiziert ist wie der gewöhnliche Wurf, allerdings die doppelte Jagdschwierigkeit statt der einfachen aufgeschlagen wird.
Ein Jagdhund gilt im Sinne der Probenerschwernis als Treiber, sofern er die Tiersonderfertigkeit Zusammenarbeit beherrscht. Ein Jagdhund besteht eine Treiber-Probe immer mit 0 TaP*.
Eine Jagdgesellschaft zu Pferde erhält eine zusätzliche Erleichterung von 3 Punkten auf die Treibjagd-Probe, aufgrund der erhöhten Übersicht.
Bei einer Treibjagd auf Jäger zu, müssen die Treiber lediglich ihre Proben schaffen.
Bei einer Treibjagd auf eine Falle zu, müssen die Treiber 20-TaP* des Fallenstellers TaP* in ihren Proben ansammeln.

Rovin ist Treiber in der Jagdgesellschaft von Rondrigan von Sturmfels. Zusammen mit drei anderen menschlichen Treibern und vier Hunden soll er Rehe in Richtung seines Lehnsherren treiben. Die Jagderschwernis für einen Rehbock beträgt +5, durch die Hunde und die Treiber ist die Probe zugleich um 7 erleichtert. Das Unterholz macht es ihnen aber nicht leichter, wozu ein weiterer Modifikator von +3 hinzukommt. Für die erfahrenen Männer und Frauen ist es also ein Kinderspiel, die Rehe in die richtige Richtung zu lenken.

Mikail versucht mit einigen Mammutjägern ein Mammut in die entsprechende Grube zu scheuchen. Da sein Gefährte Samwulf aber ein Stümper ist, und lediglich 1 TaP* beim Stellen der Falle übrig behalten hat, fällt es ihm und seinen fünf Gefährten (-10) sehr schwer, das riesige Tier dort hineinzutreiben: Zwar sind sie beritten (-3), der felsige, verschneite Untergrund ist aber tückisch (+3) und das Mammut (+10) sehr groß (+7) und angriffslustig (+3). Jeder von ihnen hat sich mit einer Probe +10 auseinanderzusetzen - ein äußerst gefährliches Unterfangen.


4.3 Fallen absuchen
Der Jäger sucht die Falle ab. Je nach Würfelerfolg sind diese leer oder besetzt. Bei jeder fünften Falle wird auf einen Wert von W20-TaP* gewürfelt - bei Erfolg des Wurfes befindet sich ein anderes Tier in der Falle als erwartet. Dies kann seltener, weniger wertvoll oder auch deutlich gefährlicher - und angriffslustig, da verletzt - sein.

Wulfrik sucht am nächsten Morgen die Fallen ab. Tatsächlich finden sich Rotpüschel darin, deren Fell auch noch so manchen Heller einbringen sollte. Doch in einer findet sich eindeutig kein Rotpüschel - ein wütend fauchender Fuchs begrüßt Wulfrik schon aus der Ferne. Da die Vorderpfote des Tiers in der Tellerfalle festhängt, kann es Wulfrik nur auf kurze Distanz schwer angreifen. Dieser hat aber seinen Speer im Lager gelassen und nur das Jagdmesser mit - er muss sich also etwas einfallen lassen, will er nicht verletzt werden.

5. Die Verwertung der Beute

5.1 Fleisch
Bei Jagderfolg gilt es die Beute zu verwerten. Mindestens das Fleisch, manchmal aber auch Trophäen und Haut oder Pelz wollen gewonnen werden. Für das Fleisch wird eine Probe auf Fleischer oder Kochen abgelegt, wobei eine Probe auf Fleischer pauschal um 3 erleichtert ist. Jeder übrig behaltene TaP* bedeutet eine "geborgene" Ration Fleisch (maximal so viele Rationen, wie in Zoo-Botanica angegeben) und dauert drei SR.

5.2 Haut, Pelz, Leder
Haut, Pelz oder Leder wird über das Talent Gerber/Kürschner geregelt. Die Probe ist erschwert um 2 pro erlittenem Treffer durch Klingenwaffen und um 1 pro drei Pfeiltreffer. Eine misslungene Probe bedeutet, dass der Wert des Fells/Pelzes/Leders um eine Preisstufe sinkt (von Luxus auf Teuer, von Besser auf Einfach, etc.), ist die Probe um mehr als 7 Punkte misslungen, sinkt der Wert um zwei Preisstufen.
Ein Held kann hier die Haut entweder in Salz einlegen (was kostspielig ist) oder direkt gerben. Ein Gerbvorgang dauert mindestens 4 ZE (was der primitivsten Gerbvariante entspricht).

