drachis kleiner Con-Ratgeber


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 Betreff des Beitrags: drachis kleiner Con-Ratgeber
BeitragVerfasst: 24.11.2004 21:08 
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Was Ist ein Con?
Was ist wichtig zu Wissen, wenn ich einen Besuchen möchte?


Ich gehe seit etwa 5 Jahren mehr oder weniger regelmäßig auf Cons und kenne da das eine oder andere ;-)
Da in letzter Zeit einige Fragen dazu gegeben hat, will ich mal Versuchen, meine Erfahrungen zu Teilen

Also, was ist ein(e) Rollenspiel-Con?

Generell ist es eine Veranstaltung, auf der sich Leute wie wir Treffen und unter anderem Rollenspiele spielen
  • Es gibt zum einen die "Grossen"
    Nordcon, Ratcon, Feencon, Dreieich und Hannover Spielt
    Diese haben von etwa 1000 bis über 4000 Besucher und bieten vor allem viel Rahmenprogramm (Workshops, Lesungen, Signier-/Zeichenstunden) aufgrund dieses Rahmenprogramms sind solche Cons zum reinschnuppern ganz praktisch, weil man quasi alles mal sehen kann, aber zum ruhigen entspannten spielen sind solche Veranstaltungen gelegentlich etwas zu groß, viele gehen auch nicht zum Spielen dorthin, sondern zum Leute treffen, sich informieren, seinen Char zeichnen zu lassen, die Redaktion mit Fragen zu nerven ;-) und all so was. Wer zum Spielen dorthin geht, der findet eigentlich immer Runden, die qualitativ von genial bis grottenschlecht schwanken, was man häufig erst zu spät merkt, weil man meist nicht die Gelegenheit hat, den SL vorher "abzuklopfen"
    Als Special Event gibt es auf Cons dieser Größe häufig Runden mit mehreren Gruppen gleichzeitig und ähnliches (24 Stunden Run für ShadowRun, Alveranier-Runden mit von Fanpro ausgesuchten DSA SLs, Promorunden anderer Systeme)
  • Die Spielemesse in Essen zähle ich dabei nicht als Con, dort gibt es quasi keine Spielrunden in dem Sinne und der Rollenspielbereich ist auch relativ klein (aber es kommen über 100000 Leute) aber wenn ihr auch Brett/Gesellschaftsspiele spielt, ist die Messe ein Mekka
  • Dann gibt es so die mittlere Größe an Cons (1000-400), deutlich weniger Rahmenprogramm, aber mehr Runden pro Besucher (muss ja, weil die Besucher sich nebenher ja kaum mit Rahmenprogramm beschäftigen können)
    Solche Cons sind meist nur von regionaler Bedeutung und ziehen hauptsächlich Besucher aus der Umgebung an.
    Hier hat man eher mal die Gelegenheit, sich nen SL vorher zu schnappen und paar Fragen zu stellen, was einen häufig aber nicht immer vor Fehlgriffen bewahrt.
    Specials gibt es eher selten, deren Qualität eher durchwachsener (gerade zum leiten von Mehrgruppenabenteuern braucht man einiges an Erfahrung/Übung, Promorunden gibt es nur für wenige Systeme)
  • Dann gibt es noch die kleinen Cons (400-20), dort ist das Angebot meist sehr überschaubar, das Publikum in den seltensten Fällen mehr als 50 km gefahren, dafür ist die Atmosphäre familiärer und man kann recht gut die Qualität der Spielrunden einschätzen. Allerdings sollte man nicht zu viele verschiedene Systeme erwarten, die Klassiker wie SR DSA D&D sind meist vorhanden, aber anderes oder gar Promorunden gibt’s fast gar nicht (außer es ist zufällig die Hauscon des jeweiligen Alveranier/Promoter)
So, daß war nach Grösse geordnet, aber einige Besonderheiten sollte man noch nennen:
  • Eine Ausnahme bildet z.B. die Odyssee in Berlin, eine mittelgroße Con, die ihre Besucher aus dem ganzen Bundesgebiet anzieht.
    Auf der Odyssee laufen exklusiv Spielrunden zu wenig bekannten Systemen. Längst vergriffene Raritäten können gespielt werden. Vergessene Systeme erleben ihre Wiederauferstehung. Fan-Autoren von exotischen Rollenspielen bieten Runden an, um ihre Ideen vorzustellen und mit Spielern zu diskutieren.
    Selbst auf vielen der großen Cons gibt es nicht so viel Auswahl an Systemen
  • Damit wären wir auch schon bei den Motto-Cons, meist von der Größe her klein, aber mit einer Rundenauswahl zu einem Speziellen Thema oder System, als Beispiel "Die Nacht" in Hamburg, auf der nur Horrorabenteuer gespielt werden. Oder die Midgard-Südcon, auf der nur Midgard gespielt wird.
  • Zu guter Letzt wären wir bei den Einladungscons angelangt, recht exklusive Veranstaltungen, meist mit Vollverpflegung und Unterkunft, häufig gleichzeitig auch Motto-Cons(der Übergang ist fließend) Solche Veranstaltungen gibt es auch häufig in bestimmten Gruppen und auch Forentreffs fallen darunter. Bei solchen Gelegenheiten hat man evtl. auch schon mal 30+ DSA Autoren dabei, aber Einladungen gibt’s selbstredend nicht wie Sand am Meer und ohne (die richtigen) Leute zu kennen wird dort die Teilnahme meist nichts.
Hier http://www.gfrev.de/termine/conventions gibt es eine halbwegs vollständige Liste von überregional bekannteren Cons, aber vermutlich fehlen genau die kleineren Cons in euerer Umgebung, also Augen auf, meist am Eingang von Cons oder von freundlichen herumlaufenden Leuten gibt es Flyer für die jeweils in nächster Zeit in der Umgebung stattfindenden Cons

