Praiot belügen und Abtrennen von Fingern


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BeitragVerfasst: 19.12.2016 21:25 
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Und sie sind gefährlich, weil sie sich gesellschaftlichen Kontrollen entziehen.

FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
1. Woran sie auch immer glauben ist ok, schon viele 100 Jahre, daher nicht ungläubige


Äh? Wenn es doch voll okay ist, dass man es anders mit der Religion hält, warum damit hinter dem Berg halten?

FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
2. Die Rituale sind gänzlich zum Schaden ausgelegt? Das ist einfach falsch.


Fast gänzlich. Diese Flüche sind schon eine ziemlich garstige Sache, egal wie du es drehst und wendest.

FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
Borborad hatte mit Hexen recht wenig am hut, es war eher so, dass sich viele Hexen gegen Borbarad gestellt haben.


Du meinst wie Dimona? Aber es ging mir darum, dass es in Aventurien gute Gründe gibt Magie mehr als nur skeptisch gegenüber zu stehen. Dieser Skepis bestätigen Hexen durch ihr heimliches Tun ein gutes Stück weit.
Gerade durch diese Heimlichtuerei weiß man aber auch nichts von angeblich gegen Borbarad kämpfenden Hexen oder solchen die sonst was gutes tun...

FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
Ja, und diese Auslegeung ist, es ist Ok woran sie glauben.


Ja, so was wie eine bekennende Ketzerin in der Polizeitruppe der Hesindekirche oder die Vorsteherin der Hesindekirche, die mit Ungläubigen auch in dieser Hinsicht gemeinsame Sache macht.
Wie gesagt, bei völliger Gleichgültigkeit gegenüber anderen Religionen gibt es auch keinen Grund diese zu verschweigen. Es doch zu tun wirft ein sehr schlechtes Licht.

FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
Es ging darum ,dass sich deshalb der Praoit zwei mal überlegt ob er nicht doch eher nachsichtig ist.


Weil?

FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
Du solltest dich vom Gedanken verabschieden dass sie weder was Verbotenes getan hat, noch dass der Satuaria Glaube was falsches getan hat.


Wie du vielleicht gelesen hast, geht es auch mir weniger um angebliche oder tatsächliche Verbrechen, sondern darum, dass es einige gesellschaftliche Probleme nach sich zieht damit hinter dem Berg zu halten, dass man zu einem magisch-religiösen Geheimkult gehört.
Daneben ist dann noch der Umstand interessant, Agenten der Herrschaft direkt oder indirekt zu behindern.


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BeitragVerfasst: 19.12.2016 21:33 
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@"Frei und unverpflichtet"
Aventurien suggeriert manchmal, "frei sein" sei per se super. Dabei wird gerne übersehen, dass der durchreisende Thorwaler und das Auener Stadtratsmitglied komplett andere Auswirkungen von "frei" erleben:

Der erste hat einfach niemanden, der sich einen Dreck um ihn kümmert. Er hat keine "Menschenrechte" - sondern ist einfach sehr fix schuldig, wenn ihn jemand mit Einfluss vor Gericht beschuldigt. Schon "persönlich gehört werden" vor der Urteilsverkündung ist ein besonderes Privileg.
Wer keine Steuern zahlt, den Religionsgemeinschaften keine Spenden zukommen lässt, seinen Nachbarn nicht hilft, weder die Stadtmauer bewacht noch sonst irgendwas für eine Gemeinschaft tut, ist "draußen" - gerade Thorwaler sollten das verstehen, bei denen wird genau das als Alternative zum Todesurteil gesehen.

Der zweite hat vllt. ein besonderes Privileg, evtl. teuer bezahlt: Für seine Gerichtsverfahren o.ä. ist ein so hochstehender und einflußreicher Herr zuständig, dass man ihm nicht direkt was am Zeug flicken kann, selbst wenn der kleine Baron der Schwippschwager eines Gegners ist. Wenn man das "Reichsedler" schimpft, geht es in die Richtung.
Ganze Gemeinschaften können auch solche Privilegien erhalten - d.h. sind entweder selbst für ihre eigenen Regelungen und Gesetze zuständig oder überspringen diverse Verwaltungsebenen: Reichsstädte, die Gebiete von Reichspfalzen oder Bergkönigreiche sind meist höher eingestuft als ihrer direkten Größe und Bedeutung entsprechen würde.

Über Reisende ist in DSA ziemlich wenig geschrieben. Man kann da vom rechtlosen Pack bis hin zu Personen, die aufgrund genau dieser "Reise" privilegiert sind, viel rechtfertigen: Wäre der Reisende irdisch ein "Pilger" oder befindet er sich auf einem besonderen Straßenabschnitt, kann das schon mal einen vorher simplen Typen unter besonderen Schutz stellen. Nicht, dass der immer wirkt, aber z.B. sind aventurische Händler auf Reichsstraßen gegen willkürliche Zollerhebungen irgendwelcher Barone eigentlich geschützt.

Diejenigen Freien die als Handwerker usw. wirtschaftlich meist über den einfachen Leibeigenen stehen, werden sich nicht mit Herumtreibern und Tagedieben gemein machen. Und die braven Leibeigenen mit und ohne Land wollen auch oberhalb der letztgenannten Gruppe stehen. Wer einen Leibeigenen haut, kriegt Ärger mit Ritter und Baron - wer das mit einem freien Herumtreiber macht, riskiert das nicht, solange es unterhalb gemeingefährlicher Verbrechen bleibt.


