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S03 Vater der Fluten

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Olvir Albruch
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S03 Vater der Fluten

Beitrag von Olvir Albruch » 02.09.2010 12:45

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte der im April 2010 erschienenen Spielhilfe Vater der Fluten.

Bild

Vater der Fluten
Vielleicht hast du Erfahrungen mit mit der Spielhilfe gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps, Fragen oder Meinungen zum Band. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread die Spielhilfe auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Nutzer zu bieten.

Bitte nur dann abstimmen, wenn du die Spielhilfe kennst!
Zuletzt geändert von Olvir Albruch am 24.07.2013 13:55, insgesamt 2-mal geändert.

Dirial
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Re: Vater der Fluten

Beitrag von Dirial » 16.11.2010 19:01

Ich kopiere mal meine Bewertung von Alveran.
So, ich habe mein Exemplar vom f-shop bekommen. Ich habe gerade nicht viel Zeit, trotzdem ein paar Eindrücke:

-Man hat sich scheinbar große Mühe gemacht, die anderen Publikationen tischrollenspieltauglich zu machen.

-Die Hintergründe scheinen ausführlich zu sein, inklusive vieler NSC-Beschreibungen und alternativer Verwendungsweisen für diese.

-Querverbindungen zur Drachenchronik und zu Drakensang 1 werden dargestellt.

-Der Band ist das wahrscheinlich am besten verarbeitete und aussehende Buch, dass für DSA je erschienen ist! Hochglanzpapier, Vollfarbigkeit und sehr viele Illustrationen, die das auch auszunutzen wissen.

Mehr dazu, wenn ich den Band durchgelesen habe.
So, ich habe übers Wochenende etwas geschmökert, und kann meine Punkte von weiter oben noch einmal unterstreichen. Ich finde die Spielhilfe ziemlich gut gelungen, nicht zu letzt was die Optik angeht. Dass in Zukunft alle DSA-Produkte so aussehen, ist wohl utopisch, aber trotzdem Daumen hoch.

Die Verknüpfung der Abenteuer wird deutlich, auch wenn ich es mir etwas anstrengend vorstelle, alles mit der gleichen Gruppe zu spielen. Dabei gefällt mir "Saat des Zorns" am wenigsten, da sind zu viele abgehobene Sachen drin. Die beiden anderen Geschichten haben durchaus Charme, ohne abzuheben.

Als Vorspiel zur Answinkrise oder auch der G7 finde ich das ganze recht ansprechend, wobei die Konfrontationen mit Kaltenstein und
Meisterinformationen zu: "Staub und Sterne": Liscom
wohl leider ziemlich ähnlich ablaufen wird.

Werte und weiterer Lebenslauf von allen wichtigen und manchen unwichtigen Figuren sind vorhanden, wobei sich auch dabei der ein oder andere Fehler eingeschlichen hat. Mir ist allerdings nichts weltbewegendes aufgefallen (im Gegensatz zu Staub und Sterne hat der Oberböse sogar Astralenergie erhalten :) .)

Insgesamt könnte ich mir vorstellen, dass in Zukunft mehr derartige Bände herauskommen könnten, um Spielgruppen zu bedienen, denen ein freieres Spiel mit dem Hintergrund am Herzen liegt. Eine vorgeschrieben Handlung gibt es nicht, lediglich die Handlungen der Publikationen sind zusammengefasst, ohne bindend zu sein.

Ein letztes noch: Die Veränderungen durch diesen Band sind logischerweise klein, was aber gerade auf Drakensang 1 nicht zutrifft. Dieses bietet jedoch einen exzellenten Aufhänger für die Drachenchronik und auch sonst könnte man aus der Geschichte einiges rausholen. Das Kapitel über die Hintergründe von Drakensang 1 in "Vater der Fluten" hat mir richtig den Mund wässrig gemacht auf einen vergleichbaren Band zu Drakensang 1.
Trotzdem bleiben ungeklärte Fragen.
Die geheime Agenda Kaltensteins und Josmines Lebensweg sollen später noch mal aufgegriffen werden, genau wie Moras weiterer Lebensweg. Da Drakensang keinen weiteren Teil bekommen wird, und das offizielle Aventurien viele Jahre in der Zukunft liegt: Ist das immer noch geplant?

