Söldner, Skalden, Steppenelfen

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Thallion
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Söldner, Skalden, Steppenelfen

Ungelesener Beitrag von Thallion » 02.11.2014 13:59

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte der im Oktober 2014 erschienenen Spielhilfe Söldner, Skalden, Steppenelfen.

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Söldner, Skalden, Steppenelfen
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Sumaro
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Re: Söldner, Skalden, Steppenelfen

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 02.11.2014 14:37

Hier gilt beinahe das gleiche wie bei den beiden Vorgängerbänden. Man hat ein paar schöne Bilder, ein paar schöne Geschichten und ein paar inspirierende Aufhänger für ABs. Aber regeltechnisch wurde bei den NSC auch hier wieder einiges gemurkst. Man muss dabei sagen, dass es nicht so schlimm ist wie bei den Vorgängerbänden. Es gibt nicht mehr ganz so viele exorbitante Eigenschaftssteigerungen und mehr sinnvolle Talentsteigerungen. Wirklich gut ist die Ausarbeitung aber dann doch noch nicht.

Man versucht hier eben einen Spagat zwischen Hintergrund und Regeltechnik. Die Leute, die eher aus "minderwertigen" Professionen kommen, haben auch als Veteran offenbar kaum was dazu gelernt (bzw. oft sogar nur Eigenschaften gesteigert, was allerdings kaum Sinn macht bei vielen, z.B. der zwergische Goldsucher, der auch als Veteran kaum was gesteigert hat) während die Professionen, die man auch als Held vorstellen kann mit deutlich mehr sinnvollen Talenten und auch einem besseren Steigerungsportfolio ausgestattet wurden (v.a. die Ifirngeweihte, die als Veteranin in Sachen Steigerungen definitiv fast alle anderen Professionen aussticht). Besser, aber noch nicht gut.

Einige Designentscheidungen gefallen mir auch nur bedingt. Solche Sachen wie der Archetyp-Firnelf mit Blutrausch bei Alkohol. Oder die Generierung der Shakagra, die in allem schlechter ist als die elfischen Äquivalente. Dann regeltechnische Schnitzer bei diversen Professionen mit richtig viel Kampf-TaW aber ohne SF (z.B. der Eulenhexer mit Stäbe 18 als Veteran und keinem einzigen Kampfmanöver). Auch die Einteilung diverser Fähigkeiten unter SF (z.B. Paktgaben) oder das Versehen mit Talentwerten von solchen Fähigkeiten wie Herrschaft über Dschinne beim Pakt. Der Veteranen-Firuni mit Wildnisleben 12 (wogegen die Abenteuerin mit deutlich weniger AP 15 hat und die Ifirnpriesterin stolze 17, aber die ist auch mit der stärkste wertetechnische NSC im gesamten Band).

Es geht schlichtweg nicht hervor, was nun ein Veteran eigentlich sein soll und wie viel AP das bedeutet. Die Kontoristin ist eine schlechtere Buchhalterin als der Bronnjar, hat KL 17 und Rechnen 11. So würde man doch nicht einen derartigen Charakter steigern...

Aber gut, es finden sich viele kleinere und größere Schnitzer (Schildkampf II bei der Golgaritin mit KK 14 z.B. oder KK 13 bei der Schattenlandesöldnerin bis zum Dämonenprediger, wo man irgendwie sehr durcheinander gekommen ist mit den Paktfähigkeiten), aber es ist eine Besserung zu erkennen und weil mir die meisten Bilder zusagen, gebe ich 3 Punkte.
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

loncaros
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Re: Söldner, Skalden, Steppenelfen

Ungelesener Beitrag von loncaros » 02.11.2014 15:00

Was ist überhaupt ein Kristallbogen?

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Olvir Albruch
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Re: Söldner, Skalden, Steppenelfen

Ungelesener Beitrag von Olvir Albruch » 02.11.2014 17:42

Ich bin mit dem Band bislang nicht sonderlich zufrieden. Mein Fokus liegt bei den purpurnen Bänden klar auf der Sammlung an Meisterpersonen und v.a. den Illustrationen. Die Werte können andere besser beurteilen als ich.

In allen Belangen reicht SSS aber mMn nicht an seinen - in meinen Augen - grandiosen Vorgänger GGG heran, bei dem von der Zusammenstellung der NSCs bis hin zu den erstklassigen Bildern einfach alles stimmte.

Bei SSS jedoch fehlt mir grundsätzlich schon einmal der rote Faden im Konzept. Der Band versucht, ein viel zu großes geographisches Gebiet abzudecken, wodurch er wie ein buntes Potpourri unzusammenhängender Charaktere wirkt. Thorwaler Piratin neben Steppenelf, Bronnjar, Gravesh-Priester und schwarztobrischem Dämonenanhänger? Ne, das ist mir zu undefiniert und ich weiß nicht recht, ob der Band Fisch oder Fleisch ist.

Hinzu kommen Fehler, die man bereits in KKK begangen hatte, wie die Rückkehr trivialster Professionen (Schweinehirtin, Flößer, ...), die im Regelfall null Abenteuerrelevanz und somit für mich keinen Verwendungszweck haben. Auch mit einigen der Illustrationen bin ich nicht mehr so zufrieden und fühle mich ebenfalls wieder an KKK erinnert.

Gegenüber den 5 Punkten, die noch GGG von mir erhalten hatte, geht es hier deutlich bergab auf vorerst 3 Punkte, bis ich den Band auch in der Praxis erproben konnte.

MfG,
Olvir Albruch
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Captain Charisma
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Re: Söldner, Skalden, Steppenelfen

Ungelesener Beitrag von Captain Charisma » 03.11.2014 19:31

loncaros hat geschrieben:Was ist überhaupt ein Kristallbogen?
Das ist ein Bogen, den sich die Firnelfen aus dem Stachel eines Eisigels gehäkelt haben, wenn ich mich nicht irre.