5.3 Trophäen
Trophäen (Zähne, Geweih, Krallen) werden ebenfalls durch Gerber/Kürschner gewonnen. Die Probe ist für sehr kleine und kleine Tiere erschwert um 7, für mittlere um 3, große und sehr große Tiere haben keine Erschwernis, bei winzigen Tieren kann man keine Trophäen gewinnen. Eine Probe auf Anatomie kann mit einem Drittel der TaP* als Erleichterung angerechnet werden. Eine misslungene Probe bedeutet, dass die Trophäe einige Kratzer bekommen hat, eine um mehr als 7 Punkte misslungene Probe, dass sie gebrochen/zersplittert ist.
Eine Probe dauert eine Stunde.

Alrik findet mithilfe seines Hundes die Antilope recht schnell und gibt ihr mit seinem Jagdspeer den Rest. Nachdem er sie zum Lager getragen hat, häutet er sie (Wurf auf Gerber/Kürschner erschwert um 2 geschafft) und gewinnt innerhalb der nächsten halben Stunde auch die 14 Rationen Fleisch (Kochen-Würfe: 7 TaP* und 9 TaP* = 16 Rationen, die Antilope hat aber maximal 14). Da er das Geweih, das er so aus seiner Heimat nicht kennt, gerne behalten würde, kümmert er sich auch darum - eine weitere Probe auf Gerber/Kürschner +3 gelingt. Die Fleischreste, um Zeit zu sparen, trägt er nicht ab, sondern legt das Geweih in den Ameisenhaufen, den er unweit vom Lager entdeckt hat - so hat er am nächsten Tag eine saubere Trophäe und kann die Dauer halbieren (eine halbe Stunde statt einer).
Für die Verwertung des Antilopenfells nutzt er die Hirngerbung - das Gehirn des Tieres wird in Wasser aufgekocht und die Hautseite, nachdem diese von Fleischresten gereinigt wurde, mit der wieder abgekühlten Hirnbrühe eingerieben, bis es auf der Arbeitsfläche antrocknet. Danach spannt er das Fell auf einen Holzrahmen und räuchert es mehrere Stunden. Das Ergebnis riecht zwar deutlich nach Holzrauch, der erst nach dem ersten Waschen weniger wird, kann sich aber sehen lassen.
Hätte er keine Zeit für diese langwierige Prozedur, könnte er das Fell in Salz einlegen und sich zu einem späteren Zeitpunkt durch eine andere Gerbmethode darum kümmern - denn das Tierhirn ist verderblich.


6. Der Verkaufspreis
Zum Verkauf von Jagdgütern (Gefieder, Fell, Pelz) wird grob die Tabelle aus HuK zur Rate gezogen.
Folgende Preisstufen gibt es (Preise pro Rechtschritt):
billig - 5 H
einfach - 10 H
besser - 23 H
teuer - 45 H
luxus - 100 H

Auf diese Preise pro Rechtschritt wird die Jagdschwierigkeit in Hellern hinzuaddiert, was die Seltenheit des Tieres widerspiegeln soll.
Somit ist das Fell einer Wildkatze (Jagd +20, einfaches Fell) wertvoller, als das einfach zu jagender Tiere mit besserem Fell.

Als grobe Faustregel zur Berechnung der Fellgröße eines einzelnen Tieres kann die Formel Körperlänge*1/2 Körperlänge benutzt werden.

So, soweit mal meine "Rohfassung" dieser Regeln, die teilweise noch recht kompliziert anmuten.
Für einfache Jagd auf Kleinwild zur allabendlichen Nahrungssuche mag dieses System nur bedingt geeignet sein, hierbei würde ich tatsächlich auf die Vorschläge aus Zoo-Botanica, WdE oder WdS zurückgreifen.