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BeitragVerfasst: 20.12.2016 01:31 
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Zitat:
Äh? Wenn es doch voll okay ist, dass man es anders mit der Religion hält, warum damit hinter dem Berg halten?


Da man nicht jedem alles auf die Nase bindet? Schon einmal was von Privatspähre gehört? und welcher gesellschaftlichen Kontrolle entziehen sie sich? Evtl da es in dem Moment keinen Mehrwert hatte?

Zitat:
Fast gänzlich. Diese Flüche sind schon eine ziemlich garstige Sache, egal wie du es drehst und wendest.


Ja Flüche sind garstig, aber die Hauptsächlich angewendeten Rituale haben doch eher positiven Nutzen. Ich meine wie oft wird geflucht, und wie oft wird einfach Kommuniziert, etwas geheilt, die Zukunft Prophezeit sich mit dem Tier vereint oder einfach eine Hexennacht abgehalten.
Anderer Zugang: Wenn die so gefährlich sind, weshalb sind dann die Verteidigungsmöglickeiten im Kampf so sehr beschränkt.
Jeder normal bewaffnete Bürger in Kombination mit Alkohol ist gefährlicher.

Zitat:
Du meinst wie Dimona? Aber es ging mir darum, dass es in Aventurien gute Gründe gibt Magie mehr als nur skeptisch gegenüber zu stehen. Dieser Skepis bestätigen Hexen durch ihr heimliches Tun ein gutes Stück weit.
Gerade durch diese Heimlichtuerei weiß man aber auch nichts von angeblich gegen Borbarad kämpfenden Hexen oder solchen die sonst was gutes tun.


Eigentlich gab es genügend welche gegen ihn gekämpft haben. Wie man Magie gegenübersteht variiert in Aventurien.
Entweder bist du bei G7 erst ganz am Anfang oder hast gehörig wenig aufgepasst.

Zitat:
Ja, so was wie eine bekennende Ketzerin in der Polizeitruppe der Hesindekirche oder die Vorsteherin der Hesindekirche, die mit Ungläubigen auch in dieser Hinsicht gemeinsame Sache macht.
Wie gesagt, bei völliger Gleichgültigkeit gegenüber anderen Religionen gibt es auch keinen Grund diese zu verschweigen. Es doch zu tun wirft ein sehr schlechtes Licht.


Was hat das mit Ketzerei zu tun? Und weshalb soll es ein Problem sein, was irrelevantes nicht zu erwähnen.

Zitat:
FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
Es ging darum ,dass sich deshalb der Praoit zwei mal überlegt ob er nicht doch eher nachsichtig ist.


Weil?


Neben den Bereits erwähnten Gründen:
Hat er einfach wichtigeres zu tun, zb einen Fall zu lösen. Und wenn er am Abend gefragt wird weshalb er noch nicht weiter ist, und mit irgend so einer Lapalie daherkommt kann er sich die Frage gefallen lassen warum er damit Stunden verschwendet.


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BeitragVerfasst: 20.12.2016 08:30 
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Magiebann ist keine praiotische Lapalie und wenn man schonmal die Möglichkeit hat, gegen Hexerei zu ermitteln, die bei den Herrschern meist nicht so große Lobby wie die Gildenmagie hat, dann ist es erst recht keine Zeitverschwendung.

Die Offenkundigkeit der Gildenmagier ist keine Einschränkung, sondern ein Deal. "Ihr gebt euch offen zu erkennen, damit jeder über die magischen Fähigkeiten bescheid weiss, dafür werdet ihr nicht unter generalverdacht gestellt, bekommt ordentliche Prozesse durch Gilden und dürft auch ganz offiziell zaubern als Broterwerb". Und Hexen fallen hier raus wegen ihrer Heimlichkeit.

"Im Zweifel für den Angeklagten" und "Unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen ist", "Achtung der Intimsphäre" sind Erfindungen der Moderne und finden daher keine Anwendung (außer bei bestimmten Praioten, hehe)

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BeitragVerfasst: 20.12.2016 12:58 
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Übrigens kann das belügen des Praiosgeweihten unter Umständen zu Dumpfschädel führen!
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BeitragVerfasst: 20.12.2016 13:33 
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Zitat:
WdS S.155: "Äußerung grober Unwahrheiten im Praios- oder Hesinde-Tempel (göttlicher Fluch 20%)"
Auf den Geweihten scheint es da weniger anzukommen als auf den Ort.

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BeitragVerfasst: 20.12.2016 13:34 
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Ein Geweihter ist kein mobiler Tempel. Direkte göttliche Intervention auf Dere ist eben nicht der Standardfall: Entweder wir nennen das "Großes Wunder" oder es ist an solche besonderen Orte gebunden. Was ein Geweihter so die ganze Zeit mirakelt ist indirekt, er ist nicht nur Durchleitung göttlicher Macht, sondern gestaltet das aktiv.

@Alleinstellungsmerkmal Hexen
Was macht den Unterschied zwischen "Hexen" und anderen nichtlizensierten Zauberern wie Scharlatanen, Druiden usw. aus?
Da sind "Hexenflüche" doch gleich noch mal prominenter als sie es im Abenteurer-Alltag vllt. sind. Die sind von den anderen Traditionen unverstanden und damit potentiell bedrohlich - andere Mittel wie den Hexenkessel können die sehr viel besser einordnen. Wenn ein extrem ähnliches Instrument für Gildenmagier oder Alchemisten bekannt ist, müssen zumindest die das nicht gleich auf namenloses Wirken schieben, wenn der Kübel von selbst anfängt was zu köcheln. Auch Flug ist zwar unbekannt aber nicht so mystisch/unerklärlich wie "weit entfernten Personen was anhexen".