Was könnte Kaltensteins Agenda sein? Auf welcher Seite würden seine Anhänger z.B. in der G7 stehen? Er selbst lehnt Schwarzmagie ab, doch als Bekämpfer der Borbaradianer kann ich mir seine Anhänger nicht gerade vorstellen.
Ich gebe 4 Punkte.

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Xeledorn
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Re: Vater der Fluten

Beitrag von Xeledorn » 05.03.2011 09:04

Vater der Fluten ist fast sowas wie der Vater aller kommenden Hochglanzspielhilfen.

Selten wurde bei DSA soviel Wert auf die Optik des Buches gelegt. Abgesehen davon, dass ich als Sammler eh fast alles Kaufe, wo so ein Auge drauf ist, war ich Anfangs schon skeptisch, ob die Spielhilfe neben dem Werbeeffekt für Drakensang und DSA einen spielerischen Wert hat.

Als ich dann in dem Buch gelesen und geblättert habe war ich hin und weg.

Das Buch ist eine tolle Spielhilfe für Meister die gerne selber Geschichten und Abenteuer entwickeln. In mancher Hinsicht hat mich das Buch an alte klassische Spielhilfen wie die SH2 und SH3 erinnert.

Ich kann jedem Fan nur empfehlen das Buch zu kaufen. Ich rechne nicht damit, dass so schnell noch eine weitere Spielhilfe in dieser Stimmungsvollen Aufmachung erscheinen wird. Grade die ganzen Artworks von Drakensang (PC) haben sehr zum positiven Gesamtbild des Bandes beigetragen.

Es bleibt also nur die Hoffnung, dass der "Abfall" von zukünftigen DSA Computerspielen wie Demonicon oder dem noch nicht namentlich bekannten Adventure von Daedalic ähnliche Spielhilfen nach sich ziehen wird.

5 Sterne für diesen Ausnahme Band

Gurney
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Re: Vater der Fluten

Beitrag von Gurney » 30.07.2011 14:13

Die beste und leider auch unterschätzteste Spielhilfe überhaupt!

VdF ist nicht perfekt, aber näher dran als alles was DSA sonst zu bieten hat. Herrausragend sind hier:
1. Layout: Tolle Zeichnungen, Vollfarbdruck und guter Satz. Es wurden einerseits genug Bilder an den richtigen Stellen übernommen, daß sich der PC-spiler "zu hause" fühlt, anderseits bekommt der Nicht-PC-Spieler von allem einen schönen Eindruck.

2. Hohe "Am Fluß der Zeit" Tauglichkeit:
Man hat hier die möglichkeit mit einer Gruppe das komplette PC-Spiel nachzuspielen, ohne größere Verluste(ok, statt Jagdgebiet Moorbrück, ist aber für die Handlung kaum störend)

3.Hohe allgemeine Tauglichkeit (das ist der ausschlaggebenste Punkt für mich):
VdF bietet sehr detailierte Orts- und Personenbeschreibungen, sowie über 40 Plothooks, die man auch ohne das PC-Spiel zu kennen oder zu beachten Spielen kann. Hierbei ist alles Wage genug gehalten, daß man die Stories zwar an AFdZ anpassen kann s.o. aber überhaupt nicht muß. Zeitgleich erhält man eine wunderbare Sandbox "Der Kosch im Jahre 1009 BF". Hier kann man sich "austoben".
In seiner Beschreibungsdichte übertrifft VdF P&D noch bei weitem, vor allem, da man mehr Abbildungen und besser ausgearbeitete NPCs hat. Allein mit dem Basis HC (bzw. einem Regelwerk) und diesem Band könnte man Jahre Spielen, verschiedenste ABs schreiben/ausarbeiten und würde die offiz. Setzung nicht verletzten ...

