5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Moderatoren: Namaris, Robak


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Wie bewertet ihr die Weiterentwicklung von DSA seit 2011?
überwiegend Positiv 24%  24%  [ 16 ]
Unverändert 10%  10%  [ 7 ]
überwiegend Negativ 66%  66%  [ 44 ]
Abstimmungen insgesamt : 67
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BeitragVerfasst: 11.10.2016 23:09 
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Hallo,

ich wollte einmal fragen, wie die geneigten Foristen die letzten fünf DSA-Jahre bewerten würden? 2011 stellte eine Zäsur in der DSA-Geschichte dar. Viele Entwicklungen und Produkte die in den letzten fünf Jahren erschienen sind, haben ihre Wurzeln sicherlich noch unter der alten Redaktion geschlagen, andere Produkte tragen die Signatur der neuen Verlagslinie.

Für mich hat sich "Aventurien" in gewisser Weise in den letzten Jahren banalisiert. Es ist poppiger geworden, aber auch in vielen Bereichen banaler und trivialer. Tiefgründige Plots vermag ich nicht zu erkennen. Gags und Anspielungen, die früher funktionierten, sind heute einfach nur schwach (das "KGIA geprüft" Siegel im Boten wäre ein Beispiel. Was ist das für 1 Witz? Welcher Geheimdienst macht das?). Ich habe das Gefühl, dass sich die ganze Welt mehr in Richtung eines Fantasydisneylandes entwickelt: überzeichnet, beliebig und vor allem auf die Generierung von möglichst viel Cash getrimmt.

Man möge mich an dieser Stelle nicht falsch verstehen. Es geht mir ausdrücklich nicht um ein Ulisses-Bashing. Genauso wenig spreche ich einem Wirtschaftsunternehmen die Gewinnabsicht ab. Mir geht es um relevante Produkte und einen Mehrwert für mein Hobby. Fünf Jahre nach der Redaxauflösung bin ich ehrlich gesagt ernüchtert...


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BeitragVerfasst: 12.10.2016 01:10 
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Wohnort: Bochum
Die Qualität hat sich in meinen Augen insgesamt verbessert.
Sei es bei Struktur, Layout, Übersichtlichkeit, Bebilderung, Lektorat.



Und natürlich hat die KGIA das "Geprüft Siegel" da nicht draufgepappt, alleine schon weil es die gar nicht mehr gibt.
Es ist eben ein kleiner Witz von Stoerrebrandt/des Redakteuers und eine Anspielung die in die wirklcihe Welt hineinstrahlt (Zensur, Überwachung, Lügenpresse!. Siegelwahn für jeden Scheiß), genau wie die KGIA alleine vom Namen her eine derartige Anspielung ist. (KG(B)...(C)IA)

Vom hintergründige Witz finde ich die neue Anspielung dabei besser als die Alte.
Aber das zu beurteilen ist jedem selbst überlassen.

Was die erzählten Geschichten angeht finde ich die Neuen insgesamt besser als die Älteren.
Selbst gehypte Dinge wie die Borbaradkampagne... Puh. Das sind im Grunde eher schlechte Abenteuer, wenn man nicht absoluter Railroading Fan und eher "Ich höhre und schaue zu Spieler ist" die alleine durch die "Epik" und das Kanonhafte aufgewertet werden.

Wenn ich dagegen Abenteuer wie Namenlose Nacht oder die Nacht der geifernden Mäuler setze, gewinnen diese in jedweder Hinsicht.
Design, Artwork, Struktur, Freiheit der Spielerhandlungen und der Einfluss auf das Abenteuer...etc.



Was das "Geld" betrifft.
Ich habe Geld.
Ich gebe Geld gerne für Rollenspielprodukte aus.
Wenn viel erscheint kann ich mehr kaufen und so dafür sorgen, dass mein Hobby nicht an Geldmangel zugrundegeht.
Wenn ich etwas nicht will oder es mir zu teuer ist, kaufe ich es halt nicht. (Ich kaufe längst nicht alles)

Ulisses prosperiert derweil gerade, zumindest wenn man sich die Investitionen, u.a. in neue feste Mitarbeiter und die internationale Expansion anschaut.
Finde ich gut, weil das heißt, dass mehr gute und schöne Rollenspielprodukte erscheinen (neben einigen eher nicht so guten)
Das heißt wiederum ich kann mehr Spaß mit meinem Hobby haben.


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BeitragVerfasst: 12.10.2016 08:28 
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Ich glaube auch, dass sich im Mittel(!) Struktur, Layout, etc verbessert hat in den letzten 5 Jahren bzw. im Ausklang von DSA4.

Inhaltlich kommen mir die Dinge aber abgeschlossener vor, mehr episodenhaft. Vergangene Stränge sind gekappt, alte Verwicklungen entzerrt, Pro- und Antagonisten verbraucht.

Damit ist auf der einen Seite Platz für kreative Ideen mit DSA5, andererseits geht mir dabei etwas verloren. Man muss viele Dinge nicht mögen, aber ich habe einige Sachen lieb gewonnen. Ich mochte es, dass es Heptarchen gibt, die durch eine weltumspannende Kampagne über mehrere Jahre entstanden sind, die wiederum ihre Vorläufer wiederum in vorhergehenden Abenteuern hatte, die wiederum ihrerseits durch lange Verknüpfungen hervor gegangen sind. Ich mochte ein zerbrechendes Mittelreich, das unter einem schwachen Kaiser auseinander fiel, den Prinzen, der die Sache richten wollte und zusammen führen wollte, was zusammen gehörte und dann kurz vor Schluss von einer selbst geschaffenen Nemesis daran ultimativ gehindert wurde.

Solche lange Bögen brauchen viel Kapazität, die teuer im Unterhalt sind und viele Ressourcen in der Koordination verbraucht. Die gibt es nicht mehr bzw. soll es nicht mehr geben. Das ist eine Entscheidung und für sich genommen ja nicht einmal schlecht. Ich hätte lieber gerne weiterhin lange Bögen gehabt.

_________________
Leitet gerade;
G7-Gruppe 100h + Bastrabuns Bann 42h
MR-Gruppe 385h + Jahr des Greifen 69h


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BeitragVerfasst: 12.10.2016 09:08 
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Registriert: 11.08.2013 19:24
Grundsätzlich stimmt es, dass die Produkte in Bezug auf Layout, gehaltenen Veröffentlichungstermin, Illustrationen usw. überwiegend besser geworden sind.

Gleichzeitig hat ein Episodenstil Einzug gehalten, der zumindest mir am Beispiel der Theaterritterkampagne nicht gefällt. Der Inhalt der sechs Abenteuer hätte auch auf zwei Bücher verteilt werden können. In der vorliegenden Form wirkt auf mich vieles als Lückenfüller bzw. ich habe das Gefühl, dass der Inhalt mit aller Macht der Veröffentlichungsweise angepasst wird und nicht andersherum. Und genau da habe ich als Kunde keinen Vorteil.

