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Titel und Anrede Adelsspross aus dem Bornland

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Epsitron
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Titel und Anrede Adelsspross aus dem Bornland

Beitrag von Epsitron » 06.09.2012 15:44

Moin,

ich bin gerade dabei mir einen Ritter alten Schlages zu generieren. Er soll den Vorteil Adeliges Erbe bekommen und Nachkomme von Herzogin Marja von Kirschhausen (Bornland / Hohemark) sein. Sprich das Erbe steht noch in Zukunft aus.
Aus LdSB werde ich nicht ganz Schlau:

1. Welchen Titel trägt der Held nun, Herzog oder "nur" Ritter? Er ist ja nicht der amtierende Herzog.

2. Wie wird er dann angesprochen (Anrede)?

3. Was wäre ein passender SO (Habe bislang 11 angenommen, Ist ja kein amtierender Herzog und Ritter entspricht mMn einem Offizier (vgl. Tabelle WdS))?


Vielen Dank im vorraus für Eure Meinung.

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Cifer
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Re: Titel und Anrede Adelsspross aus dem Bornland

Beitrag von Cifer » 06.09.2012 15:52

Das schöne am Bornland ist: Titel sind vollkommen wurscht. Es gibt Grafen, die unter Brücken hausen und Edle, die Schlösser haben. Nimm dir also schlicht den Titel, der dir passend erscheint.

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Pack_master
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Re: Titel und Anrede Adelsspross aus dem Bornland

Beitrag von Pack_master » 06.09.2012 15:57

Da hilft HdR ganz gut weiter, auch wenn es eher auf dem Mittelreich aufbaut.

Herzog ist nur der amtierende. Als Sohn wärst du Prinz, zumindest im Mittelreich... das Bornland baut aber auf einem anderen System auf, wie Cifer passend sagt. "Nur Ritter" (Anrede wäre "Euer Wohlgeboren") wäre eine absolute Beleidigung, da du erstgeborener Sohn einer Herzogin bist. Ich denke als Titel ist "Euer Durchlaucht" passend, zumindest aber "Euer Hochgeboren".
Dein SO liegt an und für sich 1 Punkt unter dem der Mutter bzw des Amtragenden Elternteils... aber ich glaube, 10 oder 12 ist das Maximum bei der Generierung... der Adelsmarschall hat was, 18? Als Herzog dann vermutlich 16, hättest du 15... tja... ;)
Zuletzt geändert von Pack_master am 06.09.2012 15:59, insgesamt 1-mal geändert.

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Cifer
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Re: Titel und Anrede Adelsspross aus dem Bornland

Beitrag von Cifer » 06.09.2012 16:05

Dein SO liegt an und für sich 1 Punkt unter dem der Mutter bzw des Amtragenden Elternteils... aber ich glaube, 10 oder 12 ist das Maximum bei der Generierung...
Tatsächlich hängt der SO rein von der Profession ab. Der Ritter geht bis zur 13 und bekommt für das Adlige Erbe noch einen Punkt draufgeschlagen - SO 14 sollte da schon ausreichen, drunter sollte es aber wirklich nicht sein.

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tollpan
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Re: Titel und Anrede Adelsspross aus dem Bornland

Beitrag von tollpan » 06.09.2012 16:28

Naja, auch wenn die Grafen und Baron unter der Brücke leben, haben die immer noch das Anrecht auf ihren Titel ;)

Ansonsten wenn es der erstgeborene ist müsste es, meines Wissens, Eure allerprinzlichste Durchlaucht heißen...
Tuggi hat geschrieben:Maut nur für Ausländer? Na, wenn Seehofer drauf besteht, zahlen halt nur die Bayern...
geklaut bei ibash.de

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Pack_master
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Re: Titel und Anrede Adelsspross aus dem Bornland

Beitrag von Pack_master » 06.09.2012 16:31

Hui, ganz schön teuer, da muss er sich 5 Punkte SO dazukaufen ;) Tja selbst Schuld wenn man so hoch stehen will ;)

@ tollpan: ich weiß, aber das Bornland hat ein völlig anderes Adelssystem. Ein Herzog ist da nicht das Gleiche wie in Garetien.
Zuletzt geändert von Pack_master am 06.09.2012 16:31, insgesamt 1-mal geändert.

