VG01 Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

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Thallion
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VG01 Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Thallion » 20.05.2016 18:23

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte der im Mai 2016 erschienenen Spielhilfe Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast.

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Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast
Vielleicht hast du Erfahrungen mit der Spielhilfe gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps, Fragen oder Meinungen zum Band. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread die Spielhilfe auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Nutzer zu bieten.

Bitte nur dann abstimmen, wenn du die Spielhilfe kennst!

Rhanaya
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Rhanaya » 23.05.2016 09:53

Ok, wer hat es gekauft ?

Ich habe mir die Limited gekauft, einfach weil sie besser aussieht. Nicht das logischste Argument aber das ander Cover war nicht zu ertragen.
Das Buch macht einen schönen Eindruck, besonders die Kantenschoner aus Metall machen was her. Leider ist auf Seite 1 dann doch dieses vermurkste Cover zu bewundern.
Das Buch hat 192 Seiten, vermutlich soviel wie die normale Variante.

Nur ganz kurz reingeschaut. Daher auch nur der allererste Eindruck, mehr kommt dann später.

Alles in Farbe, yeah. Schade das es Extra erwähnt werden muss.
Eine schöne Karte ist dabei in DIN A 3.
Der mangahafte Zeichenstil ist immer noch nicht mein Ding und wird es wohl im Zusammenhang mit DSA auch nie werden.
Die Schrift erscheint mir größer.

Ich habe nicht UdW daher kann ich nicht vergleichen aber inhaltlich erscheint es mir unglaublich Oberflächlich.
z.B.
Die Stadt Andergast hat kaum Beschreibung, da ist die alte Beschreibung in Eichenkönig wesentlich detalierter. Bei den anderen Städten ist es noch schlimmer.
Engasal ist nur noch eine Randnotiz, sehr schade.
Die Geschichte ist kaum angerissen, die Spieltechnisch wichtige Zeit von Efferdan I und Wendelmir ist kaum ausgearbeitet.
Das ganze Flair kommt irgendwie komisch rüber, zumindestens wird erklärt warum beide Länder im ewigen Krieg liegen (müssen).

Also der erste Blick, erst mal enttäuschend.

Jassafer al-Alam
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Jassafer al-Alam » 24.05.2016 01:03

Hallo zusammen,

ich habe mir kürzlich den Band zugelegt, allerdings mit diesem Cover, weil ich es nicht eingesehen habe, mehr Geld dafür auszugeben. Dennoch stört es mich massiv, da mein Verständnis eines phantastischen Realismus überhaupt nicht mit dieser exorbitant unrealistischen Szene in Einklang zu bringen ist.

Doch fangen wir vor an:
Der Band hat 192 Seite, ist vollfarbig und enthält eine beiliegende Karte in DIN3, welche die Region abbildet. Dies liegt leider ohne Kartentasche bei, sodass sie mir beim ersten Öffnen des Bandes prompt entgegensegelte.
Gegliedert ist der Band mehr oder weniger in einen inhaltlichen und einen regeltechnischen Teil, wobei letzterer sicher 1/4 des Bandes einnimmt.
Dem Inhaltsverzeichnis angeschlossen ist noch eine Übersicht über die in diesem Band zusätzlich abgedruckten Regeln und Tabellen sowie Karten, was ich vorbildlich finde, da es langes Suchen und Blättern erspart.
Die Karten sind allgemein sehr praktisch, entsprechen aber weitestgehend den alten Varianten, von kleineren Änderungen einmal abgesehen. Besonders nützlich ist die politische Übersichtskarte, die alle Bombasteien Nostrias und alle Freiherrschaften Andergasts aufführt.
Zumindest für Andergast frage ich mich an dieser Stelle aber, wo solche Freiherrschaften wie Dragenstein oder Dreiseenbroich geblieben sind, die in älteren Abenteuern etabliert wurden. Ich kann nachvollziehen, dass man mit den zahlreichen Kleinstfreiherrschaften aufräumen wollte, aber hier hätte ich eine Ingame-Erklärung erwartet wie eine große Landreform König Wendelmirs o.ä.
Die an den allgemeinen Überblick anschließenden Abschnitte zur Geographie sind extrem knapp gehalten und bleiben sehr oberflächlich - ein Eindruck, der sich immer mehr verstärkt hat.

Anschließend finden sich kürzere Beschreibungen zu den einzelnen Landschaften, natürlich inklusive Bildern, was ganz nett ist, aber manchmal auch extrem überflüssig, da es unnötig Platz wegnimmt. Insbesondere im Andergaster Kontext wurden - vor allem in späteren Kapiteln - auch diverse Bilder aus "Satinavs Ketten" bzw. "Memoria" verwendet, welche ich prinzipiell schön finde, aber im vorliegenden Band einfach nur unpassend.
Der Abschnitt über die Städte und Dörfer ist dennoch problematischer, da hier alphabetisch alle nennenswerten Örtlichkeiten aufgeführt werden und nicht klar zwischen den Königreichen unterschieden wird. Lediglich ein kleines Eichenblatt (Andergast) bzw. eine Salzarele (Nostria) kennzeichnen die Zugehörigkeit des jeweiligen Ortes zum jeweiligen Königreich.
Die wichtigeren Städte erhalten ausführlichere Beschreibungen und auch Stadtpläne (Andergast, Joborn, Nostria, Salza und Salzerhaven sowie Teshkal), was praktisch ist, aber das zusätzliche Kartenset zur Spielhilfe irgendwie überflüssig macht. Lediglich die Ingamekarte (die ich aus diversen Gründen für problematisch halte) und das Poster (mit diesem unsäglichen Cover der Spielhilfe) sind hier nicht enthalten und nur wer die Karten unbedingt eine Nummer größer haben möchte sollte da zugreifen.
Die Beschreibung von Hollerdonk schließlich kann wohl vor allem als Zugeständnis an unerfahrenere Spielleiter verstanden werden, da sie recht ausführlich ein generisches Dorf in der Waldwildnis schildert, wahlweise auf nostrischer oder andergaster Seite bespielbar.
Die folgenden Abschnitte widmen sich der Kultur und Wissenschaft, bleiben aber alle recht kurz und gehen nicht in die Tiefe.
Doch was mich hier besonders geärgert hat ist die Darstellung der Adelshierarchie, hier beispielhaft für die Andergaster wiedergegeben. König - Freiherren - Ritter. Und das wars. Dazwischen gibt es keine Ränge, auch wenn auf S. 10 der Spielhilfe der Graf von Thurana zitiert wird. In gewisser Hinsicht ignoriert der Band hier komplett die mittleren Ränge des Adels (u.a. auch Barone), subsummiert aber diverse Professionen unter den Begriff "Beamtentum". Abgesehen davon, dass ich den Begriff in diesem Setting für äußerst unpassend erachte, würde ich bspw. einen Herold jetzt nicht als "Beamten" betrachten. Das kann man besser unter Adel oder Freie subsummieren.
Dafür erhält der Rat der Recken eine komplette Seite, inklusive eines Recken Simias... Wo der auf einmal herkommen soll ist mir völlig schleierhaft, vor allem wieso sich auf einmal der Glaube derart geändert hat.

