DSA4 Coadiutorius gibt Seminar

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MondinoGravura
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Coadiutorius gibt Seminar

Ungelesener Beitrag von MondinoGravura » 12.07.2018 15:13

Hallo.

Angenommen ein Zauberer mit entsprechender Reputation (Rohalsmal) arbeitet als Coadiutorius (Assistent eines Magisters) an einer (fremden) Akademie. Um den Ansprüchen des Magisters gerecht zu werden studiert er relevante Werke mittels Memorans (was denn Magister nur recht ist, schließlich hat er lieber einen guten als einen mittelmäßigen Assistenten). In Erinnerung an seine Studienzeit und die Praxistauglichkeit des Memorans kommt er auf die Idee, doch auch hier für Studiosus und Candidatus Seminare über den Memorans zu geben (zwar ist der Spruch in der Bibliothek verfügbar, aber das gilt ja auch für alle anderen Zauber der Akademie, die ebenfalls zusätzlich gelehrt werden). Der Zauberer erhofft sich davon erstens eine Referenz und zweitens eine kleine Aufstockung seines Lohns.
Wie könnte der (bürokratische) Weg gehen, um dieses Seminar zu geben? Welche Hindernisse stehen im Weg? Wie könnte die Ausgestaltung aussehen?

Konkret geht es hier um die Akademie zu Brabak, die einer Memoransnutzung seitens der Schüler ja nicht abgeneigt sein sollte.

Jadoran
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Coadiutorius gibt Seminar

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.07.2018 15:38

Er schlägt das dem Lehrstuhlinhaber vor, der klärt das mit der Spektabilität, die winkt das durch, dann bietet (formell) der Lehrstuhlinhaber das Seminar an, der Coauditorius führt es durch.

Falandrion
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Ungelesener Beitrag von Falandrion » 12.07.2018 16:06

Das kommt vermutlich sehr auf die Akademie an. Für eine durchschnittliche graue Akademie trifft vermutlich das von Jadoran geschriebene zu. In freigeistigeren Akademien wie Thorwal, Olport, Donnerbach, Gerasim etc. geht das vermutlich vollkommen bürokratiefrei. Allenfalls spricht man vorher mit dem Magister, damit er seinen Studenten von dem Angebot erzählt, denn sowas wie ein schwarzes Brett wird es dort vermutlich nicht geben. In Punin oder ähnlich bürokratischen Akademien muss vielleicht auch noch die Zustimmung von anderen/allen Magistern eingeholt werden, weil jeder einen eigenen Kompetenzbereich hat und es (sehr bürokratische) Regeln dafür gibt, ein "Wildern" in fremden Gebieten zu verhindern. Eventuell wird man sich auch daran stören, dass weder der SC, noch der Magister, für den er arbeitet, eine "venia legendi der Magica Clarobservantia" haben oder dass der Lehrplan bereits auf Jahre im Voraus erstellt wurde, so dass man das Seminar frühestens in X Jahren anbieten darf... (Außer der SC bemüht sich entsprechend um eine Ausnahmegenehmigung vom Gildenrat / der Magisterin der Magister persönlich oder etwas ähnlich abstrußes.)

An schwarzen Akademien kommt es vermutlich auf den Umfang an. Solange du damit kein Geld verdienst oder Studenten anderer Magister davon abhälst, für diese zu arbeiten, kannst du das Seminar vermutlich ohne irgendwelchen Aufwand anbieten. Da du dort aber vermutlich Geld von den Studenten dafür nehmen würdest, solltest du sicherheitshalber einen Teil der Einnahmen an deinen Magister, die Spektabilität und X weitere Personen abführen, um Ärger bzw. Neider zu vermeiden. Das gilt natürlich beim Memorans umso mehr, da dadurch auch finanzielle Folgeschäden bei den anderen Lehrkörpern entstehen könnten, wenn deine Studenten in Zukunft alle nur mal kurz in die Bibliothek gehen, statt die (kostenpflichtigen) Lehrveranstaltungen von Magister XY zu besuchen.

An weißen Akademien könnte ich mir auch vorstellen, dass erstmal die Spektabilität oder ein Gremium darüber entscheidet, ob der Memorans überhaupt gelehrt werden darf. Dagegen könnte sowohl sprechen, dass man den Zauber nicht in falsche Hände fallen lassen will, aber auch, dass die Studenten ihre Zeit nicht mit sowas unnützem verschwenden sollen, sondern sich gefälligst auf die Hauszauber konzentrieren sollen. Da wäre also nicht das Seminar selbst problematisch, bzw. irgendwie zustimmungsbedürftig, aber der gelehrte Stoff umso mehr!

edit: Oh, da habe ich wohl überlesen, dass es um Brabak geht! Ich denke da sollte es relativ bürokratiefrei gehen. Der Spektabilität und den Magistern sollte grundsätzlich egal sein, was die Studenten lernen und wer welchen Stoff lehrt. Sie interessiert allenfalls, wenn ihnen dadurch Einnahmen oder Hilfskräfte entgehen. Dann könnte es aber unangenehm werden. Insofern wäre eine Absprache mit den Magistern nicht erforderlich, aber aus Selbstschutz sicherlich dennoch sinnvoll.
Zuletzt geändert von Falandrion am 12.07.2018 16:20, insgesamt 1-mal geändert.