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BeitragVerfasst: 20.12.2016 13:53 
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FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
Da man nicht jedem alles auf die Nase bindet? Schon einmal was von Privatspähre gehört?


Noch so ein neumodisches Konzept. Privatspähre... Ja, warum die eigene Religion geheimhalten. Ist eine ziemlich gute Frage. Warum eigentlich?
Bitte jetzt nicht sagen, dass es doch egal ist woran man glaubt. Damit reduzierst nimmst du allen aventurischen Religion gehörig was.

FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
und welcher gesellschaftlichen Kontrolle entziehen sie sich?


Eben durch die Teilnahme an einem magisch-religiösen Geheimkult. Kein Ausstehender weiß was die da so treiben, ergo keine Kontrollmöglichkeiten durch die Gesellschaft. Okay, Gildenmagier leben auch hinter Akademiemauern. Aber allein schon dadurch dass man weiß wo sie leben ist ein gewisses Maß an Kontrolle gegeben.
Dazu kommt eben, dass Gildenmagier weder ein Kult noch geheim sind.

FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
Ja Flüche sind garstig, aber die Hauptsächlich angewendeten Rituale haben doch eher positiven Nutzen. Ich meine wie oft wird geflucht, und wie oft wird einfach Kommuniziert, etwas geheilt, die Zukunft Prophezeit sich mit dem Tier vereint oder einfach eine Hexennacht abgehalten.


Ähm, nur sind die Segnungen eines Geheimkultes per Definition geheim. Die Flüche vielleicht auch, aber die rufen auch viel eher solche auf den Plan welche diesen auf den Grund gehen wollen.

FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
Wenn die so gefährlich sind, weshalb sind dann die Verteidigungsmöglickeiten im Kampf so sehr beschränkt.


Weil Flüche dazu da sind, um Leute auf heimtückische Art und Weise vorsätzlich zu schaden.

FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
Jeder normal bewaffnete Bürger in Kombination mit Alkohol ist gefährlicher.


Das weiß aber auch jeder. Anders bei Hexen, wir erinnern uns, Geheimkult. Auch vergleichst du gerade Äpfel mit Birnen, die einen schaden vorsätzlich mittels Gedankenkraft aus dem verborgenen und die anderen eben nicht.

Gut, man könnte jetzt sagen, es ist auch unbekannt wie gefährlich Hexen sind. Aber dafür hat man ja Leute vom Fach, wie eben Praiosgeweihte. Die wissen sehr wohl um die Gefährlichkeit dieses Geheimkultes.

FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
Eigentlich gab es genügend welche gegen ihn gekämpft haben..


Geheimkult und so, es weiß eben niemand.

FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
Was hat das mit Ketzerei zu tun?


Die Götzin Satuaria in den zwöflgöttlichen Pantheon einzubauen ist Ketzerei reinsten Wasser. Die Alternative, Ungläubige in der Polizeitruppe der Hesindekirch ist sogar noch komischer.
Aber gut, noch mal die Frage, wenn es doch irrelevant ist wie man es mit der Religion hält. Warum es dann nicht offen nach außen tragen?
Oder nimmt die Religion bei Hexen einen so geringen Stellwert ein, dass sie ungefähr so interessant ist wie die Anzahl der Finger an jeder Hand?
Was bleibt dann von Hexe sein noch übrig?

FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
Hat er einfach wichtigeres zu tun, zb einen Fall zu lösen. Und wenn er am Abend gefragt wird weshalb er noch nicht weiter ist, und mit irgend so einer Lapalie daherkommt kann er sich die Frage gefallen lassen warum er damit Stunden verschwendet.


Braucht er doch gar nicht, die Sachen ist binnen Minuten geregelt. Ist ja nicht so, als müsste man erst Akten sichten, Formulare ausfüllen, Anträge stellen, Gegenanträge abwarten und überhaupt den Amtsschimmel zähmen.
Zumal Scheiße eben immer nach unten fällt, es wenig Grund gibt, in dem Hexer nicht den Schuldigen für die Verzögerungen zu sehen.

Wie gesagt, es geht nicht um Verbrechen. Es geht darum, dass es in einer Standesgesellschaft recht böse Konsequenzen haben sollte zu verschweigen was man ist. Selbst wenn es sonst völlig in Ordnung ist zu einem Geheimkult zu gehören. Gerade weil es völlig in Ordnung ist verschweigt man es eben nicht.
Dazu kommt, dass man unnötig Zeit und Mittel der Herrschaft verschwendet hat.


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BeitragVerfasst: 20.12.2016 13:59 
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@Frumol
Zitat:
Ja Flüche sind garstig, aber die Hauptsächlich angewendeten Rituale haben doch eher positiven Nutzen. Ich meine wie oft wird geflucht, und wie oft wird einfach Kommuniziert, etwas geheilt, die Zukunft Prophezeit sich mit dem Tier vereint oder einfach eine Hexennacht abgehalten.
Anderer Zugang: Wenn die so gefährlich sind, weshalb sind dann die Verteidigungsmöglickeiten im Kampf so sehr beschränkt.
Jeder normal bewaffnete Bürger in Kombination mit Alkohol ist gefährlicher.
Wie gesagt, genau das ist das problematische an Flüchen: Sie sind nicht primär dazu gedacht, dass sich die Hexe damit verteidigen kann (wobei Hexenschuss und Blindheit da schon ganz wirksam sind). Sie sind dazu gemacht, dass die Hexe jemanden leiden lässt. Und das offenbart ein sehr bestimmtes Weltbild.

