Hexenzirkelverbot in Aranien

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Delgran
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von Delgran » 29.11.2017 23:46

Satuaria zum Gruße,

Im Land der ersten Sonne S. 123 wird für Hexen "ein Verbot von Zirkeln und Zusammenschlüssen" erwähnt. Halten sich die Aranischen Hexen daran? Und wenn ja, wie organisieren sie die Verteilung der Flugsalben?

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Advocatus Diaboli
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 30.11.2017 00:05

Pfff....

Offiziell sind Zirkel verboten. Wann waren Hexenzirkel je offiziell? :)
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B.O.B.
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von B.O.B. » 30.11.2017 03:35

Die selbe Textstelle betont aber auch die gesellschaftliche Stellung der Hexen und deren Bedeutung als größte und einflussreichste Gruppe von Magiekundigen in Aranien. Du glaubst doch nicht, daß die sich irgendwo abgelegen und heimlich zum halbjährlichen Hexentreffen zusammenfinden :wink:

Das Ganze hat wohl eher die Form einer Palastparty und wer würde im tulmidischen Umfeld, wo Einfluss und Vermögen oft den de facto Adel bestimmen, bitte der Hausherrin vorschreiben, wen sie einladen darf :lol:

Andwari
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von Andwari » 30.11.2017 08:55

Das soll halt klären, dass die Aranier im Zuge der Magierkriege nicht generell "Gildenmagier-feindlich" wurden, sondern pauschal alle magischen Organisationen, d.h. auch Hexen-Organisationen, verboten haben. Dass die Hexen aufgrund ihrer Eigenarten damit in den folgenden Jahrhunderten besonders gut klar kamen ... gibt insgesamt ein mMn nachvollziehbares Bild.

Also wird auch in Zorgan das Hexentreffen nicht per Zeitungsanzeige bekanntgemacht - sondern man muss ähnlich wie überall ein wenig rumfragen und Beinarbeit leisten. Ob das Treffen dann "draußen" oder in einem Salon stattfindet, dürfte vor allem von der Schwesternschaft des Zirkels abhängen - warum sollte eine Katzenhexe sich draußen rumtreiben oder eine Krötenhexe sich in einen städtischen Salon begeben?
Ich würde das Ganze auch in städtischem Umfeld mindestens so heimlich gestalten wie eine horasische Geheimbund-Séance am anderen Ende des Kontinents = da wurde fürs Catering auf Buffet abgestellt, die Wachen stehen draußen und haben Anweisung nix zu hören/sehen, man nutzt die vertrauten Leibdiener und nicht irgendwen um den Abend schön zu gestalten. Die ankommenden Gäste legen vmtl. Wert darauf, nicht als Teilnehmer morgen vom Zeitungsschreiber genannt zu werden.
=> Wenn der offizielle Gastgeber vllt. gar keine Hexe ist, sondern nur eine gute Bekannte der eigentlichen Hexe, und vllt. auch eine gesellschaftliche Person, bei der öfter mal "Party" ist, kann der Zirkel allzu plumpe Versuche einer "Hexenliste" vermeiden.

In der besseren Gesellschaft kann es absolut akzeptiert sein, dass nahezu universell bekannte Dinge nicht "offiziell bekannt" sind: Wenn der Lakai am Tor sagt "... die Herrschaft ist nicht zu sprechen" heißt das alternativ, dass sie nicht da ist oder keine Lust auf Gespräch hat. Genau dafür steht der Lakai da - und man versteht das, selbst wenn man gerade auf der anderen Seite steht - denn morgen will man auch das Privileg des ungestört-sein geniessen können.

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Advocatus Diaboli
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 30.11.2017 18:57

Andwari formuliert gut, was ich meinte.

Ja, ich denke, die Hexen treffen sich auch in Aranien heimlich und oft auch abgelegen, manchmal halt auch mitten in der Stadt im Palast von Hexe XY. Heimlich heißt halt hier, dass es ne Party mit geschlossener Gesellshaft ist und man auch nicht über Bestechung eines Schreibers auf die Gästeliste gesetzt wird, weil es keine Liste gibt. Man gehört dazu oder eben nicht.

Ein offizieller Zirkel dagegen hat eine Postanschrift, eine gemeinsame Kasse und kann Quittungen für Spendenbeiträge ausstellen, die sich bei der Steuer absetzen lassen.
Gut... letzteres vielleicht in Aventurien weniger, aber ich denke es verdeutlicht worauf ich hinaus will. ;)
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 30.11.2017 21:27

Begreift man einen Hexenzirkel als Quelle der Macht von Hexen macht es gerade in einem Land wie Aranien, wo Hexen noch mehr und noch besseren Zugang zur Herrschaft haben, sehr viel Sinn solche zu verbieten. Einfach weil die Macht von Hexen an der Macht weniger gefährdet ist, alle die ein Stück vom Kuchen haben in ihren Mitteln beschnitten werden.
Hexen an der Macht versuchen schlicht ihr Monopol aufrecht zu erhalten.

