Gewicht von Geld


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 Betreff des Beitrags: Gewicht von Geld
BeitragVerfasst: 02.01.2017 11:33 
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Hi,
Berechnet ihr das Gewicht von dem Geld welches die Helden mit sich herum schleppen?
Und wenn ja nach welchen Sätzen?

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Und mit seinen letzten Atemzügen sagte er "Garrharar", es schien ihm sehr wichtig zu sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht von Geld
BeitragVerfasst: 02.01.2017 11:38 
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Offiziell wiegt eine Dukate eine Unze. D.h. 40 Dukaten wiegen ein Stein.

Das das zu Problemen führt kann man sich vorstellen. Bei uns wird das Geldgewicht meist ignoriert. Bei größeren Geldmengen gibt es bei uns durchaus auch andere Möglichkeiten diese zu transportieren(Wechsel o.Ä.).


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht von Geld
BeitragVerfasst: 02.01.2017 12:39 
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Will man ein sinnvolles Wertverhältnis zwischen Gold und Silber erreichen, also nicht den gebotenen Stand von reichlich wertlosem Gold (oder aber Elektron-Dukaten, die zum geringsten Teil aus Gold bestehen), dann ist das Gewicht einer Goldmünze eher bei 3,5g anzusetzen (bei einem Reinheitsgrad von 95+%), während ein Silbertaler eine Unze wiegen sollte. Heller und Kreuzer sind kein Problem, da es sich um - mal mehr, mal weniger silberhaltige - Billon-Münzen handeln dürfte. Nimmt man die Silbermünze mit einer Unze, dann sollte der Heller 4g wiegen, der Kreuzer kann bei 1,25g (oder 1g) bleiben.

Abseits von dem ganzen Legierungskram lässt sich sagen: Wertvollere Münzen sollten stets leichteres Gepäck bedeutet, Gold in möglichst reiner Form entschieden leichter sein. Spieltechnisch hat das den Vorteil, dass dem reinen hohen Geldwert auch ein praktischer Wert zugeordnet werden kann - sofern man mit den Gewichtsregeln spielt (aber das nehme ich für den Thread mal als Voraussetzung an). Spätestens bei wirklich großen Geldmengen (mehrere Truhen voll oder der gute alte Drachenhort, der einzustürzen droht) sollte die Transportfrage nicht ganz irrelevant sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht von Geld
BeitragVerfasst: 02.01.2017 13:50 
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Die "offizielle" DSA-Regelung, dass Gold nur doppelt so wertvoll ist wie Silber, weil ein Dukaten 1 Unze (25 g) und ein Taler nur 5 Skrupel (5 g) wiegen soll, habe ich immer ignoriert. Ein Wertverhältnis von 1:10 oder mehr löst einiges an Gewichtsproblemen auf.

Aber ja, wer steinreich ist, schleppt evtl. Stein-weise Münzen rum. Die nehmen nicht viel Platz weg (hohe Dichte der Materialien) aber wiegen halt. Wer seinen Helden das Leben leichter machen will, kann problemlos die Münzgewichte noch reduzieren bzw. sämtliche Preise senken. Ein silberner Heller als Edelmetall-Kleingeld ist problemlos machbar, für größere Geldbeträge nimmt man ggf. eine Waage mit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht von Geld
BeitragVerfasst: 02.01.2017 15:02 
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Zitat:
Von daher werden höhere Summen meist in Form von Wertgegenständen wie Schmuck und Edelsteinen umgesetzt und transportiert.

Eigentlich ist genau dafür Gold gedacht. Wenn man auf Edelsteine umsteigen muss, weil Edelsteine praktischer sind, würde sich Edelsteingeld entwickeln. Und wertoller Schmuck besteht ansonsten aus Gold. Nun sollte die Goldkette nicht mehr wert sein als der Haufen Dukaten in der anderen Waagschale.