Zu dem Punkt des "Geldes": ich interessiere mich auch für politische Themen. Trotzdem kaufe ich nicht den halben Kiosk leer, auch wenn ich dies ohne weiteres tun könnte. ;)


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BeitragVerfasst: 12.10.2016 09:59 
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Registriert: 19.11.2013 22:20
Der Bruch damals hat sicherlich einen sehr bedauerlichen Verlust an Krativkräften ausgelöst, vor allem Leute, die längst nicht mit dem Rollenspiel abgeschlossen haben. Viele der damaligen Protagonisten schreiben ja heute für Splittermond, da ist es einfach schade, dass sie wohl kaum noch einmal etwas zu DSA beigetragen werden.
Wenn ich kritisch anfangen soll, würde ich bei einigen Projekten mangelnde Kontinuität monieren. Vor allem Uthuria fällt mir da ein, das nach dem missglückten Start dann mit der Grünen Hölle schnell drei Erweiterungsbände erhalten hat, dann aber bis auf zwei Nachzügler völlig gekappt wurde.
Der Auslöser dürfte wohl klar DSA5 sein, hinter dem viele geplante Produkte zurückstehen mussten. Mit vereinfachten Regeln z.B. für die Charaktererschaffung kann ich sehr gut leben, allerdings sehe ich momentan die problematische Tendenz, dass wieder unheimlich viele neue Regeln geschaffen werden. Das kommende Regelwiki mag dann dafür sorgen, dass da eine neue Übersichtlichkeit reinkommt, ich warne aber davor, es zu übertreiben, wie z.B. im Kompendium. Zudem hat mir da die Vernetzung nicht gefallen, ganz offensichtlich hat DSA5 dafür gesorgt, dass Tharun in seiner Neugründung mehr als nur unsanft ausgebremst wurde, was ich - gelinde gesagt - mehr als ärgerlich empfinde, da hätte es erlaubt werden müssen, noch länger nach DSA4- Regeln zu publizieren, ich sehe nicht, wo da ein Nachteil gewesen sein sollte.
Eine neue Idee scheint zudem die Verkürzung von Abenteuern zu sein in Abgrenzung von den DSA4- Monsterbänden (mit fast immer mehr als 100 Seiten). Sicherlich kein ganz falscher Gedanke, aber auch da halte ich eine Ausgewogenheit für richtig, manche Geschichten brauchen Raum, um erzählt zu werden. Kürze um der Kürze wegen ist keine gute Idee, es sollte situativ entschieden werden, z.B. profitiert "Klingen der Nacht" deutlich von seinen Zusatzseiten. Umgekehrt sehe ich mehr als nur einen kurzen Band, dem ein paar Seiten mehr gut getan hätten.
Ein wenig aufpassen sollte man mit der Gefahr einer Übersättigung bestimmter Regionen. Die neuen Regionalspielhilfen mit den vielen optionalen Produkten finde ich grundsätzlich ok, kaufen kann man, was man mag, gebraucht wird nur die Regionalbeschreibung selbst. Dafür sorgt das umgekehrt für eine ziemliche Fülle an ähnlichen Produkten. Das laufende Jahr wird so beispielsweise fast erdrückend dominiert von Produkten zu Nostergast oder dem Bornland, was sich bis ins Heldenwerk zieht. Da würde ich mir mehr Abwechslung wünschen, Aventurien ist ein vielseitiger Kontinent, der aber seit jeher viel zu schwerpunktmäßig behandelt wird. Ich würde mir hier mehr Augenmerk dafür wünschen, die Regionen ausgewogener zu berücksichtigen. Sonst kommt in den nächsten Jahren immer zu einer Region erst eine Flut an Produkten, dann aber lange erstmal nichts, weil dann woanders weitergemacht wird.

Daneben sehe ich aber auch eine Reihe von guten Entwicklungen und neuen Konzepten:
Eine tolle Neuerung waren für mich die Jahrbücher, einerseits als gebündelte Sammlung von Veränderungen, primär aber als Publikationsraum für die Alverniarsabenteuer. Allerdings scheint für 2016 keines mehr geplant zu sein, ich hoffe, dass da nicht Schluss ist.
Eine tolle Idee sind für mich uneingeschränkt die Heldenwerk-Hefte. Kleine Abenteuer, die schnell spielbar sind, auch für Einsteigerrunden ideal. Das macht gerade für die neue Edition Sinn, auch um Material für Spieler zu haben, die mal reinschnuppern wollen. Und es bedient die Schiene, die auch in die Jahre gekommene Rollenspieler mit Familie gerne sehen, auch mit weniger Zeit kann man in Aventurien unterwegs ein, wenn man die großen Kampagnen nicht mehr spielen kann oder mag.
Ohnehin sehe ich aktuell eine gute Ausgewogenheit zwischen kleinen und übersichtlichen Geschichten und größeren Stoffen, gerade das hat in der Vergangenheit nicht immer geklappt.
Zudem nutzen die DSA-Macher sehr intensiv die denkbaren Kommunikationskanäle, um deutlich präsenter zu sein, wodurch die Verlagspolitik transparenter geworden ist, durch Let's plays, Vlogs oder Interviews, z.B. durch die Kooperation mit Orkenspalter TV.
Unterm Strich muss ich aber sagen, dass ich auch in der Gegenwart viel Spaß an DSA habe, eben auch, weil ich den Eindruck habe, dass in der Redaktion viele engagierte Leute arbeiten, denen Aventurien am Herzen liegt. Was nicht heißt, dass so manche Kritik, die hier oder anderswo geäußert wird, nicht angebracht ist.


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BeitragVerfasst: 16.10.2016 14:11 
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Wie ist den die Planung für Abenteuer, wenn ich mir das Output für 2016 ansehen wird mir schwindelig.

14 AB soweit, plus den ganzen Zusatzkram sind schon eine Hausnummer. Soll dass so weiter gehen ?


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BeitragVerfasst: 17.10.2016 12:00 
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Ist doch schön, dass es einen so großen Output gibt. Schlimmer als die ganzen RPG-Systeme, für die pro Jahr nur ein oder zwei Sachen erscheinen.

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These things are romanticized, but in the end they're only colorful lies.


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BeitragVerfasst: 17.10.2016 12:13 
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Hola!

Ich finde die Frage ein wenig tendenziös. Denn halten wir mal fest: Die Redaktion wurde nie aufgelöst. Sie wurde umstrukturiert und verändert – und ja, dabei sind einige Leute gegangen. Dennoch gibt es immer noch eine DSA-Redaktion, die sich allerdings anders zusammensetzt. Aber das gab es in 32 Jahren häufiger.

Früher hatte man einen Chefredakteur und weitere Redakteure, wobei letztere eher ›privilegierte Freelancer‹ waren, die von ihren Privilegien mal mehr, mal weniger stark Gebrauch gemacht haben. Es gab sie durchaus, die Redakteure, die sich so nannten, aber sich vielleicht 1W6 mal im Jahr zu Wort gemeldet haben – und wenn man sie als Autor brauchte, hat man sie selten erreicht.

