Wirtschaft einer Baronie (der ringende Herr - plus)

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Roban Loken
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Wirtschaft einer Baronie (der ringende Herr - plus)

Ungelesener Beitrag von Roban Loken » 07.12.2017 13:30

Liebe Meister, (zukünftige) Lehnsherren, oder deren Schatzmeister,

vielleicht geht es euch wie mir. Es stellte sich mir die Frage, wie eine Baronie mit wenig Aufwand zu Inspiration und Tiefe einlädt, und eine Abschätzung der Einnahmen und Kosten erlaubt.

Je nachdem wo sie liegt, welche Ressourcen sie hat, welche Amtspersonen der Lehnsherr anstellen und welchen eigenen Wirtschaftsbetrieb er betreiben möge: zu vielen Themen gibt es vielzählige Informationen. Diese habe ich mal in einem Tool zusammengeführt.

Die Spielhilfe "Der ringende Herr" aus den Aventurische Boten 158/159 und Ergänzungen aus "Mit wehenden Bannern", "Tempel, Türme und Tavernen", "Armorium Ardariticum", "Wege des Schwerts" sowie dem "Meisterschirm" sind in diese Berechnung mit eingeflossen.

Diese Berechnungsvorlage ist für alle Schatzmeister interessant, die mit den Einnahmen und Ausgaben des Lehens klarkommen möchten.



Gerne stelle ich diese jedermann frei zur Verfügung. Bei Interesse gerne PM an mich.
Dateianhänge
Übersicht.JPG
Rechner Auszug.JPG

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Roban Loken
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Wirtschaft einer Baronie (der ringende Herr - plus)

Ungelesener Beitrag von Roban Loken » 08.12.2017 12:24

Ich freue mich sehr über das rege Interesse und den Dank für meine Arbeit.

Um euch das Ganze noch leichter zu ermöglichen, haben wir den Rechner nun auf der Homepage unserer Gruppe zur Verfügung gestellt. Dort könnt ihr ihn jederzeit und einfach herunterladen.

Dazu noch folgende Anmerkungen:

Der Rechner hält sich größtenteils an die Regeln aus dem Aventurischen Boten, arbeitet aber an verschiedenen Stellen noch detaillierter:

- Der Anteil an Kindern an den Untertanen ist ausgewiesen (freie Recherche zu Anteil Kindern in Europa im Mittelalter - keine offizielle DSA Quelle)
- Angaben zu freien und unfreien Untertanen aus "Tempel, Türme und Tavernen" sind mit eingeflossen
- Dadurch wurde das Bannergeld (Nach Wege des Schwerts) detailliert und auch Aussagen zu den Waffenpflichtigen (ebenfalls nach Wege des Schwerts) möglich
- Die Zölle werden nicht (wie in der Spielhilfe empfohlen) nur pauschal nach Entwicklungsstand der Baronie berechnet, sondern durch die Modifikatoren (Straßen, Flüsse, Ressourcen) zusätzlich beeinflusst
- Zusätzlich ist es möglich, den Unterhalt des Hofs bzw. der Burg extra auszuweisen (Nach Tempel,Türme & Tavernen bzw. Armorium Ardariticum)
- Deshalb ist der pauschale Lebensstil auch nicht in der Rechnung (der umfasst ja neben Lebensmitteln auch Unterkunft, Kleidung, Reisen, Vergnügen) sondern ein Ausweis der Kosten welche notwendig sind, um den Lehnsherr, seine Familie und die nahen Pflicht-Amtsträger zu verpflegen (nach Meisterschirm).
- Zuletzt kann auch noch ein eigener Wirtschaftsbetrieb, den der Lehnsherr betreibt, abgeschätzt werden.

Prinzipiell sind nur die blauen Felder auszufüllen. Der Excel-Blattschutz kann aber ohne Kennwort aufgehoben werden - dann kann jeder Aspekt frei angepasst werden.

https://www.heldenarchiv.de/was-bisher- ... e-rechner/

Bei Fragen könnt ihr natürlich weiterhin eine PN oder email an mich schreiben.