Zitat:
Hat er einfach wichtigeres zu tun, zb einen Fall zu lösen. Und wenn er am Abend gefragt wird weshalb er noch nicht weiter ist, und mit irgend so einer Lapalie daherkommt kann er sich die Frage gefallen lassen warum er damit Stunden verschwendet.
Wenn er dann sagt "Ich hatte nen höchst verdächtigen Typen, der mich permanent angelogen hat und unkooperativ war - stellte sich aber letztlich heraus, dass das bloß die typische Heimlichtuerei eines Hexers war, mit der er meine Zeit verschwendet hat, statt fünf Minuten Klartext zu reden", dann denke ich nicht, dass es der Praiot ist, der sich die Vorwürfe anzuhören hat.

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BeitragVerfasst: 20.12.2016 15:02 
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@Cifer & Andarwi
Lest ihr überhaupt was ich schreibe? Ich schrieb ganz bewusst "unter Umständen" da ich nicht sicher war ob die Befragung im Praiostempel stattfand. Um die notwendigen Umstände klar zu definieren habe ich dann wortwörtlich aus dem Buch zitiert so dass dem TE ohne große Diskussion klar wird ob dies bei ihm zutrifft oder nicht.

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BeitragVerfasst: 21.12.2016 12:33 
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FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
Ja Flüche sind garstig, aber die Hauptsächlich angewendeten Rituale haben doch eher positiven Nutzen. Ich meine wie oft wird geflucht, und wie oft wird einfach Kommuniziert, etwas geheilt, die Zukunft Prophezeit sich mit dem Tier vereint oder einfach eine Hexennacht abgehalten.
Sehen wir uns doch mal die Regeln dazu an :

Flüche : Sehr viele variantenreiche Arten, Leute zu quälen, mit der Option, das heimlich zu machen. Ein Großteil davon sind auch noch dämonische Anrufungen und werden in voller Härte von der Antidämonologiegesetztgebung erfasst.

Kommuniziert ? Hexen haben keine Kommunikationsrituale und ihre Kommunikationszauber sind entweder unbrauchbar für diesen Zweck (Madas Spiegel) oder können noch besser dazu benutzt werden, Leute zu quälen (Traumgestalt). Die meiste Kommunikationszauberei geht Hexen ab.

Heilung ? Hexen kennen kein einziges Heilungsritual. Und der klassisch hexische Heilzauber ist, wenn es nicht gerade um Gifte geht (womit rechtschaffene Leute fast nie Probleme haben), erheblich schlechter als die Heilmagie aller anderen magischen Traditionen. Ja, Hexen sind besser im Heilen von Tieren, aber das reißt es nicht raus, wenn sie dafür schlechter im Heilen von Personen sind.

Mit Tier vereinen ? Hexen sind verwandlungsmäßig erstaunlich mies aufgestellt. Gildenmagier und Elfen können das viel viel besser. Das einzige, was Hexen da haben, ist der Vertraute

Prophezeihungen ? Hexen kennen keinerlei Magie, die irgendwie bei Prophezeihungen hilft.

Hexehnfeste ? Fast ohne Regeln. Das, was es zur zugehörigen Magie gibt, beschränkt sich auf die Hexensalbe und : tadaa ... Flüche besonders heftig ausfallen lassen.



Ich habe auch schon Hexen gespielt, aber im Sinne positiver Magie sind Hexen auch zu meinem Ärgernis erstaunlich schwach aufgestellt. Die hilfreiche Dorfhexe ist zwar ein beliebtes Klischee, aber nach Regeln hilft ihr Hexenmagie dabei kaum. Als Magiedilletant hätte man dafür nützlichere Zauber und das meiste geht eh über Talente. (Und dann kommt SRD daher und gibt ausgerechnet Magiern die Option, Felder fruchtbar zu machen und Brunnen wieder zu füllen, als ob ausgerechnet die das gebraucht hätten)

In DSA5 scheint das etwas besser zu werden.


Zitat:
Eigentlich gab es genügend welche gegen ihn gekämpft haben. Wie man Magie gegenübersteht variiert in Aventurien.
Berühmt geworden sind aber nur Dimiona und Glorana.
Na'rat hat geschrieben:
Die Götzin Satuaria in den zwöflgöttlichen Pantheon einzubauen ist Ketzerei reinsten Wasser.
Steht in den heiligen Annalen, ist also zwölfgöttlich kanonisch. Zählt halt nicht zu den Zwölf und ihren Kindern und wohnt nicht in Alveran. Und gilt nicht als "verehrungswürdig" im Sinne des Silem Horas Ediktes.


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BeitragVerfasst: 21.12.2016 12:52 
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Satinavian hat geschrieben:
wenn es nicht gerade um Gifte geht (womit rechtschaffene Leute fast nie Probleme haben)
Mit Giftanschlägen vielleicht selten, aber mit Vergiftungen durch Tiere und Pflanzen je nach Gegend (nicht nur Maraskan) schon eher.


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BeitragVerfasst: 21.12.2016 15:58 
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@Eadee
War nicht böse gemeint - aber das "unter Umständen" liegt halt gar nicht am Geweihten, sondern am Tempel. Es sind keine Geweihten-bezogenen Umstände, wer im Praiostempel den Geschäftspartner entsprechend belügt, kriegt dieselben Folgen wie bei einer solchen Sünde gegenüber einem Kleriker an demselben heiligen Ort.

