Frage zu Reisen

Moderator: Raskir


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 Betreff des Beitrags: Frage zu Reisen
BeitragVerfasst: 08.01.2017 16:15 
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Registriert: 08.01.2017 15:03
hallo liebe community

Die Queste meiner Gruppe wird demnächst in Phexcaer zu Ende gehen. Mich würde interessieren, ob es gangbare Wege/Straßen von Phexcaer ins Svellttal gibt (Richtung Lowangen oder Tiefhusen). Ich erinnere mich düster gelesen zu haben, dass in grauer Vorzeit sogar Straßen vom damaligen Myrburg gebaut wurden, die inzwischen aber verfallen sind. Kann man die Blutzinnen zu Pferd überwinden, oder artet das in eine hochalpine Kletterpartie aus? Wenn keine Pfade existieren, wie würde der "vernünftigste Weg von Phexcaer nach Osten aussehen?

Vielen Dank im vorraus :)
Lg Gorbash

P.S.: Zeitlich sind wir Ende Phex 1015 kurz vor der G7 Kampagne angesiedelt


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage zu Reisen
BeitragVerfasst: 08.01.2017 16:49 
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Registriert: 14.06.2012 18:34
Phexcaer ist kurz vorm Arsch der Welt. Richtung Nordost bis Südost gibt es wirklich 400 Meilen lang nur Wildnis voller Orks, Berge und "nix". Von der verfallenen Straße "Richtung Andergast" findest Du vmtl. insgesamt nur 100 Schritt auf der ganzen Strecke.

Also 2 Alternativen:
Mit einer Vorstellung, wie die Welt aussieht, könnte man von Phexcaer den Bodir hinauf bis etwa zu seiner Quelle reisen (ca. 150 Meilen), von dort immer weiter nach Osten (mit leicht nördlicher Ausrichtung), in die Berge hinein (150 Meilen) und dem ersten Bach folgen, der nach Süd-Osten fließt = der trifft vmtl. irgendwo auf den Hilval und nach weiteren 100 Meilen ist man am Svellt und kann nach Tiefhusen oder sonst einem verlassenen Kaff gelangen.
=> Schon ohne Orks wäre das ein absoluter Wildnis-Survival-Trek. Wenn alles glattgeht, man das überwiegend als sommerliche Steppe auffasst, man irgendwie genug Nahrung, Wasser usw. hat, für Helden vllt. in einem Monat machbar, aber eigentlich Wahnsinn, weil völlige Wildnis ohne sinnvolle Orientierungspunkte. Du kannst da als SL auch ohne böswillig zu erscheinen 3 Monate draus machen, das Pferd zwischendrin verrecken lassen und nach der Zeit total abgerissene Helden ohne schon längst verlorene bzw. zurückgelassene Rüstung/Waffen aus der Wildnis stolpern lassen.

Alternative: Von Phexcaer kennt ihr ja die Straße nach Thorwal, die ihr vmtl. gekommen seit bzw. könnt den Bodir runterfahren - nach nur 100 Meilen seit ihr in Vilnvad und nach insgesamt 200 Meilen in Thorwal-Stadt. Eine ungleich angenehmere Route. Die 1500 Meilen bis Enqui kriegt man auf einem schicken Thorwaler-Boot oder entsprechendem Handelsschiff hin - und die vllt. 200 Meilen den Svellt hinauf sind auch eine wohl regelmäßig befahrene Route, bei der Begegnungen mit Orks nicht mit Toten enden. Sämtliche Landrouten (Pferd) sind halt irgendwie unter orkischer Kontrolle - eine menschenwürdige reine Land-Route wäre Phexcaer-Thorwal-(evtl. Salza, alternativ Rovamund)-Andergast-Greifenfurt-Nordhag-Lowangen. Ja, das ist außen rum - aber dafür gibt es fast jede Nacht ein Dach überm Kopf.