Die zwischenzeitliche Kernredaktion mit fest angestellten Redakteuren wurde in der Tat 2011 neu besetzt und die erweiterte Redaktion faktisch aufgelöst. Aber damit wurde eigentlich nur ein Titel genommen, der eine beratende, aber keine entscheidende Funktion ausfüllte (und die man ohne diesen Titel ebenso hätte ausfüllen können). Mancher Fortgang war dann eher die Folge verletzten Stolzes.

Das nur als kurze Ausführung. :wink: Zur eigentlichen Frage: Besser oder schlechter – ich weiß es nicht. Es ist anders. Manches ist besser als vorher, anderes ist schlechter, und über manches, über das man sich früher schon geärgert hat, ärgert man sich heute ebenso.

Obwohl man sie alle kennt, habe ich doch das Gefühl, dass die Redaktion anonymer geworden ist. Selbst als Autor hat man von den letzten Neuzugängen eher durch Zufall erfahren. Das finde ich bedauerlich.

Ansonsten teile ich die Empfindung, dass die große Erzählung episodenhafter geworden ist. Mit dem soften Relaunch durch DSA5 (inkl. einiger Retcons, die mir persönlich gar nicht gefallen und eher zu einer Entfremdung beitragen) und dem Ziel, neue Spieler zu akquirieren, macht dies durchaus Sinn. Spannender ist eher die Frage, ob das so bleibt und was kommt, wenn es anders wird.

Beste Grüße!
Michael

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»Nothing is static, everything is falling apart.«
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Geschichten aus der Fieberwelt


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BeitragVerfasst: 17.10.2016 12:18 
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Zitat:
Die Redaktion wurde nie aufgelöst. Sie wurde umstrukturiert und verändert – und ja, dabei sind einige Leute gegangen. Dennoch gibt es immer noch eine DSA-Redaktion, die sich allerdings anders zusammensetzt.

Ich habe das mal in der Überschrift gefixt. Anhand der Zeitangabe kann sich jeder (der solche Interna verfolgt) denken, um welche Umstrukturierung es sich handelt.

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DSA-Konversion für Smaskrifter (weiterhin in Arbeit)


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BeitragVerfasst: 17.10.2016 13:11 
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Zitat:
Ist doch schön, dass es einen so großen Output gibt. Schlimmer als die ganzen RPG-Systeme, für die pro Jahr nur ein oder zwei Sachen erscheinen.


Naja solche Massen sind schon eine Herausforderung. Jetzt muss ich auf Halde kaufen, sonst ist es am Ende wie bei DSA 4, AB die man haben will bekommt man nur noch zu horrenden Preisen obwohl sie gerade mal 3 - 4 Jahre alt sind.

DSA AB als Wertanlage, nicht so mein Ding.


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BeitragVerfasst: 17.10.2016 13:15 
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Als PDF wirst du sie ewig bekommen.
Ansonsten spielste halt was anderes.

Das vergriffene Abenteuer wäre ja im Zweifel eh das Abenteuer was sonst nicht erschienen wäre, wenn es nur 2 pro Jahr gäbe.


Ansonsten gilt.
Was dann auch wirklich erscheint. SChauen wir mal.

Hinzu kommt ohne mir die Liste anzuschauen.
Viele sind davon Heldenwerke.

Andere kurze DInger die früher zusammen in ein dickes KampagnenBuch ala Quanionsqueste gepackt worden wären.
Das nervt mich dann auch eher. Ein schönes Hardcover mit der Theaterriterkampa hätte ich mir gekauft. Diese einzelnen Softcoverdinger dann doch eher nicht.
Aber ich denke. Das dürfte sich in Zukunft durchaus ändern.


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BeitragVerfasst: 17.10.2016 21:31 
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toedlicherErnst hat geschrieben:
Ich habe das Gefühl, dass sich die ganze Welt mehr in Richtung eines Fantasydisneylandes entwickelt: überzeichnet, beliebig und vor allem auf die Generierung von möglichst viel Cash getrimmt.


Genau das. Mit plötzlich in Zusatzbänden auftauchenden neuen Zaubern, Lehrmeistern und Kriegerakademien sowie den unsäglichen Braunbänden hat das schon seinen Anfang genommen, und mit DSA5 seine Vollendung erreicht. DSA soll endgültig zum deutschen D&D werden und seinen eigenen Charakter völlig verlieren, so erscheint es mir (überbetonte Heldigkeit, Schicksalspunkte, Elfen die aussehen wie Menschen mit spitzen Ohren, etc.). Darum habe ich auch aufgehört, DSA-Produkte zu kaufen, und bis auf wenige Ausnahmen wird das auch so bleiben (den Boten beziehe ich noch, und das Namenbuch ist auch mit DSA4 verwendbar, mal sehen ob das lohnt).


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BeitragVerfasst: 18.10.2016 10:09 
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Registriert: 09.02.2016 21:37
Es gibt inzwischen ein extra Buch für Namen ?

Mit Schicksalspunkten arbeite ich ganz gerne, erspart mir meistens einen misratenen Wurf per Meisterwillkür gerade biegen zu müssen.

Ansonsten scheint es inflationär weiter zu gehen. Aleine das ganze Material zu Nostergast finde ich gelinde gesagt erschlagend.

Zitat:
mehr in Richtung eines Fantasydisneylandes entwickelt


Ich sehe da eher eine Entwicklung in Richtung Kartenspiele bzw. mann passt an Computer RPGs an.


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BeitragVerfasst: 18.10.2016 10:34 
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Registriert: 15.05.2015 18:31
Na das eine bedeutet wohl das andere.

Trotz Herr der Ringe, wo man sich wirklich viel Mühe gemacht hat tiefgründige Kulturen mit authentischer, funktionaller, Sachkultur zu entwickeln. Und was wirklich gezeigt hat, wie sehr das die Immersion in eine Fremde Welt fördern kann, geht der allgemeine Trend hin zur überzeichneten Disneyland-WOW-Fantasystereotype. Leider.

Aber das, plus die lieblosen flachen Texte, ist auch für mich der Hauptgrund, weshalb ich bisher keine DSA5 Produkte kaufte; ok, bis auf das Grundregelwerk, aber das war rein aus Treue.

Es ist auch wirtschaftlich ungeschickt, denn auf dem US-Markt will Ulisses ja gerade mit der Authentizität und der erwarteten, im Mittelalter verwurzelten Tiefgründigkeit eines führenden Deutschen Rollenspiels punkten (laut diverser Interviews u.a. mit Markus Plötz).
Das wird schwerlich gelingen, wenn die US-Kundschaft mehr Ahnung von stimmiger, facettenreicher (Sach)Kultur an den Tag legt als die Redax ;)

Wohlgemerkt DSA war nie (zumindest nie gänzlich) und soll keine Mittelaltersimulation sein.
Aber es gehört viel Feingefühl dazu eine Kultur zum Leben zu erwecken. Kulturelle und sachdingliche Vielfalt, die einfach stimmig ineinander geht und die den Eindruck vermittelt es tatsächlich mit einer 1000 Jahre gewachsenen Kultur zu tun zu haben. Gerade das ist ja der Kern von DSA mit seiner kulturell bestechenden Hintergrundwelt.
Da sind aber die bisher in DSA5 oft gezeigten Stereotype (WOW-Schulterpanzer und anderer Rüstungsquatsch, teils klobige Waffen, Einheitsrennaissancekostüme, plumpe Holzhumpen etc.), wie man sie in tausend anderen Fantasyprodukten genau so sieht, extrem kontraproduktiv. In den Texten finden sich entsprechend vergleichbare flachgründige und für DSA schlicht falsche Bezüge, ala "Der Ritter trägt natürlich immer Platte".