In Durendals Szenario in Weiden hatte ich schlicht angenommen, dass man den Typen nicht ausgerechnet im gesitteten Altentrallop oder der Balihoer Grafenstadt verhören kann, sondern halt einen Ermittler mit "Rückendeckung" übers Land schickt.
Dass Verhör vor dem lichtdurchfluteten Hauptaltar im Praiostempel macht schon was her - aber nicht jeder 08/15-Praioten-Ermittler kriegt für jeden Fall dafür die Reservierung durch.


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BeitragVerfasst: 21.12.2016 16:23 
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@Satinavian
Zitat:
Prophezeihungen ? Hexen kennen keinerlei Magie, die irgendwie bei Prophezeihungen hilft.
... haben aber eine Schwesternschaft, die die passende Gabe serienmäßig bekommt. Und auf der Heilseite ist denke ich in erster Linie ihr Kochen(Tränke) interessant - im ländlichen Bereich wird es sonst kaum Leute geben, die tatsächlich alchimistische Gebräue zusammenpanschen und per Kessel noch ein paar Boni dabei abstauben. Noch dazu könnte die unerreichte Mobilität dazu führen, dass z. B. Krötenhexen auch eher mal medizinische Ratschläge aus ferneren Gebieten bekommen, statt wie das gewöhnliche Kräuterweiblein dreihundert Jahre im Saft der Hausmittelchen des eigenen Dorfes zu schmoren.

Ansonsten volle Zustimmung.

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BeitragVerfasst: 21.12.2016 17:13 
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Registriert: 01.08.2014 11:16
Satinavian hat geschrieben:
Kommuniziert ? Hexen haben keine Kommunikationsrituale und ihre Kommunikationszauber sind entweder unbrauchbar für diesen Zweck (Madas Spiegel) oder können noch besser dazu benutzt werden, Leute zu quälen (Traumgestalt). Die meiste Kommunikationszauberei geht Hexen ab.
Auch wenn du die Traumgestalt lieber mißbrauchen willst, ist es doch tatsächlich der beste Langreichweiten-Verständigungszauber. Diese "meisten Kommunikationzauber", die Hexen deiner Meinung nach fehlen, kann ich beim Abgleich zwischen allen Verständigungszaubern und den für Hexen verfügbaren irgendwie auch nicht finden...
Satinavian hat geschrieben:
Heilung ? Hexen kennen kein einziges Heilungsritual. Und der klassisch hexische Heilzauber ist, wenn es nicht gerade um Gifte geht (womit rechtschaffene Leute fast nie Probleme haben), erheblich schlechter als die Heilmagie aller anderen magischen Traditionen. Ja, Hexen sind besser im Heilen von Tieren, aber das reißt es nicht raus, wenn sie dafür schlechter im Heilen von Personen sind.
Und dass die mit Abstand zahlenmäßig größte Schwesternschaft Heilung als Schwerpunkt hat und für den Großteil der Landbevölkerung in vielen Gegenden die einzige Quelle magischer Hilfe darstellt ignorieren wir weshalb genau? (Abgesehen davon, daß die (nur in der 4. Edition erscheinenden) mechanischen Mängel des Hexenspeichels im Vergleich zum Balsam nie teil des Hintergrunds waren...)
Satinavian hat geschrieben:
Mit Tier vereinen? Hexen sind verwandlungsmäßig erstaunlich mies aufgestellt. Gildenmagier und Elfen können das viel viel besser. Das einzige, was Hexen da haben, ist der Vertraute
Elfen... ja, die sind auf dem Gebiet sicher um einiges stärker. Gildenmagier hingegen benutzen den Adlerschwinge kaum mal auf eine Art und Weise, die man als "mit Tieren vereinen" bezeichnen kann. Und dabei ist der Sprunch unter Gildenmagiern auch nur minimal höher verbreitet als unter Hexen (und Druiden), die der ursprünglich elfischen Idee der Vereinigung und Kommunikation (vorallem mit dem Seelentier) eindeutig näher stehen. Apropros Kommunikation mit Tieren: Höhere Verbreitung als bei Hexen hat der Zaubers Tiergedanken nur bei Elfen und Geoden... und zu denen existiert für die meisten Menschen an und für sich schon eine Kommunikationsbarriere, womit Hexen unter Menschen dann führend auf dem Gebiet sind.
Satinavian hat geschrieben:
Prophezeihungen ? Hexen kennen keinerlei Magie, die irgendwie bei Prophezeihungen hilft.
Und nur eine komplette Schwesternschaft ist bekannt für ihre hellseherischen und prophetischen Fähigkeiten (und erhält die entsprechende Gabe als automatischen Vorteil)...

Als nächstes kommt dann wohl wieder das Argument, daß Hexen (wegen ihrer automatischen schlechten Eigenschaft) selbstverständlich bekannterweise alle Psychopathen sind? :lol:
Man kann sich sicherlich 'ne Menge Hintergrund zurechtbiegen, wenn man gezielt alle Aspekte ignoriert und leugnet, die einem nicht passen... :rolleyes:


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BeitragVerfasst: 21.12.2016 17:38 
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Registriert: 30.03.2007 11:53
Weiß gar nicht, ob die Seherinnen noch automatisch Prophezeihen haben, ist das nicht in einer WdH-Neuauflage rausgeflogen ? Oder waren das nur die Deuter Bishdariels, die es plötzlic nicht mehr konnten ? Egal, jedenfalls haben die meisten Hexen die Gabe nicht und die paar, die sie haben, haben keinerlei Synergie mit "Hexe" sondern sind genau so gut/schlecht wie jeder andere mit der Gabe. Geweihte hingegen kriegen Liturgien wie Prophezeihung und Visionssuche und haben gelegentlich Prophezeihen als Mirakel+ Talent. Da können auch Geweihte ohne Gabe mit ihren übernatürlichen Mitteln prophezeihen und die, die die Gabe haben, können sie in absurde Höhen puschen. Hexen haben nichts dergleichen.