MondinoGravura
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Ungelesener Beitrag von MondinoGravura » 12.07.2018 16:16

Nun, wie bereits angemerkt geht es um die Akademie zu Brabak - also tiefschwarz und maximale Forschungsfreiheit. Bei uns gibt es in fast allen Akademien magische Fallen und Hindernisse den Memorans in der Bibliothek zu nutzen und ausleihbar sind die wenigsten Werke, höchstens die Magister dürfen sich solche bringen lassen (innerhalb der Akademie; eine Regelung, von der besagter Zauberer Gebrauch macht - denn wie schon gesagt ist es dem Magister nur recht, dass dieser viel weiß und anderen Leuten wird von dieser Umgehung von Bibliotheksgebühren nichts erzählt; außerdem besitzt der Magister auch privat Werke, die wohl erst nach seinem Tod an die Akademie übergehen).

Zu den Einnahmen: Ich bin davon ausgegangen, dass die Schüler (Bzw. Deren Eltern/Gönner) die Schulgebühren zahlen und die Magister den Unterricht "kostenlos" anbieten, da diese ja von der Akademie (vgl. HaM) bezahlt werden.
Jetzt wäre es einerseits möglich, dass dem Zauberer seitens der Akademie ein Bonus zukommt (denn in Ausübung des Seminars ist er ja quasi Magister Minor) oder aber (falls das überhaupt üblich ist) ein Raum der Akademie angemietet wird und die Schüler dieses Seminar extra bezahlen. Gegen letzteres spricht die Quelle aus HaM, die davon spricht, dass Akademien sich Gastdozenten etwas kosten lassen (also nicht die Besucher zahlen). Andererseits schließt diese Quelle eine solche Methodik auch nicht aus - und die Akademie wäre "auf der sicheren Seite".
Durch die "Doppelrolle" des Zauberers als Coadiutorius und Gastdozent in diesem Fall wird der genaue Modus natürlich schwierig.

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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 12.07.2018 16:24

Das kommt vermutlich auf den Dozenten an. "Sich was kosten lassen" trifft vermutlich auf irgendwelche berühmten Experten zu, aber eher nicht auf den Assistenten des einen Magisters :)

Aber alles in allem würde ich sagen: Verhandlungssache.
Ob die Studiosi nun profan lernen oder mit Memorans, sie kommen ja nur an das Wissen, das in den ihnen erlaubten Büchern steht.
Da erschiene es mir sehr un-schwarz, die Mittel vorzugeben, vgl.
HaM S. 36, Kasten Schummeln hat geschrieben:In einigen Akademien der Schwarzen Gilde hingegen mag ein besonders geschicktes Vorgehen beim Schummeln zum Bestehen mit Auszeichnung gereichen. Wer jedoch dilettantisch vorgeht, der war hier längste Zeit ein Zauberlehrling.

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Ungelesener Beitrag von MondinoGravura » 12.07.2018 16:46

Gorbalad hat geschrieben:
12.07.2018 16:24
Das kommt vermutlich auf den Dozenten an. "Sich was kosten lassen" trifft vermutlich auf irgendwelche berühmten Experten zu, aber eher nicht auf den Assistenten des einen Magisters :)
Ich verstehe den Absatz richtig als Plädoyer für ein "kostenpflichtiges" Seminar (also Schüler bezahlen), oder? Dachte auch daran, dass die Akademie eher 5-10 Dukaten auf das Gehalt des Coadiutorius "drauflegt" als ihn wie einen Magister Minor (40+ D) zu bezahlen - mangels spezieller Qualifikation, wie du schon angemerkt hast.

Was scheint denn sinnvoll als Gebühr bei einem solchen Seminar? Entweder angeboten als "Blockseminar" (schwierig hinsichtlich der 7-Tage-Woche eines Studiosus) oder eben über wenige Wochen hinweg in der sonst freien Zeit.

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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 12.07.2018 16:58

Gemeint war, dass sich eine Akademie Gastvorträge von einem Robak von Punin, einem Rakorium Muntagonus, einem Thomeg Atherion, ... was kosten lässt. Vom Adeptus Alrik eher nicht, es sei denn vielleicht, der war als einziger bei irgendeinem tollen Phänomen dabei (was als Abenteurer ja vorkommen könnte).

Was das Geld angeht: Alles Verhandlungssache, das hängt mMn hauptsächlich vom Verhältnis zwischen SC, Magister und den anderen Akademieangehörigen (Spektabilität, "Schatzmeister", ...) ab.

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