Das ist kein Trend der auf DSA und die DSA5 Redaktion beschränkt ist (in DSA begann er meiner Meinung bereits mit den Meisterpersonenbänden einzusickern), sondern es ist eben die aktuelle Mode und die Einheitssoße, die in Medienhäusern, die das Thema Fantasy und Mittelalter in Wert setzen wollen, blubbert.

Um hier wirklich herauszustechen und Punkte machen zu können, braucht's wohl mehr Gestaltungswille, und oder -KÖNNEN.

Für mich reicht's momentan nicht und ich vervollständige lieber meine DSA4-Sammlung.


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BeitragVerfasst: 18.10.2016 12:00 
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Registriert: 30.07.2011 13:30
Ich empfinde die Folgen der Umstrukturierung insgesamt als sehr negativ. Ich bewerte dies allein anhand der Produkte die im fraglichen Zeitraum veröffentlicht wurden.

Zur Objektiven Qualität:
Auch wenn einige Posts hier die Rechtschreibung und das Layout etc. loben, so muß ich sagen, daß ich dies nicht nachvollziehen kann!
Mag ja sein, daß die DSA 5 Hefte wieder rel. Fehlerlos sind, aber langsam bin ich an sowas auch gewöhnt und so kann ich mich noch gut an die DSA 4 Produkte der letzten Jahre erinnern: Nachdem zuvor alles "ok" war wurden auf einmal Bücher mit furchtbaren Rechtsschreib- und vor allem auch noch Grammatik- und Schriftsatz- sowie Layoutfehlern veröffentlicht.
Mein persönlicher trauriger Höhepunkt waren "Schattenlande". Verzeihung Michael, du weißt, daß ich Deine Autoren- wie Redakteuersarbeit sehr schätze, aber was da an Fehlern drin ist geht einfach auf keine Kuhhaut (doppelte, unsinnige Nebensätze; schwerste, grammatikalische Fehlgriffe wegen nur halb ungeschriebener Sätze plus Rechtschreibfehler etc.).

Wenn jemand anmerken will, daß dies ja mitten im Umbau geschah und deshalb nicht der neuen Redaktion anzulasten ist, dem sei gesagt, daß die Beendigung der Arbeitsverhältnisse nahezu der gesamten Redaktion wohl kaum unbemerkt an den Produkten der Zeitspanne vorbeigegangen ist..!
Ergo hat man erstmal ein ordentliches Tief artifiziell erzeugt, um dann die Produkte in den Folgejahren wieder "zu verbessern".

Das selbe gilt für die Zeichnungen: Erst die alten, teueren Zeichner entfernen und dann mit miesen Amatuerzeichnungen ankommen (Kirchen, Kulte, Ordenskrieger enthielt Dinge, wie den Haindruiden, die einfach kommerziell nicht gehen).
Später wurden dann "billigere" Künstler gewonnen und plötzlich wird alles wieder "besser", obwohl es eigentlich gar nicht schlecht war..!

Und was Farbe angeht, so ist das ein Nebensächliches Thema meiner Meinung nach. Auch im amerikanischen Rollenspiel hat längst nicht alles Farbe, egal wie oft man das hier in Foren behauptet! Absolute Top Produkte, die sich eben durch ihre inhaltliche Qualität auszeichnen sind weiterhin schwarz-weiß (Chaosium, Design Mechanism) etc. Aber das sind ja kleine Fische im Vergleich zu Ulisses ;)


Geschäftliches:
Die Umstrukturierung war im Prinzip ein riesiger "Brain-Drain"! Nur sehr praxisferne Pseudowirtschaftsgenies kommen auf die Idee die Handlungsebene des Betriebes mal eben zu 90% auszutauschen. So Firmen wie Enron haben sowas gemacht...
Klingt cool und kreativ in Deiner Bachelorarbeit, aber im realen Geschäftsleben wirst Du relativ handlungsunfähig und mußt ganz viel als Betrieb "neu lernen". Ob die neuen dann, ohne jemanden der Sie klassisch anlernt, dann überhaupt so gut werden, wie "die alten" bleibt am ende meist unklar. Aber verlorenes Wissen ist zwangsläufig die Folge
Jetzt ist DSA aber auch noch ein Kreativprodukt. Klar gab es immer mal wieder neue Autoren, aber es gab auch ganz alte "Köpfe", die ewig an DSA gearbeitet haben und das man nicht mal eben den Autoren eines "Serienproduktes" wechselt sollte lange bekannt sein (wäre das so einfach würden amerikanische Sender das ständig machen).
Wer sich mit der DSA Geschichte auseinandersetzt stellt schnell fest, daß die meisten Plots zu DSA 2 ihre Grundsteinlegung hatten (so z.B die aktuelle Bornlandkampagne). Esist ziemlich faszinierend, was man sich Ende der 80ger da so ausgedacht hat... Die heutige Kampagne ist "nur" die interpretation einer möglichen Ausarbeitung. Aber letztlich muß man sagen all die "großen Plots" sind nicht von der heutigen Redax. Borbarad mit Vorgeschichte, Phileasson, das Jahr des Greifen, Answin, Heptarchen, Königsmacher, Aikar etc. sind alles "alte Konzepte" ...
Die neue Redax hat noch gar nichts von Grund auf entworfen und ich habe so meine Zweifel, ob und wie sie dies tun werden.

Autoren sind nunmal eine Form von Talenten. Und da muß ich auch ganz klar sagen, daß die ganzen "echten" Autoren, die auch in der Lage sind einen Roman zu schreiben größtenteils weg sind (M. Maasberg sei hier als löbliche Ausnahme genannt). Diese waren auch vor der Umstrukturierung teilweise schon weg, aber das weiter auszuführen geht dann auch schnell zu sehr in reine Ulisses-Kritik...
Letztlich muß man sagen, was den Nonregelteil angeht, sind RPG Produkte erstmal eine Form von Geschichte, wie Frei oder unfrei das Setting dann beschrieben wird ändert an diesem Grundsatz gar nichts!
Und eine "gute" Geschichte zu erfinden ist eine Kunst die leider nicht jedem gegeben ist...