Der Kessel gibt vernachlässigbare Boni bei echten Alchemika und astralem Aufladen. Für Heilkräuter tut er schon mal gar nichts. Die laufen auch bei allen anderen Leuten über Pflanzenkunde und Kochen und profitieren nicht von Kessel-/Schalenritualen. Dazu kann jeder Alchimie erlernen und wenn man die Alternative über Magiedilletant bauen würde, dann könnte der mit einem weiteren willigen Meisterhandwerk auch in dem Bereich eine Hexe weit überflügeln.
Ich hatte sogar mal eine Spielerin, die so was getan hat : Meisterhandwerke auf alle Heilkundetalente und Alchimie, ÜBs für Balsam, Sumus Elixiere, Rest habe ich vergessen. Super ungeschlagene Dorfheilerin, die jede Krötenschwester in den Schatten stellt.


Und giftige Pflanzen und Tiere : Fast alle gefährlichen Gifte, bei denen es sich lohnt, irgendwen zur Heilung aufzusuchen, gibt es in den Hauptverbreitungsgebieten der Hexen nicht oder erfordern gezielte Bearbeitung. Und die Hälfte wirkt anders als über Schadenspunkte, womit der Hexenspeichel sowieso nicht hilft. Gerade bei Tieren ist ja Lähmung beliebt und bei Pflanzen Gedankenvernebelung. Eine Dorfheilerin düfte fast nie mit Giften zu tun haben, sondern weit eher mit Krankheiten und Verletzungen.

@ B.O.B
Kommunikationszauber ist nicht nur Merkmal Verständigung. Da fallen auch Dinge wie der Nuntiovolo drunter oder der Projectimago oder der Menetekel. Oder Rituale wie verbundene Bilderkugeln. Druiden können körperlose Reise nehmen und sich hinreichend verstofflichen, um wahrnehmbar zu sein, Elfen machen es zwar wirklich hauptsächlich mit Verständigung (und Luft), haben dafür aber auch mehrere Optionen, dann gibt es etwas aufwändigere Methoden wie über freiwillige Ziele und Blick durch fremde Augen. ... Insgesamt stehen die Hexen hier nicht besonders gut da, besonders, da die Traummethode doch zu den weniger zuverlässigen gehört. Was wo besser ist, hängt sehr an Randbedingungen wie Ziele, Reichweiten, Eile, Vorbereitung, Sicherheit und ob Einwegkommunikation ausreicht. Dass aber der einzige Hexenzauber, der das sinnvoll kann, gleichzeitig als Folterzauber fungiert, macht Kommunikationsmagie nun wirklich nicht zu einem guten Argument für besseres Ansehen von hexen.

Aber ja, das ist Hauptsächlich eine Beschwerde über die Regeln der vierten Edition, die Hexen nunmal nicht besonders gut gestellt hat, wenn es darum geht, anderen Leuten zu helfen, aber aus dem Vollen geschöpft hat, wenn es darum geht, Leute zu verfluchen oder als kratzbürstige Furien aufzutreten.

Und da Regeln und Spielwelt interagieren, hat das natürlich auch Konsequenzen.


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BeitragVerfasst: 21.12.2016 18:16 
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@B.O.B.
Zitat:
Als nächstes kommt dann wohl wieder das Argument, daß Hexen (wegen ihrer automatischen schlechten Eigenschaft) selbstverständlich bekannterweise alle Psychopathen sind? :lol:
Nicht wegen der schlechten Eigenschaft - wegen der Kombination aus schlechter Eigenschaft und ethischen Vorstellungen, die das Ausleben der schlechten Eigenschaft für völlig akzeptabel hält.
Wie gesagt: Was ist denn die Geisteshaltung, die eine komplette Ritualsparte an Flüchen hervorbringt? Außer "Ich möchte viele Möglichkeiten haben, anderen Menschen das Leben zur Hölle zu machen" fällt mir da nicht viel ein.

@Satinavian
Zitat:
Weiß gar nicht, ob die Seherinnen noch automatisch Prophezeihen haben, ist das nicht in einer WdH-Neuauflage rausgeflogen ? Oder waren das nur die Deuter Bishdariels, die es plötzlic nicht mehr konnten ? Egal, jedenfalls haben die meisten Hexen die Gabe nicht und die paar, die sie haben, haben keinerlei Synergie mit "Hexe" sondern sind genau so gut/schlecht wie jeder andere mit der Gabe. Geweihte hingegen kriegen Liturgien wie Prophezeihung und Visionssuche und haben gelegentlich Prophezeihen als Mirakel+ Talent. Da können auch Geweihte ohne Gabe mit ihren übernatürlichen Mitteln prophezeihen und die, die die Gabe haben, können sie in absurde Höhen puschen. Hexen haben nichts dergleichen.
Die Gabe ist im vierten WdH noch drin. Ansonsten finde ich es schon einen Unterschied, ob etliche Geweihte die Liturgie lernen können oder sie bei einer Schwesternschaft serienmäßig vorhanden ist. Über einen boronischen Propheten kommt natürlich absolut nix rüber.