Nun, worauf sollte ich bei einer solchen Veranstaltung achten:

Charaktere sollte man zumindest für die üblichen Systeme dabei haben, am besten zu jedem System, daß man potentiell spielen möchte, mehrere verschiedene, damit der Spielleiter ein wenig Auswahl hat.
Bei den "üblichen" Systemen wir meist davon ausgegangen, das passende Chars vorhanden sind, hier also gut den Aushangzettel lesen, zur Charaktererschaffung bleibt meist die Zeit nicht.
Gerade bei "exotischeren" Systemen ist es aber üblich, daß der SL vorgefertigte Charaktere dabei hat, oder die Erschaffungszeit mit eingerechnet ist.

Ansonsten einige allgemeine Tipps (wird laufend erweitert):
  • Erscheine pünktlich zu deiner Spielrunde
  • Wenn du vor Beginn einer Runde weißt, daß du nicht mehr mitspielen wirst, dann trage dich wieder aus dem Anmeldezettel aus, damit noch andere mitspielen können
  • Sei nett zu den Leuten, die sich den ganzen Stress machen, alles für euch zu organisieren.
  • Seid gefasst auf Leute, die zwar nicht kennst, die dir aber stundenlang von ihren Chars erzählen (und sei ehrlich, manchmal machst du das auch)

So, das sind etwa 5 Jahre und knapp 100 Cons Erfahrung ganz grob zusammmengefasst,..bei Gelegenheit werde ich dies hier aktualisieren, falls ihr also Anmerkungen oder Fragen habt ->PN an mich

cya next con


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BeitragVerfasst: 25.11.2004 10:49 
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Registriert: 26.02.2004 13:36
Wohnort: Weil der Stadt
Eines fehlt in bluedragon's Auflistung noch:

Wenn Du nicht in die Gefahr laufen willst, dass Du stundenlang dumm herum stehst und nix zum spielen findest, weil
- entweder nix aushängt, was Du spielen willst
- oder alle Aushänge bereits voll sind (das übliche Problem)
- oder überhaupt niemand mehr was aushängt, sobald es 15:00 Uhr oder später ist :)

... dann solltest Du dem kreativ vorbeugen und mindestens ein einfaches kurzes bis mittellanges (sprich 2-6 Stunden) Abenteuer in dem System, das Du am besten kennst und gerne spielst, dabei haben und selber einen Aushang machen!

Ein AB selbst zu meistern ist auf Cons definitiv die einfachste und beste Möglichkeit um Leute kennen zu lernen! :lol:

Keine Scheu, wenn Du zum ersten mal da bist, es gibt genügend schlechte SL's die sich auch dauernd auf Con's 'rumtreiben. :lol: Zeige den alten Hasen, dass Newbies frischen Wind bringen!

Sky


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BeitragVerfasst: 25.11.2004 21:10 
Hier sind mal ein paar Erfahrungsberichte von den größeren Conventions der letzten Jahre:

http://www.dsa4.de/berichte/cons/nordcon04.html
http://www.alveran.org/index.php?pageID=314&
http://www.alveran.org/index.php?pageID=227&
http://www.alveran.org/index.php?pageID=248&
http://www.alveran.org/index.php?pageID=252&
http://www.alveran.org/index.php?pageID=308&


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BeitragVerfasst: 14.06.2006 18:44 
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Registriert: 27.08.2003 00:19
Alriks "Überleben auf Cons"

Aspirin nicht vergessen
Hals/Hustenbonbon mitnehmen (man kann sich den Hals rauh reden)

Ohropax kaufen, wenn man plant auf den Con zu pennen
Auf alle Fälle eine Isomatte mitnehmen- wenn man ungeplant auf dem Con pennt, ist man froh wenn man sie hat.
Lieber auf den Con pennen, als im Halbschlaf heim fahren.

Was hochprozentiges als Einschlafhilfe (Wermut, Whisky, Vodka) ist manchmal auch ratsam, vor allem wenn man als TableTopper an einen Turnier teilgenommen hat und so im Spiel ist das man selbst im Traum noch das Zinn über die Platte schiebt. Nichts löscht das Kurzzeitgedächtniss besser als Alkohol.


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