Thorwaler-Krieger im Mittelreich

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jewbacca
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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von jewbacca » 18.06.2018 15:05

Zur Zeit spiele ich einen Thorwaler Krieger aus Prem mit einem SO von 10. Zeitrechnung 1003 BF mit Ziel auf die G7.

Meine grundsätzlich frage: wie repräsentiere ich meinen Thorwaler gegenüber dem dem Adel richtig?

1. Aufgrund der Ablehnenden Haltung gegenüber dem Erbadel, frage ich mich wie ich mich gegenüber dem mittelreicher Adel verhalten soll. UdWW sagt gleichgültig aber respektvoll. Wenn ich aber gefragt werde würde ich direkt sagen, dass ich von dem Erbadel nix halte. Das klingt nicht sehr respektvoll ^^

2. gibt es überhaupt eine Adels-Form in Thorwal?

3. wie behandeln mich Mittelreicher bezüglich meines thorwalschen Kriegerstatus und des SO‘s

4. habe ich rechte im mittelreich oder bin unfrei?

Darjin
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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Darjin » 18.06.2018 15:16

1.) Naja, Ritter sind ja erstmal Schwertadel, die Nachkommen von großen Kämpfern die auch entsprechend ausgebildet wurden (und für die es in den letzten Jahren genug Möglichkeiten gab sich zu beweisen..). Die verweichlichten Erbadeligen des Mittleren und insbesondere des südlichen Mittelreichs werden da eher ein Problem sein - aber das sind aus Thorwaler Sicht vielleicht auch einfach geschickte Jarle/Dorfrichter oder geschickte Händler.... entsprechend würde ich ihn am Anfang auch mal direkt mit dem irritierten almadaner Baron (ja, es gibt auch richtige Caballeros unter den almadaner Adeligen, aber...) feilschen lassen - wenn dieser offensichtlich nicht zum Schwertadel gehört und dann ein wenig empört reagieren wenn der adelige solche Banalitäten lieber vom Verwalter/Vogt klaren lassen will...

2.) Es gibt Jarle, die afaik sogar vererbt werden - aber müsste ich zuhause nochmal nachschlagen. Ich würde die Thorwaler jetzt auch nicht unbedingt als DIE Basisdemokraten schlechthin hinstellen. Wer schon mal segeln/Schiff gefahren ist, weiß, dass an Bord einfach jemand das Sagen haben muss. Thorwaler werden eher in Frage stellen, warum die Freien den Baron nicht absägen wenn er die Baronie über Jahre/Winter hinweg runterwirtschaftet und die Goblinbande einfach nicht vertrieben bekommt.

3.) Afaik wird nur eine der beiden Thorwalschen Kriegerakademien im Mittelreich auch wirklich als Kriegerakademie (dann mit entsprechenden Rechten) anerkannt - aber das müsste im Klingentänzer bei den einzelnen Akademien stehen.
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Jadoran
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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 18.06.2018 16:22

Grundsätzlich, wenn er nicht doof ist, wird er sich sagen: "Ich bin im Mittelreich, die Verhältnisse sind mir bekannt: Die Sesselpflaume da hat was zu sagen, und wenn ich ihr quer komme, bekomme ich Ärger." Er wird der übergewichtigen Baroness, die Leute kennt, die das Schwert richtig rum anfassen können, nach aussen hin mit dem gebotenen Respekt begegnen.

Anders liegt es, wenn er in Thorwal ist. Solange er nicht den Gastgeber des Adligen damit beleidigt, wird er Mittelreicher zuhause "ungestraft" nach Thorwaler Maßstäben beurteilen: Kann die was? Wenn die Sesselpflaume überraschend in der Lage ist, einen Ork mit ihrer Schürze zu erschlagen, dann bekommt sie seinen Respekt, auch wenn sie "nur geerbt" hat..
Das Mächtige ihre Positionen vererben, ist nicht selten. Wenn das bei Ämtern und Würden auch kein Automatismus ist, so hat die Tochter der Jarlin deutlich bessere Chancen, gewählt zu werden, als die gleich starke, gleich tüchtige Tochter vom Schafhirten. Das "ist so", und das Konzept versteht ein Thorwaler durchaus und veruteilt es auch nicht per se, sondern nur im Extrem.

Im Mittelreich kommt es stark drauf an, wie er sich kleidet, verhält und mit wem er herum zieht. Wenn er sich wie der Krieger gibt, der er ist, wird er normalerweise (also von Alrik Vorurteilslos) wie ein SO 9 1/2 - 10 1/2 Krieger behandelt. Schlechte oder Gute Gesellschaft macht sich dann bemerkbar genau wie bei einem Mittelreichischen Helden auch. Ein Baronet, der mit ein paar Zahori und einer Elfenjägerin herumzieht und sich kleidet wie ein einfacher Kriegsmann, der hat es in der Fremde schwer, als Baronet akzeptiert zu werden, solange er sich nicht wieder "in einen verwandelt".

zu 4) Solange er als richtiger Krieger wahrgenommen wird, ist er frei und sogar "von Stand" Normalerweise hält sich eine zivilisierte Obrigkeit auch daran - auch wenn sie es im Einzelfall bei Fremden faktisch nicht unbedingt muss. (rechtlich schon, aber Papier ist ja geduldg, und in Aventurien gilt sehr schnell: "You and what army?")

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Na'rat
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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 18.06.2018 19:27

Man sollte es mit ganzen militanten Demokratentum eher flach halten. Aktuell stellt die selbe Familie in direkter Linie den Herrscher, die fleißig an einen Zentralstaat arbeiten. Die Hetleute kommen auch nicht von ungefähr sehr oft aus der selben Familie. Auf See herrscht auch keine lupenreine Demokratie.

Genauso wie man sich hüten sollte Leuten dumm zu kommen die ein paar Dutzend Bewaffnete in Rufweite haben und prä-JdF in einem weitgehend funktionierenden Staat herrschen.

Kriegerakademien sind ein Kapitel für sich, warum die Einrichtungen von irgendwelchen verkappten ketzerischen Raubmördern respektiert werden ist mir gänzlich schleierhaft, insbesondere wenn man das militanten Demokratentum betont. Vielleicht ist es eher Gewohnheit.