Überall woanders kann Hexen TM tatsächlich in der Zeitung inserieren oder passender den Marktschreier dafür bezahlen ausrufen zu lassen, dass sie Unterstützung sucht. In Aranien wäre der erste Anlaufpunkt der Zirkel der Hexen nahe an der Macht.

Spannender wird es natürlich, wenn man Hexen als Geheimkult thematisiert und es nur in Aranien tatsächliche Ausnahmen davon gibt und sich dass ganze eher auf dem Niveau von heutigen Freimaurern bewegt.

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Fina
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von Fina » 04.01.2018 10:53

Advocatus Diaboli hat geschrieben:
30.11.2017 00:05
Pfff....

Offiziell sind Zirkel verboten. Wann waren Hexenzirkel je offiziell? :)
Dem schließe ich mich voll und ganz an :D

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Horasischer Vagant
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 21.03.2018 11:12

Ich kapere diesen Thread einfach mal!

Wieviele Hexen schätzt Ihr könnte es in Aranien geben?
Speziell interessiert mich die elburische Halbinsel?

Laut Wiki habe ich gelesen gibt es in ganz Aventurien ca. 4.000 Hexen...
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Andwari
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von Andwari » 21.03.2018 12:20

Generell liegt die magiebegabte Bevölkerung bei ca. 1%, zum Gildenmagier schaffen es nur 0,1%, Hexen dürften als Vollzauberer ähnliche Anforderungen haben - da kommen wohl die 4000 her = 0,1% von allen 4 Millionen (können auch mehr sein) Einwohnern Aventuriens.

Das Mhaharanyat Aranien ist immer wieder überraschend groß, hat kanonisch fast 700000 Einwohner = das wären also mindestens 700 Hexen.

Man kann diese Zahl mMn leicht verdoppeln oder mehr, wenn man
- berücksichtigt dass die Hexen da sehr viele Kinder ausbilden werden, die anderswo Gildenmagier würden.
- eine Attraktivität für mittelreichische oder tulamidische Hexen annimmt, da hin umzusiedeln und dort auszubilden.
- minderbegabte Gestalten auch unter "Hexen" subsummiert. Wenn anderswo die gildenmagische Tradition es schafft, aus echt schwachen Magiebegabten halt hochangesehene Alchemisten zu züchten und die mittelmäßig begabten mit einem Arschtritt als "Scharlatane" in die Gosse zu treten - warum sollen Hexen nicht auch so was hinkriegen? Für die ("halbmagische") Kräuterhex braucht man nicht viel.
- nur ein wenig an der Magie-Prävalenz dreht.

Aventurien ist mit der obigen Magieprävalenz, dabei ca. 0,2% voll ausgebildeten Magiewirkern (Hexen&Gildenmagier) und mindestens derselben Zahl "halb-" fähigen Scharlatanen, bewussten/ausgebildeten Viertelzauberern usw. eigentlich echt kein low-magic-Setting. Eigentlich sollten bei den Zahlen magische Dienstleistungen bekannt, in Bereichen wie Militär usw. zwingend berücksichtigt und für eine gutbürgerliche Schicht bezahlbar sein.

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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 22.03.2018 00:49

In Aranien ist Hexe halt ein angesehener Beruf, und Eltern werden eher froh sein, wenn ein Kind magiebegabt ist und von einer Hexe angenommen wird, während gesellschaftlich ähnlich gestellte Eltern im Mittelreich vielleicht von einem Fluch vor Praios reden und die Gabe verkümmern lassen würden. Zumal wenn sie sich eine Magierakademie nicht leisten können. Der Anteil an früh entdeckten Kindern, die es zum Vollzauberer schaffen, könnte in Aranien höher sein. Muss aber nicht, könnte.
Eigentlich sollten bei den Zahlen magische Dienstleistungen bekannt, in Bereichen wie Militär usw. zwingend berücksichtigt und für eine gutbürgerliche Schicht bezahlbar sein.
Das sag ich ja auch schon ewig. Und wenn man nur beim Turnier oder Pferderennen einen magischen Heiler stehen hat damit man das 500-Dukaten-Rennpferd nicht notschlachten muss wenn's ein Bein bricht.

Beim Militär stehen dem vielleicht all die schneidigen Kavalleristen im Wege, mit ihrem Kaiser-Alrik-Schnäuzer und der Ferdoker Flankenzange, die sich nicht die Show stehlen lassen wollen. Oder rondrianische Amazonen oder sonst so'n Krams, den ich immer in die erste Reihe stellen würde damit ich die schnell los bin.
(Bei Feqz, dem Gott der alten Tulamiden, unter dessen Schutz die Krieger in kalten Nächten ins Tal schlichen, um die schlafend-gelähmten Echsen gepflegt abzustechen.)