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Seidoss-Anima von Seelenheil
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Titel und Anrede Adelsspross aus dem Bornland

Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 09.12.2017 21:38

Rondra zum Gruße,

ich bin mir nicht sicher, ob das Folgende hier reinpasst, aber ich fürchte, es ist zu lang für "Kurze Fragen & Antworten" und ich wollte nicht direkt einen neuen Thread aufmachen und in dem hier ist seit 2012 nichts mehr geschrieben worden.

Ich lege also einfach mal los:

Kennt ihr euch mit der Rechtslage im Bornland aus, was Adlige außerhalb ihrer eigenen Parzelle betrifft?

1) Ein Bronnjar ist auf seinem Land ja so etwas wie ein Demigod und als Adliger, der er zumeist ein Rondrageweihter, Ritter oder Krieger (aus Neersand) sein wird, wird er selbst in den Freien Städten einen gewissen Respekt einfordern dürfen und in aller Regel seines Standes entsprechend behandelt werden.

Die Frage ist aber, ob er auch außerhalb seiner Parzelle irgendeine Form von Autorität oder Befehlsgewalt besitzt und wie das einerseits rechtlich, andererseits gesellschaftlich aussieht, wenn ihm ein (freier) nicht-adliger Widerworte gibt.

2) Wie verhält sich das wohl im Speziellen bei...
2.1 Kriegern aus Neersand, die - im Rahmen der nationalen Militärs- und Politik-Hierachie - ganz oben in der Nahrungskette stehen, nämlich direkt und ausschließlich dem Adelsmarschall unterstellt sind?
2.2 Rondrageweihten? Rondra wird ja mächtig gefeiert im Bornland, aber hat die Rondrakirche deshalb auch mehr Rechte als im Mittelreich?
Und wie sieht das mit dem Vorteil Adliges Erbe aus: Gilt im Bornland das Garether Pamphlet? Das wäre ja angesichts der Vorbehalte gegen "diese bösen Garether Priesterkaiser (die uns auch noch den Störrebrand weggenommen haben)" und der Berufung auf die Tradition der Theaterritter eigentlich widersprüchlich, da sich ja - zumindest zugespitzt - jeder Adlige der einen Sitz in der Adelsversammlung hat, auf einen oder mehrere Rondrageweihte als Herrscher der Lande am Born in seiner Familie beruft.
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Cifer
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Titel und Anrede Adelsspross aus dem Bornland