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Wizkatz
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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Wizkatz » 18.06.2018 19:32

Jemand mit SO10 wird sich, denke ich, schon in seiner Jugend mehr oder weniger zwangsweise bis zu einem gewissen Grad mit Politik beschäftigt haben müssen. Und auch in Thorwal gibt es Politik - es gibt überall Politik, nur in unterschiedlichen Ausprägungen. Er ist damit, denke ich, mehr als nur grundlegend mit den Fallstricken und auch Nuancen der Kommunikation zwischen den Ranghöchsten in der Gesellschaft vertraut.

Ich denke, auch bei einem Thorwaler ist hier klar, dass mögliche, schwere Konsequenzen in seinen Überlegungen einen Platz vor der äußerlichen Form eines Gespräches einnehmen. Den fetten Herzog anzupampen, weil er sein Florett nur als Bratspieß verwenden kann, ist etwas für den schlichten Thorwaler auf der Ruderbank - und nichts für jemanden, der später vielleicht Entscheidungen für sein Schiff, für seine Otta treffen soll oder muss. D.h. wenn er nicht gerade mit Nachteil Arroganz oder Selbstüberschätzung ins Rennen geht, würde ich den im Umgang mit dem Mittelreicher Adel doch bis zu einem gewissen Gerade klug bis gewieft spielen.

Zum Thorwalschen Kriegerstatus - ich vermute, dass selbst viele Mittelreicher jetzt begrenzt harte Unterschiede machen zwischen Leuten mit Kriegerbrief, reisenden Rittern und wehrhaftem Niederadel. Das sind halt Leute, die im Stand über einem stehen, im Zweifelsfall deutlich besser austeilen als man selber, mehr Ansehen vor Gericht haben und wie andere Mittelreicher auch echte Menschenfreunde oder ziemliche Arschlöcher sein können. Der Thorwaler Krieger hingegen kommt in erster Instanz zwangsweise als Ausländer rüber, wenn er sich klassisch "Thorwalsch" kleidet und kein akzentfreies Garethi spricht. Zusätzlich ist er auch noch ein bewaffneter Ausländer. Auch hier wird das Volk auf der Straße sich, denke ich, hüten, einem zwei Meter großen Hünen als reinem Lokalpatriotismus bei der kleinsten Unschicklichkeit in die Axt zu hüpfen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das lokale Kriegertum sehr unterschiedlich reagieren kann - von der Verbundheit unter Waffenbrüdern, der kämpfenden Klasse, über eher gutmütiges Konkurrenzverhalten bis hin zu mehr oder weniger offener Feindseligkeit gegenüber einem ausländischen Bewaffneten. Auch hier ist, denke ich, entscheidend, wie sehr dein Thorwaler weg vom Klischee-Kneipenschwein sich eher hin zum Jarl in spe verhält.

Unfrei ist im Mittelreich, wer an eine Scholle gebunden ist und Frondienst leistet. Das ist der Thorwaler sicher nicht. Er hat wahrscheinlich Rechte, wobei man als Ausländer auch im unglaublich toleranten Aventurien die Beweislage sicherheitshalber vor Gericht schon deutlich auf seiner Seite haben sollte, schätze ich.

Darjin
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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Darjin » 18.06.2018 21:16

Beide Akademien vergeben übrigens anstelle eines Kriegerbriefs Tätowierungen (bzw. Thorwal zusätzlich eine Bronzescheibe).
Im Allgemeinen würde ich nicht erwarten, dass dies in der Adelsgesellschaft als Kriegerbrief anerkannt wird -> keine Beteiligung an priviligierten Disziplinen im Turnier und beim Führen von entsprechend priviligierten Waffen könnte es auch zu Problemen kommen.
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Vasall
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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Vasall » 18.06.2018 21:30

Hallo Jewbacca,

Dein Thorwaler steht im Mittelreich außerhalb der Stände.
Er ist Fremder und genießt ungeschriebenes Gastrecht. Reisepass und Visum gibt es schlicht nicht.

Der beste Ausweis Deines Thorwalers sind die Erziehung und die Standesprivilegien, die ihm in Thorwal ein gutes Auskommen einbrachten. SO10 sollte man ihm anmerken. Die mit Seide gefütterte und mit Goldfäden bestickte Cotte, das noble Reittier, die teure Axt, die aufmerksame wie wortgewandte Begrüßung, ein respektvoller höfischer Umgang mit den Gastgebern, das alles lässt ihn glaubhaft wirken, wenn er erzählt, dass sich für seine Mutter in Thorwal drei Ottaskins ins Zeug legen. Und dann kann er alle Privilegien die er in Thorwal hat auch im Mittelreich erfahren.

Wenn er aber wie der Ziegenpeter auf Mallorcaurlaub nasepopelnd und stinkend durchs Burgtor wackelt, und dann, die Füße noch mit Schlamm besudelt, erstmal alle die aussehen als hätten sie was zu sagen als Erbmemmen beschimpft, ist's ganz schnell rum mit der Gastfreundschaft.

Und die Thorwaler mögen keinen Erbadel kennen, aber Erbstände und -privilegien haben sie durchaus. Unterm Strich kaum Unterschiede.
Und ob er den Unterschied zwischen einem Ritter und einem Schilddienst leistenden Krieger im Ministerialendienst, oder zu einem geharnischten Patrizier im Waffendienst der Spießbürger erkennt, wage ich auch zu bezweifeln.

Sein Stand ist "Fremder" sein Privileg ist ein vages "Gastrecht".
Das ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen und beruht auf Vertrauen. Sein SO10 in der Heimat ist nur was wert, wenn die Leute die er besucht ihm das auch glauben können. Das sollte er sich merken.

Die Thorwalschen Krieger sind sicher auch außerhalb Thorwals bekannt, die Premer als Seesöldner und die Schule in Thorwal als der Elitenkader des Thorwaler Heeres. Albernier und Mittelreicher schicken ihren Sprösslinge zuweilen nach Thorwal an die Akademie. Eine gewisse Bekanntheit sollten die Schulen also schon haben.

