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R157: Mehrer der Macht

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Thallion
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R157: Mehrer der Macht

Beitrag von Thallion » 31.08.2015 14:28

Dieser Thread dient zur Diskussion der Inhalte des im August 2015 erschienenen Romans Mehrer der Macht von Carolina Möbis.

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Mehrer der Macht
Vielleicht hast du Erfahrungen mit diesem Roman gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Fragen oder Meinungen zum Buch. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread den Roman auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Leser zu bieten.

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Zuletzt geändert von Thallion am 11.12.2015 14:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Mehrer der Macht

Beitrag von WeZwanzig » 05.11.2015 11:29

Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Roman halten soll.
Er ist gut geschrieben und war spannend zu lesen. Die streitenden Königreiche werden meiner Meinung nach sehr schön dargestellt und haben bei mir dazu geführt, dass ich Lust auf einen Helden aus Andergast bekommen haben. Auch hat mich gefreut viele bekannte Gesichter aus der "Weißen-Berg"-Kampagne wie etwa Wolorion wieder zu sehen, immerhin waren das die ersten Abenteuer, die ich selber gemeistert habe. Magie war durchweg stimmig und regeltechnisch richtig dargestellt, gerade die Probleme der Druiden mit Eisen waren extrem gut aufgezeigt. Außerdem habe ich in dem Roman zum ersten mal gesehen, das jemand den ATEMNOT sinnvoll einsetzt. :wink:

Und dennoch hinterlässt das Buch einen faden Beigeschmack. Zuerst einmal fehlt mir in der ganzen Geschichte ein richtiger Sympathieträger. Helmbrecht hat es sich bei mir gleich am Anfang Meisterinformationen: mit dem Mord an dem Jungen in der Taverne verscherzt, Melanor fängt recht sympatisch, vielleicht nur etwas zu ehrgeizg, an, hat sogar seine richtig guten Szenen,Meisterinformationen: wie etwa als er sich in Joborn mit der Dirne unterhält oder für Helmbrecht seine Ausbildung bei Yehodan aufs Spiel setzt, wandelt sich in der zweiten Hälfte des Buches jedoch auf vollkommen irrationale Weise Meisterinformationen: zu einem kaltblütigen Mörder und Integrant, und das Wendelmir einem nicht gerade sympatisch ist muss ich wohl nicht extra erwähnen.
Zum anderen hatte ich beim Lesen stets das Gefühl, das einzelne Szenen rausgekürzt wurden und das Buch unter großem Zeitdruck fertiggestellt wurde. Viele Szenen wirken so als ob sie eine weitere Handlung vorbereiten, die dann aber nie kommt. Gerade unter diesem Gesichtspunkt kann ich nicht verstehen, warum kurz vor Schluss noch mit Königin Yolande ein vierter "point-of-view" eingeführt wird, der die restliche Handlung nur grob streift.
Zuletzt noch drei Sachen, die mich besonders gestört haben; Meisterinformationen: Da wäre der mMn zu frühe Tod von König Efferdan. Gerade als er König Wendelmir anbot, das dieser sein Nachfolger wird hätten mich die Entscheidungen von Wendelmir sehr interessiert. Ein Annähern an der König hätte seinem Charakter sehr interessant bereichern können. (Anfängliche Heuchelei, die sich vielleicht irgendwann in so etwas wie Sympathie entwickelt, und dann echte Bestürztheit beim Tod des Königs.) Stattdessen wird Wendelmir gerade als es interessant wurde die Entscheidung von Yehodan abgenommen... Als zweites fand ich den Auftritt der Tierkönige von Ochse und Hirsch eher befremdlich. Ihr Handeln wird nicht erklärt und scheint einfach nur ein Mittel zu sein, die Handlung voranzutreiben, denn dass sich der Ochse Wendelmir auf dem Thron wünscht und der Hirsch nicht will, dass Silvana und Helmbrecht sterben wirkt einfach nicht nachvollziehbar. Zum Schluss muss ich noch sagen, dass mir das Ende sehr missfallen hat, aber das liegt wohl an mir, da ich offene Enden einfach nicht mag :lol:

Fazit: Mich hat das Buch unterhalten und ich bereue nicht es gelesen zu haben. Dennoch hätte ich mir viele Szenen anders gewünscht. Hätte man die Szene in Nostria großteils weggelassen, gerade die der Königin, die einfach nicht zum restlichen Buch passen, und den Anfang stattdessen mehr ausgearbeitet wäre das Werk mMn wesentlich besser geworden. Von mir gibt es 3 Punkte
"Elapsam semel occasionem non ipse potest Praios reprehendere"

lambert.behnke
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Re: (157) Mehrer der Macht

Beitrag von lambert.behnke » 09.08.2016 12:33

Ich habe gerade Mehrer der Macht gelesen. Zum einen weil ich durch das Englische Crowdfunding gerade zum Schwarzen Auge zurückgefunden habe und zum Teil weil ich meine erste Kampanie in Nostergast setzen möchte.