Weitere Abschnitte widmen sich dem Militär und, ganz wichtig (Ironie), Spiel und Sport. Nach einer Seite Beschreibung von Brettspielen o.ä. widmen sich schlappe sieben Seiten dem Ritterturnier, von der Anmeldung über den Ablauf und einzelne Disziplinen, inklusive einer Regelung für die Durchführung eines Baumstammweitwurfs. Diese Passagen wirken größtenteils so, als wären sie 1:1 aus den entsprechenden Beschreibungen des Turniers in Andrafall im Band "Die Zuflucht" übernommen worden. Aber mich stört hier vielmehr die Gewichtung, die das Turnier erfahren hat. Stattdessen hätte man viel besser weitere regionale Besonderheiten, Sitten, Bräuchte, Glaubensvorstellungen o.ä. ausführen können oder schlicht die zu kurz geratenen vorherigen - und auch folgenden - Abschnitte ausführlicher gestalten.
Nicht an Ausführlichkeit gespart wurde zumindest beim Bestiarium. Auf 10 Seiten werden neue bzw. altbekannte Kreaturen präsentiert, die aber in einem entsprechenden Kreaturenband besser aufgehoben gewesen wären. Um einen Überblick zu behalten muss man nun wohl alle Regionalbände erwerben, um die Werte aller Kreaturen (und z.T. auch Pflanzen) zu erhalten. Das gilt aber auch für die Professionen, die später in dieser Spielhilfe noch vorgestellt werden wie die beiden Magierprofessionen aus Andergast und Nostria.

Das Kapitel "Rang und Namen" schließlich wartet mit einigen recht schönen Porträts auf nostrischer (vor allem Yolande II. und Albio III. sind gut getroffen) und einigen merkwürdigen auf andergaster Seite auf. Bei den Andergastern stört mich maßgeblich die Kleidung, die teilweise besser ins Horasreich passen würde - und das bei einem von Arbogast erzogenen und ausgebildeten Sumen (nicht Yehodan).
Zudem stört mich massiv, dass gerade die wichtigen Persönlichkeiten mit ihrer Beschreibung nicht fassbar werden. Ihre Agenda, Ziele, Motivation, all das bleibt diffus, wenn nicht komplett undurchsichtig. Zudem fehlen mir die Überblickskästen, wie sie die alten Regionalspielhilfen in DSA4 hatten - also Alter, Finanzkraft, herausragende Eigenschaften, Vor- Nachteile, Verwendung im Spiel. Insbesondere der letzte Aspekt ist mir besonders wichtig und da er hier quasi nicht vorkommt ist es in meinen Augen ein eklatanter Mangel.
Dies hat UdW deutlich besser gemacht, und dort stand deutlich weniger Platz zur Verfügung. Ich verstehe auch nicht wirklich, warum dann im Teil "Geheimnisse der Personen" diese Angaben gemacht werden, inklusive Beschreibungen des Äußeren, die nun wirklich keine Geheimnisse sind. Und die Verwendung im Spiel bleibt auch hier teilweise unklar, selbst wenn ein Absatz dazu geschrieben steht.
Da hilft es auch nicht, dass sich diverse unwichtigere Meisterpersonen ohne Porträt, dafür mit Geburtsdatum, anschließen. Diese sind teilweise interessant, aber meist erfährt man viel zu wenig über sie, um sie sinnvoll einzusetzen, mehr noch, sie sind größtenteils austauschbar, oder völlig abstrus. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir die Edeldame Hulda von Thurana, deren einziger Daseinszweck es zu sein scheint, sich von Helden retten zu lassen. Das wirkt so, als wollte man an der Stelle schnell noch ein bisschen die Seite auffüllen, damit sie nicht gar so leer wirkt. Aber dafür dann so eine unbrauchbare Meisterperson einzuführen ist schon fast eine Frechheit. Immerhin kann sich jeder, der eine Dame in Not benötigt, diese schnell selbst ausdenken.

Die Geschichte der Streitenden Königreiche schließlich ist deutlich zu knapp geraten und insbesondere finde ich es nicht hilfreich, dass nostrische und andergastsche Geschichte hier nicht voneinander getrennt wurde, sondern innerhalb eines Zeitabschnitts beide Reiche mehr oder minder parallel behandelt werden, was der Übersicht nicht gerade dienlich ist. Zudem - und da stimme ich meinem Vorposter uneingeschränkt zu - ist die jüngere Geschichte viel zu knapp zusammengefasst.
Ich hatte nach dem Lesen das Gefühl, gegenüber UdW nicht wirklich etwas Neues erfahren zu haben, und das ist angesichts des jeweils zur Verfügung stehenden Platzes doch recht traurig.