EDIT: Schreibfehler
Zuletzt geändert von Vasall am 19.06.2018 07:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von bLa9000 » 19.06.2018 06:37

Im Band Klingentänzer wird bei den thorwaler Akademien extra auch aufgeführt, dass es fraglich ist wie im restlichen Aventurien auf sie reagiert wird. Die thorwaler Kriegerakademie war bis vor kurzem selbst in Thorwal nicht so gut angesehen, und als "Schule" für Säufer und Raufbolde verschrien. Er seit kurzem ist sie wirklich eine ernstzunehmende Ausbildungsstätte für Elitekrieger.
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jewbacca
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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von jewbacca » 19.06.2018 07:06

Vielen Dank für eure Antworten!

Mir persönlich ist wichtig, dass ich meinen Thorwaler auch als Krieger spielen kann und nicht der unwürdige Barbar aus Thorwal ist, der keine Rechte und nix zu melden hat. Aber wie ihr schon sagtet, hier ist Rollenspiel gefragt.

Es sei Vll noch erwähnt, das mein Krieger als Nachteil: Weltfremd 6 (Erbadel) hat. Wobei das nur die ausgeschriebene Variante der o.g. Einstellung ist.

Danke schön

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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 19.06.2018 09:31

Es gibt ja schon Weldfremd 6 (Adelsherrschaft), da wäre mir ein Weltfremd 6 (Erbadel) zu speziell.
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Jadoran
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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 19.06.2018 10:35

Es wird sicher nicht einfach, den Helden seinen Nachteil spielen zu lassen und trotzdem von der (vom Adel beherrschten) Gesellschaft des Mittelreiches respektvoll behandelt zu werden. Zumal die Mittelreicher (das metagame mal rauslassend,) am längeren Hebel sitzen und sich "zuhause" nicht von einem Fremden von oben herab behandeln lassen werden. Ich würde da beim Helden zwar Unverständnis aber guten Willen zeigen (so wie unsereins kaum die japanischen Höflichkeitsrituale versteht, selbst wenn er sich für die japanische Kultur begeistert.) Frei nach dem Motto: "Ich kenn das nicht, aber für euch macht es ja ganz offenbar Sinn und funktioniert."

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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Ugo Baersgarjew » 20.06.2018 09:40

Vieleicht hilft dir das Zusammentreffen
und die Gespräche von Phileason und Brin im DSA Roman "Jahr des Greifen" Band 2 (bin nicht ganz sicher) und 3 etwas, die thorwalsche Sichtweise in das Mittelreich zu verfrachten.
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Andras Marwolaeth
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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Andras Marwolaeth » 20.06.2018 10:06

Zu 1.: der Thorwaler mag dem Erbadel ablehnend gegenüber stehen, aber dieser Erbadel hat in der Regel die Macht und das Geld im Mittelreich. Es macht wenig Unterschied, ob er in der dunklen verräucherten Halle eines Jarls im Thorwalschen empfangen wird oder ob er sich in der repräsentativen Halle eines Barons vorstellen darf. Er begegnet den Herrschenden. Die zeigen ihre Macht und Einfluss ähnlich wie im Thorwalschen: größere Hallen, bessere Kleidung, bessere Waffen und jede Menge bewaffnete Gefolgsleute.

Zu 3.: hängt von der Darstellung ab. Wenn der Thorwaler auftritt wie jemand mit hohem Sozialstatus, wird er auch entsprechend behandelt. Ob sein Kriegerstatus anerkannt wird, unklar. Allerdings gibt es so viele verschiedene Arten von Kämpfern (Ritter, Krieger, Soldaten, Söldner, Schwertgesellen, usw.), dass das nicht wirklich relevant ist. Wenn er entsprechend kämpfen und kommandieren kann und ggf. sich auch unterordnen kann, dann wird er seiner Leistung entsprechend aufgenommen.

Zu 4.: Du bist frei, aber ein Fremder. Welche Rechte der Thorwaler in Anspruch nehmen kann, hängt dann von der glaubhaften Darstellung seines Standes ab und wo er sich befindet. In einer freien Reichsstadt ohne adligen Oberherren hat er genauso wenig Rechte wie ein mittelreichischer Landadliger, auf dem flachen Land, wo der nächste Baron fern ist, kann er sich dagegen einiges herausnehmen.

Andwari
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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Andwari » 20.06.2018 19:28

Im Jahr 1003BF ist der thorwalsche Staat (siehe Hetman Tronde) noch nicht gegründet, die Akademie in Thorwal-Stadt hat erst später merklich an Qualität gewonnen. Die Premer Kriegerschule wurde irdisch schon 1989 beschrieben {21er Bote}, d.h. wenn da nix anderes steht (wer schaut nach?) erzeugt die "Krieger" wie sie im Buche stehen - und ist aventurisch seit mehreren Generationen ein Versuch, auch Kriegskunst der Liebfelder/Mittelreicher zu lehren.

Das wäre für einen Thorwaler eine Möglichkeit, ziemlich viel fremdländische Denkweise als Inspiration wenigstens zu kennen - und der Status "Krieger" kann auch aventurienweit anerkannt sein - gerade für jemanden mit ausmaximiertem SO. Auch der Krieger aus Prem hat die universelle Krieger-Prinzipientreue = wenn man das entsprechend unterlegt und nicht auftritt wie Pirat Axtmichtot, sollte da eine Gruppenzugehörigkeit zum privilegierten Kriegerstand möglich sein - natürlich muss man dafür mindestens genauso viele mittelländische Monster erledigen wie die einheimischen Krieger.

Genau deshalb würde ich auch soziale Nachteile - wie ein Unverständnis über Herrschaftsstrukturen - eher nicht wählen. Die konterkarieren nämlich den SO10 und den angestrebten Krieger-Status nachhaltig. Ohne den Nachteil kann man immer noch erst mal "Unverständnis" spielen - aber das eben auch ablegen ohne noch mal x-hundert AP genau dafür gerade parat zu haben.

Ich verstehe den Helden so, dass der ja nach und nach zum auch im Mittelreich akzeptierten Krieger werden soll, d.h. auch in gehobener Gesellschaft bestehen kann, die fremde Kulturkunde/Sprache lernt, sich überzeugen lässt, dass Zweihänder toll und Barbarenstreitäxte was für Barbaren sind, ... und eben nicht nur der "Fremde" bei dem man jedes mal wieder diskret prüft, ob es die Kriegerakademie wirklich geben kann oder Meldungen vorliegen, dass ein entsprechender Krieger von einem Barbaren ermordet wurde.