Ich hoffe ihr macht euch trotz des vielen Textes die Mühe und könnt mir noch ein paar verbesserungswürdige Stellen aufzeigen. Ich habe versucht mich grob an dem zu orientieren, was ich durch Recherchen herausfinden konnte (bspw. das mit der Hirngerbung), bin selbst kein Jäger bzw. überhaupt jemand, mit großer Erfahrung in diesem Feld.

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Überarbeitete Regeln zur Jagd

Beitrag von MondinoGravura » 17.07.2017 15:14

Gedanken mit denen ich noch spiele:

Übrige TaP* beim Häuten des Tieres und der Verarbeitung dessen (Gerber/Kürschner) dienen zur Wertsteigerung (5% pro TaP*).

"Kurze Jagd" wie beim Metatalent vorgegeben, die eben 1-2 Stunden dauert und unmodifiziert ist.

"Lange Jagd" über 4 ZE, die eine "Wild aufspüren"-Probe um 7 erleichtert.

Eine weitere Modifikation bei der Treibjagd, die auch die Anzahl getriebener Tiere miteinbezieht.

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Überarbeitete Regeln zur Jagd

Beitrag von Eadee » 17.07.2017 17:45

Falls es interessiert, im Bestiarium aus DSA3 sind konkrete Preise für Felle und andere Trophäen angegeben. Ich kann jetzt zwar schlecht eine vollständige Liste posten, aber wenn es einzelne Tiere gibt bei denen dich der Preis für ihr Fell als Richtwert interessiert werfe ich gern einen Blick hinein.
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Beitrag von MondinoGravura » 17.07.2017 17:52

Mir geht es hierbei vor allem darum, dass man den Preis eines Tierfells mit einem Blick ins Zoo-Botanica zügig ermitteln kann.
Das Bestiarum hatte ich vor über einem Jahr auch mal leihweise - kann mich aber erinnern, dass da teilweise ziemlich seltsame Preise drin waren (Baumbär mit 7 D, irgendein anderer Bär mit
Paar Silbertalern). Und grade an Spieltisch ist das natürlich unpraktisch, wenn ich erstmal im Forum nach einem Preis für ein Tierfell fragen muss.

Ein paar beispielhafte Trophäenpreise fände ich dennoch interessant - wie man sieht, fehlen die ja noch.

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Beitrag von Eadee » 17.07.2017 20:15

Gerne, hier ein paar Beispiele:

Geweih von:
  • Karen / Rehbock 2 S
  • Weißhirsch 5-10 S
  • Elch 1 D
  • Kronenhirsch 1-5 D
Hörner von:
  • Auerochs 4 S
  • Steppenrind 1 D
  • Wollnashorn 15-30 S
  • Gebirgsbock (bis) 3 D
  • Hornechse 4 D
Zähne/Hauer von:
  • Wildschwein 1 S
  • Schlinger 8 S
  • Säbelzahntiger 5-6 D
  • Elefanten 5 D (je Stein)
  • Mammut 4 D (je Stein)
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Beitrag von MondinoGravura » 18.07.2017 10:57

Hatte gehofft, dass man ein grobes Muster daraus erkennen kann - aber (wie erwartet) sind die Trophäenpreise dann doch recht unterschiedlich - eine sinnvolle grobe Faustregel für den Wert einer Trophäe lässt sich auf die schnelle nicht finden. Aber das wäre ja das geringste Problem - außer für Elfenbein von Elefant und co. sollte es ohnehin eher wenige Abnehmer geben, und die Zahlen dann was der Meister sagt. Griffschalen für Messer oder Einlegearbeiten sollten der Hauptverwendungszweck sein, eventuell kann man sagen: 5-50 Heller für ein Geweih, besonders prächtige Exemplare (wie das eines Kronenhirsches) bis zum zehnfachen. Ganz grob.

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Beitrag von Hesindian Fuxfell » 18.07.2017 11:27

Ich würde das mal auseinandernehmen:

Jagd nebenbei für Ernährung funktioniert ganz gut mit der in der ZooBot beschriebenen Regelung. Man muss nur etwas aufpassen, es kann in wildreichen Regionen (z.B. mittelländische Wälder) leicht übertrieben werden...

Großwildjagd (besonders gegen Raubtiere) sollte wohl er ein Ereignis als was beiläufiges sein. In der Form über mehr Einzelproben ohne Metatalent und stark Situations-angepasst.