@topic: Man hat nette Kurzgeschichten, schöne Bilder und einen einzigen Murks aus Unstimmigkeiten und Regelfehlern. Für Sammler empfehlenswert, für Spieler nicht zu gebrauchen.

gralkor
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Re: Söldner, Skalden, Steppenelfen

Ungelesener Beitrag von gralkor » 06.11.2014 14:20

Dasselbe wie bei den ersten beiden Bänden im namenlosen Purpur:
- unkreative NPC
- nette Bilder (zwischen mäßig und wirklich schön schwankend)
- langweilige 08/15 stories
- Mehrwert 0

dazu kommen hier noch Orks, die keine Orks sind.
0 Punkte leider nicht möglich.

G.

Jadoran
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Söldner, Skalden, Steppenelfen

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 25.06.2018 11:29

Nachdem die Meisterpersonen aus den Tulamidenladen recht erfreulich waren, hatte ich mir in einem Anfall von Optimismus auch Söldner, Skalden, Steppenelfen zugelegt.

Zunächst einmal das Formale:
Der Aufbau des Hardcovers folgt dem bekannten Muster, wobei die NSC's alphabetisch sortiert sind. Die alphabetische Sortierung ist besser als keine, aber „Themencluster“ wären in meinen Augen besser gewesen.
Die Zeichnungen sind von sehr unterschiedlicher Qualität (wobei hier natürlich der persönliche Geschmack reinspielt), aber vom rein „handwerklichen“ Aspekt ist alles zwischen hervorragend (komplexe Körperhaltungen, ausdrucksstarke Gesichter, saubere Details) bis hin zu so eben noch ausreichend. (statische Haltung, flächige Darstellung ohne Tiefe, ausdruckslose Gesichter) zu finden. Die Messlatte lege ich dabei durchaus hoch an, schließlich wird der hohe Preis ja auch damit erklärt. Ich habe das Gefühl, dass die Textautoren mit den Illustratoren nicht viel zu tun hatten, denn der Text passt oft nicht wirklich zum Bild. Aber vielleicht war da auch nur das Lektorat nachsichtig

Inhaltlich gibt es mehrere Punkte. Die Auswahl der Berufe ist im Großen und Ganzen recht vernünftig, die meisten „Generika“ unter den NSC sind enthalten, manche sogar mehrfach. Die Kurzgeschichten sind teilweise miteinander sehr lose verbunden (zumeist ohne wirklichen Spannungsbogen) und recht unterschiedlicher Qualität. Bei manchen – etwa der Nekromantin oder der Schwarzsöldnerin, sind auch in der Kurzgeschichte Anregungen vorhanden und der Autor hat sich der Figur mit Phantasie genähert, so dass ein Meister inspiriert wird, auch einen etwas ungewöhnlichen oder vom Klischee abweichenden Vertreter seiner Gattung zu präsentieren. Manche sind durchaus witzig (wie der „Todesarten-Kasten“ bei der Abenteurerin)
Andere sind sehr Schema-F und/oder (die Verlockung ist wohl immer groß) typische Helden-Einstiegs-Biographien, mit denen sich, selbst wenn sie nett geschrieben sind, wenig anfangen lässt. (Die kleine Schweinehirtin etwa). Andere wiederum, z.B. die Schneepelzork Elfenjagd und die Shakagra Menschenjagd, sind einfach nur recht fade, unergiebig und rangieren in meinen Augen in der unteren FanFic-Skala. (Ja, das ist gemein, aber für 34,95 Euronen sind die Erwartungen halt hoch)
Die Geschichte mit der Trollzackerin ist einfach nur dumm (Ich ramme mir den Dolch bis zum Heft durch die Waffenhand um zu zeigen, wie toll ich Schmerzen aushalten kann... klar doch. Und mit welcher Hand kämpfe ich anschließend?) Ich könnte noch fortfahren...

Was mir bei der Abdeckung der Schattenlande fehlte waren ein Fürstkomturscher Berufsoffizier und die allseits beliebte Schwarze Amazone, ein „Igor“ und eine Meisterschülerin eines Schwarzmagiers.
Was ich überflüssig fand waren z.B. der Deichbauer, die Nordpolwirtin (beides eigentlich Doubletten), das Swafnirkind (ein walwütiger Thorwaler, sowas aber auch)
Gewünscht hätte ich mir eine differenzierte Betrachtung der Dämonenprediger – einmal gerne die dargestellten Hundsvötter, aber eben auch die (in Schattenlanden erwähnten), die sich ähnlich der Achazpriester für ihre Gemeinschaft opfern um Schaden von ihr fernzuhalten.
Was das Regeltechnische angeht fand ich in den wenigen Kästen, die ich durchging, durchweg große Schwächen, die auf eine Schnellgenerierung hindeuten. NSC, die im Zweifelsfalle angeblich schnell die Flucht ergreifen, haben Verstecken, Schleichen und Athletik nahe Null, Händler, die nicht vernünftig rechnen können – zuweilen fasst man sich an den Kopf. Aus meiner Sicht wird auch zu wenig mit Talent-Spezialisierungen gearbeitet, die die Stärken eines NSC beleuchten. Tendenziell sind Menschkenntnis und Überreden in astronomischen Höhen, selbst bei arroganten und jähzornigen Zeitgenossen.

Insgesamt enttäuscht mich das Buch. Die wenigsten Kurzgeschichten/Abenteueranregungen geben wirklich Impulse, nur wenige Bilder sind inspirierend und die Wertekästen bedürfen in fast jedem Fall einer sorgsamen Kontrolle und Korrektur, bevor man sie verwendet.

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