Regeltechnisches und Gamedesign
Hier kracht es mal richtig im Gebälk! Zu aller erst hat die "neue Redax" das Credo der alten im Bezug auf DSA 4 Design brechen müssen: In "Von toten und Untoten" wie auch in "Elementare Gewalten" wurden Regeln und Zaubersprüche außerhalb der klass. Regelbände veröffentlicht.
Dabei sind die Regeln in beiden Bänden von stark unterschiedlicher Qualität (zu Untoten gab es vorher recht wenig weshalb die Regeln zumindest gut ergänzten; bei den Elementaren sah es anders aus, hier gab es krasse Designfehler...).
Neue Akademien kamen dann in der blauen Reihe. Dabei war der "Schaden" den "Klingentänzer" verursachte recht gering. Ein paar neue Akademien und Lehrmeister, aber wenigstens keine neuen Fähigkeiten.
"Stätten okulter Geheimnisse" konnte sich leider nicht "zusammenreißen" und beschehrte und die Schattenmagie...

Aber das war alles gar nichts im Vergleich zu dem was kommen sollte: "Das beste DSA aller Zeiten!". Das man mit solchen Slogans vorsichtig sein sollte, weil man sie Jahrelang um die Ohren gehauen bekommt kann einem eigentlich jeder aus der PR-Erzählen...
Naja, und was machte man: Ein überkomplexes "DSA HD" bei dem ihr alle in Regeln ertrinken werdet (rein optional versteht sich, Deichbau 1-3..!).
In anbetracht dessen was DSA 5 an Klein-Klein enthält ist das Gemotze über DSA 4 einfach nur naiv gewesen. Aber egal, es geht meist eh nicht um Fakten, sondern nur darum die gleichen Vorurteile immer wieder und wieder in Foren zu wiederholen bis keiner mehr dagegen anredet (bekanntes Beispiel: Bei DSA 4 kann man nicht mit den Basisregeln spielen, sondern muß 1600 Seiten Regeln erstmal fehlerfrei auswendig lernen, sonst fallen einem W20 auf den Kopf bis man stirbt)!

Aber man hat nicht nur ein neues Universum an Detailregeln erschaffen, sondern auch noch ein großes Beispiel an Ignoranz gegeben:
Wer die DSA 1 Regeln kennt, der weiß das 3 Steigerungstabellen (leicht, mittel, Schwer in Abhängigkeit der eigenen Kernkompetenzen), keine neue Idee für DSA5 ist.
Leider haben die Autoren nicht bei den Kampfsystemen Anleihen gesucht. Anstelle der alten "gute Attacke"-Regelung (eine art "Autofinte" die mit steigendem AT- Wer immer öfter Auftritt), hat man sich für PA=AT/2 entschieden.
Dumm nur, daß Rüstung und Initiative ebenfalls für den Ausgang eines Kampfes verantwortlich sind (entsprechende Simulationen sind nicht besonders schwer durchzuführen). Aber man entschied sich lieber die unintuitivste, am wenigsten simulierende und generell die Charakterkontrolle untergrabenste Variante zu nehmen, anstatt z.B die Rüstungswerte oder LE zu senken, oder eine der "Autofinte" ähnliche Regelung zu finden um Kämpfezu beschleunigen...

Tja und nun gibt es statt 1-4 Regelbücher die man früher brauchte 364 Regelbücher, je nachdem was man so braucht. Wostanden nochmal die Regeln zum Südthorwalschen Druidendolch, der mit einer Hand vom Pferd, gegen einen Ogergroßen Gegner geführt wird, während das 2. Dolchritual aktiv ist?!
Sowas krasses gab es nichtmal bei DSA 4!
Und wieviele Regelbände es da noch geben wird bis Magie und Geweihte komplett sind kann man nichtmal erahnen..!

Dabei wären wir beim Produktausstoß: Der sei so groß (s.o.). Wie immer eine Frage der Betrachtung. Die Heldenwerkabenteuer sind ein Großteil davon. Dazu kommt, daß die erste Kampagne (Theaterritter) früher einfach in 1-2 Bänden erschienen wäre und somit die Gesamtzahl auf 6 statt 2 Veröffentlichungen aufbläht. Zumal das neue Layout teilweise ähnlich Seitenverschwendend ist, wie das der alten DSA 1 und 2 Hefte von Schmidtspiele...

Ich muß ehrlich zugeben, daß mir der Ausstoß heuzutage egal ist. Nicht, daß ich nicht manchmal zu Fanpro Zeiten verzweifelt wäre, weil einfach nichts erschien, aber wenn ich ein "Karavanenspuren" oder "Verwunschen und Verzaubert" dann mit einem "Maskenspiele und Kabale" oder "Feenstaub und Fabelwesen" vergleiche, dann habe ich da vor 2011 viel mehr Abenteuer und Inhalt für mein Geld erhalten.
Solche Erfahrung hat mich gelehrt viel gnädiger mit den Herstellungszeiten von Firmen wie Uhrwerk, oder Cubicle7 zu sein..!


Produkte für neue Zielgruppen
Ein Problem aller älteren Produkte. Oftmals wird dabei der sehr dumme Fehler begangen, zu denken, daß man die alten Stammkunden in jedem Falle behält und nur neue dazu kämen.
Das ist selbstverständlich falsch. Wer sich nicht um alte Kunden bemüht, der verliert diese (ja, ich weiß Handykonzerne kappieren das auch nicht).
Wenn man so handelt bekommt man ein DnD 4th Edition oder ein Diablo 3...
Gerade weil die DSA Spielerschaft "so alt" ist, hat sie sehr viel Geld. Deshalb wäre es wirtschaftlich wichtig, diese nicht zu verlieren. Aucn die "Sammler" werden in einschlägigen Foren gern herabgewürdigt. Aber gerade diese finanzieren die Rollenspielverlage. Deshalb sollte man, gerade bei Nischenprodukten, versuchen alle Kunden zu behalten und nicht einfach "das new Millenium" abfeiern und dabei glauben, daß man mal eben nen neuen Markt erobert.
Statt dessen wurde primär von "neuen Zielgruppen" und "Nachwuchs" geredet.

Alte Autoren
Zuletzt möchte ich noch erwähnen, daß man insbesondere bei Bänden, die dann doch von Ehemaligen Redaxmitgliedern zu Ende bearbeitet wurden, also nach 2011 meine ich, Qualitätsunterschiede zu den zeitgleich von den "neuen" geschriebenen deutlich bemerkt..!


Fazit:
Ich denke die Redax hat um 2011 ganz viel Blut und Talent verloren und das merkt man sämtlichen Produkten seitdem an, die von den "neuen" geschrieben wurden und hat zu meiner Meinung nach sehr schlechten Designentscheidungen geführt, so daß ich die Entwicklung nur als sehr negativ beschreiben kann.

_________________
Du magst DSA 4 aber das DSA 4.1 Regelwerk ist Dir zu umfänglich?!
Frag mich nach meiner Basisregelergänzung..!