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Ugo Baersgarjew
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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Ugo Baersgarjew » 21.06.2018 12:22

Wenn ein Thorwaler Krieger Vorurteile haben soll, gibt es besseres als den "Adelsstand oder der Gleichen. Der Thorwaler Krieger mit SO 10 ist doch Selber der Sohn einer Jarls, Hedman oder gar eines thorwalschen Königs. Des sollte schon ein gewisse Verständnis für Reichtum und macht haben, sonst hätte er keinen SO von 10 Sozialstatus Kompensieren

Wenn du Vorurteile haben möchtest, richte dich doch gegen die Gruppen die bei Thorwalern von Haus aus unten durch sind. Z.B. Horasier, Al'Anfaner, Zyklopäer (sind die verwunschenen Kinder der Zyklopen)> wegen den Seekriegen, Weicheier usw.

noch Grundlegender sollte eine tiefe Abneigung gegen Fjarninger bestehen> wegen der Trennung des Volkes bei der Überfahrt vom Güldenland nach Aventurien (Eine Uralte Blutfehde ist doch ein Perfekter Grund um Vorurteile zu haben),

die Gjalskaländer haben sicher auch Gründe geliefert das ein Thorwaler Vorurteile gegen sie hat> Die Sagenumwobenen Tierkrieger sind ein Fluch der Götter darum ist das ganze Volk verflucht und man schlachtet sie besser ab anstatt überhaupt daran zudenken mit ihnen zu verhandel, sonst Ssetzen sie ihre Kräfte Frei.

Das sind nur Beispiele, aber es sind Vorurteile die über Generationen in den Torwalern verwurzelt sein können. Der Aberglaube der Torwaler schürt solche Vorurteile auch eher als sie zu verharmlosen. Das darf man auch nicht ausklammern.
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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Andwari » 21.06.2018 13:06

Die einzig sinnvollen Vorurteile gegen Al'Anfaner bzw. entsprechende Wahnvorstellungen wären wohl "die sind eine echte Gefahr, wenn sie uns angreifen könnten sie tatsächlich gewinnen" oder "den Sklaven da geht es auch nicht schlechter als den bornischen Leibeigenen"
Andere Vorurteile, die sowieso Mehrheitsmeinung sind bzw. gegen Gruppen, denen man sowieso kaum begegnet, sind kaum GP wert.

Ein Nachteil wäre durchaus, wenn man spezifische Eigenheiten der thorwalschen Gesellschaft für so überlegen hält, dass man da "missionieren" will - so weit die inkompatibel mit anderen üblichen Gepflogenheiten sind. Vorurteile zu haben und nicht darüber reden zu wollen - weil man ja schon mitgekriegt hat, das das schlecht ankommt und ja nicht ganz doof ist ... suboptimal.

Ein thorwalscher Thorwaler Krieger aus Prem kostet R/K/P "nur" 30 GP, da sollten sich neben dem Auto-Jähzorn 5 und Aberglauben 5 doch noch genügend passende Nachteile finden lassen.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 21.06.2018 13:23

jewbacca hat geschrieben:
18.06.2018 15:05
Zur Zeit spiele ich einen Thorwaler Krieger aus Prem mit einem SO von 10. Zeitrechnung 1003 BF mit Ziel auf die G7.

2. gibt es überhaupt eine Adels-Form in Thorwal?
Unabhängig davon, ob es das gibt und zu der Zeit, stellt sich die Frage, ob durchschnittliche Mittelreicher glauben/wissen, dass es Adlige in Thorwal gibt, und diese als solche anerkennen. ("Was is denn nochmal eine Stufe lächerlicher als Oberhofritter des Grafen Garf von Engasal?")
Da vermute ich eher: nein. Den obersten Hetmann wird man irgendwie als Staatsoberhaupt anerkennen, aber ein Adelsstand darunter? Der sich nie auf Turnieren beim Lanzengang blicken lässt? Der nirgendwo eingeheiratet ist? Da hat ja keiner was von gehört, det jibbet nich.
(Es sei denn, du wärst zB mit Raidri Conchobair oder dem albernischen Königshaus verwandt, oder wenigstens thorwalsch-stämmigen Baronen dort.)
3. wie behandeln mich Mittelreicher bezüglich meines thorwalschen Kriegerstatus und des SO‘s
Erstmal nach Aussehen, dann nach Auftreten. Du hast aber, glaube ich, auch einen Kriegerbrief, eine Art Ausweispapier, den du zB bei mittelreichischen Kriegerschulen, Adligen oder Offizieren vorzeigen kannst, um zu beweisen, dass du "echt" bist. Außerdem bei Stadtwachen, wenn zB eine Stadt Ausländern am Tor alle Waffen abnehmen will (oder alle Langwaffen), Krieger aber bewaffnet passieren lässt.
4. habe ich rechte im mittelreich oder bin unfrei?
Du bist frei, aber Ausländer. Damit hast du (Stand DSA3) meines Wissens zB kein Klagerecht vor Gerichten.
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Ungelesener Beitrag von Darjin » 21.06.2018 13:29

Premer Krieger kriegen laut Klingentänzer eine Tätowierung, keinen Kriegerbrief - und für einen Mittelreicher sieht eine thorwaler Tätowierung aus wie die andere, entsprechend kannst du dich nicht als Krieger in dem Sinne ausweisen. Afaik ist Baburin eh die einzige Kriegerakademie außerhalb der Kaiserreiche bzw. Bornland die wirklich als Kriegerakademie anerkannt wird im Hinblick auf Sonderrechte eines Kriegers was Waffentragen etc. betrifft. Khunchom und Rashdul sind eh keine Kriegerakademien mehr, Mengbilla ist explizit außen vor (lt. Klingentänzer), Xorloscher interessiert es wahrscheinlich eh nicht....
Blieben höchstens noch Standardkrieger aus Nostria/Andergast..
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Ungelesener Beitrag von Andwari » 21.06.2018 14:07

@Darjin
Schade, wieder ein kleiner Minuspunkt für Klingentänzer auf meiner Liste, den Krieger auf rein mittelaventurische Vorstellungen zusammenzustutzen.