Wobei Tulamiden und Südaventurier solche Skrupel weniger haben sollten. Maraskaner eher auch nicht. Ein Problem der Mittelreich-zentrierten Sichtweise.

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Cifer
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Ungelesener Beitrag von Cifer » 22.03.2018 01:23

chizuranjida hat geschrieben:
22.03.2018 00:49
In Aranien ist Hexe halt ein angesehener Beruf, und Eltern werden eher froh sein, wenn ein Kind magiebegabt ist und von einer Hexe angenommen wird, während gesellschaftlich ähnlich gestellte Eltern im Mittelreich vielleicht von einem Fluch vor Praios reden und die Gabe verkümmern lassen würden. Zumal wenn sie sich eine Magierakademie nicht leisten können.
Das dürfte im Mittelreich außer in sehr abgelegenen Regionen tatsächlich weniger das Problem sein: Die meisten Magierakademien (mit offensichtlichen Ausnahmen wie der Magischen Rüstung zu Gareth) erlegen die Schulden den Zöglingen statt den Eltern auf und haben kein Problem damit, das Schulgeld erstmal vorzustrecken und später von dankbaren der Gosse entflohenen Magiern die Studienkredite einzufordern - wahlweise auch in Form seltenen magischen Wissens, Zauberbüchern und Artefakten abzubezahlen. Magische Begabung ist von Unterschicht bis Bürgertum eine der sichersten Möglichkeiten für den gesellschaftlichen Aufstieg. Das größere Problem könnte darin bestehen, dass im ländlichen Raum die magische Begabung zu lange unerkannt bleibt, weil die Eltern vielleicht eher an einen Fluch oder bösen Geist glauben und kein Mephalit vorbeikommt. Da könnte die größere Magieversessenheit der Tulamidenlande tatsächlich einen Vorteil darstellen.
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chizuranjida
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 22.03.2018 01:32

@Cifer: Das ist ein bisschen eine Frage der Sichtweise - dieses oder jenes Aventurien. Studienkredite funktionieren, wenn es einen Markt für magische Dienstleistungen gibt. Wenn der im individuellen Aventurien existiert, also man Lohnmagier zB für ein Turnier anheuern kann und die Armeen vllt wen im Dienst haben, läuft das. Wenn das allgemeine Leben magiefrei ist, nicht. Wir sind uns einig, dass das im Tulamidenland eher funnktioniert als in Mittelaventurien.

Andwari
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von Andwari » 22.03.2018 08:53

Durch die 4.1-Professionspakete hat sich der hochverschuldete Adept, der in den nächsten Jahren bis zur Magusprüfung seine Schulden abstottert, als quasi unausweichlicher Standard festgesetzt - ist ja auch ein gutes System, welche aventurischen Eltern könnten bitte ca. 100-200 D Schulgeld im Jahr zahlen?

Magier in DSA werden nicht mit jeder Magieanwendung mehr irre, verfallen nicht zwangsläufig dem "Bösen" und es gibt ganze Magierakademien die für nix anderes als "magische Dienstleistung" ausbilden. Nebenher lernt man auf der Akademie noch so einträgliche Dinge wie Alchemie.
=> Wenn ein SC ein paar der Möglichkeiten nutzen will, die auf seinem Charibogen als Fähigkeiten vermerkt sind, sollte das nicht gleich die ganze Welt übern Haufen werfen = ich meine hier auch Anwendung von Standard-Zaubern, nicht irgendwelche abgefahrene Esotherik-Magie oder Exploits von Artefakten usw.

0,2% Vollzauberer sind mMn schon so viel, dass man sie nicht vollends ignorieren sollte - die generieren für eine 1000-Seelen-Kleinstadt übers Jahr einen Haufen an nutzbaren AsP, die man jetzt entweder durch nicht-zaubern verfliegen lassen kann oder benutzt.

Hexen in Aranien haben ein Dilemma: Sie haben alle Möglichkeiten, Gelegenheiten und Anreize, zu zaubern - und wenn sie es tun, zerstört das die "Heimlichkeit" und "Uneinschätzbarkeit" von Hexen weltweit. Wenn schon in Mittelaventurien der Bauer aus Kleinalriksfurten vielleicht (!?) weiß, dass er bei Problemen mal die Kräuterhex Selinde aufsuchen kann - wie viel präsenter müssten Hexen in Aranien sein? Ein paar Meilen weiter südlich ist es dann absolut selbstverständlich, dass man aus magischer Begabung Profit schlägt.