Um meine o.g. Werte zu entschlüsseln:
Irdisch kann man sich an der Kölner Mark orientieren (die sich als Münzfuß lange gehalten hat), die um die 231-233g wog, also grob zehn Unzen und dem Wert eines Goldguldens von 3,5g Gewicht entsprach. Damit bekommt man ein Gewichtswert-Verhältnis zwischen Gold und Silber von 1:66. Will man bei der Setzung 1 Dukate = 10 Silbertaler bleiben, käme man auf ein Gewicht von 3,5g für die Dukate und 25g für die Silbermünze. Damit hat man dann Dukaten mit etwas weniger Goldgehalt (nur ca. 90%). Heller könnten, wie Andwari es vorschlug, in der Tat die kleinen Silbermünzen sein, ggf. noch mit Kupfer versetzt. Die von mir genannten 4g pro Heller (bei 10H = 1S) entsprechen etwa einem 1:1-Verhältnis von Silber und Kupfer, bei Kreuzern mit je 1g (bei 10K = 1H) hat man etwa ein 1:5-Verhältnis.


Säckeweise Silber müssen sich irgendwo rechtfertigen. Der Zehnt dürfte nicht ohne Grund einmal im Jahr erhoben werden (oder der Kaisertaler für mehrere Jahre rückwirkend, wenn die Kaiserin gerade zu Gast ist). Da können sich die gemeinen Leute ihre(n) Dukate(n) zurechtlegen. Das spart der Logistik wiederum gutes Gold.
Für gewöhnlich sind Dinge (des Alltags) billig genug, so dass Heller und Taler in überschaubarer Menge genügen. Oder sie sind so teuer, dass man beliebig viel Gold dafür bezahlen kann. Das ist ja der Grund, warum man bei Kurantgeld auf (möglichst reines) Gold und Silber (mit variierendem Kupfergehalt) zurückgreift. Man will nicht das Bier mit mikroskposchem Hackgold zahlen, wo dann aus Versehen gleich ein halbes Dutzend voller Humpen herunterrieselt. Und man will keine Säcke voller Silber transportieren - weder Käufer noch Händler -, um ein Pferd zu erstehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht von Geld
BeitragVerfasst: 02.01.2017 21:34 
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Kaufkraftmäßig ist aventurisches Gold etwa 1/50 von irdischem aus dem entsprechenden Zeitraum wert, wenn man Preise für Tiere, Häuser und Löhne vergleicht (je nach Region und Zeit und Referrenzpreisen schwankt das Ergebnis natürlich).

Der irdische Gulden/Dukat/Florin kommt grob auf 7 aventurische Dukaten im Wert, ist aber deutlich kleiner als einer davon. Der Horasdor ist ausnahmsweise sehr viel näher am irdischen Vorbild, dem Louis'd Or, wiegt aber nicht aus Zufall fast das Hundertfache.

Konsequenz ist, dass es nicht wirklich taugt, um Reichtümer zu transportieren. Gerade bei größeren Warenverkehren in Häfen wird häufig Gegenwert mehrerer metrischer Tonnen Gold umgesetzt und das aventurische Wechselwesen steckt noch in den Anfängen (und kommt beim Handel zwischen Leuten, die kein hohes Vertrauensverhältnis zueinander haben, kaum in Frage), kann das also nicht wirklich abfangen.

Gut, es gab für die Tulamidenlande mal Arkaniummünzen. Aber die sind als selten gesetzt und kratzen immer noch gerade erst am Wert irdischen Goldes.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht von Geld
BeitragVerfasst: 02.01.2017 23:52 
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Die Diskussion um die Verbreitung von Geld als Zahlungsmittel in Aventurien wurde ausgelagert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht von Geld
BeitragVerfasst: 03.01.2017 00:42 
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Hallo HDW, danke fürs Ordnen. Du hast allerdings meinen Beitrag - auf den Du Dich oben selbst noch beziehst - versehentlich mit verlagert. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht von Geld
BeitragVerfasst: 03.01.2017 02:03 
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Danke fürs Ordnen.

@Herr der Welt
Wenn man den Wert von Gold nach oben anpasst, wird ein Gewichtsproblem kleiner, klar. Schon ein Materialwert-Verhältnis von 1:10 wäre massiv besser als die gesetzten 1:2.
Historische Vergleiche können für alles zwischen 1:10 bis 1:100 genutzt werden (wobei interessant ist, wie z.B. das Überangebot an Silber aus nicht mehr genutzten Silbermünzen bei Einführung eines Goldstandards das beeinflusste).