Bzgl. Gebirge:
Aventurien hat verglichen mit seiner bescheidenen Größe sehr hohe Berge - die eher kleinen Blutzinnen (150*50 Meilen) hat genau da, wo es eigentlich am schmalsten wäre, mit dem Hilvalskopf einen 2000er - das dürfte in der eher nördlichen und als echt rauh beschriebenen Gegend also für waldfreie und schneebedeckte Zonen reichen.
Wie schwer es ist, da durchzukommen, wäre rein der Gruppe überlassen. Zum Vergleich: Die Pyrenäen sind deutlich größer - an die Alpen dar nicht zu denken, die selbst an der schmalsten Stelle mindestens drei mal so breit sind. Historisch wurden die Alpen sowohl auf wirklich hohen Passrouten (Großer St. Bernhard, 2400 Meter) als auch auf solchen überquert, wo man nicht mal über die Baumgrenze kommt (Reschenpass 1500 m, Brenner 1370 m). Die reine Höhe ist nicht entscheidend, sondern auch wie man da hin kommt. Richtige "Klettertouren" sind dafür eher nicht vorgesehen - so manche Bachüberquerung weiter unten dürfte wesentlich mehr Kletterei sein..


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage zu Reisen
BeitragVerfasst: 09.01.2017 09:34 
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Registriert: 08.01.2017 15:03
Lieber Andwari
Vielen Dank für die Antwort. Dann wirds wahrscheinlich eine unwirtliche Kletterpartie und der Verlust einiger Dukaten für einen ortskundigen Führer ;)
Denn die Reise über Thorwal würde wahrscheinlich doppelt so lange dauern


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage zu Reisen
BeitragVerfasst: 09.01.2017 11:45 
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Registriert: 23.02.2004 18:16
Gorbash hat geschrieben:
Lieber Andwari
Vielen Dank für die Antwort. Dann wirds wahrscheinlich eine unwirtliche Kletterpartie und der Verlust einiger Dukaten für einen ortskundigen Führer ;)
Denn die Reise über Thorwal würde wahrscheinlich doppelt so lange dauern
Das glaube ich gar nicht mal. Grob über den Daumen gepeilt sind die Strecke Phexcaer-Thorwal-Enqui-Lowangen irgendwas um die 2000 Meilen - die kannst du aber praktisch komplett auf Flüssen und hoher See zurücklegen. Auf ersteren hast du Geschwindigkeiten von irgendwas um die 40 bis 60 Meilen am Tag, auf hoher See schafft eine Otta 140. Demgegenüber stehen Gebirgsreisen ohne Kletterpartien mit 6 Meilen pro Tag - muss man wirklich klettern, eher 3.

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 Betreff des Beitrags: Re: Frage zu Reisen
BeitragVerfasst: 09.01.2017 12:12 
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Registriert: 20.02.2012 14:21
Nur als dritte Option (ich würde, soweit von der Jahreszeit her möglich, auch per Schiffüber Thorwal und Enqui reisen):

Man zieht den Bodir hoch bis zum Zufluss aus dem nördlichen Steineichenwald und folgt diesem bis in besagtes Gebirge. Dann durchquert man dieses Gebirge, was angesichts einer Höhe von nicht mehr als 500 Schritt verglichen mit den Blutzinnen ein Kinderspiel sein sollte. Wenn man dann noch etwas Richtung Südosten zieht, erreicht man mit dem Dorf Orkenhort bereits das Gebiet des Königreichs Andergast. Von dort führen Wege durch die nördliche Messergrasstreppe zwischen Thasch und Finsterkamm hindurch Richtung Yrramis,von wo man den Svelt hinab den Rest der Strecke bis nach Lowangen ziehen kann.

Diese Strecke sollte deutlich schneller gehen als der Tripp durchs Orkland und vorallem relativ (!) orkfrei sein, da man ab dem nördlichen Steineichenwald das Kerngebiet der Orks verlässt. Zudem kann man ab Orkenhort immerhin bestehenden Wegen folgen und muss sich nicht querfeldein schlagen, auch wenn ein Tripp gerade durch die Messergrassteppe trotzdem nicht unbedingt angenehm ist.

Wenn du keien lange Seereise möchtest oder ihr die Reise spätest als im später als im Spätsommer antreten wollt, würde ich daher diese Strecke nehmen. Ist natürlich landschaftlich weniger reizvoll als quer durchs Hochgebirge ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage zu Reisen
BeitragVerfasst: 09.01.2017 14:07 
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Registriert: 14.06.2012 18:34
@Nemrod
Ich hatte das deshalb nicht angeführt, weil man zwar das "Kerngebiet" der Orkverlässt, aber auch außerhalb von bevölkertem Gebiet läuft: Orkenhort ist ein Wehrhof, Anderstein ein weiterer Grenzposten - und sonst läuft man durch weitgehend menschenleeres Gebiet bis man den Pfad Theskal-Arsingen erreicht. Die in der Karte eingezeichnete gepunktete Linie ist arg optimistisch, denn wer soll da laufen? Klar kann man im Thasch eine Bande Gesetzlose oder sonstige isolierte Gruppen treffen - aber die können einem ggf. keine Ausrüstung erneuern und drauf vertrauen kann man nicht.