Nun schließen sich zahlreiche neue Regeln an, die ich aber nicht kommentieren werde, da meine Gruppe die Regelumstellung auf DSA5 nicht mitgemacht hat und auch nicht mitmachen wird. Zu den Mysteria et Arcana möchte ich hier aus Spoilergründen keine Stellung beziehen, aber wie wirken ebenfalls nicht unbedingt besonders spannend.

Was kann man abschließend über diesen Band sagen, außer, dass er ein paar schöne Bilder enthält - auch wenn mir der neue Stil nicht zusagt? Er bleibt oberflächlich, bricht häufiger mit alten Setzungen und manchmal fehlen diverse Informationen einfach (z.B. die Agenda von Meisterpersonen). Mir kommt es so vor, als stünde neben einem deutlichen Anstieg der graphischen Qualität ein eklatanter Abfall der inhaltlichen, was ich nicht akzeptabel finde. Dann wären mir schlechtere Bilder lieber, wenn dafür der Inhalt gut wäre, aber umgekehrt stellt der Band somit seinen eigenen Nutzen als Regionalspielhilfe in Frage. Insgesamt ist der Band in meinen Augen also mehr als enttäuschend, teilweise habe ich mich richtiggehend über ihn geärgert.
Da für mich der Inhalt so viel wichtiger ist als die netten Bilder, vergebe ich an dieser Stelle 1 Punkt.

Viele Grüße,
Jassafer al-Alam
Zuletzt geändert von Jassafer al-Alam am 24.05.2016 09:23, insgesamt 2-mal geändert.

omach
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von omach » 24.05.2016 01:36

Danke für diese ersten Eindrücke!
Es klingt leider leider doch sehr so an, als wenn die Befürchtungen wahr werden:
Auch die Texte der Regio-Hilfen bleiben auf Grund des Zeitdrucks einerseits und der Maxime der Neuverfassung extrem dünn und KlickiBunti plus Regelupdates sollen darüber hinwegblenden und zum Kauf anregen.
Für mich ist das neue DSA somit gewissermaßen auf BILD-Niveau gerutscht und auch dieses Buch werde ich nicht kaufen. Schade, hatte große Hoffnung in den Band gesetzt, in dessen Region unsere Kampagne zuletzt spielte.
Vergleichssystem? Skript für den "Troll dice roller":
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Rycanri
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Rycanri » 25.05.2016 08:32

Wow es wird immerwieder stark kritisiert das nicht viel neues im Vergleich zu UdW steht. Muss man jedesmal das Rad neu erfinden?
Außerdem nicht jeder hat UdW und es für >80€ bei ebay zu kaufen sehe ich nicht ein.

Ich habe kein UdW hab mit den neunen Nostergast Band geholt und habe vieles Erfahren was ich über die Streitenden Königreiche nicht wusste und habe einen mMn ganz guten Eindruck über die Region bekommen. Was ich aber auch sagen muss ist dass die Platzaufteilung (was wie viel Seiten bekommt) auch teilweise sehr unpassend finde. Es wirkt alles etwas zu stark komprimiert und gekürzt als würden ca. 10% fehlen die eigentlich noch rein gehören.

Die eingebauten Karten finde ich super, da kann dann die Beschreibung der Ortschaften sehr viel kürzer ausfallen.

Mein Fazit: Es ist ein Band der sich vor allem für Einsteiger lohnt, für jmd der die alten Regionalspielhilfen hat lohnt es sich vermutlich nicht.
Ich gebe dem Band 3 Punkte
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Herr der Welt
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Herr der Welt » 25.05.2016 10:02

Rycanri hat geschrieben:Wow es wird immerwieder stark kritisiert das nicht viel neues im Vergleich zu UdW steht. Muss man jedesmal das Rad neu erfinden?
Um mich mal selbst zu zitieren:
Herr der Welt hat geschrieben:Ich finde es tendenziell gut, wenn Nostria und Andergast 192 Seiten gewidmet werden statt nur ca. 40. Meiner Erfahrung nach gehören diejenigen DSA4-Spielhilfen zu den besseren, die Regionen/Orte vertieft beschrieben haben (z.B. die Gareth-Box, Patrizier und Diebesbanden, Magierakademien-Bände), ganz unabhängig von der konkreten Reihenzugehörigkeit. Das stärkere Lokalkolorit, bisweilen auch die ausdifferenzierte Darstellung und das größere Angebot nutzbarer Spielelemente sorgten dafür, dass ich gerne mal Abenteuer/Szenarien bspw. in Gareth oder Mengbilla spielen oder platzieren wollte. [...]
Das garantiert keine interessante Beschreibung, anspielbare Szenarien, nutzbare Konstellationen und greifbare Strukturen mit dem richtigen Verhältnis zwischen Detailtiefe und freiem Spielraum. Man kann 192 Seiten auch mit reichlich Belanglosem füllen. Aber immerhin ist das Potential größer als mit 40 Seiten. Es bleibt also zu hoffen, dass die erhöhten Seitenzahlen (ähnlich wie der Publikationsausstoß pro Region) nicht einfach nur Sammlerinteressen berühren soll, die, weil sie alles kaufen, eben viel kaufen.
UdW wurde mehrfach aufgrund der zu knappen Beschreibungen von Andergast/Nostria kritisiert. Ein Ungleichgewicht ist in jedem Fall anhand der Seitenverteilung pro Region auszumachen (wie auch immer man das bewerten mag).
Demzufolge ist es doch nur konsequent, von einer ausdrücklich Andergast/Nostria-SH mehr zu Andergast/Nostria zu erwarten. Das hat wohl nichts mit "das Rad neu erfinden" zu tun, sondern mehr mit: Dem klapprigen Rad überhaupt genug Speichen und feste Felgen zum Fahren zu geben.