Beitrag von Cifer » 09.12.2017 22:43

Letztendlich ist das Bornland eine Ansammlung von Despotenreichen mit einer schwachen Zentralgewalt, die primär das machen kann, auf das sich die Mächtigen gerade noch einigen können.
Trennen muss man hier strikt zwischen den Freien Städten und dem Rest des Landes.
In letzterem lautet die Antwort auf annähernd jede Frage erstmal "Kommt drauf an, was der hiesige Junker/Fürst/Baron/Oberhoncho sagt". Eine gesellschaftliche und rechtliche Betrachtung sind damit faktisch identisch, weil das Urteil des lokalen Potentaten von nichts weiter als seiner Tagesmeinung abhängen muss. Die kann schwanken zwischen "Was bilden sich die Kerle ein, meinem Standesgenossen Widerworte zu geben?" und "Was bildet sich der Kerl ein, auf meinem Grund und Boden Befehle erteilen zu wollen?" - tendenziell werden aber viele Bronjaren vermutlich zu den Adligen stehen und auch bei kleineren Übertretungen eher die Reihen geschlossen halten, als die gemeinsame Autorität zu untergraben.
In freien Städten hingegen ist das Bürgertum wesentlich selbstbewusster. Hier wird es sicherlich einige Privilegien und Höflichkeiten geben, die man Adligen gegenüber zu beachten hat und wenn der Adlige dem Knecht sagt, dass er ihm mal den Mantel bringen soll, wird der Knecht da auch spuren. Wenn der Adlige dem Handwerksmeister sagt, dass er ihn nen Tag lang durch die Stadt herumführen soll, könnte letzterer aber eher auf die Idee kommen, eine Bezahlung zu verlangen oder schlicht den Gehorsam zu verweigern.
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
09.12.2017 21:38
Und wie sieht das mit dem Vorteil Adliges Erbe aus: Gilt im Bornland das Garether Pamphlet? Das wäre ja angesichts der Vorbehalte gegen "diese bösen Garether Priesterkaiser (die uns auch noch den Störrebrand weggenommen haben)" und der Berufung auf die Tradition der Theaterritter eigentlich widersprüchlich, da sich ja - zumindest zugespitzt - jeder Adlige der einen Sitz in der Adelsversammlung hat, auf einen oder mehrere Rondrageweihte als Herrscher der Lande am Born in seiner Familie beruft.
Erstens ist der Theaterritterorden meines Wissens nicht durchgängig geweiht gewesen, insofern muss das so nicht der Fall sein. Laut Bornlandregionalspielhilfe sind ansonsten oftmals Geweihte und Ordensmitglieder von der bronjarischen Erbfolge ausgeschlossen, was ganz praktische Gründe hat - so kann man relativ simpel an der Erbfolge herumbasteln und schlechte Erbteilungen ohne Ansehensverlust vermeiden, wenn Sohn Alarich das dringende Bedürfnis verspürt, doch sein Leben den Göttern zu widmen und ins Kloster zu gehen.
(Gerade das mit den Ordensmitgliedern wird vermutlich nur für lebenslange Mitgliedschaften und vermutlich nicht unbedingt für alle Orden gelten - für seine einjährige Dienstzeit im Widderorden verliert sicher kein Krieger seinen Erbanspruch.)
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Titel und Anrede Adelsspross aus dem Bornland

Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 09.12.2017 23:08

Und wie ist es mit freien Bürgern beispielsweise Gardisten oder Soldaten aus Festum, wenn man die außerhalb der Stadt trifft?
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Beitrag von Cifer » 09.12.2017 23:21

Definiere außerhalb der Stadt - innerhalb des Regentschaftsbereichs eines Bronjaren? Dann gilt, was der Bronjar sagt (gerade bei Soldaten mag der aber auch gar nix sagen, wenn er relativ schwach ist und selbst nahe bei Festum wohnt). Irgendwo im Niemandsland? Dann kommt es drauf an, wer richtet. Schaffen die Freien es zurück nach Festum, passiert ihnen dort ziemlich sicher nichts.

Geht es denn um eine konkrete Situation?
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Titel und Anrede Adelsspross aus dem Bornland

Beitrag von Andwari » 09.12.2017 23:45

Wie erwähnt, ein Bronnjar ist niemandem Rechenschaft schuldig - das ist also eine schlichte Machtfrage mit mehreren Beteiligten (der Bronnjar in der Fremde, der örtliche Bronnjar, die Stadt Festum als Verteidiger ihrer Bürger).

Dass man da nicht ständig von blutigsten Fehden hört, bedeutet vor Allem, dass anscheinend alle Beteiligten wissen, wie sie sich verhalten müssen:
- wer außerhalb Festums irgendwas gelten will, stellt sich mit den jeweiligen Bronnjaren gut.
- reisende Festumer Bürger dürften fast die einzigen Nicht-adeligen sein, bei denen der Bronnjar noch mal überlegt ob es wirklich klug ist, denen dumm zu kommen.
- im Zweifel gilt für den Nicht-Bronnjaren vmtl. "Schnauze halten, runterschlucken".
- Neersander Krieger sind Adelige im Dienst eines mächtigen bornländischen Adeligen (der Adelsmarschall).
- in Festum ist der Bronnjar nur ungern, für den weit entfernt wohnenden ist das nahezu alptraumhaft: alle rundrum haben was zu sagen, er muss vllt. warten, sich mit unbekannten Mächtigeren abgeben, um Geld bitten o.ä.