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BeitragVerfasst: 18.10.2016 12:48 
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Registriert: 10.03.2010 11:43
Ich bedauere im Zuge redaktioneller Umstrukturierung den Weggang vieler guter und auch DSA erfahrener wie versierter Autoren, sozusagen den schon angesprochenen creative drain - wie einverständig der auch immer vonstattengegangen sein mag. Dass entsprechende Kräfte jetzt nicht mehr in DSA einfließen, ist schade, auch wenn man sich für Splittermond freuen kann (keine Ahnung, wie bezeichnend es ist, dass der deutsche Rollenspielpreis (für das Regelwerk) 2015/16 an Splittermond und nicht an DSA5 ging). Inwiefern sich die Konkurrenz gegenseitig befruchtet oder DSA von seiner distributiven Überlegenheit ohne Weiteres profitieren kann, wird sich zeigen.

Alles andere hat meines Erachtens nur mittelbar mit dem Thema zu tun. Ob und in welcher Form DSA5 ansonsten gekommen wäre, kann man nicht sagen. Bestenfalls über die Spätphase von DSA4 kann man in der Hinsicht noch Aussagen treffen, aber auch da wird einiges zusammengeworfen. Für einzelne Produkte sollte man eher auf die konkreten Autoren und redaktionell Verantwortlichen schauen, nicht auf die allgemeine Redaktionssituation.

_________________
DSA-Konversion für Smaskrifter (weiterhin in Arbeit)


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BeitragVerfasst: 18.10.2016 12:57 
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Registriert: 17.07.2007 15:31
Wohnort: Essen
Hola Gurney!

Danke für's Lob und keine Sorge wegen der Kritik. Die Arbeit an Schattenlande war ein großer Spaß mit einem hohen kreativen Austausch zwischen den Beteiligten, aber es lief bei Weitem nicht alles in der Ausführung rund. Was im Satz und Lektorat schiefgelaufen ist, ist mir bis heute ein Rätsel und ein großes Ärgernis.

Ich ordne es aber eher in den Bereich der Verschwörungstheorien ein, dass hier künstlich ein Tief erzeugt wurde, damit alles danach besser aussieht. Das war nun wirklich nicht der Fall und ist unfair allen gegenüber, die in dieser Umbruchszeit dennoch ihre Leidenschaft für DSA gegeben und sich nicht auf verletztem Stolz zurückgezogen haben.

Zudem muss ich sagen, dass es sicherlich nicht die Absicht war, 90% der Leute vor die Tür zu setzen. Bei aller Liebe und Freundschaft zu vielen Kollegen fand und finde ich es befremdlich, wie viele Leute hingeworfen haben, weil ihnen der letztlich belanglose Titel ›Redakteur‹ aberkannt wurde. Eigentlich ist zumindest dieser Schritt nachvollziehbar gewesen: Redakteur ist nur noch, wer dauerhaft von Ulisses bezahlt wird. Alle anderen sind Freelancer. Das macht es auch einfacher, als verschiedene Redakteursstufen zu haben, durch die keiner mehr durchblickt. Verständlich, aber nicht jeder hat verkraftet, nicht mehr auf dem Papier anderen Freelancern überlegen zu sein.

Der andere Grund war natürlich Solidarität zu Thomas, Uli und Chris, obwohl es hier auch nicht alles so lief, wie es von Außen den Anschein hatte. Die damalige Verlagsleitung (Mario Truant) hat diese Trennung wirklich nicht geschickt vollzogen, aber auch die anderen Beteiligten haben sich nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Ich habe großen Respekt vor Thomas, der diese Sache sehr leise und unaufgeregt vollzogen hat, ohne sich öffentlich in der Opferrolle einzumauern.

Ich kann übrigens sonst sehr deine Kritik nachvollziehen, nur gerade diese Punkte – die ich ja nicht nur von der Seitenlinie betrachtet habe – sorgen teilweise für eine Legendenbildung, die nicht ganz korrekt ist.

Ich vermisse viele Kollegen, die ich über die Jahre liebgewonnen habe, trotz aller Auseinandersetzngen, die es mitunter gab – aber hey, ein geräuschloser kreativer Prozess ist wirklich schnarchtütenlangweilig! Ich habe dabei keinen Vorwurf gegen Neue, DSA hat sich immer erneuert (ich bin da ja auch irgendwann reingerutscht und war ein Neuer, obwohl ich mittlerweile wie ein sehr Alter fühle :wink: ). Nur sind in der Tat viele Kompetenzen weggefallen, auf die die ganz Neuen einfach keinen Zugriff haben, während Leute wie ich im Zweifelsfall wissen, wen wir ganz privat anschreiben oder anrufen können. Das finde ich bedauerlich und weiß nicht, ob und wie sich das einpendelt. Aber vielleicht entsteht ja daraus etwas, was uns noch alle überrascht.

(Ja, ich gönne mir hier und da gerne eine Dosis Optimismus. :) )

Beste Grüße!
Michael

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BeitragVerfasst: 18.10.2016 14:57 
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Gurney hat geschrieben:
[...]
Wer sich mit der DSA Geschichte auseinandersetzt stellt schnell fest, daß die meisten Plots zu DSA 2 ihre Grundsteinlegung hatten [...]


Interessanter neuer Aspekt, der war mir noch nicht so aufgekommen. Stimmt schon, dass viele Settings (auch das Bornlandsetting, was ja schon mal von der alten Redax mit einer Story versehen wurde -> Wolkenturm) ihren Ursprung in der Suppe von DSA2 hatten. Obwohl natürlich dort nur die anfänglichen Ideensplitter gesetzt wurden, die dann ausgestaltet wurden...

Gurney hat geschrieben:
[...]
Die neue Redax hat noch gar nichts von Grund auf entworfen und ich habe so meine Zweifel, ob und wie sie dies tun werden.[...]


Ja gut, hier versucht die neue Redax den Sternenfall einzuführen, wo die Redax ehrlich sagt: "keine Idee warum, wieso weshalb, aber der Sternenfall macht richtig was her...". Da ist man dann wieder in der alten DSA-Sitte, damals wusste man vermutlich auch nicht, warum da ne Burg steht, Stroh liegt oder aber der Neunaugensee Neunaugensee heist. Aber wie will man auch progressiv besser werden? Angeblich ist ja der Hintergrund das einzig Wertvolle vulgo das wofür man Geld verlangen kann. Den Rest gibt's ja dann umsonst in der Wiki. Ich halte aber die Stories, die sich die DSA Redakteure für nicht sehr gut. Von den Stories her muss man sich dann schon an den neuen Serien messen lassen und die Serien sind wirklich besser als in den 90zigern. Von der Story her fühle ich mich bei Game of Thrones mehr unterhalten als in meiner Spielrunde. Und wenn ich mir so die DSA Story angucke, wird diese auch nicht besser...

Einige der wenigen Ausnahmen bildet Herr Masberg, aber er ist alleine auf weiter Flur...


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BeitragVerfasst: 18.10.2016 15:19 
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Kreativität und eine dichte, allgegenwärtige Geschichte braucht Potentiale und Ideen in Köpfen von Menschen. Je weniger Menschen, desto weniger Köpfe, desto weniger Ideen, desto punktueller die Geschichte.