Ein Krieger mit allen Prinzipien, der ständig nicht als Krieger durchgeht ... klingt irgendwie nach zweierlei Maß, wenn wir andererseits selbst den abgelegensten Exotenschulen der Magier (auch von richtig andersgläubigen Ausländern) ihre Gildenprivilegien gönnen, keine Schwertgesellen dissen, die oft nur für ihren persönlichen Kick duellierend durch die Lande ziehen und den "Doppelsöldner" schon lange nicht mehr von der Mauer runter präventiv erschießen.

Einen SO10 (im Mittelreich, dafür ist er gekauft) für den Thorwaler dann spielerisch darzustellen, wird echt schwer.

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Ungelesener Beitrag von Darjin » 21.06.2018 14:53

@Andwari : dafür kann aber imho Klingentänzer noch am wenigsten - nachdem der DSA3 Krieger in DSA4 auf diverse Profs aufgesplittert wurde und der DSA4-Krieger nur noch das Alleinstellungsmerkmal "AA(Krieger)" hat wurde das in Klingentänzer nur noch mit Fluff hinterlegt und versucht den einzelnen Kriegerakademien mehr regionalen Flair zu geben.
Man schaue sich an allein wie die tulamidischen Akademien zwischen 4 und 4.1 rumgereicht wurden: Baburin war in 4 noch Fähnrich und in 4.1 sind sie die einzige Kriegerakademie deren besten Waffenbonus 'nur' +5 ist, wohingegen alle anderen mindestens ein TaW +6 haben. Dafür die sind DSA4 Kriegerakademien in Khunchom und Rashdul auf einmal in DSA 4.1 Schwertgesellenschulen (und haben im Gegensatz zu anderen Schwertgesellenschulen in ihrem Hauptwaffen-TaW nur +6 - bei anderen SG ist das +7)...

In DSA5 ist das mit der Differenzierung nach Profession immerhin hinfällig (insb. wenn man die optionalen Stile weglässt/rausrechnet).
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Ungelesener Beitrag von Andwari » 21.06.2018 15:28

@Darjin
Die Krieger aus der Premer Trutzburg waren schon immer "Krieger" und sind es eigentlich auch geblieben - nach Fluff hat sich ein Thorwaler in Gefangenschaft so um 930 BF rum das Prinzip "Kriegerausbildung" abgeschaut und nach seiner Heimkehr versucht umzusetzen.

Ein DSA4-Professionsbonus ist doch eigentlich egal - schon mit einem passenden Kultur-+1 kann das ggf. anders aussehen und ob man da mit "kalt" +7 oder +8 einsteigt, ist auch eher irrelevant, weil man sowieso die Waffentalente mit Start-AP und späteren AP steigern "soll" (Verbilligung durch AkA). Der Krieger oder SG soll signifikant besser sein als ein Nichtkämpfer, wofür mehr als 1-2 Punkte AT/PA Unterschied nicht schaden.

Verbindendes Element von Kriegern ist für mich die Krieger-Prinzipientreue - die auch den besonderen Status rechtfertigt, der sonst auch zwischen Aranien und MR oder MR und HR arg fraglich wäre - die sind je nach Zeit z.T. kurz vor gegenseitigen Kampfhandlungen. Welche Krieger sollten denn beim Abenteuer mit Turnier in Andergast privilegiert werden (die Einheimischen mal ausgenommen)?

Darjin
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Ungelesener Beitrag von Darjin » 21.06.2018 16:14

Wenn ich mich recht entsinne war das ursprünglich, dass der Gründer in Gefangenschaft der (weiß nimmer obs die Kusliker) Seesöldner und wollte deren Ausbildung kopieren. (irgendwie nebenbei hatte das dann auch noch mit den Premer Seesöldner zu tun, glaube ich). Zu DSA3 Zeiten waren ja sogar irgendwelche Almadanischen Söldner eine Krieger-Variante (müsste meinen DSA3-Kram ausgraben).
Was soll also die gemeinsame Prinzipientreue der Krieger sein? Und warum ist dann auf der anderen Seite der Krieg... Verzeihung: Fähnrich aus Wehrheim außen vor? Oder der Schwertgeselle nach Adersin?
Dass andere Kulturen dann andere Schwerpunkte beim Ehrverständnis (bspw. Mengbilla wird ja auch von Söldnern und Boronkirche finanziert) haben ist imho vollkommen in Ordnung. Da man für den Kriegerbrief ja keine GP bezahlt, ist es imho vollkommen in Ordnung wenn der etwas entwertet wird und gutes Leumund wichtiger wird. Mit SO10 und entsprechenden Benehmen würde man sicherlich auch relativ schnell jemanden von entsprechenden Stand dazu bewegen können, für einen zu bürgen.
An welchen klassischen Kriegerprivilegien hat der Premer Krieger denn überhaupt Interesse?
Führen eines Zweihänders, Besitzen einer (Voll-)Plattenrüstung, Teilnahme am Tjost?
Da kann er auch gleich eine Rondraspätweihe oder Ritterschlag mitnehmen....
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Vasall
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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Vasall » 21.06.2018 16:32

@Andwari

Ich denke das was Du hier schreibst entspricht dem was der Krieger aus Prem auch tatsächlich darstellt. Nur der Ausweis ist abgeändert und die Privilegien auf Thorwaler Verhältnisse angepasst; der Premer braucht daheim keinen Zweihänder oder Lanzenreiten.

Da hat Klingentänzer alles richtig gemacht, finde ich.
Denn es verweist stets auf die intensive, loyalitätstiftende Ausbildung, auf die Kaderschmiede und die gemeinsame Wertetradition die die Krieger verbindet.
Dabei bleibt trotz allen Lokalkolorits meiner Meinung stets genug Schnittmenge, dass sich etwa der Balihoer Krieger auch mit dem Premer Krieger verbrüdern kann.

Gorbalad
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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 21.06.2018 16:51

Andwari hat geschrieben:
20.06.2018 19:28
Die Premer Kriegerschule wurde irdisch schon 1989 beschrieben {21er Bote}, d.h. wenn da nix anderes steht (wer schaut nach?) erzeugt die "Krieger" wie sie im Buche stehen - und ist aventurisch seit mehreren Generationen ein Versuch, auch Kriegskunst der Liebfelder/Mittelreicher zu lehren.
Da wird schon von Starkad Rothelm erzählt, der nach seiner Gefangenschaft bei einem Kampf mit einer Kusliker Karacke anch langer Gefangenschaft in Prem eine Schule nach Vorbild der Reichsakademien gründete, weil es den Thorwalern an Disziplin fehlt. Gleich darauf wird aber erwähnt, dass das nicht so ganz gelungen sei.
AvBo 21 S. 4 hat geschrieben:Auch seine Enkelin Marada sieht ihr Ziel vor allem darin, furchtlose, aber ritterliche Kämpfer zu erziehen, an einer allgemeinen Bildung der Zöglinge ist ihr weniger gelegen - sie könnte sie auch kaum vermitteln.
Was da mit ritterlich gemeint ist, ist nicht so ganz klar.