Dass die Titel kein direkter Hinweis auf Mächtigkeit sind, ist mMn unnötige Spielerverwirrung: Die bornländischen Bronnjaren sollten mMn insgesamt eine genügend kleine Gruppe sein, dass sie wissen, wer unter ihnen tatsächlich mächtig ist und ansonsten Strategien entwickelt haben, das im Gespräch fix rauszufinden.

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Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 10.12.2017 12:27

Cifer hat geschrieben:
09.12.2017 23:21

Geht es denn um eine konkrete Situation?
Jain, also mal angenommen, bspw. der Hauptmann der Wache aus Festum oder Norburg zieht eigenmächtig los, um irgendetwas zu machen und dafür muss er in die Pampa.
Ich als adliger Krieger aus Neersand (oder Ritter oder Rondrageweihter) (aus dem Hause Schwertbergen, als Spross eines Familienzweiges mit gleichlanger Tradition aus der Nähe von Neersand) werde nun von wichtigen Vertretern der Stadt, etwa dem Stadrat oder einem einflussreichen Händler oder Geweihten oder wer da was zu sagen haben mag, diesem Hauptmann hinterhergesandt, um darauf zu achten, dass er nicht in eigenmächtigem Aktionismus Dinge tut, die der Göttingen Rondra vermutlich nicht gefällig sind.
Hätte ich irgendeine Befehlsgewalt über ihm im Sinne "Bursche, einerseits bin ich im Auftrag von Leuten, die Anteil an der Auszahlung deines Soldes haben" andererseits im Sinne von "Bursche, ich bin adlig (+ Krieger/Ritter/Rondrageweihter = Theaterritter) und du nicht, wir sind nicht in Festum/Norburg, außerdem bin ich allein und direkt dem dem Adelsmarschall unterstellt: Ich stehe hier in der Hierachie/Nahrungskette weit über dir, also höre auf mein Wort, wenn du nicht in Ungrnade fallen willst"?
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Beitrag von Cifer » 10.12.2017 12:50

Hauptmann der Wache ist schon mal eine ziemliche Hausnummer. Rein anhand deiner persönlichen Stellung würde ich nicht davon ausgehen, dass du wesentliche Autorität über ihn hast - sicher sollte er dir gegenüber höflich und zuvorkommend sein, aber herumschubsen lassen muss er sich nicht. Dass du dem Adelsmarschall unterstellt bist, ist schön und gut, aber hat der Adelsmarschall dir aktuell aufgetragen, in seinem Namen zu handeln? Sonst steht ihr ja faktisch einfach nicht in der gleichen Befehlskette.

Im Prinzip gibt es zwei Schienen, über die du Autorität gewinenn könntest:
Einerseits über den, der dich geschickt hat - war es letztlich ein "besorgter Mitbürger", steht in erster Linie dessen politische Macht gegen die des Hauptmanns. Das ist extrem diffus und faktisch nicht zu beurteilen, ohne zu wissen, mit wem der "einflussreiche Händler" so zu Mittag isst. Schickt dich der komplette Stadtrat, der die Garde unterhält, mit dem Auftrag, den Hauptmann zu kontrollieren, ist das kein Thema - faktisch sind die ja seine Vorgesetzten, natürlich können die ihn dir unterstellen.
Andererseits über den, der vor Ort das Sagen hat. Wenn du die lokale Bronnjarin davon überzeugen kannst, sich zu deinen Gunsten einzumischen (und sie glaubt, dabei vermutlich nicht Festum zu verärgern), wird er vermutlich keine Fehde vom Zaun brechen.
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Beitrag von Andwari » 10.12.2017 21:09

Kommt mMn stark auf die Positon des Hauptmanns an: Ist der reiner Befehlsausführer des Stadtrats mit einem 8-17 Uhr Job? Also quasi ein Rädchen im Getriebe der Stadtverwaltung? Oder hat er als Chef über ca. 500 Mann Militär-artige Macht eine eigene Agenda, ist vllt. selbst einer der bedeutenderen Räte im Engen Rat oder wenigstens der ausführende Arm einer mächtigen Gruppe darin?
Wenn sein "Ausflug" quasi Urlaub und Privatangelegenheit bedeuten kann, dann ist viel von seiner Bedeutung daheim geblieben - aber so eine Trennung von Privatperson und Macht durch Positionen ist eigentlich kaum etabliert in Aventurien - da versucht jeder aus seinem Amt auch persönliche Vorteile zu ziehen.