Ardor
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von Ardor » 22.03.2018 11:53

Andwari hat geschrieben:
22.03.2018 08:53
Hexen in Aranien haben ein Dilemma: Sie haben alle Möglichkeiten, Gelegenheiten und Anreize, zu zaubern - und wenn sie es tun, zerstört das die "Heimlichkeit" und "Uneinschätzbarkeit" von Hexen weltweit. Wenn schon in Mittelaventurien der Bauer aus Kleinalriksfurten vielleicht (!?) weiß, dass er bei Problemen mal die Kräuterhex Selinde aufsuchen kann - wie viel präsenter müssten Hexen in Aranien sein? Ein paar Meilen weiter südlich ist es dann absolut selbstverständlich, dass man aus magischer Begabung Profit schlägt.
Ich sehe das Dilemma jetzt nicht als so schlimm an. Im Mittelreich sind Magierakademien nicht zu übersehen, Lohnmagier rennen in markanten Roben und mit Spitzen Hüten oder Hörnerkappen herum und wenn sie Lust haben, annoncieren sie im "Aventurischen Boten" (weil Du das Gegen-Beispiel ja oben auch mal gebracht hast ;-) ) oder werben mit öffentlichen Aushängen.

In Aranien sind wir im tulamidischen Raum und da gibt's Basar-Klatsch und offene Geheimnisse. Da weiß man einfach, das Aisha die Händlerin sich im Hinterzimmer um Kranke, Vergiftete und Verfluchte kümmert oder das man zu ihr kommen kann, wenn man merkwürdige, mit urtulamidischen Schriftzeichen beschriftete Gegenstände beim Ackern gefunden hat, die jetzt laufend Heuschrecken anziehen.

Nur weil Aisha zu den Hesindefeiertagen keine magische Illusions-Show am Marktplatz abhält oder einmal im Jahr einen Flohmarkt vor ihrem Laden abhält, bei dem sie missglückte Artefakte verkauft, wird sie nicht weniger Kundschaft haben.

Ich denke, dass das im mittelreischischen ländlichen Raum ähnlich abläuft, nur das dort vielleicht die Stimmung kippen kann, wenn ein zweiköpfiges Kalb auf die Welt kommt oder Bauer Arlrik doch entschließt, dem Herrn Baron Bescheid zu sagen, das die Heilerin Alrike eine Hexe und mit dem Namenlosen im Bunde ist, weil er sich darüber ärgert, das ihm Balrik mittels eines Liebestrank von Alrike die heimlich Angebetete vor der Nase weggeschnappt hat. Das fällt in Aranien weg. Was im städtischen Raum wegfällt ist, das ein Gildenmagier im Mittelreich halt der einzige ist, der magische Dienstleistungen anbieten darf, und er allein fürs Pfuschen schon rechtlich gegen eine Hexe vorgehen könnte.

In Aranien wird halt das, was "eh jeder weiß" auch nicht jeden Reisenden aus dem Norden auf die Nase gebunden. Ebensowenig wie im mittelreichischen ländlichen Raum jedem durchreisenden Praios-Geweihten oder dem Peraine-Geweihten im zentralen Wehrtempel auf die Nase gebunden wird, dass man nebenbei auch noch - wie schon die Mutter und die Oma zuvor - an einem Satuaria- oder Sumuschrein im Herzen des Waldes opfert.

Tiyadan
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von Tiyadan » 22.03.2018 13:30

Ist zwar schon ein Weilchen her, aber ich glaube mich daran erinnern zu können, dass in Schatten aus dem Abgrund ein Hexenzirkel im Schloss der Protagonisten (adelige Hexen) ein Treffen abhält. IIRC wissen die Leute aus dem näheren Umkreis Bescheid, Fremden gegenüber wird das aber verheimlicht.

Das Buch selbst hat mir nicht gefallen, aber in diesem Fall denke ich, dass es dir vielleicht doch gut als Wissensquelle dienen könnte.

Ardor
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von Ardor » 22.03.2018 15:20

Tiyadan hat geschrieben:
22.03.2018 13:30
Das Buch selbst hat mir nicht gefallen, aber in diesem Fall denke ich, dass es dir vielleicht doch gut als Wissensquelle dienen könnte.
Wobei der Inhalt halt wirklich haneBÜCHNERN ("5 Euro in die Schlecht-Wortspielkassa!") ist, wenn es um Referenz für aventurischen Hintergrund geht. Kam da nicht auch der Inquisitor vor, für den "Hexen" die ideologischen Nachfahren der "Echsen" waren, weil die Worte so ähnlich klingen? Und der Hexer der von die nackten Brüste der Harpyie erregt haben?

Mit den adeligen Hexen kann man sich da natürlich seine Argumentation herauskitzeln, ansonsten kam da aber nicht viel Aranien-Flair rüber, soweit ich mich erinnere.

Barbara Büchner kommt doch mehr aus der C`thulu-Ecke, was sich auch in "Aus dunkler Tiefe" mit den "Anhängern der Großen Alten" im Nebelmoor wiederfindet. Den Roman hat ja Hadamar von Wieser überarbeitet um ihn aventurischer zu machen in dem er unter anderem seine *tritt-gegen-die-Radspeiche* "Ist unbedenklich!" - Grenzkontrollszene aus dem "Großen Donnersturmrennen" mit eingebaut hat...