Rycanri
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Rycanri » 25.05.2016 10:29

@Herr der Welt
Da hast du mich etwas missverstanden, es wird kein gutes Haar an der Spielhilfe gelassen, da angeblich nichts neues drin steht und es wird auf verschiedene Bücher verwiesen (UdW, Die Zuflucht...) und gesagt das in der neuen RSH nichts drin setht was dort nicht auch schon stand. Dazu kann ich wenig sagen da ich die alten Bücher eben nicht habe, aber selbst wenn nichts oder nur wenig neues dabei ist, es steht in einem Buch und nicht auf x Bücher verteilt.
Auch klingen die bsiherigen Kommentare dazu so als sei es absoluter Mist und zu nichts zu gebrauchen (1 Pkt), es tut mir leid aber so scheiße kann das Teil gar nicht sein, denn 1 Pkt bedeutet das man nichts damit anfangen kann. Aber für Leute die die alten Bücher nicht haben ist es doch ganz gut (-> 3 Pkt), nicht perfekt aber okay.
Ist das Teil perfekt, nein bei weitem nicht.
Ist es absoluter Schwachsinn und komplett unnütz, auch nicht.
Hilft es dabei einen besseren Eindruck der Region zu bekommen, für mich ja.
Fühl ich mich nach der Lektüre so als ob ich alles über die Region wüsste, nein leider auch nicht.

Also hat der Band vieles nicht geleistet, stimmt, aber hat er auch einiges Richtig gemacht, deswegen kann ich diese verrisse nicht verstehen, denn groß etwas anderes sind die oberen Kommentare nicht.
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Sumaro
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Sumaro » 25.05.2016 10:33

Rycanri hat geschrieben:Auch klingen die bsiherigen Kommentare dazu so als sei es absoluter Mist und zu nichts zu gebrauchen (1 Pkt), es tut mir leid aber so scheiße kann das Teil gar nicht sein, denn 1 Pkt bedeutet das man nichts damit anfangen kann. Aber für Leute die die alten Bücher nicht haben ist es doch ganz gut (-> 3 Pkt), nicht perfekt aber okay.
Naja, es gibt auch genauso viele Stimmen die das Buch für großartig halten, von denen hat sich nur noch keiner gemeldet, wieso es großartig ist.
Und für einen alten Hasen, der bereits andere Publikationen besitzt kann es doch durchaus 1 Punkt wert sein, wenn es keinerlei neuen Mehrwert produziert (immerhin sollte der fortgeschriebene Metaplot sowie die Mysteria zur Region und die ausgestalteten NSC ja genau das bieten, nicht nur für Neueinsteiger). Wäre ich also ein Umsteiger, würde ich mir auch überlegen, ob ich ein Buch nicht als "schlecht" bewerte, wenn es mir nichts neues bietet (oder zu wenig für den Preis). Daher helfen ja auch die Formulierungen einzuordnen, wer worauf wert gelegt hat.
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Rycanri » 25.05.2016 10:44

Für mich bedeutet eine Bewertung mit 1 Pkt, dass es nichts bringt. Allerdings lesen sich die Texte so als würde es sehr wenig bringen und nicht nichts (2 Pkt), es wäre hilfreich eine Option für 0 Pkt zu haben, denn Leute die Enttäuscht von dem Produkt sind tendieren dazu ihm direkt 0 Pkt zu geben, auch wenn sie dann in der Beschreibung/Begründung schreiben, dass es nur wenig, was nicht nichts ist an Mehrwert gebracht hat.
Vielleicht liegt es an mir, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man diesem Band nichts abgewinnen kann, was dann die schlechteste Bewertung rechtfertigen würde. Denn es werden Dinge wie Karten und die Beschreibungen der Aufteilung der Freiherrschaften und Regionen gelobt.

Für mich bedeuten die einzelnen Bewertungstufen folgendes:
5 Pkt - Super Produkt, fast keine Kritikpunkte (Must Have)
4 Pkt - Gutes Produkt, mit ein paar Ecken und Kanten (Should Have)
3 Pkt - genausoviel Gutes drin wie nicht so gutes (Nice to Have)
2 Pkt - das schlechte überwiegt leider (Dont Need)
1 Pkt - Kein Mehrwert, bringt gar nichts (Dont ever buy)

Was mich jetzt interessieren würde, nach welchen Maßstäben die anderen Bewerten, bzw was ein Band leisten muss um welche Bewertung zu bekommen.
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omach
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von omach » 25.05.2016 11:36

@Rycanri:
Verstehe gar nicht, warum du so ne Welle hier machst?
Genau das war doch z.B. für mich und sicher viele andere Interessenten hier, die schon einige Publikationen zu der Region haben, auch die entscheidende Frage. Was bekomme ich mit dieser Publikation an die Hand?

Und es zeigt sich offenbar, dass es für einen Teil der Kundschaft nach sehr oberflächlich umgeschriebenen Alttexten aussieht, die dazu noch echt nostragastisch wild miteinander vermischt sind und mit Kinderbuch-Bebilderung frisiert wurden.
Das ist dann unter'm Strich mit 1 Punkt ein absolutes Abraten vom Kauf, wenn man die deutlich besser aufgearbeiteten Alt-Werke besitzt und evtl. auch noch nicht nach DSA5 Regelsatz spielt.

Natürlich sollst du dir nicht ein überteuertes Buch über Ebay holen, für dich hat das Werk hier einen etwas höheren Wert, den du selbst bei 3 einordnest.