Für Heller als Standardmünze müssten halt einige Dinge absolut billiger werden, zumindest meine Helden zahlen ihr Tagesgeschäft schon eher mit Talern, sobald sie aus der Gosse raus sind. Das muss nicht mal daran liegen, dass sie absolut so hochgestellt sind, aber wer zwei Wochen irgendwo in der Wildnis unterwegs nach dem Abenteuer sucht, lässt es halt bei entsprechendem Lebensstil in der Pause dazwischen eher krachen.
Kreuzer sind auf jeden Fall echtes "Kleingeld" - das dürfen ruhig Scheidemünzen sein.
=> Bei den Preisen, die Helden so zahlen sollen, sind eigentlich Heller und Kreuzer "Kleingeld" und es wäre Bedarf an Edelmetall-Talern und 10-Taler-Stücken aus demselben Metall, bevor man zum Reiche-Leute-Zahlungsmittel geht. Historische große Silbermünzen hatten (vor immer wieder einsetzender Münzverschlechterung) üblicherweise den Anspruch, an eine bekannte Goldmünze anzuknüpfen - was dann immer recht schnell zur bloßen Rechnungseinheit wurde, weil man als Landesherr Silbermünzen halt viel leichter verschlechtern kann als Goldmünzen (wo die Nutzerklientel eher Ahnung hat und es auch farblich einfach mehr auffällt).

Wir lösen uns vom DSA-Hintergrund - eine Großmünze von 25-30 Gramm Feingehalt ist noch darstellbar, eine Kleinmünze mit 1/10tel davon problemlos machbar. Fummelig wird es noch mal bei etwa einem Faktor 4 nach unten.

Mit einem nichtdezimalen System kommt man da viel schöner hin und kann z.B. mit Scheidemünzen auf eine Größenordnung mal "100" (96) kommen: 4 "Heller"-Scheidemünzen sind eine kleine Silbermünze (Penny) und 24 davon ein immer noch silberner "Dukaten". Siehe Großbritannien ausreichend lang vor der Dezimalisierung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht von Geld
BeitragVerfasst: 03.01.2017 14:53 
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Getragene Last ist bei uns eher eine "Pi mal Daumen" Sache. Deshalb spielt auch das Gewicht von Geld keine Rolle. Erst ihm Rahmen eines entsprechenden Abenteuers würde ich solche Dinge genauer im Blick behalten. Das können z.B. Wasservorräte sein wenn man sich in der Wüste verlaufen hat (aber nicht wenn man mit einer Karawane einfach von Wasserstelle zu Wasserstelle reist) oder gar das ganze Inventar (gestrandet auf der einsamen Insel Szenario) oder auch das Gewicht von Geld wenn Tragkraft einmal eine entscheidende Rolle spielen sollte (z.B. wenn man einen Drachenhort aus dem unzugänglichen Gebirge schaffen muss).

Im nicht "Not geprägten" Alltag macht es eigentlich keinen Unterschied ob man mal ein paar Stein zu viel hat. Für die üblichen Geldmengen (Reisekasse) sollte da noch Luft sein, da unsere Helden in der Regel nicht zig Stein Münzen herum schleppen (wer so viel Geld hat, ersetzt einen Teil z.B. durch Wechsel, Edelsteine etc.).

In manchen Runden verzichte ich inzwischen sogar vollständig auf Geld im Spiel und arbeite statt dessen mit Einkünften und automatischen Lebensstilen. Da wird dann einfach geschätzt, was sich ein Held leisten kann. "Du bist reich, klar kannst Du die Kutsche bezahlen und im Hotel wohnen".


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht von Geld
BeitragVerfasst: 12.01.2017 15:05 
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Registriert: 12.10.2005 21:48
Wohnort: Bremen
Wir hatten letztens ein Abenteuer,
bei dem die Helden einen Schatz "plündern" konnten.
Ich habe mich auf diese Situation vorbereitet
und sämtliche Gewichts-Infos (40 Dukaten=1 Stein) und Traglastregeln angesehen.

Ich hatte gehofft, dass die Helden mit 100 Dukaten pro Person das Abenteuer beenden.
Befürchtet habe ich, dass die Spieler die Traglast nachrechnen und daher mit 1000 davonkommen...
Herausgekommen sind <15 Dukaten.


Wenn deine Helden nicht in Summe >400 Dukaten mit sich rumschleppen, spar dir die Mühe.


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