Andwari
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von Andwari » 22.03.2018 15:53

@Ardor
Hexen in Aranien haben keinen Grund, allzu heimlich zu agieren - für gute Geschäfte sollte (auch in besseren Kreisen) bekannt sein, wo man seine Anti-Falten-Creme und magische Dienstleistungen her kriegt.

Damit würde Aranien aber zum Anziehungspunkt für jeden, der was über Hexen lernen will - Gildenmagier und Inquisitoren wissen im offiziellen Aventurien erschreckend wenig, trotz jahrhundertelanger Forschung. Warum also nicht eine Studienreise nach Zorgan? Und wenn man selbst dort fremd ist, warum nicht den einheimischen Helfer mit solchen Forschungen beauftragen? Man muss dafür ja nicht gleich ein Register aller Hexen führen (was irgendwann doch zu organisierter Abwehr führt), aber einem Scharlatan oder Streuner mal ein kleines khunchomsches Artefakt, Trankfläschchen o.ä. in die Hand drücken und den zur Alrike schicken, sollte Infos über deren "hellseherische" Fähigkeiten bringen.

Dass in einem kleinen Dorf mit Perainegeweihtem mehrere Leute regelmäßig irgendwem opfern - soll das wirklich unbekannt sein können? Wo es doch sonst kaum was an Klatsch und Tratsch gibt? Ich würde da eher annehmen, dass auch der Geweihte bescheid weiß - und das eben nicht schlimm findet weil seine Oma nämlich dieselbe Oma ist wie von einigen Satuariaanhängern. Viele Perainegeweihte haben jahrelang keinen Zentraltempel gesehen, sind überwiegend im Heimatdorf (von der Vorgängerin) ausgebildet worden, müssen für ihren Job die Sorgen und Nöte ihrer Leute kennen...

Ardor
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von Ardor » 22.03.2018 16:17

Andwari hat geschrieben:
22.03.2018 15:53
@Ardor
Hexen in Aranien haben keinen Grund, allzu heimlich zu agieren - für gute Geschäfte sollte (auch in besseren Kreisen) bekannt sein, wo man seine Anti-Falten-Creme und magische Dienstleistungen her kriegt.
Stimmt schon. Ich würde aber dennoch davon ausgehen, dass ihr Auftreten deswegen nicht dem von Magiern in anderen Gegenden entspricht, auch wenn sie in Aranien deren Position als magischer Dienstleister einnehmen. Praios-Diener gibt's in Aranien ja genauso, auch wenn Ihr Einfluss nicht so groß ist wie im Mittelreich. Aber so lange ist es ja auch noch nicht her, dass man Teil eben jenes Mittelreichs war. Ich würde davon ausgehen, das alleine das kollektive Gedächtnis der Hexen sie davor bewahrt, z.B.: auf dem Besen quer durch die Stadt zu fliegen. Mir gefällt Nar`ats Vergleich mit den Freimauerern weiter oben insofern ganz gut. Es gab und gibt genug bekannte Persönlichkeiten, die gar nicht abstreiten, einer Freimaurerloge anzugehören. Deswegen werden dennoch keine Details verbreitet, dafür wird umso mehr spekuliert. Der Vergleich könnte für Hexen in Aranien auch passen.
Andwari hat geschrieben:
22.03.2018 15:53
Damit würde Aranien aber zum Anziehungspunkt für jeden, der was über Hexen lernen will - Gildenmagier und Inquisitoren wissen im offiziellen Aventurien erschreckend wenig, trotz jahrhundertelanger Forschung. Warum also nicht eine Studienreise nach Zorgan? Und wenn man selbst dort fremd ist, warum nicht den einheimischen Helfer mit solchen Forschungen beauftragen? Man muss dafür ja nicht gleich ein Register aller Hexen führen (was irgendwann doch zu organisierter Abwehr führt), aber einem Scharlatan oder Streuner mal ein kleines khunchomsches Artefakt, Trankfläschchen o.ä. in die Hand drücken und den zur Alrike schicken, sollte Infos über deren "hellseherische" Fähigkeiten bringen.
Solche Forschungen kann und wird es durchaus geben. Details über Zirkel, Glaubensbild, die hexische Repräsentation etc. gewinnen Magier und Inquisitoren auf diesem Weg dennoch nicht. Daraus lässt sich genau das spekulative Wissen ableiten, das es eben gibt. Für mehr, müsste man die Hexen "unterwandern" und das gelingt auch nicht automatisch, nur weil sich einzelne Hexen leichter identifizieren lassen, weil sie offener auftreten.
Andwari hat geschrieben:
22.03.2018 15:53
Dass in einem kleinen Dorf mit Perainegeweihtem mehrere Leute regelmäßig irgendwem opfern - soll das wirklich unbekannt sein können? Wo es doch sonst kaum was an Klatsch und Tratsch gibt? Ich würde da eher annehmen, dass auch der Geweihte bescheid weiß - und das eben nicht schlimm findet weil seine Oma nämlich dieselbe Oma ist wie von einigen Satuariaanhängern. Viele Perainegeweihte haben jahrelang keinen Zentraltempel gesehen, sind überwiegend im Heimatdorf (von der Vorgängerin) ausgebildet worden, müssen für ihren Job die Sorgen und Nöte ihrer Leute kennen...
Ja, das kann gut sein. Von aventurienweit einheitlichen Kirchen kann bei den Zwöflgöttern sicher auch nicht die Rede sein, weswegen regionale Ausprägungen bis hin zu Ansichten, die im Zentral-Tempel als Häresie gelten könnten, durchaus die Regel sein werden. Ich ging aber in meinem Beispiel gar nicht von einem Dorf aus, das groß Genug ist einen eigenen Peraine-Tempel zu beherbergen. Eher vom kleinen Kaff, das seinen Zehnten/Zwölften z.B. zum Wehrtempel beim Hauptort der Baronie bringt. Und von der Geweihten dort war die Rede.