@Gorbash
Das mit "doppelt" so lange halte ich für kein gutes Argument - vllt. hätte ich das mit 1 Monat nicht schreiben sollen:
- es gibt da keinen ortskundigen Führer, weil niemand diese Strecke bereist.
- es gibt da keinen gebahnten Pfad, was in der offenen Steppe noch O.K. sein mag, im Bereich des Bodir schon zu Problemen führt und im unteren bergigen Teil echt übel wird - echter Urwald.
- die 400 Meilen sind Luftlinie - wenn Du "ideal" über Steppenhügel läufst sind es vllt. 600, nach oben offen mit jedem Umweg, wenn Du doch vor einem größeren Hindernis stehst und das umgehen willst.
- Proviant für mehrere Wochen mitnehmen ist nicht gewichtsfrei. Jeder Mensch frisst etwa 1 Stein/Tag, ein belastetes Pferd braucht mehrere Stein Kraftfutter. Alternativen: Ihr legt nach 3 Wochen eine Woche Pause ein, lasst das Hottehü wenig mehr tun als grasen und schaut, ob ihr bessere Jäger als der Orkstamm seid. Wenn ihr nicht 3 Karene auf einmal erwischt, könnt ihr für die proviantauffüll-Pause beliebig lange brauchen, schon eine kleine Gruppe ist da komplizierter zu ernähren als ein einzelner Jäger.
- ihr kriegt nix ersetzt, was ihr nicht selbst mit Messer und Bindfaden irgendwie hinbekommt.
- Waffen, Rüstung, Zauberbücher sind zusätzlicher Ballast, der eure Proviant-Reichweite massiv verkürzt. Ihr kriegt das auf der anderen Seite nicht mal eben ersetzt (der Tiefhusener Waffenmarkt hat arg eingeschränkte Möglichkeiten).

Das Problem dabei ist, dass die Strecke eben von "Ende der Welt" nach "Nirgendwo" geht - wer sich z.B. von Riva nach Norburg begeben will, geht auch durch ziemlich üble Wildnis - aber das macht immer mal eine Karawane, es gibt bekannte Rastplätze, irgendwer hat mal den umgestürzten Baum quer überm Weg schon weggehackt, nach 3 Tagen findet man wieder eine Mini-Siedlung.

Noch was: Nach der angedachten Route brauchst Du Deinen Helden nie wieder irgendwelchen Wildnisherausforderungen liefern - die haben dann was gemacht, was jeder Nordland-Wildnisfuzzi für ziemlich krassen Stunt hält. Wenn das kein absoluter Höllentrip wird, musst du schon "ewiges Eis" oder "ehernes Schwert" liefern um jemals wieder was vergleichbar schwieriges zu bringen.
=> Wird es so schwer, widerspricht das der Idee "wir wollten doch nur schnell von Phexcaer ins Svellttal" - wird es so leicht, der Idee zu entsprechen, gibt es keinen Grund, irgendeine Route sonst zu meiden.

Zu Geschwindigkeiten/Wegstrecken:
Die wirken manchmal in schwierigem Gelände etwas arg niedrig. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Straßen-Werte (30 Meilen) arg hoch sind und man das mal 3 Tage machen kann, aber wenigstens der Stubenhocker das vmtl. nicht 30 Tage am Stück durchhält. Wenn man in schwierigem Gelände bei etwas miesem Wetter nur ein paar wenige Meilen schafft, dann vllt. nicht weil man so langsam geht - sondern weil halt 10 Meilen vorwärts, 5 zurück und 5 Umweg (oder nicht-gegangen, weil man die Zeit für Unterstellen und wieder-halb-trocken-werden brauchte) bei gegangenen 20 Meilen nur effektiv 5 bedeuten. Es gibt bei uns in Europa praktisch nix mehr, was unterhalb von "gut begangener Pfad mit Hilfen an schwierigen Stellen" liegt und auf dem hat man quasi Garantie, dass er nicht in die Irre geht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage zu Reisen
BeitragVerfasst: 09.01.2017 14:21 
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Registriert: 20.02.2012 14:21
Wie gesagt, ich würde auch wann immer möglich das Schifff nehmen. Es hat schon seinen Grund, warum z.B. in Norwegen bis vor kurzem fast alles über den Seeweg abgewickelt wurde und man nicht den "kurzen" Weg quer durchs Gelände genommen hat.