Gerade im Hinblick auf den letzten Punkt ist es Schade, daß VdF laut der Gotongi Umfrage eine ziemlich geringe Verbreitung aufweist, denn viele Unzufriedene und auch gerade Gelegenheitsspieler hätten hier eine schöne Möglichkeit(da man immer in der gleichen Region mit festen Personen(mit Abbildungen) spielt fällt es leichter "orientiert" zu bleiben). Anderseits hätten Unzufriedene hier eben die Aventuriensandbox (sowohl PC-Spiel, als auch VdF haben es irgendwie geschafft Orte für nahezu alle Handlungen auf ein paar Quadratmeilen Kosch zu verteilen ... ), es ist zwar alles im kleinen, aber irgendiwe drinn, kleine Auswahl für interessierte:

Meisterinformationen zu: "": Nadoret: Stadt mit Diebesgilde, Händlern, korrupten Beamten, Werwolfplage, Gruftdungeon, illeg. Arena usw.
insel des Vergessens: Verfluchter Efferdtempel
Zollfeste: voller korrupter Soldaten, die man auch um die Ecke bringen kann ...
Hammerberg: Piratennest, Zwergenbinge (mit Fluch)
Moorbrück: Untotenverseuchter Sumpf, Nekromanten
Baronsburg: noch eine weitere Burg zur freien Verwendung für mehrere Jahre
+ weitere Dörfer, bosparanische Ruinen, Übergänge in die Feenwelt, Elfensiedlung usw


Kurz: Mehr Spielinhalt gibt es für das Geld nicht und schöner präsentierten schon gar nicht. Eine Settingbeschreibung, die in ihrer Detailfülle und Meisterfreiheit ihres gleichen sucht (Ok, DDZ, aber im modernen Aventurien ungeschlagen).
Absolute spitzenklasse, schade nur, daß es vermutlich nie wieder so etwas geben wird ...

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Vibarts Voice
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Re: Vater der Fluten

Beitrag von Vibarts Voice » 09.08.2011 09:19

Optisch ein wahrer Leckerbissen. Wenn man das Computerspiel aber durch hat, dann fällt auf, dass die SH in der Hauptsache versucht, die Quests aus dem Spiel und deren Orte an den Spieltisch zu übertragen. Wirklich originären Inhalt, Spielhilfe über die Level von Drakensang 2 hinaus oder weitere Hintergrundinformationen zum Raulschen Reich am Großen Fluss habe ich für meinen Geschmack zu wenig erhalten. Darüber hinaus finde ich, dass verschiedene Questen und Rätsel, die in einem Computerspiel gut funktionieren, für einen P&P-Abend nicht unbedingt der Bringer sind. Hier hätte ich mir mehr Abwandlung und freiere Gestaltung gewünscht. Auch das Dungeon-Design ist 1:1 aus der PC-Vorlage übernommen (samt Screenshots der Mapping-Funktion) und hat damit deutlich Videospiel-Atmosphäre.

Wen diese große Nähe zum (gelungenen) PC-Games nicht stört, erhält einen optisch tollen Band, der es ermöglichen soll, die Ereignisse des Computerspiels mit seiner DSA-Runde nachzuspielen.
Zuletzt geändert von Vibarts Voice am 09.08.2011 09:20, insgesamt 1-mal geändert.

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egi.dius
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Re: Vater der Fluten

Beitrag von egi.dius » 04.12.2011 19:23

Joa. Ein optisch sehr hübscher Band von zweifelhaftem Nutzen...
Für gewöhnlichen P&P-DSA-Gebrauch braucht man ihn nicht, aber zum Nachspielen der Drakensangquests am Spieltisch scheint er mir verwertbar.