Ich werde mir jedoch maximal das Spielkartenset + Abenteuer holen und hoffe, dass diesmal im Gegensatz zum Bestiarium WIRKLICH alle relevanten Werte auf den Karten sind. Aber für 40€ bleibt das "Bilderbuch" im Regel meines Händlers stehen, ob das nun 1 Punkt oder 2 Punkte sind.
Zuletzt geändert von omach am 25.05.2016 11:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Raul Ehrwald
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Raul Ehrwald » 25.05.2016 11:44

Keinen Mehrwert plus weitere Negativpunkte berechtigen in meinen Augen schon 1 Punkt. So erscheint mir es bei den ersten Kommentaren.

Altspieler, die alles kennen und deswegen aufgrund von kaum bis keinem Mehrwert einen Punkt vergeben, sollten meiner Meinung nach wenigstens verdeutlichen, dass es aus der Sicht von Neuspielern (bzw. Spielern, die die alten Beschreibungen nicht kennen) durchaus mehr als 1 Punkt geben könnte.

Vasall
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Vasall » 25.05.2016 11:49

Für mich ist auch weniger das Fehlen neuer Inhalte das Problem, als der neue Aufmachungsstil, dessen Bilder mir oft nicht in die Welt passen (deshalb hab ich mir übrigens auch nicht die die Meisterpersonenbände von 4.1 geholt).

Und was ich am ärgerlichsten dabei finde ist dieser neue "Schreibstil". Ich mag prägnant formulierte Sätze mit Inhalt und bei dem oberflächlichen, tumb-simplen Stil der für das DSA5-GRW offenbar bewusst gewählt wurde, brech ich regelmäßig ab. Bei dem Regionalband scheint das ja auch wieder ein Problem zu sein.

Mal sehen, wenn der Band, entgegen des bisherigen Einschätzung hier, aus meiner Sicht doch gut geschrieben ist und stimmungsvolle, für die Region authentische Bilder liefert, werde ich ihn trotz fehlender neuer Inhalte sicher kaufen und auch höher bewerten. Wenn nicht, halt nicht.

Allerdings sehe ich das Coverbild, lese hier von unandergastischen Renaissance-Kostümen für berühmte Persönlichkeiten, von oberflächlichen Texten. Von daher bin ich erstmal skeptisch und weis schon mal wonach ich schauen werde.

Denn, wie Omach so schön schreibt, ein hübsch buntiges Bilderbuch will ich nicht kaufen.

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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von omach » 25.05.2016 11:58

Ja, soweit ich das mitbekommen habe, wobei mein Interesse da auch in den letzten Monaten stark nachgelassen hat, gab es diesmal ja keine Vorab-Texte, wo man sich Schrift- und Bildstil hätte schonmal angucken können, wie es beim Almanach und Bestiarium zuvor der Fall war.
Insofern sollten Unentschlossene definitv noch weitere ECHTE, ausformulierte Bewertungen hier und wo anders abwarten.
Die aktuellen 4 Jubelperser-Bewertungen ohne jeglichen Kommentar helfen doch jedenfalls doch auch niemandem weiter.
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Assaltaro » 25.05.2016 12:00

Sumaro hat geschrieben:
Rycanri hat geschrieben:Auch klingen die bsiherigen Kommentare dazu so als sei es absoluter Mist und zu nichts zu gebrauchen (1 Pkt), es tut mir leid aber so scheiße kann das Teil gar nicht sein, denn 1 Pkt bedeutet das man nichts damit anfangen kann. Aber für Leute die die alten Bücher nicht haben ist es doch ganz gut (-> 3 Pkt), nicht perfekt aber okay.
Naja, es gibt auch genauso viele Stimmen die das Buch für großartig halten, von denen hat sich nur noch keiner gemeldet, wieso es großartig ist.
Und für einen alten Hasen, der bereits andere Publikationen besitzt kann es doch durchaus 1 Punkt wert sein, wenn es keinerlei neuen Mehrwert produziert (immerhin sollte der fortgeschriebene Metaplot sowie die Mysteria zur Region und die ausgestalteten NSC ja genau das bieten, nicht nur für Neueinsteiger). Wäre ich also ein Umsteiger, würde ich mir auch überlegen, ob ich ein Buch nicht als "schlecht" bewerte, wenn es mir nichts neues bietet (oder zu wenig für den Preis). Daher helfen ja auch die Formulierungen einzuordnen, wer worauf wert gelegt hat.
Das ist dann aber eine sehr subjektive Bewertung und nicht mehr objektiv. Ich habe das Buch noch nicht gelesen, aber mir wurde auf von Umsteigern schon gesagt das es gut wäre. Nur weil es einem persönlich nichts bringt, weil man die alten Bücher schon hat nur einen Punkt zu vergeben ist ziemlich unfair. Metaplotmäßig war in Andergast auch noch nie sonderlich viel, da es ja immer als Einstiegsregion gedacht war.
Ich finde man sollte die neuen Werke als Einzelstücke betrachten und bewerten und nicht laufend mit den alten Vergleichen. Sicher kann man den Vergleich kurz anreissen, aber nicht die ganzen Bewertung darauf stützen, sondern eher den Nutzen bewerten, wenn man die alten Bücher noch nicht hat.
Denn ich erwarte nicht in den neuen Regionalbeschreibungen so viel neues zu erfahren, wenn ich schon alle alten gelesen habe.
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Sumaro » 25.05.2016 12:03

Assaltaro hat geschrieben:Das ist dann aber eine sehr subjektive Bewertung und nicht mehr objektiv.
Das ist seltsamerweise nie ein Problem, wenn man ein Produkt deswegen positiv bewertet, nicht wahr?^^ Wenn ich sage "Boah, geile Bilder, 5 Punkte" ist das genauso subjektiv, wie die Aussage "Bilder mag ich nicht, 1 Punkt". Abseits davon, dass es natürlich andere Threads exakt dafür gibt. Und wenn der Band von einigen offenbar kommentarlos sehr gut und von anderen kommentarvoll als schlecht bewertet wird, dann hat man zumindest die Option sich hier anzuschauen, wieso die Leute es als schlecht bewerten. Bei den "sehr gut" Bewertungen habe ich noch keinen Eindruck bekommen, nehme aber an, dass die auch großteils subjektiv sind.
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Vasall » 25.05.2016 12:09

Moment im Titel des Themas wird gefragt "Wie gefällt Dir..."