Roban

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ChaoGirDja
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Wirtschaft einer Baronie (der ringende Herr - plus)

Ungelesener Beitrag von ChaoGirDja » 09.12.2017 13:31

Wow danke.
Die alten Tools dazu sind ja mittlerweile hoffnungslos veraltet :D
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
Auch ein leichter Legastheniker mit Kontroll-Prog. finden nicht alle.

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Diego ibn Assarbad
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Wirtschaft einer Baronie (der ringende Herr - plus)

Ungelesener Beitrag von Diego ibn Assarbad » 20.01.2018 15:43

Sehr tolles Tool. Vielen Dank.
Ene, Mene, Minke,
Kontinent versinke!!

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Yggdrasil
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Wirtschaft einer Baronie (der ringende Herr - plus)

Ungelesener Beitrag von Yggdrasil » 20.01.2018 22:11

Cooles Tool. Danke.

Meiner Meinung nach hast du die Kosten für die Bediensteten und für die Garde zu gering angesetzt. Ein normaler Gardist kostet laut deiner Berechnung 48 D im Jahr.
Wahrscheinlich soll das den Sold des Gardisten wiederspiegeln. 4 D im Monat.
Aber der Baron trägt ja auch die Kosten der Unterbringung, Verpflegung und vor allem der Ausrüstung.
Gerade die Ausrüstung und deren Wartung kann schonmal ordentlich ins Geld gehen. Und wenn die Garde nicht in Zelten auf dem Feld schlafen soll, kostet das auch.
Zusätzlich zieht so ein Banner ja auch einen Rattenschwanz an Personal hinter sich her.
Koch + Gehilfen, Schmied + Gehilfen, Schneider, Feldscher etc. ...

Gut wäre für allgemeines Personal, genauso wie bei den Pflichtämtern, Kosten für die Verpflegung zu berechnen. (Inklusive Unterkunft)

Andwari
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Ungelesener Beitrag von Andwari » 21.01.2018 08:51

Was Yggdrasil zu Kosten von Bewaffneten schreibt, ist sicher richtig: Der Sold von Gardisten ist in DSA ewig von dem sehr niedrig angesetzten (weil man Helden vllt. mal danach bezahlen soll) Armeesold weg gerechnet worden, der auch für die höheren Ränge (Weibel, Hauptmann) nicht wirklich üppig ist. Man sollte da mMn nicht noch "24 mal Grütze und 4 mal Eintopf" draufrechnen - sondern sich überlegen, ob so ein Stadtgardist nicht eher ein Facharbeiter ist, der mindestens mit dem einfachen, zünftigen Schreinergesellen auf einer Stufe steht. Das "Handwerkszeug" eines Gardisten ist zweifellos teuer - besonders wenn man halt keine Polizeitruppe gegen abendliche unbewaffnete Kneipenschläger braucht, sondern Militär, das man auch gegen den Nachbarn schicken kann.

Was die Versorgung, Unterbringung usw. angeht: Ich würde da eher auf die vorhandenen städtischen Einrichtungen zurückgreifen. Ein Bürger, der einem Gardisten die Dachkammer zum obrigkeitlich festgelegten Preis vermietet, hat selbst ein gesicherteres Haus. Und die Gastwirte übernehmen gerne die Versorgung mit Lebensmitteln. da geht halt die ganze Stadtwache bis auf die gerade aktiven Torwächter zum Abendessen rüber.

Etwas aufgenommen wird die Idee schon, weil halt EW1-Söldner in den beschriebenen Einheiten gar nicht auftauchen - d.h. das wäre der Strolch, Gossensöldner o.ä. den man baugleich als Aushilfs-Türsteher der Hafenkaschemme oder als erfolgsarmen Räuber im Wäldchen vermutet.

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Yggdrasil
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Ungelesener Beitrag von Yggdrasil » 21.01.2018 21:37

Da fällt mir ein weiterer Punkt ein.
Ein "einfacher Arbeiter" hat einen Brutto-Monatslohn von 8 D. (im Blatt Grundregel ersichtlich (H5 bis H8))
Ein "qualifizierter Arbeiter" verdient Brutto bereits 20 D.

