R033: Das Galgenschloss

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Olvir Albruch
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R033: Das Galgenschloss

Ungelesener Beitrag von Olvir Albruch » 27.05.2010 11:00

Dieser Thread dient zur Diskussion der Inhalte des im Jahre 1998 erschienenen Romans Das Galgenschloss von Barbara Büchner.

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Das Galgenschloss
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Algorton
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Re: R033: Das Galgenschloss

Ungelesener Beitrag von Algorton » 14.06.2010 15:00

Fand des Roman nicht sonderlich gelungen (2 Punkte), da das Ende ziemlich vorhersehbar war. Gute Roman-Alternativen für die Region Bornland sind meines Erachtens Todesstille, Steppenwind und natürlich das Zerbrochene Rad. Immerhin ließ sich das Galgenschloss doch recht flüssig durchlesen, ganz im Gegensatz zu dem vielgelobten Roman Blaues Licht, für den ich mehrere Wochen gebraucht habe.

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Robak
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Re: R033: Das Galgenschloss

Ungelesener Beitrag von Robak » 17.06.2010 18:41

Ich habe mir den Roman hauptsächlich als Quellenmaterial zu Ouvenmass gekauft.
Als solches hat mich der Roman enttäuscht, da er die wenigen älteren Setzungen zu Ouvenmass (Ein Städtchen mit 500 Einwohnern, nahegelegener Levthanshein) ignoriert und aus der Kleinstadt ein Dorf macht.

Als Roman an sich ließ sich "Das Galgenschloss" hingegen locker flockig herunterlesen. Ein gewisses Lesevergnügen stellte sich schon ein.
Etwas problematisch ist, dass die Handlungen kaum mit den heutigen DSA Setzungen bezüglich der im Klappentext erwähnten Meisterinformationen: Vampir-Plage vereinen lässt.

Schwerwiegender ist aber die, im besonderen fürs Bornland, extrem unpassende Darstellung der Inquisition. Der Roman bedient sich hiebei plattester Klischees über die römische Inquisition und ignoriert (wie man es bei Themankomplex Praioskirche eigentlich schon gewohnt ist) sämtliche Hintergrundsetzungen zu praiotischen Prinzipien, Werten und Verhaltensweisen. Praioten werden (wie üblich) dargestellt als seien es Blakharazpaktierer, deren Lebensziel darin besteht möglichst viele Menschen zu Foltern, jeden Verdächtigen (und alle die er kennt) vorsorglich auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen und eine möglichst tyrannische Herrschaft zu errichten.
Wäre dieses Verhalten auch in allen anderen Regionen Aventuriens unpassend, so widerspricht die Darstellung im Roman auch komplett den Machtverhältnissen im Bornland, wo die Souveränität eines Barons (mangels Lehnsherren) beinahe absolut und die Macht der Praioskirche (seid den Erfahrungen der Priesterkaiserzeit) ziemlich gering ist. Praktisch hat die Praioskirche im Bornland kaum eine Möglichkeit gegen einen Adeligen vorzugehen so dieser nicht gerade öffentlich erklärt mit einem Erzdämon paktiert zu haben.
Eventuellen Lesern vermittelt der Roman somit eine reichlich falsche Vorstellung eines Bornlandes in dem die Bronjaren unter praiotischer Knutte stehen.

Lesern empfehle ich das abschließende Kapitel nach Beendigung des Hauptereignisstranges gar nicht zu lesen.

Als Roman erhält "Das Galgenschloss" von mir 3 Punkte die aber aufgrund der "Scheiterhaufenpraioten" auf 2 Punkte reduziert werden.

Gruß Robak
Zuletzt geändert von Robak am 17.06.2010 18:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Dano
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Re: R033: Das Galgenschloss

Ungelesener Beitrag von Dano » 06.04.2012 22:16

Ich fand den Roman ganz gut, ein bisschen uninspiriert (also die Geschichte der Blutgräfin usw...), aber für eine lange Zugfahrt ausreichend.

Tyrfing
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Re: R033: Das Galgenschloss

Ungelesener Beitrag von Tyrfing » 24.11.2015 16:05

Ich kann einfach nicht anders, als über unaventurische Wörter wie "Venushügel" zu stolpern.

Ansonsten recht fad aus irdischer Schauerliteratur zusammengeklautes Flickwerk. Transportiert aber Büchner-typisch ganz nettes Kleine-Leute-Flair.

Unaufgeregte 3 Punkte.

Nachtrag:
Ok, die als Praiosgeweihten getarnten Blakharaz-Hohepriester auf den letzten 30 Seiten ziehen das ganze nochmal völlig unnötig runter. Sagen wir 2 Punkte.

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Halbblut
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R033: Das Galgenschloss

Ungelesener Beitrag von Halbblut » 17.06.2018 21:35

Das Galgenschloss liest sich als klassisicher Vampir-Roman und von der Story erinnerte es mich an die H.G. Francis Hörkassetten (ok als Kind der 80er habe ich die geliebt). Die Story langweilt einen nicht ist aber auch nicht sehr aventurisch geprägt. Grundsätzlich beurteile ich solche Romane beim lesen auch als mögliche Abenteuer für die Gruppe, die ich meistere. Mit Anpassungen (und Einbringung der Vampir-Regeln aus der G7) hatte sich die Umsetzung des Romans als überraschend gutes Abenteuer für meine Helden herausgestellt. Die Story, dass ein NSC ein Schloss erbt und Hilfe von Helden benötigt, welche er auf der hinreise "zufällig" getroffen hat, lässt sich fast in allen bewohnten Landen in Nordaventurien umsetzen. Der Roman als solches erreicht vielleicht 3 Punkte, aber als Inspiration für das AB und den erquickenden Rollenspiel-Abend gebe ich 4 Punkte!

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