Zitat:
Eine Dorfheilerin düfte fast nie mit Giften zu tun haben, sondern weit eher mit Krankheiten und Verletzungen.
...und Krankheiten behindern/töten fast ebenso häufig über Eigenschaftsverluste wie über Schadenspunkte.

Zitat:
Kommunikationszauber ist nicht nur Merkmal Verständigung. Da fallen auch Dinge wie der Nuntiovolo drunter oder der Projectimago oder der Menetekel.
Der Nuntiovolo ist allerdings durchaus bekannt und wird wegen der relativ unverkrampften Einstellung zum Thema Dämonologie auch durchaus verwendet. Das wichtigste Kommunikationsmittel ist aber schlicht der Besen, der für aventurische Verhältnisse aberwitzige Reisegeschwindigkeiten ermöglicht.

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BeitragVerfasst: 21.12.2016 18:20 
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Zitat:
Sehen wir uns doch mal die Regeln dazu an :

Flüche : Sehr viele variantenreiche Arten, Leute zu quälen, mit der Option, das heimlich zu machen. Ein Großteil davon sind auch noch dämonische Anrufungen und werden in voller Härte von der Antidämonologiegesetztgebung erfasst.

Kommuniziert ? Hexen haben keine Kommunikationsrituale und ihre Kommunikationszauber sind entweder unbrauchbar für diesen Zweck (Madas Spiegel) oder können noch besser dazu benutzt werden, Leute zu quälen (Traumgestalt). Die meiste Kommunikationszauberei geht Hexen ab.


4 von 16, also 25% sind in Meinen Augen nicht der Großteil, aber darüber kann man diskutieren.
Ja Flüche sind zum quälen da, sie werden normalerweise auch nicht leichtfertig eingesetzt. So etwas muss man sich schon verdienen.
Auch andere Nicht Gildenmagier haben einiges womit man Leute quälen kann, und da wird das auch nicht gehandhabt.



Zitat:
Hexen kennen kein einziges Heilungsritual


Für mich zählen alle Zauber, welche 1 SR+ dauern als Ritual, da man das auch schön ausspielen kann. Und fünf Minuten einfach hinsetzten und sich konzentrieren fällt für mich weniger unter Zauber. Aber darüber kann man diskutieren.

Da gibt es dann:
-Ruhe Körper
- Pestilenz erspüren
- Leidensbund.
Diese sind von der Zauberprozedur auch näher an Ritualen als Zauber

Kommunikationszauberei: Madas Spiegel, Traumgestalt, Körperlose Reise, Seelenwanderung, Unitatio..
Gut der Großteil ist schwer erreichbar.

Zitat:
Mit Tier vereinen ? Hexen sind verwandlungsmäßig erstaunlich mies aufgestellt. Gildenmagier und Elfen können das viel viel besser. Das einzige, was Hexen da haben, ist der Vertraute


Da habe ich mich schlecht ausgedrückt, es waren Rituale mit dem Vertrauten gemeint. Mit dem gibt es einige Rituale.

@Prophezeihen siehe bestehende Antworten.

@Hexennächten dort werden Flüche ausgetauscht, aber wie oft wird bei so einer Nacht schon gemeinsam geflucht. dazu müsste sich schon jemand mit dem ganzen Zirkel verscherzt haben, um solche Geräte aufzufahren.

Zitat:
Die hilfreiche Dorfhexe ist zwar ein beliebtes Klischee, aber nach Regeln hilft ihr Hexenmagie dabei kaum. Als Magiedilletant hätte man dafür nützlichere Zauber und das meiste geht eh über Talente. (Und dann kommt SRD daher und gibt ausgerechnet Magiern die Option, Felder fruchtbar zu machen und Brunnen wieder zu füllen, als ob ausgerechnet die das gebraucht hätten)


In meinen Augen hilft die Hilfreiche Dorfhexe hauptsächlich mit profanen Talenten, und Weisheit anstatt Zaubern.
Ich persönlich hätte eine SF(bei hoher Ritualkenntnis) für Hexen eingeführt, welche wie eine Arte Reversalis auf Flüche wirkt, also womit man einen Positiven Effekt erzielen kann.
Zb Anstatt unfruchtbar, kann sie Leute wieder fruchtbar werden lassen.

SRD? = Stäbe Ringe Dschinnenlampen?

@Borbarad

Bei uns kam ein Zeichen von den Hexen, wo alle Schwesternschaften mitgeholfen haben, auf bitten Luzelines hin.
ebenfalls, wenn ich mich recht erinnere, waren beim großen Magiekundigetreffen auch einige Hexen anwesend. P.s. bei uns hatte kein Spieler eine Hexe, weshalb das der Meister wohl nicht extra eingebaut haben dürfte.


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BeitragVerfasst: 21.12.2016 18:38 
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Nimm doch mal die Brille des Allwissenden Lesers ab und schau aus der Perspektive der Aventurier.

Ja, da haben ganz viele geheime Leute in Hinterzimmern und Geheimtreffen mitgearbeitet und am Ende hat es wer anderes präsentiert. So im Detail war da aber keiner dabei, außer den Gezeichneten. Ach, und stellst du Luzelin als Helferin auf, kann man Achaz dagegen stellen, die gegen die Gezeichneten gearbeitet hat - offensichtlich sogar.