Also mehr als subjektive Meinungen erwarte ich hier gar nicht.

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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Assaltaro » 25.05.2016 12:15

Ok, dann ist die Frage etwas falsch gestellt.
Ich finde man kann mit objektiven Bewertungen immer mehr anfangen, als mit subjektiven.
Wobei Sätze wie "Mir gefällt der Comic-Stil nicht" dann doch mehr wert ist als "Ich finde die Bilder furchtbar."

Ich kann nur sagen, dass Freunde mir bestätigt hätten es wäre gut und bietet interessante Anreize einen Andergaster oder Nostrier zu spielen.
Ich selbst werde mir das Buch wohl erst zulegen, wenn ich wieder mehr Zeit zum lesen habe, da Andergast noch nie zu meinen liebsten Regionen gehört hat. (wobei meine Lieblinge noch nicht einmal angekündigt sind)
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von omach » 25.05.2016 13:11

Jo, ist doch gut, wenn du dir mehrere Meinungen einholst und das hier reinschreibst. Solange du dann hier nicht einfach 5 Punkte vergibst, weil du gehört hast, dass es gut ist, passt es doch.
Vergleichssystem? Skript für den "Troll dice roller":
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von BenjaminK » 25.05.2016 13:33

Die wievielte Wiederholung von der Idee "objektive" Bewertungen zu fordern ist das? :)

Die Forderung nach Objektivität kommt meist nur bei schlechten Bewertungen auf. Bei guten, überschwänglichen Bewertungen ist Subjektivität kein Fehler?

Und darüber hinaus ist bei einer Umfrage zum einen immer Subjektivität mit drin, zum anderen wird diese aber durch die großen Zahlen negiert. Wenn 100 Leute mit 1 Punkt bewerten, 100 Leute mit 5 Punkten, dann steht bei dem Produkt doch 3 Punkte :) wer sich die genaue Verteilung ansieht, schließt dann darauf, dass es ein polarisierendes Produkt ist.

Selbst wenn man "objektive" Kriterien definiert, so entscheidet doch immer noch jeder Teilnehmer subjektiv, ob das Kriterium erfüllt ist.

Was ich mir von einer neuen RSH wünsche, sind neue Dinge. Natürlich kann ich nicht, wenn ich bereits die alte Variante kenne, nur bewerten, was für mich neu drin steht. So würde dann ja quasi jede Publikation wertlos, wenn sich zB metaplottechnisch nichts in der Region getan hat. Allerdings kann man, wenn trotz ~4fachen Umfangs kein Mehrnutzen generiert wurde, die Publikation schon im Wert mindern. Wenn dann dazu kommt, dass Illustrationen etc. nicht gefallen, dann stehen schnell 1 Punkt da und das zu Recht.
Leitet gerade;
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Herr der Welt
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Herr der Welt » 25.05.2016 15:05

Da hast du mich etwas missverstanden, es wird kein gutes Haar an der Spielhilfe gelassen, da angeblich nichts neues drin steht und es wird auf verschiedene Bücher verwiesen (UdW, Die Zuflucht...) und gesagt das in der neuen RSH nichts drin setht was dort nicht auch schon stand.
Ich habe dich nicht missverstanden - jedenfalls nicht in dem Punkt -, sondern mich auf ein konkretes Zitat deinerseits bezogen:
Wow es wird immerwieder stark kritisiert das nicht viel neues im Vergleich zu UdW steht. Muss man jedesmal das Rad neu erfinden?
Dass das "stark" kritisiert wird, finde ich weniger "Wow", sondern nachvollziehbar. Ebenso halte ich "das Rad neu erfinden" für keine passende Redewendung, da eben in der aktuellen SH mit deutlich mehr Seiten für die Region kaum mehr dazu gesagt wird - so jedenfalls die Kritik.
Dass "kein gutes Haar" an der SH gelassen wird (lies: 1-Punkt-Bewertung), hat damit auch, aber nicht allein zu tun. Kritisiert wird zudem: das Cover, der Zeichenstil, die fehlende Kartentasche, die Oberflächlichkeit der Beschreibung (ungleich: nichts Neues) bzw. mangelnde Ausarbeitungen, fehlende Beschreibungen, etc. (und das sind nur Auszüge aus den ersten beiden Beiträgen). Die Verkürzung auf den Vorwurf, man habe 1-Sterne-Bewertungen vorgenommen, weil zu wenig Neues im Vgl. zu UdW zu finden sei, halte ich daher für falsch.
Die wievielte Wiederholung von der Idee "objektive" Bewertungen zu fordern ist das?
[mod]V.a. mal wieder an falscher Stelle. Entsprechende Diskussion bitte im zugehörigen Thread führen, nicht hier.[/mod]

omach
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von omach » 25.05.2016 15:25

Inzwischen hat Turbo-Rezensent Engor natürlich auch zu dieser Spielhilfe etwas hochgeladen.
Wie so oft fällt sein Fazit positiver als das der ausformulierten Reviewer hier aus (4 von 6), wahrscheinlich auch weil er deutlich mehr auf Bilder steht und mit den flacheren Texten weniger Probleme hat (so entnehme ich das zumindest früheren Aussagen).