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Cifer
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Ungelesener Beitrag von Cifer » 26.03.2018 11:19

chizuranjida hat geschrieben:
22.03.2018 01:32
@Cifer: Das ist ein bisschen eine Frage der Sichtweise - dieses oder jenes Aventurien. Studienkredite funktionieren, wenn es einen Markt für magische Dienstleistungen gibt. Wenn der im individuellen Aventurien existiert, also man Lohnmagier zB für ein Turnier anheuern kann und die Armeen vllt wen im Dienst haben, läuft das. Wenn das allgemeine Leben magiefrei ist, nicht. Wir sind uns einig, dass das im Tulamidenland eher funnktioniert als in Mittelaventurien.
Ich denke, da ist weniger die Frage, ob dieses oder jenes Aventurien, sondern ob das offizielle Aventurien (in dem zum Beispiel die S&S eben genau fürs Heer ausbildet) oder Homebrew. Dass nämlich im offiziellen diverse Gruppierungen sehr um den Nachwuchs bemüht sind (die Weiße und Graue Gilde haben für sowas eigene Orden, die das Land durchstreifen, Druiden und Hexen entführen öfters mal Kinder), ist gesetzt.
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chizuranjida
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 28.03.2018 00:48

Cifer hat geschrieben:
26.03.2018 11:19
Ich denke, da ist weniger die Frage, ob dieses oder jenes Aventurien, sondern ob das offizielle Aventurien (in dem zum Beispiel die S&S eben genau fürs Heer ausbildet)
Ja schon. Aber wenn man was bei Hof spielt und ein Antimagier oder Heiler passt nicht in den Plot, dann ist da keiner. Genauso bei Turnieren, Duellen, oder wenn eine hochgeborene Dame im Kindbett sterben soll. (Kaiserschnitt+Balsam machen vielleicht nur Dorfhexen.)
In Schlachten und Seeschlachten machen sich die Heeresmagier gerne rar.

Der verschuldete Lohnmagier, der seine Dienste anbietet, ist ein Held. Man geht eher nicht als Held hin und heuert irgendwo in einer Stadt einen an, der einem zB die Haare schön zaubert oder den fliegenden Teppich sauber zaubert, oder der einem mal gerade einen ATTRIBUTO macht damit man im Armdrücken gewinnt. Sowas ist im Hintergrund nicht vorgesehen.
Zum Schmied kann man gehen, um die Waffen nachschleifen zu lassen, aber wenn man einen Lohnmagier sucht, guckt der Meister erstmal komisch.
Und es stehen auch nicht die Druiden auf dem Wochenmarkt und preisen Herrschaftsamulette an.

Immerhin gibt's einen ganzen Schamanen, der sich fürs Regenmachen bezahlen lässt. Mehr als nix. :)

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Ungelesener Beitrag von Darjin » 28.03.2018 08:16

Und selbst wenn der Druide auf dem Wochenmarkt Amulette anbietet und sie sogar einem Odem anzeigen, magisch zu sein.....
.... ist er hinterher doch nur ein Scharlatan/Trickbetrüger :Maske:
„Man muß uns, glaube ich, nie so viel Verachtung zeigen, wie wir verdienen.“
Michel de Montaigne (1533-1592)