Die Kosten für Bedienstete des Barons, sollten mit den Bruttoeinkünften der "Steuerzahler" übereinstimmen.
Wenn man Gardisten als "einfache Arbeiter" ansieht, sollten sie dem Baron also 8 D im Monat kosten.
Da ist die Ausrüstung aber noch nicht dabei, welche die Gardisten wohl kaum aus der eigenen Tasche bezahlen werden.

PS: Habe den Rechner mal folgendermaßen angepasst:
Als Grundlage für die Kosten der Bediensteten habe ich die Einnahmen der Bevölkerung herangezogen (Monatseinkünfte H4, Blatt: Grundregeln)
Durchschnittliche Qualifikation entspricht 80% dieser Einkünfte als Kosten, Kompetente Qualifikation 100%, Meisterliche Qualifikation 120% usw.
Gardisten entsprechen „einfachen Arbeitern“ kompetenter Qualifikation (100%), Korporäle „einfache Arbeiter“ meisterlicher Qualifikation (120%) usw. …
Pauschal habe ich für die Ausrüstung 1 D im Monat verrechnet.
Wirtschaftsrechner Baronie_Yggdrasilmod.xlsx
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Yggdrasil
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Ungelesener Beitrag von Yggdrasil » 23.01.2018 20:48

Habe noch Arbeits-, Reit- und Streitpferde in die Tabelle eingefügt und die Kosten für die Garde leicht gesenkt.
Gardisten sind jetzt "einfache Arbeiter" "durchschnittlicher Qualität".
Auch die laufenden Kosten für die Ausrüstung habe ich reduziert.
Dateianhänge
Wirtschaftsrechner Baronie_Yggdrasilmod2.xlsx
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streuner74
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Wirtschaft einer Baronie (der ringende Herr - plus)

Ungelesener Beitrag von streuner74 » 06.03.2018 17:47

Hallo,

ich versuche diesen Rechner für Von eigenen Gnaden zu nutzen. Leider komme ich nicht auf die Werte, die im Band vorgegeben sind, um den korrekten Zehnt zu ermitteln. Kann mir jemand helfen, was ich noch eingeben muss?
Vorgabe sind Zweimühlen als Stadt mit 700 Einwohnern und 2300 Bauern im Umland. Habe Entwicklungsstand und Bodengüte mit durchschnitt angegeben und den Zehnt auf 10 % gesetzt. Dies sollte ein Ergebnis von 250 Dukaten als Zehnteinnahme ergeben.
Im Programm erhalte ich jährlichen Zehnt von 13300 Dukaten, also über 1000 im Monat.
Was mache ich falsch? Wie gesagt, 250 soll das Ergebnis pro Monat sein.

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ChaoGirDja
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Ungelesener Beitrag von ChaoGirDja » 06.03.2018 19:54

DU machst garnichts Falsch.
Diese 250D sollen sowas wie der "Reingewinn" sein.
Das Tool spukt dir aber die Reineinnahmen aus. Davon sind dann freilich noch viele Aussagen ab zu ziehen.... ;)
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streuner74
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Ungelesener Beitrag von streuner74 » 07.03.2018 08:13

ChaoGirDja hat geschrieben:
06.03.2018 19:54
DU machst garnichts Falsch.
Diese 250D sollen sowas wie der "Reingewinn" sein.
Das Tool spukt dir aber die Reineinnahmen aus. Davon sind dann freilich noch viele Aussagen ab zu ziehen.... ;)
Das verstehe ich anders, da im Band steht wörtlich
"Der Zehnt bringt anfänglich etwa 250 D im Monat ein, der Großteil davon in Naturalien."

Benutzt jemand das Tool für die Wildermark und kann mir seine Eingaben zugänglich machen? Gerne auch per Mail oder PN.

Vastin
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Ungelesener Beitrag von Vastin » 07.03.2018 08:13

abgesehen davon sind die Angaben im AB eine einfache Autoren Festlegung und nicht errechnet.
Bei uns hatte der SL noch einen Modifikator (der sich mit der Zeit abgebaut hat) für die Chaotischen Zustände angegeben

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