3 Punkte
Kommt - Paralysis auf euch samt dem Gurgulum.
Nein - das wäre zu einfach, ich muß weg!

Belfionn
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Re: Vater der Fluten

Beitrag von Belfionn » 07.02.2012 15:34

Die positiven Aspekte wurden oben schon genannt, daher fasse ich sie nur mal kurz zusammen.

Tops:
-das Konzept, das freieres Spiel und Plot toll kombiniert
-gelungene Umsetzung des Computerspiels für den Spieltisch sowie kompakte Erläuterung der Hintergründe und Handlungen von Fluss der Zeit, Ferdoker Pergament und Saat des Zorns
-viele Plothooks und spannende Ideen
-viele interessante Orte und Personen, wobei auch auf Verwendungszweck und Motivation eingegangen wird
-überwiegend schöne, übersichtliche Gestaltung
-Vollfarbigkeit ermöglicht schöne, stimmungsvolle Bilder (sowohl großformatige wie Wasserdrache oder Isaliel als auch normalgroße wie NSC-Porträts)
-viele Karten und Pläne (darunter auch die ganzseitige, bunte Karte der Region)
-kurze, knackige Beschreibung des Kosch in der Hal-Zeit

Leider gibt es aber auch einige negative Dinge:

Flops:
-unglaublich viele Fehler (Rechtschreibung, gruseliger Satzbau)
-Unstimmigkeiten (im Text wird als Seelentier etwas anderes genannt als im Wertekasten, seltsame NSC-Werte)
-teils unübersichtliche Gliederung (Der Plotstrang zu Zarassu wird z.T. beim Ferdoker Pergament, z.T. beim Text zu Mantra'ken beschrieben)
-teils fehlende Darstellung essentieller Aspekte (z.B. Kaltensteins Agenda, Beschreibung von Zarassus Kerker, Werte und Beschreibung der Monster im verfluchten Efferdtempel)
-teilweise langweilige oder überflüssige Informationen (speziell Motivationen und Verwendungszweck von einigen NSCs sind Allgemeinplätze)

Fazit: Vater der Fluten ist eine tolle, richtungsweisende Spielhilfe, die eigentlich locker 5 Punkte verdient hat und hoffentlich als Referenz für weitere Publikationen dient. Das Konzept gefällt mir ausgezeichnet, die Umsetzung hat leider noch einige Macken, was die Wertung auf 4 Punkte runter zieht.

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Olvir Albruch
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Re: Vater der Fluten

Beitrag von Olvir Albruch » 07.02.2012 17:03

Ein toller Band, der auch die behandelten Themen, Personen, Orte, usw. sehr gut darstellt.

Aber irgendwie wirkt er auf mich auch unstrukturiert, da er eben tatsächlich alles Mögliche - wenngleich gut - behandelt, und ist letzten Endes dadurch ein wenig unnütz. Wirklich hilfreich ist er echt nur, wenn man Drakensang bzw. eher dessen Inhalte auf den P&P-Tisch bringen möchte.

Optisch natürlich ein echter Leckerbissen, auch wenn mir die vielen Computerspiel-Grafiken nicht so zusagen.

Insgesamt 3 Punkte, für die v.a. die Aufmachung sorgt. Wäre diese Standard, wären es weniger, da der Inhalt mich nicht überzeugen kann.

MfG,
Olvir Albruch
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Curthan Mercatio
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Re: Vater der Fluten

Beitrag von Curthan Mercatio » 09.02.2012 10:19

Ich hätte mir noch mehr Informationen über Plots jenseits des Drankensang-Plots gewünscht. Mit Spielern, die Drakensang bereits gespielt haben, ist der Mehrwert gering. Zudem wurde mir zu viel Platz für Standard-NSCs und für unaufregende (...im Spiel) Kästen verschwendet. Da wird eine ganze Piratenmannschaft beschrieben, die vermutlich ohnehin nur als Kampfbegegnung taugt. Und der Kapitän kann als Auftraggeber oder Gegenspieler fungieren, na sieh mal einer an.