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Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 10.12.2017 21:14

Andwari hat geschrieben:
10.12.2017 21:09
Kommt mMn stark auf die Positon des Hauptmanns an: Ist der reiner Befehlsausführer des Stadtrats mit einem 8-17 Uhr Job? Also quasi ein Rädchen im Getriebe der Stadtverwaltung? Oder hat er als Chef über ca. 500 Mann Militär-artige Macht eine eigene Agenda, ist vllt. selbst einer der bedeutenderen Räte im Engen Rat oder wenigstens der ausführende Arm einer mächtigen Gruppe darin?
Soweit ich aus Labd des Schwarzen Bären entnehmen kann, sind weder in Norburg noch in Festum er Hauptmann im Engen rat.
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Titel und Anrede Adelsspross aus dem Bornland

Beitrag von Jadoran » 10.12.2017 23:06

"Befehlsgewalt" hängt auch sehr stark von dem persönlichen Respekt ab, den der Hauptmann dem Krieger zollt. Wenn da ein vierzigjähriger Eisenfresser, Veteran vieler Scharmützel und gut 8-10k AP auf dem Buckel den Allüren eines kaum großjährigen 1-2k AP Burschis folgen soll, ist das was diametral anderes als wenn da ein 4k AP Hauptmann von knap 22 Jahren, dessen Ernennungsurkunde noch feucht ist, von einem 8k AP gestandenen Krieger, der schon Zants in zwei Teile gehauen hat, höflich verpackt aber sehr konkret gesagt kriegt, wie der Hase läuft.
Direkt gegeneinander (also wenn man es schon verbockt hat und weitpinkeln spielt) ist in der Pampa immer die Gretchenfrage, wem die Kriegsknechte folgen, und das wird der sein, der sie idealerweise bezahlt und der mehr Cojones hat.
Die wenigsten SL haben auch Lust auf eine Rechtswegediskussion...

Ganz praktisch würde ich also so dran gehen: Wieviele Soldaten hat der Hauptmann, wie loyal und tauglich sind die, und wie tauglich ist der Hauptmann. Wenn der kompetent ist und eine kompetente und loyale Truppe hat, dann würde ich es nicht mit Einschüchterung oder "Ich hab hier zu befehlen" versuchen.

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Beitrag von Andwari » 11.12.2017 09:45

Wie viele seiner Soldaten jetzt anwesend sind ist natürlich auch wichtig.

Ich wollte eher betonen, dass die moderne Idee eines Stadtstaats "Der Polizeipräsident kriegt Weisung vom Innensenator und der tut brav was der regierende Bürgermeister sagt" nicht unbedingt gelten muss. So ein Stadthauptmann hat eine einzigartige Position - wenn der es schafft, eine ihm loyale Garde aufzustellen, ist er evtl. eine ganz wichtige Person. Details hängen da von ab, wie gezielt zersplittert das vom Stadtrat gehalten wird (dann wäre er vllt. nur Torwachenhauptmann und nicht Marktwachenhauptmann, Hafensicherungshauptmann, Wehrübungshauptmann usw.). Je mehr Synergien der Stadtrat da zulässt (die Stadtwache macht alles vom Zoll am Tor bis zur Gebühr am Marktstand) um so mächtiger wird dieser eine Typ.