Treibjagd würde ich ähnlichs sehen wir Großwildjagd. Das ist wahrscheinlich ein Ereignis, wenn Helden an sowas teilnehmen können. Und dann ist die Frage, was sie innerhalb der Jagd machen, wie man das gestaltet. Sind sie nur Schützen/Beobachter, sind sie Treiber? Organisieren sie das Ganze? Aber alles auch nichts, was man über Metatalente regeln sollte.

Das einzige Problem in den Regeln sehe ich bei den Trophäen und ihrer Verarbeitung. Dass man TaW20+ braucht, um ein unbeschädigtes Stück Fell zu erarbeiten, ist im Verlgeich zu allen anderen Probenmechanismen mehr als nur harsch. Mehr Sinn würde eine erschwerte Probe je nach Art und Größe der Trophäe machen (z.B. einfach +0 bis Luxus +12 & winzig -3 bis riesig +12) und die geschaffte Probe sagt 100% plus 1-2% pro TaP* oder so. Misslungen zieht dann pauschal 30+2W20% vom Wert ab. Patzer bedeutet, Ergebnis komplett wertlos. Irgendwie sowas.
Der dessen Name nicht getanzt werden darf.
wenn Tom Riddle an einer Waldorfschule gewesen wäre

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Überarbeitete Regeln zur Jagd

Beitrag von MondinoGravura » 18.07.2017 11:51

Für einen Spieler (wie mich), dessen Charakter gerne in seiner Freizeit jagt, sind aber genau diese Regeln im Zoo-Botanica unzureichend. Dieses Gerüst lässt sich auf eine ausgearbeitete Jagd anwenden, kann aber ebenso innerhalb von ~10-20 Minuten abgehandelt werden - dass man bei der Kürze dann als Zieltier kein Mammut wählen sollte, ist klar. Aber die Jahd künstlich in die Länge zu ziehen, indem man beschreibt, wie die Helden über Stock und Stein laufen, bereitet spätestens nach fünf Minuten keine Freude mehr.
Zur allgemeinen Nahrungssuche reichen die Regeln aus Zoo-Botanica ja, aber diese hier sollen das etwa so vertiefen. Allein schon, damit Kenntnis von Umgebung und Fauna, die Fertgkeit sich vorsichtig heranzuschleichen und die Fähigkeiten im Fernkampf nicht in eine einzelne Probe gesteckt werden. Interessiert sich ein Held für bspw. Ornithologie (eher selten; aber mancher Gelehrte tut das vielleicht) lässt sich die "Wild aufspüren"-Probe übertragen - die anderen Schritte fallen dann eben weg.

Hiermit steht der Meister nicht völlig blank da, wenn die Helden eine Großwildjagd veranstalten wollen (Würfeltechnisch). Ebenso, wenn sie vor haben, eine ganze Gruppe Tiere in eine Falle zu treiben (eine Gruppe Strauße, Antilopen, Büffel, usw; hierfür suchen ich noch eine Regelung bzgl. der Anzahl der getriebenen Tiere).
Außerdem würden sich meine Mitspieler bedanken, wenn jede Jagd auf ein größeres Tier (Wolf und aufwärts) einen ganzen Abend lang ausgespielt würde. Dass ein Mammut zu jagen ein Abenteuer für sich ist, ist klar - diese Regeln hier spiegeln die Jagd- und Vorbereitungsszene wider. Nicht das Abenteuer.

Meiner Meinung nach sind diese Regeln eine gute Stütze (ich meine herauszulesen, dass du sie auch nicht ganz treffend findest?) - "Eine Großwildjagd sollte ein Erlebnis sein, das mit mehr als einer Metatalentprobe abgehandelt wird" (sinngemäß nach Zoo-Botanica) ist eine Aussage, die das Offensichtlichste benennt und den Spieler und Meister mit dem ganzen Drumherum im Regen stehen lässt. Das will ich hiermit vermeiden.

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Beitrag von Eadee » 18.07.2017 14:05

Ich habe ein ähnliches Problem mit der Kräutersuche.
Die Probe auf +(Identifizierung+Verbreitung) ist jenseits von absurd. Diese führt nämlich dazu dass die seltene Alveranie überall wächst. Warum? Sie zu erkennen ist unheimlich leicht, jemand mit meisterlichem Kräuter-suchen Metatalent kann daher die im ZBA angegebenen Aufschläge JEDES Mal knacken. Konsequenter weise bedeutet dies, dass spätestens alle 2 Wegstunden eine Alveranie wächst, denn er kann in jeder 2 Std-Probe eine finden.