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Cifer
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Ungelesener Beitrag von Cifer » 28.03.2018 14:16

chizuranjida hat geschrieben:
28.03.2018 00:48
Der verschuldete Lohnmagier, der seine Dienste anbietet, ist ein Held. Man geht eher nicht als Held hin und heuert irgendwo in einer Stadt einen an, der einem zB die Haare schön zaubert oder den fliegenden Teppich sauber zaubert, oder der einem mal gerade einen ATTRIBUTO macht damit man im Armdrücken gewinnt. Sowas ist im Hintergrund nicht vorgesehen.
Ich denke, da verkennst du in erster Linie die Käuferschicht. Klar, die Haare lässt man sich normalerweise für ein paar Heller beim Barbier schneiden - der Magier nimmt für den Pectetondo durchaus Dukatenpreise. Das ist nicht der monatliche Haarschnitt, das ist "Für den Ball von Comtessa ya Forca hätte ich gern eine blaue Turmfrisur passend zu den Saphiren meines Kleids." Und im Hintergrund finden sich durchaus Beispiele für derartige Zauberer, darunter Luminoffs & Morcalinos Kulinarische Köstlichkeiten, eine Mago-Konditorei, und Septimo Sargentilians Spiegelwelten als Glasspezialist, dazu noch einige Illlusionisten an hochklassigen Theatern. Bei wirklich großen Geschäftsabschlüssen (so 200 Dukaten Umsatz aufwärts) würde ich auch einen Hellseher, der mittels Odem schaut, ob auch alles seine Richtigkeit hat, für Standard halten.
chizuranjida hat geschrieben:
28.03.2018 00:48
Und es stehen auch nicht die Druiden auf dem Wochenmarkt und preisen Herrschaftsamulette an.
Nö, die dürfen ja auch (in CA-Gebieten) nicht - weil sich die Gildenmagier das Exklusivrecht auf das Anbieten magischer Dienstleistungen gesichert haben. Wozu sollten sie das tun, wenn nicht, um ggf. als Lohnmagier zu arbeiten?
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Andwari
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von Andwari » 28.03.2018 15:44

Wenn es keinen regulären Markt für magische Dienstleistungen gibt, werden die von SC anbietbaren Ideen um so wirkmächtiger und damit wertvoller = es macht durchaus Sinn, die magische Welt auch auf magisches Handeln vorzubereiten.

Sonst ist nämlich die Burg in nullkommanix erobert, wenn einfach einer das Burgtor desintegriert - die Verteidiger geschockt sind und die Angreifer dadurch unerwartet motiviert. Wenn es keine magischen Dienstleistungen gibt, dann hat der schwerreiche Händler eben keinen Schutz gegen bezauberte Mitarbeiter, die den Tresor aufsperren. Freibrief für Zauberer die dann entweder risikolos Schabernack treiben oder als einzige Sicherheit anbieten.

Darjin
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Ungelesener Beitrag von Darjin » 28.03.2018 16:54

Ich frage mich gerade, ob die Illusionistennummer am Theater wirklich eine magische Dienstleistung ist, auf die die Gildenmagierschaft exklusive Anrechte hat - das würde die Professionsvariante "Theaterzauberer" des Scharlatans ja irgendwie gleich in die selbe Ecke wie den Quacksalber oder Trickbetrüger drücken.

Oder ist das einfach ein Fall von "Wo kein Kläger, da kein Henker" - und welcher anständige Magier wollte sich schon einen Job als Theaterzauberer einklagen? Da kann man als anständiger Illusionist sich doch lieber als Leibmagier und 'Dämonenbeschwörer' in Al'Anfa verdingen ( immer noch eine meiner Lieblingsszenen in einem DSA-Roman - ich glaube, es war aus "Das Gesicht am Fenster".)
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Ungelesener Beitrag von Ardor » 28.03.2018 17:22

Darjin hat geschrieben:
28.03.2018 16:54
Ich frage mich gerade, ob die Illusionistennummer am Theater wirklich eine magische Dienstleistung ist, auf die die Gildenmagierschaft exklusive Anrechte hat - das würde die Professionsvariante "Theaterzauberer" des Scharlatans ja irgendwie gleich in die selbe Ecke wie den Quacksalber oder Trickbetrüger drücken.

Oder ist das einfach ein Fall von "Wo kein Kläger, da kein Henker" - und welcher anständige Magier wollte sich schon einen Job als Theaterzauberer einklagen? Da kann man als anständiger Illusionist sich doch lieber als Leibmagier und 'Dämonenbeschwörer' in Al'Anfa verdingen ( immer noch eine meiner Lieblingsszenen in einem DSA-Roman - ich glaube, es war aus "Das Gesicht am Fenster".)
Ich denke, das fällt unter "Wo kein Kläger, da kein Henker.", da sich Scharlatane ohnehin unter Gaukler und damit irgendwie abseits der Standesgesellschaft bewegen. Und bei wirklich erfolgreichen Illusionisten die dann vielleicht in Vinsalter Salons gefeiert und weitergereicht werden könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die zumindest in der grauen Gilde Aufnahme aufgenommen werden könnten, um sich hier rechtlich abzusichern.

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Madalena
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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von Madalena » 28.03.2018 19:01

Bei Scharlatanen ist es wohl mehr oder weniger Gewohnheitsrecht. Und Gildenmagier nehmen Scharlatane nicht so recht ernst. Wenn ein Gildenmagier klagen würde, weil ein Scharlatan ihm Konkurrenz macht, blamiert er sich eher selbst.