Rituale sind die Sachen, die über Ritualkenntnis geprobt werden, wie die Flüche. Die "normalen" Heilzauber sind nicht Teil der besonderen Rituale einer Tradition. Wenn also die Tradition durch Heilung profiliert sein soll, sollten auch die Besonderheiten der Tradition dorthin schlagen.

Und Alrik Normalaventurier weiss nicht, wie viel er die rachsüchtige oder jähzornige Frau verbal angehen muss, damit sie welche Fluchstärke wirkt. Da die Gemeinschaft verschlossen ist, weiss er ja nichtmal, dass er es mit einer Hexe zu tun hat. Dazu die Kombination mit Rachsucht oder Jähzorn sorgt doch dafür, dass aus einem normalen Streit ein Warzenfluch wird und Alrik holt die Bannstrahler.

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BeitragVerfasst: 21.12.2016 19:40 
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@Frumol
Zitat:
4 von 16, also 25% sind in Meinen Augen nicht der Großteil, aber darüber kann man diskutieren.
Ja Flüche sind zum quälen da, sie werden normalerweise auch nicht leichtfertig eingesetzt. So etwas muss man sich schon verdienen.
Auch andere Nicht Gildenmagier haben einiges womit man Leute quälen kann, und da wird das auch nicht gehandhabt.
Nein. Andere Zauberwirker haben Sprüche, mit denen man Leute im Kampf töten kann. Sprüche, die nur und ausschließlich zum Quälen gedacht sind, nicht als Möglichkeit nebenher, sondern als wichtigster Daseinszweck, sind tatsächlich ziemlich selten. In erster Linie fällt mir dabei der Eigene Ängste ein, der primär unter Borbaradianern verbreitet ist. Ist das die Sorte von Nichtgildenmagiern, mit denen Hexen verglichen werden sollen?

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BeitragVerfasst: 21.12.2016 20:42 
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FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
Gut der Großteil ist schwer erreichbar.
Genau. Die allerwenigsten Hexen haben diese Zauber. Körperlose Reise und Seelenwanderung sind ja auch klassische Druidenzauber (auch wenn letzterer inzwischen überhall höchstens V2 hat). Die beiden Sprüche sind unter Hexen so häufig wie der Tempus Stasis unter Magiern. Unitatio ist Verständigung, aber ganz gewiss kein Kommunikationszauber.
Zitat:
In meinen Augen hilft die Hilfreiche Dorfhexe hauptsächlich mit profanen Talenten, und Weisheit anstatt Zaubern.
Nur sind profane Talente und Weisheit eben nichts, was die Hexe gegenüber der älteren Bäuerin auszeichnet. Lebenserfahrung können beide haben und Hausmittel auch.

Reversalis für Flüche, eine Hexe, die also Felder vor Hagel und Unwetter schützen kann, Unfruchtbarkeit heilen kann und verstümmelten Tieren helfen kann, würde das ganze natürlich ändern. Aber so was gibt es eben nicht. Hexenrituale sind bis auf Besen und Vertrauten (was beides nur der Hexe nützt) ziemlich einseitig destruktiv. Und im Zauberkanon ist das hilfreiche Zeug größtenteils in anderen Traditionen genau so vorhanden und nicht besonders hexentypisch (positive Ausnahme : Tiere besprechen) wärend die meisten wirklich ikonischen Hexensprüche (Zauberzwang, Satuarias Herrlichkeit, Levthans Feuer, Hexenknoten, Hexenkrallen, Hexenblick, Hexenholz, Hexengalle, Radau, Pandämonium, Madas Spiegel, Krähenruf, Spinnenlauf, Krötensprung, Vipernblick, Schleier der Unwissenheit, Harmlose Gestalt) jetzt nicht unbedingt das Bild der freundlichen Heilerin von nebenan zeichnen.

Wenn man sich wirklich die Frage stellt "Was zeichnet Hexenmagie gegenüber der Zauberei anderer Traditionen aus", landet man nicht bei einem besonders schmeichelhaften Bild. Die einzige Tradition, die noch schlimmer abschneidet im Sinne von "hat fast nur Sprüche, um andere Leute zu ärgern", dürfte tatsächlich der Borbaradianismus sein.
Und nein, auch die Zauber, die in die Kerbe "kann sich besser verstecken, wenn sie gesucht wird" schlagen, steigern nicht gerade das Vertrauen.



Und ja, SRD ist Stäbe, Ringe, Dschinnenlampen. Wenn sie Zauberzeichen auch für RK Hexe erlaubt hätten, hätten sich Hexen tatsächlich nützlich machen können, aber so müssen sie halt Gildenmagie oder Alchimie lernen für Zauberei, die in der Landwirtschaft hilft.


Und ja, natürlich haben sich Hexen gegen Borbarad gestellt - nur waren eben auch viele auf seiner Seite. Dimiona und Glorana waren nicht allein, die alten Überreste des Schwarzkrötenzirkels und Achaz haben ebenfalls ihm geholfen, die maraskanischen Hexen standen auf beiden Seiten - und da Luzelin gestorben ist, bevor es richtig los ging, gab es halt wenige mächtige oder berühmte Hexen auf der guten Seite. Außer welchen, die zum Hochadel gehört haben und wie es sich gehört auf Seite ihrer Familie standen. Magier haben da halt mehr Sichtbares gemacht. Alle bekannten Erzmagier (außer iirc Oswyn Puschinske) haben gegen Borbarad gekämpft und ebenso alle Gilden. Sogar die Bruderschaft hat es gepackt, eigenhändig eine Streitmacht aufzustellen (und damit grandios zu scheitern)


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