Wenn man nun bedenkt dass jede Alveranie den Grund um sich herum zu heiligem Boden macht, kann die Heldengruppe jede nacht auf geweihtem Boden vor Dämonen Schutz suchen und man fragt sich warum Tempel aufwendig geweiht werden müssen statt dass man sie einfach an der nächstbesten Alveranie erbaut.

In dem Sinne, hast du vielleicht die Intention irgendwann in naher Zukunft auch für die Kräutersuche ein vernünftiges System auszuarbeiten? Oder muss sich da jemand anderes heranwagen?
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Beitrag von MondinoGravura » 18.07.2017 14:50

Zunächst möchte ich das Jagdsystem ausschleifen, zumindest mithelfen würde ich aber auch für die Kräutersuche.

Ich glaube, das Problem liegt einfach in der Zeitdauer. Auch ein Jäger, der nach 1,5 Stunden ständig mit Straußen zurückkommt, wirkt irgendwann unrealistisch.
Wie klingt das (kann man aufs Kräutersuchen übertragen): Bei einer "kurzen Jagd/Kräutersammeln" auf eine bestimmte Pflanze oder ein bestimmtes Tier (also von 1 ZE) wird mit einem W20 gegen das Resultat aus 20-(Seltenheit des Tiers/der Pflanze+allgemeines Wild-/Pflanzenvorkommen) geprobt. Die Alveranie (sehr selten) im Wald (sehr häufiges Pflanzenvorkommen) kann man also nur bei einer 1-3 auf W20 in 2 Stunden finden.
Sucht man den ganzen Tag (4 ZE) entfällt dieser Wurf/wird um einen gewissen Betrag erleichtert (tendiere zu letzterem - auch der Jäger, der jeden Tag einen Raschtulsluchs am Wüstenrand erwischt, wirkt seltsam).

Ein Strauß am Wüstenrand wird dadurch nur bei 1-4 gefunden, wenn man nur zwei Stunden lang jagt. Gabelantilope nur bei 1-10. Wer den ganzen Tag unterwegs ist, findet (bei gelingen der Probe) früher oder später was.

Je nach TaP* könnte auch noch Zeit "übrig" sein, um weiteres zu suchen.

Edit: Mir scheint es ganz gut, wenn man oben genanntes System wählt und für jede ZE die man länger sucht als eine ZE einen W6 auf den "Zielwert" aufschlägt - bis der Wert des W20-Wurfes "erreicht" ist. Eventuell könnten die TaP* aus der Wild aufspüren-Probe ebenfalls (zu Beginn) mit aufgeschlagen werden.

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Überarbeitete Regeln zur Jagd

Beitrag von Eadee » 18.07.2017 21:06

Also mir ist vor allem wichtig dass es nicht vom Talent des Helden abhängig ist ob Kräuter überhaupt vorhanden sind. Auf die Seltenheit sollte meines erachtens unabhängig von allen TaWs und SFs geprobt werden, die Suchzeit kann aber gerne diese Probe erleichtern, in dem Sinne als dass man ein größeres Gebiet absucht.
Im Folgenden wird dann separat geprobt ob man die Pflanze findet.
Als Beispiel:
Pflanze vorhanden?
Seltenheit"Verfügbarkeit"
Sehr Häufig16
Häufig8
Gelegentlich4
Selten2
Sehr Selten1
Sucht man 1 Stunde, wird mit 1w20 geprobt ob die gesuchte Pflanze vorhanden ist. Unterwürfelt man die "Verfügbarkeit" so ist die Pflanze im Suchgebiet vorhanden.
Suchradius vergrößern: Jede zusätzliche Stunde die man sucht erlaubt es einen weiteren w20 zu würfeln, wenn auch nur einer der w20 die "Verfügbarkeit" unterwürfelt, so ist die Pflanze im durchsuchten Gebiet vorhanden.

Als zweites erwürfelt man anhand der Bestimmungsschwierigkeit ob man die gesuchte Pflanze auch findet. Hier wird Metatalent gegen Bestimmungsschwierigkeit geprobt, die Zeit die man sucht sollte aber keinen Bonus mehr geben, immerhin wird man dieselbe Stelle nicht mehrfach absuchen.