Gerade wenn das Umfeld durch Adelsherrschaft geprägt ist und man selbst Hauptstadt eines Reiches, in dem sich regelmäßig Adelige treffen, ist besonders dieser "militärische" Posten interessant.
Festum hat gegenüber dem Umland oft gegensätzliche Interessen: die Festumer wollen billig beliefert werden und Importwaren teuer verkaufen - die Bronnjaren genau anders herum. Die gemeinsame Sicherheitspolitik von Bronnjaren und Festum ist aber ein Thema, wo man konstruktiv zusammenarbeiten kann. Die Bronnjaren verstehen, wie "Sicherheit" funktioniert und hätten da vmtl. gerne einen Ansprechpartner auf Augenhöhe - d.h. der Stadthauptmann sollte evtl. ein adeliger Krieger aus Neersand (mit nachträglich gut bezahlter Loyalitätsentwicklung pro Festum) sein - oder ein herausragender Patriziersohn aus Festum, den man ebenfalls so ausgebildet hat, dass er seine Gesprächspartner versteht.

Festum ist innerhalb des Bornlandes ein gewaltiger Machtfaktor. Es hat zwar "nur" etwa ein Fünftel der Einwohner - aber eben konzentriert und wirtschaftlich stark. Ein einzelner Bronnjar aus der Mark oder dem Festenland kann es sich vmtl. nicht leisten, schlechtere Beziehungen nach Festum zu haben als sein Nachbar. Den Seweriern mag das wegen größerer Entfernung schon weniger wichtig sein.

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Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 29.12.2017 22:00

Im Bornland sind ja Name/Titel (die man ja dem mittelreichischen Machtgefälle entlehnen soll) nicht immer identisch mit (dem Ansehen bzw.) der realen politischen Macht.
Würdet ihr dennoch sagen, dass zumindest bei den wenigen im Land des schwarzen Bären wichtigen Adelsgeschlechter der jeweiligen Region doch eine Übereinstimmung von Titel und politischer- oder wirtschaftlicher Macht besteht?
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Beitrag von Cifer » 01.01.2018 17:44

Die allergrößten Nummern werden sich nicht gerade als Edle und Junker bezeichnen, aber ansonsten: Nein. Wieso sollte?
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Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 02.01.2018 16:28

Es geht mir nicht darum, wie sie sich selbst bezechnen, sondern ob sie die Macht/Finanzmittel haben, die ihr Rang erwarten lässt?

Denn im Bornland kann es gerne mal passieren, dass man vor Graf oder Herzog xy steht, aber der so verarmt ist, dass seine finanzielle MAcht unterhalb des SO <10 unadligen Helden liegt (Stichwort Brücken-Baron)
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Beitrag von Jadoran » 02.01.2018 19:06

Bei Junkern und Baronen kann das sicher häufiger vorkommen. Aber es gab nie besonders viele Grafengeschlechter, von Herzögen ganz zu schweigen, von daher nimmt nach "oben" hin die Wahrscheinlichkeit drastisch zu, dass der Titel zur Macht paßt.
Aber das sieht man im Zweifelsfall auf den ersten Blick, denn reiche und mächtige Leute laufen nicht alleine rum, tragen vernünftige Kleidung, etc.
Zuletzt geändert von Jadoran am 02.01.2018 21:50, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Cifer » 02.01.2018 20:33

Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
02.01.2018 16:28
Es geht mir nicht darum, wie sie sich selbst bezechnen, sondern ob sie die Macht/Finanzmittel haben, die ihr Rang erwarten lässt?

Denn im Bornland kann es gerne mal passieren, dass man vor Graf oder Herzog xy steht, aber der so verarmt ist, dass seine finanzielle MAcht unterhalb des SO <10 unadligen Helden liegt (Stichwort Brücken-Baron)
Okay, was ist jetzt genau die Frage? Ob ein mächtiger Adliger im Bornland mächtig ist? (Antwort: Ja, ist er, sonst wäre er kein mächtiger Adliger)
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Beitrag von Kilerpranke » 03.01.2018 09:52

Es gibt im Bornland nur Adel=Bronjar oder Unfrei (ach ja und die paar Freien in den Städten). Offiziell sind tragen alle Adligen den Titel Bronjar (mWn) und wie sie sich jetzt nennen ist ihnen überlassen. Name des Titels - Macht - Geld sind 3 paar Schuhe die beliebig kombiniert sein können. nur wie @Jadoran schrieb, zeigen die die geld haben es auch (wie im echten russland unserer Tage)
Oderint dum metuant

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