Trotzdem 4 Punkte für zahlreiche brauchbare Plothooks und die nette Gestaltung.
Ilaris - die Ritualzauberer kommen!

Khadan
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Re: Vater der Fluten

Beitrag von Khadan » 24.02.2012 07:16

Sehr schöne Spielhilfe! Die Zeichnungen sind ein Traum und der modulare Aufbau gefällt mir sehr gut. Neben Ort- und Personenbeschreibungen sind gute Ansätze für zahlreiche Abenteuer dabei. Größtes persönliches Manko sind die Wertekästen. Da hat leider jemand ordentlich geschlampt, wobei das aber in fast jeder DSA Publikation der Fall ist in der Werte genannt werden. Dennoch habe ich lieber fehlerhafte Werte als nebulöse Beschreibungen.

Ich habe die "Kampagne" zusammen mit einer erfahrenen Spielleiterin für unsere neue Gruppe gemeistert. Da einige DSA Neulinge dabei waren, kann ich auch behaupten, dass sich das Buch auch gut dafür eignet Spieler in die DSA Welt einzuführen, da die Handlung recht geradlinig ist, man aber selbst gut Nuancen setzen kann und man sozusagen "Anschauungsmaterial" hat. Wir haben das Buch als eine Art Kampagne gespielt und dazu auch die anderen Drakensang Abenteuer eingebaut. Wir haben einige Dinge geändert und nutzten die Kampagne als eine Art Einleitung für die Phileasson Kampagne (zweite Hälfte).

Alles in allem nach WdS und LC für die Freundin, die beste Investition die ich DSA technisch je getätigt habe (ok Meisterschirm, Würfelbecher und andere Gebrauchsdinge nicht miteinberechnet).

Es gibt allerdings den Haken, dass man am besten das Computerspiel gespielt haben sollte um die Kampagne gut zu leiten. Auf der anderen Seite (des Meisterschirms) habe ich auch einige Teile selber als Spieler erlebt und fand es trotzdem gut, obwohl die Handlung bekannt war.

Ich fände es toll, wenn das Konzept Region plus Abenteueransätze in der Form weiterverfolgt wird.

Von mir gibt es 5 Punkte.

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BenjaminK
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Re: Vater der Fluten

Beitrag von BenjaminK » 01.12.2015 10:18

Ich hab Vater der Fluten als Sandbox-Kampagne benutzt. Die Region um den großen Fluss war anschaulich und mit viel Liebe zum Detail beschrieben, die Plots, Quests, Szenarien oder wie man sie nennen mag, waren alle samt in sich geradlinig.

Die einzelnen Stationen sind oftmals sehr liebevoll ausgearbeitet, aber die Verbindung zwischen den Stationen fehlt und muss selbst ausgearbeitet oder improvisiert werden. Bei einer Sandbox braucht man natürlich genau diese Freiheit, wodurch es aber im Aufwand für den Spielleiter steigt. Dann und wann eröffnen sich kleine Lücken in der Logik, die im Computerspiel vielleicht dadurch gelöst werden, dass bestimmte Gebiete erst durch eine bestimmte Quest freigeschaltet werden. Der Tischrollenspieler fragt aber zurecht, warum er nicht einfach alle Seitenarme des großen Flusses erkunden kann, um nach einem Stützpunkt der Piraten zu suchen, ohne dass Ardo vorher geheilt wurde.

Die Fülle der einzelnen Betätigungsfelder hat dafür gesorgt, dass wir über 120 Stunden an den Ufern des großen Flusses verbracht haben. Dabei haben wir einige Stationen ungelöst gelassen, wie zB die Höhle im Bodin, den alten Tempel des Emmeran und die Befriedung der Morrbrücker Sümpfe. Diese Fülle und Spielzeit hat dafür gesorgt, dass bei unserer Runde die Mitschriften unter der Überschrift "Vater der Fluten - oder: Die Nadoret-Kampagne" standen.