Schritt 3, gelingt Schritt nummer 2, so findet man die Pflanze und zieht sich X TaP* ab.

Nun kann man Schritte 1 & 3 wiederholen ob noch ein weiteres Exemplar im Suchradius vorhanden ist, unterwürfelt man die Verfügbarkeit erneut, so kann eine weitere Pflanze gefunden werden.
Schritte 1 & 3 werden dann so lange wiederholt bis entweder die Verfügbarkeitsprobe nicht gelingt oder die TaP* nicht mehr ausreichen um X abzuziehen.

Bestimmungsschwierigkeiten unter +1 darf es nach diesem System aber nicht geben, sonst kommt es zu unschönen Nebeneffekten.




Bei Wildtieren ist das etwas anders, die Tiere sind nicht wie Pflanzen an einen Ort gebunden, sie hinterlassen also eventuell Fährten die man auch dann noch finden kann wenn sie schon lange wo anders sind. Hier halte ich es für denkbar, dass ein hoher Fährtensuchen TaW einem helfen kann die richtige Richtung einzuschlagen um das Wild zu finden, so dass man, selbst wenn das seltene Wild nicht in der "2-Stunden-Zone" liegt, einer Zone näher kommt in der es das fragliche Tier gibt. So könnte man möglicherweise über Tage und Wochen einem wahrlich seltenen Tier auf der Spur sein bis man es findet.
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Daniel1990
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Überarbeitete Regeln zur Jagd

Beitrag von Daniel1990 » 22.08.2017 10:53

zu
Eadee hat geschrieben:
18.07.2017 14:05
Ich habe ein ähnliches Problem mit der Kräutersuche.
Die Probe auf +(Identifizierung+Verbreitung) ist jenseits von absurd. Diese führt nämlich dazu dass die seltene Alveranie überall wächst. Warum? Sie zu erkennen ist unheimlich leicht, jemand mit meisterlichem Kräuter-suchen Metatalent kann daher die im ZBA angegebenen Aufschläge JEDES Mal knacken. Konsequenter weise bedeutet dies, dass spätestens alle 2 Wegstunden eine Alveranie wächst, denn er kann in jeder 2 Std-Probe eine finden.

Wenn man nun bedenkt dass jede Alveranie den Grund um sich herum zu heiligem Boden macht, kann die Heldengruppe jede nacht auf geweihtem Boden vor Dämonen Schutz suchen und man fragt sich warum Tempel aufwendig geweiht werden müssen statt dass man sie einfach an der nächstbesten Alveranie erbaut.

In dem Sinne, hast du vielleicht die Intention irgendwann in naher Zukunft auch für die Kräutersuche ein vernünftiges System auszuarbeiten? Oder muss sich da jemand anderes heranwagen?


Ich würde dir empfehlen, eine Liste mit "suchbaren" Pflanzen anzulegen und

Pflanzen wie die Alveranie ausschließlich als Meisterelement zu verwenden (zB um die Gruppe vor einem Dämon zu retten o.ä). So ist jedenfalls mein Ansatz ohne Zusatzregeln dazu.

Ein Zufallssystem wie o.g. Halte ich aber auch für stimmig. Ich arbeite gerade auch an einem detaillierteren System für die Kräutersuche und werde das evtl hier auch einmal vorstellen :)

Zum Hauptthema: Ich find deine Herangehensweise an die Jagd super und werd mir ein Paar Dinge für meine Gruppe übernehmen.

Einen Vorschlag für weitere Gerbmethoden hätte ich: Das Gerben mit tierischem Fett oder Waltran(für meine Gruppe relevant) Für die Lederherstellung würde ich mit dieser Methode insgesamt Ca 4 Tage veranschlagen, für die Fellgerbung immernoch 2 Tage Minimum, allerdings ist es möglich je nach Platz und Größe/Menge der Arbeitsgeräte mehrere Häute gleichzeitig zu gerben da die Arbeitsproszesse meist aus Trocknen und einweichen bestehen(müssen nur ab und zu überprüft werden).

Gibt es für Produkte wie Salz oder Tran eigentlich irgendwo brauchbare Preislisten?
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