Wege der Vereinigungen

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Jasper Stoßenheimer
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Wege der Vereinigungen

Ungelesener Beitrag von Jasper Stoßenheimer » 06.08.2018 19:47

Jasu hat geschrieben:
06.08.2018 08:35
Die Zauberwerkstatt?
Wenn das die Frage ist ja die gibt es schon, allerdings finde ich persönlich die Regeltechnik etwas kompliziert beschrieben ^^
Noch umständlicher und schwieriger als jetzt schon?

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ChaoGirDja
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Wege der Vereinigungen

Ungelesener Beitrag von ChaoGirDja » 06.08.2018 21:04

Gorbalad hat geschrieben:
06.08.2018 08:33
Nein, machen sie nicht.
Für Modifikation von z.B. Bäuchen und Hinterteilen sind mWn keine Zauber publiziert.
Nach DSA4 könnte man da vielleicht was in der Zauberwerkstatt machen, gibt es die für 5 schon?
Unter 4 gibt es exakt einen Zauber, dar all dies machen kann. Sogar Zeitgleich....
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Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
Auch ein leichter Legastheniker mit Kontroll-Prog. finden nicht alle.

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Gargaret
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Wege der Vereinigungen

Ungelesener Beitrag von Gargaret » 21.08.2018 15:06

Hallo,

nachdem das Crowdfundingpaket in der schicken, roten Kiste nun da ist und zumindest das Hauptwerk größtenteils durchgelesen, möchte ich hier jetzt auch eine Bewertung abgeben - und diese auch begründen.

Zunächst ist anzumerken, dass wir in unserer Gruppe bereits eines der Abenteuer in Belhanka aufgrund der vorab erhaltenen PDF durchgespielt haben - und zwar mit sehr viel Spaß! Allerdings haben wir dabei auf die Regeln aus WdV verzichtet. Auch bereitet eine Mit-Meisterin aus unserer Gruppe gerade Namenlose Nacht vor und hat mir schon mitgeteilt, dass das Abenteuer wirklich klasse sein soll. Ich habe es natürlich selber noch nicht gelesen, schließlich will ich es als Spieler erleben.

Nun aber zum Hauptwerk (fast hätte ich Regelwerk geschrieben...), denn nur darauf bezieht sich hier die Bewertung.

Auch hier eine kleine Vorbemerkung: Natürlich habe ich im Vorfeld die ganzen Diskussionen über WdV mitbekommen und zumindest teilweise auch nachgelesen. Bei meiner Bewertung ist für mich das Drumherum allerdings nicht relevant, mich interessiert hier ausschließlich die Verwendbarkeit im Rollenspiel.

Hier ist mir zunächst das Verhältnis (oder sollte man sagen Mißverhältnis) von Fluff und Regeln sehr übel aufgestoßen. Der Fluffteil, den ich bei einem solchen Buch als das absolut wichtigste erachte, macht weniger als die Hälfte des Buches aus! Die Regeln, die dann da geboten werden, sind so kompliziert und kleinteilig, dass ich mir nicht vorstellen kann, sie praktisch überhaupt einmal anzuwenden. Zumindest beim (mehrmaligen) Lesen der Regeln hatte ich eher das Gefühl, Buchhaltung würde mehr Spass machen, als dass hier irgendwelche Freude oder gar erotische Stimmung aufgetauchen würde.

Ich weiss, es sind Fokusregeln, die man auch weglassen kann, aber auch und gerade von Fokusregeln erwarte ich, dass sie so ausgearbeitet sind, dass man sie in geeigneten Spielsituationen auch anwenden will. Das sehe ich hier leider überhaupt nicht.

Zum Fluff-Teil: Grundsätzlich bin ich hier zwiegespalten. Das Lesen hat tatsächlich zunächst durchaus Spass gemacht. Auch die Darstellung der Kulturen mit ihren Eigenheiten und Unterschieden fand ich durchaus interessant und lesenswert. Allerdings ist das ganze ziemlich kurz und knapp geraten, beispielsweise wird der "höfischen Liebe in Weiden" und damit dem ganzen Mitteilreich - denn außer Weiden ist nichts drin- gerade mal eine knappe Seite gewidmet. Was mir beim Lesen zunächst nicht so gut gefallen hatte, war der gelegentlich leicht erhobene Zeigefinger "Schaut wie fortschrittlich und liberal Aventurien im Vergleich zur Erde ist..."

Und da ist auch der Übergang zur Kritik. Ist Aventurien nicht der Kontinent, der mutige Helden (und Heldinnen) braucht, um das allgegenwärtige Dunkle zu bekämpfen? Vielleicht etwas überspitzt ausgedrückt, aber bei WdV sehe ich keinen großen Bedarf an Helden, die Welt ist schon mehr als gut genug. Das ganze ließt sich ein wenig wie "Wege der Vereinigung im Bibi und Tina Universum", frei nach dem Motto "Friede, Freude, Eierkuchen".

Über etwas graueren oder problematischere Themen wurde sich praktisch gänzlich ausgeschwiegen. Sexualität im Verhältnis zur Sklaverei im Süden oder der Leibeigenschaft im Mittelreich? Arrangierte Ehen? Gibt es in den feudalen Ländern so was wie "Das Recht der ersten Nacht?" Leider Fehlanzeige.

Insgesamt kommt das Buch durch das krasse Mißverhältnis von Regeln und Fluff schon deswegen nicht über eine 3 hinaus. Auch der Fluffteil ist m.E. sehr durchwachsen. Im Ergebnis schwanke ich zwischen einem und zwei Punkten. Wegen der Bilder, die ich doch ganz gelungen finde, werden es schließlich zwei.

Schade!!

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