Wenn man dann hinzunimmt, dass der aventurische Almanach von ihm volle 6 Punkte erhält, sieht man doch schon wohin die Reise mit dieser Spielhilfe geht.
Vergleichssystem? Skript für den "Troll dice roller":
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Engor
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Engor » 25.05.2016 15:57

omach hat geschrieben: Wie so oft fällt sein Fazit positiver als das der ausformulierten Reviewer hier aus (4 von 6), wahrscheinlich auch weil er deutlich mehr auf Bilder steht und mit den flacheren Texten weniger Probleme hat
Schade, dass es wohl ohne Polemik nicht geht...
So wie du es sagt, sind die "flacheren Texte" eine Tatsache und nicht persönliches Empfinden. Das nehme ich mir schlichtweg bei anderen nicht heraus, sie quasi als anspruchslos darzustellen, aber gut.
Zu meiner Empfindung: Es sind halt Rollenspieltexte, nicht Goethe oder Schiller, da habe ich weniger den Anspruch von Spracheleganz, sondern ich will die Text vernünftig nachvollziehen können und sie sollten funktional stimmig sein.

Zum Ganzen: Ich finde den Band von der Atmosphäre umd vom regionalen Flair her vollkommen in Ordnung, viele Bereiche lesen sich wirklich interessant und sind auch informativ, z.B, finde ich die Mysterien am Ende des Bandes sehr hilfreich zum Gesamtverständnis des Settings. Auch und gerade die feudalen Zustände finde ich gut dargestellt.
Im Designbereich hätte ich mir eine klarere Trennung zwischen Nostria und Andergast gewünscht, um mehr Übersichtlichkeit zu haben. Gerade bei den Städten hätte das meiner Meinung nach Sinn ergeben.
Als nicht sinnig empfinde ich es, vollkommen allgemeine Dinge wie Zaubersprüche in den Band zu packen, die gar keinen regionalen Bezug haben. Bei den Zaubersprüchen ist zwar erkennbar, dass die enthalten sind, damit man die beschriebenen Professionen spielen kann und sie einen Grundstock an Sprüchen haben. Aber das sind Sprüche, die auch außerhalb von Nostergast vollkommen gebräuchlich sind und nun werden die auch noch woanders abgedruckt werden. An der Stelle hätte man meiner Auffassung nach auf die Doppelung verzichten sollen und den Platz für regionalbezogene Dinge nutzen können.
Ich gebe 3 Punkte.

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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Jassafer al-Alam » 25.05.2016 16:32

Hallo zusammen,

ich habe das Gefühl, mich hier jetzt für meine Rezension verteidigen zu müssen, was eigentlich nicht sein sollte. Sicher ist meine Bewertung subjektiv, aber ich glaube schon, dass ich alle meine Punkte ausführlich begründet habe, und dabei habe ich nicht einmal alle Aspekte beleuchtet.
Beispielsweise fehlte noch, dass sich die vorliegende Spielhilfe teilweise selbst widerspricht. So wird auf S. 128 Bogumil von Langenmar aufgeführt, der als Freiherr von Buchenburg aufgeführt wird. Diese Freiherrschaft gibt es aber laut der Auflistung der Freiherrschaften von Andergast auf Seite 11 überhaupt nicht. Also liegen noch zusätzlich handwerkliche Mängel vor, die leicht hätten beseitigt werden können.
Natürlich ist der Band für Neueinsteiger deutlich nützlicher als für mich, der ich nun schon lange DSA spiele und vor allem Andergast gut kennengelernt habe.
Aber ich habe mich bei meiner Bewertung von der Frage leiten lassen, wie mir die Spielhilfe gefallen hat und eine entsprechende Bewertung abgegeben.

Viele Grüße,
Jassafer al-Alam

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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Assaltaro » 25.05.2016 16:38

Dann tut es mir leid. Ich hatte nur teilweise das Gefühl dass es massiv die Bewertung verschlechtert wenn nicht viel neues drin steht was ich für selbstverständlich halte.
Sicher wurde auch noch anderes kritisiert.
75% Method Actor, 71% Storyteller, ..., 17% Power Gamer

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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von omach » 25.05.2016 17:41

Engor hat geschrieben: Schade, dass es wohl ohne Polemik nicht geht...
So wie du es sagt, sind die "flacheren Texte" eine Tatsache und nicht persönliches Empfinden. Das nehme ich mir schlichtweg bei anderen nicht heraus, sie quasi als anspruchslos darzustellen, aber gut.
Zu meiner Empfindung: Es sind halt Rollenspieltexte, nicht Goethe oder Schiller, da habe ich weniger den Anspruch von Spracheleganz, sondern ich will die Text vernünftig nachvollziehen können und sie sollten funktional stimmig sein.
Ich sehe da keine Polemik. Wir hatten genau das Thema schonmal beim Almanach oder Bestiarium diskutiert, wo ich und andere deutlich schwankende sprachliche Qualität der Texte kritisiert hatten.
Ich hatte den Eindruck, dass du bisher kein Problem mit den Texten hast und mehr das Gesamtpaket betrachtest.
Genau das bestätigst du doch wieder, aber gut.

Im Vergleich zum Almanach (6 von 6) jedenfalls, wo du auch gesagt hattest, dass du da andere Maßsstäbe anlegst als bei einer Regio, ist dieses Werk ja auch bei dir deutlich abgewertet (4 von 6) - aus welchen Einzelkriterien auch immer.
Vergleichssystem? Skript für den "Troll dice roller":
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Andras Marwolaeth » 25.05.2016 20:58

Also ich habe "Unter dem Westwind" im Regal stehen. Da würden mich zur neuen Spielhilfe zwei Dinge interessieren:
In UdW beschäftigen sich 37 Seiten mit Andergast und Nostria. Wenn jetzt 192 Seiten da sind, was ist denn da alles dazu gekommen?
UdW stellt den Stand zum Jahr 1027 BF dar. Wieviel schreibt die neue Spielhilfe über die Zeit von da ab und wie viel hat sich in der Region seitdem verändert?