Das beste Kampftalent ist aber hier schon Äxte/Beile mit 5, gefolgt von 4 bei Boxen und Scharfen Hiebwaffen (also Säbel, nach DSA4-Diktion). Reiten 2. Das höchste Talent überhaupt ist Zechen 6.
Daneben steht die Akademie Vinsalt, da gibt es als bestes Talent die 4 bei Ringen, Schwerter, Stich- und Schusswaffen, sowie Reiten 4

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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Vasall » 21.06.2018 17:03

Ich glaube das ritterlich bezieht sich auch auf die Riddari, die berittene Elite der Thorwaler, die ausschließlich an der Akademie (dachte eigentlich Thorwal) ausgebildet wird.

Andwari
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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Andwari » 21.06.2018 17:22

@Darjin
DSA4.1: Prinzipientreue (10): Loyalität, Ehrenhaftigkeit, Schutz der Schwachen - haben alle Krieger, auch die aus Prem, Mengbilla usw.

Natürlich wäre das entsprechend intensiv auszulegen, wenn man darüber den ja erst mal unabhängig von Reichszugehörigkeit beschriebenen Kriegerstatus rechtfertigen will = die Kriegerin wäre immer und überall so vertrauenswürdig und anständig, dass die jeweiligen Obrigkeiten sie zum Monsterjagen, Katzenretten oder Kneipenschlägerei-befrieden geeignet sehen und u.a. deshalb der Zweihänder nicht ins Depot muss - der Krieger legt sich eben nicht besoffen mit der Stadtwache an, sondern hilft ihr. Also eigentlich ein 20GP-Nachteil, für den man nur 10 GP kriegt weil 10 GP Standesvorteile drin sind (die Magier kriegen ihre Standesprivilegien für lau bzw. 1GP mit dem Stecken).

Für den SC macht das Gesamtpaket es nur Sinn, wenn er halt den "Krieger" darstellen will und nicht den allzu rauflustigen Krawallbruder von der thorwalschen Piratenküste, der reiche Eltern hat.

Die "Fähnrich"-Profession ist zugegebenermaßen in 4.1 völlig verhunzt - Prinzipien, Schulden und fehlende AkA = man kriegt für seine GP viel weniger, wobei ich da als Ausgleich gerne einen entsprechenden Status zugestehen würde - aber da ist immer eine Reichs-Bezogenheit. Dass die Fähnrichs-Ausbildung dann auch inneraventurisch begraben wurde, ist halt ingame-Verarbeitung dessen, dass kaum einer sich solche Fähnriche antun wollte - besonders wenn man dafür auch mit SFs vollgepackte SGs oder eben Krieger kriegt.
=> Also keine deutliche Abgrenzung zum Fähnrich hier, letzterer etwas eher reichsbezogen und Krieger auf moralische Werte - aber Fähnrich schlicht irrelevant, weil gamistisch vermurkst.

Siehst Du bei "Moral" die Schwertgesellen ähnlich stark gefordert wie Krieger? - ich nicht, obwohl die dieselben GP für Prinzipien kassieren. Klar, viele sehen sich ähnlich wie Krieger und kommen ja aus derselben Quelle - aber daneben gibt es immer das sehr egoistische Streben nach eigener kämpferischer Vervollkommnung, eine eher lässige Lebenseinstellung samt Duell hinterm Luxembourg, wann es einem passt und eine mehr auf Fassade getrimmte Ausstrahlung. Die "abweichenden" Schwertgesellen-Typen sind auch mMn krasser - vom zwergischen Schöngeist über anti-zwölfgöttliche Al-Halanis bis zu Marwan Sahibs Meuchelmördern.

Mit SO10 sollte der Krieger nicht derjenige sein, für den gebürgt werden muss - wenn er damit der mit dem niedrigsten SO ist, wär das in Ordnung - aber was, wenn er mit den teuer gekauften SO-Punkten der höchstrangige ist? Klar will er Waffen mitführen, sein Wort soll (gemäß SO) Gewicht haben, besonders natürlich unter anderen ehrenhaften Kämpfern, alles nachdem man fehlende Kulturkunde Mittelreich erst mal rausgerechnet hat - die er nachkaufen kann, einen Krieger-Status "nachkaufen" geht eher weniger.

Wenn man im Thread nebendran sieht, welch unmenschliche Anforderungen an Ronnies z.T. gestellt werden, ist der "Ronnie light" im Kriegergewand mMn immer noch vorzuziehen. Spätweihe ist nix, womit man mal eben die ersten paar tausend gespielte AP sinnvoll agieren kann - und der Ritter hat in DSA4.1 leider ein ähnliches Gamismus-Problem wie der Fähnrich, dessen Professionspaket ist einfach viel zu dünn und zu viele Nachteile darin schon verbraten (zu 0,3-fachen des Tarifs), während man sogar geforderte Vorteile (Adel) voll dazu kaufen muss.

@Vasall
Der in Prem ausgebildete Krieger-SC wird aber aller Voraussicht nach nicht in Prem spielen, deshalb heißt der Thread "... im Mittelreich". Und da ist eine Setzung, dass man den im Zweifel Privilegien-bestätigenden Kriegerbrief gegen etwas umwandelt, was außerhalb Thorwals nicht verstanden werden kann schlicht ein Streichen der Privilegien. Kein Ausweis, kein Einlass + wenn der Thorwaler Krieger das problemlos ausdiskutieren könnte, wäre das auch jedem Thorwaler Söldner gelungen.

Der Krieger könnte nach einiger Zeit auf Reisen schlicht zu der Erkenntnis kommen, dass ein 2W6+4-Zweihänder und dicke Rüstung eine in DSA sehr vorteilhafte Ausrüstungskombination ist. Ob er beim Lanzenreiten im Turnier antreten will, wäre seine Sache - als "Krieger" dürfte er (vmtl. weltweit), als "irgendwas mit Tattoo" nicht.