Ich halte meine Route jedoch deswegen für vorteilhafter, weil man in Orkenhorst zumindest ein Dorf hat, wo man sich etwas ausruhen und (in Grenzen) neu ausrüsten kann. Zudem kommt dieses Dorf , nachdem man die schwerste Etappe hinter sich hat, die wiederrum deutlich leichter sein dürfte als der Durchschnittstag auf der "Ostroute". Danach folgt zwar noch die Messergrassteppe, aber das ist immer noch besser als die liebliche Kombination aus Hochgebirge und menschenleerem Urwald. Ich als Held würde auf der Strecke übrigens immer den Abstecher nach Teshkal machen. Kostet vielleicht eine Woche weg, aber das wäre es mir wert...

Ansonsten muss ich dir übrigens dahingehend zustimmen, dass ich jede Tour "querfeldein" durch wirklich wildes Gelände als genauso hart darstellen würde, wie sie es verdient. Gerade viele DSA-Abenteuer, insbesondere solche explizit für Einsteiger, unterschätzen diesen Aspekt m.E. grandios und werden, wenn man die Wildnis angemessen ernst nimmt, oftmals quasi unschaffbar. Unsere Anfänger-Gruppe beispielsweise wäre in "Ein Traum von Macht" in den Thorwaler Bergen damals mehrfach fast erfroren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage zu Reisen
BeitragVerfasst: 09.01.2017 14:33 
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Registriert: 14.06.2012 18:34
@Nemrod
Es ist mMn ein Fehler, die Helden da ahnungslos ins offene Messer laufen zu lassen - die sind in der Welt aufgewachsen, können sich informieren und entsprechende Einschätzungen holen.

Ich hatte das angesprochen: Ohne eine genaue Aventurienkarte (woher?) ist es vmtl. völlig unklar, wie weit Phexcaer und Tiefhusen voneinander entfernt sind. Die übliche Antwort dürfte lauten: "200 Meilen bis Throwal, dann 2 Wochen auf der Otta und eine auf dem Flusskahn von Enqui". Wenn man das nicht per Sternbeobachtung machen kann, ist die direkte Strecke nur darüber erschließbar, wie lange man auf den nördlichen und südlichen Routen rundrum braucht - und die gehen alle ziemlich lange, weil halt außen ums Orkland rum. Wenn der Garether Kartenmaler Reiseberichte auswertet und für "Straße Thorwal-Phexcaer 15 Tage" da statt den erreichten 13 Meilen/Tag halt straßentypische 24 Meilen*15 Tage einträgt, wird die Welt fix größer. Dass diese Straße zur Hälfte eine im Sumpf abgesoffene Piste ist, weiß der ja nicht. Andere Berichte bestätigen die "15 Tage". So kann vllt. ganz Thorwal größer werden als es ist - nur weil die Straßen mies sind. Das erklärt dann auch die besondere Schnelligkeit der Ottas - Seereisestrecken sind da am bekanntesten, reproduzierbar, oft genutzt...


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage zu Reisen
BeitragVerfasst: 09.01.2017 22:35 
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Registriert: 08.01.2017 15:03
Danke für die zahlreichen Hinweise. Nachdem die Gruppe die Strapazen des vorgefertigten Abenteuer aus der Orklandbox gerade hinter sich gebracht hat, haben sie wahrscheinlich ohnehin genug von der WIldnis (von einem Orkheer 2 Wochen quer durchs Orkland gejagt worden und dabei nur einen Charakter verloren).
Ich denke die Gruppe wird sich bei einer eingehenden Beratung sicherlich alle Möglichkeiten erklären lassen udn dann selbst entscheiden, aber ich denke sie werden sich für das Schiff entscheiden ;)


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