Auch wenn Herr Masberg (jaja, ich mag ihn bzw. einige seiner Werke auch sehr gerne) eine Ausnahme bildet, ist das dennoch nur ein Kopf. Und anscheinend fühlt sich ja, durch den aberkannten Titel, keiner mehr für persönliche Dinge involviert, sondern als episodenhafte Zuarbeit?

Ja, der Grundstein in DSA2, der Ideensteinbruch. Aber die Ideen sind dann ausgewälzt worden. Sicherlich auch viel im Mittelreich, aber auch sonst sind Ideen einfach über längere Zeit verknüpft ausgewalzt worden. Das fehlt mir.

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BeitragVerfasst: 18.10.2016 17:50 
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Huhu!

Was in der Tat nicht vergessen werden darf: Gerade in DSA2-Zeiten wurden viele Sachen wahrlich unsortierter und mit noch weniger Perspektive erfunden und in die Welt geschrieben. Eigentlich alles! :ijw: Personen, Aspekte, Plotfäden, etc., die erst durch spätere Autoren aufgegriffen und wirklich durchdacht wurden. Und auf der anderen Hand wurden andere Plots etc. mit einem großen Masterplan entworfen, der dann aus verschiedenen Gründen nicht weiter verfolgt wurde.

Ich weiß nicht, bei wie vielen Recherchen ich auf Sackgassen gestoßen bin. Oder durch glückliche Zufälle und Kontakte doch bei dem Autor landete, der mal die ursprüngliche Idee hatte – und hörte: »Keine Ahnung, was ich mir da gedacht habe. Mach einfach was Schönes draus!« :wink:

Das meine ich übrigens in vollem Respekt. DSA2 und DSA3 waren absolut wilde, chaotische und vielleicht auch dadurch ungemein kreative Phasen des Spiels, in denen ohne Plan konzeptioniert und entworfen wurde. Erst später wurde alles in das Korsett eines Metaplots gezwängt, den ich als allumfassend für ebenso falsch halte wie völligen Wildwuchs.

Vielleicht ist die jetzige Redaktion doch näher dran an der ursprünglichen, wer weiß. :wink:

Im Ernst, vielleicht müssen viele der, ähm, frischen Autoren erstmal den Mut fassen, die großen Dinge anzugehen, ihre eigenen Claims abzusteckenn und ihre Ideen zusammen mit der (und manchmal gegen die) Redaktion auszuhandeln. Ich habe dafür ein paar Jahre gebraucht.

Einen feinen Abend!
Michael

PS: Danke für das Lob und das respektvolle ›Herr Masberg‹, auch wenn ich mich dann imer älter fühle, als ich mich fühlen möchte. :lol:

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BeitragVerfasst: 18.10.2016 18:07 
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Tja, der Wechsel von DSA 4 auf 5 hätte auch ein guter Storieschnitt werden können. Einfach ein Zeitsprung von 100 Jahren und sämtliche alten NSC wären erledigt gewesen. Die Wunden der Borbaradzeit wären geheilt und das dazwischen hätte man erzählerisch im Geschichtsbuch abhandeln können. 100 Jahre langweiliger Frieden nach Jahrzehnten des Krieges sich auch nicht schlecht.
Is ja nicht so als ob dann die Eisenbahn Vinsalt - Kuslik fahren würde.

Mann hätte noch einen radikaleren Schritt weitergehen können und Aventurien geografisch (vergrößern)ändern können. Der Umriss hätte dabei erkennbar bleiben können.
Klar wären da Anpassungen nötig gewesen oder auch nicht, wenn man diesen Schnitt ordentlich verkauft bekommt.

Hätte Hätte Fahrradkette.
Is nicht, stattdessen also wird weiter gewuselt und die neuen Redaxmitglieder ersticken quasi im Stoff der Alten von dem sie keine Ahnung haben oder raten müssen was wie gemeint war. Das kann nur schiefgehen.

Was das neue Layout angeht finde ich es furchtbar, Farbe ist gut aber diesen Mangahaften Zeichenstil finde ich abgrundtief schlecht, für ein "deutsches" Rollenspiel ungeeignet, da finde ich die alten DSA 1 Zeichnungen noch irgendwie stimmiger.


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BeitragVerfasst: 19.10.2016 09:30 
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Rhanaya hat geschrieben:
Tja, der Wechsel von DSA 4 auf 5 hätte auch ein guter Storieschnitt werden können. Einfach ein Zeitsprung von 100 Jahren und sämtliche alten NSC wären erledigt gewesen.


Das wäre vermutlich ein sehr, sehr unkluger Schritt gewesen.

Ich weiß nicht, ob dir das Wort "Adelsbriefspiel" etwas sagt. Es wurde vor vielen Jahren ein großer Teil der mittelreichischen Lehen an Briefspieler vergeben, die diese Gegenden (Nordmarken, Garetien, Almada, Albernia, auch liebliches Feld) liebevoll ausgestaltet haben und z.T. heute noch betreuen. Die Tätigkeit der Briefspieler war bisweilen Grundlage für Regionalspielhilfen und Abenteuer.

Ich weiß nicht, wie die das aufnehmen würden, wenn die Redaktion vorbeikommt und sagt "Ach so, eure Charaktere und Plotlinien, die sind übrigens tot..." - wobei es hinsichtlich Briefspiel momentan wohl ohnehin etwas Knatsch gibt, aber als weitgehend Unbeteiligter erlaube ich mir mal den Seitenhieb :wink:


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BeitragVerfasst: 19.10.2016 09:57 
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Es wurde ja auch die ganze Zeit die Sache mit Karmakorthäon und co. beschworen (war das noch die "alte" oder die "neue" Redax?) à la "jetzt kommt die ganz große Heldenzeit" - da wäre so ein plötzlicher Schnitt etwas kontraproduktiv gewesen. ;)


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BeitragVerfasst: 19.10.2016 10:02 
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Naja Briefspieler waren ja auch "nur" ein Teil des multidimensionalen Konzepts für eine allgegenwärtige Geschichte. Die sind aber, so kommt es mir vor, seit geraumer Zeit nicht mehr anständig integriert.

Der 100-Jahre-Sprung wäre schon eine witzige Begebenheit. Es wäre dann aber wohl eher zu einer Spaltung gekommen, die auch optisch hervor gehoben wäre.

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BeitragVerfasst: 19.10.2016 10:27 
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BenjaminK hat geschrieben:
Der 100-Jahre-Sprung wäre schon eine witzige Begebenheit. Es wäre dann aber wohl eher zu einer Spaltung gekommen, die auch optisch hervor gehoben wäre.


Es ist ein interessanter Gedanke, aber nicht auf der Basis "100 Jahre Friede, Freude, Eierkuchen", eben wegen des Karmakorthäon.
Vielmehr hätte man eine sehr dichte Hintergrundbeschreibung liefern müssen, wie sich ein besseres Gleichgewicht der Anwärter auf das nächste Äon herstellt (Aikar-Orks vs. Menschen vs. ?), so dass man auch in der Zeit spielen könnte (vgl. Dunkle Zeiten).
Und DSA5 beginnt im neuen Setting, in dem auch Veränderungen wie bei der Magie besser erklärbar sein können.