Eingebettet habe ich Vater der Fluten als Auftakt zur Answinkrise. Das funktioniert super, lenkt schonmal den Verdacht auf politische Umwälzungen etc.

Ohne Drakensang: Am Fluss der Zeit vorher gespielt zu haben, hätte mir an der einen um der anderen Stelle Kopfzerbrechen bereitet. Es ist daher auf jeden Fall lohnenswert als Vorbereitung das Spiel durchzuspielen, bevor man das 'Abenteuer' leitet.

Von mir gibt es 5 Punkte. Vielleicht sind an einigen Ecken und Enden noch Sachen offen oder unklar, andererseits hat man das bei jeder Publikation. Dafür gab mir die Kampagne 120h Spielzeit, was bei anderen Abenteuern meistens niedriger ausfällt.
Leitet gerade;
G7-Gruppe 166h
MR-Gruppe 640h

seldrian
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Re: Vater der Fluten

Beitrag von seldrian » 21.01.2017 19:15

Hallo,

ich wollte mal fragen, wie der Punkt gelöst ist, den Inhalt des Buches für Charaktere aus dem heutigen Aventurien nutzbar zu machen? Das wäre für mich ein wichtiges Aspekt bei einer Kaufentscheidung. Danke für Hinweise!

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Sibylla
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Re: Vater der Fluten

Beitrag von Sibylla » 23.01.2017 13:19

Ich hatte das Abenteuer als Spielerin wahrhaft genossen - es ist meiner Ansicht nach grandios. Wieviele Stunden wir daran gesessen hatten, kann ich nicht sagen, den Überblick darüber habe ich verloren. Ich kann nur sagen, dass unsere Runde teils samstags um 11:00h mit RPG-Brunch angefangen und sonntags 05:00h aufgehört hatte. Es war teils wie ein Sog - Hunger, Übermüdung, Frustration usw waren irgendwann völlig egal, weil jeder von uns die *** Josemine von der Klamm erledigen und das Geheimnis um den dusseligen Baum in Moorbrück lösen wollte.

Irgendwann hatten wir das Abenteuer in "Die Nadoret-Kampagne" umgetauft. Und sind ein zweites Mal mit unseren Chars nach Nadoret zurückgekommen - einfach weil noch so viele Fragen und Plots ungeklärt waren. Auch wenn zwei Chars in Nadoret ihr Leben gelassen hatten - ich bin sicher, der eine oder andere wird sich "In der aufstrebenden Perle am Großen Fluss" (Zitat vom Vogt) irgendwann dort zur Ruhe setzen :wink: Land & Leute von Ferdok bis Thurstein hatten wir hervorragend kennengelernt und x-Mal rauf und runter bereist - ohne dass es langweilig wurde! -, so dass ich sagen kann, dieses kleine Stückchen Aventurien wie meine Westentasche zu kennen

Doch nun ernsthaft zurück: Die NSCs sind so vielfältig und die Plot-Stränge so in einander verwoben, dass ich in der dritten Session mit einem Mindmap angefangen hatte. Hätte ich zu diesem Zeitpunkt gewusst, dass das irgendwann mehrere Seiten haben wird, hätte ich dafür mit Sicherheit nicht Word genutzt, sondern mir dafür eine richtige Software auf den Rechner gezogen :wink: :wink:
Ich habe das Mindmap beigefügt, vielleicht hilft es dem einen oder anderen SL zur Vorbereitung.

Für Spieler: Vorsicht! Das Mindmap ist ganz gewaltiger Spoiler!

Wie gesagt habe ich das Abenteuer als Spieler erlebt - über Orthographie, Sinnhaftigkeit der Sätze, Plausibilität der publizierten Handlungsstränge usw kann ich nicht urteilen. Das, was unser Sl daraus gemacht hat, ist jedenfalls eines der besten Abenteuer, was ich je gespielt habe.

5 Punkte!!!
Dateianhänge
Mindmap 2 zur Nadored-Kampagne.docx
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LG,
Sibylla

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