Riddari
sind bestenfalls Wikinger mit Pferden, typischerweise dann zu Fuß kämpfend + schlimmstenfalls Rohirrim auf Nordmähne in den Bodirmarschen. Einen durchentwickelten Ritterstand kriegst du da nicht rausgezaubert. Die ganze UdW-Struktur ist aventurisch erst eine Neuentwicklung, d.h. hier (1003 BF) nicht wirklich zwingend, besonders weil die herausragende Stellung der obersten Hetleute noch nicht existiert. Für einen SC ist das nur relevant, wenn er vllt. mal aus der Heimat erzählt, die für mittelreichische oder gar horasische Zuhörer halt 500-700 Jahre Entwicklung hinten dran ist.

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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Darjin » 21.06.2018 20:58

@Andwari Danke für den umfangreichen Beitrag - in vielen Punkte bin ich da sogar bei dir.

Was ich mit dem Leumund des Kriegers bzw. den Bürgen andeuten wollte war jetzt deutlich weniger(bzw. nicht zwingend) auf Spielerchars bezogen sondern auf ein 'Ankommen im Mittelreich' in dem Sinne, dass er diesen SO voll und seinen Kriegerstand auch dort abrufen kann (- was einem frisch Zugereister eh etwas schwerer fallen sollte).
Zum einen kann man dies natürlich regelseitig über den Erwerb der entsprechenden Kulturkunde abbilden. Anderseits sind Kriegerakademien im Mittelreich(und Konsorten) ja neben der Finanzierung durch die lokalen Machthaber durch die Rondrakirche legitimiert - was für die Schulen außerhalb afaik nicht zutrifft. Der Premer Krieger hat also kein Stück Papier mit dem er sich auf irgend einen im Mittelreich anerkannten Schutzherren (meist Fürstenhäuser) einer Schule oder die Rondrakirche berufen kann. Wenn man jetzt den Vergleich mit einem gildenlosen Magier ziehen würde, würde man sagen, er muss irgendwie dem Club beitreten können. Allerdings gibt es afaik keine späte Kriegerwerdung oder Krieger ehrenhalber. Allerdings ist das Anerkennen eines ehrbaren Kämpfers durch einen adeligen Herrscher ja de facto der Ritterschlag (und die Privilegien eines Krieger heben diesen ja in vielen Bereichen auch nur knapp unterhalb eines Ritters, nicht drüber). Ähnlich würde es sich mit der Rondrakirchen verhalten (ohne jetzt an niedere Weihen zu denken).
Irgendwie muss man doch eine Zertifizierung als Krieger nachträglich erwerben können! ()

Zu den Prinzipientreuen: Ritter und die meisten mittelreichischen SG haben auch Ehrenhaftigkeit, Loyalität und Schutz der Schwachen, Fähnriche tauschen letzteres gegen Gehorsam. Allerdings interpretiert und gewichtet in Klingentänzer jede Schule/Akademie diese Punkte durchaus unterschiedlich. Prem beispielsweise interpretiert den Schutz der Schwachen als Verteidigung ihrer Freiheit - würde also in einer Sklavenhaltergesellschaft (wie dem Bornland *hust*) regelmässig mit seiner Prinzipientreue kollidieren, wohingegen die einheimischen Krieger (oder Ritter) vielleicht mal dazwischen gehen würden, wenn auf den schon bewusstlosen Leibeigenen weiter eingeprügelt wird (stärker übertrieben).... Deshalb würde ich nicht aus dem Nachteil Prinzipientreue (welche in dieser Form ja auch andere Chars haben könnten) direkt die besondere gesellschaftliche Stellung ableiten. Vielleicht sollte man auch darüber nachdenken, Privilegien von Kriegern und Gildenmagiern durch Titulaturadel/Amtsadel abzubilden (würden den Vorteil der Prof gegenüber vom Fluss her vergleichbaren, deutlich schwächeren Profs etwas mildern).
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Ungelesener Beitrag von Vasall » 21.06.2018 22:58

@Andwari
Ich sehe das ja ähnlich, aber bitte hör mir auf mit dem albernen Stück Papier, genannt "Kriegerbrief" Kein Mensch braucht das in Aventurien.

Ritter, Barone, Grafen, Stadträte, Kauffahrer, keiner hat, oder braucht einen Ausweis, auch nicht auf Reisen. Der Krieger ist das älteste Konzept unter denen, der braucht erst recht keinen solchen Wisch.
Leumund und Auftreten sind zuverlässiger als geduldiges Pergament ;)

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Ungelesener Beitrag von Macaldor » 22.06.2018 00:12

Bzgl. der Legitimation.
Bei der Premier Schule bin ich mir net sicher, aber die aus Mengbilla ist doch von der Boron kirche mit finanziert. Vmtl. ist sie auch durch die bestätigt. Mehr als gar nichts.
"Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr möglich" -Satz des Pythagoras

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Thorwaler-Krieger im Mittelreich

Ungelesener Beitrag von Overator » 18.07.2018 16:00

Gorbalad hat geschrieben:
21.06.2018 16:51
AvBo 21 S. 4 hat geschrieben:
Auch seine Enkelin Marada sieht ihr Ziel vor allem darin, furchtlose, aber ritterliche Kämpfer zu erziehen, an einer allgemeinen Bildung der Zöglinge ist ihr weniger gelegen - sie könnte sie auch kaum vermitteln.