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BeitragVerfasst: 19.10.2016 10:35 
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BenjaminK hat geschrieben:
Naja Briefspieler waren ja auch "nur" ein Teil des multidimensionalen Konzepts für eine allgegenwärtige Geschichte. Die sind aber, so kommt es mir vor, seit geraumer Zeit nicht mehr anständig integriert.


Jo, ich weis ehrlich gesagt nicht mal was die Briefspieler eigentlich "machen". Ich habe Briefspieler immer als elitäre Gruppe im Hintergrund wahrgenommen, ohne das Briefspieler das sein müssen. Jedenfalls gibt es ja keine aktuellen Informationen dazu (jap, man kann auf die Wiki gehen und dann auf die einzelnen Seiten... habe ich jetzt auch gesehen ;) ). Aber weder liest man was aktuelles auf Nandurion oder den Ulisses Seiten noch taucht was im RSP-blogs Feed auf. Keine Ahnung was die Briefspieler genau machen und welchen Einfluss das hat. Daher würde ich auf diese Gruppe keine Rücksicht nehmen, denn wenn Briefspieler so bedeutend wären, dann Frage ich mich wo ich das als Spieler merke...

BenjaminK hat geschrieben:
Der 100-Jahre-Sprung wäre schon eine witzige Begebenheit. Es wäre dann aber wohl eher zu einer Spaltung gekommen, die auch optisch hervor gehoben wäre.


Ja ich finde 100 Jahre auch zu krass, aber 13 Jahre oder 21 Jahre oder so was darum hätte ich nicht schlecht gefunden. Dann würden mich die Regionalspielhilfen auch wieder interessieren... so habe ich alles dreimal bis viermal im Schrank stehen.


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BeitragVerfasst: 19.10.2016 10:53 
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@Zohltan
So den richtigen Kracher der Briefspieler gab es, wenn ich mich richtig erinnere, zum Beispiel in der Answinkrise. Die Spieler hinter den Adeligen durften da über eine gewisse Zeit lang Loyalitäten bekunden, Hausmächte hin und her schieben, Druck ausüben und dergleichen und so eine politische Krise bespielen. Das ganze ist dann über den AB verteilt worden und für die Spieler, die am Metaplot gespielt haben, ergaben sich da die gleichen Probleme, später sogar Abenteuer daraus usw. Ansonsten vielleicht noch der Zug der Edlen während der dritten Dämonenschlacht, der, soweit ich weiss, von liebfeldischen Briefspielern angezettelt wurde.
Da auch eine Menge der bekannten Autoren einen Briefspielcharakter hatten, konnte so dann auch Abenteuerstoff verwurschtelt werden.

Dazu kamen dann noch ab und an ein paar Larp-Einlagen, sei es auf Veranstaltungen oder Briefspieler-Cons.

Im Moment nehme ich die Briefspieler aber nicht als Taktgeber für die politische Geschichte Aventuriens wahr, sondern eher als Folger von Ereignissen, also als reaktive Teilnehmer. Ich kann mich da irren, aber was ich (wenn ich selten mal ein Regionalwiki aufmache) mitbekomme zB bei Rohajas Marsch gegen die schwarzen Lande ist, dass dort erst das Abenteuer kommt und publiziert wird, und dann die Leute nur sagen durften, ob sie mitmachen und dann nach einer Würfelorgie mitgeteilt bekamen, ob ihr SC noch lebt oder zu den Gefallenen gehört.

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BeitragVerfasst: 19.10.2016 10:54 
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Ob irgendwelche Briefspieler damit verstanden sind, was mit dem Lehen passiert, sollte allerdings nicht ausschlaggebend sein für die weitere Entwicklung von DSA. Zumindestens hat ja ein Teil die Invasion der Verdammten und die "Umgestaltung" positiv aufgenommen...

Ansonsten kann man auch die Diskussion führen ob es nicht Sinn machen würde, die Zeit in Aventuriern wieder doppelt so schnell verstreichen zu lassen.

Ein gewisser Sprung hätte für mich den Reiz, dass man gewisse Ausgangssituationen schafft (positiv/negativ), die man nicht über Abenteuer usw. abbilden muss, sondern als gegeben bringen kann und im Nachgang die Hintergründe usw. aufdeckt. Aber ob das passiert? Ich träume auch von Rabenmund am Kaiserthron... ;)


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BeitragVerfasst: 19.10.2016 11:03 
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Zohltan hat geschrieben:
Jo, ich weis ehrlich gesagt nicht mal was die Briefspieler eigentlich "machen". Ich habe Briefspieler immer als elitäre Gruppe im Hintergrund wahrgenommen, ohne das Briefspieler das sein müssen. Jedenfalls gibt es ja keine aktuellen Informationen dazu (jap, man kann auf die Wiki gehen und dann auf die einzelnen Seiten... habe ich jetzt auch gesehen ;) ). Aber weder liest man was aktuelles auf Nandurion oder den Ulisses Seiten noch taucht was im RSP-blogs Feed auf. Keine Ahnung was die Briefspieler genau machen und welchen Einfluss das hat. Daher würde ich auf diese Gruppe keine Rücksicht nehmen, denn wenn Briefspieler so bedeutend wären, dann Frage ich mich wo ich das als Spieler merke...


Als Spieler könntest du es teilweise an der Detaillfülle der Regionalspielhilfen merken. Da wandert(e) einiges aus den Briefspielrunden rein. Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass ich das Verhältnis zur aktuellen Redax in der Richtung nicht so recht kenne, das also nicht für die DSA5-Spielhilfen gelten muss.

Dann gibt es Storyfäden, die aus den Briefspielrunden kommen:
Sadrak Wassois Gefangennahme und Transport zum All-Aventurischen Adelskonvent, sein Auftreten dort, die Flucht und das Abentuer darum basiert z.B. grundlegend auf Geschehen eines albernischen Briefspielcons.

Aber du hast recht. Die meiste Zeit spielt man kleine Geschichten, von denen andere Spieler nur etwas mitbekommen, wenn sie die Wiki-Seite der Briefspielgruppe verfolgen...


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BeitragVerfasst: 19.10.2016 11:34 
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Hesindian Fuxfell hat geschrieben:
Aber du hast recht. Die meiste Zeit spielt man kleine Geschichten, von denen andere Spieler nur etwas mitbekommen, wenn sie die Wiki-Seite der Briefspielgruppe verfolgen...


Was mich halt nur wundert ist, dass das Briefspiel in einem anderen Kosmos stattfindet. Darüber wird ja eigentlich nicht berichtet was ich Schade finde. Gut ich kann auf den Regionalseiten in den Wiki's lesen, aber das kann ich auch bei anderen Spielberichten. Ich finde nur die Diskrepanz zwischen "DSA hat ein Briefspiel, wo viele Sachen gesetzt werden" und "auf keiner News-Seite steht überhaupt mal was dazu" schon immer - besonders als Außenstehender - ziemlich verwirrend.


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