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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Keideran Labharion » 26.05.2016 14:06

196 Seiten abzüglich der Seiten, die keine Regionalbeschreibung, sondern Regelteil sind. Womit es immer noch mehr Seiten sind als in Unter dem Westwind. (Was für mich aber eher fragen aufwirft für andere Regionen, die trotz anderer Verteilung tendenziell weniger Seiten haben werden, wobei sie mehr Inhalt verhandeln als Nostria und Adergast. Man nehme etwa das Horasreich; selbst wenn man es auf zwei Bände – sagen wir mal Kernlande und Zyklopeninseln & Wilder Süden – auftelt, wird es für die Kernlande mit all den großen Städten … eng. Aber das ist eine andere Diskussion.)

Ich denke, es kann hier wirklich hilreich sein, ob man den Band – sowie die ganze Reihe – völlig frisch oder mit den Vorgängerpublikationen im Rücken bewertet. Gerade für Runden, die (noch) nicht auf DSA5 umgestiegen sind, kann das eine wichtige Frage sein, weil sie mit dem Band auch für einen Schwung Regelseiten bezahlen, die erstmal keine Verwendung finden.
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Jassafer al-Alam » 26.05.2016 14:17

Hallo zusammen,

den größten Block an neuem Inhalt stellt zweifelsohne der Regelteil dar, ca. 40-50 Seiten, wenn man die "kleineren" Regelkästen in der eigentlichen Spielhilfe mit berücksichtigt. Dann, und ich glaube, dass man das nicht unterschätzen sollte, ist die Schriftgröße gegenüber UdW größer geworden. Das ist positiv für die Lesbarkeit, reduziert aber den eigentlichen Umfang der Spielhilfe, auch wenn ich kaum einschätzen kann, ob der Effekt wirklich relevant ist. Aber auf 192 Seiten angerechnet macht das sicher etwas aus.
Zudem reduzieren die vielen Bilder ebenfalls den eigentlichen Textumfang, weswegen 192 Seiten zunächst einmal gut klingen, aber es de facto weniger sein dürften.

Dann gibt es bspw. mehr bzw. neue Meisterpersonen, wobei auf Grund der teilweise doppelten Aufführung wieder Platz verschenkt wurde. Die 10 Seiten Bestiarium sind gegenüber UdW dagegen komplett neu, inklusive eines deutlich knapper gehaltenen Herbariums samt Werten. Das war halt damals alles in der Zoo-Bot aufgeführt.
Dafür fehlt ein eigener Abschnitt zu den Goblins bzw. Orks in Nostria und Andergast - zumindest für die Goblins gibt es in UdW auf S. 144 eine knappe 1/4 Seite.
Die Historie ist natürlich weitergesponnen worden und stellt jetzt den Zustand 1039/1040 BF dar. Der zusätzliche Absatz über die Gegenwart ist aber lediglich 1/2 Seite lang.
Erwähnenswert ist an dieser Stelle vielleicht auch noch das Dörfchen Hollerdonk, welches man als Spielwiese für Helden betrachten kann. Die Idee ist prinzipiell auch nicht schlecht, richtet sich meiner Meinung nach aber eher an Neulinge.
Dann gibt es noch zusätzlich diverse Abschnitte, die es vorher nicht oder allenfalls als Unterpunkte gab wie bspw. "Maße und Gewichte", "Handel und Dienstleistungen" - inklusive einer Preisliste und vor allem einer ausführlichen Beschreibung eines Turniers.
Ich habe jetzt sicher nicht alles genannt, hoffe aber, dir trotzdem weitergeholfen zu haben.

Viele Grüße,
Jassafer al-Alam

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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Rhanaya » 27.05.2016 18:35

Hollerdonk ist kein guter Einfall. Im "Im Bann des Eichenkönig" war das wesentlich besser, dort war innerhalb einer DIN A4 Seite kurz erklärt wie ein typisches Dorf/Weiler/Freibauernhof aufgebaut ist. Damit konnte man schnell Dorf X aus dem Hut zaubern.

Statdessen gehen 4 Seiten, 5 mit Fee für ein Dorf drauf. Hätte man sich an "Eichenkönig" gehalten wären in diesen 4 Seiten wessentlich mehr Infos unterzubringen gewesen.

Jassafer al-Alam
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Re: Die Streitenden Königreiche Nostria und Andergast

Beitrag von Jassafer al-Alam » 27.05.2016 22:14

Hallo zusammen,

Hollerdonk ist sicherlich zu viel Platz gewidmet worden, aber trotzdem ist die grundsätzliche Idee, ein generisches Dorf präsentieren zu wollen, nicht schlecht, vor allem für Neueinsteiger, die "Im Bann des Eichenkönigs" nicht haben.
Allerdings weiß ich nicht, wie "generisch" Hollerdonk nun wirklich ist und inwiefern es repräsentativ für alle möglichen anderen Dörfer in Nostria/Andergast sein kann.
Dafür ist es für meinen Geschmack viel zu gut befestigt (Erdwall, Palisade, Tortürme), Grenzlage hin oder her - passender war da das Dorf Eberfeld auf S. 72 aus "Ritterburgen und Spelunken", welches als typischer Andergaster Rundling bezeichnet wurde.
Zudem fehlen auf der Karte die größeren Felder des Dorfes, die laut Beschreibung irgendwo dort liegen sollten - und es macht wenig Sinn, diese deutlich weiter außerhalb des Dorfes zu vermuten.
Und was mich ebenfalls irritiert ist die Herrschaft über das Dorf, welches mit ca. 100 Einwohnern durchaus zu den größeren zu rechnen ist. Da würde ich doch eher ein Ritter als Lehnsherrn annehmen, als einen Schulzen - der ja auch wieder von jemandem dort eingesetzt worden sein müsste. Als Erklärung könnte man natürlich sagen, dass man dieses Dorf theoretisch einem passenden Helden zum Lehen geben kann, aber diese Option bietet die Spielhilfe zumindest nicht explizit.

Viele Grüße,
Jassafer al-Alam

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