In Aranien gehe ich davon aus, dass das Magieverbot eher pragmatisch gesehen wurde. Im Tulamidischen hat man allgemein meist eine weniger dogmatische Sicht. Ein "Es ist wider die Götter! Fürchtet und verabscheut es!" wird Tulamiden eher fremd sein. Statt dessen war es eher ein "Die Fremdherrscher wollen das nicht, und momentan haben sie halt das sagen. Tut so, als würdet ihr es voller Eifer umsetzen." Was natürlich ebenfalls scharfe Folgen hatte, aber es ist nicht so in den Herzen der Menschen angekommen.

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Ungelesener Beitrag von Cifer » 29.03.2018 00:00

Darjin hat geschrieben:
28.03.2018 16:54
Ich frage mich gerade, ob die Illusionistennummer am Theater wirklich eine magische Dienstleistung ist, auf die die Gildenmagierschaft exklusive Anrechte hat - das würde die Professionsvariante "Theaterzauberer" des Scharlatans ja irgendwie gleich in die selbe Ecke wie den Quacksalber oder Trickbetrüger drücken.

Oder ist das einfach ein Fall von "Wo kein Kläger, da kein Henker" - und welcher anständige Magier wollte sich schon einen Job als Theaterzauberer einklagen? Da kann man als anständiger Illusionist sich doch lieber als Leibmagier und 'Dämonenbeschwörer' in Al'Anfa verdingen ( immer noch eine meiner Lieblingsszenen in einem DSA-Roman - ich glaube, es war aus "Das Gesicht am Fenster".)
Ich würde stark davon ausgehen, dass Theaterscharlatane entweder unterhalb der Wahrnehmungsschwelle der Gildenmagier arbeiten (wenn das "Theater" aus zwei Fässern und drei mehr oder weniger stabilen Balken besteht oder in einer CA-fremden Region steht) oder sehr gut daran tun, eine Mitgliedschaft in der grauen Gilde zu erwerben. Dass die sonst bei der Obrigkeit angezeigt werden, wäre bei mir kein Ausdruck der Schwäche für den anzeigenden Magier - genausowenig, wie wenn er einen Tränkepanscher und Quacksalber anzeigt, wo man ihm wohl auch nicht vorwerfen würde, dass er sich fürchtet, nicht mit dessen Zuckerwasser konkurrieren zu können. Standesrecht ist Standesrecht, auf seinen Privilegien zu bestehen ist in Aventurien nichts Verwerfliches.
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Ungelesener Beitrag von Andwari » 29.03.2018 01:04

Dem als Künstler geachteten "Hofscharlatan" würde ich je nach gesellschaftlichem Umfeld auch eine Gildenmitgliedschaft nahelegen - der kommt in den Salons ja schließlich mit einer Menge Leuten in Kontakt, die Standesbewußtsein und darauf abgestimmten Geltungsdrang echt wichtig finden. Wer in Vinsalt die Reichen und Mächtigen begeistern kann, kriegt auch den Gilden-Status, ist eine win-win Situation für Ex-Scharlatan und Gilde.

Ansonsten gilt wie überall: Wenn sich damit richtig gut Geld verdienen lässt, wird irgendwer versuchen, dafür ein Angebots-Privileg zu kriegen. Die Gildenmagier haben zwei Akademien voller Illusionisten. Jegliche öffentliche Veranstaltung mit Breitenwirkung kann für Höhergestellte eine Gelegenheit sein, sich dem Volk oder anderen Hochrangigen zu präsentieren. Da ist Unterhaltung keine Kleinigkeit sondern knallhartes Geschäft - frag mal die Lanistas im Süden.

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Hexenzirkelverbot in Aranien

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 29.03.2018 02:56

Dürfen denn Scharlatane überhaupt einer Magiergilde beitreten? Wäre mir neu. Und falls die es dürfen, was hindert Hexen, Druiden und Schelme?

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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 29.03.2018 08:25

Nichts. Guck Dir mal die Mitglieder der grauen und schwarzen Gilden in WdZ S. 261 an.
WdZ S. 261; Große Graue Gilde des Geistes (Graue Gilde) hat geschrieben:Mitglieder: etwa 2.500 Magier, dazu weitere Gelehrte, Alchimisten und wenige Zauberkundige anderer Traditionen
WdZ S. 261; Bruderschaft der Wissenden (Schwarze Gilde) hat geschrieben:Mitglieder: etwa 900 Magier, dazu einige weitere dubiose Gelehrte, Magiedilettanten und Fremdartige
Die weißen nehmen idT nur Magier:
WdZ S. 259; Der Bund des Weißen Pentagramms (Weiße Gilde) hat geschrieben:Mitglieder: etwa 1.500 Magier; nur Magier als Mitglieder zugelassen
Zuletzt geändert von Gorbalad am 29.03.2018 09:35, insgesamt 1-mal geändert.

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