Ich fand dach Buch hervorragend. Die Region wurde zum Leben erwacht, die Charaktere sind vielschichtig und versuchen "das richtige" zu tun.

Ich hoffe das Carolina Möbis uns in Zukunft mit mehr Romanen verwöhnt und vielleicht noch einen der in Nostria und Andergast spielt.

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Tilim
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Re: (157) Mehrer der Macht

Beitrag von Tilim » 26.08.2016 04:46

Ich habe das Buch vor 3 Tagen per Post bekommen und es gerade eben beendet. Ich habe 4 Sterne vergeben, tendiere aber leicht zu 3.

Die erste Hälfte ist sehr schön und nachvollziehbar geschrieben. Alle 3 Hauptcharaktere sind durchaus interessant. Mich hat besonders Melanor interessiert, weil ich demnächst auch einen "Mehrer der Macht" spielen möchte. Leider ist mein Druide als in wirklich jeder Hinsicht exaktes Gegenteil von Melanor geplant. (Um es kurz zu fassen ein Mehrer der Macht der eher dem Humus zugewandt ist).

Ab zwei Dritteln des Buches Spoiler: wenn es also nach Nostria geht scheint das Buch sehr viel an Fahrt auf zu nehmen. Ich kam teilweise nicht mehr hinterher und im Vergleich zum eher langsamen Teil bis dort hin, kommt der Bruch sehr abrupt.

Allgemein hat mich die gesamte Geschichte ziemlich an "DSA trifft auf "Game of Thrones" erinnert.
Die Szene zu Anfang mit dem Ochsen hat mir gefallen und scheint irgendwie zu passen.
Die letzte Szene mit dem Hirsch hingegen gar nicht. Was soll das? War irgendwie sehr unmotiviert und hat den vorhergegangenen Moment zerstört. Mein Tipp an alle Freunde von "Game of Thrones": Überspringt die letzte Seite im Buch. Kapitel 25 ist meiner Meinung nach totale Scheiße.


Fazit: Eine lesenswerte Geschichte. Im Vergleich mit zu meiner sonstigen Fantasy Literatur aber eher blass. Ist mein zweiter DSA-Roman, daher kann ich dort keinen Vergleich machen.
Die ersten 60% sind sehr gut, dann wird es eher mittelmäßig, das Ende ist okay, die letzte Szene totaler Müll.


Außerdem: Vielen Dank an WeZwanzig weil ich Ewigkeiten überlegt habe welchen Zauber Melanor in dieser Szene benutzt hat (Atemnot).
War Melanor in dem Moment wirklich auf 3 Schritt an sein Ziel heran? Ich habe mir die Szene eher mit ca. 50m Entfernung vorgestellt.
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Halbblut
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(157) Mehrer der Macht

Beitrag von Halbblut » 15.07.2017 10:02

Gibt es hier eigentlich schon eine Fortsetzung?

Mindergeist
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(157) Mehrer der Macht

Beitrag von Mindergeist » 14.09.2017 01:38

Ich weiß auch nicht so richtig, was ich von dem Roman halten soll. Er gehört für mich auf jeden Fall zu den besseren DSA-Romanen, wobei die Latte hier nicht übermäßig hoch hängt.

Positiv:
- ich finde, dass das setting sehr gut eingefangen wird. Die Rolle der Sumen, die Schrullen der Nostergaster, fand ich alles richtig gut. Wer sich für Nostergast interessiert, ist mit dem Roman sicherlich gut beraten.

- Magie ist stimmig eingesetzt. Mir ist nichts aufgefallen was dem Hintergrund oder dem Regelsystem zuwider laufen würde.

- Die Charaktere und ihre Entwicklungen sind weitgehend glaubhaft. Nur Melanor fällt hier für mich in der zweiten Hälfte aus dem Rahmen. Kann seine Entwicklung nicht nachvollziehen. Wendelmyr hat mir deutlich am besten gefallen. Immernoch tendenziell unsympathisch aber nicht mehr einfach nur ein verwöhnter Bengel.

Neutral:
- Den etwas "saloppen" Schreibstil fand ich erst sehr erfrischend, ab der Hälfte des Buches hat er mich aber eher gestört. Hätte besser dosiert sein können.

negativ:
- Mit Helmbrecht bin ich nicht warm geworden. Irgendwie wirkt der für mich wie ein Fremdkörper im Setting. Ein bisschen habe ich den Eindruck, hier wurde ein ehemaliger SC leidlich passend verwurstet.

- Das Ende fand ich maximal schlecht. Und tatsächlich zieht die letzte Seite den ganzen Roman runter.

Ich schwanke insgesamt zwischen 3 und 4 Punkten. Für sich allein genommen hätte der Roman wohl keine 4 Punkte verdient aber da ich ihn doch erheblich besser fand als die meisten anderen DSA-Romane, gebe ich die 4 Punkte trotzdem.

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