Was da mit ritterlich gemeint ist, ist nicht so ganz klar.
Ich vermute damit ist ein Bezug zu den ritterlichen Werten gemeint. Im Sinne, die sollen zwar furchtlos sein aber sich trotzdem an die "ziviliesierten" Regeln halten. Und was 1+1 gibt muss ein echter Thorwaler eh nicht wissen^^
jewbacca hat geschrieben:
18.06.2018 15:05
1. Aufgrund der Ablehnenden Haltung gegenüber dem Erbadel, frage ich mich wie ich mich gegenüber dem mittelreicher Adel verhalten soll. UdWW sagt gleichgültig aber respektvoll. Wenn ich aber gefragt werde würde ich direkt sagen, dass ich von dem Erbadel nix halte. Das klingt nicht sehr respektvoll ^^
Dein Char könnte sich ja auch seinen Teil in dem Fall dazu denken, er hat ja keinen Wahrheitszwang ;-)
jewbacca hat geschrieben:
18.06.2018 15:05
2. gibt es überhaupt eine Adels-Form in Thorwal?
Im klassischen Sinne eigentlich nicht, es werden keine Lehen vergeben oder dergleichen. De facto sind allerdings gewisse Züge vorhanden, wie bereites angemerkt wird Jarl Junior auch eher Kalif an Stelle des Kalifen als Ronja Fischertochter. Zudem sind stammesähnliche Strukturen ja so oder so vorhanden. Und ein gewisses Maß an Demokratie schließt den Adel auch nicht per se aus, man denke dabei nur zB an Otto I. (HRR), der wurde auch noch durch eine "Wahl" bestätigt.
Kurzum eine vergleichbare Struktur wie im MR oder HR gibt es wohl nicht aber das Konzept sollte dem Grunde nach bekannt sein.
jewbacca hat geschrieben:
18.06.2018 15:05
3. wie behandeln mich Mittelreicher bezüglich meines thorwalschen Kriegerstatus und des SO‘s
Ich denke pauschal ist das schwierig zu sagen, das kommt schon alleine darauf an, wo er auftaucht. Ein Almadander wird eher einen wilden Nordmann sehen (der sich in teure Gewandungen zwängt), während der Albernier hier vermutlich toleranter sein dürfte. Ein weiterer Aspekt ist auch das Wann, während der Besetzung Nostrias dürftest du in Greifenfurt vermutlich schlechter gelitten sein als zB nach dem Sieg über die Orks am Ende des Orkensturms.
jewbacca hat geschrieben:
18.06.2018 15:05
4. habe ich rechte im mittelreich oder bin unfrei?
Unfrei = Nope, wurde bereits von einem anderen Foristen dargelegt wieso.
Rechte dürftest du in Form der "normalen" Freien schon mal haben, Sonderrechte wie die Lex Zwergia oder der Tralloper Vertrag dürften für die Thorwaler kaum existieren. DIn Städten wirst du vermutlich im Verhältnis zu einem Bürger schlechter gestellt werden. Was - wenn wir seine Existenz einfach mal annnehmen - der Kriegerbrief ausmacht, würde ich auch wieder in den Kontext von Zeit und Ort setzen. Rechtlich mag er dir zwar gewisse Rechte garantieren, in Hintertupfingen-mit-gerade-noch-Stadtmauern wird man dich im Zweifel aber vermutlich trotzdem eher wie einen einfachen Bewaffneten behandeln. In halbwegs gebildeten Regionen/Städten wie Gareth , Havenna oder Ferdok dürftest du prinzipiell eher auf der Stufe mit den hiesigen Kriegern stehen, weil hier auch die Chancen besser sind, dass man von deiner Akademie schon mal gehört hat.

Natürlich könnte notfalls auch jeder Söldling behaupten er sei Krieger - wie hier teilweise angeführt wurde - allerdings würde ich den Leumund/Auftreten dennoch im zweifel einen höheren Wert beimessen. In Zeiten ohne Perso, Google usw. muss man mehr auf das Auftreten des Gegenüber vertrauen. Umgekehrt bedeutet dass aber auch, dass ein Baron aus dem Kosch in zerfetzter Montur und mit einem rostigen Schwert bewaffnet in den Nordmarken vermutlich kaum als adliger anerkannt wird. Einen Siegelring wird man im Extremfall eher als Diebesgut betrachten.

Würde den Umgang der NSC mit deinem Thorwaler Krieger also auch vor allem im Kontext der Region sehen. Hinterwäldler Gegenden werden eher restriktiv sein was die Rechte des SCs betrifft. Zudem muss man auch bedenken, dass geltendes Recht die eine Sache ist, andererseits aber auch die Kenntnise der Exekutive nicht außer acht gelassen werden sollte. Wenn der Gardist Alrik in einem Kaff, in welchem nur der Urgroßvater von einem Zwergen zu berichten wusste, das ersten mal von der Lex Zwergia hört, wird er wohl sicherheitshalber eher darauf pfeifen und dem kleinen Mann die Axt wegnehmen versuchen. Umgekehrt wird ihn Berik Langfinger mit der gestolenen bunten Kutte eines Tsa-Geweihten aber notfalls auch weiß machen können, dass Jünger der Tsa seit dem Vertrag von Uhdenberg im Jahre 12 Reto zum Tragen von Waffen berechtigt sind.

Was dein Umgang mit Mittelreichern anbelangt, einerseits dürfte wie - von Darjin schon dargelegt - dein Thorwaler vermutlich danach differenzieren was Schwert- und was Erb- bzw. Tituraladel ist. Ersterer hat sich seine Stellung ja mehr oder weniger verdient. Denkbar ist auch das grundsätzliche Duzen, in Dänermark (als irdischer Vergleich) beschränkt sich das Siezen etwa - zumindest heutzutage - praktisch nur noch auf das Königshaus. Damit wäre dein Thorwaler also gar nicht bewusst unhöflich.
Ich würde versuchen die Unterschiede insgesamt mehr im Kleineren auszudrücken als zu versuchen sie "vor sich her zu tragen".
Also Duzen, ganz in Gedanken mit dem Wehrgehänge auf dem Maskenball auftauchen (es dann aber nach kurzem Diskutieren mit dem Hausdiener ablegen), sich wundern wofür man drei Weingläser und 5 mal Besteck braucht. Den vorlauten Grafen zum Duell fordern (obwohl dafür das Recht kaum bestehen dürfte). Vielleicht auch etwas "volksnäher" auftreten, in der Burg wird dann notfalls auch mal mit dem Koch gebechert oder dem dürren Küchenjungen geholfen nach dem Motto "jetzt zeigt dir mal ein kräftiger Kerl wie das geht". Insgesamt auch mal etwas direkter oder ehrlicher. Vergleichbar wohl mit dem Unterschied zwischen einer Garether Hofschranze und einem Weidner Berater. Ersterer schmeichelt eher oder leckt Speichel, letzterer ist zwar höflich aber äußert Bedenken bei Plan xy.
"Ich glaub ich hau dir mal ein paar aufs Maul."
- Der Namenlose

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